Valeries Welt - # 24
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Maria T
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Re: Valeries Welt
Schade aber auch gut so. Danke valerie für die Geschichte.
Gern gelesen, hat mich auch oft zum nachdenken angeregt.
Liebe Grüße Maria
Gern gelesen, hat mich auch oft zum nachdenken angeregt.
Liebe Grüße Maria
Einfach ist am schwersten.
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Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt
Hallo Maria,
Irgendwann wird es weitergehen, aber ich brauche jetzt wirklich mal ein paar Wochen Pause. Ich habe schon ein paar Ideen, aber das Ganze muss sich erst noch "setzen" bzw. noch "einrütteln" bei mir, verstehst du?
Ich melde mich bald mal wieder.
Lieben Gruß an dich,
Valerie
Irgendwann wird es weitergehen, aber ich brauche jetzt wirklich mal ein paar Wochen Pause. Ich habe schon ein paar Ideen, aber das Ganze muss sich erst noch "setzen" bzw. noch "einrütteln" bei mir, verstehst du?
Ich melde mich bald mal wieder.
Lieben Gruß an dich,
Valerie
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Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt
Teil 2 der Geschichte, Kapitel. 1
Es ist seltsam. Seit ziemlich genau einem halben Jahr liegt diese Valerie-Geschichte jetzt gewissermaßen auf Eis und wartet auf eine Fortsetzung. Den ganzen langen Sommer (und es war ein gewaltiger Sommer, hier in Südfrankreich, sehr heiß und sehr trocken) habe ich nicht mehr so richtig an Valerie gedacht, das heißt sie war über lange Wochen fast verschwunden aus meinen Gedanken oder Überlegungen, und nun plötzlich, auf ein Mal, taucht sie wieder auf aus der Versenkung und ich habe ich des Öfteren mal den Gedanken, weiterzuschreiben an "Valeries Welt".
Valerie ist also wieder aufgetaucht, sie ist wieder da. Unsere Protagonistin hatte ja damals, vor etwa 6 Monaten ihre Assistentinnen-Stellung bei der Stuttgarter Automobilfirma gekündigt, was einige aus ihrem Bekanntenkreis damals ziemlich leichtsinnig fanden, aber erstens ist Valerie ja nicht ängstlich und zweitens ist sie noch jung und traut Michael, ihrem neuen Chef, wirklich viel zu, sie glaubt an ihn, als Mensch und als Chef. Ob sie damit völlig richtig liegt, wird man sehen. (ich meine die Sache mit der menschlichen Seite bei Michael, er ist halt doch ein echter Macho, das merkt man gleich, wenn man genauer hinschaut bei ihm). Nun, sei es wie es sei, sie hatte also den alten Industrie-Marketingjob ersetzt durch einen gut bezahlten Arbeitsvertrag in Michaels Immobilien-Firma, und zwar als Abteilungsleiterin für Frankreich-Immobilien. Ferienhäuser vermieten, solche Dinge, alles was damit zusammenhängt. Oder auch mal ganze Objekte vermakeln, also richtige Vor-Verträge abschließen mit dem Interessenten und dann zusammen mit dem Kunden zum Notar, all diese Dinge, das war neu für sie und auch nichts ganz Einfaches, das ist klar. Aber so wie wir Valerie kennen, wir mir keiner widersprechen wenn ich sage: Sie schafft das.
Ihr neuer Arbeitsplatz war in der Innenstadt gelegen, mit einem tollen Büro in der Stuttgarter Königstrasse, das ist sozusagen beste Citylage, um in der Sprache der Immo-Fuzzis zu sprechen, und zu dieser Branche gehört sie jetzt ja dazu.
Natürlich hat sie nach wie vor Kontakt zu all ihren Freunden, die wir aus dem ersten Teil der Story kennen, und die ihre Transen-Geschichte bisher begleitet haben, (ich will das in Ermangelung eines besser passenden Wortes mal so nennen, und ich meine das Wort Transe aber überhaupt nicht abwertend). Jetzt, im zweiten Teil der Story, kommen aber auch ein paar neue Freunde dazu, die wir nach und nach noch besser kennenlernen werden.
Zum Technischen: Ich denke ich werde wie bisher, je nachdem wie die Umstände sind und wie sich die Sache entwickelt, so etwa jede Woche ein kleines Kapitel schreiben, und ich hoffe das ist auch in eurem Sinne. Bis dann also, ich melde mich bald und ich hoffe es ist auch in eurem Sinne, dass die Geschichte weitergeht.
Lieben Gruß
Valerie (die Erzählerin)
Es ist seltsam. Seit ziemlich genau einem halben Jahr liegt diese Valerie-Geschichte jetzt gewissermaßen auf Eis und wartet auf eine Fortsetzung. Den ganzen langen Sommer (und es war ein gewaltiger Sommer, hier in Südfrankreich, sehr heiß und sehr trocken) habe ich nicht mehr so richtig an Valerie gedacht, das heißt sie war über lange Wochen fast verschwunden aus meinen Gedanken oder Überlegungen, und nun plötzlich, auf ein Mal, taucht sie wieder auf aus der Versenkung und ich habe ich des Öfteren mal den Gedanken, weiterzuschreiben an "Valeries Welt".
Valerie ist also wieder aufgetaucht, sie ist wieder da. Unsere Protagonistin hatte ja damals, vor etwa 6 Monaten ihre Assistentinnen-Stellung bei der Stuttgarter Automobilfirma gekündigt, was einige aus ihrem Bekanntenkreis damals ziemlich leichtsinnig fanden, aber erstens ist Valerie ja nicht ängstlich und zweitens ist sie noch jung und traut Michael, ihrem neuen Chef, wirklich viel zu, sie glaubt an ihn, als Mensch und als Chef. Ob sie damit völlig richtig liegt, wird man sehen. (ich meine die Sache mit der menschlichen Seite bei Michael, er ist halt doch ein echter Macho, das merkt man gleich, wenn man genauer hinschaut bei ihm). Nun, sei es wie es sei, sie hatte also den alten Industrie-Marketingjob ersetzt durch einen gut bezahlten Arbeitsvertrag in Michaels Immobilien-Firma, und zwar als Abteilungsleiterin für Frankreich-Immobilien. Ferienhäuser vermieten, solche Dinge, alles was damit zusammenhängt. Oder auch mal ganze Objekte vermakeln, also richtige Vor-Verträge abschließen mit dem Interessenten und dann zusammen mit dem Kunden zum Notar, all diese Dinge, das war neu für sie und auch nichts ganz Einfaches, das ist klar. Aber so wie wir Valerie kennen, wir mir keiner widersprechen wenn ich sage: Sie schafft das.
Ihr neuer Arbeitsplatz war in der Innenstadt gelegen, mit einem tollen Büro in der Stuttgarter Königstrasse, das ist sozusagen beste Citylage, um in der Sprache der Immo-Fuzzis zu sprechen, und zu dieser Branche gehört sie jetzt ja dazu.
Natürlich hat sie nach wie vor Kontakt zu all ihren Freunden, die wir aus dem ersten Teil der Story kennen, und die ihre Transen-Geschichte bisher begleitet haben, (ich will das in Ermangelung eines besser passenden Wortes mal so nennen, und ich meine das Wort Transe aber überhaupt nicht abwertend). Jetzt, im zweiten Teil der Story, kommen aber auch ein paar neue Freunde dazu, die wir nach und nach noch besser kennenlernen werden.
Zum Technischen: Ich denke ich werde wie bisher, je nachdem wie die Umstände sind und wie sich die Sache entwickelt, so etwa jede Woche ein kleines Kapitel schreiben, und ich hoffe das ist auch in eurem Sinne. Bis dann also, ich melde mich bald und ich hoffe es ist auch in eurem Sinne, dass die Geschichte weitergeht.
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Valerie (die Erzählerin)
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Maria T
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Re: Valeries Welt
Hallo Valerie,
Schön wieder was zu lesen.
Hoffe du hattest eine gute Zeit.
LG Maria
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Hoffe du hattest eine gute Zeit.
