Was sind eigentlich die Beweggründe für Männer, Frau sein zu wollen?
Was sind eigentlich die Beweggründe für Männer, Frau sein zu wollen? - # 4

Lebensplanung, Standorte
AndroSern
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Re: Was sind eigentlich die Beweggründe für Männer, Frau sein zu wollen?

Post 46 im Thema

Beitrag von AndroSern »

Diese Fragen habe ich tatsächlich ganz oft gestellt bekommen, anfangs in den eMails, nachdem sich meine HP "Andro-Stern" herumgesprochen hatte. Und dann (es hat sich in den vergangenen Jahren auch in unserer Gesellschaft einiges geändert, das sich mit Freimütigkeit nur schlecht umschreiben lässt. Es werden direkt Anfragen mündlichen an die betreffenden Menschen gerichtet. Mit ganz wenigen Ausnahmen waren es im Blick auf mein Sein aber immer ernsthaft nachdenkende Fragende. Meist nach einer kleinen Erklärung, wie sich AndorGynie darstellt, und erklären lässt; aber das muss erst einmal in den Kopf der Menschen rein, da wird ein Weltbild aus den Fugen gebracht... und darum muss auch die Frage kommen "und wann wirst Du eine richtige Frau sein?" Die wirklich spannendste Szenerie hatten meine Frau und ich mit den Mitarbeitenden der Spedition, die unseren Fernumzug bewerkstelligen sollten... Sie zu luden zu einem Grillabend auf der Lifter-Fläche des LKW ein und baten, dass ich Ihnen mein Sein erklären möge... auch da wiederholt diese Frage "und wann..." erst ganz zum Schluss ein erstes, "ich ahne jetzt, wie das zu verstehen ist!"
Mein Sein ist mein Leben und warum sollte ich an meinem Leben etwas ändern, damit ich das bin, was anderen von mir erwarten - Das Ergebnis könnte nur sein, dass ich eine schlechte Rolle spiele! - ICH BIN ICH!
Lina
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Re: Was sind eigentlich die Beweggründe für Männer, Frau sein zu wollen?

Post 47 im Thema

Beitrag von Lina »

Und auf so was antwortet ihr?

Ich hätte gesagt: Was ist das denn für eine Frage? Kenne ich sie überhaupt?
Michi
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Re: Was sind eigentlich die Beweggründe für Männer, Frau sein zu wollen?

Post 48 im Thema

Beitrag von Michi »

Hallo Lina,

klingt einfacher als es ist.

Schon Mark Twain wusste dazu zu sagen: "Schlagfertigkeit ist etwas, worauf man erst 24 Stunden später kommt."

Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
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Re: Was sind eigentlich die Beweggründe für Männer, Frau sein zu wollen?

Post 49 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

Lina hat geschrieben:Und auf so was antwortet ihr?

Ich hätte gesagt: Was ist das denn für eine Frage? Kenne ich sie überhaupt?
Die Frage wäre ziemlich doof gewesen von meiner Seite, da wir uns ja häufig trafen und treffen.
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Re: Was sind eigentlich die Beweggründe für Männer, Frau sein zu wollen?

Post 50 im Thema

Beitrag von AndroSern »

Wenn es denn so ist, bleibt keine andere Antwort zur Verfügung.
Streng genommen fragt ja auch keiner Erna Mustermann, warum sie nicht nach so vielen Jahren "Mann" sein will oder Hugo Muster-Gültig könnte doch auch endlich mal...
Wir werden wohl auch in absehbarer Zeit nicht nachvollziehbar darstellen können, dass wir in einer aufgezwungenen Rolle lebten und diese nicht mit unserem Wirklichen sein füllen können. Dieses Drama beginnt amtlich mit der Namens-Sortierung und dann schon in den ersten Bilderbüchern in denen alles so klar geordnet vorgeführt wird. Dabei sind Kinder auch heute noch bereit, den grünen Holzklotz mal "Die" und mal als "Der" zu bezeichnen, nur die Erwachsenen teilen dann in Mädchen und Jungen ein stellen klar, dass "Du zu den Mädchen..." und "Du zu den Jungs gehörst."
Mein Sein ist mein Leben und warum sollte ich an meinem Leben etwas ändern, damit ich das bin, was anderen von mir erwarten - Das Ergebnis könnte nur sein, dass ich eine schlechte Rolle spiele! - ICH BIN ICH!
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Re: Was sind eigentlich die Beweggründe für Männer, Frau sein zu wollen?

