Jaqueline hat geschrieben: Di 14. Feb 2017, 20:43
Fortsetzung
nicole.f hat geschrieben: Mo 13. Feb 2017, 23:22
Jaqueline hat geschrieben: Mo 13. Feb 2017, 21:25

Sicherung und Verbesserung der Gesundheitsversorgung

Das trifft regional gewiss zu aber brauche ich dafür einen BVT?
Ja, brauchst Du! Denn das SGB, das dies maßgeblich regelt, ist Bundesrecht, nicht Landesrecht. Genau wie der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen (MDS) ein Bundesverband und kein Landesverband ist, die AWMF eine Bundesvereinigung ist und keine Landesvereinigung. Alle diese und noch mehr fragen, wenn sie überhaupt die Zusammenarbeit mit Trans* Vertreter_innen in Erwägung ziehen, nach deren Relevanz oder gar Legitimation auf Bundesebene. Genau dafür brauchen wir einen BVT*, der auch breit getragen wird, denn ansonsten werden wir dort und andernorts wieder einmal ignoriert. Man spricht und bestimmt über uns, aber ohne unsere Beteiligung. Das ist völlig inakzeptabel.
Wenn es Landesrecht werden soll (wenn ich die Antwort richtig verstehe), dann willkommen Flickenteppich. Reicht es nicht, das wir in Sachen Schule solche gravierenden Unterschiede haben? Für mich drängt sich der BVT zu sehr ins Bild. Er soll doch erst einmal laufen lernen. Die DGTI hat dagegen meine volle Unterstützung, genau wie TransMann, ... . Wenn es ins Gesetz soll dann doch bitte ins TSG.
So ein Unfug, kein Mensch will Landesrecht daraus machen. Was habe ich denn geschrieben, was das aussagt? Ich habe geschrieben und gemeint, dass es eine Vereinigung mit Bundesbezug und/oder Bundes-Relevanz braucht, um an Bundesgesetzen mitreden zu können.
Und nein, soetwas wie die Absicherung der Gesundheitsversorgung hat primär nichts in einem Sondergesetz wie dem TSG zu suchen, das gehört streng genommen ins SGB, wo ja auch schon etwas diesbzgl. drin steht - Quizfrage: In welchem Teil des Soialen Gesetzbuchs (Nummer)? In welchen Paragraphen? Welcher Paragraph regelt die grundsätzliche Leistungspflicht? Und welche Kassen sind davon betroffen?
Die Gesetzbücher sind nach Themen aufgeteilt. Fremde Themen in einem anderen Gesetzbuch zu behandeln, ist eigentlich nicht sinnvoll. Leider aber in unserem Fall vielleicht notwendig, weil sonst zuviele Rechtsgebiete und damit Gesetzgebücher von einer echten Reform betroffen wären. Genaueres wird dazu auch am Donnerstag beim Fachtag der IMAG in Berlin diskutiert werden.
Jaqueline hat geschrieben: Di 14. Feb 2017, 20:43
nicole.f hat geschrieben: Mo 13. Feb 2017, 23:22
Jaqueline hat geschrieben: Mo 13. Feb 2017, 21:25

