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Re: Ehe/Partnerschaft/Beziehung

Verfasst: Fr 24. Aug 2018, 06:25
von Rose
Ich will mich noch einmal bedanken für die zahlreichen Antworten. Ich freue mich sehr über die Antworten von Bio Frauen, da sieht man auch die andere Seite. Ich habe ja mit meiner Frau über die SHG schon gesprochen im Moment will sie das nicht. Sie hält es für nicht nötig. Ich möchte ja auch reden. Ich will ja wissen was sie denkt und fühlt, nur wie gesagt geredet wird nur wenn ich mit dem Thema anfange. Über die ganzen Jahre hat sich wie schon geschrieben viel geändert. Es ist nur schwer das Tempo zu bestimmen und beizubehalten wenn ich kein Feedback bekomme. Klar könnte man auch sagen, so lange wie sie nichts sagt ist alles gut. Aber ich glaube das wäre der falsche Weg. Also so kann ich nur versuchen es weiter so zu machen ohne das Tempo zu erhöhen.

LG Rose

Re: Ehe/Partnerschaft/Beziehung

Verfasst: Fr 24. Aug 2018, 07:05
von ExUserIn-2026-04-08
Klar könnte man auch sagen, so lange wie sie nichts sagt ist alles gut. Aber ich glaube das wäre der falsche Weg.
Hi Rose,

das sehe ich genau so. Das ähnelt doch sehr einem Verdrängen. Auf Reden verzichten kann man nur, wenn eine Situation klar ist. Bei Euch ist sie das wohl nicht. Auf der anderen Seite kann man mit zu viel Reden auch überfordern. Es gilt eine gute Balance zu finden. Ich selber neige dazu, Gespräche nach hinten zu verschieben, weil ich das Gefühl habe, oder besser gesagt vorschiebe, dass es gerade nicht passend ist. Vielleicht ist es eine Idee, einen Termin gemeinsam von vorne herein festzulegen. So nach dem Motto, "ich möchte mit Dir über mich reden. Können wir das am nächsten Samstag Abend tun ?". So haben beide Gelegenheit, sich darauf einzustellen und niemand wird "überrumpelt".

Re: Ehe/Partnerschaft/Beziehung

Verfasst: Fr 24. Aug 2018, 07:50
von Rose
Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 24. Aug 2018, 07:05
. Vielleicht ist es eine Idee, einen Termin gemeinsam von vorne herein festzulegen. So nach dem Motto, "ich möchte mit Dir über mich reden. Können wir das am nächsten Samstag Abend tun ?". So haben beide Gelegenheit, sich darauf einzustellen und niemand wird "überrumpelt".
Ein Versuch ist es währt. Warum nicht. Vielleicht klappt es ja.
Gruß
Rose

Re: Ehe/Partnerschaft/Beziehung

Verfasst: Fr 24. Aug 2018, 09:01
von Michi
Hallo Rose,

gleiches, oder ihr einen Brief schreiben, hatte ich gerade erst Diana in ihrem Thread Gedanken vorgeschlagen. Sie steckt wohl in einer ähnlichen Situation wie du. Ich denke, bei passender Gelegenheit mal den Vorschlag machen, und mehr wie nein sagen kann sie nicht. Kannst ihr ja die Wahl des Termins überlassen.