LG Maria
Einfach ist am schwersten.
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Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt
Danke dir, Maria für die Nachfrage, es geht mir sehr gut. Ich hoffe dasselbe für dich und werde mich auf jeden Fall bemühen, die Story weiterzuschreiben. Melde dich dann gelegentlich mal wieder, wenn dir etwas an der Story auffällt, positiv oder negativ. Geschichtenerzähler leben von den Rückmeldungen ihres Publikums. Das erste Folgekapitel schreibe ich voraussichtlich morgen, Sonntag, mal sehen.
Beste Grüße, Valerie
Beste Grüße, Valerie
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Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt
Teil II Kap. 2: Das Zeugnis
Ihr erinnert euch an Dr. Schmidt? Ja richtig, eben dieser Dr. Schmidt, dieser nette Mensch, ihr letzter Arbeitgeber, schlank und groß, schon etwas älter, aber immer noch volles graues Haar, Marketingdirektor der Stuttgarter Automobilfirma mit dem Stern, der ihr damals vor etwa einem Jahr immer Hilfe anbot und sie in Schutz nahm, als sie es wagte, die ersten wackeligen Schritte in Richtung auf ein Outing innerhalb der Firma zu tun. Dr. Schmidt hatte damals diesen bemerkenswerten Satz zu Valerie gesagt, an dem Tag als sie/er zum ersten mal in Schuhen mit halbhohem Absatz, Rock, Bluse und Perücke in sein Büro getreten war:
"Ihr Auftritt und Ihre Kleidung, Valerie, sind mir persönlich so was von gleichgültig, solange sie nur die gewohnte erstklassige Arbeit für die Firma abliefern, die ich von Ihnen kenne".
So war er zu seinen Mitarbeitern eingestellt, dieser Dr. Schmidt, nämlich offen, vorurteilsfrei, liberal und ehrlich. Jeder konnte in seiner Abteilung sein Ding machen, solange er andere nicht damit ärgerte. Und wenn jemand wie Valerie gute Arbeit leistete und mit der Firma solidarisch war, dann konnte man auch mit der Solidarität der Firma rechnen. Deshalb hatte Dr. Schmidt auch dafür gesorgt, dass Valerie nach ihrer freiwilligen Kündigung damals eine ansehnliche Summe zusätzlich zum letzten Gehalt als Bonus auf ihr Konto überwiesen wurde, was ihr in den ersten Wochen der Übergangszeit auch wirklich half, denn es standen ja größere Ausgaben an, die mit dem Umzug zu tun hatten, und außerdem brauchte sie auch ein neues Auto. Und noch etwas anderes stand an.
Ja, und da war da noch die Sache mit den Brüsten, mit dem Busen, mit der Operation, wenn man so will. Bisher hatte sich Valerie immer noch, wie wohl die meisten Crossdresser, mit zwei Paar Silis beholfen, eines davon größer und schwerer (für den Abend) und das andere Paar mehr für den Alltag, leichter und auch besser unter T-Shirts zu tragen. Im Laufe der Wochen und Monate im Frauenmodus, die nun folgten, wiesen diese Silis aber bald ziemliche Gebrauchsspuren auf, und nicht selten verrutschte mal etwas, was sie sie auch mehr als einmal in eine blöde Situation brachte.
Seit sie aber dann regelmäßig mit Gunnar zusammen war, (und die beiden dann auch häufiger Sex hatten) reifte der Entschluss bei ihr, die Silis wegzuwerfen und sich dafür "richtige Brüste machen zu lassen". Valerie ist keine, die lange an solchen Gedanken herummacht, also googelte sie zu dem Thema und machte sich kundig. Die Sache lief schließlich darauf hinaus, dass sie sich in einer kleinen Privatklinik außerhalb von Stuttgart, die auf kosmetische Operationen spezialisiert war, ein Paar Silikonbrüste operativ einsetzen ließ. Das, was dort gemacht wurde, war zwar immer noch teuer (und deshalb war sie dem Dr. Schmidt auch sehr dankbar für seine finanzielle Übergangsbeihilfe), aber es handelte sich nicht um die ganz große Sache mit GaOP, nein, es war nur eine Art von Schönheitsoperation, und sie blieb auch nach der OP genetisch und organisch ein Mann, aber sie war jetzt ein Mann mit fraulichen Formen geworden und auch mit richtigen Brüsten. Konkret trug sie dann, nach der Operation also zwei Silikon-Implantate von je etwa 450 Gramm vor sich her, was ihr nicht nur das Sexleben, sondern auch das Alltagsleben als Frau erheblich leichter machte, wie sich schnell herausstellen sollte.
Man bemerkt, Valerie machte also weitere Schritte in die Welt der Frauen hinein, und rein äußerlich war sie von einer solchen auch kaum noch zu unterscheiden, zumindest auf den ersten Blick nicht. War deshalb also alles in Butter? Alles eitel Sonnenschein?
Nein, keinesfalls, und zwar wegen der Sache mit dem Zeugnis.
Was war los? Nun, Dr. Schmidt war bestimmt nicht schuld daran, denn die Arbeitszeugnisse für ausscheidende Mitarbeiter wurden damals von Spezialisten in der Personalabteilung verfasst. Also was war Sache?
Ihr Arbeitszeugnis lautete auf ihren alten männlichen Vornamen. Den MÄNNLICHEN. Und der hieß nun mal nicht Valerie. Nun ist Valerie oder Valeria ein Vorname, der im europäischen Sprachraum für Jungen und Mädchen gleichermaßen benutzt wird, beispielsweise heißen im Russischen auch die Jungen so: Valery, das ist als Jungenname dort gar nicht so selten. Insoweit hätte Valerie, der Name den sie jetzt benutzte, wie auch ihr ganzer Freundeskreis es tat, dieser neue Name hätte ja sehr gut gepasst, auch auf dieses blöde Arbeitszeugnis. Nun stand da aber etwas anderes. Blöde Sache.
Nicht dass deshalb eine Welt für sie zusammengebrochen wäre, aber irgendwie schien sich hier ein neues Problem aufzutun, bzw. Umrisse eines neuen Problems wurden erkennbar. Zwar interessierte sich Michael, ihr neuer Arbeitgeber und Chef nicht im mindesten für das Arbeitszeugnis (er interessierte sich für ganz andere Sachen, wir kommen noch darauf zurück). Trotzdem: Dieses alte Männer-Thema hing immer noch an ihr dran und war offenbar auch nicht so schnell abzuschütteln.
Soviel für heute, und nächste Woche gerne mehr, falls ihr wollt.
Wem es gefallen hat, der darf es gerne zum Ausdruck bringen, das Forum hat dafür diverse Möglichkeiten. Wem es nicht gefallen hat, bitte Kritik per PN, wäre freundlich.
Lieben Gruß.
Valerie
Ihr erinnert euch an Dr. Schmidt? Ja richtig, eben dieser Dr. Schmidt, dieser nette Mensch, ihr letzter Arbeitgeber, schlank und groß, schon etwas älter, aber immer noch volles graues Haar, Marketingdirektor der Stuttgarter Automobilfirma mit dem Stern, der ihr damals vor etwa einem Jahr immer Hilfe anbot und sie in Schutz nahm, als sie es wagte, die ersten wackeligen Schritte in Richtung auf ein Outing innerhalb der Firma zu tun. Dr. Schmidt hatte damals diesen bemerkenswerten Satz zu Valerie gesagt, an dem Tag als sie/er zum ersten mal in Schuhen mit halbhohem Absatz, Rock, Bluse und Perücke in sein Büro getreten war:
"Ihr Auftritt und Ihre Kleidung, Valerie, sind mir persönlich so was von gleichgültig, solange sie nur die gewohnte erstklassige Arbeit für die Firma abliefern, die ich von Ihnen kenne".
