Meine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
Meine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft - # 3

Lebensplanung, Standorte
Sabrina_9223
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Re: Meine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

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Beitrag von Sabrina_9223 »

Sabrina_9223 hat geschrieben: Do 13. Nov 2025, 23:36 ..Mein Plan ist aber nicht, den Urlaub einfach nur so zu machen, sondern ich möchte in dieser Zeit auch ein bisschen mehr testen 😅, was sonst wesentlich länger dauern würde. Ich habe vor, meine Haare davor etwas wachsen zu lassen, um dann eine Haarverlängerung für diesen Zeitraum machen zu lassen 😊.
So kann ich dann direkt testen, wie es denn mit langen Haaren so ist. Eine Perücke habe ich auch, aber ich möchte einfach das richtige Gefühl erleben (he). Auch werde ich mir Gelnägel bei einer Kosmetikerin auftragen lassen. Mit einer Wimpernverlängerung spiele ich auch schon gedanklich, aber hier muss einfach das Gesamtbild dann passen. Infos über einen passenden LGBTQ+ Friseur sowie Kosmetikstudio suche ich aktuell schon.
Mein Plan nimmt Form an 😊
Ich habe ein Geschäft für Haarverlängerungen angeschrieben und meine Situation sowie meine Idee geschildert – und direkt nette E-Mails erhalten, dass es möglich ist (he).
Es werden nun insgesamt 17 Tage 🥰 zusammen mit der Gala. Vielleicht verlängere ich den Urlaub sogar noch :lol:.
Eine Wimpernverlängerung im 1:1-Verfahren und ein professionelles Tages-Make-up werde ich mir ebenfalls machen lassen 😍. Dann kann ich an den anderen Tagen versuchen, das selbst hinzubekommen.
Ich bin gespannt, was mir diese Zeit über mich selbst offenbaren wird und wie ich das Thema danach betrachten werde. Und da das Ganze im Pride Month stattfindet, werde ich mich auch mal zwecks Treffen, Festen und Discoabenden schlau machen 😊.
Aber das Erste, was ich in dieser Zeit machen werde, ist ausgiebiges Shoppen :lol: (he).

Ansonsten werde ich jetzt als Nächstes den Trans*Treff in Gießen am Ende des Monats besuchen, um mich auch öffentlich noch auszutauschen.
Aktuell beschäftigt mich das Thema mit meiner Stimme. Wie macht ihr das denn? Nach ersten Übungen bin ich teilweise sehr überrascht, wie unterschiedlich ich doch klingen kann 😅

Liebe Grüße
Sabrina
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Re: Meine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Post 32 im Thema

Beitrag von Violetta-TransFlower »

Sabrina_9223 hat geschrieben: Fr 14. Nov 2025, 23:31 Es gab so viele Momente, in denen ich es hätte ansprechen können :roll:
Liebe Sabrina,

Da hast Du ja wirklich sehr viele "Gelegenheiten" zur Offenbarung ihr gegenüber "verpasst".
Nun ja, in einer Beziehung ist das natürlich nicht so einfach, besonders dann, wenn es auch noch andere Probleme untereinander gibt.
Dann könnte so eine Offenbarung der letzte Auslöser für eine Trennung sein.
Ich verstehe Dich da aber vollkommen (dr) , ich hätte mich das in meiner langjährigen Beziehung, die 2022 zum Glück zu Ende ging, auch niemals getraut.
Sabrina_9223 hat geschrieben: Fr 14. Nov 2025, 23:31 Deshalb denke ich, dass ich es zuerst bei meiner Ex-Freundin anspreche. Es war ja auch irgendwie der Grund, warum es mit uns auseinandergegangen ist. So bekommt sie dann auch mehr Klarheit.
Sabrina_9223 hat geschrieben: Fr 14. Nov 2025, 23:31 Aber der Punkt, dass sie jetzt Schluss gemacht hat, hat bei mir etwas gelockert.
Ich finde, nachdem ich Deinen gesamten Beitrag gelesen habe, das ist eine sehr gute Idee 💡.
Ja, es hätte sehr viele Möglichkeiten für Dich gegeben, es Ihr zu offenbaren.
Aber das ist Vergangenheit und Du schaust ja auch in die Zukunft und das ist gut so.
An der Vergangenheit kannst Du eh nichts ändern.
Sabrina_9223 hat geschrieben: Di 18. Nov 2025, 20:57 Ich bin gespannt, was mir diese Zeit über mich selbst offenbaren wird und wie ich das Thema danach betrachten werde. Und da das Ganze im Pride Month stattfindet, werde ich mich auch mal zwecks Treffen, Festen und Discoabenden schlau machen 😊.
Aber das Erste, was ich in dieser Zeit machen werde, ist ausgiebiges Shoppen :lol: (he).
Und da hast Du ja gleich eine Menge vor, für das kommende Jahr.
Die Zukunft liegt vor Dir, Hol sie Dir !
Diesen Satz habe ich Anfang diesen Jahres zu mir selbst gesagt und es bis heute umgesetzt.
Ich denke, Du bekommst das, mit gutem Selbstvertrauen, etwas Mut uund Zielstrebigkeit auch hin.

Meine guten Wünsche dafür hast Du jedenfalls.

(rbw)

Ich glaube an Dich !

Deine Violetta💜
🌺 Das Glück 🍀 wohnt wieder in meinem Herzen 💜🙏
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Re: Meine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Post 33 im Thema

Beitrag von Malvine »

Sabrina_9223 hat geschrieben: Di 18. Nov 2025, 20:57 Aktuell beschäftigt mich das Thema mit meiner Stimme.
Es gibt ein paar Punkte, die uns helfen können.
Der erste ist zu akzeptieren, dass wir einen männlichen Hintergrund haben, der immer ein Teil von uns sein wird. Dafür müssen wir uns weder schämen noch rechtfertigen.
Dann kannst du versuchen einfach etwas mehr Melodie in deine Sprache zu bringen, dadurch wirkt es einfach weicher.
Um nicht immer wieder in die Tiefen Basstöne zu rutschen kann man auch versuchen am Ende eines Satzes die Stimme leicht anzuheben. Dann fängst du den nächsten Satz fast schon automatisch in einer höheren Stimmlage an.
And don´t forget to smile! Ein Lächeln in deinem Gesicht ist die beste Möglichkeit auf andere Menschen sympathisch zu wirken, dann ist dem Gegenüber fast schon egal, wie deine Stimme klingt.