Post 51 im Thema

Beitrag von Lina »

Tatjana_59 hat geschrieben:
Lina hat geschrieben:Und auf so was antwortet ihr?

Ich hätte gesagt: Was ist das denn für eine Frage? Kenne ich sie überhaupt?
Die Frage wäre ziemlich doof gewesen von meiner Seite, da wir uns ja häufig trafen und treffen.
OK dann hätte ich vielleicht die letzte Hälfte weggelassen. Ich finde so eine Frage trotzdem nahezu unverschämt - oder man soll zumindest eine gute Begründung dafür haben, wenn man mehr ist als eine, die man beim Spaziergang durch den Park oder im Supermarkt trifft.

Ich habe noch nie erlebt, dass jemand mich so was gefragt hat. Ich habe erlebt, dass die Schwester von jemandem, die ich kannte und nur ein paar mal getroffen habe, gefragt hat - ganz vorsichtig und fast andeutungsweise gefragt hat, ob ich schon die "große OP" hinter mir hatte. Oder man hat mich gefragt - als Teil eines längeren Gesprächs - ob ich mich denn überhaupt noch als Mann zeige, So was in dem Stil. Und einige haben, gesagt, dass sie sich mich gar nicht als Mann vorstellen können, und wenn es wirklich stimmt, dass ich im Berufsalltag tatsächlich als Mann unterwegs bin, dann täte ich richtig drin, dass ich sonst en femme wäre. Das alles von Leuten, die ich erst gerade getroffen habe. Aber, dass jemand mir einfach indiskrete Fragen ins Gesicht schleudern - niemals. Vielleicht merken Leute, dass es nicht erwünscht ist und nicht gut kommt. Keine Ahnung.

Ich bin trotzdem recht geschockt, dass Leute euch mit solchen indiskreten Fragen belästigen.

Natürlich gibt es Schlimmeres - es gibt die mit "schwule Sau" und Derartiges, Aber das sind ja auch die Leute, wo ich ohnehin mich innerlich darauf vorbereite, die soweit nötig schwer zu verletzen. Das ist ja was anderes als Leute, mit denen man sonst freundschaftlich geplaudert hätte.
Simone
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Re: Was sind eigentlich die Beweggründe für Männer, Frau sein zu wollen?

Post 52 im Thema

Beitrag von Simone »

Ich habe diesen ganzen Beitrag gelesen, um sicher zu gehen, nur etwas Neuen zu schreiben. Obwohl das Thema so alt ist, ist mein 'Beweggrund' noch nicht genannt worden. Er passt aber irgendwie zu Linas 'schwuler Sau'. Ich möchte Frau sein, um von Männern begehrt zu werden. Das Frausein ist ein Wunsch seit ich weiß, das es so etwas wie Sexualität gibt. Obwohl ich weiß, dass ich für 'normale' Männer nie attraktiv sein werde, träume ich davon weiblch und folglich attraktiv zu sein. Ich bin bereit, dafür einiges zu riskieren, aber ich habe auch Angst, einem Hirngespinnst zu erliegen. Mein Wunsch ist trotz unterschiedlicher Auslebung und Verfolgung klar. Ich will Frau sein. Aber ist das ausreichend begründet? Braucht man das überhaupt? Welche Konsequenzen darf mAn für sich, seine gesellschaftliche Verantwortung und seine körperliche Unversehrtheit daraus ziehen? Oder sollte man besser daran zu Grunde gehen und diese Fragen mit in Grab nehmen?
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Re: Was sind eigentlich die Beweggründe für Männer, Frau sein zu wollen?