Liebe Grüße
Michi

Re: Ehe/Partnerschaft/Beziehung

Verfasst: Fr 24. Aug 2018, 09:28
von Céline
Hallo Rose,
Ich kann Dir sagen das das was du beschreibst bei mir ganz ähnlich ist.Meine Frau "verdrängt"auch die ganze Thematik seit ca. 3Jahren aber ich ich habe es bisher immer geschafft sie immer ein klein wenig mitzuziehen wenn ich es so nennen will.Ich habe aber auch das Riesenglück das wir uns schon immer ohne Worte verstehen und uns sehr lieben auch noch nach 30 Jahren Ehe.Es sind halt die ganz kleinen Dinge die für mich Riesenfortschritte sind.Z.B. letzte Weihnachten ist sie zum ersten Mal mit mir Hand in Hand bei uns im Dorf durch den stark besuchten Weihnachtmarkt gelaufen und hat mir sogar einen Kuss gegeben.Oder unser erster Opernbesuch in schicker Abendrobe dieses Jahr.Für mich sind das Riesenfortschritte die zwar noch lange nicht alltäglich sind aber mir sehr große Hoffnung geben.Am Wochenende war auch eine Freundin bei mir eingeladen,wir hatten ein großes Sommerfest zuhause im Garten wo sehr viele Freunde Kollegen Nachbarn und Familie eingeladen waren und meine Frau hat sogar mit ihr gesprochen obwohl sie das immer verweigerte.Es war einfach ein tolles Fest,ohne auch nur einmal die Transthematik anzusprechen.Ich denke das es wichtig ist das sie sieht das wir ganz normal behandelt werden einfach ohne Vorurteile.Wir führen einfach ein ganz normales Leben.
Aber ......es erforderte von mir sehr viel Geduld und Kraft(von meiner Frau mindestens so viel wenn nicht mehr) einen Weg zu finden an dem es uns Beiden "gut"ging.Das ganze jetzt seit ca 3Jahren und es liegt noch ein langer Weg vor uns.
Man sollte im im Auge behalten wie sich die Patnerin/Partner fühlt wenn die heile Welt auf einmal am zerbröckeln ist und alles auf den Kopf gestellt wird und alle Zukunftspläne sich in Luft auflösen (was sie nicht müssen).Auch sollte man nicht vergessen das eine Heterosexuelle Beziehung dann ja "lesbisch "wird.
Ich wünsche Euch viel Kraft und Glück,Liebe Grüße
Kelly

Re: Ehe/Partnerschaft/Beziehung

Verfasst: Fr 24. Aug 2018, 09:52
von ExuserIn-2018-12-30
Meiner persönlichen Erfahrung nach besteht das Problem, dass man in so eine Art Standby fallen kann und dabei übersieht, dass man immer älter wird, was die Sache nicht gerade einfacher macht. Mit Standby meine ich, nichts geschieht, aber es bleibt die Hoffnung, dass irgendwann irgendwie wieder Bewegung in das eigene Leben kommt.

Man wartet darauf, dass der Partner mitzieht, man will ihm aber auch Zeit lassen, man möchte, dass beide Partner das Tempo bestimmt, und bevor man riskiert, dass die Partnerschaft großen Schaden nimmt, bleibt man lieber erstmal auf der Stelle stehen. Standby eben.

Am Anfang des Weges mag das nicht tragisch sein, aber je mehr Zeit vergeht, desto schwieriger wird solch ein Zustand, weil die Hoffnung auf Veränderung abnimmt, die eigenen Energien schwinden und sich Frust und Resignation breit machen.

Was ist die Konsequenz? Irgendwann muss man schon das Gefühl bekommen dafür, dass sich etwas bewegt, dass Fortschritte sichtbar sind, dass es genügend Akzeptanz beim Partner gibt etc.

Und noch eins: Niemand hat sich TS ausgesucht genauso wenig, wie sich jemand eine schlimme Krankheit anlacht. Das sollte auch der Partner stets wissen und bei allem Respekt für seine schwierige Situation immer vor Augen haben: wir können auch nichts dafür, um es mal salopp auszudrücken. Und alle Rücksicht muss irgendwann auch mal ein Ende haben.

Re: Ehe/Partnerschaft/Beziehung

Verfasst: Fr 24. Aug 2018, 10:34
von Michelle_Engelhardt
Danke Maria,
nebenbei wiegt man durch andauernde Untätigkeit den Partner unter Umständen in einer trügerischen Sicherheit, die es im Grunde aber gar nicht gibt. Totschweigen war schon immer das falsche Mittel, genau wie auch Verdrängen. Kurzfristig zwar bequemer, aber........

Naja, aber letztendlich muss das jeder mit sich selbst bzw. dem Partner ausmachen.

Re: Ehe/Partnerschaft/Beziehung

Verfasst: Fr 24. Aug 2018, 13:22
von Simon(e)
Hallo Heike,

die Leidenschaft meines Mannes bezüglich femminer Kleidung hat in der Pupertät
begonnen.
Er sagt aber, er möchte sich weder mit Hormonen behandeln, noch einer
Geschlechtsangleichung unterziehen.
Er möchte nur hin und wieder die Frau in ihm Leben lassen!!!!!
Wenn er weiter gehen würde wollen, wüsste ich nicht wie ich damit umgehen würde.......
Ich finde es wirklich mutig und bewundernswert, wenn Paare diese Schritte wagen und gemeinsam
gehen!!!! Meinen höchsten Respekt!!!!!
So wie es bei uns zur Zeit läuft, komme ich sehr gut zurecht, ich habe dadurch auch mehr
Selbstbewusstsein dazu gewonnen!!!!!
Man wächst mit seinen Aufgaben und macht einen stärker!!!



Liebe Grüße
Simon(e)