LG Malvine
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Re: Meine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Post 34 im Thema

Beitrag von Michi »

Hallo Sabrina,

mir kamen beim Lesen ein paar Gedanken, die ich mit dir (und natürlich auch allen anderen) teilen möchte.

Sabrina_9223 hat geschrieben: Fr 14. Nov 2025, 23:31 Meine Mutter wäre wahrscheinlich nicht überrascht, da sie ja damals die Anfänge quasi mitbekommen hat. Sie ist aber leider sehr gesprächig, weshalb am Ende jeder in der Familie Bescheid weiß,
wenn sie etwas erfährt. Egal, ob ich ihr sage, dass sie es nicht weitererzählen soll – am Ende weiß es trotzdem jeder 🙈
Wenn deine Mutter das nicht negativ sondern positiv sieht, wäre es doch nicht so schlimm. Dann könntest du dich quasi zurücklehnen und ihr die Arbeit überlassen. :wink:

Sabrina_9223 hat geschrieben: Fr 14. Nov 2025, 23:31 Deshalb denke ich, dass ich es zuerst bei meiner Ex-Freundin anspreche. Es war ja auch irgendwie der Grund, warum es mit uns auseinandergegangen ist. So bekommt sie dann auch mehr Klarheit.

Interessant ist, dass sie früher oft erzählt hat, sie hätte Träume gehabt, in denen sie mit einer anderen Frau zusammen war 😅. Das ist mir erst kürzlich wieder eingefallen.
Für sie war das wahrscheinlich eine unterbewusste Wahrnehmung.

Es gab so viele Momente, in denen ich es hätte ansprechen können :roll: – etwa wenn sie immer wieder betont hat, wie sensibel ich bin, oder dass sie es sehr schön findet,
dass ich so viel über Gefühle spreche, was bei Männern eher selten ist.
Wenn ihr so ein gutes Verhältnis habt, spricht für mich nichts dagegen. Du könntest sie ja auch mal im Spaß fragen, ob es vielleicht sein kann, dass du diese Frau warst, von der sie geträumt hat. :wink:

Sabrina_9223 hat geschrieben: Fr 14. Nov 2025, 23:31 Auch als wir in Hamburg waren: Sie wollte unbedingt in die Olivia Jones Bar, und ich habe alles daran gesetzt, dass wir nicht hingehen. Es war für mich eine Mischung aus der Möglichkeit,
es danach irgendwie anzusprechen, und einem total unangenehmen Gefühl 😕. Irgendwie hatte ich Angst davor, dass sie durch mein Verhalten dort etwas falsches von mir denken könnte.
Das war damals eine Zeit, in der ich den Drang wirklich stark verdrängt habe und alles versuchte, um weiter „normal“ zu leben 😶.
Das kenne ich leider nur zu gut. Ich habe früher auch viel getan, um ja keinen Verdacht zu erregen. Eigenartigerweise hatte ich in meiner Jugend immer wieder Freundinnen, die mich zum Fasching auf jeden Fall als Frau sehen wollten. Beim Studium war ich mit einer aus dem Wohnheim zusammen. Die Mädels bekamen dort keine kleinen Kasernenzimmer, sondern hatten komplette Wohnungen, in denen sie jeweils zu dritt (manche auch mit Kind) lebten. Weil auch die anderen aus ihrer WG mit Eifer dabei waren, habe ich gar nicht erst versucht mich zu wehren. Sie hatten sich auch viel Mühe gegeben, mich nicht wie eine Karikatur aussehen zu lassen, und hatten mir auch extra eine Feinstrumpfhose gekauft, die für meine langen Beine geeignet war. Nachdem wir spät in der Nacht wieder zurück im Wohnheim waren, fragte mich meine Freundin sehr direkt, ob ich mich in den Sachen wohlgefühlt hätte. Doch obwohl die Art ihrer Fragestellung stark darauf hindeutete, dass sie die Antwort kannte und zu dem Thema nicht negativ eingestellt war, war ich zu feige und habe es heftig abgestritten. Das habe ich später über Jahre sehr bedauert. Sie hatte noch einen etwas mysteriösen Ex-Freund der manchmal vorbei kam, sowie einen schwulen Kumpel, der auch teils weiblich gekleidet unterwegs war. Außerdem fuhr sie regelmäßig 1 Mal im Monat zu einem festen Termin nach Halle, wo niemand genau wusste, was sie da machte. Rückblickend vermute ich, dass es eine Trans* SHG*) gewesen ist, und mit ihrem Ex-Freund und/oder dem Kumpel zu tun hatte. All das ist mittlerweile über 30 Jahre her, und wahrscheinlich habe ich mir damals eine große Chance entgehen lassen.

*) Damals wusste ich aber noch nicht, dass es solche SHG gibt.

Sabrina_9223 hat geschrieben: Fr 14. Nov 2025, 23:31 Die letzte perfekte Gelegenheit war [...] woran es liegt 😓.
Ihr versteht euch noch gut. Ich sehe kein grundsätzliches Problem, das nachzuholen.

Sabrina_9223 hat geschrieben: Fr 14. Nov 2025, 23:31 Ich muss inzwischen zugeben, dass ich mir eine Ablehnung ihrerseits eher eingeredet habe. Ja, in manchen Punkten ist sie eher konservativ, aber es gibt auch viele andere Seiten an ihr.
Wir waren oft auf Anime-Messen [...]
Deshalb hatte ich auch die Sorge, es während der Beziehung anzusprechen, weil ich mir ohne den Hintergrund, den ich jetzt durch das Forum gewonnen habe, nicht vorstellen konnte, wie es dann weitergehen würde.
Ich denke, es ist nicht so ungewöhnlich, dass Menschen eigentlich neugierig und offen sind, ihnen ihre konservative Prägung aber im Wege steht. Dieses "Was sollen denn die Leute denken?" ist weit verbreitet. Und wenn wir ehrlich sind, haben wir doch diese Gedanken auch im Bezug auf uns selbst.

