Wird es immer mehr ? - # 4
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Rose
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Re: Wird es immer mehr ?
Liebe Betty
Ich wollte eigentlich nicht Schreiben weil ich viele deiner Äußerungen kenne. Meine Frau hat damals,als es nur um das tragen von Unterwäsche ging genau solche Äußerungen mir ins Gesicht gesagt. Was macht ein Mann oder eine Frau aus? Das kann nur jeder für sich selber heraus finden. Als meine Frau mir fast 30 Minuten ein Vortrag gehalten hat ist erst einmal für mich eine Welt zusammen gebrochen. Ich habe mich zurück gezogen und lange darüber nach gedacht wie wäre es wenn die sich zum Mann verändern würde. Ich kannte meine Frau schon 6 Jahre bevor wir zusammen kamen. Da lebte ich noch in einer anderen Beziehung. Wir waren in einem gemeinnützigen Verein. Sie war Leiterin von mehreren Kindergruppen über 100 Kinder und ich fuhr den rot weißen Wagen mit den blauen Blinklampen. Wir waren sehr sehr gut befreundet. Ich kannte nur den Mensch der sie ausmachte. Liebherzig,warm, und offen für alles. Ich bat sie um ein Gespräch und sagte du hast den Kindern immer gesagt sie sollen offen sein auch für neues. Da habe ich gefragt : Was ist dann mit mir?
Ihre Antwort war: Das ist was anderes.
Ich sagte zu ihr. Wir haben uns ja gekannt als wir zusammen kamen aber nur Geistig und vom Menschlichen her. Was wäre gewesen als ich dich das erste mal nackt gesehen hätte und hätte feststellen müssen das du eine schiefe Brust hast. Hagelschaden oder 4 große Zehen und noch viele andere Sachen. Was wäre gewesen wenn ich dir gesagt hätte tut mir leid das kann ich nicht. Darauf sagte sie das wäre Schei... gewesen. Oder ich sagte ihr auch Geistig verändert mann sich im Laufe der Zeit und deswegen würde ich gehen oder wegen einer schlimmen Krankheit. Als letzten Satz sagte ich nur wir lieben uns beide und wir haben uns nur Mensclich und Geistig gekannt. Und diese Dinge haben uns zusammen gebracht. Wir haben uns geschworen in guten sowie schlechte Zeiten. Darauf hin zog sie sich zurück und dachte nach. Abends im Bett fragte sie mich was wäre wenn sie sich als Mann fühlen würde? Ich sagte ihr das mir das egal wäre. Weil ich das Wesen an sich Liebe. Und das sie sich eh die meist Zeit nicht sehr Feminin kleiden würde. Es verging eine Zeit. Eines Tages kam meine Frau und sagte. Das es ok wäre. Ich fragte was ist ok?. Sie sagte du weißt schon. Aber sie wollte Kompromisse. Die waren auch kein Thema. Weil ich sie über alles Liebe. Jetzt fast 3 Jahre danach hat sich viel verändert. Viele Kompromisse sind weg oder haben sich gelockert.
Ich wollte gar nicht so viel schreiben. Aber zeigen das du nicht die einzige bist die so denkt. Und man sollte auch an den Partner oder Partnerin denken. Man schmeißt die in ein Loch und sie sagen viel weil sie Ihre Gefühle nicht deuten können es ist viel auf einmal. So hat es meine Frau erklärt nach viel Zeit. Sie müssen genau so wie wir lernen damit zu leben oder halt nicht. Meine Frau ist sehr konservativ gerade mit solchen Themen.
Einen richtigen Rat kann man nicht geben nur Reden, reden. Und kompromisse finden. Über das Nachdenken warum man mit dem Menschen eine Beziehung eingegangen ist. War es die Kleidung? Ich glaube nicht. Man kann es schaffen, Aber man muss es selber auch wollen. Langsam angehen lassen.
Ich drücke euch alle Daumen das ihr es hin bekommt.
