Die Conny hat geschrieben: Do 15. Jun 2023, 09:56 Aber warum lässt man die einfachen Antworten denn immer den Doofen?
Weil die Schlauen es besser können? Oder zumindest können sollten?
Die Conny hat geschrieben: Do 15. Jun 2023, 09:56
Fakt ist, die CO2 Bilanz von Stromern ist besser als die von Verbrennen, allein schon wegen der höheren Energieeffizienz.
Das wird so nichts. Du musst schon vom Primärenergieverbrauch ausgehen und nicht nur den Wirkungsgrad des letzten Gliedes der Kette betrachten. Im Abschnitt "Beispiele" findest hier ein paar Zahlen dazu:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Wirkungsgrad
Der ist für konventionelle Kraftwerke (außer Wasserkraftwerk: 80-90%) nicht besonders hoch, für Solarzellen sogar richtig schlecht: 5-27%. Das bedeutet, dass der Großteil der Energie bei der Umwandlung zu Strom verloren geht.
Dieser Strom wird dann in die Batterie geladen, wieder mit Verlust, diesmal 5-30% (Quelle:
https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/e ... to-studie/)
Bevor die Elektrokiste losfahren kann ist also schon mehr als die Hälfte der Energie irgendwo auf der Strecke geblieben.
Der tolle Wirkungsgrad des Elektromotor bezieht sich auf den kleinen Rest, der in der Batterie angekommen ist.
Insofern ist das natürlich eine Milchmädchenrechnung, deren Absurdität man sich an folgender Überlegung nochmal verdeutlichen kann:
Wenn ich beispielsweise Benzin mit einem Generator zu Strom umwandle (40% Wirkungsgrad) und damit mein Elektroauto lade (15% Verlust), verbleiben von der im Benzin enthaltenen Primärenergie nur noch 34%.
Das entspricht in etwa dem Wirkungsgrad eines Ottomotors.
Und bis hierher haben wir noch gar nicht über CO2 gesprochen, das ja heutzutage als Maß der Dinge gilt...
Die ganze Sache funktioniert also nur dann, wenn der Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt wird. Momentan ist das nicht der Fall.
Die Erzeugung einer Kilowattstunde Strom verursachte demnach 2021 in Deutschland durchschnittlich 420 Gramm COâ‚‚
https://www.umweltbundesamt.de/themen/c ... om-steigen
Die Conny hat geschrieben: Do 15. Jun 2023, 09:56
Und jetzt kann man rechnen und rechnen und Gott weiß was alles mit einbeziehen oder einfach mal wieder auf seinen Bauch hören: wenn die Sonne scheint haben wir jede Menge billigen und umweltschonenden Strom. Das ist nur ein Schritt von vielen aber er geht in die richtige Richtung.
Und ja, es darf auch mal einfach gedacht werden, wenn dafür kein großes Loch in den Boden gemacht werden muss wie in Garzweiler.
Ich verstehe schon, warum du nicht rechnen und lieber irgendwas glauben willst, aber es hat mit der Realität nicht viel zu tun. Ich habe dir erklärt, dass nicht einfach Strom aus der Steckdose kommt, nur weil gerade mal die Sonne scheint.
Nicht mal die Sache mit dem Loch im Boden stimmt: Zur Herstellung von Silizium werden Unmenge von Quarzsand benötigt. Da wo der herkommt, bleibt am Ende ein Loch im Boden. Nicht in Garzweiler, aber woanders.
Dann brauchst du noch zwei Dinge, bevor du Solarstrom hast:
Ausreichend Sonnenschein, bekanntermaßen ist Deutschland damit nicht gerade gesegnet.
Und viel Platz, um die Solarmodule aufzustellen. Das kann man wahrscheinlich hinbekommen, wenn Dächer genutzt werden. Im Freilandbetrieb wird hingegen der Konkurrenzdruck für die Flächennutzung erhöht. Man kann entweder Weizen anbauen
oder Solarzellen aufstellen. Beides geht nicht.
Batterieautos sind also nicht pauschal die bessere Alternative.
Quelle: https://images.gutefrage.net/media/frag ... 2370252000
LGL