Sabrina_9223 hat geschrieben: Fr 14. Nov 2025, 23:31 Aber der Punkt, dass sie jetzt Schluss gemacht hat, hat bei mir etwas gelockert.
Ein bisschen habe ich trotzdem Angst, die „Büchse der Pandora“ geöffnet zu haben 😅😆. Aber andererseits ist es einfach schön, sich selbst zu akzeptieren 😊.
Es musste wohl erst mal etwas passieren, damit Bewegung in das Thema kommt. So wie du bis dahin versucht hast, das Thema zu ignorieren und totzuschweigen, ist es nicht verwunderlich, wenn dir die Entwicklung gerade ein wenig Angst macht. So lange man solche Themen im Prinzip nur mit sich selbst ausmacht, ist das normal. Wenn du aber nicht nur online, sondern auch in auch deinem persönlichen Umfeld jemand zum reden hast und Feedback bekommst, wird dir das sicherlich bald die Angst nehmen.


Beste Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Re: Meine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Post 35 im Thema

Beitrag von Sabrina_9223 »

Violetta CD hat geschrieben: Do 20. Nov 2025, 06:43
Ich finde, nachdem ich Deinen gesamten Beitrag gelesen habe, das ist eine sehr gute Idee 💡.
Ich habe das Ganze auch schon eingeleitet 😊. Habe ihr gesagt, dass ich eine Sitzung bei einem Sexualtherapeuten machen werde, um herauszufinden,
warum es so ist, wie es ist – schließlich war das ja der Trennungsgrund. Sie ist total begeistert und hat gesagt, dass sie es sehr begrüßt, einfach damit es mir gut geht.
Wir haben dann noch ein bisschen weitergeschrieben.

Ich denke, das ist die beste Einleitung für das Treffen 😊.
Zumal ich wirklich vorhabe, das Thema bei einer Therapie, Beratungsstelle oder einem Trans*-Treff anzusprechen und zu vertiefen. Dazu später im Text mehr (buch) .
Violetta CD hat geschrieben: Do 20. Nov 2025, 06:43 Und da hast Du ja gleich eine Menge vor, für das kommende Jahr.
Die Zukunft liegt vor Dir, Hol sie Dir !
Diesen Satz habe ich Anfang diesen Jahres zu mir selbst gesagt und es bis heute umgesetzt.
Ich denke, Du bekommst das, mit gutem Selbstvertrauen, etwas Mut uund Zielstrebigkeit auch hin.

Meine guten Wünsche dafür hast Du jedenfalls.
Vielen Lieben Dank 🤗❤️
Malvine hat geschrieben: Do 20. Nov 2025, 13:42 Dann kannst du versuchen einfach etwas mehr Melodie in deine Sprache zu bringen, dadurch wirkt es einfach weicher.
Um nicht immer wieder in die Tiefen Basstöne zu rutschen kann man auch versuchen am Ende eines Satzes die Stimme leicht anzuheben. Dann fängst du den nächsten Satz fast schon automatisch in einer höheren Stimmlage an.
And don´t forget to smile! Ein Lächeln in deinem Gesicht ist die beste Möglichkeit auf andere Menschen sympathisch zu wirken, dann ist dem Gegenüber fast schon egal, wie deine Stimme klingt.
Das klappt erstaunlicherweise wirklich sehr gut, muss es nur noch live mal testen 😄.

MichiWell hat geschrieben: Do 20. Nov 2025, 21:57 Wenn deine Mutter das nicht negativ sondern positiv sieht, wäre es doch nicht so schlimm. Dann könntest du dich quasi zurücklehnen und ihr die Arbeit überlassen. :wink:
Da hast du recht, das wäre dann ein Selbstläufer. Aber dazu muss ich mal ein bisschen fragen, wie sie über so ein Thema denkt. Das fange ich mal an 😅.
MichiWell hat geschrieben: Do 20. Nov 2025, 21:57 Wenn ihr so ein gutes Verhältnis habt, spricht für mich nichts dagegen. Du könntest sie ja auch mal im Spaß fragen, ob es vielleicht sein kann, dass du diese Frau warst, von der sie geträumt hat. :wink:
Das werde ich zumindest beim Outing ihr gegenüber erwähnen. Ich muss nur noch schauen, ob ich das in diesem Jahr noch mache oder dann im Januar 😓.
MichiWell hat geschrieben: Do 20. Nov 2025, 21:57 Es musste wohl erst mal etwas passieren, damit Bewegung in das Thema kommt. So wie du bis dahin versucht hast, das Thema zu ignorieren und totzuschweigen, ist es nicht verwunderlich, wenn dir die Entwicklung gerade ein wenig Angst macht. So lange man solche Themen im Prinzip nur mit sich selbst ausmacht, ist das normal. Wenn du aber nicht nur online, sondern auch in auch deinem persönlichen Umfeld jemand zum reden hast und Feedback bekommst, wird dir das sicherlich bald die Angst nehmen.
Da ist aktuell wirklich sehr viel Bewegung 😶




Nachdem ich nun gefühlt die halbe Nacht schlaflos in meinen Gedanken verbracht habe, muss ich das mal aufs Papier bringen (zeitung) .

Meine Anmeldung liegt jetzt gut über einen Monat zurück, genau wie mein Nachdenken über mich selbst. In der Zeit gab es viele verschiedene Entwicklungen,
wodurch die letzte mir aktuell Kopfschmerzen bereitet 😓. Ich hatte angefangen, mich vor knapp zwei Wochen mit Stimmtraining zu befassen.
Das Ganze war eher aus Neugier, damit das Passing en femme besser klappt und man als Frau wahrgenommen wird.

In der letzten Woche kamen auch einige meiner neuen Bestellungen an, da ich aktuell wegen der Black-Friday-Angebote sehr viel online geschoppt habe 🤩.
Jedenfalls habe ich angefangen, auf dem Weg zur Arbeit sowie auf dem Rückweg immer wieder die Stimme etwas zu trainieren 😅.