Viele liebe Grüsse
Rose
Ich wollte eigentlich nicht Schreiben weil ich viele deiner Äußerungen kenne. Meine Frau hat damals,als es nur um das tragen von Unterwäsche ging genau solche Äußerungen mir ins Gesicht gesagt. Was macht ein Mann oder eine Frau aus? Das kann nur jeder für sich selber heraus finden. Als meine Frau mir fast 30 Minuten ein Vortrag gehalten hat ist erst einmal für mich eine Welt zusammen gebrochen. Ich habe mich zurück gezogen und lange darüber nach gedacht wie wäre es wenn die sich zum Mann verändern würde. Ich kannte meine Frau schon 6 Jahre bevor wir zusammen kamen. Da lebte ich noch in einer anderen Beziehung. Wir waren in einem gemeinnützigen Verein. Sie war Leiterin von mehreren Kindergruppen über 100 Kinder und ich fuhr den rot weißen Wagen mit den blauen Blinklampen. Wir waren sehr sehr gut befreundet. Ich kannte nur den Mensch der sie ausmachte. Liebherzig,warm, und offen für alles. Ich bat sie um ein Gespräch und sagte du hast den Kindern immer gesagt sie sollen offen sein auch für neues. Da habe ich gefragt : Was ist dann mit mir?
Ihre Antwort war: Das ist was anderes.
Ich sagte zu ihr. Wir haben uns ja gekannt als wir zusammen kamen aber nur Geistig und vom Menschlichen her. Was wäre gewesen als ich dich das erste mal nackt gesehen hätte und hätte feststellen müssen das du eine schiefe Brust hast. Hagelschaden oder 4 große Zehen und noch viele andere Sachen. Was wäre gewesen wenn ich dir gesagt hätte tut mir leid das kann ich nicht. Darauf sagte sie das wäre Schei... gewesen. Oder ich sagte ihr auch Geistig verändert mann sich im Laufe der Zeit und deswegen würde ich gehen oder wegen einer schlimmen Krankheit. Als letzten Satz sagte ich nur wir lieben uns beide und wir haben uns nur Mensclich und Geistig gekannt. Und diese Dinge haben uns zusammen gebracht. Wir haben uns geschworen in guten sowie schlechte Zeiten. Darauf hin zog sie sich zurück und dachte nach. Abends im Bett fragte sie mich was wäre wenn sie sich als Mann fühlen würde? Ich sagte ihr das mir das egal wäre. Weil ich das Wesen an sich Liebe. Und das sie sich eh die meist Zeit nicht sehr Feminin kleiden würde. Es verging eine Zeit. Eines Tages kam meine Frau und sagte. Das es ok wäre. Ich fragte was ist ok?. Sie sagte du weißt schon. Aber sie wollte Kompromisse. Die waren auch kein Thema. Weil ich sie über alles Liebe. Jetzt fast 3 Jahre danach hat sich viel verändert. Viele Kompromisse sind weg oder haben sich gelockert.
Ich wollte gar nicht so viel schreiben. Aber zeigen das du nicht die einzige bist die so denkt. Und man sollte auch an den Partner oder Partnerin denken. Man schmeißt die in ein Loch und sie sagen viel weil sie Ihre Gefühle nicht deuten können es ist viel auf einmal. So hat es meine Frau erklärt nach viel Zeit. Sie müssen genau so wie wir lernen damit zu leben oder halt nicht. Meine Frau ist sehr konservativ gerade mit solchen Themen.
Einen richtigen Rat kann man nicht geben nur Reden, reden. Und kompromisse finden. Über das Nachdenken warum man mit dem Menschen eine Beziehung eingegangen ist. War es die Kleidung? Ich glaube nicht. Man kann es schaffen, Aber man muss es selber auch wollen. Langsam angehen lassen.
Ich drücke euch alle Daumen das ihr es hin bekommt.