So war er zu seinen Mitarbeitern eingestellt, dieser Dr. Schmidt, nämlich offen, vorurteilsfrei, liberal und ehrlich. Jeder konnte in seiner Abteilung sein Ding machen, solange er andere nicht damit ärgerte. Und wenn jemand wie Valerie gute Arbeit leistete und mit der Firma solidarisch war, dann konnte man auch mit der Solidarität der Firma rechnen. Deshalb hatte Dr. Schmidt auch dafür gesorgt, dass Valerie nach ihrer freiwilligen Kündigung damals eine ansehnliche Summe zusätzlich zum letzten Gehalt als Bonus auf ihr Konto überwiesen wurde, was ihr in den ersten Wochen der Übergangszeit auch wirklich half, denn es standen ja größere Ausgaben an, die mit dem Umzug zu tun hatten, und außerdem brauchte sie auch ein neues Auto. Und noch etwas anderes stand an.
Ja, und da war da noch die Sache mit den Brüsten, mit dem Busen, mit der Operation, wenn man so will. Bisher hatte sich Valerie immer noch, wie wohl die meisten Crossdresser, mit zwei Paar Silis beholfen, eines davon größer und schwerer (für den Abend) und das andere Paar mehr für den Alltag, leichter und auch besser unter T-Shirts zu tragen. Im Laufe der Wochen und Monate im Frauenmodus, die nun folgten, wiesen diese Silis aber bald ziemliche Gebrauchsspuren auf, und nicht selten verrutschte mal etwas, was sie sie auch mehr als einmal in eine blöde Situation brachte.
Seit sie aber dann regelmäßig mit Gunnar zusammen war, (und die beiden dann auch häufiger Sex hatten) reifte der Entschluss bei ihr, die Silis wegzuwerfen und sich dafür "richtige Brüste machen zu lassen". Valerie ist keine, die lange an solchen Gedanken herummacht, also googelte sie zu dem Thema und machte sich kundig. Die Sache lief schließlich darauf hinaus, dass sie sich in einer kleinen Privatklinik außerhalb von Stuttgart, die auf kosmetische Operationen spezialisiert war, ein Paar Silikonbrüste operativ einsetzen ließ. Das, was dort gemacht wurde, war zwar immer noch teuer (und deshalb war sie dem Dr. Schmidt auch sehr dankbar für seine finanzielle Übergangsbeihilfe), aber es handelte sich nicht um die ganz große Sache mit GaOP, nein, es war nur eine Art von Schönheitsoperation, und sie blieb auch nach der OP genetisch und organisch ein Mann, aber sie war jetzt ein Mann mit fraulichen Formen geworden und auch mit richtigen Brüsten. Konkret trug sie dann, nach der Operation also zwei Silikon-Implantate von je etwa 450 Gramm vor sich her, was ihr nicht nur das Sexleben, sondern auch das Alltagsleben als Frau erheblich leichter machte, wie sich schnell herausstellen sollte.
Man bemerkt, Valerie machte also weitere Schritte in die Welt der Frauen hinein, und rein äußerlich war sie von einer solchen auch kaum noch zu unterscheiden, zumindest auf den ersten Blick nicht. War deshalb also alles in Butter? Alles eitel Sonnenschein?
Nein, keinesfalls, und zwar wegen der Sache mit dem Zeugnis.
Was war los? Nun, Dr. Schmidt war bestimmt nicht schuld daran, denn die Arbeitszeugnisse für ausscheidende Mitarbeiter wurden damals von Spezialisten in der Personalabteilung verfasst. Also was war Sache?
Ihr Arbeitszeugnis lautete auf ihren alten männlichen Vornamen. Den MÄNNLICHEN. Und der hieß nun mal nicht Valerie. Nun ist Valerie oder Valeria ein Vorname, der im europäischen Sprachraum für Jungen und Mädchen gleichermaßen benutzt wird, beispielsweise heißen im Russischen auch die Jungen so: Valery, das ist als Jungenname dort gar nicht so selten. Insoweit hätte Valerie, der Name den sie jetzt benutzte, wie auch ihr ganzer Freundeskreis es tat, dieser neue Name hätte ja sehr gut gepasst, auch auf dieses blöde Arbeitszeugnis. Nun stand da aber etwas anderes. Blöde Sache.
Nicht dass deshalb eine Welt für sie zusammengebrochen wäre, aber irgendwie schien sich hier ein neues Problem aufzutun, bzw. Umrisse eines neuen Problems wurden erkennbar. Zwar interessierte sich Michael, ihr neuer Arbeitgeber und Chef nicht im mindesten für das Arbeitszeugnis (er interessierte sich für ganz andere Sachen, wir kommen noch darauf zurück). Trotzdem: Dieses alte Männer-Thema hing immer noch an ihr dran und war offenbar auch nicht so schnell abzuschütteln.
Soviel für heute, und nächste Woche gerne mehr, falls ihr wollt.
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Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt
Hallo,
Für diejenigen, die nicht den ganzen ersten Teil durchlesen wollen, hier eine kurze Übersicht, wer wer ist, und worum es in Valeries Welt geht.
Die Story spielt irgendwann in den 70er und 80er Jahren im großstädtischen Yuppie-Milieu, hauptsächlich in der Stuttgarter und Frankfurter Szene. Valerie, ein junger Marketingassistent, hilft aus einer momentanen Laune heraus einmal als Messehostess aus und findet Gefallen an seiner neuen Frauenrolle. Er will mehr darüber erfahren und probiert allerlei aus, später identifiziert er sich völlig mit seiner neuen weiblichen Rolle. Valerie liebt alles Schöne und hätte die Welt gerne einfacher für sich. Flüchtet sich in Klamottenkauf und Damenwäsche...
Dr. Schmidt, Chef der Abteilung, unterstützt Valerie in ihrer neuen Rolle. Dr. Schmidt gehört in der Geschichte zu den Guten.
Karl-Heinz, Sohn einer Frankfurter Taximagnaten, Valeries erster Lover, entpuppt sich wenig später aber als Charakterschwein.
Erica, Valeries erste und beste Freundin, ein Vollweib, bei der man sich auch mal ausheulen kann.
Michael, Ericas Partner, macht eine Menge Kohle im Immo-Business.
Alice, Valeries Kollegin, sie hängen zusammen in Tanzschuppen ab.
Gunnar, studiert auf Lehramt und wird bald Deutschlehrer sein. Er und Valerie verlieben sich, was aber nicht nur auf Friede, Freude und Eierkuchen hinausläuft, sondern auch eine große Menge an echten Fragen aufwirft, die an beide gestellt werden, und die sie im Moment beide noch nicht beantworten können. Also: Man zögert noch, zusammenzuziehen.
Eine Nebenrolle spielt ein kleiner weißer Löwe, der aber nur Euro 4 Abgasnorm hat und deshalb im zweiten Teil wohl wegen Fahrverbot total ausfällt. Ein neues Auto muß also her.
Musik: Im Hintergrund läuft permanent gefühlvolle Beat- und Rockmusik, vor allem US-Titel der 70er und 80er Jahre.
Viel Spass bei Teil II, der z.Zt. entsteht, d.h. in statu nascendi sich befindet.
LG, Valerie
Für diejenigen, die nicht den ganzen ersten Teil durchlesen wollen, hier eine kurze Übersicht, wer wer ist, und worum es in Valeries Welt geht.
Die Story spielt irgendwann in den 70er und 80er Jahren im großstädtischen Yuppie-Milieu, hauptsächlich in der Stuttgarter und Frankfurter Szene. Valerie, ein junger Marketingassistent, hilft aus einer momentanen Laune heraus einmal als Messehostess aus und findet Gefallen an seiner neuen Frauenrolle. Er will mehr darüber erfahren und probiert allerlei aus, später identifiziert er sich völlig mit seiner neuen weiblichen Rolle. Valerie liebt alles Schöne und hätte die Welt gerne einfacher für sich. Flüchtet sich in Klamottenkauf und Damenwäsche...
Dr. Schmidt, Chef der Abteilung, unterstützt Valerie in ihrer neuen Rolle. Dr. Schmidt gehört in der Geschichte zu den Guten.
