Was lest Ihr so?
Was lest Ihr so? - # 21

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Renée
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Re: Was lest Ihr so?

Post 301 im Thema

Beitrag von Renée »

Nach dem ich Stephen Howkings "kurze Antworten auf große Fragen" gerade beendet habe (888) , bin ich nach dem aktuellen Kinofilm mal wieder bei "Dune, der der Wüstenplanet" gelandet. 😊.
Liebe Grüße
Renée

Wenn jemand zu Dir sagt "Das geht nicht". Denk daran, es sind seine Grenzen, nicht Deine.
Marlene K.
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Re: Was lest Ihr so?

Post 302 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Ich gebe hier mal eine Empfehlung der Magnus-Hirschfeldt-Gesellschaft weiter:
https://www.hentrichhentrich.de/buch-ch ... laque.html
Der Lebensweg der Deutsch-Amerikanerin Charlotte Charlaque (1892—1963) führt gleich mehrmals über den Atlantik — von Mährisch Schönberg über Berlin, San Francisco und Prag nach New York. Als Jüdin verließ Charlaque 1934 das nationalsozialistische Deutschland. Acht Jahre später gelang ihr der lebensrettende "Sprung" in die USA. In New York wurde sie als ungekrönte Königin der Uferpromenade von Brooklyn Heights eine schillernde Berühmtheit. Sie nannte sich jetzt gern Charlotte von Curtius. Was aber nicht einmal ihre engsten Freunde wussten: Ihr neuer Nachname war eine Anspielung auf ihren alten Geburtsnamen. Denn als Charlotte Charlaque geboren wurde, gingen ihre Eltern davon aus, dass sie ein Junge sei und gaben ihr den Namen Curt "¦
Ich selbst lese gerade "Not a Happy Family" von Shari Lapena https://www.luebbe.de/bastei-luebbe/aut ... id_6009182 vom Juli 2021, deswegen wohl auch noch nicht auf deutsch erschienen.
Im Rahmen eines Krimis verhandelt die Autorin in diesem Buch die Geschichte einer wohljhabenden Kindheit mit einem absolut narzistischen Vater... ich erkenne Parallelen zu Menschen die ich kenne...
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Jasmine
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Re: Was lest Ihr so?

Post 303 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Ich habe nun meine Bibel durchgelesen. Bin ich nun gläubiger? Ich habe sie nicht studiert sondern wie jedes andere Buch gelesen. Es war interessant, aber ich bin froh diesen dicken Schmöker nun durchgelesen zu haben. Für mich ist es ein Buch oder eine Sammlung von Schriften. Sie hat mit meinem Glauben zu tun und es hat mir schon etwas gebracht diese Schriften zu lesen.

Nun habe ich schon ein anderes Buch im Visier. Aber dazu später wenn ich anfange es zu lesen.

Liebe Grüße Jasmine
Andrea_Gisela
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Re: Was lest Ihr so?

Post 304 im Thema

Beitrag von Andrea_Gisela »

Pascal Mercier: Das Gewicht der Worte
scheue_Sarah
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Re: Was lest Ihr so?

Post 305 im Thema

Beitrag von scheue_Sarah »

Wladimir Kaminer:
Liebesgrüße aus Deutschland

Kaminer ist ein Jounalist russischer Abstammung, lebt in Berlin und schreibt ab und zu die Glosse in meiner Tageszeitung.
Sehr humorvoll, wie er oft "typisch deutsch" mit den Gepflogenheiten seiner Tante in Russland vergleicht...

Immer in kleinen Häppchen auf 2-4 Seiten, also etwas für zwischendurch...
"Don't dream it, be it!"
aus der Rocky Horror Picture Show

"Es braucht einen echten Mann, um sich mit seiner weiblichen Seite wohlzufühlen..."
Backstreet Boy AJ McLean aus Solidarität zu Harry Styles' Foto im Kleid auf der Vogue
scheue_Sarah
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Re: Was lest Ihr so?

Post 306 im Thema

Beitrag von scheue_Sarah »

Gestern habe ich es mir gekauft:
der neue Asterix-Band "Asterix und der Greif"

Das ist Abschalten pur, die Gallier begleiten mich schon seit meiner Kindheit (nur habe ich damals die versteckten Gags oft nicht verstanden...)
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Mirjam
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Re: Was lest Ihr so?

Post 307 im Thema

Beitrag von Mirjam »

Ich habe mir mal einen Klassiker vorgenommen: "Mein Name sei Gantenbein" von Max Frisch. Der lag vor einiger Zeit in der Büchertauschkiste beim Bioladen um die Ecke. Hmm ... es ist nix wirklich "leichtes", mal sehen, wann ich es schaffe weiterzulesen. Ich bin da schließlich schon mehr als ein paar Wochen dran ... ;)

LG, Mirjam
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Re: Was lest Ihr so?