Viele liebe Grüsse
Rose
Jeder sollte so leben wie er will.
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Anne-Mette
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Re: Wird es immer mehr ?
Moin,
dem "Dream-Team" und den vielen gemeinsam erlebten und bewältigten Herausforderungen steht eine Transphobie gegenüber, die (ohne fachliche Hilfe) nicht
zu überwinden ist.
Es ist die Frage, ob ihr das auch als Herausforderung seht, die bewältigt werden soll und vielleicht auch kann.
Herzliche Grüße
Anne-Mette
dem "Dream-Team" und den vielen gemeinsam erlebten und bewältigten Herausforderungen steht eine Transphobie gegenüber, die (ohne fachliche Hilfe) nicht
zu überwinden ist.
Es ist die Frage, ob ihr das auch als Herausforderung seht, die bewältigt werden soll und vielleicht auch kann.
Herzliche Grüße
Anne-Mette
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Jaddy
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Re: Wird es immer mehr ?
So'ne ganz allgemeine Transfeindlichkeit vielleicht nicht, aber Erwartungshaltungen, von denen sie befürchtet, dass sie nicht mehr erfüllt werden. So ähnlich wie in vielen Beziehungsbeschreibungen von anderen hier. Da gibt es feste Vorstellungen welche Aufgaben die Partner übernehmen sollen, ein Image nach aussen, wie man dasteht vor Familie, Nachbarn, Freunden, Kindern.Anne-Mette hat geschrieben: Sa 20. Jan 2018, 10:15dem "Dream-Team" und den vielen gemeinsam erlebten und bewältigten Herausforderungen steht eine Transphobie gegenüber, die (ohne fachliche Hilfe) nicht zu überwinden ist.
Keine Ahnung, ob das bei betty genau so ist, ich meine das Muster solcher Beziehungen, und frage mich, was zuerst da war, das Drehbuch "mein Familienleben" oder die Person, die für die Rolle "Lebenspartner" ausgesucht wurde, bzw. ob sie sich in einen Menschen verliebt haben, oder der zufällig auf die ausgeschriebene Stelle passte.
Jedenfalls scheint der konkrete "Fall betty" eine ziemliche Sackgasse zu sein. Trotz aller Angebote, Hilfestellungen und so weiter ist betty weiter ihrer felsenfesten Überzeugung. Ihr Ansatz war nicht "wie können wir das schaffen", sondern "wir schaffen das nicht". Okay, wer will sucht Wege, wer nicht will sucht Gründe.
Wenn das denn alles so ist wie beschrieben, dann gibt's eben ne Trennung. Sie kann die Stelle neu ausschreiben und ihr Partner mit jemand anderem glücklicher werden.
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Momo58
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Re: Wird es immer mehr ?
Ich nehme an, dass mir jetzt einiger Unmut von Crossdressern entgegen schlägt. Crossdressing ist immer noch eine psychische Erkrankung, eingestuft nach ICD 10 F64.1 als Störung der Geschlechtsidentität. Leider ist Crossdressing im fortgeschrittenen Alter nur schwer bzw. gar nicht therapierbar. Im jugendlichen bzw. im Kindesalter kann eine Konversionstherapie (auch Reorientierungstherapie) vielleicht noch Erfolg haben. Für einige wenige unter uns älteren Semestern kommt eigentlich nur noch eine Geschlechtsangleichung in Frage (was nicht immer so sein muss). Partnerinnen/Partner müssen sich auf jeden Fall darüber klar werden, ob sie sich ein Leben bis dass der Tod uns scheidet, antun können bzw. ob sie stark genug sind, das Crossdressing gemeinsam mit uns durchzustehen. Leicht wird das nicht und ein Spaziergang ist es für unsere Angehörigen bzw Familienmitglieder oder für unsere Kinder schon gar nicht. Insofern ist die Frage: "Wird es immer mehr?" durchaus berechtigt. Hinter dieser Frage steckt die Angst, die Unsicherheit, die Verzweiflung unserer Angehörigen. Das sollten wir nicht vergessen!
liebe Grüße
Momo
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Jenina
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Re: Wird es immer mehr ?