Am Mittwoch hatte ich wieder etwas mehr Raum für mich, habe die ersten Versuche mit dem Epilierer gestartet und war seit längerem wieder komplett en femme 😊.
Dann folgte etwas, was seitdem nicht mehr aufgehört hat :roll::
Ich schaute weiter nach Videos zum Stimmtraining, damit ich das auch nicht komplett falsch mache, und landete bei Transgender-Videos , die erklären, wie sie ihre Stimme hinbekommen haben.
Mir wurden dann weitere Videos eingeblendet mit dem Titel: „Bin ich trans? – Dinge, die du ausprobieren kannst.“
Jedenfalls endete das in einer Flut an Videos, die ich mir zu dem Thema angeschaut habe. An sehr vielen Punkten gab es Überschneidungen 😳.

Also, was mache ich nun? Erstmal habe ich eine Mail an den Trans-Treff in Gießen formuliert, da das Reden mit Personen live wohl das Nächst sinnvollste ist.
Die Mail habe ich am nächsten Tag versendet, leider kam ein Autoresponder, dass die Mailadresse nicht mehr existiert 😕.
Daraufhin habe ich nach weiteren Ansprechstellen in Hessen gesucht und mich an LSBTIQ-Hessen und KTD Gießen gewendet. Bisher leider noch ohne Rückmeldung.
Ich war dort in der Mail genauso ehrlich wie hier im Forum und habe nach Beratung bzw. vergleichbaren Treffen in Mittelhessen gefragt.

An diesem Tag ging es auch wieder weiter mit den Videos 😶. Irgendwie lässt mich das Thema aktuell überhaupt nicht mehr los :?.
Es folgten Videos aus den USA, in denen auch kritisch hinterfragt wird, wo genau der Unterschied zwischen Crossdressing zur sexuellen Befriedigung und einer Transidentität liegt.
Auch viele Fragestellungen, die man sich dabei selbst stellen kann, wurden in den unzähligen Videos vorgeschlagen.
Das Schlimme aktuell ist, dass mir die Gedanken nicht mehr aus dem Kopf gehen 😅 und inzwischen einen sehr großen Anteil meiner Freizeit eingenommen haben – okay, auch auf der Arbeit sind die Gedanken da.
Es ist ein bisschen so, als ob da eine Tür war, die einen Spalt offen war, und jetzt geöffnet wurde, die aber nicht mehr geschlossen werden kann :oops:. Die Büchse der Pandora eben.
Lustig ist, dass das auch öfter in den Videos so beschrieben wurde 🙈.

Zum Nachdenken haben mich einige Sachen gebracht 😓, wie der Button-Test, mein ich nenne es mal: "Neid auf das andere Geschlecht", starke Gefühle, sekundäre Geschlechtsmerkmale von Frauen zu besitzen,
und ein gewisses Gefühl beim Anschauen von Transition-Timelines 😳. Das Gefühl nach dem Crossdressing zur sexuellen Befriedigung war anfangs eher wie ein Fetisch,
direkt danach Scham und das Abwerfen der Kleidung, was seit dem Ankleben von Brüsten eher vollständig verschwunden ist 😅. Es ist eher ein Wohlfühlen entstanden,
bei dem das Abnehmen der Brüste eine gewisse Traurigkeit auslöst, dass es nicht so ist, wie ich es mir wünsche :roll:.

Einige Anzeichen und Überlegungen aus der Kindheit, die teilweise noch vor dem Crossdressing liegen, machen mich ebenfalls stutzig.
Irgendwann im Kindergartenalter hatte ich eine Faszination für längere blonde Haare. Ich habe mir oft vorgestellt, selbst solche Haare zu haben, habe es aber nie angesprochen, sondern mir nur vorgestellt.
Dann gab es einen Film, der sehr viel in mir ausgelöst hat. In dem Film erstellt eine Frau sich ihren Traumpartner an einem PC. Nachdem die Frau ihren Mann erstellt hat,
gibt es einen Zwischenfall mit einer Explosion, und aus den Trümmern steigt sie als Mann wieder auf. Keine Ahnung, wie der Film genau heißt, aber er müsste so Ende der 90er, Anfang der 2000er im Fernsehen gelaufen sein.
Jedenfalls hat der Film irgendwie komische Gefühle in mir ausgelöst, im Bezug auf den Wechsel des Geschlechtes :?.
Dann gibt es natürlich noch den Anime Ranma ½, welcher in den 2000ern im Fernsehen lief, und bei dem ich mir gerne vorgestellt habe, dass es sowas wirklich gäbe :roll:.
Danach kam dann erst das Crossdressing in der Pubertät dazu 😅.

Jedenfalls hoffe ich, dass ich nächste Woche durch LSBTIQ-Hessen und KTD Gießen mehr Infos zu entsprechenden Austauschen finden kann.
Möchte mir da jetzt nicht unbedingt irgendwas einreden, was das alles sein könnte 😕, sondern eher mal live das Ganze besprechen und richtig einordnen.

Es ist zumindest aktuell sehr verwirrend und wird gedanklich auch nicht wirklich weniger.
Es fällt mir zumindest in den letzten Tagen schwer, mich auf ein anderes Thema zu konzentrieren 😩.

Liebe Grüße
Sabrina
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Re: Meine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Post 36 im Thema

Beitrag von Sabrina_9223 »

Ich habe meine Stimme jetzt mal mit einer App analysiert: VoiceTools – ein Sprachaufzeichnungswerkzeug für die Transgender-Sprachtherapie.
Und naja, standardmäßig lande ich bei einem androgynen Klang und mit erhöhter Stimme komplett im weiblichen Frequenzbereich 😳. Das hat mich ziemlich überrascht.

Gerade geht mir wirklich eine Menge durch den Kopf..
Ich habe mich über die Jahre nie wirklich komplett geschminkt, sondern immer nur ab und zu Augen-Make-up ausprobiert. Aber nachdem ich mit der FaceApp gesehen habe, wie ich ungefähr in weiblich aussehen würde, habe ich mir in den letzten Wochen einiges zum Testen bestellt. Dazu kamen natürlich all die YouTube-Videos der letzten tage, die einem einen „Test“ bieten sollen, um herauszufinden, ob man trans ist. Einer der Tipps darin war, sich mal zu schminken und zu schauen, wie man sich dann mit dem Bild fühlt – vor allem, weil man so auch ein Bild erschaffen kann, das einer Veränderung durch Hormone nahekommt.

