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Re: Die dunkle Seite des CDs ?

Verfasst: So 7. Okt 2018, 10:14
von Exuser-2019-01-04
Nicole Doll hat geschrieben: Sa 6. Okt 2018, 13:25 ...
Aber ich kenne einige Leute, die mir recht offen gegenüber treten, von denen ich weiß, dass sie eine sehr konservative Sichtweise haben (und CDU wählen). Und ich bin oft enttäuscht worden. Kann es also sein, dass diese Offenheit eher nur gespielt ist. Wenn ich die Politiker so reden höre, bestätigt sich jedenfalls dieser Eindruck. Wer Seehofers "Ausländer raus" uneingeschränkt zustimmt, dürfte auch einem Wegsperren von "gestörten Personen" nicht wirklich abgeneigt sein. Rechts oder konservativ sind bei Weitem nicht nur AFDler.
Na, na, na, der "Hass" gegen den Konservatismus ist auch nicht besser als der gegen Trans* ... (und ebenso ein Zeichen von Intoleranz und Nichtakzeptanz des "Anderssein")...

Re: Die dunkle Seite des CDs ?

Verfasst: So 7. Okt 2018, 10:27
von Laila-Sarah
Hallo and alle,

ich verfolge diesen Thread mit Interesse. Obwohl das eigentliche Thema: Leute gegen uns verhalten sich sehr Neugierig (gut) aber dafür mangelt es ihnen am nötigen Zurückhaltung (schlecht)", hat der Faden seine Eigendynamik entwickelt zu so einer art #transmetoo geworden. Was ich sehr begrüsse. Weiter so. Nichts einfressen, alles rauslassen (poli)

Re: Die dunkle Seite des CDs ?

Verfasst: So 7. Okt 2018, 10:37
von Marlene K.
Frieda hat geschrieben: So 7. Okt 2018, 09:29
PolitTunte hat geschrieben: So 7. Okt 2018, 09:21 Dem Hass, wenn es möglich ist, mit Liebe zu begegnen heißt ja nicht, den Hass nicht zu sehen und zu fühlen.
â›”STOP Ralf-Marlene!
Ich bitte um ein genaueres beschreiben!

Hass fühlen!
Wo bzw bei wem?
Mit Hass fühlen meine ich hier, den Hass des anderen wahrzunehmen, nicht eigenen Hass zu fühlen. Wenn es mir gelingt, diesen Hass nicht zu meinem zu machen gehe ich gestärkt aus der Situation hervor. Allerdings gelingt mir dies nicht immer, wobei sich der Hass und die Aggression nur selten in eigene Agression verwandelt. Meist ist es eher Minderwertigkeitsgefühl, Angst, Unsicherheit, Selbstzweifel.

Da wäre mir dann, um mich selber zu schützen, Agression lieber. Auch wenn das jetzt kein empathischer Gedanke ist, versuche ich mir auch meine eigene Agression zuzugestehen.

Re: Die dunkle Seite des CDs ?

Verfasst: So 7. Okt 2018, 10:42
von Michi
Sasha hat geschrieben: So 7. Okt 2018, 10:06 Was bitte ist schlecht an einem Menschen, der konservativ ist? Konservativ bedeutet für mich (ich bin konservativ): das Gute bewahren, das Schlechte ändern und verbessern.
"Zwei mal Drei macht Vier widdewiddewitt und Drei macht Neune ..."

Ja sind wir denn hier bei Pippi Langstrumpf?!

Konservativ kommt von konservieren (einen Zustand bewahren, festhalten) und bedeutet noch immer: Auf alte "Werte" besinnend, am Althergebrachten festhalten.

Konservativ ist genau das Gegenteil von progressiv, von fortschreiten, entwickeln, verändern.


Wenn man die aktuelle Politik nur mal im hier sehr ausgiebig besprochenen Bereich Homo-, Trans- und Intersexualität mit einem Funken Objektivität betrachtet, kann man erkennen:

Konservative machen, und das auch nur unter massivem Druck, immer nur das absolut unvermeidbare Minimum an Veränderung, nachdem sie sich jahrelang mit aller Kraft dagegen gesträubt haben.