Karl-Heinz, Sohn einer Frankfurter Taximagnaten, Valeries erster Lover, entpuppt sich wenig später aber als Charakterschwein.
Erica, Valeries erste und beste Freundin, ein Vollweib, bei der man sich auch mal ausheulen kann.
Michael, Ericas Partner, macht eine Menge Kohle im Immo-Business.
Alice, Valeries Kollegin, sie hängen zusammen in Tanzschuppen ab.
Gunnar, studiert auf Lehramt und wird bald Deutschlehrer sein. Er und Valerie verlieben sich, was aber nicht nur auf Friede, Freude und Eierkuchen hinausläuft, sondern auch eine große Menge an echten Fragen aufwirft, die an beide gestellt werden, und die sie im Moment beide noch nicht beantworten können. Also: Man zögert noch, zusammenzuziehen.
Eine Nebenrolle spielt ein kleiner weißer Löwe, der aber nur Euro 4 Abgasnorm hat und deshalb im zweiten Teil wohl wegen Fahrverbot total ausfällt. Ein neues Auto muß also her.
Musik: Im Hintergrund läuft permanent gefühlvolle Beat- und Rockmusik, vor allem US-Titel der 70er und 80er Jahre.
Viel Spass bei Teil II, der z.Zt. entsteht, d.h. in statu nascendi sich befindet.
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Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt
Teil 2 Kapitel 3: Neue Dinge zeichnen sich ab.
In Hermann Hesses Gedicht "Stufen" beschreibt der Dichter eine Situation, die wir alle kennen und die auch den Augenblick genau beschreibt, als Valerie damals die alte Firma verließ und einen neuen Abschnitt in ihrem beruflichen Leben begann.
"Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne..."
Ihr Auszug aus der alten Firma verlief undramatisch und war relativ kurz und schmerzlos. Es gab nur ein paar kleine, aber nicht unwichtige Formalitäten zu erledigen, zum Beispiel hatte sie oben in der Personalabteilung ein Papier zu unterschreiben mit dem sie sich verpflichtete, keinerlei innerbetrieblichen Interna nach außen zu tragen, und insbesondere gegenüber direkten Wettbewerbern sollte sie Stillschweigen bewahren. Nun war Valerie ja nicht besonders in Firmengeheimnisse eingewiht gewesen, trotzdem hatte sie in ihrem Arbeitsbereich der Marketingdirektion doch allerhand gehört, gesehen und in Erfahrung gebracht, worüber sie draußen nichts ausplaudern durfte. Valerie fühlte sich plötzlich wichtig.
Nachdem sie alle nötigen Formalitäten hinter sich hatte, sammelte sie ihre persönlichen Siebensachen aus ihrem Schreibtisch zusammen, verstaute die Sachen in einem kleinen Pappkarton, klemmte diesen unter den Arm, machte dann noch einen kleiner Rundgang durch diverse Nachbarbüros, um sich von einigen Kollegen zu verabschieden, und stand eine halbe Stunde später draußen vor dem Firmenhochhaus, auf dessen Dach sich der große Mercedesstern wie seit Jahrzehnten ungerührt und in gemächlichem Tempo im Kreise drehte. Niemand schaute nach ihr, niemand und nichts schien Anteil zu nehmen an ihrem Abschied.
Sie verscheuchte ein paar trübe Gedanken. Es war doch eine schöne, eine positive zeit gewesen beim XXXXler. Immerhin hatte sie dort in diesem Hochhaus und unter diesem Mercedesstern ein paar Jahre ihres beruflichen Lebens zugebracht, hatte viel gelernt von den Chefs und durfte mit vielen "supernetten" Kollegen zusammenarbeiten. Sie dachte an ihre Assistentenzeit bei Dr. Schmidt, dann auch an Erica, ihre Kollegin und Busenfreundin, zu der sie in den vergangenen Jahren einen enge Freundschaft entwickelt hatte. Sie würde mehr zu tun bekommen mit Erica in der Zukunft, denn deren Mann, Michael, war ja jetzt Valeries neuer Chef in dieser Immobilienfirma, wo sie neu antreten würde.
Sie dachte an Alice, ihre coole blonde Kollegin und Nachfolgerin. Charly ging ihr durch den Kopf, mit dem sie In Frankfurt getanzt hatte, und die anderen Kollegen im Arbeitskreis "Taxi-Verkaufsförderung" fielen ihr dann noch ein. Ein wenig wehmütig dachte sie auch an die früheren Abenteuer in Frankfurt bei der Automobilmesse, und natürlich auch an Karl-Heinz, der damals der erste Mann gewesen war in ihrem neuen Leben als Frau, das in Frankfurt eigentlich erst richtig begonnen hatte. Es war ihre eigene persönliche Entscheidung gewesen, diesen Weg zu gehen, reingegangen in die Firma war sie als Mann im grauen Businessanzug, und jetzt, fast fünf Jahre danach kam sie wieder aus dem Haupttor heraus in Nylons und im engen Rock. Ein wenig reicher an Erfahrungen, aber auch ein wenig ärmer an Illusionen.
Sie erreichte das Firmenparkhaus, stieg in ihren kleinen weißen Peugeot du fuhr langsam nachhause. Es war warm draußen und die Fenster ihres Wagens blieben deshalb offen, sie ließ ihr Haar im Fahrtwind wehen, das inzwischen eine ordentliche mittlere Länge erreicht hatte, sie trug seit einigen Monaten keine Perücke mehr, höchstens noch zu besonderen Anlässen. Sie würde sich eine neue Frisur machen lassen, soviel stand fest. Ihre Gedanken liefen im Kreis. Soviel musste geschehen, soviel musste geändert werden. Vielleicht eine neue Wohnung, vielleicht ein anderes Auto, mit dem sie auch lange Autobahnstrecken würde fahren können. Und dann war da natürlich Gunnar, dessen Abschlussprüfungen zum Lehramt bald anstanden. Was würde danach aus ihrer Beziehung werden? Wohin würde er versetzt werden als Lehrer?
Der gute Dr. Schmidt. Ihr wurde ganz warm ums Herz als sie an ihren alten Chef dachte. hatte der es doch tatsächlich durchgesetzt, dass ihr zusätzlich zum letzten Monatsgehalt noch einmal fünftausend Euro als Übergangsbeihilfe aufs Konto überwiesen wurden! Sie konnte es kaum glauben, als sie ihre Kontoauszüge durchging und die Summe sah. Sie musste nicht lange überlegen, was mit dem Geld anzustellen war. Schon lange dachte sie an eine Brustimplantation, und sie war fest entschlossen, diese Sache jetzt anzugehen und wollte das Geld dafür verwenden. Sie hatte zu dem Thema gegoogelt und in Böblingen, einer der kleinen Satellitenstädte, die das Stuttgarter Zentrum umstehen, hatte sie eine privat geführte Schönheitsklinik gefunden, die wohl solche Operationen durchführten und zwar zu einem Preis, der jetzt für sie bezahlbar schien, nach der großherzigen und unerwarteten Spende ihres alten Chefs.
Ja also, sie würde eigene Brüste haben! Und auf Einlagen und Silis würde sie dann ganz verzichten können! Valeries Stimmung wurde ganz euphorisch, als sie daran dachte. So vieles würde sich ändern in Zukunft. Ein neuer Beruf als Immobilienverkäuferin stand an, du dann würde sie vielleicht bald ein neues Leben beginnen mit einem Mann zusammen! Und dann noch einen richtigen eigenen Busen, das war doch wirklich eine tolle Sache. Seit sie mit Gunnar zusammen war, hatte sie die Silikoneinlage, die sie seit Jahren trug, immer häufiger auch mal als störend empfunden. Nicht im Büro, nein, am Schreibtisch und im Beruf waren Silis völlig unproblematisch, im Gegenteil fand sie es sogar attraktiv, zum Beispiel am Abend beim Ausgehen oder wenn Kino oder Theaterbesuch anstand, auch mal eine größere Größe zu tragen als im Alltag, so war ihr Dekolleté einfach zu variieren und sie konnte etwas vorzeigen, was sie in Wirklichkeit gar nicht hatte.