Wahrung der Menschenrechte auch für Asylsuchende

Ist das in Deutschland nicht normal?
Nein, ist es nicht. Gerade LSBT Geflüchtete und Asylsuchende haben andere und/oder weitergehende Asylgründe als andere. Verfolgung auf Grund von sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität ist noch einmal etwas anderes als politische Verfolgung. Ein LSBT Hintergrund macht aus sonst vermeintlichen "sicheren" Herkunftsländern dann nämlich auf einmal doch Todesfallen. Daher ist es unbedingt notwendig, auch deren Recht auf Asyl hier hervorzuheben und einzufordern und auch ihre besonderen Bedarfe - so sollten LSBT Geflüchtete bspw. nicht mit ihren Landsleuten in Unterkünfte gezwungen werden, da ihre Verfolgung oft nicht nur politisch, sondern nicht zuletzt auch kulturell begründet ist.
Es ist ein Verein im Aufbau. Aber man will gleich überall mitmischen. Man kann irgendwie nicht genug bekommen. Das wird nichts Halbes und nichts Ganzes. Wenn man sich dem Thema in Bezug auf Asylanten annimmt, wie erfolgt dann in Zukunft die Überprüfung?
Boa, meine Güte... erstens, das sind grundsätzliche Aussagen, was die Ziele sind. Das heißt nicht, dass man alle davon auf einmal angehen will. Natürlich fehlt dazu die Leistungsfähigkeit. Aber es ist ein wichtiges Thema oder etwa nicht!? Zudem haben wir Kontakt mit Gruppen, die sich in diesen Bereichen hervorragend auskennen und die wir mit Trans* spezifischer Expertise in der Tat unterstützen können und auch haben, z.B. Les Migras. Wo ist da das Problem?
Wenn der BVT* sich dies als Ziel setzt, heißt das doch nicht, dass der BVT* das auch alleine durchziehen muss!? Das ist genau diese Art von mangelnder Solidarität, die in dieser Art von Aussage durchscheint. Nein, der BVT* macht das nicht alles selbst, aber unterstützt andere Vereine und Gruppen so gut er kann, um die Trans* Perspektive. Und last but not least, wir hören uns auch in der Community um und suchen aktiv Expert_innen zu bestimmten Fragen und entsenden diese dann in entsprechende Gremien. Sollen wir das besser lassen? Nein, das kann es ja wohl nicht sein.
Über die Problematik der "Überprüfung" von Asylanträgen lasse ich mich jetzt nicht aus, denn damit hat der BVT* nichts zu tun. Wir können nur, in Zusammenarbeit mit bspw. TGEU, ILGA oder ILGA Europe die ganz definitive Aussage treffen, dass Trans* absolut ein Asylgrund sein und bleiben muss. In vielen Ländern der Erde ist das Leben von Trans* Menschen akut bedroht! Selbst in Europa - gerade letztes Jahr sind wieder mehrere Trans* Personen, vor allem trans* Frauen, z.B. in der Türkei ermordet worden. Die Gründe hierfür sind vielfältig, aber kulturelle und politische Gründe sind die Hauptursache. Das soll dann kein Asylgrund sein? Weil die Türkei ein "sicheres" Herkunftsland sei soll? Oh bitte...
Jaqueline hat geschrieben: Di 14. Feb 2017, 20:43
nicole.f hat geschrieben: Mo 13. Feb 2017, 23:22
Jaqueline hat geschrieben: Mo 13. Feb 2017, 21:25

Stärkung von Selbsthilfegruppen, Netzwerken und Vereinen

Was wird aus SHGs, Vereinen, ... die den BVT nicht anerkennen? Auch der BVT brauch eine fundamentale Basis, sonst bleibt er eine Luftblase.
Dann hast Du das Prinzip noch nicht verstanden, tut mir leid. Der BVT* will und soll doch gerade eben die lokalen Strukturen nicht ersetzen! Er soll auf Bundesebene alles dafür tun, damit die lokalen Strukturen gestärkt und im Bund vertreten werden, nicht umgekehrt. Anerkennen muss den BVT* keine Gruppe oder Mensch, der dies nicht möchte. Was heißt überhaupt anerkennen? Der BVT* ist keine Bundesführung oder soetwas. Es ist eine offene und partizipative Struktur, in der sich jede_r einbringen kann und soll! Je mehr darin mitarbeiten, desto stärker ist der Verband. Der Verband soll nichts lokal bestimmen, sondern auf Bundesebene eine Vertretung darstellen, die in und gegenüber unter anderen zuvor genannten Strukturen unerlässlich ist.
Den Wunsch wie es laufen soll habe ich verstanden. Was nützt ein Verband, wenn keine SHG oder Verband mitmachen möchte? Oder nur die wenigsten der betroffenen? Im Moment ist es zum Großteil nur Wunschdenken. Und kritische Fragen / Meinungen nicht erwünscht.
Das sehen die 59 bereits existierenden Mitglieder von etwa 30 Gruppen sicherlich anders - und die weiteren Dutzende, die nur darauf warten (tut mir echt leid, dass es so lange gedauert hat) sicherlich anders. Sicherlich sind Meinungen und Fragen erwünscht! Meine Güte...
Aber keine sinnlosen Infragestellungen. Du erwartest anscheinend, das mit einem Knall und in wenigen Tagen alles fertig ist und alle laut Juhu rufen. Wie soll das denn gehen?
Jaqueline hat geschrieben: Di 14. Feb 2017, 20:43
nicole.f hat geschrieben: Mo 13. Feb 2017, 23:22
Jaqueline hat geschrieben: Mo 13. Feb 2017, 21:25

