Seite 3 von 7
Re: Wind und Wellen
Verfasst: Fr 27. Dez 2013, 11:12
von Lina
Linda K hat geschrieben:Vielen lieben Dank Anne-Mette und dem Aschenputtelchen für die lieben Tipps.
Wir werden mit dem Trailer vom Niederrhein aufbrechen und vermutlich uns erstmal die Schlei angucken (gegen Untiefen wird es doch wahrscheinlich Karten geben), ich glaube, der Ostsee fühl ich mich noch nicht gewachsen.

Ich schreib Euch dann mal, wie es gewesen ist!
Greetings,
Linda
Untiefen:
Um es ganz krass zu sagen: Es gibt Seekarten. Eigentlich setzt man voraus, dass Leute sich über Sicherheitsvorkehrungen und Verkehrsregeln etc. informieren, bevor sie auf dem Wasser los fahren. Darunter auch sich aktuelle Karten besorgen.
Ich sage das so, weil es bestimmt nicht nett ist, z.B. dem Kajak unterwegs zu sein und dann kommen irgendwelche Bootsfahrer, die offensichtlich nicht die geringste Ahnung von den Gesetzen haben ...
Re: Wind und Wellen
Verfasst: Mi 29. Jan 2014, 10:06
von Anne-Mette
Moin,
mal wieder etwas für "Wind und Wellen". Sehr brutal auf Grund gesetzt:
http://www.telegraph.co.uk/travel/trave ... ferry.html
und so sah es der Steuermann:
Gruß
Anne-Mette
Re: Wind und Wellen
Verfasst: Mi 29. Jan 2014, 11:27
von Ulrike-Marisa
Moin zusammen,
die Grundberührungen für normale Segler auf der Schlei sind da wohl schon etwas sanfter aber durchaus auch sehr unangenehm, was die Strandung an den zahlreichen Untiefen angeht. Ein schräg liegendses Segelboot, das mit großer Lage aufläuft, ist schwer wieder von der Untiefe oder von der Kante zu ziehen. Dabraucht es meiost Maschinenkraft oder selber aussteigen und schieben, soweit das gewichtsmäßig noch geht...alles schon gehabt als Schleisegler/in. Trotzdem ist die Schei ein sehr schönes Revier, auf dem ich täglich segeln könnte, wenn die Zeit reichen täte.
Liebe Grüße, Ulrike-Marisa
...liebe die Welt auch im Kleinen...

Re: Wind und Wellen
Verfasst: Di 1. Jul 2014, 20:06
von Anne-Mette
Mal wörtlich genommen:
Gruß
Anne-Mette
Re: Wind und Wellen
Verfasst: Do 10. Jul 2014, 00:30
von Vincent
Uijuijui,
die Videos, vor allem das letzte, erinnern mich an die gewagte Idee eines Segelturns um Irland.
Windstärke immer zwischen 5 und 8, echtes sch... Wetter, Zeitdruck der zu einigen Nachtfahrten führte, von Baum bis Segel und Ruder, alles der Reihe nach mal kaputt, und dass alles gut ausgegangen ist, war wohl nur zwei Faktoren zuzuschreiben:
Erstens Glück und zweitens unserem Skipper, einem extrem erfahrenem Fregattenkapitän der Marine (AD), mit gewöhnungsbedürftigem Befehlston.
Nein, entspannend war es nicht, aber eine Erfahrung. Unser Skipper stand die meiste Zeit am Ruder, ich war unter Deck, habe mich um Navigation, Radar usw. gekümmert und der Rest der Besatzung was fast die ganze Zeit offline wegen Seekrankheit.
Ich habe dabei immerhin gelernt, dass Seefahrt eher nichts für mich ist, und ich lieber bei der Luftfahrt bleibe.
Re: Wind und Wellen
Verfasst: Do 10. Jul 2014, 08:57
von Ulrike-Marisa
Moin Lina,
für Yacht-Charterungen gibt es sicher Regelungen, auch die Windstärke betreffend und damit auch die Schiffssicherheit. Da hilft nur direkt nachfragen bei potentiellen Charterern, da es bestimmt individuelle Vertragsbedingungen gibt.
LG, Ulrike-Marisa von der Windsbraut