Und naja, gestern Nacht habe ich mich mal komplett geschminkt. Das, was ich gesehen habe, als ich fertig war, hat mir einen Schlag versetzt... :roll: Ich habe rund 600 Bilder von mir gemacht und bin förmlich in Raserei übergegangen 😳. Trotzdem frage ich mich, ob man sich über die Jahre vielleicht auch einfach viel einreden kann. Es ist alles irgendwie verwirrend, gepaart mit Unsicherheit und Angst :?.

Aber ich bin mir sicher, dass eine Beratung oder ein Treffen in Zukunft mehr Klarheit bringen wird. Hoffentlich gibt es in den nächsten Tagen eine Antwort auf meine Mails 😅.
Aktuell versuche ich, durch Videospiele den Kopf freizubekommen, aber so richtig will es nicht klappen, und die Gedanken kreisen weiter..

Liebe Grüße
Sabrina
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Re: Meine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Post 37 im Thema

Beitrag von Andrea75 »

Hallo Sabrina,
Sabrina_9223 hat geschrieben: Sa 22. Nov 2025, 17:06 Das Gefühl nach dem Crossdressing zur sexuellen Befriedigung war anfangs eher wie ein Fetisch,
direkt danach Scham und das Abwerfen der Kleidung, was seit dem Ankleben von Brüsten eher vollständig verschwunden ist . Es ist eher ein Wohlfühlen entstanden,
bei dem das Abnehmen der Brüste eine gewisse Traurigkeit auslöst, dass es nicht so ist, wie ich es mir wünsche .
das Gefühl der Traurigkeit kenne ich nur zu gut. Seit Corona fahre ich mit dem Auto statt mit dem Zug aus Mittelhessen zur Arbeit in dei Nähe von Wiesbaden und nutze die Zeit, um mich weiblich zu kleiden. Morgens nur Kleidung und abends komplett gestylt, meistens mit einem Spaziergang im MTZ, wo ich das erste mal unter Menschen draußen war, oder in Frankfurt. Wenn ich mich dann kurz vor zu Hause wieder abschminke und umziehe, bin ich immer todtraurig. Dann bleiben nur (keine 600 ;-)) Fotos und Erinnerungen an die tollen Gefühle...

Ich habe vor etlichen Jahren, damals war ich Mitte 20 auf der Zeil mal eine von uns getroffen und angesprochen. Sie sagte, ich solle die Zeit nutzen. Heute mit Anfang 50 denke ich oft an die Worte und bereue, dass ich nicht auf sie gehört habe und früher mehr gewagt habe.

Du scheinst es richtig zu machen. Ich wünsche dir alles Gute!

Liebe Grüße
Andrea
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Re: Meine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Post 38 im Thema

Beitrag von Sabrina_9223 »

Andrea75 hat geschrieben: Do 4. Dez 2025, 09:40 Du scheinst es richtig zu machen. Ich wünsche dir alles Gute!
Vielen Dank 😊

Das waren bisher sehr interessante acht Wochen seit der Anmeldung im Forum (so).
Der aktuell nächste Schritt für mich ist nun das erste Outing. Ein Termin ist bereits mit meiner Ex-Freundin ausgemacht und wird diesen Samstag stattfinden 🤗. Wir hatten in den letzten Wochen wie immer sehr viel Kontakt und verstehen uns weiterhin sehr gut. Sie weiß, dass es etwas damit zu tun hat, dass ich sexuell so distanziert war, und ist sehr gespannt. Sie wünscht mir nur das Beste.
Ich bin wirklich neugierig, wie sie reagieren wird – ich denke, das könnte ein längeres Gespräch werden. Die Worte habe ich mir dafür auch schon weitgehend zurechtgelegt.

Zum Forum hatte ich in letzter Zeit etwas weniger Kontakt 😅, da ich bewusst Abstand gebraucht habe. Die Entwicklung wurde immer schneller und die Gedanken gingen kaum noch weg. Ich wurde durch alles, was irgendwie einen Bezug dazu hatte, immer wieder neu getriggert. Mit größtmöglicher Ablenkung habe ich es geschafft, das Thema für zwei Tage komplett beiseitezuschieben 😓.

In der Zwischenzeit ist gefühlsmäßig einiges passiert. Ich war bei einer Trans*-Beratung, was wirklich sehr schön und hilfreich war, genauso wie der Besuch eines TIN+ Treffs 😊. Es tat sehr gut, das Ganze einmal frei vor anderen auszusprechen und live die Perspektiven und Erfahrungen anderer zu hören.

Eben hatte ich hier noch einen sehr ausführlichen Text geschrieben, der mich richtig befreit hat – ich habe ihn vorerst aber wieder entfernt.
Vielleicht dazu später mehr :wink:.

Aktuell geht es mir sehr gut, auch mit Blick auf das, was jetzt noch folgt. Angst vor dem Outing habe ich im Moment keine. Vielmehr bin ich extrem gespannt auf die Reaktion und den daraus entstehenden Austausch.

Liebe Grüße
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Re: Meine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Post 39 im Thema

Beitrag von Claudia-67 »

Hallo Sabrina,
Sabrina_9223 hat geschrieben: Di 16. Dez 2025, 15:56 In der Zwischenzeit ist gefühlsmäßig einiges passiert. Ich war bei einer Trans*-Beratung, was wirklich sehr schön und hilfreich war, genauso wie der Besuch eines TIN+ Treffs 😊. Es tat sehr gut, das Ganze einmal frei vor anderen auszusprechen und live die Perspektiven und Erfahrungen anderer zu hören.
das mit der Beratung und der Treff ist ein guter Ansatz. Dieser Austausch hat mir geholfen gute Ärzte zu finden, die mich bei meinem Weg sehr gut unterstützt haben. In Münster ist das Thema recht gut etabliert, womit wir sogar mehrere Gruppen haben. Als nicht mehr ganz so junge Transfrau ist vor allem der Austausch in der Ü40-Gruppe sehr schön, die auch eher TIN ist.

