Blutengel
Blutengel - # 22

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
Antworten
Bibi Melina
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1299
Registriert: Do 4. Okt 2018, 21:00
Geschlecht: Ts MzF
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Friedrichshafen
Hat sich bedankt: 11 Mal
Danksagung erhalten: 104 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Blutengel

Post 316 im Thema

Beitrag von Bibi Melina »

ohh je hoffentlich endet das hier nicht in einer diskussion
Glaube an Wunder, Liebe und Glück! Schaue nach vorn und niemals zurück! Tu was du willst, und steh dazu, denn dieses Leben lebst nur du
Anne-Mette
Administratorin
Beiträge: 27006
Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
Geschlecht: W
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Ringsberg
Forum-Galerie: gallery/album/1
Hat sich bedankt: 180 Mal
Danksagung erhalten: 1993 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Blutengel

Post 317 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Ich möchte darum bitten, die Diskussion um Intersexualität/Intergeschlechtlichkeit in der richtigen Rubrik zu führen.

Den Begriff "uns intersex Menschen" halte ich bei der Vielzahl der Varianten und
Lebensformen für unseriös.
Trotzdem ist jetzt Schluss hier mit der Nebendiskussion.
Bibi Melina
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1299
Registriert: Do 4. Okt 2018, 21:00
Geschlecht: Ts MzF
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Friedrichshafen
Hat sich bedankt: 11 Mal
Danksagung erhalten: 104 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Blutengel

Post 318 im Thema

Beitrag von Bibi Melina »

danke für die klaren worte anne-mette
Glaube an Wunder, Liebe und Glück! Schaue nach vorn und niemals zurück! Tu was du willst, und steh dazu, denn dieses Leben lebst nur du
Stephanie
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1460
Registriert: Mo 31. Mär 2014, 18:05
Geschlecht: m/w/d
Pronomen: Gute Frage...
Wohnort (Name): Meine
Forum-Galerie: gallery/album/93
Hat sich bedankt: 28 Mal
Danksagung erhalten: 85 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Blutengel

Post 319 im Thema

Beitrag von Stephanie »

Dietlind hat geschrieben: Sa 19. Nov 2022, 21:03
Linde
Hi Linde,

wie Anne-Mette es oben schon geschrieben hat, schreibe deine Gedanken bitte im entsprechenden Forum und nicht hier in meiner Geschichte. Oder schicke mir eine PN, wenn Dich etwas an meinen Darstellungen stört. Aber bitte nicht hier. Ich verarbeite hier grade Erlebtes mit Einer Portion Erdachtem. Ich verwische dabei gerne die Grenzen. Und ich schreibe auch im gewohnten Stil weiter, eben weil ich auch einiges an Zuspruch für diese Story bekomme.

Steffi
Wäre ich schlank, würde euch das nur unnötig geil machen...
Stephanie
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1460
Registriert: Mo 31. Mär 2014, 18:05
Geschlecht: m/w/d
Pronomen: Gute Frage...
Wohnort (Name): Meine
Forum-Galerie: gallery/album/93
Hat sich bedankt: 28 Mal
Danksagung erhalten: 85 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Blutengel

Post 320 im Thema

Beitrag von Stephanie »

Bei meinen Töchtern

Ich parke vorm Haus und rufe oben an bei den Mädels an, dass ich jetzt da bin. Kurz danach bin ich oben. Die Mädels erwarten mich in der Tür und grinsen mich an. "Das ist ja total cool, dass Du heute auf uns "aufpasst", sagt meine Kleine. "Das sieht aber nicht so aus, als seid ihr schon müde", flaxe ich zurück. "Wir haben schon einen Gute Nacht Tee für uns alle gekocht", sagt meine Große dann. Jetzt kommen erstmal die Katzen und beschnuppern mich. Auch als ich weitergehe, kommen sie hinterher. Sobald ich stehenbleibe geht das Schnuppern weiter. "Na, was steht so in der Katzenzeitung?" frage ich die Katzen. "Muss schon einiges Interessantes sein", sagt die Große. Irgendwann haben sie dann doch genug geschnuppert und lassen von mir ab. "Wir haben schon mal das Schlafsofa vorbereitet", sagt die Kleine. "Und was ist mit den Matratzen daneben?" frage ich. "Das sind unsere", antwortet meine Große grinsend, "wir passen auf dich auf." "I-hi!" sage ich. Jetzt trinken wir noch den Tee und reden ein bisschen. Mein Handy klingelt, die Gattin ruft an. "Ich habe auf dem Markt bei dem Bio-Bauern letzten Samstag eine Bestellung aufgegeben, könnt ihr das dann bitte abholen?" fragt sie. "Na klar", antworte ich. Dann verabschiedet sie sich auch schon wieder. Ich erkläre meinen beiden Mädels dann noch, was die ganzen Mädels bei Sandra im Pool gemacht haben. "Unglaublich", staunt die Kleine. "Sandra hat wohl einen "schlechten" Einfluss auf Mami", sagt die Große lachend. Dann legen wir uns hin und schlafen recht bald ein.

Ich stehe als erste auf. Kurz danach kommt meine Kleine. Nacheinander gehen wir ins Bad. "Ich wollte dann mal Brötchen holen", sage ich, "und die Sachen beim Bio-Bauern abholen." "Da komme ich aber mit", sagt meine Große, die grade aufgestanden ist. Die Kleine will dann auch mit. Nachdem alle fertig sind machen wir uns auf. Im Fahrstuhl sage ich: "Wenn wir gleich auf den Markt kommen und einige Leute komisch gucken, dann liegt das höchstwahrscheinlich an mir. Da sind bestimmt noch einige dabei, die mich so noch nicht kennen." "Hihi", lachen meine Mädels. Gleich vorne am Anfang steht eine der Kommunalparteien mit einem Stand und geht auf Wählerfang. Und die glotzen mich auch erstmal an. Natürlich kenne ich die Leute. "Nanu, sind schon wieder Wahlen? Wie sind denn die Umfragewerte?" frage ich feixend. Außer "Äh!" und "Öh!" bekommen sie grade nix raus. "Wie steht ihr denn zum Thema Diversität?" frage ich weiter. Da die Damen und Herren grade etwas perplex sind und irgendwie nicht antworten können, gehen wir erstmal weiter. "Fängt ja gut an", lacht meine Große. Dann gehen wir zu einem Verkaufswagen von einem Vollwert- Bio-Bäcker. Die Verkäuferin erkennt mich noch vom letzten Mal, als ich mit Susanne hier war. Etwas hinter uns tuscheln zwei Frauen. "Ist das etwa"¦", hört man die eine leise sagen. Meine Kleine dreht sich hin. "Die Zwillingsschwester von Papi ist das doch", sagt sie keck. "Genau!" bestätigt die Große. Ich schaue nicht hin, weil ich mir grade das Lachen verkneifen muss. Dann sind wir dran und geben unsere Bestellung auf. Ein kleiner Smalltalk mit der Verkäuferin ist auch drin. Danach gehen wir etwas zur Seite. "Das war ja cool gekontert eben", sage ich zu meinen Mädels. Die beiden grinsen.

Dann gehen wir zum Bio-Bauern. Nach kurzer Erklärung bekommen wir die vorbestellten Sachen. Dem Bauern muss ich dann aber auch noch mal genauer erklären, was mit mir so passiert ist, gespannt hört er zu. Die Leute ringsherum bemühen sich auch. "Ich find das ja spannend", sagt der Bauer, "und auch mutig, wie du damit umgehst." "Danke", sage ich nett. Mir fallen dann noch Erdbeeren auf, die richtig gut aussehen. Davon nehmen ich auch noch zwei Schalen. "Da mache ich einen Erdbeerkuchen draus", sage ich. "Da helfe ich aber auch mit", sagt die Große. "Da freut sich Mami bestimmt", sagt die Kleine. Langsam gehen wir zurück. "Der Tee-Mann ist ja auch da", sage ich, "da muss ich auch noch mal hin." Der kennt mich auch noch von früher und beobachtet mich lächelnd schon die ganze Zeit. "Wow, was für eine Veränderung!", lobt er mich, als wir am Stand stehen. Auch hier gibt es eine Erklärung von mir. Dann gebe ich meine Bestellung auf. "Drachenbrunnentee hätte ich gerne", sage ich. Den zeigt er mir auch gleich. Dran schnuppern darf ich auch. "Davon nehme ich dann auch ein halbes Kilo", sage ich. Einen Darjeeling nehme ich auch noch. Meine Töchter suchen sich jede einen Früchtetee aus. Während der Teeonkel den Tee abwiegt, fragt er meine Mädels: "Was sagt Ihr zu Steffi?" "Frau Papi!" antworte meine Kleine schlagfertig. "Cool, oder?" frage ich gleich danach. "Sehr gut", antwortet er lächelnd. Anschließend gehen wir nach Hause. "Jetzt aber Frühstück", sagt meine Kleine forsch. Ich koche einige Tees, die Mädels decken den Tisch. Dann frühstücken wir ausgiebig.

Nachdem wir unser Frühstücksgeschirr in den Geschirrspüler geräumt haben, frage ich die Mädels: "Der ganz Kram fürs Backen steht noch an derselben Stelle?" "Ja", sagt meine Große und holt einige Utensilien heraus. "Ich wollte eigentlich einen klassische Obstboden machen", sage ich. "Klingt gut", sagt meine Große. Dann bereiten wir den Teig für den Boden vor. Die kleine putzt die Erdbeeren. Während der Boden backt, rühren wir den Pudding. Der Boden ist dann fertig und kühlt ein wenig aus. In der Zwischenzeit gibt es noch mal einen Tee. Dann kommt der Pudding auf den Boden und die Mädels belegen ihn mit den Erdbeeren. "Ordentlich was drauf da", sagt die Kleine grinsend, "nicht so sparsam wie beim Bäcker." Ich mache schon den Guss fertig, den wir anschließend drüber gießen. "So, nochmal kühlstellen", sagt die Große. Das Telefon klingelt. Die Kleine geht ran. "Na, Mami, auch schon wach?" fragt sie flapsig. Nach dem Telefonat sagt sie: "Mami und Sandra fahren jetzt los hierher." "Na, dann kann ich schon mal Kaffee kochen", sage ich. "Und ich schlage Sahne", sagt die Kleine. Kurz danach kommen auch die beiden Damen an. "Huhu Mami, huhu Sandra", begrüßen sie die beiden Mädels. Ich stehe ein bisschen weiter hinten und warte lächelnd. Dann gehen wir alle Richtung Küche. "Wir haben einen schönen Erdbeerkuchen gemacht", sagt die Kleine stolz. "Toll, ihr drei?" fragt die Gattin. "Ja-ah", antwortet meine Kleine frech. "Komisch, bei mir klappt das immer nicht mit euch", frotzelt meine Gattin.