Just my two Cents :wink:

Re: Die dunkle Seite des CDs ?

Verfasst: So 7. Okt 2018, 10:46
von Michi
Sasha hat geschrieben: So 7. Okt 2018, 10:14 Na, na, na, der "Hass" gegen den Konservatismus ist auch nicht besser als der gegen Trans* ... (und ebenso ein Zeichen von Intoleranz und Nichtakzeptanz des "Anderssein")...
Wuuups!

Intoleranz beklagt sich darüber, nicht maximal toleriert zu werden.
Hass beklagt sich, nicht bedingungslos geliebt zu werden.

Ganz großes Kino, wirklich ganz großes ...

:((a

Re: Die dunkle Seite des CDs ?

Verfasst: So 7. Okt 2018, 11:21
von ExUserIn-2026-01-22
Steffi1000 hat geschrieben: So 7. Okt 2018, 08:11 Da wird gezeigt,. Wie abwertend sich Machos über Trans verhalten. Ich finde es abstoßend...
Hallo Steffi,

ich kenne zwar nicht den genauen Wortlaut der "Machos", aber ich bin da tolerant und bin der Meinung, daß jeder seine Meinung (auch uns Transen gegenüber) vertreten darf. Wenn jemand nichts mit uns CDs zu tun haben will, oder sich überhaupt nicht damit "anfreunden" kann, dann sollte man ihnen diese Meinung zu gestehen. Mir gefällt in dieser Welt auch so manches nicht und sage daß auch. Und weil es immer heißt, daß man als CD alles/vieles tolerieren sollte was mit Frauen (bsw.) zu tun hat, dann bin ich da ein wenig anderer Meinung: bsw. finde ich Frauen-Boxen einfach nur fürchterlich - so wie Boxen im Allgemeinen. Und darf ich diese Meinung nicht vertreten, nur weil ich Trans bin, bzw. mich selbst als Frau sehe?

Vielleicht wäre eine Diskussion bezüglich dieses Themas sogar einen eigenen Thread wert?

Jennifer

Re: Die dunkle Seite des CDs ?

Verfasst: So 7. Okt 2018, 11:35
von Nicole Fritz
Sasha hat geschrieben: So 7. Okt 2018, 10:06 Nicole, da hast Du m.E. mal wieder absolut danebengehauen...
Hallo Sasha,

ich haue lieber mal kräftig daneben, als ständig wie das kleine A..Loch früher die Klappe zu halten. Ich habe absolut nichts dagegen, wenn alte Traditionen bewahrt werden sollen. Ich finde es beispielsweise schade, dass das Hunrücker Platt immer weniger gesprochen wird. Aber es kommen immer mehr Menschen verschiedener Herkunft zusammen. Dabei verliert sich so eine, für Auswärtige ziemlich unverständliche Mundart. Soll man aber deswegen alle Zugereisten fort jagen und schön unter sich bleiben?

Vielleicht sollte man in konservativen Kreisen nicht so populistisch herum tönen, nur um einige Ausländerfeindliche AFD-Wähler für sich zu gewinnen. Das provoziert einen doch böse zu werden und verärgert zurück zu schlagen.

LG Nicole

Re: Die dunkle Seite des CDs ?

Verfasst: So 7. Okt 2018, 11:38
von Laila-Sarah
Hallo,

Generell gesprochen, war es einer meiner größten traumatischen Erlebnisse in diesem Forum, zu sehen wie wir als Minderheiten auf Toleranz und Verständnis von unseren Mitmenschen gegenüber uns beharren, aber im Gegenzug nicht tolerant und verständnisvoll gegenüber anderer Minderheiten sind oder sein wollen. Dass sind so die Momente wo ein Stück "kindlicher Unschuld" in dir stirbt und mit der selben Menge "ist doch eh allet scheiß egal" nachgefüllt wird. Das geht jetzt an niemandem spezielles oder vielleicht an Alle als Denkanstoß.

VlG

Re: Die dunkle Seite des CDs ?

Verfasst: So 7. Okt 2018, 12:40
von YvonneTV
Hallo Laila (moin)

Das glaub ich sofort, dass das sehr spezielle Erlebnisse waren .... hoffe es belastet nicht zu sehr ! :?