Der Rest könnte sich bei Dir zum Selbstläufer entwickelt und das mit einer unerwarteten Dynamik. Ich kenne das. Im März ist das endgültige Outing fünf Jahre her. Vä/Pä und Hormone bald vier Jahre. Aufgefressen hat mich niemand, bis auf einige Einzelfälle, leider auch im beruflichen Umfeld, gab es in meinem Umfeld nur Zustimmung. Allerdings ist die medizinische Transition ohne ein ziemliches Durchhaltevermögen und manchmal Durchsetzungsvermögen kaum durchzuhalten. Da muss man immer dran bleiben. Ohne meine Hartnäckigkeit würde ich nicht da sein, wo ich jetzt bin.

Liebe Grüße
Claudia
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Re: Meine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Post 40 im Thema

Beitrag von Sabrina_9223 »

Claudia-67 hat geschrieben: Mi 17. Dez 2025, 00:01 ...
In Münster ist das Thema recht gut etabliert, womit wir sogar mehrere Gruppen haben.
...
Da muss man immer dran bleiben. Ohne meine Hartnäckigkeit würde ich nicht da sein, wo ich jetzt bin.
Hallo Claudia,

bei mir in der Gegend gibt es leider kaum Angebote, deshalb muss ich für die Treffen recht weit fahren. Die meisten finden in größeren Städten wie Frankfurt, Gießen oder Marburg statt – aber die Mühe ist es mir wert 😊.

Allerdings war es auch dort nicht einfach, überhaupt verlässliche Informationen zu bekommen. Teilweise existieren die angegebenen Mailadressen nicht mehr, es kommt gar keine Antwort oder die Zeiten der Treffen haben sich geändert, ohne dass dies online aktualisiert wurde 😓.
Von lsbtiq-hessen habe ich seit vier Wochen keine Rückmeldung erhalten, von VLSP* ebenfalls nicht – dort warte ich seit drei Wochen auf eine Antwort zu Beratungsstellen. Online werden zwar Regionen genannt, mit dem Hinweis, man solle sich bei Bedarf per Mail melden: https://www.vlsp.de/beratung-therapie/b ... itgliedern
Warum dann keine Rückmeldung kommt, kann ich mir nur schwer erklären. Vermutlich sind viele Stellen überlaufen oder es fehlt schlicht an Kapazitäten, um solche Anfragen zeitnah zu bearbeiten 😅. Die besten und verlässlichsten Informationen habe ich letztlich bei der Beratung bekommen – nachdem ich hartnäckig geblieben bin und über mehrere Umwege schließlich an die richtige Ansprechpartnerin weitergeleitet wurde.

Das mit dem Dranbleiben habe ich inzwischen auch gemerkt: Einen Therapieplatz zu finden ist wirklich nicht einfach. Die meisten Praxen sind überlaufen, gehen während der Sprechzeiten nicht ans Telefon oder antworten gar nicht auf E-Mails. Aktuell habe ich zwar eine Gruppentherapie in Aussicht, allerdings bisher auch nur mit einem Platz auf der Warteliste.

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Re: Meine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Post 41 im Thema

Beitrag von Claudia-67 »

Hallo Sabrina,
Sabrina_9223 hat geschrieben: Mi 17. Dez 2025, 10:00 bei mir in der Gegend gibt es leider kaum Angebote, deshalb muss ich für die Treffen recht weit fahren. Die meisten finden in größeren Städten wie Frankfurt, Gießen oder Marburg statt – aber die Mühe ist es mir wert 😊.

Allerdings war es auch dort nicht einfach, überhaupt verlässliche Informationen zu bekommen. Teilweise existieren die angegebenen Mailadressen nicht mehr, es kommt gar keine Antwort oder die Zeiten der Treffen haben sich geändert, ohne dass dies online aktualisiert wurde 😓.
Von lsbtiq-hessen habe ich seit vier Wochen keine Rückmeldung erhalten, von VLSP* ebenfalls nicht – dort warte ich seit drei Wochen auf eine Antwort zu Beratungsstellen. Online werden zwar Regionen genannt, mit dem Hinweis, man solle sich bei Bedarf per Mail melden: https://www.vlsp.de/beratung-therapie/b ... itgliedern
Warum dann keine Rückmeldung kommt, kann ich mir nur schwer erklären. Vermutlich sind viele Stellen überlaufen oder es fehlt schlicht an Kapazitäten, um solche Anfragen zeitnah zu bearbeiten 😅. Die besten und verlässlichsten Informationen habe ich letztlich bei der Beratung bekommen – nachdem ich hartnäckig geblieben bin und über mehrere Umwege schließlich an die richtige Ansprechpartnerin weitergeleitet wurde.

Das mit dem Dranbleiben habe ich inzwischen auch gemerkt: Einen Therapieplatz zu finden ist wirklich nicht einfach. Die meisten Praxen sind überlaufen, gehen während der Sprechzeiten nicht ans Telefon oder antworten gar nicht auf E-Mails. Aktuell habe ich zwar eine Gruppentherapie in Aussicht, allerdings bisher auch nur mit einem Platz auf der Warteliste.
die Gruppe werden halt ehrenamtlich organisiert. Vor dem Beginn meiner Umschulung habe ich mich übergangsweise auch in der Hinsicht engagiert und die Pressearbeit für die nicht gerade kleine Gruppe in Münster gemacht. Meine Partnerin leitet in Franken eine kleine Trans-Selbsthilfegruppe. Vor einigen Wochen war sie beispielsweise bei einem Seminar-Wochenende. Andere Veranstaltungen sind da ebenfalls noch zu machen. Das läuft halt alles nebenbei, wenn man noch im Berufsleben steht. Im Zweifelsfall einfach nochmal nett nachfragen. In Münster haben wir glücklicherweise mehrere hauptamtliche Transberater, was bei der Menge an Personen durchaus notwendig ist. Da geht natürlich mehr.