Post 308 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2021-11-20 »

Seit ein paar Wochen kämpfe ich mich durch eine Neuauflage von Wilhelm Reichs
Massenpsychologie des Faschismus
Lebe jeden Tag, als sei es Dein Erster
Marlene K.
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Re: Was lest Ihr so?

Post 309 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Zum Thema Faschismus lese ich neben anderem und Brief für Brief die "Berliner Briefe" von Susanne Kerkhoff https://de.wikipedia.org/wiki/Susanne_Kerckhoff in der dritten Auflage von 2020.

Es ist ein Roman in Briefform der 1950 verstorbenen Autorin aus dem Jahr 1948. Es ist ein tiefer und intensiver Blick in das lebensgefühl dieser Zeit.

Alles Liebe wünscht

Marlene
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Anne-Mette
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Re: Was lest Ihr so?

Post 310 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Worüber wir nicht sprechen sollen - es jetzt aber trotzdem tun
Ein Manifest über den weiblichen Körper

Das Buch habe ich heute erst abgeholt; aber ich konnte es natürlich nicht lassen, schon einmal darin zu "blättern", auch wenn ich noch ein anderes Buch in Arbeit habe.

Manches erinnert mich an das dänische Luder Manifest; aber vieles ist ganz anders - und heftig, geht es doch auch um Beschneidung, Krankheit, Gewalt, eine wohnungslose Frau...

Ich brauche Lesezeit!

manifest-ueber-den-weibl-koerper.jpg
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Valerie Bellegarde
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Re: Was lest Ihr so?

Post 311 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Hallo liebes Forum,

Ich lese meistens "quer durch den Garten", d.h. versuche mich bei der Lektüre von Büchern mich a priori auf bestimmte Genres festzulegen. Das sieht in der Praxis so aus, dass ich bei Blättern meistens schon nach den ersten Sätzen weiß, ob ich es weiterlesen oder weglegen werde. Deshalb sieht meine Liste der von mir kürzlich angefangenen Bücher auch recht bunt aus:

1) Jonasan Jonasson: "Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte". Ein witziges Buch voller Ironie und mit tausend seltsamen Wendungen, und bestimmt keine schwere Literatur, sondern flüssig zu lesen, aber trotzdem: Achtung das Buch hat eine ernsthafte Aussage, vielleicht auch mehrere. Von demselben Autor gibt es auch die Geschichte von dem "Hundertjährigen, der aus dem Fenster stieg und verschwand". Gleicher Stil und derselbe Welterfolg.

2) Hermann Hesse: "Der Steppenwolf" Dieses Buch ist natürlich ein anderes Kaliber, aber trotzdem m.E. flüssig zu lesen. Ich werde euch hier keine Rezension des Steppenwolfs präsentieren, nur soviel: Obwohl es schon 1927 geschrieben wurde, begründete es den weltweiten Ruf des Autors und trug auch später, in den 50er und 60er Jahren und später dazu bei, gesellschaftliche Megatrends anzustoßen, beispielsweise auch die Hippiebewegung. Vielleicht kennt der/die eine unter euch auch die gleichnamige amerikanische Rockgruppe. Lesenswertes Buch, nicht leicht, aber immer spannend.

Liebe Grüße, Valerie :()b
Ulrike-Marisa
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Re: Was lest Ihr so?

Post 312 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Moin,

...wegen einer Vorbestellung habe ich in der Bücherei nicht den zweiten Teil der Krimiserie des Dresdener Autors Frank Goldammer bekommen aber dafür vom gleichen Autor einen anderen Krimi, der auch in Dresden spielt. Die Geschichte: Zwei fremde Leben, handelt von einer Kindesentführung in Dresden der 70-ziger Jahre. Ein Kind wird einer Frau nach der Geburt vorenthalten und für tot erklärt, lebt aber in einer anderen Familie dann als Adoptivkind weiter. Das Buch ist wie aus dem Leben gegriffen und spannend geschrieben. Wer sich auch für solche Thematiken interessiert, wird es angelesen kaum mehr aus der Hand legen wollen.

Grüße, Ulrike-Marisa
Belinda
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Re: Was lest Ihr so?

Post 313 im Thema

Beitrag von Belinda »

Ich möchte hier zwei Bücher vorstellen, die eng miteinander verbunden sind.

Zum einen: UWE WITTSTOCK "FEBRUAR 33 - DER WINTER DER LITERATUR"
und: ANATOL REGNIER "JEDER SCHREIBT FÜR SICH ALLEIN"

Beide Bücher beschäftigen sich mit der Rolle der Kunst, Literatur und der Schriftsteller zu Beginn (Wittstock) und während (Regnier) des dritten Reiches.