"Mmh! Schmeckt das lecker", lobt meine Gattin. Die ist wie ausgewechselt. Die ganzen letzten Monate habe ich ja echt eine ganz andere kennengelernt. Aber auch Sandra scheint es zu schmecken. Recht schnell haben wir es auch geschafft, den Kuchen aufzuessen. "So frisch ist das auch kein Wunder", sagt Sandra. Wir bleiben noch sitzen. Eine Töchter fragen meine Gattin und Sandra aus, was sie denn gestern so gemacht haben und staunen dann nicht schlecht. Meine Große fasst sich dann. "Da konntest Du ja mal richtig ein kleines Mädchen sein, was?" fragt sie keck. Meine Gattin lächelt , sagt aber nichts dazu. "Wollen wir noch einen Spaziergang machen?" fragt meine Gattin dann in die Runde. Ich schaue sie erstaunt an. Sandra kriegt das erst nicht mit. "Klar gerne, mal schauen, wo Stefanie so ihr Unwesen getrieben hat", antwortet Sandra lächelnd. Dann sieht sie meinen zweifelnden Gesichtsausdruck. "Was ist denn?" fragt Sandra keck. "Na ja ganz ehrlich; ich bin ja schon ein paarmal hier unterwegs gewesen, aber meinste nicht das du dann hinterher doofe Fragen kriegst?" frage ich die Gattin, "das gibt doch dann richtig Getratsche." "Na und!?" kontert sie frech. "Na dann"¦", sage ich.
Wäre ich schlank, würde euch das nur unnötig geil machen...
Stephanie
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1460
Registriert: Mo 31. Mär 2014, 18:05
Geschlecht: m/w/d
Pronomen: Gute Frage...
Wohnort (Name): Meine
Forum-Galerie: gallery/album/93
Hat sich bedankt: 28 Mal
Danksagung erhalten: 85 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Blutengel

Post 321 im Thema

Beitrag von Stephanie »

Im Kleingärtnerverein

Wir verlassen die Wohnung. "Wo gehen wir lang?" fragt die Kleine. "In den Garten!" antwortet die Große. "Gerne, das interessiert mich auch", sagt Sandra. "Na das wird ja ein Spaß", sage ich flaxend. "Wieso?" fragt Sandra erwartungsvoll. "Mein Zwillingsbruder war da im Verein der Vereinsvorsitzende", antworte ich grinsend, "und als da das Getratsche wegen mir losging, habe ich den Posten abgegeben. Fanden die Obertratscher dann doch nicht so gut." "Man muss halt Prioritäten setzen", sagt die Große grinsend. Sandra schaut die Große erstaunt an. "Diese flapsigen Sprüche hat sie von "Frau Papi"", sagt meine Gattin zu Sandra. Die Große und ich grinsen. Wir gehen eine größere Schleife und nicht den direkten Weg zum Verein. Auf dem Fußweg der anderen Straßenseite geht ein Ehepaar und schaut dauernd zu uns rüber. Zwischendrin tuscheln sie sich was zu. "Das sind doch die Schiebeschewskis", sage ich leise, "ehemalige Nachbarn." Meine Gattin grinst und nickt. "Die sind mit die großen Tratscher, wahrscheinlich bricht denen grade die Welt zusammen", sagt die Gattin. "Tse, Du bist auf einmal so locker", sage ich erstaunt. "Liegt an Sandra", sagt die Gattin grinsend. Die ehemaligen Nachbarn gehen immer noch auf unserer Höhe auf der anderen Straßenseite, glotzen aber nicht mehr ganz so oft, weil ich jetzt dauernd zurückglotze. Nach ein paar Minuten reicht es mir dennoch und ich gehe rüber. "Hey damit ihr nicht weiter im Dunklen stochert, ich bin die Zwillingsschwester von Stefan Boe", sage ich. Aus den Augenwinkeln sehe ich meine Mädels, wie sie sich das Lachen verkneifen. Dann schaue ich wieder zu den ehemaligen Nachbarn. "Wenn ihr irgendwelche Fragen wegen mir habt, dann fragt mich erstmal, bevor hier durch Getratsche Halbwahrheiten in den Umlauf gebracht werden", sage ich mit einem frechen Grinsen. Die sind jetzt so perplex, dass sie gar nichts mehr sagen. Also gehe ich zurück zu meinen Mädels. Die sind noch erheitert. "Ich schaue mir grade dein Selbstvertrauen ab", sagt meine Gattin, "deswegen bin ich mit dieser Geschichte mit dir etwas lockerer." "Okee!", sage ich staunend. "Den Tipp habe ich von Sandra", sagt sie dann noch. "Schön, dass ihr euch so gut versteht", lobe ich beide.

Dann kommen wir am Verein an. Auf dem Parkplatz davor stehen jede Menge Autos der Mitglieder. "Ist schönes Wetter, da sind alle da", sage ich. "Jetzt müsstest Du eigentlich das Tor aufreißen, reinlaufen und "Ich bin wieder da" brüllen", sagt meine Große lachend. "Tse!" sage ich nur. "Ich glaube das ist besser, wenn sie es selbst realisieren", sagt die Gattin. Tatsächlich, wir sind grade ein paar Meter reingegangen, da bemerkt uns der erste. Er nimmt sein Handy und ruft irgendwen an. Meine Kinder kommen lachend hinterher. "Der hat grade wen angerufen und gesagt "Du glaubst gar nicht, wer grade reingekommen ist"", sagt meine Große lachend. "Und dann hat er uns erst gesehen", sagt die Kleine, "war ihm dann wohl peinlich, dass wir das mitgekriegt haben." "Sich gegenseitig alarmieren konnten sie schon immer gut", sage ich grinsend. Sandra lächelt die ganze Zeit. "Ganz nach deinem Geschmack, was?" frage ich sie. "Hihi", sagt sie nur. Natürlich wird sie auch die ganze Zeit angeschaut. Das muss aber auch hart sein. Meine Gattin ist auch eine ansprechende, hübsche Frau, dann Sandra daneben, das lässt bei den Kerlen wohl die Hormone im Blut Blasen schlagen. Wir kommen dann an unserem Garten an. "Das sieht ja toll aus schon von draußen" staunt Sandra, "man kann auch gar nicht so weit reinschauen." "Das ist uns auch ganz wichtig, dass man nicht gleich gesehen wird", sagt meine Gattin, "das man dann auch in Ruhe mal arbeiten kann." "Kleingärtner sind mitunter ziemlich mitteilsam", sage ich flaxend. Zur Bestätigung rollt meine Gattin mit den Augen. Meine Kinder laufen erstmal zum Trampolin, während meine Gattin Sandra durch den Garten führt. Ich stelle mich halb getarnt hinter einen Busch und beobachte das Treiben auf dem Weg draußen. Teilweise verstohlen, teilweise überneugierig sind die Leute am Glotzen. Ich muss grinsen. Sandra und meine Gattin sind auch amüsiert. Ich gehe zu den Beiden. "Magst Du vielleicht einen Kaffee kochen? Ist alles hier", fragt meine Gattin. "Na klar", antworte ich und gehe in die Laube. Ich setze den Kaffee auf und stelle Geschirr auf den Tisch vor der Laube. Meine Gattin und Sandra kommen dazu. "Das ist ja schön hier, so schön verwunschen", sagt Sandra begeistert, "nicht so der übliche piefige Kleingarten". "Hat auch ein wenig gedauert, bis wir das so weit hatten", antworte ich. Meine Gattin nickt dazu. Sie geht in die Laube und holt aus einem Schrank ein paar Kekse. "Mh, Kekse zum Kaffee", sage ich. Die Kinder kommen zu uns. Sie nehmen sich gleich ein paar Kekse. "Hier ist vielleicht was los, wegen dir", sagt die Große grinsend. "Unglaublich!" antworte ich.

Während wir unsere Kaffees schlürfen, fragt mich meine Gattin: "Kannst Du vielleicht mal zwischendrin helfen, beim Obstbaum- und Heckeschneiden?" Bevor ich antworten kann, sagt Sandra: "Ich helfe auch gerne mit." "Ja, können wir gerne machen", sage ich, "aber kann das der, äh, Robert (ihr Lover) nicht." "Nee, der hat damit gar nichts am Hut", sagt die Kleine. "Der pflanzt das grüne nach unten", feixt meine Große. Meine Gattin sagt gar nichts dazu. Die Kiddies toben wieder zu Trampolin. Wir trinken noch in Ruhe unsere Kaffees aus. Die Kleine kommt wieder angesaust. "Sandra?" Kommst Du mit ins Trampolin?" fragt sie. "Gerne. Ich komme gleich", antwortet Sandra. Nach ein paar Minuten geht Sandra hin. Meine Gattin und ich folgen dann. Sandra ist schon auf dem Trampolin. Sie springt ein paarmal auf und ab, dann nimmt sie ordentlich Schwung und macht einen Salto vorwärts und landet wieder auf den Beinen. "Cool!" sage ich. Meine Töchter sind sichtlich beeindruckt. "Boah!" super toll", sagt die Kleine und versucht es auch. Sie landet allerdings immer auf dem Hintern. Sandra macht noch ein paar Saltos. "Man gut, dass ich heute eine Hose anhabe", sagt sie grinsend. Dann gibt sie den Mädels Tipps und gibt Hilfestellung. Nach einiger Zeit haben sie es raus. "Frau Papi kann das aber auch", sagt meine Kleine. "Aber nicht im Kleid", sage ich grinsend, weil ich eben ein Kleid trage. "Sieht doch keiner", sagt die Große. "Haha", sage ich der ganze Weg steht voller Neugieriger", übertreibe ich. Stimmt zwar nicht ganz, aber die paar die da wirklich stehen, gehen jetzt ertappt weg. "I-hi", sage ich. "Na los Stefanie, das möchte ich jetzt aber auch mal sehen", sagt Sandra. "Also gut", sage ich und gehe zum Trampolin. Ich streife meine Ballerinas ab und klettere aufs Trampolin. Zwei-, dreimal Schwung geholt und hopp! Einen Salto gedreht. Und noch einen. Und noch einen. Sandra strahlt. "Super", sagt sie, "und ein züchtiges Höschen trägst Du drunter." "Das sieht schon gut aus, Frau Papi im Kleid auf dem Trampolin", sagt meine Große.

Sandra und ich gehen wieder runter vom Trampolin. Die Kids springen noch ein bisschen. Wir schauen zu. Auf dem Nachbar Grundstück ist jemand. "Ist das wieder verpachtet?" frage ich die Gattin. "Nein, noch nicht", antwortet die Gattin. Kurz danach fragt jemand von dem Grundstück: "Stefan, bist du da?" Natürlich antworte ich nicht. Die Stimme gehört zu meinem damaligen Vertreter, der jetzt meinen Posten übernommen hat. Fast auf der ganzen Länge des Grundstücks haben wir eine hohe, sehr dichte Hainbuchenhecke stehen, durch die man kaum durchgucken kann. "Stefan?" fragt der nach einiger Zeit wieder. "Der ist nicht da", antwortet meine Große nach einiger Zeit, "aber die Zwillingsschwester ist hier." "Äh!?" sagt der irritiert. Ich gehe nach hinten aufs Grundstück, da ist keine Hecke. "Wolfram", rufe ich ihn, "ich bin hier hinten." Der kommt dann auch heran und ich meine er erschrickt sich leicht als er mich sieht. "He was ist denn los? Ich bin doch kein Monster", sage ich. Wolfram ist irritiert. "Äh ja", sagt er, langsam fasst er sich, "würdest Du eventuell zurückkommen in den Verein?" Ich schüttele den Kopf. "Nee, das was einige hier wegen mir abgezogen haben, das war nicht OK", sage ich, "und wenn ich sie da auf dem Weg sehe, dann sind die noch nicht so weit, als dass sie mit mir so klar kommen." "Wie? Bleibst Du jetzt immer so?" fragt Wolfram. "Ja", antworte ich etwas irritiert, "hat sich das noch nicht rumgesprochen, was mit mir passiert?" "Äh, nein?!" antwortet Wolfram. "Tse, tratschen können sie alle, aber die Wahrheit will keiner wissen", sage ich frech, "ich wohne jetzt in Braunschweig und habe mittlerweile andere Aktivitäten. Hier wieder mitmachen und womöglich noch Vorstandsarbeit machen, dazu habe ich keine Zeit und auch kein Interesse dran." Wolfram nickt und geht bedröppelt weg. Auf dem Weg wird er von einem Mitglied gefragt, dass ich es hören kann: "Und was hat er gesagt?" Bevor Wolfram antworten kann rufe ich frech: "SIE hat gesagt, dass SIE keinen Bock mehr hat auf EUCH!" Schnell gehen sie weg. Meine Mädels dagegen sind erheitert. "Geil, Frau Papi", sagt die Kleine. "Was denn", sage ich gespielt treudoof, "die waren nicht nett zu mir." "Das stimmt schon", sagt meine Gattin.