Entschuldigung, aber wer hat jetzt hier eine psychische Störung? Lange keine solche Dummheit lesen müssen...Momo58 hat geschrieben: Sa 20. Jan 2018, 11:51 ... Crossdressing ist immer noch eine psychische Erkrankung, eingestuft nach ICD 10 F64.1 als Störung der Geschlechtsidentität. ...
ich weiß, don't feed the Troll - aber na ja.
Jenina
Disclaimer: Dies ist eine persönliche Meinung, sie ist möglicherweise inkompatibel mit Deinem Glauben/Lifestyle/Parteiprogramm!
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Jaddy
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Re: Wird es immer mehr ?
Ähem... Da ist so viel falsch dran, dass allein die Zerlegung schon schwierig wird.Momo58 hat geschrieben: Sa 20. Jan 2018, 11:51 Ich nehme an, dass mir jetzt einiger Unmut von Crossdressern entgegen schlägt. Crossdressing ist immer noch eine psychische Erkrankung, eingestuft nach ICD 10 F64.1 als Störung der Geschlechtsidentität. Leider ist Crossdressing im fortgeschrittenen Alter nur schwer bzw. gar nicht therapierbar. Im jugendlichen bzw. im Kindesalter kann eine Konversionstherapie (auch Reorientierungstherapie) vielleicht noch Erfolg haben. Für einige wenige unter uns älteren Semestern kommt eigentlich nur noch eine Geschlechtsangleichung in Frage (was nicht immer so sein muss). Partnerinnen/Partner müssen sich auf jeden Fall darüber klar werden, ob sie sich ein Leben bis dass der Tod uns scheidet, antun können bzw. ob sie stark genug sind, das Crossdressing gemeinsam mit uns durchzustehen. Leicht wird das nicht und ein Spaziergang ist es für unsere Angehörigen bzw Familienmitglieder oder für unsere Kinder schon gar nicht. Insofern ist die Frage: "Wird es immer mehr?" durchaus berechtigt. Hinter dieser Frage steckt die Angst, die Unsicherheit, die Verzweiflung unserer Angehörigen. Das sollten wir nicht vergessen!
liebe Grüße
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Erstens ist der ICD ein Katalog zur Codierung. Ob irgendetwas pathologisch ist, steht auf einem ganz anderen Blatt. Siehe mal die Kriterien im DSM. Da kommt immer noch Leidensdruck und Probleme im Alltag hinzu, bevor von einer therapiebedürftigen Erkrankung geredet werden kann.
Zweitens sind "Konversionstherapien" Stand des letzten Jahrtausends. Heute geht es in den meisten Therapiefällen um die Hilfe zum Leben mit Problemen, die zumeist durch Konflikt mit der Umwelt und/oder der eigenen Biografie.
Drittens ist die pauschale Steigerungshypothese Quark, wie Du leicht hier nachlesen kannst bei vielen, die seit vielen Jahren ihre Lebensweise als Teilzeitfrauen gefunden haben - und ein Arrangement mit ihren Partnerinnen. Gar nicht zu reden von tausenden Crossdressern, DWTs, Klamotten- oder anderen Fetischisten, die in keinem Forum und bei keiner Therapie auftauchen, sondern einfach und privat vor sich hinmachen. Gleiches gilt übrigens auch für deviante sexuelle Vorlieben.
Deshalb ist viertens eine Zwangsläufigkeit in Richtung Angleichung auch Quark.
Die "Angst und Unsicherheit" entsteht aus gelernten und nie in Frage gestellten Konventionen über feste, binäre Geschlechterrollen - und zwar bei Cis-Partnern, die bisher noch nie mit etwas anderem konfrontiert wurden.