Abbau der Psychopathologisierung und Stigmatisierung

Nach was soll dann in Zukunft behandelt und operiert werden?
Uralte Frage, s.o. die Frage der Gesundheitsversorgung und noch etwas weiter oben die Frage nach der Vä/Pä. Das wurde schon mehrfach hier im Forum vor- und rückwärts diskutiert und es geht daran einfach kein Weg vorbei. Lies mal die internationale Literatur und schau Dir mal internationale Politik an. Der Zug ist schon längst abgefahren, dieses Rad stoppst Du nicht mehr, es wird hier ankommen, spätestens in ein bis zwei Jahren, wenn der ICD-11 in Deutschland gültig wird. Die Frage lautet schon lange nicht mehr, ob die Psychopathologisierung wegfallen muss oder nicht, sondern wie wir damit umgehen werden. Die Lösung kann es dann bestimmt nicht sein, deren Wiedereinführung zu fordern.
Ob es schon diskutiert wurde oder nicht steht jetzt nicht zur Debatte. Daher falsche Antwort im ersten Teil von dir. Ihr wisst nicht was wir hier für einen Luxus haben. Wenn es kommt wie in vielen Ländern, dann wird es für die Betroffenen nicht besser sondern schlechter und teurer. Ich rede aus eigenen internationalen Erfahrungen. Mir fehlt bis heute eine ordentliche Antwort wie nach ICD-11 eine OP abgerechnet wird die, dem heutigen ICD-10 F64.0 entspricht. Wer garantiert, dass die Krankenkassen die Kosten für Therapien, OPs, Medikamente, Untersuchungen tragen? So lange es keine klare Aussage diesbezüglich gibt kann ich in dem Punkt nicht überzeugt werden. Es ist einer der Kernpunkte meiner Bedenken an der gesamten Reform. Für mich zählen nur Fakten. Ich bin der Meinung es geht zu Lasten der Betroffenen aber das will keiner hören.
Das können wir gerne diskutieren, aber Du wolltest hier ausdrücklich keine langen Antworten, daran habe ich mich gehalten. Zu dem Thema kann ich Dir gerne einen zweistündigen Vortrag halten - was ich im Übrigen schon mehrfach habe, zuletzt auf der Trans*Inter*Tagung in München 2016. Das Thema ist hoch komplex und vielschichtig. Nur auf die Psychopathologisierung zu schauen ist eine völlig falsche Verkürzung, denn das ist nur ein kleiner Teil der Wahrheit. Wie zuvor bereits angedeutet, haben wir das SGB, das die GKVen reglementiert und das hat wiederum wenig bis nichts mit dem ICD zu tun. Das ICD hat nichts mit der Kostenerstattung zu tun und auch nicht mit irgendwelchen Leitlinien. Das ICD ist nichts anderes als ein Verzeichnis mit verschiedenen Gruppierungen, damit Gesundheitszustände international vergleichbar benannt werden können. Das ICD wird von der WHO erarbeitet und verabschiedet. Glaubst Du wirklich, dass die WHO damit nationale Gesetze oder Verordnungen außer Kraft setzen kann?
Ich hatte es auch hier bereits angerissen:
viewtopic.php?f=47&t=13625&start=15#p161133
Das kann man nicht nur auf der Ebene des ICD diskutieren. Da ist schon der Versuch zum Scheitern verurteilt.
Jaqueline hat geschrieben: Di 14. Feb 2017, 20:43
nicole.f hat geschrieben: Mo 13. Feb 2017, 23:22
Jaqueline hat geschrieben: Mo 13. Feb 2017, 21:25

