Hi Anna,
mir kommen auch so mancher Gedanke an die Zeit hoch, die für mich schwierig waren. Aus heutiger Sicht war das aber der Beginn für einen neuen Lebensabschnitt. Ich habe leider einige Jahre gebraucht, bis ich das für mich erkannt habe. Es ist eine Chance, die Weichen in Deinem Leben neu zu stellen und den Zug in eine Richtung fahren zu lassen, die viel mehr zu Dir passt. Ich habe erst den alten Ballast abwerfen müssen. Der saß ganz schön hartnäckig an mir fest. Aber erst das Ablegen alter "Glaubenssätze" hat mich näher zu mir gebracht.
Ja der Verlust des "Ehemannes" ist wohl das Schlimmste für eine Partnerin.
Ich weiß nicht, ob das jetzt eine hilfreiche Sichtweise ist. Eure Trennung ist wahrscheinlich unausweichlich gewesen, weil ihr beide auf unterschiedlichen Ebenen lebt. Die gemeinsame Idee, auf die Eure Beziehung beruhte, dürfte Euren individuellen Haltungen zu dem persönlichen Leben das Euch bestimmt, nicht mehr passen. Wenn man in seinem Leben eine Haltung verändert, kommt viel Dynamik ins Spiel. Dann ist auch die gemeinsame Idee der Beziehung zu überarbeiten. Das kann klappen, muss es aber nicht. Auch wenn, vielleicht auch gerade weil, es schmerzhaft ist, birgt es die Chance, tiefgreifende Veränderungen zu verwirklichen.
Eine Trennung/Scheidung ist nicht das Ende des Lebens, es ist der Anfang von etwas Neuem, wenn man bereit ist, an sich selber zu arbeiten. Eine Trennung ist nicht etwas Schlechtes, sondern es ist eine Option.
Ich kann nur für mich sprechen, weil jedes Leben anders ist, aber vielleicht gibt es Dir eine Anregung, Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
Alles Gute