[Edit: Typos]
Zuletzt geändert von Jaddy am Sa 20. Jan 2018, 12:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Anne-Mette
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Re: Wird es immer mehr ?
Moin,
Das lese ich jedenfalls aus etlichen Beiträgen, die sie verfasst hat.
Beispiele erspare ich mir jetzt.
Natürlich kann aus einer Transphobie auch eine Feindlichkeit - einzelnen Personen oder ganzen Gruppen gegenüber - werden.
Gruß
Anne-Mette
"Feindlichkeit" möchte ich mit TRANSPHOBIE nicht ausdrücken, sondern "Angst" und "Phobie".(Jaddy) So'ne ganz allgemeine Transfeindlichkeit vielleicht nicht,
Das lese ich jedenfalls aus etlichen Beiträgen, die sie verfasst hat.
Beispiele erspare ich mir jetzt.
Natürlich kann aus einer Transphobie auch eine Feindlichkeit - einzelnen Personen oder ganzen Gruppen gegenüber - werden.
Gruß
Anne-Mette
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Michi
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Re: Wird es immer mehr ?
Ich möchte mich Jaddy anschließen. Transphobie erscheint mir doch ein wenig plakativ.
tl;dr --> goto vorletzter Absatz ...
Viel mehr sehe/vermute ich über die Sozialisierung tief eingeprägte Erwartungshaltungen, womöglich eine Frau, die sich sehr stark über ihren Partner definiert, aber kein besonders ausgeprägtes Selbstwertgefühl hat. (Sorry für die klaren Worte.)
Es gehört viel Mut und Charakterstärke dazu, sich Derartiges einzugestehen, bedeutet es doch, sich selbst in Frage zu stellen. Und es erfordert noch mehr Kraft, sich dagegen zu stemmen, und sich über diesen Punkt hinaus weiter zu entwickeln.
Warum schreibe ich das?
Zum Einen sind es langjährige Beobachtungen meiner Mitmenschen, insbesondere meiner Freundinnen und Partnerinnen, vor allem aber auch die Erkenntnisse, die ich dadurch über mich selbst gewonnen habe. Mal kommt nun mal besser bei seinen Kumpels und Freunden an, wenn man sich als Mann eine attraktive Frau angelt. Umgekehrt gilt das natürlich enbenso, dass ein starker Mann mit "dickem" Auto und ordentlich Kohle mehr Anerkennung (vielleicht auch Neid) bei den Freundinnen generiert. Wer von uns wollte bestreiten, das nicht schon selbst erlebt zu haben. Es sind nicht allein die Fortpflanzungsinstinkte, die uns dazu antreiben, ein möglichst attraktives Weibchen bzw. Männchen zu suchen. Wir sind auch soziale Wesen, und unsere Sozialisierung und Prägung basiert nun mal auf der Interaktion mit unseren Mitmenschen und das darüber erhaltene Feedback. Anerkennung, Belohnung wirken sehr stark, wenn wir nicht gerade eine ausgeprägt asoziale Persönlichkeit sind. Sie sichern unser Überleben, versprechen uns Schutz durch die Gruppe, und wir sind bzw. machen uns von diesem Feedback um so mehr abhängig, je geringer unser Selbstwertgefühl ist.
Das bedeutet keineswegs, dass man arrogant und selbstsüchtig werden, sich grundsätzlich über die Rückmeldungen anderer hinweg setzen soll. Viel mehr muss man ein gesundes Maß finden, mit dem man leben kann, ohne sich abhängig zu machen und sich zu verbiegen.
Ich halte es für denkbar, dass wir als transidente oder sonst irgendwie nicht dem heteronormativen Weltbild entsprechende Menschen da einen Vorteil haben, wenn man es mal so nennen will. Wir erleben nämlich sehr eindrucksvoll, dass wir den uns entgegengebrachten Erwartungen einfach nicht entsprechen können und es uns darüber zerreißt, so sehr wir uns auch um deren Erfüllung bemühen. Wir leiden extrem darunter bis wir es schaffen, uns selbst anzunehmen. Fehlt diese Diskrepanz, entspricht man der Norm, dann fällt es wesentlich leichter, sich angepasst zu verhalten.