Das mit dem Therapieplatz war bei mir mehr um die Vorgaben zu erfüllen. Irgendwer muss ja die Indikationen für die Krankenkassen schreiben. Zu therapieren gab es da nicht viel. Das Thema trans läuft bei mir eher seit Jahrzehnten und vor fünf Jahren ging es endlich öffentlich los. Die damalige Stubentranse musste endlich raus (ap) (ap) (ap)
Dem Psycho war nach zwei Sitzungen schnell klar, dass das mehr als eine temporäre Laune ist und er hat mich sehr gut unterstützt. Die Pflichtstunden wurden gemacht und dann wurde das eher zum Selbstläufer. Ich weiß aber auch, dass es oft anders ist und viele Sitzungen nötig sind. Wir sind so verblieben, dass ich bei Notwendigkeit einen Termin mache, also falls mal wieder irgendwas geschrieben werden muss. Aber da steht aktuell nichts mehr an.

Liebe Grüße
Claudia
Sabrina_9223
schau
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Re: Meine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Post 42 im Thema

Beitrag von Sabrina_9223 »

Was waren das für zwei Wochen – was für ein Auf und Ab :roll:.

Angefangen hat alles mit dem Outing bei meiner Ex-Freundin. Ich musste erst einmal bei ihr etwas trinken, um überhaupt anfangen zu können.
Es lief dann besser als gedacht, hatte aber im Nachhinein einen nicht schönen Beigeschmack. Ich habe klargestellt, dass das Thema, von dem ich ihr erzählen wollte,
mich schon seit über 20 Jahren begleitet – da hat sie erst einmal geschluckt. Ich nahm noch einen Schluck Rotwein und gestand ihr schließlich, dass ich einen Fetisch für Frauenkleidung habe.
Sie reagierte sehr gelassen und sagte, sie fände das schön. Hätte ich es früher gesagt, hätte sie mich wohl sogar einmal eingekleidet 😅.

Wir haben dann viel darüber gesprochen. Ich erzählte von meiner Kindheit, von meinen Ängsten in der Beziehung und davon, wie lange ich das alles schon verheimlicht habe.
Sie selbst steht eher auf androgyne Männer. Es gab Fragen dazu, ob sich beim Sex etwas geändert hätte, wenn ich weiblich angezogen gewesen wäre.
Ich sagte, wahrscheinlich schon. Sie meinte allerdings, sie wüsste nicht, ob es ihr dann gefallen hätte.

Das Gespräch ging immer weiter, sie hatte viele Fragen. Irgendwann ging es mehr um meine Gefühle, und da war ich ganz ehrlich. Sie konnte nachvollziehen,
dass der Punkt mit den anklebbaren Brüsten noch einmal etwas anderes ist :oops:, wusste aber nicht genau, wie sie das finden würde.
Je mehr ich ihre Fragen beantwortete, von meinem Empfinden berichtete und erzählte, dass ich bereits bei einem Treffen bzw. einer Beratung war, desto klarer wurde das Bild für sie.

Sie sagte schließlich selbst, dass sie glaubt, ich sei zu 90 % trans und würde das wahrscheinlich auch durchziehen, da ich diesen Funken habe,
der mich nicht mehr abbringen lässt, wenn ich mich einmal entschieden habe 🙈.

An diesem Abend flossen viele Tränen. Sie hätte das nie von mir gedacht, da ich eigentlich nicht so wirke.
Aber am Ende ergab für sie vieles Sinn.

Trotzdem hat es sie extrem getroffen, weil der Mensch, den sie kannte, für sie quasi gestorben ist. Ich habe ihr sehr ausführlich erklärt, dass ich – selbst wenn ich diesen Weg gehen sollte –
im Kern noch immer dieselbe Person bin. Der Abend endete mit sehr gemischten Gefühlen :?.

Am nächsten Tag schrieb sie mir eine Nachricht, die für mich leider einen negativen Beigeschmack hatte:
„Und so sehr es schmerzt, müssen wir jetzt unterschiedliche Wege gehen, bleiben aber in Kontakt“

Es hat etwas gedauert, aber wir schreiben wieder. Ich merke jedoch, dass es sie extrem belastet, sobald es um dieses Thema geht.

Das alles hat mich sehr getroffen. Selbst eine Person, die so Tolerant ist, wurde davon so überrollt. Ich hatte große Zweifel, ob ich das weiter verfolgen möchte.
Es hat mich emotional sehr mitgenommen, sie so am Boden zu sehen. Innerlich war ich zerrissen... 😓

Ich habe dann Abstand von dem Thema genommen und versucht, einen klaren Kopf zu bekommen. Das ging ein paar Tage ganz gut, fing dann aber wieder an.
Ich habe es im Geheimen weiter ausgelebt, meine Gefühle und Gedanken dabei beobachtet und gemerkt, dass ich es nun auch bei meinem Bruder und meiner Mutter ansprechen muss –
vor allem bei meinem Bruder, da wir zusammenwohnen.

Ich habe meinen Bruder vorsichtig darauf angestoßen, dass ich mit ihm reden muss. Dass es um mich geht, dass es wichtig ist, dass ich niemandem damit schade und
dass mich dieses Thema seit über 20 Jahren beschäftigt. Er meinte, er wolle erst im neuen Jahr mit mir darüber sprechen. Zwischen den Jahren möchte er kein Thema besprechen,
bei dem er seine Reaktion nicht einschätzen kann.

Gestern war es dann so weit. Ich habe wieder lange überlegt, wie ich es erklären soll, und habe langsam von Anfang an alles erzählt, auch von meinem Fetisch.
Aber auch hier gab es wieder Fragen, die das Ganze sehr in eine bestimmte Ecke gedrängt haben. Das Gespräch war ein ständiges Auf und Ab. Ich habe gesagt, dass ich es selbst nicht genau weiß,
dass ich es erforschen muss und schauen möchte, was es wirklich ist. Ich bin jetzt seit elf Wochen gedanklich damit beschäftigt und kann es selbst noch nicht klar einordnen.
Ich versuche, mit einem Therapeuten zu sprechen und dann weiterzuschauen.
Er meinte, wir bekommen das alles irgendwie hin, aber er brauche Zeit, um es zu verarbeiten, und müsse eine Nacht darüber schlafen.
Danach waren wir noch bei meiner Mutter, und ich habe es ihr ebenfalls erzählt. Sie war extrem gelassen, fing aber sofort damit an, dass ich dann wohl im falschen Körper geboren sei 😅.