Wittstocks Februar 33, erstklassig recherchiert, beleuchtet die kurze Zeit, in der die Nationalsozialisten mit kaum für möglich gehaltener Geschwindigkeit die totale Machtübernahme vorbereiteten. Wie ein Krimi zu lesen erleben wir an sehr lebendig geschriebenen Biographien zahlreicher Schriftsteller, wie dieser Februar 33 sich mit brutal schneller Geschwindigkeit wie ein dunkles Tuch über eine blühende Kultur senkte. Spannend und beklemmend zugleich.

Regniers Jeder schreibt für sich allein beleuchtet ebenfalls den Februar 33 kurz, behandelt aber hauptsächlich die Zeit während des dritten Reiches und, fast noch spannender, die Zeit danach. So wertungsfrei wie möglich beschreibt er die Rollen derer, die in Deutschland bleiben aber auch der Künstler, die ins Ausland flüchteten. Durch die Betrachtung der Kunst und Literatur erleben wir neue, teils sehr intime Einblicke in Macht- und Gewaltstrukturen des dritten Reiches.

Trotz des beklemmenden Themas und der teils akribisch genau recherchierten Details sind beide Bücher sehr flüssig und lebendig zu lesen. Ich habe beide regelrecht verschlungen. Beide Bücher machen die oftmals sehr unterschwellig, manchmal nur zu erahnende Gewalt begreifbar und anschaulich, eine Gewalt gegen Andersdenkende und Anderslebende.
Somit leider immer noch sehr aktuelle Literatur. Und an mancher Stelle stellt man sich die Frage: Wie hätte ich gehandelt? Wieviel Mut hätte ich aufgebracht?
Jasmine
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Re: Was lest Ihr so?

Post 314 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Ich habe mir heute schon mal meine ganzen Zeitschriften mit Rezepten für Plätzchen usw. zum Durchlesen (zeitung) herausgesucht. Heute abend und morgen werde ich diese durchgehen (buch) und entscheiden welche Plätzchen ich für meine Menalee und mich backen werde.
Liebe Grüße Jasmine
Marlene K.
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Re: Was lest Ihr so?

Post 315 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Belinda hat geschrieben: Di 9. Nov 2021, 12:00 Ich möchte hier zwei Bücher vorstellen, die eng miteinander verbunden sind.

Zum einen: UWE WITTSTOCK "FEBRUAR 33 - DER WINTER DER LITERATUR"
und: ANATOL REGNIER "JEDER SCHREIBT FÜR SICH ALLEIN"

Beide Bücher beschäftigen sich mit der Rolle der Kunst, Literatur und der Schriftsteller zu Beginn (Wittstock) und während (Regnier) des dritten Reiches.

Wittstocks Februar 33, erstklassig recherchiert, beleuchtet die kurze Zeit, in der die Nationalsozialisten mit kaum für möglich gehaltener Geschwindigkeit die totale Machtübernahme vorbereiteten. Wie ein Krimi zu lesen erleben wir an sehr lebendig geschriebenen Biographien zahlreicher Schriftsteller, wie dieser Februar 33 sich mit brutal schneller Geschwindigkeit wie ein dunkles Tuch über eine blühende Kultur senkte. Spannend und beklemmend zugleich.

Regniers Jeder schreibt für sich allein beleuchtet ebenfalls den Februar 33 kurz, behandelt aber hauptsächlich die Zeit während des dritten Reiches und, fast noch spannender, die Zeit danach. So wertungsfrei wie möglich beschreibt er die Rollen derer, die in Deutschland bleiben aber auch der Künstler, die ins Ausland flüchteten. Durch die Betrachtung der Kunst und Literatur erleben wir neue, teils sehr intime Einblicke in Macht- und Gewaltstrukturen des dritten Reiches.

Trotz des beklemmenden Themas und der teils akribisch genau recherchierten Details sind beide Bücher sehr flüssig und lebendig zu lesen. Ich habe beide regelrecht verschlungen. Beide Bücher machen die oftmals sehr unterschwellig, manchmal nur zu erahnende Gewalt begreifbar und anschaulich, eine Gewalt gegen Andersdenkende und Anderslebende.
Somit leider immer noch sehr aktuelle Literatur. Und an mancher Stelle stellt man sich die Frage: Wie hätte ich gehandelt? Wieviel Mut hätte ich aufgebracht?
Meinen ganz persönlichen Dank für diese spannenden Bücher und der anregenden Beschreibung... mal sehen, ob unsere Bibliothek die hat...
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
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