Früher habe ich immer gedacht, ich sei meine Mitmenschen betreffend einfach kein guter Beobachter. Einerseits ist es für mich nicht immer einfach, die auf mich einstürmenden Eindrücke zu verarbeiten, weil ich bedingt durch das, was ADS genannt wird, generell das Problem habe, diese Eindrücke nicht so wie andere schon vorfiltern und einen Großteil aussortieren zu können. Das ist Fluch und Segen zugleich, denn nicht selten dauert es bei mir etwas länger als bei anderen, bis sich die Eindrücke zu einem Bild fügen. Aber dafür ergibt sich oft ein umfassenderes Bild, und ich erkenne auch Sachverhalte und Zusammenhänge, die anderen so nicht auffallen. Andererseits musste ich wohl auch erst zu mir selbst finden und mich verstehen, um meine Mitmenschen und die Interaktionen mit ihnen besser verstehen zu können.
Manch Eine von euch wird sich fragen, warum ich das alles schreibe. Betty wird es wohl nicht helfen, weil sie nicht aus ihrer Sackgasse herausfinden will. Wie Jaddy schrieb: Sie sucht wohl Gründe anstatt Wege. Für sie wird es wohl nur den schmerzhaften Weg geben, mit dem Kopf durch die Wand bzw. die Trennung von ihrem Partner zu gunsten des Komforts, ihr festgefügtes Weltbild nicht ernsthaft beschädigen zu müssen. Sie wird dann wohl den dritten Weg*) gehen müssen. Aber vielleicht konnte ich ja dem/der Einen oder Anderen den ersten oder zweiten Weg attraktiver machen.
*) Konfuzius sagt:
"Eins ... Zwei oder Drei ... du musst dich entscheiden. Gleich ist es vorbei."
In diesem Sinne alles Gute für den weiteren Weg, wohin er auch führt.
Michi
tl;dr --> goto vorletzter Absatz ...
Viel mehr sehe/vermute ich über die Sozialisierung tief eingeprägte Erwartungshaltungen, womöglich eine Frau, die sich sehr stark über ihren Partner definiert, aber kein besonders ausgeprägtes Selbstwertgefühl hat. (Sorry für die klaren Worte.)
Es gehört viel Mut und Charakterstärke dazu, sich Derartiges einzugestehen, bedeutet es doch, sich selbst in Frage zu stellen. Und es erfordert noch mehr Kraft, sich dagegen zu stemmen, und sich über diesen Punkt hinaus weiter zu entwickeln.
Warum schreibe ich das?
Zum Einen sind es langjährige Beobachtungen meiner Mitmenschen, insbesondere meiner Freundinnen und Partnerinnen, vor allem aber auch die Erkenntnisse, die ich dadurch über mich selbst gewonnen habe. Mal kommt nun mal besser bei seinen Kumpels und Freunden an, wenn man sich als Mann eine attraktive Frau angelt. Umgekehrt gilt das natürlich enbenso, dass ein starker Mann mit "dickem" Auto und ordentlich Kohle mehr Anerkennung (vielleicht auch Neid) bei den Freundinnen generiert. Wer von uns wollte bestreiten, das nicht schon selbst erlebt zu haben. Es sind nicht allein die Fortpflanzungsinstinkte, die uns dazu antreiben, ein möglichst attraktives Weibchen bzw. Männchen zu suchen. Wir sind auch soziale Wesen, und unsere Sozialisierung und Prägung basiert nun mal auf der Interaktion mit unseren Mitmenschen und das darüber erhaltene Feedback. Anerkennung, Belohnung wirken sehr stark, wenn wir nicht gerade eine ausgeprägt asoziale Persönlichkeit sind. Sie sichern unser Überleben, versprechen uns Schutz durch die Gruppe, und wir sind bzw. machen uns von diesem Feedback um so mehr abhängig, je geringer unser Selbstwertgefühl ist.