Vertretung in der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld

Die soll doch bitte unabhängig bleiben und nicht durch einen BVT gesteuert werden.
Bitte? Ich glaube da hast Du nicht verstanden, was der Satz meint. Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld ist eine vom Bund finanziell gut ausgestattete Stiftung, die mit ihren Mitteln Projekte zur Wiedergutmachung der Verfolgung und des Leids durch die Nazis an Homosexuellen während der NS Zeit leisten sollen. Die MH-Stiftung besteht aus zwei Organen, dem Kuratorium und dem Fachbeirat.
Vielen Dank für die Klarstellung. Ich bin auch nur ein Mensch, der auch Fehler machen kann. Also ist der BVT überflüssig. Dafür kann man ja die MH-Stiftung in sich ausbauen.
Bitte? Du möchtest also allen Ernstes Trans* Interessen von schwulen Männern vertreten lassen? Na dann wundert mich nichts mehr.
Jaqueline hat geschrieben: Di 14. Feb 2017, 20:43
nicole.f hat geschrieben: Mo 13. Feb 2017, 23:22
Jaqueline hat geschrieben: Mo 13. Feb 2017, 21:25

Ausbau des Antidiskriminierungsrechts.

Aus meiner Sicht ist es heute schon so wie es ist ausreichend. Wo sind die Lücken?
Ach ja? Dann versuche mal -§5 TSG einzuklagen, wenn Du wegen eines Zwangs-Outings Deinen Job verloren hast. Nur ein Beispiel... Oder versuche mal als nicht-binäre Trans* Person irgendein Persönlichkeitsrecht geltend zu machen. Keine Chance. Entweder Du passt Dich dem cis Heteronormativ an oder Du wirst negiert, Du existierst einfach nicht, soetwas wie Dich gibt es "hier" nicht. Die Liste ist ausbaufähig, aber das soll ich ja nicht