Post 53 im Thema

Beitrag von Simone 65 »

Hallo Simone. Das ist ein neuer Aspekt. Ich wurde schon ein paarmal von Männern angemacht, begehrt. Ich weiss aber nicht, was Sie in mir sehen. Ich möchte Das nicht, aber es gefällt mir als Frau wahrgenommen zu werden. Auch ich möchte Frau sein. Aber warum brauchst du eine Begründung. Es ist bei mir ein schönes, unbeschreibliches Gefühl. Ich kann Dir schreiben, ich brauche Das So. Ich gehe raus, ich werde bestimmt nicht an meiner Simone zugrunde gehen. Die Fragen darfst Du stellen, einige werden wohl nie beantwortet. Liebe Grüße Simone
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
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Re: Was sind eigentlich die Beweggründe für Männer, Frau sein zu wollen?

Post 54 im Thema

Beitrag von Simone »

Hallo Simone,
ich werde an Simone auch nicht zu Grunde gehen, eher ohne sie. Aber ich möchte Aufmerksamkeit, Bewunderung, Begehren, aber naturlich auch Akzeptanz als Frau erregen. Was ist, wenn genau das nicht passiert und ich nur Ablehnung, Zurückweisung und Verachtung erfahre. Dann ginge Simone daran bestimmt zugrunde.
Michi
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Re: Was sind eigentlich die Beweggründe für Männer, Frau sein zu wollen?

Post 55 im Thema

Beitrag von Michi »

Hallo Simone und Simone,

die Frage ist und bleibt doch, begehrt ihr andere Männer nun als Mann oder als Frau? Das müsst ihr hier nicht offenlegen, solltet es für euch aber mal ganz genau hinterfragen.
In der Vergangenheit habe ich immer wieder den Spruch gehört, dass Transen ja nur verkappte Schwule seien, die sich in Frauenkleidern an andere Männer heranmachen wollen. Ich selbst kann das nicht nachvollziehen, weil ich selbst ausschließlich Frauen begehre, mich im "körperlichen Nahkampf" :mrgreen: auch eher als Frau mit einer Frau empfinde, und mich extrem unwohl fühle, wenn ich von Männern "angemacht" werde. Ich weiß aber auch, dass sich das nicht ganz vermeiden lässt, wenn ich meinem Bedürfnis nachgebe, meine weibliche Seite auch durch Kleidung zum Ausdruck zu bringen.

Liebe Grüße
Michi
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Re: Was sind eigentlich die Beweggründe für Männer, Frau sein zu wollen?

Post 56 im Thema

Beitrag von Simone 65 »

Hallo Michi. Ich kann schreiben, ich stehe nicht auf Männer. Ich stehe auf Frauen. Aber wenn ich angemacht werde , ich frage mich , werde ich dann als Frau wahrgenommen.
Wenn das so ist , finde ich das schön.
Liebe Grüße Simone 65.
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
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Re: Was sind eigentlich die Beweggründe für Männer, Frau sein zu wollen?

Post 57 im Thema

Beitrag von Aria »

Ich kann das gar nicht richtig einordnen. Einerseits ist es schön, von Männern bewundert/angemacht zu werden. Andererseits bin ich dann immer etwas vorn Kopf gestossen, wenns dazu kommt.
Ich weiss dann nicht wie ich darauf reagieren soll, denn ich stehe eigentlich nicht auf Männer. Doch im Frauenmodus verschwimmt das irgendwie zunehmend und das gibt mir wiederum zu denken.
Bin ich doch ein verkappter Schwuler, wie Michi geschrieben hat? Oder passt sich die sexuelle Ausrichtung gleichermassen der Entwicklung zur Frau an?! Keine Ahnung...
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Re: Was sind eigentlich die Beweggründe für Männer, Frau sein zu wollen?

Post 58 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Es viel vor kurzem das Wort "Hirngespinst". Spontan dachte ich, dass doch alles, was Menschen wahrnehmen und wie sie sich sehen, Hirngespinste sind. Hirngespinste sind Trugbilder, Selbsttäuschungen oder Ausgedachtes, aber ist denn tatsächlich in unseren Köpfen ?