Ich wurde bisher kaum angesprochen, bzw. wenn dann waren es eher freundliche Worte oder Komplimente (smili)

Die Cis-Frau einer Teilzeitfrau (bitte nicht an den Begriffen stören) fragte mich freundlich "Darf ich Deine Brust mal anfassen - bin echt interessiert wie es sich anfühlt ?" Und ich antwortete: "Ja klar, das darfst du gerne machen und ich werde auch nicht fragen, ob ich bei Dir auch mal fühlen darf !" :mrgreen:

Das war ok für mich, weil es Interesse und Neugier war - in keinster Weise gegen mich gerichtet ! Außerdem waren wir uns auch sympathisch zusammen mit viel Offenheit.
Wer fragt kriegt Antworten (gitli)

Bei irgendwem, öffentlich, .... nun da hätte ich bestimmt auch irgendeinem blöden Spruch raus gehauen :((a

Re: Die dunkle Seite des CDs ?

Verfasst: So 7. Okt 2018, 12:46
von YvonneTV
Michelle_Engelhardt hat geschrieben: So 7. Okt 2018, 09:20 Eine mir unbekannte Frau fragte mich, nachdem wir gerade mal 3 Sätze gewechselt hatten, ob ich "untenrum operiert" sei. Meine Gegenfrage, ob ihre Brüste denn echt wären, hat sie ziemlich aus der Fassung gebracht :mrgreen:
Zuuuuu gut Michelle !!! (yes) :mrgreen: :lol:

Re: Die dunkle Seite des CDs ?

Verfasst: So 7. Okt 2018, 12:57
von Exuser-2019-01-04
MichiWell hat geschrieben: So 7. Okt 2018, 10:46
Sasha hat geschrieben: So 7. Okt 2018, 10:14 Na, na, na, der "Hass" gegen den Konservatismus ist auch nicht besser als der gegen Trans* ... (und ebenso ein Zeichen von Intoleranz und Nichtakzeptanz des "Anderssein")...
Wuuups!

Intoleranz beklagt sich darüber, nicht maximal toleriert zu werden.
Hass beklagt sich, nicht bedingungslos geliebt zu werden.

Ganz großes Kino, wirklich ganz großes ...
Irrtum, mein Lieber, ich beklage mich nicht - ich klage an!
Und, was Du unter Konservatismus verstehst, ist mir, mit Verlaub, sch...egal.
Nochmals für alle Zukurzgekommenen: ich bin unpolitisch. Wichtig ist nur das Menschsein. Kapiert???

Re: Die dunkle Seite des CDs ?

Verfasst: So 7. Okt 2018, 13:00
von Jasmine
Michelle_Engelhardt hat geschrieben: So 7. Okt 2018, 09:20 Eine mir unbekannte Frau fragte mich, nachdem wir gerade mal 3 Sätze gewechselt hatten, ob ich "untenrum operiert" sei. Meine Gegenfrage, ob ihre Brüste denn echt wären, hat sie ziemlich aus der Fassung gebracht :mrgreen:
Ist doch interessant, das es Menschen gibt, wie diese unbekannte Frau, die alles wissen wollen. Allerdings bei einer Gegenfrage ziemlich fassungslos sind.
Das letzte Mal als mir so etwas mit einer Person widerfuhr, sagte ich freundlich aber ganz gelangweilt: Es wäre schön, wenn sie sich an die gesellschaftlichen Umgangsformen halten und meine Privatsphäre achten. Hierauf schaute die Person auf den Boden und machte sich von dannen.
Liebe Grüße Jasmine

Re: Die dunkle Seite des CDs ?

Verfasst: So 7. Okt 2018, 13:09
von Marlene K.
Sasha hat geschrieben: So 7. Okt 2018, 12:57
MichiWell hat geschrieben: So 7. Okt 2018, 10:46
Sasha hat geschrieben: So 7. Okt 2018, 10:14 Na, na, na, der "Hass" gegen den Konservatismus ist auch nicht besser als der gegen Trans* ... (und ebenso ein Zeichen von Intoleranz und Nichtakzeptanz des "Anderssein")...
Wuuups!