Nur, es gibt aber auch noch ein Freizeit-Leben, es gibt das Jogging, das Sportstudio, und da zeigten sich die Silis, auch die kleinen, manchmal doch etwas sehr störend. Immer, wenn ihr jemand Hilfestellung am Gerät gab, der Gedanke: Hat der/ die jetzt etwas gemerkt oder nicht?
Und dann natürlich das Thema eins: Sex mit Männern. Seit sie mit Gunnar zusammen war, hatte sie zwar nur noch mit diesen Mann Sex, und gar nicht so selten. Die beiden waren bald gut eingespielt, hatten ihre Routinen beim Sex entwickelt, und der Sex mit Gunnar tat ihr wirklich gut. Aber immer noch gab es da diesen kleinen störenden Gedanken, der da rumschwirrte, ein lästiger Zweifel, aber er war immer da. Wenn Gunnar bei ihr war und sie sich entkleidete und ihr dann die beiden Silikonkissen entgegenpurzelten beim Ablegen ihres BHs: Immer diese Frage: Hat er es gesehen? Was denkt er wirklich darüber? Tut er nur so, als ob es ihn nicht störte? Immer diese Selbstzweifel. Bin ich Frau genug für Gunnar? Diese Fragen waren eigentlich immer vorhanden.
Nun das würde sich jetzt bald ändern. Für Valerie war es überhaupt keine Frage: Sie würde sich dort in dieser Klinik zwei hübsche Silikonimplantate operativ unter der Haut, genauer unter dem Brustmuskel einsetzen lassen, und damit hoffte sie einen weiteren Schritt in Richtung auf ihr "wirkliches" Frauenleben gegangen zu sein. Soweit ihre Gedanken und Ideen, vielleicht waren sie naiv, aber sie kamen aus ihrem tiefsten Inneren. Sie wollte diese OP wirklich machen lassen.
Soviel für heute. Über das Beratungsgespräch beim Doktor und wie es weitergeht, erfahren wir demnächst mehr.
Liebe Grüße
Valerie
In Hermann Hesses Gedicht "Stufen" beschreibt der Dichter eine Situation, die wir alle kennen und die auch den Augenblick genau beschreibt, als Valerie damals die alte Firma verließ und einen neuen Abschnitt in ihrem beruflichen Leben begann.
"Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne..."
Ihr Auszug aus der alten Firma verlief undramatisch und war relativ kurz und schmerzlos. Es gab nur ein paar kleine, aber nicht unwichtige Formalitäten zu erledigen, zum Beispiel hatte sie oben in der Personalabteilung ein Papier zu unterschreiben mit dem sie sich verpflichtete, keinerlei innerbetrieblichen Interna nach außen zu tragen, und insbesondere gegenüber direkten Wettbewerbern sollte sie Stillschweigen bewahren. Nun war Valerie ja nicht besonders in Firmengeheimnisse eingewiht gewesen, trotzdem hatte sie in ihrem Arbeitsbereich der Marketingdirektion doch allerhand gehört, gesehen und in Erfahrung gebracht, worüber sie draußen nichts ausplaudern durfte. Valerie fühlte sich plötzlich wichtig.
Nachdem sie alle nötigen Formalitäten hinter sich hatte, sammelte sie ihre persönlichen Siebensachen aus ihrem Schreibtisch zusammen, verstaute die Sachen in einem kleinen Pappkarton, klemmte diesen unter den Arm, machte dann noch einen kleiner Rundgang durch diverse Nachbarbüros, um sich von einigen Kollegen zu verabschieden, und stand eine halbe Stunde später draußen vor dem Firmenhochhaus, auf dessen Dach sich der große Mercedesstern wie seit Jahrzehnten ungerührt und in gemächlichem Tempo im Kreise drehte. Niemand schaute nach ihr, niemand und nichts schien Anteil zu nehmen an ihrem Abschied.
Sie verscheuchte ein paar trübe Gedanken. Es war doch eine schöne, eine positive zeit gewesen beim XXXXler. Immerhin hatte sie dort in diesem Hochhaus und unter diesem Mercedesstern ein paar Jahre ihres beruflichen Lebens zugebracht, hatte viel gelernt von den Chefs und durfte mit vielen "supernetten" Kollegen zusammenarbeiten. Sie dachte an ihre Assistentenzeit bei Dr. Schmidt, dann auch an Erica, ihre Kollegin und Busenfreundin, zu der sie in den vergangenen Jahren einen enge Freundschaft entwickelt hatte. Sie würde mehr zu tun bekommen mit Erica in der Zukunft, denn deren Mann, Michael, war ja jetzt Valeries neuer Chef in dieser Immobilienfirma, wo sie neu antreten würde.
Sie dachte an Alice, ihre coole blonde Kollegin und Nachfolgerin. Charly ging ihr durch den Kopf, mit dem sie In Frankfurt getanzt hatte, und die anderen Kollegen im Arbeitskreis "Taxi-Verkaufsförderung" fielen ihr dann noch ein. Ein wenig wehmütig dachte sie auch an die früheren Abenteuer in Frankfurt bei der Automobilmesse, und natürlich auch an Karl-Heinz, der damals der erste Mann gewesen war in ihrem neuen Leben als Frau, das in Frankfurt eigentlich erst richtig begonnen hatte. Es war ihre eigene persönliche Entscheidung gewesen, diesen Weg zu gehen, reingegangen in die Firma war sie als Mann im grauen Businessanzug, und jetzt, fast fünf Jahre danach kam sie wieder aus dem Haupttor heraus in Nylons und im engen Rock. Ein wenig reicher an Erfahrungen, aber auch ein wenig ärmer an Illusionen.
Sie erreichte das Firmenparkhaus, stieg in ihren kleinen weißen Peugeot du fuhr langsam nachhause. Es war warm draußen und die Fenster ihres Wagens blieben deshalb offen, sie ließ ihr Haar im Fahrtwind wehen, das inzwischen eine ordentliche mittlere Länge erreicht hatte, sie trug seit einigen Monaten keine Perücke mehr, höchstens noch zu besonderen Anlässen. Sie würde sich eine neue Frisur machen lassen, soviel stand fest. Ihre Gedanken liefen im Kreis. Soviel musste geschehen, soviel musste geändert werden. Vielleicht eine neue Wohnung, vielleicht ein anderes Auto, mit dem sie auch lange Autobahnstrecken würde fahren können. Und dann war da natürlich Gunnar, dessen Abschlussprüfungen zum Lehramt bald anstanden. Was würde danach aus ihrer Beziehung werden? Wohin würde er versetzt werden als Lehrer?
Der gute Dr. Schmidt. Ihr wurde ganz warm ums Herz als sie an ihren alten Chef dachte. hatte der es doch tatsächlich durchgesetzt, dass ihr zusätzlich zum letzten Monatsgehalt noch einmal fünftausend Euro als Übergangsbeihilfe aufs Konto überwiesen wurden! Sie konnte es kaum glauben, als sie ihre Kontoauszüge durchging und die Summe sah. Sie musste nicht lange überlegen, was mit dem Geld anzustellen war. Schon lange dachte sie an eine Brustimplantation, und sie war fest entschlossen, diese Sache jetzt anzugehen und wollte das Geld dafür verwenden. Sie hatte zu dem Thema gegoogelt und in Böblingen, einer der kleinen Satellitenstädte, die das Stuttgarter Zentrum umstehen, hatte sie eine privat geführte Schönheitsklinik gefunden, die wohl solche Operationen durchführten und zwar zu einem Preis, der jetzt für sie bezahlbar schien, nach der großherzigen und unerwarteten Spende ihres alten Chefs.