Während die Mädels noch weiter auf dem Trampolin, gehen wir drei zum Tisch zurück und trinken noch mal einen Kaffee. Meine Gattin will noch was loswerden. "Hm", druckst sie herum, "wie ist da eigentlich mit deinem Auto? Du hast ja gesagt ich dürfte dann eigentlich nicht mehr mit fahren, wegen getrennter Wohnungen." "Das von Robert kannst Du nicht nehmen?" frage ich. "Das ist immer so ein Angehen, der braucht es eben geschäftlich, außerdem stellt er sich immer so an", sagt meine Gattin, "und Juliane sagte gestern, dass das wohl nicht mehr gilt, mit den Wohnungssitz." "Aha",. Sage ich erstaunt. "Juliane muss es wissen, sie arbeitet im Leasing", sagt Sandra dann. "Okee", sage ich. "Eigentlich brauchst Du es ja kaum noch und abends kannst Du ja auch meins nehmen", sagt Sandra, "wenn wir nicht ohnehin zusammenfahren." "Soso, haben die Damen gestern noch was ausgeheckt, was?" frage ich frech. Meine Gattin errötet leicht. "Ertappt!" sage ich noch. "Grr", sagt die Gattin lächelnd. "Also meinetwegen, im Urlaub kein Problem, da sind wir ja anderwärtig unterwegs", sage ich lächelnd, "und bis dahin schauen wir mal. Zur Spedition muss ich ja recht oft noch, aber da kann ich auch hin radeln." "Und nach dem Urlaub?" fragt meine Gattin. "Hm, muss ich wohl mal die Katze aus dem Sack lassen", sage ich grinsend und spanne sie auf die Folter. "Stefanie", rüffelt mich Sandra. "Das konnte ihr Zwillingsbruder schon immer", sagt die Gattin lachend. Sandra nickt zustimmend. "Und jetzt immer noch", sagt sie dann.

"Also,", nehme ich den Faden wieder auf, "ich habe das Angebot bekommen, dass ich in so einen Plus-Tarif wechseln kann." Meine Gattin schaut erstaunt. "Und in der Stufe steht mir ein vergünstigtes Leasing Fahrzeug zu", sage ich weiter. Meine Gattin kommt aus dem Staunen gar nicht mehr hinaus. Ein langgezogenes "Okeeeh!" bekommt sie dann doch noch heraus. "Dann müssten wir uns halt nochmal zusammen setzen, wie das dann mit der Wohnung wird", sage ich. "Hm, na ja", sagt die Gattin, "da muss ich wohl auch eine Katze aus dem Sack lassen." Jetzt schaue ich sie erstaunt an. "Ich hatte mich gestern lange mit Juliane unterhalten", sagt die Gattin, "in ihrem Bereich suchen sie noch Sachbearbeiterinnen. Na ja, da wollte ich mich nächste Woche mal vorstellen." "Na sowas", staune ich, "na dann drücke ich mal die Daumen." "Danke", sagt sie. Nach einer Weile in der wir uns noch unterhalten haben, wollen wir dann auch langsam wieder los. Die Mädels kommen vom Trampolin. "Puh, jetzt bin ich aber kaputt", sagt die Kleine leicht aus der Puste. "Wollen wir uns irgendwo noch was zu futtern holen?" fragt die Gattin. "Pizza!" rufen die Mädels gleichzeitig. "Warum nicht?" antworte ich. "Es gibt hier einen neuen Laden, da machen sie Pizza im Steinofen", sagt die Große. "Dann lass uns das mal probieren", sagt Sandra. Wir räumen dann noch alles in die Laube. Die Gattin schließt ab und wir machen uns auf den Weg zurück. "Das ist wirklich schön bei euch im Garten", lobt Sandra. "Danke", sagt meine Gattin. "Ein wenig mehr Sichtschutz wär bei mir im Garten auch nicht schlecht", sagt Sandra, "wenn auf dem Fluss viel los ist, dann glotzen mir da zu viele rein." "Da könnten wir bestimmt helfen, oder Stefanie?" sagt meine Gattin. Ich schaue sie verwundert an, so eine Ansprache hätte ich jetzt nicht erwartet. Sandra lacht sich jedenfalls schlapp. "Tse!" sage ich und schüttele übertrieben den Kopf.

Beim Pizzaladen ist einiges los. Meine Töchter geben die Pizzabestellung auf. Da es etwas dauert, holt Sandra ein paar Kaffeespezialitäten. Wir stehen dann draußen und warten auf die Pizza. Natürlich sind einige am Schauen. Eine Gruppe Männer geht an uns vorbei. Sie verdrehen sich die Köpfe. Dann hört man einen mit Begeisterung in der Stimme sagen: "Holla, das sind aber drei Schnitten, was?" "Danke", sagt meine Gattin leise in ihre Tasse. Ich schaue sie erstaunt an. "Sowas hat dich doch früher immer aufgebracht", sage ich mutig. "Na ja", sagt sie locker und grinst dabei, "wenn man mich mit euch auf eine Stufe stellt ist das schon was." Die Aussage erstaunt mich ein weiteres Mal, außerdem werde ich knallrot, was Sandra mit "Niedlich, sie glüht wieder" kommentiert. Meine Gattin lacht ebenfalls. "Ach Menno, ihr beiden wieder", sage ich, "da haben sich aber zwei gefunden, was?" "Hihi", sagen die beiden. Jetzt kommen die beiden Mädels mit den Pizzen. "Wir können los", sagt die Kleine. "He, ich wollte doch bezahlen", sagt Sandra. "Tja, da hat P. dich schon wieder ausgebootet", sage ich zu Sandra und stupse sie an. "Stefanie!", rüffelt Sandra. Meine Gattin lacht. Wir gehen zur Wohnung zurück und verspeisen unsere Pizzen. "Sehr lecker", sagt Sandra. Danach gibt es noch einen Espresso aus meiner alten Maschine, die ich hier gelassen habe. Da ich ja von Hans ein Vollautomaten bekommen habe, erhebe ich auf die Maschine keinen Anspruch mehr. So langsam ist es Abend geworden und Sandra und ich wollen dann nach Hause. Zur Verabschiedung kommen die drei noch mit runter. Ich mache noch eben meinen Autoschlüssel vom Schlüsselbund ab und gebe ihn der Gattin. "Müssen wir mal schauen, wie wir das Auto dann hierherkriegen", sage ich dann noch. Wir fahren dann los. Die drei winken uns hinterher. Wir winken zurück, bis wir um die nächste Kurve gefahren sind.
Wäre ich schlank, würde euch das nur unnötig geil machen...
Carolin
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 167
Registriert: Mi 2. Feb 2022, 16:46
Geschlecht: männlich
Pronomen: mal m, gerne Frau
Wohnort (Name): Heilbronn
Hat sich bedankt: 521 Mal
Danksagung erhalten: 27 Mal
Kontaktdaten:

Re: Blutengel

Post 322 im Thema

Beitrag von Carolin »

Hallo Stephanie,

vielen Dank für Fortsetzung, ich habe schon sehnsüchtig darauf gewartet.💐

Bitte lass uns nicht mehr so lange auf die Fortsetzung warten.
Habe noch eine schöne Adventszeit 💋

Moni
I did it my way
SteffiCD
schau
Beiträge: 64
Registriert: Do 16. Feb 2012, 10:27
Geschlecht: Mensch
Pronomen:
Hat sich bedankt: 13 Mal
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Blutengel

Post 323 im Thema

Beitrag von SteffiCD »

Hi Stefanie

sehnsüchtig erwartet und dann verschlungen!

Danke

LG Bea
Zwischen zwei Seiten gibt es immer eine Mitte !!!
Susi T
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1221
Registriert: Mi 4. Mai 2022, 23:44
Geschlecht: Frau mit Varianzen
Pronomen: Sie
Wohnort (Name): Pfalz
Hat sich bedankt: 854 Mal
Danksagung erhalten: 1042 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Blutengel

Post 324 im Thema

Beitrag von Susi T »

(nico) Uii, Danke für das Vorweihnachtsgeschenk (he)
Hab mir ja fest vorgenommen die Geschichte dieses Jahr nicht zum dritten Mal zu lesen, aber es fällt mir immernoch sehr schwer :mrgreen:
Schrebergartenidylle, immer wieder neue Ideen, nice. Mach weiter so, freu mich schon auf die Fortsetzung (ki)
Liebe Grüße Tira (flo)
Das beste Make-up einer Frau ist Glücklich sein
Stephanie
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1460
Registriert: Mo 31. Mär 2014, 18:05
Geschlecht: m/w/d
Pronomen: Gute Frage...
Wohnort (Name): Meine
Forum-Galerie: gallery/album/93
Hat sich bedankt: 28 Mal
Danksagung erhalten: 85 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Blutengel

Post 325 im Thema

Beitrag von Stephanie »

Ruhiges Restwochenende

"Sage mal, was ist denn gestern bei Dir passiert?" frage ich Sandra, "hast Du meiner Noch Gattin das Hirn gewaschen?" Sandra grinst erstmal. Dann sagt sie: "Nee, ich bin unschuldig. Aber sie hat sich beim Nähen lange mit Juliane unterhalten. Da hat sie so ihr Leid geklagt. Aber nicht wegen Dir. Irgendwie läuft es mit ihrem Lover nicht mehr so." "Aha", sage ich erstaunt, "sie hat zuerst nur bei Robert geholfen, die Buchführung zu machen. Dadurch, dass sie mit meiner Veränderung nicht klarkam, wurde da wohl mehr was draus." "Genau", sagt Sandra, "jetzt möchte er, dass sie da einzieht." "OK, will sie stärker an sich binden, damit er das Gehalt sparen kann", sage ich. "Eben, nur deine Töchter wollen nicht mit", sagt Sandra. "Verständlich", sage ich grinsend. "Deshalb war das Angebot von Juliane auch ganz willkommen bei P.", sagt Sandra. Ich nicke. Sandra grinst wieder geheimnisvoll. "Was denn jetzt noch?" frage ich provokativ. "Ich glaube, Juliane hat sich in deine Gattin verliebt", sagt Sandra, "bei Juliane sieht man das sofort." Ich schaue Sandra erstaunt an. "Das ist was, was ich mir bei meiner Gattin gar nicht vorstellen kann", sage ich. "Ich glaube auch nicht, dass sie das auch mitbekommen hat", sagt Sandra, "Juliane ist dabei sehr zurückhalten und dezent." "Aber gespannt bleibe ich trotzdem", sage ich grinsend. Eine Zeitlang sagen wir nichts.

"Was mich erstaunt hat, sie hat mich mehrmals mit "Stefanie" angeredet", sage ich dann. Sandra lächelt. "Da habe ich was mit zu tun", sagt sie, "ich habe ihr das noch mal ganz genau erklärt was grade mit dir passiert." "Aha", sage ich erstaunt, "ist noch gar nicht so lange her, da kamen da ganz andere Aussagen von ihr." "Bei der Teichreparatur hat sie dich das erste Mal überhaupt so richtig gesehen", sagt Sandra, "und war etwas überrascht." "Aha inwiefern?" frage ich, "hat sie eher mit einer aufgedonnerten Drag Queen á la Olivia Jones gerechnet?" "So ungefähr", sagt Sandra lächelnd, "außerdem haben deine Töchter danach begeistert von Dir geredet. Das hat sie wohl zumindest ein wenig umgestimmt." "Soso", sage ich, immer noch erstaunt. Sandra schaut wieder lächelnd zu mir rüber. "Sie findet dich eigentlich ganz ansprechend, vom Stil her", sagt Sandra, "und du wirkst auch realistisch auf sie." "Ich verstelle mich doch gar nicht", sage ich. "Eben drum", sagt Sandra, "das überzeugt, und nicht nur deine Gattin." "Na dann"¦", sage ich, "aber das passt zu ihr, erstmal jemanden anders alles erzählen." "Die ist schon ganz in Ordnung", sagt Sandra dann. "Schön, dass ihr euch so gut versteht", sage ich dann, "na ja ihr habt viele gleiche Interessen." "Genau", sagt Sandra.

