Bekleidung - Verwandlung - # 4
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Laila-Sarah
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Re: Bekleidung - Verwandlung
Huhu,
wir dürfen bei der Betrachtung den alltags Faktor nicht außer Acht lassen. Viele Frauen z.B. denken oder träumen auch wie toll es ist mal stark zu sein, zu führen, zu befehlen, und zu leiten. Alle Männer wissen aber: Der Tag hat 24 Stunden und die Woche 7 Tage und man kann nicht immer stark sein und führen. Wenn man das muss artet es zu schnell in Stress aus und kann sogar Phobien und Burnouts verursachen. Genau so verhält es sich dann aber auch mit dem schön sein, tadellos sein, gnädig sein, sanft sein, Modeikone sein etc. Wenn man mal Lust daraus hat, sehr schön. Muss man das aber ständig liefern, wird es zur der Situation wie bei den Männern.
VlG
wir dürfen bei der Betrachtung den alltags Faktor nicht außer Acht lassen. Viele Frauen z.B. denken oder träumen auch wie toll es ist mal stark zu sein, zu führen, zu befehlen, und zu leiten. Alle Männer wissen aber: Der Tag hat 24 Stunden und die Woche 7 Tage und man kann nicht immer stark sein und führen. Wenn man das muss artet es zu schnell in Stress aus und kann sogar Phobien und Burnouts verursachen. Genau so verhält es sich dann aber auch mit dem schön sein, tadellos sein, gnädig sein, sanft sein, Modeikone sein etc. Wenn man mal Lust daraus hat, sehr schön. Muss man das aber ständig liefern, wird es zur der Situation wie bei den Männern.
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The trick is to keep breathing
I have big dreams and a small world in between
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Nora_7
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Re: Bekleidung - Verwandlung
@Laila-Sarah & kaliya
Also, natürlich ist niemand immer stark, immer auf 100+ %. Wenn man Bilder von Hollywoods Stars sieht, dann sind sie perfekt — eben inszeniert. Aber schau mal deren Fotos beim Shoppen in LA an — meistens erkennt man sie kaum. Mag aber auch Absicht sein.
Es ist immer eine Frage der Inszenierung. Wer daran kein Interesse hat, bleibt auf die fachliche Funktion reduziert. Ich habe super Mitarbeiter gehabt, aber auf eine Präsentation beim Vorstand eines Konzerns hätte ich die nie geschickt. Sie bleiben gut bezahlte Spezialisten, perfekt für fachliche Aufgaben, aber für Führungspositionen mit Außendarstellung ungeeignet. Jede Produkt- und Konzeptpräsentation ist eine Inszenierung, jeder Projekt-Review beim Vorstand usw. Denn hier qualifiziere ich mich. Natürlich müssen die Inhalte stimmen, aber aus meiner sehr langen Erfahrung herausspielt die Persönlichkeit eine entscheidende Rolle, wenn der Wettbewerb eng ist.
Aber auch bei der Schwiegermutter. Oder einer Gartenparty in der Nachbarschaft. Für wen interessieren sich die meisten? Oder umgekehrt: Wie erreiche ich, dass man sich für mich interessiert, nicht in der Masse untergehe?
Ist aber auch OK, wenn jemand das für sich nicht will.
Nora_7
Also, natürlich ist niemand immer stark, immer auf 100+ %. Wenn man Bilder von Hollywoods Stars sieht, dann sind sie perfekt — eben inszeniert. Aber schau mal deren Fotos beim Shoppen in LA an — meistens erkennt man sie kaum. Mag aber auch Absicht sein.
Es ist immer eine Frage der Inszenierung. Wer daran kein Interesse hat, bleibt auf die fachliche Funktion reduziert. Ich habe super Mitarbeiter gehabt, aber auf eine Präsentation beim Vorstand eines Konzerns hätte ich die nie geschickt. Sie bleiben gut bezahlte Spezialisten, perfekt für fachliche Aufgaben, aber für Führungspositionen mit Außendarstellung ungeeignet. Jede Produkt- und Konzeptpräsentation ist eine Inszenierung, jeder Projekt-Review beim Vorstand usw. Denn hier qualifiziere ich mich. Natürlich müssen die Inhalte stimmen, aber aus meiner sehr langen Erfahrung herausspielt die Persönlichkeit eine entscheidende Rolle, wenn der Wettbewerb eng ist.
Aber auch bei der Schwiegermutter. Oder einer Gartenparty in der Nachbarschaft. Für wen interessieren sich die meisten? Oder umgekehrt: Wie erreiche ich, dass man sich für mich interessiert, nicht in der Masse untergehe?
Ist aber auch OK, wenn jemand das für sich nicht will.
Nora_7
Schönheit ist weiblich, und ich bin auch gerne schön.
Ich kann alles tragen, wenn ich ein Mädchen bin
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Aria
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Re: Bekleidung - Verwandlung
Geschichten die das Leben schreibt:
Vor meiner Transition habe ich mir u.a. immer vorgestellt, wie toll es doch sein muss, wenn ich endlich das anziehen kann was ich schon immer möchte und was das weibliche Arsenal an Kleidung so her gibt. Jetzt, nach 1,5 Jahren en femme 24/7 und einem Bürojob, bin ich da geteilter Meinung. Keine Frage, ich finde es immer noch schön - vor allem die vielen Kombinationsmöglichkeiten. Und irgendwie verlangt das auch automatisch mein weibliches Ich. Mein Geldbeutel findet das allerdings weniger gut. Doch bei allem muss ich auch sagen, dass es wie eine Art Damoklesschwert über mir hängt. Ich merke immer mehr, wie eine Erwartungshaltung von anderen in mich gesetzt wird - ob bewusst oder unbewusst, lasse ich mal offen - sowie von mir selbst.