Ja also, sie würde eigene Brüste haben! Und auf Einlagen und Silis würde sie dann ganz verzichten können! Valeries Stimmung wurde ganz euphorisch, als sie daran dachte. So vieles würde sich ändern in Zukunft. Ein neuer Beruf als Immobilienverkäuferin stand an, du dann würde sie vielleicht bald ein neues Leben beginnen mit einem Mann zusammen! Und dann noch einen richtigen eigenen Busen, das war doch wirklich eine tolle Sache. Seit sie mit Gunnar zusammen war, hatte sie die Silikoneinlage, die sie seit Jahren trug, immer häufiger auch mal als störend empfunden. Nicht im Büro, nein, am Schreibtisch und im Beruf waren Silis völlig unproblematisch, im Gegenteil fand sie es sogar attraktiv, zum Beispiel am Abend beim Ausgehen oder wenn Kino oder Theaterbesuch anstand, auch mal eine größere Größe zu tragen als im Alltag, so war ihr Dekolleté einfach zu variieren und sie konnte etwas vorzeigen, was sie in Wirklichkeit gar nicht hatte.
Nur, es gibt aber auch noch ein Freizeit-Leben, es gibt das Jogging, das Sportstudio, und da zeigten sich die Silis, auch die kleinen, manchmal doch etwas sehr störend. Immer, wenn ihr jemand Hilfestellung am Gerät gab, der Gedanke: Hat der/ die jetzt etwas gemerkt oder nicht?
Und dann natürlich das Thema eins: Sex mit Männern. Seit sie mit Gunnar zusammen war, hatte sie zwar nur noch mit diesen Mann Sex, und gar nicht so selten. Die beiden waren bald gut eingespielt, hatten ihre Routinen beim Sex entwickelt, und der Sex mit Gunnar tat ihr wirklich gut. Aber immer noch gab es da diesen kleinen störenden Gedanken, der da rumschwirrte, ein lästiger Zweifel, aber er war immer da. Wenn Gunnar bei ihr war und sie sich entkleidete und ihr dann die beiden Silikonkissen entgegenpurzelten beim Ablegen ihres BHs: Immer diese Frage: Hat er es gesehen? Was denkt er wirklich darüber? Tut er nur so, als ob es ihn nicht störte? Immer diese Selbstzweifel. Bin ich Frau genug für Gunnar? Diese Fragen waren eigentlich immer vorhanden.
Nun das würde sich jetzt bald ändern. Für Valerie war es überhaupt keine Frage: Sie würde sich dort in dieser Klinik zwei hübsche Silikonimplantate operativ unter der Haut, genauer unter dem Brustmuskel einsetzen lassen, und damit hoffte sie einen weiteren Schritt in Richtung auf ihr "wirkliches" Frauenleben gegangen zu sein. Soweit ihre Gedanken und Ideen, vielleicht waren sie naiv, aber sie kamen aus ihrem tiefsten Inneren. Sie wollte diese OP wirklich machen lassen.
Soviel für heute. Über das Beratungsgespräch beim Doktor und wie es weitergeht, erfahren wir demnächst mehr.
Liebe Grüße
Valerie
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Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt
Ich will euch das oben zum Teil zitierte Hermann Hesse-Gedicht nicht vorenthalten, wenigstens den ersten Vers:
Stufen
Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in andere, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne
der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
V.B.
Stufen
Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
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Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt
Liebe Leser,
Eine persönliche Anmerkung von mir: "Valeries Welt" hatte im ersten Teil wirklich sehr viele Leser, zählbar waren im Mittel täglich mehr als 200 Zugriffe, und das über den ganzen 6 Monats-Zeitraum (Kap. 1 bis 71). Jetzt, im zweiten Teil, scheint sich dieser erfreuliche Trend wieder fortzusetzen, denn wir sind wieder auf dem besten Weg, auf die alte Marke zuzusteuern.
Das ist einerseits zwar schön, aber langfristig ohne eure Unterstützung von mir allein nicht machbar. Mit Unterstützung meine ich eure Kommentare, eure Wünsche, eure Ideen, eure Anregungen, die brauche ich einfach als Rückkoppelung bzw. Feedback (für denglisch-sprachige Foristen). Es wäre übertrieben zu fordern, dass das eine interaktive Geschichte werden soll, (also ich schreibe natürlich nach wie vor alleine) aber ich wünsche mir, dass auch im jetzt entstehenden zweiten Teil sich einige (oder mehrere) Leser finden, die mir ab und zu ihre Meinung und ihre Wünsche sagen und diese auch in Kommentaren schreiben, vielleicht wird's dann doch noch eine interaktive Geschichte, mal sehen.
Morgen ist ja wieder Sonntag, dann gibt es erstmal wieder ein neues Kapitel aus meiner persönlichen Edelfeder
L.G. Valerie
Eine persönliche Anmerkung von mir: "Valeries Welt" hatte im ersten Teil wirklich sehr viele Leser, zählbar waren im Mittel täglich mehr als 200 Zugriffe, und das über den ganzen 6 Monats-Zeitraum (Kap. 1 bis 71). Jetzt, im zweiten Teil, scheint sich dieser erfreuliche Trend wieder fortzusetzen, denn wir sind wieder auf dem besten Weg, auf die alte Marke zuzusteuern.
Das ist einerseits zwar schön, aber langfristig ohne eure Unterstützung von mir allein nicht machbar. Mit Unterstützung meine ich eure Kommentare, eure Wünsche, eure Ideen, eure Anregungen, die brauche ich einfach als Rückkoppelung bzw. Feedback (für denglisch-sprachige Foristen). Es wäre übertrieben zu fordern, dass das eine interaktive Geschichte werden soll, (also ich schreibe natürlich nach wie vor alleine) aber ich wünsche mir, dass auch im jetzt entstehenden zweiten Teil sich einige (oder mehrere) Leser finden, die mir ab und zu ihre Meinung und ihre Wünsche sagen und diese auch in Kommentaren schreiben, vielleicht wird's dann doch noch eine interaktive Geschichte, mal sehen.
Morgen ist ja wieder Sonntag, dann gibt es erstmal wieder ein neues Kapitel aus meiner persönlichen Edelfeder
L.G. Valerie
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Maria T
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Re: Valeries Welt
Hallo Valerie,
Bis jetzt Granaten stark
kurze Zusammenfassung und neue Teile.
Bin selbst im Moment etwas zu sehr beschäftigt aber ich lesen noch sehr gerne mit. Freu mich auf das neue Kapitel.
LG Maria
Bis jetzt Granaten stark
Bin selbst im Moment etwas zu sehr beschäftigt aber ich lesen noch sehr gerne mit. Freu mich auf das neue Kapitel.
LG Maria
Einfach ist am schwersten.
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JanaH
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Re: Valeries Welt
Liebe Valerie,
nur ganz kurz, für mich ist alles im allergrünsten Bereich, mach bitte weiter so.
Letztlich lebt die Geschichte von Deinen Einfällen und Deinem Stil, insofern sehe ich keinen Grund,
warum Du nicht an Deine alten Erfolge anknüpfen solltest.
Ganz liebe Grüße aus Kiel
Jana
nur ganz kurz, für mich ist alles im allergrünsten Bereich, mach bitte weiter so.
Letztlich lebt die Geschichte von Deinen Einfällen und Deinem Stil, insofern sehe ich keinen Grund,
warum Du nicht an Deine alten Erfolge anknüpfen solltest.
Ganz liebe Grüße aus Kiel
Jana
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Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt
Liebe Jana,
sehr nett, wieder etwas von dir zu lesen, und ich bedanke mich auch sehr für die Blumen (s.o). Ich hoffe, es geht dir gut und schicke beste Grüße aus der Mittelmeerregion an den kühlen? Strand der Ostsee, hinauf in das schöne Kiel.
Valerie
sehr nett, wieder etwas von dir zu lesen, und ich bedanke mich auch sehr für die Blumen (s.o). Ich hoffe, es geht dir gut und schicke beste Grüße aus der Mittelmeerregion an den kühlen? Strand der Ostsee, hinauf in das schöne Kiel.