Wir kommen bei ihr zu Hause an. "Möchtest Du heute noch irgendwas machen", fragt mich Sandra. "Ja, faul rumliegen", antworte ich, "am liebsten auf einer Lufti und auf dem Wasser." "Da lässt sich was machen", sagt Sandra grinsend. "Wenn Du schon so grinst", sage ich lachend. "Pass auf, ich bereite mal was vor und Du kochst solange einen Tee", sagt Sandra. "OK", sage ich und gehe in die Küche, um den Tee zu machen. Sandra kommt noch kurz wieder rein und gibt mir etwas, was in einer Tüte verpackt ist. "Probier mal, ob`s passt", sagt sie knapp. Während das Wasser heiß wird packe ich es aus. In der Hand halte ich eine Badeanzug eines bekannten Sportartikel-Herstellers. "Cool, Schwarz mit Pink", sage ich leise. Ich mache erstmal den Tee fertig. Dann probiere ich den Badeanzug an. Der passt auch ganz gut, obwohl der Hersteller selten was passables in meiner Größe hat. Vom Pool her hört man die E-Pumpe laufen. Ich hole derweil Tassen heraus. Sandras Keksvorräte kenn ich mittlerweile auch, ein paar verschiedene Sorten lege ich auf einen Teller. Alles zusammen kommt auf ein Tablett. In dem Moment kommt Sandra herein. "Oh, der Badeanzug passt ja", freut sich Sandra. Dann sehe ich, dass sie den Gleichen trägt. "Hey, das ist ja toll", freue ich mich. "Partnerlook", sagt Sandra lächelnd. "Ja total toll ausgesucht", lobe ich sie, "so ein wollte ich auch schon lange haben. Ich habe ihn nie in meine Größe gefunden." "Nicht verzagen, Sandra fragen", sagt sie mit ihrem bezaubernden Lächeln. Dafür drücke ich sie und gebe ihr einen dicken Kuss. "Süße Stefanie", sagt Sandra.

Ich nehme das Tablett mit Tee und Keksen und folge Sandra. Zu meiner Verwunderung geht sie am Poolhaus vorbei, runter zum Fluss. Auf dem Steg am Fluss liegen zwei Einhorn-Badeinseln. Mir huscht ein Lächeln auf das Gesicht. "Ganz starke Nummer, Sandra", sage ich. Sandra lächelt und legt die Beiden auf das Wasser. Mit Seilen bindet sie sie am Steg fest und zwar so, das sich die beiden Hornis anschauen. Ich stelle das Tablett auf dem Steg ab. Dann gehe ich zu den beiden Luftis. Eins schieb ich mit dem Kopf ans andere heran und mache Kussgeräusche. Sandra lacht sich kringelig. "Du wirst auch nicht erwachsen, was?" fragt sie. Ich grinse und zwinkere nur. Auf dem Fluss ist einiges los. Natürlich bleiben ein paar Leute stehen und beobachten uns. Sandra klettert unbeeindruckt davon auf eins der Luftis und lehnt sich am Schweif vom Einhorn ab. Ich klettere auf das andere und bleibe erstmal seitlich drauf sitzen. Die beiden Einhornis schauen sich immer noch an. Ich wiederhole das Knutschen der beiden. "Mh, mh, schön (knutschgeräusch)", sage ich, "mh (Schmatzer)." "Stefanie, jetzt hör auf", lacht Sandra, "was sollen die Leute denken." "Was denn? Einhornis haben auch ein Liebesleben", sage ich mit Unschuldmiene. Zwei Männer in einem Schlauchboot schauen zu uns rüber. Irgendwie scheint denen grade gar nichts einzufallen. "Oder?" frage ich die beiden. Ertappt fahren sie etwas weiter, um uns von etwas weiter weg zu beobachten. Ich drehe mich ein wenig und setze mich auf meinem Einhorn genauso hin wie Sandra auf ihrem, mit dem Rücken am Schweif abgestützt. Wir trinken unseren Tee und beobachten das Geschehen auf dem Fluss. Ab und zu schauen wir uns an und flirten uns mit den Augen an. Es ist zwar schon etwas später und die Sonne verschwindet so langsam hinter den Häusern gegenüber, aber es ist immer noch so warm, dass wir im Badeanzug sitzen können.

Ein Schlauchboot-Kajak mit zwei Typen kommt heran. "Hey was seid ihr den für zwei hübsche Käfer?" fragt einer der beiden unverfroren. Ich schaue zu Sandra. "Darf ich antworten?" frage ich sie. Sie grinst schon erwartungsvoll und nickt. Ich schaue wieder zu den Typen. "Du meinst uns?" "Ja", antwortet der. "Danke, für das hübsch", sage ich, "hast Du irgendwas vor, das du so was sagst?" "Äh, wie?" fragt der verunsichert. "War also ein Kompliment?" "Hm, na ja , äh", sagt er sichtlich von der Rolle. Ich schaue kurz zu Sandra. Die lächelt. Dann wieder zu den Typen. "Oder hast Du andere Gedanken?" frage ich frech. "Hä?" sagt der. "Na ja, kommst hier um die Ecke, sprichst einfach zwei fremde Frauen an "¦", sage ich. Jetzt wird er erstmal rot. Sein Kumpel ist ihm auch keine Hilfe. "Spielen die Hormone verrückt?" frage ich, "hat das Zwischenbein-Gehirn das Kommando übernommen?" Ein paar andere Bootfahrer beobachten amüsiert die Szene. Mir persönlich wäre das ja echt schon zu peinlich und ich wär dann auch weitergefahren. Aber die beiden bleiben stehen. Sandra unterdrückt mittlerweile das Lachen, kann sich die Lachtränen aber nicht verkneifen. "Also nochmal", nehme ich den Faden wieder auf, "ihr kommt hier langgepaddelt, seht uns beiden, findet uns auch ganz hübsch und sprecht uns an. Und jetzt?" "Äh, hm ja, öh", stammelt der nur. Ich ziehe meine Beine zum Schneidersitz heran, um mich im nächsten Moment hinzuknien. Mit einer Hand "halte" ich mich am Hals von Horni fest. Meinen Rücken drücke ich durch, das die Brust weiter rauskommt. "Wolltet ihr Poppen?" frage ich unverfroren. Sandra hält es nicht mehr aus und prustet los. Auch bei den paar anderen Leuten auf dem Fluss macht sich Erheiterung breit. So langsam wir es den beiden wohl doch peinlich. "Dazu habe ich aber keine Lust", sage ich frech, schaue mein Einhorn an und frage es: "Du?" Im nächsten Moment, knutsche ich wie vorhin, mit meinem Einhorni Sandras. Sandra ist am Gackern. Ich setze mich wieder normal hin. "Sorry!" sage ich zu noch den beiden Typen. Die beiden paddeln jetzt doch endlich weg. Ich schaue hinterher. "Unglaublich", sage ich. "Ste-fa-nie?" höre ich Sandra lachend sagen. "Was denn?" War das zu heftig?" Sandra winkt ab. "Ach du", sagt sie noch.

Ich angele mir meine Teetasse. Sandra hat in der Zwischenzeit nachgeschenkt. Ein paar Bootfahrer stehen noch in unserer Nähe. "Wenn ich so bedenke, dass ich ursprünglich nur hier abliegen wollte"¦", sage ich, "bin ich den so eine Bombe, das man mich unbedingt anlabern muss?" Sandra lacht immer noch. Die anderen Bootfahrer verlassen dann auch nach und nach die Szene. "Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen, ja, du bist so eine Bombe", sagt Sandra, "ich musste dich ja auch gleich anmachen." "Hm, na gut, dann ist das wohl so", sage ich, "diesmal war ich aber nicht so fies, oder?" "Sagen wir es so: du warst diplomatischer als sonst", sagt Sandra lachend. "Na dann"¦", sage ich und trinke gedankenverloren meinen Tee weiter. Sandra beobachtet mich die ganze Zeit. "Für mich bist Du eine richtige Traumfrau", sagt sie nach einiger Zeit und lächelt ganz lieb. "Danke", sage ich leicht schüchtern, unter ständigem rotwerden. Sandra zwinkert. So langsam wir es doch kühl und wir steigen von unseren Luftis. Die bringen wir dann hoch ins Poolhaus und legen sie aufs Wasser. "Schlaft gut ihr beiden", sage ich grinsend, "und macht keinen Blödsinn." Jetzt macht Sandra Kussgeräusche. "Genau das meinte ich mit "Blödsinn"", sage ich lächelnd. "Wieso? Ein bisschen Einhorn Nachwuchs wäre doch toll", sagt Sandra lachend. "Oder so", sage ich und ziehe sie zu einem Kuss ran.
Wäre ich schlank, würde euch das nur unnötig geil machen...
Kerstin
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2385
Registriert: Fr 17. Feb 2012, 01:31
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Re: Blutengel

Post 326 im Thema

Beitrag von Kerstin »

Hallo Stephanie
Vielen Dank für die Mühe welche du dir wieder gemacht hast 🌺

LG Kerstin
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
Stephanie
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1460
Registriert: Mo 31. Mär 2014, 18:05
Geschlecht: m/w/d
Pronomen: Gute Frage...
Wohnort (Name): Meine
Forum-Galerie: gallery/album/93
Hat sich bedankt: 28 Mal
Danksagung erhalten: 85 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Blutengel

Post 327 im Thema

Beitrag von Stephanie »

Ruhiges Restwochenende Teil 2

"Ich würde am liebsten noch eine Runde Bootfahren", sagt Sandra, während wir uns umziehen. "Würde ich auch gerne", antworte ich lächelnd, "was hast Du den im Angebot?" "Hm, ein großes Badeboot, müsste allerdings noch aufgeblasen werden", sagt Sandra, "das wär mir aber auch zu langsam, ein bisschen flotter möchte ich schon unterwegs sein." "Außerdem machen mich Luftis ja geil", sage ich grinsend, "nach zehn Metern würde ich schon auf Dir draufliegen." "Oh, Stefanie", sagt Sandra lachend. Nachdem sie sich etwas beruhigt hat sagt sie noch: "Ein Schlauchboot-Kajak würde eher schon gehen." "Da hätte ich einige, aber zu Hause bei mir im Keller", antworte ich, "aber da jetzt hinfahren, würde auch zu lange dauern." "Ich habe sonst nur noch meinen Einer", sagt Sandra. "Warte mal, die Studies haben doch ein Zweierkajak", sage ich, "ich gehe mal Leonie fragen." "Oh, hast Du schon einige Leutchen kennengelernt?" fragt Sandra lächelnd. "Ja neulich mal", antworte ich. Dann gehe ich hoch zu den WGs. Sandra folgt mir. "Stefanie", begrüßt mich Leonie freundlich, dann sieht sie Sandra, "hey Hallo ihr beiden." "Hallo Leonie", grüßen wir beide. "Wollt ihr kurz reinkommen?" fragt Leonie. Das tun wir dann auch und halten ein bisschen Smalltalk. "Das mit den Einhörner auf dem Fluss vorhin fand ich ja toll", sagt Leonie. "Ja", sagt Sandra grinsend, "hatten wir uns aber ruhiger vorgestellt." "I-hi!" sage ich nur. "Ihr seid ja nun mal auch zwei Hingucker", sagt Leonie lachend. "Tse", sage ich. "Genau", sagt Sandra, "und jetzt wollten wir noch einen draufsetzen und noch mal über den Fluss toben. Dazu wollten wir uns mal euren Zweier ausleihen." "Na klar, gerne", sagt Leonie, "der liegt noch unten am Schuppen." Zusammen gehen wir zur Wohnungstür. "Wie sitzt man eigentlich auf so einer Einhorn-Badeinsel?" fragt Leonie. "Am besten ausprobieren", sage ich. "Die sind beide im Pool", sagt Sandra, "die Tür ist noch offen." Lieben Dank", sagt Leonie. "Einfach Hallo sagen, die sind so ganz lieb", sage ich noch grinsend. "Du bist so eine", sagt Leonie. Zum Dank zwinkere ich ihr zu.

