Im prinzip gebe ich dir Recht - nur ganz so einfach ist es nun doch nicht.Joana_Lei hat geschrieben: Solange wir uns als Konsumenten nicht selbst an die Nase fassen und nicht immer dem ultimativen Schnäppchen hinterherjagen, wird sich an diesem System nichts ändern. Wir müssen uns bewusst werden, dass die Arbeitsbedingungen in Itzehoe nicht denen in Guangzhou vergleichbar sind und somit der Preis eines heimischen Produktes immer höher sein wird. Leider verdrängen wir viel zu gerne diese Tatsache und sind somit als Konsumenten häufig die treibende Kraft für den Strukturwandel. Wir kaufen gerne billig ein und schlagen dann die Hände über dem Kopf zusammen, wenn heimische Produktionsstätten schliessen. Was sind wir doch für eine verlogene Gesellschaft![]()
Beispiel meine Waschmaschine die ich mir letztes Jahr gekauft habe. Eine Bosch und sie war nicht einmal billig und trotz dem weis ich nicht ob sie in Deutschland gebaut wurde und wenn ja zu wieviel Prozent.
Es war aber auch kein Kaufkriterium - entscheident war die Effizienz bei Strom und Wasser -> Folgekosten.
Anderes Beispiel PC/HiFI Komponenten:
Habe ich hier überhaupt noch eine Auswahl? Kann ich mir die alternative finanziell leisten? Und entspricht sie meinen Bedürfnissen?
Letzter Punkt ist nicht zu verachten - ich kaufe mir ja nicht aus jucks und tollerei ein Produkt sondern weil ich mir davon einen bestimmten Nutzen erwarte.
Dafür bekommst du und deine Kunden von mir ein ganz dickes LobAls Unternehmer müsste ich mich übrigens über sinkende Produktionskosten durch Auslagerung bei gleichbleibenden Verkaufspreisen freuen. (Mehr "Kohle" für mich) Aber irgendwie widerspricht dies meinen ethischen Grundsätzen. So manch einem spanischen Hotelier sage ich auch mal er soll die Preise so lassen wie sie sind und nicht noch weiter senken. Einzige Bedingungen: Keine Kündigungen, keine Lohnsenkungen und gleichbleibende Qualität. Mit der Einstellung schaffe ich es bestimmt nicht auf die Titelseite des "Economist", aber ich kann nachts besser schlafen und fühle mich noch jung genug als Idealist zu gelten und einen kleinen Beitrag für eine bessere Welt zu leisten.
Übrigens gibt es auch noch Mitbürger, die der "Geiz ist geil"-Mentalität nicht zugeneigt sind. Meine Kunden fragen generell nicht nach Angeboten .....
Joana
LG Kerstin