Valerie
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Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt
Teil 2 Kap. 4: Unnötige Gedanken
Bei den meisten Menschen ist es doch so, dass sie, nachdem sie eine wichtige Sache in den Blick genommen und das Für und Wider reiflich abgewogen ist und dann schließlich ein konkreter Plan reift, was, wie und wann zu tun ist, dass sie dann den Plan schließlich auch in die Tat umsetzen, d.h. sie machen es einfach, sie geben sich einfach einen Ruck und ziehen es durch.
Valerie war nicht wie die meisten Menschen, bei ihr war das anders, wie überhaupt Valerie ja in vielerlei Hinsicht anders gestrickt war als der sogenannte Durchschnittsmensch, der einem so auf der Straße begegnet. Sie war zwar oft spontan und schnell für neue Dinge begeistert, aber dann kamen oft kurz darauf wieder Zweifel und innere Widerstände hoch und die erste Begeisterung war oft genauso schnell wieder weg, wie sie gekommen war. Sich dann einen Ruck zu geben und eine Sache dann doch durchzuziehen, nein, das war nicht ihres. Dazu war sie innerlich viel zu zögernd, kompliziert, vorsichtig um nicht zu sagen ängstlich. Viel zu oft dachte sie dann an die möglichen Folgen dessen was sie vorhatte, und ihre Freunde sagen oft: Valerie steht sich manchmal selbst im Wege.
"Was für ein kleiner Schisser sie wieder ist, die Valerie". Man könnte das manchmal wirklich sagen, ungelogen.
Konkretes Beispiel: Die Sache mit den neuen Titten.
Sie hat sich diese Implantate ja nun wirklich lange genug gewünscht, und es ist jetzt hundert Prozent nachvollziehbar, dass sie so etwas diese Implantate will, man denke nur an ihr Zusammenleben mit Gunnar denkt und notabene auch an ihr gemeinsames Sexleben. Dank der Großzügigkeit ihres alten Chefs Dr. Schmidt hat sie nun plötzlich auch das nötige Geld, sie geht also ins Internet und sucht und findet im Stuttgarter Raum bestimmt ...zig und mehr Kliniken, die solche Schönheitsoperationen machen, darunter durchaus auch solche, die absolut seriös klingen und angeblich auch über "Fachärzte für Implantationschirurgie" verfügen. Was macht sie also in ihrer ersten Begeisterung? Richtig, sie schreibt ein eMail an die Klinik und was kommt zurück: Ein Fragebogen.
Den soll sie ausfüllen und an die Klinik zurückschicken, dann würde sie zu einem Patientengespräch eingeladen.
Hier gehen sie dann aber los, die Probleme, bzw. die Gedanken. Denn das was jetzt kommt, ist wieder typisch für Valerie. Anstatt sich zu freuen, dass sich ein gangbarer Weg vor ihr auftut und die Sache wie geplant anzupacken, zögert sie wieder. Stellt sich selbst unnötige Fragen, denkt an alle mögliche Schwierigkeiten. Wer keine Probleme mehr hat, erfindet sich welche, genauso ist sie, unsere kleine Valerie.
Was ist Sache? Sie soll ihren Namen dort reinschreiben in den Fragebogen. Vorname, Nachname.
Welchen Vornamen? Etwa den männlichen? Was werden die auf der anderen Seite dann eigentlich denken?
"Werden die mich dann anrufen und fragen, ob ich noch klar im Kopf sei, weil ich Brüste will??"
Sie kommt ins Grübeln, findet aber so schnell keine Antwort, schließlich gibt sie auf. Ja, sie wird den männlichen Vornamen reinschreiben, sie hat keinen anderen. Dann aber: Wie soll sie dort hingehen, falls sie überhaupt einen Termin beim Doktor kriegt? Etwa in ihren Frauenkleidern, die ihr inzwischen fast normal geworden sind? Oder vielleicht doch in Männerkleidung? Besitzt sie überhaupt noch anständige Männerhosen? Ein Hemd, Jacke?
Und schließlich das Schwierigste: Wie soll sie sich ausdrücken, wenn sie dem Arzt gegenübersitzt? Wie soll sie ihm sagen, was genau sie von ihm will?
"Ich bin ein Mann und will mich zur Frau um-operieren lassen, können Sie das machen?"
Klingt wirklich saumäßig doof. Nein, so wird es nicht gehen, so fliegt sie dort bestimmt gleich wieder raus aus der Sprechstunde. Zumal es auch nicht ihrer wirklichen Intention entspricht. Sie will doch nicht die geschlechtsangleichende OP, sie will nur einen teil davon, sie will halt nur Brüste, schöne weibliche Brüste, rund, hübsch und möglichst pflegeleicht, wenn es geht.
Doch kein Problem ist groß genug, dass es sich nicht irgendwann von alleine wieder auflöst. Sie füllt also den Bogen irgendwie aus, drückt sich so aus, dass sie nur eine kleine MzF-OP wünsche, aber ihr männliches Teil fürs erste noch behalten wolle, steckt das Papier in den vor-adressierten Umschlag, schickt ihn ab und hat schon eine Woche später einen offiziell aussehenden Brief von der Klinik in der Hand. Ein Herr Dr. Hornbacher hat unterschrieben, er bittet zu einem Beratungsgespräch, ein Facharzt für ästhetische Chirurgie, vulgo ein Schönheitschirurg.
Wieder eine Woche später passiert sie in einer Böblinger Privatklinik (Weißer Neubau, viel Glas, Chrom, große Eingangshalle mit teuren Sitzgruppen) zuerst den Vorzimmerdrachen, dann ist sie drin beim Doktor. Sie trägt ihre kleinen Silis, darüber ihr klassisches Business Outfit mit Hose, weißer Bluse und Blazer, an den Füßen halbhohe Stiefel. Ihr Stimmung ist gut, sie fühlt ich wieder ganz cool und erklärt dem Doktor unaufgeregt, was sie sich von ihm wünscht. Der ist überhaupt nicht überrascht, sondern reagiert ebenfalls total businessmäßig, hört ihr aufmerksam zu und wirkt dabei vertrauenserweckend, ein großer, grauhaariger Mittfünfziger, der seine Kundschaft kennt und Typen wie Valerie gewohnt ist.
Ja, er könne das alles machen, was sie sich so vorstellt. Er untersucht sie kurz und erklärt ihr dann die einzelnen Schritte der OP, die möglicherweise nur wenige Tage Klinikaufenthalt nach sich ziehen würde. Man entscheidet sich für Silikonkissen von je 450 g. Damit könne sie auch ausgeschnittene Kleider tragen. Valerie lächelt, das ist es genau, was sie will. Er fragt, ob sie mit einem Partner zusammenlebe, was sie bejaht, schließlich ist es doch genau das, was sie längerfristig vorhat. Er regt an, über eine spätere Hormontherapie nachzudenken, quasi zur Abrundung und Stabilisierung der jetzt getroffenen Maßnahmen. Der Gedanke gefällt ihr, sie wird darüber nachdenken. Zufrieden verlässt sie die Klinik, die Sache mit den Implantaten ist terminiert, sie hat wieder einen Schritt getan, weiter hinein ins weibliche Leben.
Soviel für heute, Fortsetzung in einer Woche. Leser-Kommentare werden aufmerksam zur Kenntnis genommen.
Liebe Grüße, Valerie
Bei den meisten Menschen ist es doch so, dass sie, nachdem sie eine wichtige Sache in den Blick genommen und das Für und Wider reiflich abgewogen ist und dann schließlich ein konkreter Plan reift, was, wie und wann zu tun ist, dass sie dann den Plan schließlich auch in die Tat umsetzen, d.h. sie machen es einfach, sie geben sich einfach einen Ruck und ziehen es durch.
Valerie war nicht wie die meisten Menschen, bei ihr war das anders, wie überhaupt Valerie ja in vielerlei Hinsicht anders gestrickt war als der sogenannte Durchschnittsmensch, der einem so auf der Straße begegnet. Sie war zwar oft spontan und schnell für neue Dinge begeistert, aber dann kamen oft kurz darauf wieder Zweifel und innere Widerstände hoch und die erste Begeisterung war oft genauso schnell wieder weg, wie sie gekommen war. Sich dann einen Ruck zu geben und eine Sache dann doch durchzuziehen, nein, das war nicht ihres. Dazu war sie innerlich viel zu zögernd, kompliziert, vorsichtig um nicht zu sagen ängstlich. Viel zu oft dachte sie dann an die möglichen Folgen dessen was sie vorhatte, und ihre Freunde sagen oft: Valerie steht sich manchmal selbst im Wege.