Sandra und ich gehen wieder runter zum Fluss. Der Zweier liegt am Schuppen unter einem Überstehenden Dach. Darüber liegt Sandras Einer auf einer Halterung. "Na der hat schon einiges erlebt, was?" sage ich, "meine Güte da sind aber Gebrauchspuren drauf. Meiner sieht ja auch gebraucht aus, aber der hier toppt alles." "Du hast auch einen?" fragt Sandra. "Ja Klar. Hast du den nicht gesehen, bei mir in der Garage? Hängt unter der Decke, gleiche neben dem Kanadier." "Nee habe ich nicht drauf geachtet", sagt Sandra, "aber einen Kanadier hast Du auch?" Ja habe ich", sage ich, "wollen wir die beiden mal hierher holen? Vielleicht werden sie dann öfter genutzt." "Na klar", antwortet Sandra freudestrahlend. "Dann wissen wir ja, was wir morgen zu tun haben", sage ich, "wir müssen ja eh zu mir, den anderen Autoschlüssel holen. Und dann können wir ja noch mein Auto zu P. bringen." "So machen wir das", sagt Sandra. Jetzt legen wir erstmal den Zweier aufs Wasser. "Wo willst Du sitzen?" fragt Sandra. "Egal", sage ich lächelnd. "Ich würde gerne hinten sitzen", sagt Sandra, "meinen süßen Engel vor mir." Ich schaue sie lieb an. "Für dich gerne", sage ich und steige ein. Dann steigt Sandra ein. Mit den Paddeln drücken wir uns vom Steg ab. "Fangen wir links an", sagt Sandra. "Aye, aye, Käpt"™n!" sage ich lächelnd. Kräftig ziehen wir die Paddel durchs Wasser. Schnell nehmen wir Fahrt auf und haben einen guten Takt gefunden. Sandra steuert geschickt um die vielen Kurven im Fluss. "Das kann sie", sage ich. "Wasser ist mein Element", sagt Sandra lächelnd, "holländisches Blut." Ich nicke zur Bestätigung. Wir sind vielleicht zehn, fünfzehn Minuten unterwegs, da tauchen vor uns die beiden Typen auf, die uns vorhin angelabert haben. Wir hören auf zu paddeln und lassen uns rangleiten. Sandra steuert minimal. Etwas gespannt schauen sie uns an. Ganz langsam fahren wir an den beiden vorbei. "Ihr seid aber weit gekommen", nimmt Sandra die beiden hoch. Die beiden schauen uns nur verdattert an. Langsam fahren wir weiter. Jetzt kommt eine scharfe Kurve und gleich danach eine alte Brücke. Unter dieser Brücke bleiben wir kurz stehen und bewundern den Baustil. "Damals hat man sich noch Mühe gegeben", sagt Sandra begeistert.

Ich lehne mich soweit wie möglich nach hinten und schaue Sandra an. "Du stehst auf dem Kopf", sage ich lächelnd. Sie beugt sich vor und gibt mir einen süßen, langen Kuss. Wir hören Stimmen und horchen hin. "Ich habe vorhin nur auf die freche Rothaarige geschaut", sagt die eine Stimme, "die Blonde war ja noch granatenmäßiger." Sandra schaut etwas entgeistert. Ich grinse sie an und sage leise: "Siehste, da hast es jetzt mal, das Du das schärfere Ding von uns beiden bist." "Steffi!" sagt Sandra leise lächelnd, "stimmt gar nicht." "Doch, Blond sticht Rot", sage ich. Sandra sagt nichts, aber küsst mich wieder und ihre eine Hand verschwindet im Ausschnitt von meinem Shirt. Zärtlich streichelt sie meine Brust und küsst weiter. "He, die kommen doch gleich um die Ecke", sage ich leise. "Na und?" haucht sie und küsst weiter. In dem Moment kommen die beiden Typen schwerfällig mit ihrem Schlauchboot um die Ecke. Aus dem Augenwinkel sehe ich bei beiden die Gesichtszüge entgleisen. Sandra tut auf einmal überrascht, setzt sich hin, nimmt gespielt hektisch das Paddel und paddelt los. "Entschuldigung", sagt sie noch zu den beiden. Ich setze mich ebenfalls hin und paddele mit. Was mir grade schwerfällt, ich würde am liebsten laut loslachen. Nach zwei Kurven lassen wir uns gleiten. So gut es geht drehe ich mich zu Sandra hin. "He, wie bist Du denn drauf, du Schauspielerin?", sage ich gackernd, "das war ja absolut genial." "Ich habe eine tolle Lehrerin", antwortet Sandra lachend, "Stefanie, du bringst öfter mal mich dazu, so zu sein." "Herrlich, Süße", gackere ich weiter.

So gut gelaunt fahren wir weiter. An der VW-Halle vorbei, wo ich vor kurzem wegen des Abhörkoffers war. "Da hinten kommt die nächste Herausforderung für uns beiden "geilen Schnitten", die Okercabana", sage ich. Sandra tut wieder künstlich geschockt. "Stefanie!" sagt sie mit übertrieben entsetzter Stimme, um im nächsten Moment loszulachen. "Irgendwie mag ich ja dieses Verruchte", sagt sie dann noch. "I-hi!" sage ich. Die Okercabana ist eine Open-Air-Location, wo man Sitzen, Essen und Trinken kann. Dazu wurde da ordentlich Sand hin gekippt, um ein Strandfeeling hinzukriegen. Jedes Alter ist hier willkommen, abends wird natürlich mehr Party gemacht. Und hübsche Frauen sind natürlich auch willkommen. Wir sind noch ziemlich weit weg, aber ein paar Hormongesteuerte haben uns schon registriert. "Ich würde sagen, wir paddeln erstmal schnell dran vorbei", sagt Sandra, "erstmal schauen wie voll es ist und schauen, was passiert." "Finde ich gut", sage ich. Wir paddeln schneller und ziehen dran vorbei. "He, ihr, falsche Richtung", ruft uns einer zu. "Mag sein", ruft Sandra zurück, "aber auch falsche Ansprache von Dir, lass Dir mal was originelleres einfallen." "Ha! Haha! Klasse, Sandra" lache ich. "Is"˜ doch so", sagt sie. Wir fahren noch bis zum Wehr, dort verweilen wir kurz und drehen dann um. So langsam wir es dämmerig. Wir kommen wieder in die Nähe der Okercabana. "Eigentlich wollte ich noch einen Kaffee oder so da trinken", sagt Sandra, "aber da sind mir jetzt zu viele angetrunkene Typen. Und im dunklen wollte ich auch nicht zurück." "Wir können ja mal kurz schauen", sage ich. "Genau" bestätigt Sandra. Langsam fahren wir in der Mitte des Flusses. Die ersten sehen uns und versuchen uns irgendwie ans Ufer zu locken. Unsere beiden Schlauchbootfahrer sind auch grade angekommen. "Die sind mir irgendwie zu besoffen", sage ich. "Ja, dann liebe zu Hause einen Absacker", sagt Sandra. "Absacker", wiederhole ich und flaxe: "mein Mädchen aus gutem Hause." "Hihi", sagt Sandra, "dann zieh mal ordentlich durch." Wir ziehen unter Protest der Leute unser Paddel durch Wasser und verlassen die Location. "He, kommt zurück", hören wir noch jemanden rufen. "Ein anderes mal", sagt Sandra grinsend, "vielleicht!"

Es ist schon fast dunkel, als wir zurück bei Sandra sind. Wir steigen aus dem Boot und holen es aus dem Wasser. Dann drücken wir uns erstmal. "Das ist so schön mit Dir", sage ich. "Immer ein Erlebnis", sagt Sandra. Wir legen das Boot wieder dahin, wo wir es hergeholt haben. Dann gehen wir zum Haus hoch. Im Poolhaus brennt noch Licht. "Na Leonie floatet noch über das Wasser", sagt Sandra. "Mal sehen, ob sie alleine ist", sage ich grinsend. "Wieso?" fragt Sandra erwartungsvoll. "Ich habe da so eine Vermutung", antworte ich. "Aha, welche?" fragt Sandra. "Philip", antworte ich leise. "Oho", sagt Sandra dann noch. Wir gehen dann durch den Keller rein, schauen aber nochmal vorsichtig ins Poolhaus. Leonie und Philip schmusen tatsächlich auf einem Einhorn. Bemerkt haben sie uns nicht, schnell gehen wir ins Haus. "Ich hatte das schon länger vermutet", sagt Sandra, "die anderen Jungs aus den WGs fahren auch auf sie ab." "Sie ist ja auch hübsch", sage ich. "Das stimmt", sagt Sandra. Wir holen eine Flasche Rotwein, zwei Gläser, ein paar Windlichter und gehen genauso leise, wie wir gekommen sind, wieder Runter zum Fluss. Zwei bequeme Stühle stellen wir auf den Steg. Während ich die Weinflasche öffne, zündet Sandra die Kerzen in den Windlichtern an. Ich gieße uns den Wein ein. "Prost, meine süße Stefanie", sagt Sandra. "Zum Wohl", antworte ich. Der Wein schmeckt sehr gut. Eine Weile genießen wir ihn nur. "Wie fandest Du das heute mit den verschiedenen Anmach-Versuchen?" fragt Sandra. "Ganz schön heftig", antworte ich, "mehr als sonst oder ist mir das vorher nicht aufgefallen?" "Beides", sagt Sandra, "na ja und ein klein wenig haben wir es ja auch provoziert." "Aber nur ein bisschen", sage ich grinsend. "Und versuche mal, nicht gleich zu reagieren, ignoriere sie einfach", sagt Sandra, "viele hören dann auch gleich auf. Und die hartnäckigen kannst Du auf deine Art und Weise dann hochnehmen." "OK, danke für den Tipp, ich werde es mal versuchen", sage ich lächelnd, "da bin ich ja noch etwas unerfahren, ja grün hinter den Ohren." "Aber nur ein bisschen", lächelt Sandra, "aber dafür hast du ja mich." "Das ist auch gut so", sage ich.
Wäre ich schlank, würde euch das nur unnötig geil machen...
Karla
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1541
Registriert: Mo 1. Mai 2017, 14:12
Geschlecht: div
Pronomen:
Wohnort (Name): Stuttgart
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Re: Blutengel

Post 328 im Thema

Beitrag von Karla »

Deine Sprüche sind einfach gut! (Schlagfertigkeit ist, was einem hinterher einfällt...) Frau kann da lernen!
Stephanie hat geschrieben: Di 20. Dez 2022, 19:20 "He, kommt zurück", hören wir noch jemanden rufen. "Ein anderes mal", sagt Sandra grinsend, "vielleicht!"
Danke!

LG Karla
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
Stephanie
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1460
Registriert: Mo 31. Mär 2014, 18:05
Geschlecht: m/w/d
Pronomen: Gute Frage...
Wohnort (Name): Meine
Forum-Galerie: gallery/album/93
Hat sich bedankt: 28 Mal
Danksagung erhalten: 85 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Blutengel

Post 329 im Thema

Beitrag von Stephanie »

Ruhiges Restwochenende Teil 3

Wir sitzen beim Frühstück und haben grade die meiste Zeit der Welt. Sandra lächelt mich die ganze Zeit an. "Na mein Mädchen? Du siehst so rundum glücklich aus", sage ich. "Ich fühle mich grade richtig wohl", antwortet Sandra, "so oft wie wir hier zusammen zum Frühstück sitzen, das hatte ich vor dir lange nicht mehr." "Aha?!" antworte ich erstaunt. Ich frage aber nicht weiter, warum, Sandra genießt diese Zweisamkeit sichtlich. "Schön, das Du Dich so wohl fühlst", sage ich, "wenn es auch wegen mir ist, dann freue ich mich." "Das ist NUR wegen dir", lacht Sandra. "Danke meine Süße", sage ich. Mit weiteren Nettigkeiten frühstücken wir weiter. Das Sandra so glücklich ist, färbt auch auf mich ab. Nach einer Weile räumen wir den Tisch ab. Dann drücke ich Sandra erstmal. "Danke, dass Du mich so in dein Leben gezogen hast", sage ich lieb. "Ach Stefanie", sagt Sandra und schmiegt sich an meine Schulter. "Als ich Dich das erste Mal gesehen habe, hätte ich nie geglaubt mal neben dir durch die Welt zu laufen", sage ich und streichele durch ihre Locken, "du schienst echt so weit weg, in einer anderen Liga zu spielen und dann kommst Du um die Ecke und nimmst mich einfach mit, total süß." Sandra drückt mich stärker. "Danke", sagt sie leise, "mir fehlen grade die Worte." Dann schaut sie mich an und gibt mir einen Kuss. "Irgendwann musste ja mal die "richtige" kommen", sagt sie nach dem Kuss. Ich drücke sie nochmal.