Das bedeutet keineswegs, dass man arrogant und selbstsüchtig werden, sich grundsätzlich über die Rückmeldungen anderer hinweg setzen soll. Viel mehr muss man ein gesundes Maß finden, mit dem man leben kann, ohne sich abhängig zu machen und sich zu verbiegen.
Ich halte es für denkbar, dass wir als transidente oder sonst irgendwie nicht dem heteronormativen Weltbild entsprechende Menschen da einen Vorteil haben, wenn man es mal so nennen will. Wir erleben nämlich sehr eindrucksvoll, dass wir den uns entgegengebrachten Erwartungen einfach nicht entsprechen können und es uns darüber zerreißt, so sehr wir uns auch um deren Erfüllung bemühen. Wir leiden extrem darunter bis wir es schaffen, uns selbst anzunehmen. Fehlt diese Diskrepanz, entspricht man der Norm, dann fällt es wesentlich leichter, sich angepasst zu verhalten.
Früher habe ich immer gedacht, ich sei meine Mitmenschen betreffend einfach kein guter Beobachter. Einerseits ist es für mich nicht immer einfach, die auf mich einstürmenden Eindrücke zu verarbeiten, weil ich bedingt durch das, was ADS genannt wird, generell das Problem habe, diese Eindrücke nicht so wie andere schon vorfiltern und einen Großteil aussortieren zu können. Das ist Fluch und Segen zugleich, denn nicht selten dauert es bei mir etwas länger als bei anderen, bis sich die Eindrücke zu einem Bild fügen. Aber dafür ergibt sich oft ein umfassenderes Bild, und ich erkenne auch Sachverhalte und Zusammenhänge, die anderen so nicht auffallen. Andererseits musste ich wohl auch erst zu mir selbst finden und mich verstehen, um meine Mitmenschen und die Interaktionen mit ihnen besser verstehen zu können.
Manch Eine von euch wird sich fragen, warum ich das alles schreibe. Betty wird es wohl nicht helfen, weil sie nicht aus ihrer Sackgasse herausfinden will. Wie Jaddy schrieb: Sie sucht wohl Gründe anstatt Wege. Für sie wird es wohl nur den schmerzhaften Weg geben, mit dem Kopf durch die Wand bzw. die Trennung von ihrem Partner zu gunsten des Komforts, ihr festgefügtes Weltbild nicht ernsthaft beschädigen zu müssen. Sie wird dann wohl den dritten Weg*) gehen müssen. Aber vielleicht konnte ich ja dem/der Einen oder Anderen den ersten oder zweiten Weg attraktiver machen.
*) Konfuzius sagt:
Es ist wie früher bei Michael Schanze:Ein Mensch hat dreierlei Wege, klug zu handeln:
Erstens: Durch Nachdenken - das ist der edelste.
Zweitens: Durch Nachahmen - das ist der leichteste.
Drittens: Durch Erfahrung - das ist der bitterste.
"Eins ... Zwei oder Drei ... du musst dich entscheiden. Gleich ist es vorbei."
In diesem Sinne alles Gute für den weiteren Weg, wohin er auch führt.
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Drachenfrau
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Re: Wird es immer mehr ?
Liebe betty,
mir war noch etwas vage im Gedächtnis und ich habe den Beitrag endlich gefunden.
Dies sagt Stand jetzt aus, dass du ca. 7 Jahre mit dem Wissen lebst - du lebst damit und gehst damit wohl auch auf irgendeine Weise um - sonst hättest du in den vergangenen Jahren schon längst die Konsequenzen gezogen und hättest dich erst recht nicht beruflich neu mit deinem Mann verpflichtet.
Überleg mal, was es ist, dass du damit (ungewollt) zurecht kommst.