Intoleranz beklagt sich darüber, nicht maximal toleriert zu werden.
Hass beklagt sich, nicht bedingungslos geliebt zu werden.

Ganz großes Kino, wirklich ganz großes ...
Irrtum, mein Lieber, ich beklage mich nicht - ich klage an!
Und, was Du unter Konservatismus verstehst, ist mir, mit Verlaub, sch...egal.
Nochmals für alle Zukurzgekommenen: ich bin unpolitisch. Wichtig ist nur das Menschsein. Kapiert???
Auch wenn ich ander Worte als Michi gewählt hätte, weniger konfrontativ formuliuert hätte:
Eine Aussage im politischen Raum zu treffen und diese hinterfragt wird, sich selber als ja nicht politisch zu bezeichnen, ist zumindest fragwürdig.
Ich halte den deutschen real existierenden Konservatismus in Bezug auf uns hier nicht gerade für die Speerspitze des Mitgefühls und kritisiere diesen Konservatismus auch in Bezug auf den Umgang mit der extremen Rechten. Die zweite Kritik umfasst übrigens sogar die SPD.

Michi hier im Forum mit "mein Lieber" anzusprechen ist respektlos, Michi definiert sich als "sie".

Re: Die dunkle Seite des CDs ?

Verfasst: So 7. Okt 2018, 13:31
von Michelle_Engelhardt
Jasmine hat geschrieben: So 7. Okt 2018, 13:00
Michelle_Engelhardt hat geschrieben: So 7. Okt 2018, 09:20 Eine mir unbekannte Frau fragte mich, nachdem wir gerade mal 3 Sätze gewechselt hatten, ob ich "untenrum operiert" sei. Meine Gegenfrage, ob ihre Brüste denn echt wären, hat sie ziemlich aus der Fassung gebracht :mrgreen:
Ist doch interessant, das es Menschen gibt, wie diese unbekannte Frau, die alles wissen wollen. Allerdings bei einer Gegenfrage ziemlich fassungslos sind.
Das letzte Mal als mir so etwas mit einer Person widerfuhr, sagte ich freundlich aber ganz gelangweilt: Es wäre schön, wenn sie sich an die gesellschaftlichen Umgangsformen halten und meine Privatsphäre achten. Hierauf schaute die Person auf den Boden und machte sich von dannen.
Liebe Grüße Jasmine
Auch eine sehr passende Antwort, liebe Jasmine.

Dir einen schönen Sonntag
Michelle

Re: Die dunkle Seite des CDs ?

Verfasst: So 7. Okt 2018, 14:30
von Jaddy
MichiWell hat geschrieben: So 7. Okt 2018, 10:42Konservativ kommt von konservieren (einen Zustand bewahren, festhalten) und bedeutet noch immer: Auf alte "Werte" besinnend, am Althergebrachten festhalten.
Konservativ ist genau das Gegenteil von progressiv, von fortschreiten, entwickeln, verändern.
Volle Zustimmung zu Deinem Beitrag, deshab möchte ich vor allem die "Tüddelchen" bei den "Werten" unterstreichen. Das ist ein beliebtes Framing von selbsternannten Konservativen, denn Werte klingt erst mal wie wertvoll. In Wirklichkeit geht es aber um Machterhalt aufgrund von Verlustängsten. Die Sorge, dass man bei Veränderungen etwas abgeben müsste, Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer nehmen. Das ironischerweise sogar von denen, die eher am unteren Ende der Nahrungskette stehen, also im herrschenden System unterprivilegiert sind. Statt sich gegen die aufzulehnen, die sie in dieser Lage halten, treten sie alles weg, was auf ihrer Ebene zur Konkurrenz um die Brosamen werden könnte.
Die Werte, die häufig und gerne zitiert werden, sind da schon bizarr verzerrt. Die urspünglichen, die Basis unserer Verfassung und des philosophischen Fundaments darunter, billigen jedem Menschen das Recht zu, sich selbst zu beschränken. Zum Beispiel wen eins sich zu lieben, zu heiraten, im Bett haben oder anzuziehen erlaubt. Sie verbieten es aber ebenso, dies anderen vorzuschreiben. Diesen Part vergessen viele, die sich als Konservativ bezeichnen.