"Dann können wir so langsam mal los", sagt Sandra. Als ich mein Handy nehme, fällt mir eine WhatsApp Nachricht darauf auf. Von John, dem Drummer von unserem Set. Er fragt nach, ob wir das Üben von heute Abend auf morgen Abend verschieben können. "Das passt mir auch besser", sage ich, als ich Sandra die Nachricht vorgelesen habe, "dir auch?" "Ja klar, den ganzen Tag Stefanie ist doch toll", antwortet Sandra, "morgen könnte es bei mir wieder ein langer Arbeitstag werden." Ich antworte und sehe, das Gesine und Brummel auch schon geantwortet haben, denen passt es so auch. "Das ist doch super", sage ich. Wir gehen zu Sandras Auto. "Hast Du Dachstreben fürs Auto, dass wir die Boote transportieren können?" frage ich. "Auch, ich habe noch was anderes. Warte mal hier, ich fahre das Auto raus und du kannst mal das Tor dahinter aufmachen, Schlüssel ist der Gleiche wir von der Haustür", sagt Sandra. "Das Tor sehe ich jetzt das erste Mal", sage ich erstaunt. Sandra amüsiert sich über mein Staunen. Sie fährt raus, dreht den Wagen und fährt rückwärts wieder ran. Ich habe inzwischen das Tor aufgemacht. Der Carport ist nach hinten hin erweitert und mit Seitenwänden versehen und darin steht ein Anhänger. Sandra ist mit ihrem Wagen herangekommen und ich hänge den Anhänger dran. Sandra kommt dazu. "Das ist ja cool", sage ich, "gibt es hier auf dem Grundstück noch mehr Überraschungen?" Sandra lächelt mich an. "Bestimmt", sagt sie. Nachdem wir überprüft haben , ob alles OK ist, gehe ich noch mal hinter den Carport. "Das muss ich noch mal genauer sehen", sage ich. "Ja, wenn man vor Liebe blind ist, sieht man vieles erst hinterher", sagt Sandra lächelnd. "Genau das, meine Liebste", sage ich. Sandra strahlt. Dann zieht sie den Anhänger heraus und ich schließe das Tor. Ich steige zu ihr ins Auto und wir fahren los. "Das ist aber auch typisch für uns beide, erst verliebt rumturteln, dann überrascht einer den anderen", sage ich grinsend. "Niedlich, oder", sagt Sandra mit ihrem typischen Funkeln in den Augen.

Wir kommen auf dem Garagenhof vor meiner Wohnung an. Ich mache die Garage per Funkbedienung auf. Sandra rangiert an die Garage ran. "Das machst Du aber auch nicht zu ersten Mal, was?" frage ich lächelnd. Sie lächelt nur lieb. "Du bist schon echt eine Große", sage ich lobend. Und als Dankeschön gibt sie mir einen schönen Kuss. Wir steigen aus und gehen in die Garage. "Habe ich echt noch nicht drauf geachtet, dass Du diese Boote hier hast", sagt Sandra, "wie kriegt man die da jetzt runter? Der Kanadier ist doch bestimmt schwer." Ich nicke. "Seilzug", sage ich. "Du mit deinem Telegrammstil", lacht Sandra. Mit einer Kurbel kann ich das Boot herunterlassen. "Das ist ja toll", staunt Sandra, "ich kann ja gleich den Anhänger reinschieben." "Das ist eine Idee", sage ich. Der Anhänger steht unter dem Boot und ich lasse es ganz herunter. Dann sichern wir das Boot mit Spanngurten. Anne und Willy schauen vorbei. "Hallo ihr zwei", grüßt Anne. "Hallo", grüßen wir zurück, "Sonntagsspaziergang?" "Genau, wir kommen vom Friedhof, das machen wir oft am Sonntag", antwortet Willy, "und ihr wollt Bootfahren?" "Ja", antwortet Sandra und erzählt ein bisschen von unseren gestrigen Tour. "Toll", staunt Anne, "sollten wir auch mal wieder machen. Es gibt ja einige Bootsverleihe." Willy nickt. "Vielleicht treffen wir uns ja mal", sagt er dann. Sie bleiben noch ein wenig stehen und wir halten noch etwas Smalltalk. "Da an der anderen Wand ist die Kurbel für das andere Boot", sage ich. Sandra kurbelt das Boot auch gleich runter. "Ha! Cool", sagt sie begeistert. "Lass uns das mal in den Kanadier legen, das passt da knirsch rein", sage ich. Sandra kurbelt langsam runter und ich schiebe den Einer über den Kanadier. Willy hilft mir dabei. "Danke", sage ich hinterher. Jetzt sichern wir den Einer auch mit Spanngurten. Dann zieht Sandra den Anhänger aus der Garage.

"Jetzt schauen wir nochmal in den Keller, was wir von den luftgefüllten Booten noch mitnehmen können", sage ich. "Was habt ihr denn heute vor?" fragt Anne erstaunt. "Erstmal zu Sandra bringen", sage ich, "sie wohnt direkt am Fluss." "Ach das ist ja toll", sagt Anne. Zusammen gehen wir zum Haus. Anne und Willy gehen zu ihrer Wohnung. "Schönen Sonntag noch, ihr beiden", wünsche ich. "Ebenso", sagen Anne und Willy. Im Keller schließe ich meine Box auf. "Hier das Gelbe mit dem durchsichtigen Boden muss unbedingt mit", sage ich, "dann das Blaue wo wir zum ersten Mal zusammen mit gefahren sind." Sandra wird grade sentimental. "Lieber nicht?" frage ich. "Doch, doch ist doch gut ausgegangen", sagt sie lächelnd. "Sonst hätte ich noch ein dunkelblaues mit "Krombacher" Aufdruck", sage ich. "Ha! Auch mitnehmen", sagt Sandra. "Hier sind noch verschiedene Einsitzige", sage ich weiter. "Boah! Ist das ein Vorrat", staunt Sandra. "Reicht erstmal?" frage ich. "Ja, den Rest dann, wenn du bei mir einziehst", sagt Sandra flaxend. "OK", sage ich, was sie zum Staunen bringt. "Ich bin doch fast nur noch bei dir", sage ich lächelnd, "meine Nachbarn hier wissen zum Teil gar nicht mehr wie ich aussehe." "Jetzt übertreibt aber nicht, Steffi", lacht Sandra. "Ich finde das übrigens schön wenn du ab und zu Steffi sagst", sage ich. "Steffi sage ich meistens, wenn ich von Glücksgefühlen wegen Dir überflutet werde", sagt Sandra lieb lächelnd. Jetzt habe ich erstmal einen Kloß im Hals. Ich drücke Sandra. "Darf ich mal kurz weinen, das war ein schöner Satz", sage ich mit leiser Stimme. "Süße Maus", sagt Sandra leise.

"Geht wieder", sage ich nach einiger Zeit. Bevor ich die Kellerbox abschließe, nehme ich noch einen großen Karton mit Luftsesseln mit. "Kann man immer gebrauchen", flaxt Sandra , dann bringen wir die Ausbeute zu Auto. Na ja, wir gehen zweimal. Draußen treffen wir jetzt Lisa, Herbert und Ebi. Ein kurzes Schwätzchen halten wir hier auch. Wir gehen noch mal in meine Wohnung, um den zweiten Autoschlüssel zu holen. Dann geht"™s zurück zu Sandra. Zuerst bringen wir Kajak und Kanadier zum Schuppen am Fluss, dann die ganzen Schlauchkajaks in den Keller. "Einen kleinen Imbiss haben wir uns jetzt aber verdient", sagt Sandra lächelnd. "Was hast du denn schönes?" frage ich. Sie lächelt geheimnisvoll, nimmt meine Hand und zieht mich in die Küche. Dort holt sie zwei Schoko-Croissants aus dem Schrank. "Mmh, lecker", schwärme ich, "die kommen gleich nach Mandelhörnchen." "Welche Kaffeespezialität darf es sein?" fragt Sandra weiter lächelnd. "Milchkaffee, ganz stilecht", antworte ich. "Du bist so süß", sagt Sandra, während sie die Kaffees macht. Anschließend setzen wir uns auf die Terrasse und genießen Kaffee und Croissants. "Ich rufe mal die werte Gattin an", sage ich, "dass wir demnächst das Auto vorbei bringen." Nach ein paar Mal klingeln geht sie auch ran. "Ich wollte das Auto vorbeibringen", sage ich, "passt es in der nächsten Stunde?" Ja klar, gerne", antwortete sie erfreut, "kommt ihr dann noch kurz hoch?" "Ja, können wir machen", sage ich.

Wir fahren nach unserer Kaffeepause los. Sandra fährt mit ihrem Auto hinter mir und grinst mich die ganze Zeit an. Sie hält sich diesmal zurück mit ihrem Rennfahrerstil. Auf der Stadtautobahn will sie dann überholen, nur,"¦ habe ich jetzt mal den Bleifuß. Ich fahre immer 10 km/h schneller als angegeben, außerdem weiß ich ja , wo die Blitzer stehen. Irgendwann gibt sie auf. Brav bleibt sie hinter mir, grinst aber immer noch frech. Auch als die Autobahn endet und es zweispurig weitergeht, hat sie keine Chance zu überholen. "Ey Stefanie!" beschwert sie sich, als wir ankommen. "Was denn? Man muss auch mal Prioritäten setzen", sage ich frech. "Oah! Pass auf Du", sagt sie grinsend. Wir gehen ins Haus und gehen in den Fahrstuhl. Als sich die Tür schließt, zieht sie mich an und küsst mich heftig. "Ich finde das gut, dass Du mir ab und zu mal Kontra gibst", sagt sie, "viele meiner Bekanntschaften haben sich das nicht getraut." "Manchmal bettelst Du auch richtig darum", sage ich frech grinsend. Und "Patsch", kreige ich zur Antworte einen leichten Klaps auf den Hintern, während sie mich lieb anlächelt. "I-hi!" sage ich. Oben angekommen, erwarten uns schon meine beiden Töchter in der offenen Wohnungstür. "Huhu!" ruft Sandra. "Huhu!" rufen die beiden zurück, "habt ihr Zeit für eine Tasse Tee?" Gibt auch Kuchen", sagt die Kleine noch. "Gerne", sagt Sandra. Wir gehen in die Küche, wo die Gattin den Kuchen aufschneidet. "Erdbeerkuchen, mit Erdbeeren aus dem eigenen Garten", sagt sie. In einer Schale liegen noch einige Erdbeeren. Sandra nimmt sich eine und probiert sie. "Boah! Sind die aromatisch!", staunt sie. Dann setzen wir uns an den Tisch und genießen den Kuchen. Sandra ist hin und weg. "Ist das lecker", schwärmt sie, "selten so einen tollen Erdbeerkuchen gegessen." Meine Gattin ist geschmeichelt. "Was ist denn das für eine Sorte?" fragt Sandra, "die muss ich auch haben." "Und wo willst Du einen Acker dafür anlegen?" frage ich sie und grinse sie schon wieder frech an. "Hinter dem Carport, hinter dem Abstellplatz für den Anhänger", antwortet Sandra keck, "da kannst Du dich mal so richtig austoben, Stefanie." Ich schaue Sandra übertrieben erstaunt an. Meine Gattin kringelt sich vor Lachen. "Aus der Gärtner-Nummer kommst irgendwie nicht raus, was?" lacht sie. "Tse", sage ich nur.