Kleider machen Leute. Und mit gut angezogenen Leuten umgibt man sich lieber als mit weniger gut angezogenen. So ist zumindest mein Empfinden bei einem Bürojob in der Grossstadt. Oberflächlich aber so ist das nun mal. Ich denke mein berufl. Erfolg ist - neben der Leistung - nicht nur meinem selbstbewussteres Auftreten im Laufe der Transition geschuldet, sondern auch der Tatsache, dass ich sehr auf mein Äusseres achte. Das kommt natürlich - gerade bei den männlichen Kollegen - recht gut an. Teilweise auch bei den weiblichen aber da ist der Hintergrund natürlich ein völlig anderer. Das geht dann von Inspirationen holen über beurteilen "..hatte die das nicht erst letzte Woche an???" bis zum anheften irgendwelcher Absichten, die man mit einer bestimmten Kleiderwahl unterstellt bekommt. Ich meine, ich bin ja nicht blöd, ich mache das ja ganz genau so und weiss daher, wenn ich auf eine bestimmte Art und Weise angeschaut werde, was da gerade im Kopf vorgeht. Der Klassiker: Von oben nach unten und wieder oben anschauen und dann kommentarlos den Kopf weg drehen. Jaaa, diese ganzen kleinen Spielchen, die Mädels eben so treiben - ganz normales business.....
Und das alles setzt mich auf eine bestimmte Art unter Druck, den ich irgendwie nicht möchte. Da stellte ich mir manchmal die Frage, ob und wie ich aus der Nummer wieder raus komme, oder wie ich einen gesunden Mittelweg auf die Reihe bekomme. In dem Zusammenhang ist mir ein Artikel im Manager-Magazin vor paar Jahren eingefallen. Fand ich damals schon irgendwie einleuchtend, obwohl ich all diese Erfahrungen erst paar Jahre später machen durfte. Dennoch möchte ich mich nicht in meiner modischen Vielfalt beschränken lassen und mich mit einem Uni-Look von 9 till 5 zufrieden geben. Denn das widerstrebt meinem Drang mich je nach Stimmung kleiden zu wollen. Ich käme mir dabei irgendwie gleichgeschaltet vor. Ich denke, ich werde mich wohl eher von diesem Druck gedanklich befreien müssen anstatt eine Uniform anzuziehen.
Vor meiner Transition habe ich mir u.a. immer vorgestellt, wie toll es doch sein muss, wenn ich endlich das anziehen kann was ich schon immer möchte und was das weibliche Arsenal an Kleidung so her gibt. Jetzt, nach 1,5 Jahren en femme 24/7 und einem Bürojob, bin ich da geteilter Meinung. Keine Frage, ich finde es immer noch schön - vor allem die vielen Kombinationsmöglichkeiten. Und irgendwie verlangt das auch automatisch mein weibliches Ich. Mein Geldbeutel findet das allerdings weniger gut. Doch bei allem muss ich auch sagen, dass es wie eine Art Damoklesschwert über mir hängt. Ich merke immer mehr, wie eine Erwartungshaltung von anderen in mich gesetzt wird - ob bewusst oder unbewusst, lasse ich mal offen - sowie von mir selbst.
Kleider machen Leute. Und mit gut angezogenen Leuten umgibt man sich lieber als mit weniger gut angezogenen. So ist zumindest mein Empfinden bei einem Bürojob in der Grossstadt. Oberflächlich aber so ist das nun mal. Ich denke mein berufl. Erfolg ist - neben der Leistung - nicht nur meinem selbstbewussteres Auftreten im Laufe der Transition geschuldet, sondern auch der Tatsache, dass ich sehr auf mein Äusseres achte. Das kommt natürlich - gerade bei den männlichen Kollegen - recht gut an. Teilweise auch bei den weiblichen aber da ist der Hintergrund natürlich ein völlig anderer. Das geht dann von Inspirationen holen über beurteilen "..hatte die das nicht erst letzte Woche an???" bis zum anheften irgendwelcher Absichten, die man mit einer bestimmten Kleiderwahl unterstellt bekommt. Ich meine, ich bin ja nicht blöd, ich mache das ja ganz genau so und weiss daher, wenn ich auf eine bestimmte Art und Weise angeschaut werde, was da gerade im Kopf vorgeht. Der Klassiker: Von oben nach unten und wieder oben anschauen und dann kommentarlos den Kopf weg drehen. Jaaa, diese ganzen kleinen Spielchen, die Mädels eben so treiben - ganz normales business.....
Und das alles setzt mich auf eine bestimmte Art unter Druck, den ich irgendwie nicht möchte. Da stellte ich mir manchmal die Frage, ob und wie ich aus der Nummer wieder raus komme, oder wie ich einen gesunden Mittelweg auf die Reihe bekomme. In dem Zusammenhang ist mir ein Artikel im Manager-Magazin vor paar Jahren eingefallen. Fand ich damals schon irgendwie einleuchtend, obwohl ich all diese Erfahrungen erst paar Jahre später machen durfte. Dennoch möchte ich mich nicht in meiner modischen Vielfalt beschränken lassen und mich mit einem Uni-Look von 9 till 5 zufrieden geben. Denn das widerstrebt meinem Drang mich je nach Stimmung kleiden zu wollen. Ich käme mir dabei irgendwie gleichgeschaltet vor. Ich denke, ich werde mich wohl eher von diesem Druck gedanklich befreien müssen anstatt eine Uniform anzuziehen.
¡no lamento nada!