"Was für ein kleiner Schisser sie wieder ist, die Valerie". Man könnte das manchmal wirklich sagen, ungelogen.
Konkretes Beispiel: Die Sache mit den neuen Titten.
Sie hat sich diese Implantate ja nun wirklich lange genug gewünscht, und es ist jetzt hundert Prozent nachvollziehbar, dass sie so etwas diese Implantate will, man denke nur an ihr Zusammenleben mit Gunnar denkt und notabene auch an ihr gemeinsames Sexleben. Dank der Großzügigkeit ihres alten Chefs Dr. Schmidt hat sie nun plötzlich auch das nötige Geld, sie geht also ins Internet und sucht und findet im Stuttgarter Raum bestimmt ...zig und mehr Kliniken, die solche Schönheitsoperationen machen, darunter durchaus auch solche, die absolut seriös klingen und angeblich auch über "Fachärzte für Implantationschirurgie" verfügen. Was macht sie also in ihrer ersten Begeisterung? Richtig, sie schreibt ein eMail an die Klinik und was kommt zurück: Ein Fragebogen.
Den soll sie ausfüllen und an die Klinik zurückschicken, dann würde sie zu einem Patientengespräch eingeladen.
Hier gehen sie dann aber los, die Probleme, bzw. die Gedanken. Denn das was jetzt kommt, ist wieder typisch für Valerie. Anstatt sich zu freuen, dass sich ein gangbarer Weg vor ihr auftut und die Sache wie geplant anzupacken, zögert sie wieder. Stellt sich selbst unnötige Fragen, denkt an alle mögliche Schwierigkeiten. Wer keine Probleme mehr hat, erfindet sich welche, genauso ist sie, unsere kleine Valerie.
Was ist Sache? Sie soll ihren Namen dort reinschreiben in den Fragebogen. Vorname, Nachname.
Welchen Vornamen? Etwa den männlichen? Was werden die auf der anderen Seite dann eigentlich denken?
"Werden die mich dann anrufen und fragen, ob ich noch klar im Kopf sei, weil ich Brüste will??"
Sie kommt ins Grübeln, findet aber so schnell keine Antwort, schließlich gibt sie auf. Ja, sie wird den männlichen Vornamen reinschreiben, sie hat keinen anderen. Dann aber: Wie soll sie dort hingehen, falls sie überhaupt einen Termin beim Doktor kriegt? Etwa in ihren Frauenkleidern, die ihr inzwischen fast normal geworden sind? Oder vielleicht doch in Männerkleidung? Besitzt sie überhaupt noch anständige Männerhosen? Ein Hemd, Jacke?
Und schließlich das Schwierigste: Wie soll sie sich ausdrücken, wenn sie dem Arzt gegenübersitzt? Wie soll sie ihm sagen, was genau sie von ihm will?
"Ich bin ein Mann und will mich zur Frau um-operieren lassen, können Sie das machen?"
Klingt wirklich saumäßig doof. Nein, so wird es nicht gehen, so fliegt sie dort bestimmt gleich wieder raus aus der Sprechstunde. Zumal es auch nicht ihrer wirklichen Intention entspricht. Sie will doch nicht die geschlechtsangleichende OP, sie will nur einen teil davon, sie will halt nur Brüste, schöne weibliche Brüste, rund, hübsch und möglichst pflegeleicht, wenn es geht.
Doch kein Problem ist groß genug, dass es sich nicht irgendwann von alleine wieder auflöst. Sie füllt also den Bogen irgendwie aus, drückt sich so aus, dass sie nur eine kleine MzF-OP wünsche, aber ihr männliches Teil fürs erste noch behalten wolle, steckt das Papier in den vor-adressierten Umschlag, schickt ihn ab und hat schon eine Woche später einen offiziell aussehenden Brief von der Klinik in der Hand. Ein Herr Dr. Hornbacher hat unterschrieben, er bittet zu einem Beratungsgespräch, ein Facharzt für ästhetische Chirurgie, vulgo ein Schönheitschirurg.
Wieder eine Woche später passiert sie in einer Böblinger Privatklinik (Weißer Neubau, viel Glas, Chrom, große Eingangshalle mit teuren Sitzgruppen) zuerst den Vorzimmerdrachen, dann ist sie drin beim Doktor. Sie trägt ihre kleinen Silis, darüber ihr klassisches Business Outfit mit Hose, weißer Bluse und Blazer, an den Füßen halbhohe Stiefel. Ihr Stimmung ist gut, sie fühlt ich wieder ganz cool und erklärt dem Doktor unaufgeregt, was sie sich von ihm wünscht. Der ist überhaupt nicht überrascht, sondern reagiert ebenfalls total businessmäßig, hört ihr aufmerksam zu und wirkt dabei vertrauenserweckend, ein großer, grauhaariger Mittfünfziger, der seine Kundschaft kennt und Typen wie Valerie gewohnt ist.
Ja, er könne das alles machen, was sie sich so vorstellt. Er untersucht sie kurz und erklärt ihr dann die einzelnen Schritte der OP, die möglicherweise nur wenige Tage Klinikaufenthalt nach sich ziehen würde. Man entscheidet sich für Silikonkissen von je 450 g. Damit könne sie auch ausgeschnittene Kleider tragen. Valerie lächelt, das ist es genau, was sie will. Er fragt, ob sie mit einem Partner zusammenlebe, was sie bejaht, schließlich ist es doch genau das, was sie längerfristig vorhat. Er regt an, über eine spätere Hormontherapie nachzudenken, quasi zur Abrundung und Stabilisierung der jetzt getroffenen Maßnahmen. Der Gedanke gefällt ihr, sie wird darüber nachdenken. Zufrieden verlässt sie die Klinik, die Sache mit den Implantaten ist terminiert, sie hat wieder einen Schritt getan, weiter hinein ins weibliche Leben.
Soviel für heute, Fortsetzung in einer Woche. Leser-Kommentare werden aufmerksam zur Kenntnis genommen.
Liebe Grüße, Valerie
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Re: Valeries Welt
Kleiner Nachtrag zu Kap. 4.
Als sie draußen in den kleinen weißen Löwen steigt, greift sie noch zum Telefon, ehe sie den Motor des Peugeot startet. Was glaubt ihr, wem Valerie als erstem von ihrem OP Termin erzählen wird? Wen ruft sie an? NEIN, es ist nicht Gunnar, es ist Erica, ihre Busenfreundin. Diese ist erst mal baff, als sie die Neuigkeiten erfährt, dann aber ganz happy und regelrecht begeistert, kennt man sich doch schon mehrere Jahre vom Geschäft und auch privat, schließlich haben die beiden ja sogar so etwas wie eine kleine gemeinsame "Vergangenheit" (nachzulesen in den ersten Kapiteln des ersten Teils der Geschichte).
LG, Valerie (Fortsetzung ca. 23. Sept.)
Als sie draußen in den kleinen weißen Löwen steigt, greift sie noch zum Telefon, ehe sie den Motor des Peugeot startet. Was glaubt ihr, wem Valerie als erstem von ihrem OP Termin erzählen wird? Wen ruft sie an? NEIN, es ist nicht Gunnar, es ist Erica, ihre Busenfreundin. Diese ist erst mal baff, als sie die Neuigkeiten erfährt, dann aber ganz happy und regelrecht begeistert, kennt man sich doch schon mehrere Jahre vom Geschäft und auch privat, schließlich haben die beiden ja sogar so etwas wie eine kleine gemeinsame "Vergangenheit" (nachzulesen in den ersten Kapiteln des ersten Teils der Geschichte).
LG, Valerie (Fortsetzung ca. 23. Sept.)