"So, dass Auto steht dann vor der Tür" sage ich, "falls Du irgendeinen Schaden dran hast, bitte diesmal sofort melden. Dann kommt man später bei der Abgabe besser bei weg." "OK", sagt die Gattin nickend. Jetzt gibt es nochmal eine zweite Runde Kuchen. "Mit eigenen Erdbeeren schmeckt er noch tausendmal besser", sage ich, "obwohl die vom Bio-Bauern gestern auch schon nicht schlecht waren." Die Mädels stimmen mir zu. "Wenn die Erdbeerzeit vorbei ist, mache ich Dir gerne ein paar Ableger ab", sagt meine Gattin zu Sandra, "ich habe mehrere Sorten, die unterschiedlich reif werden." "Das ist ja toll", schwärmt Sandra. "Und ich verwüste inzwischen deinen Garten, damit du dann gleich loslegen kannst", feixe ich. "Stefanie!" sagt Sandra empört. "I-hi!" sage ich. "Oh, immer dieses I-hi", sagt Sandra. "I-hi!" sagen meine Töchter und grinsen Sandra an. Die schüttelt lachend den Kopf. Dann reden wir noch kurz über das Hoffest und was da so für Aktivitäten sind. Meine Töchter sind begeistert. "Da kommen wir aber auch", sagt die Große. Ich zeige den beiden dann noch die Homepage der Werkstatt und unsere von der Band. "Da gibt es auch noch ordentlich Infos", sage ich. "Cool, Frau Papi macht an beiden Tagen Musik", sagt die Kleine. "Und zwischendrin gehe ich rutschen", sage ich und erzähle von der Wasserrutsche. "Geil!" sagen beide Töchter grinsend. Nachdem wir noch einen Kaffee getrunken haben, machen wir uns wieder auf den Weg nach Hause zu Sandra. "Tschüss, wir hören uns aber noch", sagt die Kleine. "Wann immer ihr wollt", antworte ich.
Wäre ich schlank, würde euch das nur unnötig geil machen...
Stephanie
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1460
Registriert: Mo 31. Mär 2014, 18:05
Geschlecht: m/w/d
Pronomen: Gute Frage...
Wohnort (Name): Meine
Forum-Galerie: gallery/album/93
Hat sich bedankt: 28 Mal
Danksagung erhalten: 85 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Blutengel

Post 330 im Thema

Beitrag von Stephanie »

Kanutour

Zurück bei Sandra, gehe ich schnell in die Küche und koche einen Tee zum Mitnehmen. Sandra holt in der Zwischenzeit Kekse und Knabberkram. Alles zusammen kommt in einen Korb. Dann gehen wir runter zum Fluss. Wir legen das Boot ins Wasser und sichern es mit einem Seil. "Ich würde gerne dieses Mal hinten sitzen, wegen steuern", sage ich, "das ist beim Stechpaddeln nicht ohne." "OK, da bin ich mal gespannt", sagt Sandra. Sandra steigt zuerst ein. "Boah! Hier ist ja Platz", staunt Sandra. "Kannste glatt mit "˜ner Schrankwand einziehen, was?", flaxe ich. "Ey, oh, Stefanie, du mit deinen Sprüchen immer", lacht Sandra. Dann steige ich ein und löse das Seil. "Auf welcher Seite möchtest Du paddeln?" frage ich. Sandra probiert ein bisschen. "Ich glaube rechts", sagt sie dann. "Das passt. Ich bin hinten links besser", sage ich. Ich stoße uns vom Steg ab. Erstmals fahren wir langsam. "Ich schaue mal, wie kraftvoll du paddelst, danach richte ich mich aus", sage ich, "Du kannst auch gerne den Takt angeben." "Aha, OK", sagt Sandra. Eine Weile fahren wir. "Ganz schön schnell", staunt Sandra, "obwohl das nur zwei, statt vier Paddelblätter sind." "Teilweise, beim Doppelpaddel im Zweier sind auch immer nur zwei Blätter im Wasser", sage ich, "wenn Du richtig gut bist kannst Du locker mit einem Zweier Kajak mithalten. Und die Wochenend-Paddler vom Bootsverleih kannst Du richtig abhängen." Sandra dreht sich zu mir. Natürlich grinst sie. "Willst Du natürlich ausprobieren, stimmts?" frage ich grinsend, "Gelegenheit vorausgesetzt, natürlich." "Hihi, wir verstehen uns", lacht Sandra. Dann schaut sie mir zu. "Du setzt gar nicht über, paddelst die ganze Zeit nur auf einer Seite", staunt sie, "das Boot müsste doch nach rechts wegziehen. Wie steuerst Du denn?" "Tja, das halbe Leben Indianer gewesen", flaxe ich, "da lernt man das." "He Du", lacht Sandra. "Schau mal genau hin, was ich mache", sage ich. Sie schaut hin, nach einer Weile sagt sie: "Du paddelst ab und zu so einen Bogen." "Genau, so ein richtigen Buchstaben "C" und nach Möglichkeit leicht unter dem Rumpf durch." "Aha, dadurch, dass du Das Paddel zum Schluss nach außen führst, kannst du lenken", erkennt Sandra. "Genauso funktionierts", sage ich. "Klappt das vorne auch?" fragt Sandra. "Natürlich, versuch es mal", sage ich, "damit kannst du mir einiges an Arbeit abnehmen." Beim Weiterfahren probiert es Sandra aus und nach kurzer Zeit hat sie den Bogen raus. Ich merke es auch, weil ich weniger ausgleichen muss. Sandra dreht sich um. "Das ist ja total cool", sagt sie und strahlt mich dabei an. "Mir war doch so, dass du gerne auch was zu tun haben möchtest", sage ich grinsend. "Gut beobachtet, Stefanie", sagt Sandra gutgelaunt und legt sich dann wieder ins Zeug. Sobald unser Bug vorne nach rechts ziehen will, gleicht sie es aus. Ab und zu kommentiert sie es mit ihrem typischen "Ha!".

Innerhalb kurzer Zeit haben wir uns richtig gut eingespielt und haben eine gute Geschwindigkeit drauf. Auch die vielen Flussbiegungen umkurven wir galant. Sandra schaut abwechselnd links und rechts auf die Grundstücke. Sie ist die ganze Zeit am Lächeln, mal am Staunen und strahlt dabei eine Natürlichkeit aus. Das ist auch eine Sache, die ich an in ihr mag. Die entgegenkommenden Bootfahrer schauen uns teileweise auch fasziniert hinterher. Jetzt sind wir schon an der Volkswagenhalle, wo der Park losgeht. Von hinten kommt ein Paddler mit einem Kajak heran. Das Boot trägt einen Vereinsnamen. "Mensch Mädels, ihr habt ja einen Zacken drauf,", sagt er, leicht aus der Puste, "habe ich so noch nicht erlebt, das ein Kanadier so schnell sein kann." Wir beide Lächeln lieb. "Technik und gutes Zusammenspiel", sagt Sandra dann. Eine Weile begleitet er uns noch, dann paddelt er kräftiger und zieht langsam vor. Aber so richtig Abstand kann er nicht aufbauen. "Wir sind schon gut", sage ich zu Sandra. "Und noch nicht mal außer Puste", sagt Sandra grinsend. Trotzdem nehmen wir unsere Geschwindigkeit etwas zurück. "Dahinten ist schon wieder die Okercabana", sagt Sandra und schaut mich lächelnd an. "Mal gucken, was heute passiert", sage ich. Sandra schaut genauer zu mir. "Wie sitzt du denn da?" fragt sie etwas erstaunt. Ich knie bisschen nach links verrutscht und stütze mich mit dem Hintern an der Sitzbank ab. "Habe ich doch vorhin gesagt", sage ich grinsend, "das halbe Leben Indianer gewesen." "Das versuche ich auch!", sagt Sandra und kniet sich auch so hin. Dann paddeln wir weiter. "Ey Stefanie, das ist ja ein Trick, voll gut", freut sich Sandra, "da kommt noch mal ein bisschen Speed dazu." Jetzt kommen wir an der Lokalität an. Neben der Restauration habe sie da auch einen Bootsverleih.

Auf dem Fluss ist einiges los. Wir halten kurz an und warten, das sich das Knäuel der Boote auflöst. Und wie es natürlich sein muss, ein bisschen Aufmerksamkeit erwecken wir durchaus. In einem Tretboot legen grade zwei Typen ab. Und schon stehen sie neben uns. "Hallo ihr zwei, naa, wo wollt ihr denn hin?" fragt der eine. Sandra dreht sich um und schaut zwinkernd zu mir. Ich habe es verstanden und folge ihrem Tipp von gestern; erstmal ignorieren. Aber der Typ lässt nicht locker. "Ihr beiden süßen Squaws in eurem Indianerboot, wo soll es denn hingehen?" fragt er weiter. Sandra schaut mich jetzt erwartungsvoll an. Auch ein paar andere Leute schauen. Ich drehe schnell den Kopf zu den Typen. "Squaws?" frage ich laut, "Bleichgesicht sprechen mit gespaltener Zunge"¦ ." Weiter komme ich nicht, weil Sandra laut losprustet. Auch einige andere lachen. Ich versuche ernst zu bleiben und schaue grimmig herüber. Ich will grade wieder was sagen, da meldet sich Sandra: "Gekrönte Libelle mögen weiterpaddeln, Weg frei." Und wieder schüttet sie sich vor Lachen aus. Ich paddele los, Sandra macht dann auch wieder mit. Aber sie kichert immer noch. "Warum beschützendes Bienchen lachen?" frage ich und versuche ernst zu bleiben. Sandra gackert wieder los. Mittlerweile haben wir uns von dem Tretboot mit den beiden Typen abgesetzt. "Da lachst gerne, was?" frage ich schelmisch. "Ja, wegen deiner Einfälle sowieso", sagt Sandra. Wir sind an der Gabelung angekommen, wo sich der Fluss teilt. Sandra lenkt nach rechts, weiter Flussaufwärts. Ich schaue nach hinten. Die beiden bleiben an uns dran. "Diese Alutretboote sind schneller, als die Plastikdinger", sage ich noch, "die haben aber auch einen anderen Antrieb, nicht so`n plumpes Wasserrad." "Was anderes", sagt Sandra und lacht schon wieder, "warum sagst du beschützendes Bienchen?" "Kennst Du die Bedeutung deines Vornamens?" frage ich dagegen. "Nee nicht so richtig, deinen kenne ich", antwortet Sandra, "das hast du mir ja mal erzählt. Deshalb gekrönte Libelle." "Und warum Libelle?" frage ich. "Passt zu Dir. Außerdem finde ich es niedlich", antwortet Sandra. "Na dann", sage ich grinsend , "dein Name kann zwei Bedeutungen haben, entweder als Ableitung von Alexandra, "die Beschützerin". "Aha und die andere?" fragt Sandra. Ich mache die Augen groß und ziehe die Luft durch die Lippen. "Von Kassandra", antworte ich, "die Verführerin." "Ha!" lacht Sandra, "genau das! Ich hab es immer vermutet." "Ja!" antworte ich knapp. "Das gefällt mir", sagt sie grinsend.

Wir kommen an einem der vielen Ruder- und Paddelvereine an. Einige Paddler spielen Wasserpolo. Der Paddler der uns vorhin mühsam eingeholt hat ist auch mit dabei. "Achtung Männer, macht mal Platz für die Damen", ruft er seinen Leuten zu. Die machen auch prompt Platz und bilden ein kleines Spalier. Wir bedanken uns lieb und fahren durch. Einer fragt noch: "Werdet ihr von denen verfolgt?" Und zeigt auf die beiden im Tretboot. "Sie versuchen es zumindest", antworte ich lächelnd. "OK", sagt er, und dann zu seinen Leuten: "Weiter geht`s." im Nu ist der Fluss wieder zu mit einer Horde Paddler, die einen Ball jagen. Und spritzen tut es auch ordentlich. Die Tretbootfahrer sind erstmal ausgebremst. "Siehst Du, Männer können auch nett sein", sagt Sandra. "Außerdem sind es Kanuten, das ist eh ein besonderen Menschenschlag", sage ich grinsend. Nach einigen Metern sagt Sandra: "Es ist ja noch nicht so spät. Wollen wir noch über das Wehr und mal bei meinen Eltern vorbeischauen." "Ja gerne, aber haben die Zugang um Fluss?" frage ich, "das ist mir neulich gar nicht aufgefallen." "Vom Haus aus siehst du den Fluss auch gar nicht, da sind Bäume und Büsche davor", antwortet Sandra. "Aha", sage ich. Wir kommen am Wehr an und holen das Boot aus dem Wasser. "Du, Kassandra, ich muss dich mal kurz drücken", sage ich grinsend. Das lässt sie sich nicht zweimal sagen und nimmt mich gleich in den Arm, obendrein gibt es noch einen süßen, langen Kuss.
Auf der anderen Seite vom Wehr legen wir unser Boot wieder ins Wasser und steigen ein. "Na die beiden Freaks im Tretboot haben wir wohl verloren", sage ich. "Oder sie sind von der wilden Meute der Kajakfahrer versenkt worden", gackert Sandra. Langsam fahren wir weiter von fern hört man jemanden Saxophon spielen. "Das ist bestimmt einer der unter der Echobrücke steht", sagt Sandra. Die Echobrücke ist eine Eisenbahnbrücke zum Güterbahnhof. Sie eine Bogenbrücke aus Stahlbeton und erzeugt zusammen mit dem Fluss ein tolles Echo. Hier stehen gerne Musiker und Sänger. Den besten Sound hört man in der Mitte unter der Brücke auf dem Fluss. Dementsprechend bleiben Bootfahrer hier stehen, so wie wir jetzt. Der Saxophonspieler spielt grade "Take Five" von Dave Brubeck. "Total toll", schwärme ich. Ein paar mehr Leute schauen ihm auch zu. Es gibt auch einen großen Applaus. Dann sieht er uns auf dem Wasser. "Wie ist denn der Sound da?" fragt er uns mit einem englischen Akzent. "Super fantastic", antwortet Sandra lächelnd, ich zeige den gut-gemacht-Daumen. Ich frage ihn was er sonst so spielt, worauf ich die Antwort "Alles" bekomme. "Habt ihr vielleicht einen Wunsch?" fragt er lächelnd. "Baker Street? Von Gerry Rafferty?" fragt Sandra keck. "Wenn Du vielleicht singst?" fragt er wieder. Verunsichert schaut Sandra zu mir. "Kann ich, den Text", sage ich lächelnd. "Stefanie kann das", sagt Sandra und deutet auf mich. "Schöner Name", sagt er. "Und wie heißt Du?" fragt Sandra. "Terry", antwortet er. "OK, ich bin Sandra", sagt Sandra noch. "Ach sehr schön, Sandra und Stefanie", sagt Terry.