Aus der Fülle der Dinge, die um uns herum sind, können wir nur einen sehr kleinen Teil wahrnehmen. Und von dem, was wir wahrnehmen, filtern wir den allergrößten Teil heraus. Dieser Filter ist in weiten Bereichen das Produkt unserer Erziehung. Das was wir verarbeiten, interpretieren und bewerten wir wiederum vor dem Hintergrund unserer Erfahrungen. Das daraus entstehende Bild ist somit ein begrenztes Gespinst unseres Hirns, das obendrein massiv von außen beeinflusst wurde.

Jetzt machen wir im Laufe des Lebens auch Erfahrungen, die wir nicht bewerten können. Z.B. machen wir als männlich determiniertes Wesen die Erfahrung, dass uns die weibliche Welt sehr nahe kommt. Unter Umständen geraten wir in Konflikte mit der Außenwelt, aber wir spüren, dass es zu uns passt. Wenn wir nun in der Außenwelt en femme auf Männer stoßen, die auf uns positiv reagieren, ist das zunächst eine Bestätigung und Bestätigungen sind für uns ein Lebenselexier. Daraus abzuleiten, dass man ein "verkappter Schwuler" (Achtung: hier steckt eine fremd bestimmte Wertung drin) sein könnte, ist weit hergeholt. Es ist zunächst ein neuer Erfahrungshorizont, der sehr spannend ist. Wenn es jetzt zu sexuellen Erfahrungen mit einem Mann kommt, ist das auch noch nicht sicher, dass man homosexuell ist (wenn man sich als Mann sieht). Erst wenn sich daraus ein dauerhaftes Interesse zum gleichen Geschlecht entwickelt, kann man von Homosexualität sprechen.
Oder passt sich die sexuelle Ausrichtung gleichermassen der Entwicklung zur Frau an?!
Steckt hier nicht auch ein "Hirngespinst" drin ? Ich meine die Annahme, dass Mann und Frau zusammengehören und nicht Mann-Mann oder Frau-Frau. Aber ist letztlich die ganze Diskussion müßig ? Kommt es im Leben nicht viel mehr darauf an, dass man sein Leben in der Tiefe auslotet und dafür seine Erfahrungen machen muss ? Mich macht das Wissen, dass alles, was in meinem Kopf passiert "Hirngespinste" sind, viel freier in meinem Denken und Handeln. Diese Hirngespinste kann man erweitern und anpassen, wie man sie braucht. Menschen, die das nicht tun, verharren in starrem Denken in Kategorien, die von außen bestimmt sind. Das sind keine feinen Gespinste, das ist ein Korsett. Besteht die eigentliche Selbsttäuschung nicht darin, wenn man glaubt zu wissen, was richtig ist ?

Insofern finde ich es sehr spannend, an meinen Gespinsten zu arbeiten. Es ist meine Welt und meine Wahrheit, die ich lebe. Es ist eine Form von vielen, sein Leben zu bestreiten und ich alleine trage das Risiko, dass es ein für mich falscher Weg sein könnte.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
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Re: Was sind eigentlich die Beweggründe für Männer, Frau sein zu wollen?

Post 59 im Thema

Beitrag von Viggy »

Ich stehe definitiv nicht auf Männer.
Im Gegenteil, seit dem Outing meiner Frau gegenüber und dem offenen Umgang mit meiner Leidenschaft (auch für mich) beobachte ich an mir selbst, dass ich mich von Männern sogar mehr abgestoßen fühle als vorher.
Marion
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Re: Was sind eigentlich die Beweggründe für Männer, Frau sein zu wollen?

Post 60 im Thema

Beitrag von Marion »

Viggy hat geschrieben: Do 12. Jan 2017, 17:05 Ich stehe definitiv nicht auf Männer.
Im Gegenteil, seit dem Outing meiner Frau gegenüber und dem offenen Umgang mit meiner Leidenschaft (auch für mich) beobachte ich an mir selbst, dass ich mich von Männern sogar mehr abgestoßen fühle als vorher.
Hallo,

genau so geht es mir auch. Bei mir hat sich nur eines geändert, dass ich mich auch als Frau fühle, aber nicht meine Ausrichtung.

Liebe Grüße von der Michi
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