Ich sehe eher, das -§8 TSG zum Schutz erweitert werden sollte. Schlimmer ist Mobbing oder Bossing und da gibt es heute schon theoretisch Schutz.
Was bitte soll in TSG "-§8 Voraussetzungen" ausgebaut werden?
Ich zitiere mal kurz:
(1) Auf Antrag einer Person, die sich auf Grund ihrer transsexuellen Prägung nicht mehr dem in ihrem Geburtseintrag angegebenen, sondern dem anderen Geschlecht als zugehörig empfindet und die seit mindestens drei Jahren unter dem Zwang steht, ihren Vorstellungen entsprechend zu leben, ist vom Gericht festzustellen, daß sie als dem anderen Geschlecht zugehörig anzusehen ist, wenn sie
1. die Voraussetzungen des -§ 1 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 erfüllt,
2. (weggefallen)
3. dauernd fortpflanzungsunfähig ist und
4. sich einem ihre äußeren Geschlechtsmerkmale verändernden operativen Eingriff unterzogen hat, durch den eine deutliche Annäherung an das Erscheinungsbild des anderen Geschlechts erreicht worden ist.
(2) In dem Antrag sind die Vornamen anzugeben, die der Antragsteller künftig führen will; dies ist nicht erforderlich, wenn seine Vornamen bereits auf Grund von -§ 1 geändert worden sind.
(Quelle:
http://www.gesetze-im-internet.de/tsg/)
Was bitte sollte hier bzgl. Diskrminierungsschutz ausgebaut werden? Jetzt Du...
Jaqueline hat geschrieben: Di 14. Feb 2017, 20:43
Wann immer ich Zeit habe bin ich noch aktiv. Wer weiss schon alles? Den zeige mir. Bücher sind geduldig. Das Leben spielt draußen und nicht im Buch. Ich halte nichts von vorgebackenen Informationen. Sie sind nicht unabhängig. Daher, wenn mich ein Thema interessiert dann lese ich mehrere Quellen. Ich würde dem BVT nicht blind vertrauen.
Ah, Bücher sind per-se veraltet und das Leben ist aktueller? Gedruckte Informationen taugen nicht, das Wissen der Straße ist einzig maßgeblich?
Ohweio, na dann gute Nacht aufgeklärte Welt, packt aus die Fackeln und Mistgabeln.
Jaqueline hat geschrieben: Di 14. Feb 2017, 20:43
Wo ist eigentlich die Satzung des BVT? Ich habe sie nicht gefunden. So lange ich die nicht sehe ist der Verband nicht existent für mich.
Hatte ich eingangs zu diesem Thread erwähnt, die Satzung musste noch intensiv zwischen Amtsgericht, Finanzamt und dem Vorstand verhandelt werden, um eintragungsfähig zu werden. Eingetragen ist der BVT* nun seit knapp einer Woche, endlich, jetzt muss noch das Finanzamt zustimmen und dann können wir es öffentlich machen. Vorher macht das keinen Sinn, weil es immer wieder zu der ein oder anderen Änderung kam.
Jaqueline hat geschrieben: Di 14. Feb 2017, 20:43
So, jetzt noch ein Wort zum Schluss. Ich bin froh das keiner weiß was morgen ist. Mit gestalten sollten alle. Sich auf nur eine Institution verlassen ist ein Fehler. Daher BVT, nein danke.
Wenn sich jemand provoziert fühlt, dann sorry. Ich bin es gewohnt meine Meinung zu sagen.
Ganz liebe Grüsse
Jaqueline
Meinung ist ja noch OK, aber uninformierte Ablehnung ist es nicht. Deine Kritik ist nicht konstruktiv, sie zeigt keinerlei Ansatzpunkt auf, wie man es besser machen könnte, es ist reines Genörgel. Klar, kann man machen, doch damit kommt niemand auch nur einen Schritt vorwärts. Die akuten Probleme liegen auf der Hand und sind durch Meckern alleine nicht aus der Welt zu schaffen. Im Gegenteil verschlimmert diese Art von Verweigerungshaltung die Situation nur noch, denn es geschehen dann zwangsläufig keine der notwendigen Veränderungen. Die Pathologisierung wird wegfallen, da geht kein Weg dran vorbei. Nicht weil ich das sage oder der BVT* das will, sondern weil es in den westlichen Ländern wissenschaftlicher Konsens ist. Und dann? Kopf in den Sand stecken und hoffen, dass es uns in Deutschland, dem heiligen Land der Transsexuellen, wo alles so super toll ist, nicht treffen wird?
Wach auf! Es trifft uns doch schon!
Die Rate der Ablehnungen von Kostenübernahmen durch die GKVen steigt stetig an! Nicht weil die sparen wollen, sondern weil sie auf die Änderungen pokern und sich lieber wieder ein paar Grundsatzklagen einfangen wollen - mit etwas Glück gewinnen sie ja doch? Wenn wir nicht gemeinsam, damit meine ich auch Dich und alle anderen, eine starke Lobby bilden, werden die uns am Ring durch die Manege ziehen, uns vorführen und uns entrechten. Das hast Du dann davon, wenn Du Lobby Gruppen wie dem BVT* die Existenzberechtigung absprichst. Als SHG hast Du auf diesem Parkett keine Chance auch nur einen Termin zu bekommen.
Die Grund- und Menschenrechtsfrage ist international auch bereits längst entschieden, nur noch nicht in Deutschland angekommen - ich nenne nur mal exemplarisch Malta, Irland, Dänemark, Norwegen, das Europaparlament den Europäischen Rat, dazu noch die UNO. Noch Fragen? Meine Güte, warum sind ausgerechnet wir hier in Deutschland so hinterwäldlerisch? Sogar das erzkonservative und katholische Irland ist da weiter! Und was ist im Anschluss in Irland oder Malta passiert? Der Untergang des Abendlandes? Revolution? Nein, nichts ist passiert! Außer das es Trans* Menschen dort nun viel besser geht.
Es ist schon völlig irre, da muss man die eigene Community davon überzeugen, dass mehr Rechte für sie besser sind als weniger!? Was ist hier nur los?
Grüße
nicole