"Machst Du die Einleitung mit dem Sax-Thema?" frage ich Terry. "Gerne", sagt er. Sandra hält unser Boot in der Mitte vom Fluss. Terry spielt den Anfang. Dann kommt der Gesangspart.
"Winding your way down on Baker Street
Light in your head and dead on your feet
Well, another crazy day
You'll drink the night away
And forget about ev'rything", singe ich.
Terry hört gebannt zu . Sandra klatscht den Takt, einige Passanten machen mit. Dann kommt wieder das Sax-Thema. Terry spielt aber auch eine heiße Kanne. Wir wechseln uns noch zweimal ab. Von den Anwesenden gibt es einen ordentlichen Beifall. Terry kommt ans Ufer, wir paddeln ebenfalls hin. "Eine super Stimme", sagt Terry begeistert, "machst Du Musik? In einer Band vielleicht?" Ich nicke. "Toll", staunt Terry. "Aber du machst das auch nicht zum ersten Mal?" frage ich ihn. "Ich bin auch in einer Band zu Hause in England", antwortet er. Wo kommst Du genau her?" fragt Sandra. "Near Bristol", antwortet Terry. "Hey da hast Du es aber nicht weit bis Glastonbury, wo die coolen Konzerte sind", schwärme ich. "Yes, da bin ich oft und arbeite da. Geld für Studium", sagt Terry. "Und jetzt studierst Du hier?" frage ich ihn. "Genau", antwortet Terry. Sandra ist die ganze Zeit begeistert. "Wenn du in einer Band spielst, kennst du auch andere Bands?" fragt mich Terry. "Ich lerne sie grade alle kennen", antworte ich und erzähle ihm meinen Werdegang. Und ich erzähle ihm vom Hoffest. "Kannst da gerne hinkommen", sage ich. "Hast Du vielleicht auch Kontakte?" fragt Terry. "Britta, die Bekannte von Brummel fällt mir da spontan ein", sage ich, "die koordiniert die Bands. Die rufe ich gleich mal an." Da sie meine Nummer auch hat, begrüßt sie mich auch gleich freudig. "Hallo Steffi, was kann ich für dich tun?" fragt sie. "Sandra und ich sind auf einer Paddeltour an der Echobrücke und hier spielt ein netter Mensch ein super Saxophon", leite ich ein und erzähle Britta die ganze Story. Das Handy habe ich auf laut, das Terry mithören kann. Er ist nach meiner Ansprache auch etwas geschmeichelt. "Kann ich deine Telefonnummer vielleicht haben, Terry?" fragt Britta, "ich rufe dich dann gleich zurück." Was Terry auch gleich macht. "Danke", sagt Britta, "ich rufe dich gleich an." "Warte nochmal fünf Minuten, dann können wir nochmal in Ruhe Tschüss sagen", sage ich zu Britta. So machen wir das", sagt Britta noch. Terry bedankt sich begeistert bei uns. Wir sind ebenfalls begeistert. "Wir sehen uns dann vielleicht. Ich bin morgen Abend da", sage ich noch zum Abschied. "Mal schauen", sagt Terry. Als wir grade ablegen klingelt auch schon sein Handy. Wir winken noch, dann nehmen wir langsam Fahrt auf.

Nach ein paar Metern dreht sich Sandra noch mal um und winkt. Terry winkt zurück. "Ich habe da eben noch was anders gesehen", sagt Sandra grinsend. "Nicht etwa unsere Tretbootfahrer?" frage ich erstaunt. "Doch", sagt Sandra immer noch grinsend. "Haben die dieses schwere Boot über das Wehr gewuppt? Unglaublich", staune ich. Der Höhenunterschied ist zwar nur maximal 2 Meter je nach Wasserstand, aber das deren Boot ist nicht grade leicht. 100kg wiegt so eins locker. "Denken die sie kriegen mit uns noch einen schönen Tagesabschluss?" frage ich naiv, "besteht ja auch die Möglichkeit, dass sie ja auch die Hucke voll kriegen könnten." "Jaja, der Blutengel wieder", lacht Sandra. "Lass mal, mittlerweile freunde ich mich sogar mit ihm an", sage ich. Sandra schaut nach hinten und lächelt mich super süß an. "Wenn ich die Gegend hier richtig auf dem Schirm hab, dann kommt doch da noch ein Wehr, bevor wir bei deinen Eltern sind", sage ich, "hinten an der Mühle." "Genau", sagt Sandra. "Pass auf, die beiden treibgesteuerten schleppen das Boot da auch noch da rüber", sage ich grinsend. "Auch wenn ich mich wiederhole, dein Humor und deine Lockerheit, das mag ich so gerne", sagt Sandra dann und schaut wieder lieb lächelnd nach hinten. Ich zwinkere ihr zu. "Das ist aber noch mal eine ganz schöne Strecke bis zu deine Eltern", sage ich. "Ist dir das zu lang?", fragt Sandra. "Nöö, ich habe eher an die beiden Deppen gedacht", antworte ich, Immerhin haben die nur ein geliehenes Boot, aber nicht unser Problem." "Sehe ich auch so", sagt Sandra, "lass uns noch mal ein bisschen "Gas" geben." Wir sind mittlerweile richtig gut eingespielt, Wir knien im Boot, stützen uns mit dem Po an der Sitzbank und halten den Oberkörper grade, nur die Arme bewegen sich. Im Takt ziehen unsere Paddel durch das Wasser. Wir fahren grade am Südsee vorbei. Hier sind noch viele Spaziergänger unterwegs. Natürlich fallen wir auch hier auf. "Schau mal, wie anmutig die beiden aussehen", sagt eine ältere Frau zu ihrem Mann. Freundlich grüßen wir durch nicken mit dem Kopf. Ein Mann schaut uns lange hinterher. "Kannst Du das irgendwie nachvollziehen?" fragt Sandra. "Na klar", sage ich, "ich staune immer wieder über das niedliche Mädchen im Spiegel." "Magst Du dich gerne anschauen?", fragt Sandra weiter. "Ja, manchmal träume ich sogar davon im Zwillingsbruder Modus diesem Mädel gegen über zustehen. Ich würde mich auf der Stelle in sie verlieben", antworte ich. Sandra schaut mich wieder an. Sie hat feuchte Augen. "Ist das niedlich", sagt sie dann. Eine Weile paddeln wir ohne was zu sagen weiter. "Hab ich eine tolle Partnerin", sagt Sandra. Dann dreht sie sich wieder um. "Das ist auch ein Grund warum ich so verliebt in dich bin", sagt sie, "ich habe mich auch auf der Stelle in dich verliebt." " Süße Sandra", sage ich, "beim nächsten aussteigen dürfen Sie ihre Partnerin Küssen." "Das hätte ich sowieso gemacht", lacht Sandra.

Jetzt kommen wir an dem anderen Wehr an. "Super, die Bootsrutsche läuft", sagt Sandra, "am dem Wehr vorhin hab ich da gar nicht drauf geachtet. "Die lief auch", sage ich. "Toll, da fahren wir doch auf dem Rückweg runter, oder?" "Unbedingt", antworte ich lächelnd. Wir legen an und holen das Boot aus dem Wasser. Nachdem es abgelegt ist, umarmt mich Sandra und wir verfallen in einen langen schönen Kuss. "Ach Steffi", seufzt Sandra. Wir schauen uns verliebt an, setzen dann das Boot wieder ein und fahren weiter. "Hier geht ja die ganze Zeit ein Weg am Ufer lang", sage ich, "kommen wir von hier auf das Grundstück?" "Ja, das geht, lass dich überraschen", sagt Sandra lächelnd. Nach kurzer Zeit sagt sie dann: "Jetzt mal langsamer und linkshalten." "Aha!" sage ich, als ich einen kleinen Abzweig sehe. Langsam fahren wir drauf zu. Der Weg führt drüber weg. Unsere Köpfe müssen wir etwas einziehen. "Raffinös", sage ich begeistert. Dann kommt ein Tor. Sandra kniet sich vorne in den Bug und macht sich lang. "Was für ein Po!" flaxe ich. "Greif zu!" flaxt sie zurück. "Würde ich gerne, aber dann könnte es sein, dass wir uns wässern", sage ich grinsend. "Stimmt", lacht Sandra. Wir gleiten langsam durch das Tor. "Einfach zudrücken", sagt Sandra, was ich auch mache. "Was ist ja schön verwunschen hier", staune ich, "würde mich nicht wundern, wenn hier gleich Elfen und Trolle um die Ecke kommen." "Hihi", sagt Sandra. Es knackst im Gebüsch, aber statt eines Trolls, kommt ein Hund aus dem Gebüsch. "Woff", sagt er leise. Ich erkenne sie sofort. "Franzi! sage ich begeistert. Und hopp! springt sie in unser Boot. Ein Steg ist hier auch gleich, an den uns Sandra ran zieht. Ich kraule Franzi derweil durch. "Franzi", ruft eine bekannte Stimme. Kurz danach kommt Elvira, Sandras Mutter zum Steg. "Ach das ist ja eine Überraschung", sagt sie. Hans kommt kurz danach und noch ein Paar. "Hey Hallo", grüßt Hans. Ohne uns abgesprochen zu haben, grüßen Sandra und ich: "Hugh!" Im nächsten Moment lachen wir los. Sandra, Franzi und ich steigen aus. Jetzt ist erstmal große Begrüßung. Elvira und Hans drücken uns. "Herzlich willkommen, das ist ja eine schöne Überraschung", sagt Elvira. Sandra geht weiter. "Hallo Bruderherz, schön euch wieder zu sehen", sagt sie und drückt ihn. Dann drückt sie seine Frau. "Hallo Carola", sagt Sandra. Ich halte mich erst zurück. Sandra wendet sich mir zu. "Mein großer Bruder Thomas, mit seiner Frau Carola", sagt sie zu mir und dann zu Thomas und Carola: "Meine Lebensgefährtin Stefanie." Wir nehme uns auch leicht in den Arm. "Angenehm", sage ich. "Wir haben eben schon einiges von dir gehört", sagt Thomas lächelnd. "Lasst uns mal zur Terrasse gehen", sagt Elvira, "habt ihr Hunger?" "Och ein bisschen", sagt Sandra. "Na dann kommt mit", sagt Evira lächelnd.
Wäre ich schlank, würde euch das nur unnötig geil machen...
Antworten

Zurück zu „(Eigene) Berichte und Geschichten“