
liebe Kerstin,
ja jaa, die Erinnerungen. Davon haben wir ja alle welche. Die einen mehr, die anderen weniger.
Denn schließlich sind wir ja auch alle verschieden lange auf dieser Welt. Und haben häufig unterschiedlich
früh, oder spät, unsere Weiblichkeit entdeckt. Und die Vorbilder, denen wir manchmal ein Leben lang
nachhängen, können je nach Anzahl der Kerzen auf der Torte, auch völlig unterschiedlich sein.
Ein Beispiel? Ich sah letztens, so ähnlich wie du, eine tolle Frau auf dem Bildschirm meines PC. Noch
in scharz-weiß

. Mit sparsamen Bewegungen vor dem Microfon stehend, ...... mit großzügiger Frisur,
Pettycoatkleid, Nylonstrümpfen und Stöckelschuhen. Caterina Valente, wohl zu Anfang der 60er Jahre.
Und da war es wieder dieses Gefühl, das ich bereits damals irgendwo tief in mir spürte. Einmal so
gekleidet sein, einmal so auszusehen. Einfach feminin, weiblich, und toll gekleidet zu sein.
Na jaaa, inzwischen mache ich das seit über 25 Jahren. Und ich tue es immer wieder sehr gerne und
mit großer seelischer Befriedigung.
Mit einem Pettycoat unterm Kleid, zwar nur noch zu besonderen Anlässen. Aber sehr oft Im Kleid, oder
Rock und Bluse, mit Stöckelschuhen, Nylonstrümpfen, Makeup und schicker Frisur.
Irgendwie ist es doch zumindest ein klein wenig war geworden, so als Frau unterwegs zu sein. Auch
wenn es, zumindest in meinem Fall, nicht Kim Wilde gewesen ist

.
Liebe Grüße, Juliane
Die mich kennen mögen mich. Die mich nicht mögen können mich. Frei nach Konrad Adenauer