Re: Wind und Wellen
Verfasst: Mo 14. Jul 2014, 09:30
von Anne-Mette
Moin,
es beginnt das Aufschwimmen der "Costa Concordia", die abgeschleppt werden soll.
Bei tv2 gibt es live-Bilder. Bevor es losgeht kommt allerdings eine Werbung:
http://nyhederne.tv2.dk/udland/2014-07- ... nder-i-dag
Gruß
Anne-Mette
Re: Wind und Wellen
Verfasst: Do 17. Jul 2014, 09:52
von Lina
Ulrike-Marisa hat geschrieben:Moin Lina,
für Yacht-Charterungen gibt es sicher Regelungen, auch die Windstärke betreffend und damit auch die Schiffssicherheit. Da hilft nur direkt nachfragen bei potentiellen Charterern, da es bestimmt individuelle Vertragsbedingungen gibt.
LG, Ulrike-Marisa von der Windsbraut

Ja, einige setzen - wegen Versicherungsschutz - die Grenze bei 7 Beaufort.
Re: Wind und Wellen
Verfasst: Do 17. Jul 2014, 13:22
von *~Laura~*
Also da, wo's anfängt, Spaß zu machen

...
Re: Wind und Wellen
Verfasst: Do 17. Jul 2014, 14:27
von Ulrike-Marisa
Moin,
...bei meiner 63 Jahre alten folkebootähnlichen Windsbraut muss ich da schon mal das 2.Reff einlegen und die kleine Fock setzen. Dann macht es Spass, sonst ist zu viel Kränkung im Schiff und zu großer Druck im Segel, der dann nichts mehr bringt.
Gruß, Ulrike-Marisa

Re: Wind und Wellen
Verfasst: Do 17. Jul 2014, 14:39
von petra
Lina hat geschrieben:Ja, einige setzen - wegen Versicherungsschutz - die Grenze bei 7 Beaufort.
jaja und wenn das dann unterwegens passiert ???? 'papiergrenze!!' muß drinstehen, ist aber
rechtlich nicht wirksam, es sei denn grob fahrlässig.
*~Laura~* hat geschrieben:Also da, wo's anfängt, Spaß zu machen