Es macht auch Sinn, sich mal hinzusetzen und zu überlegen, was es ist, (außer das heimliche Ausleben deines Mannes) das dich die letzten 7 Jahre bei ihm bleiben ließ konkret bezogen auf das Wissen ums Crossdressing, die Gesamtsituation mal außen vor gelassen.
Ich bin mit mir im Hadern, dass ich diese Zeilen schreibe, weil ich nicht weiß, ob es wirklich gutes Timing ist.
Vielleicht bedeutet diese Zwiespalt Situation wirklich, dass du über dich nachdenkst und mal ergründest, worin du dich deinem Leben noch öffnen könntest und mal genau hinschauen, was für dich - nur für dich allein wichtig ist, dich viel mehr selbst bejahst, mal kramst in deinen geheimen Wünschen, die du bisher nicht gelebt hast - ja vielleicht noch nicht einmal den Gedanken daran zugelassen hast. Worin ordnest du dich Kompromissen, Situationen, Gedankenstrukturen anderer unter und verleugnest die tiefsten Wünsche deines Herzens?
Suche die Antworten für dich, gehe dir ganz und gar selbst auf den Grund und dann könnte sich vielleicht eine Möglichkeit entfalten, dass sich Glaubenssätze aufbrechen und vieles mehr, das dir eine neue Welt der Erfahrungen und des Wissens zeigt - dir das Erleben mit deinem Mann erleichtert oder die Entscheidung neu anfangen zu wollen.
Denn Fakt ist: ihr seid immer noch - auch mit diesem Wissen nach über 7 Jahren noch zusammen.
Liebe Grüße,
Ulla
mir war noch etwas vage im Gedächtnis und ich habe den Beitrag endlich gefunden.
Das hattest du vor über einem Jahr im Forum geschrieben.
Dies sagt Stand jetzt aus, dass du ca. 7 Jahre mit dem Wissen lebst - du lebst damit und gehst damit wohl auch auf irgendeine Weise um - sonst hättest du in den vergangenen Jahren schon längst die Konsequenzen gezogen und hättest dich erst recht nicht beruflich neu mit deinem Mann verpflichtet.
Überleg mal, was es ist, dass du damit (ungewollt) zurecht kommst.
Es macht auch Sinn, sich mal hinzusetzen und zu überlegen, was es ist, (außer das heimliche Ausleben deines Mannes) das dich die letzten 7 Jahre bei ihm bleiben ließ konkret bezogen auf das Wissen ums Crossdressing, die Gesamtsituation mal außen vor gelassen.
Ich bin mit mir im Hadern, dass ich diese Zeilen schreibe, weil ich nicht weiß, ob es wirklich gutes Timing ist.
Vielleicht bedeutet diese Zwiespalt Situation wirklich, dass du über dich nachdenkst und mal ergründest, worin du dich deinem Leben noch öffnen könntest und mal genau hinschauen, was für dich - nur für dich allein wichtig ist, dich viel mehr selbst bejahst, mal kramst in deinen geheimen Wünschen, die du bisher nicht gelebt hast - ja vielleicht noch nicht einmal den Gedanken daran zugelassen hast. Worin ordnest du dich Kompromissen, Situationen, Gedankenstrukturen anderer unter und verleugnest die tiefsten Wünsche deines Herzens?
Suche die Antworten für dich, gehe dir ganz und gar selbst auf den Grund und dann könnte sich vielleicht eine Möglichkeit entfalten, dass sich Glaubenssätze aufbrechen und vieles mehr, das dir eine neue Welt der Erfahrungen und des Wissens zeigt - dir das Erleben mit deinem Mann erleichtert oder die Entscheidung neu anfangen zu wollen.
Denn Fakt ist: ihr seid immer noch - auch mit diesem Wissen nach über 7 Jahren noch zusammen.
Liebe Grüße,
Ulla
Hingabe
Gedankenstille
Seelenfrieden
Gedankenstille
Seelenfrieden