...
ja genau deiner meinung!
Lg
Petra
Re: Wind und Wellen
Verfasst: Do 17. Jul 2014, 15:21
von Ulrike-Marisa
Moin,
..."vor Gericht und auf hoher See sind alle auf den lieben Gott angewiesen" - sagt frau/man so. Ich denke die Klauseln sollen den gesunden Menschenverstand ansprechen, dass niemend mit dem Charterboot bei Wind über Stärke 7 rausfährt und sich und andere in Gefahr bringen kann, auch wenn das Papierklauseln sind. Wer draußen ist, sollte nicht nur, sondern muss in der Lage sein und über die Erfahrung verfügen, mit Starkwind umzugehen zu können und das Schiff auch dann noch sicher zu führen und zu handhaben. Wer das nicht kannund dazu nicht recht in der Lage ist, hat draußen bei Starkwind nicht zu suchen. Das ist meine persönliche Meinung dazu.
Gruß, Ulrike-Marisa
Re: Wind und Wellen
Verfasst: Do 17. Jul 2014, 15:45
von petra
Ulrike-Marisa hat geschrieben:Moin,
Wer draußen ist, sollte nicht nur, sondern muss in der Lage sein und über die Erfahrung verfügen, mit Starkwind umzugehen zu können und das Schiff auch dann noch sicher zu führen und zu handhaben. Wer das nicht kannund dazu nicht recht in der Lage ist, hat draußen bei Starkwind nicht zu suchen. Das ist meine persönliche Meinung dazu.
Gruß, Ulrike-Marisa
schon richtig, aber nicht immer ist eine wetterfront richtig vorhergesagt und nicht immer sind charterboote in
technisch einwandfreiem zustand. meist merkt man diesen aber erst, wenn es dann knallt. uns so passiert
auf einem übungstörn auf der nordsee mit 3 HSS inhabern an bord. selbst eine rettungsinsel war defekt ...
manchmal kann man eben nichts machen ausser schadensbegrenzung zu betreiben. wenn man erst mal
100sm weg von land ist und das wetter unerwartet so heftig wird, gehts meist nur noch ums nackte überleben.
Petra
ps: uns ist damals zum glück nichts passiert bis auf ein paar lädiere knochen. schiff hatte größere schäden.
war aber versicherungstechnisch kein problem. der NL vercharterer wurde wg. maroder ausrüstung auf
schadenersatz verklagt und verurteilt.
Re: Wind und Wellen
Verfasst: Do 17. Jul 2014, 16:12
von Lina
Trotzdem wird es von jedem Sportbootführer erwartet, dass er sich vor der Fahrt mit den Wettervorhersagen bekannt macht. Die kriegt man z.B. vom Deutschen Wetterdienst und die sind auch immer vorm Hafenmeisterbüro ausgehängt. Auf den Balearen ist auch nicht anders. Man kann ihn also immer für das verantwortlich machen, was er unter Berücksichtigung allgemeinüblichen Regeln hätte wissen müssen. Und wenn die Wettervorhersage 7 Beaufort sagt und unterwegs wird es 10, kann man ihn kaum dafür verantwortlich halten, wenn er dann auch versucht einen geschützten Hafen aufzusuchen.
Wenn es z.B. um den Typ geht, den ich aufgespühlt mit samt seiner Bavaria Yacht auf die Playa de Palma, dann könnte es eng aussehen. Theoretisch kann er von Ibiza übergesetzt sein. Das sind etwa 150 km. Würde auch mit der Richtung stimmen, wo er her kam. Dafür wird er wohl einen halben Tag gebraucht haben. Da müsste es aber schon klar gewesen sein, dass wir etwa 10 erreichen würden (mit Windböhen von ca. 100 kmh). Theoretisch kann er natürlich auch von sonstwo gekommen sein inklusive Nordafrika, Italien und spanisches Festland. Aber das wäre ja auch nachweisbar. (Warum er ausgerechnet bei 10 Beaufort Seitenwind durch eine ganz schmale Hafeneinfahrt wollte (Can Pastilla) wenn er 3,5 km weiter mit dem Wind direkt von hinten in Arenal rein konnte, ist auch rätselhaft.)
Eine "Gummi-Klausel" ist das also nicht. Man muss einfach nur die Tatsachen feststellen. Wenn ich so einen Schadensfall (in diesem Fall nur Mobilkran + Transport) bearbeiten würde, würde ich einfach fragen, von wo er losgefahren ist und auf welchen Wetterbericht er sich bezieht, evtl. das Hafenmeisterbüro dort anrufen und bbestätigen lassen ... so einfach kann man alle Fakten schon vom Telefon aus zusammenstückeln. (Was ich auch hunderte Mal in Reiseversicherungs- und Euroschutzbrieffällen getan habe.) Und dann stellt sich meistens ganz klar aus, ob der Schadensfall innerhalb des Versicherungsvertrags liegt oder auch nicht.
Re: Wind und Wellen
Verfasst: Mo 21. Jul 2014, 09:07
von Ulrike-Marisa
Moin,
gestern auf der Großen Breite vor Schleswig hatten wir stehende Stärke 7 und das mit meiner alten Windsbraut unter Vollzeug platt vor den Laken ein toller Ritt, wie frau/man so sagt in Seglerkreisen; nicht ungefährlich, wenn frau/man an die ständige Gefahr des Querschlagens bei den heftigen Gierbewegungen des Schiffes denkt. Da kann schon mal der Mast bei einer Halse runter kolmmen, ober sonst etwas im Rigg den Geist aufgeben. Ich war auf jeden Fall froh, als ich vor Haddeby endlich die Segel dann runter hatte, weil mit dem Außenborder das Schiff nicht recht im den Wind zu kriegen war bei dem Wellengang und das Schiff nach dem Aufschießer auch sofort quer schlug; da fehlt dann die Zeit alles gleichzeitig hin zu bekommen. Die Fock hatte ich natürlich schn vorher runter geholt und fest gezurrt. Im Hafen haben wir dann erst mal nen Tee getrunken und unseren mitgenommenen Kuchen genossen. Schön wars..
Liebe Grüße, Ulrike-Marisa
...ich hätte auch reffen können, Regatta ist aber auch was...