Interessant war eine Sache, die ich wieder vergessen hatte: Meine Mutter hat mir früher einmal die Nägel lackiert, weil ich das gerne wollte. Sie hat viel über meine Kindheit erzählt und meinte,
es habe da schon einige Momente gegeben – etwa dass ich ein Puppenhaus oder einen Kaufladen haben wollte oder dass ich gerne lange Unterhosen getragen habe.

In der Nacht nach den Gesprächen fühlte ich mich wie auf Wolke 7 und habe mir auch wieder die Nägel lackiert. Endlich kein Geheimnis mehr. Endlich kann ich zu Hause machen, was ich möchte.
Endlich ich. Endlich kann alles aus den geheimen Ecken raus und in einen normalen Schrank (fwe3)

Heute habe ich meine Sachen ausgeräumt und mich dabei richtig gut gefühlt – wirklich richtig gut. Es war, als wäre ich aus dem Gefängnis entlassen worden (he).
Meine Mutter hatte kein Problem mit meinem Nagellack, und ich habe mich weiterhin gut gefühlt.

Dann kam das böse Erwachen. Mein Bruder kommt damit überhaupt nicht klar. Er möchte nichts davon sehen. Er weiß nicht, wie er mit mir umgehen soll.
Er will auf keinen Fall sehen, dass ich zu Hause Frauenkleidung trage. Er möchte nichts mehr mit mir unternehmen. Er kann mich nicht mehr anschauen. Ich hätte ihn seit meiner Geburt belogen.
Er hat sich betrunken und spricht nicht mehr mit mir. Ich soll ihm erst einmal aus dem Weg gehen...😶

Danach ist für mich wieder alles zusammengebrochen. Ich fühle mich schlecht. Ich zweifle wieder an allem. Ich überlege, wieder alles zu verdrängen, weil es scheinbar nur Leid bringt.
Es ist unfassbar, wie schnell etwas von einem guten Gefühl wieder so stark ins Negative kippen kann :roll: :?.

Ich habe dann noch mit meiner Ex-Freundin geschrieben, aber auch sie hatte keine Lust, darüber zu sprechen. Mit meiner Mutter ist es weiterhin sehr gut,
aber insgesamt ist es für mich extrem belastend, nicht zu wissen, wie es jetzt weitergehen soll.

Ich möchte auf jeden Fall mit einem Therapeuten sprechen, sobald sich ein Termin ergibt. Wie es privat weitergeht, kann ich aktuell nicht sagen. Interessant ist,
dass alle drei eingeweihten Personen direkt sagen, ich sei trans – allein aus dem, was ich erzählt habe. Ich bin in keiner Weise feminin, auch meine Hobbys und mein Auftreten sind es nicht,
das haben auch alle gesagt. Trotzdem kann ich es selbst nicht zu 100 % ausschließen, da es einfach zu viele Gedanken gibt, die genau in diese Richtung gehen.

Ich bin sehr gespannt, wie sich das weiterentwickelt, wenn ich es jetzt mehr auslebe.

Liebe Grüße
Sabrina
"Deine Zukunft ist immer das, was du daraus machst" - Dr. Emmett Brown (Zurück in die Zukunft III)
Michi
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Re: Meine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Post 43 im Thema

Beitrag von Michi »

Hallo Sabrina,

schade, dass es so gelaufen ist. Das tut mir wirklich leid. (dr)

Puh .. was soll ich schreiben? Das weckt Erinnerungen. Ich selbst habe ähnliche Erfahrungen gemacht, nur nicht so geballt wie du, sondern über 10-12 Jahre verteilt. Eine Ex wusste es von Anfang an, dass ich gerne Frauenkleidung trage und fand es gut, hat sich aber nach 3,5 Jahren genau deswegen getrennt. Meine Eltern wissen es seit 10 Jahren, schweigen es aber tot, obwohl sich mein Aussehen mittlerweile deutlich verändert hat. Meine Schwester war beim Erstgespräch auch sehr aufgeschlossen, ist dann aber nie wieder darauf eingegangen, und hat inzwischen den direkten Kontakt zu mir komplett eingestellt. Ich sehe sie nur noch bei unseren Eltern, und da zieht sie mutmaßlich eine Show ab.

Du hast deine Mutter, die zu dir steht. Das ist gut. Vielleicht kann sie dir bei deinem Bruder helfen. Ich habe keine Vorstellung, wie ihr zueinander steht, doch was du kurz beschreibst, vermittelt mir den Eindruck, als wäre für ihn sein Bruder gestorben. Seine Gefühle mit Alkohol zu betäuben, finde ich bedenklich. Da wäre wohl auch ein Therapeut angeraten.

Deine Ex-Freundin .. ich denke, das kannst du am ehesten verschmerzen. Dass du für sie nicht so gewirkt hast, ist nicht verwunderlich. Schließlich warst du die ganzen Jahre darauf trainiert, dich bestmöglich zu verstecken und zu verleugnen.

Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit und alle weiteren Schritte.


Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Lana
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Re: Meine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Post 44 im Thema

Beitrag von Lana »

Liebe Sabrina,

Lass dich mal drücken (dr)

Ganz schön viel auf einmal...

Bei einigen Reaktionen erkenne ich mich wieder, wenn auch die Personen andere waren.

Ich möchte dir Mut zusprechen, zu dir zu stehen, und dein Leben zu leben. Du hast nur dieses eine.

Die Reaktionen, die du erfahren hast, sind in gewisser Weise erwartbar. Die betroffenen Personen sind mit der Situation völlig überfordert. Aber auch du selbst bist verunsichert beim Versuch zu verstehen, wer du bist, wenn du dabei mehr Unsicherheit als Gewissheit findest.

Ohne die beteiligten Personen zu kennen, gehe ich davon aus, dass das Thema für alle Neuland ist und außer dem Wenigen, was gelegentlich in den Medien auftaucht, keine vertieften Kenntnisse vorhanden sind. Gib ihnen Zeit, sich zu informieren. Wenn gewünscht, kannst du dabei helfen. Und gib ihnen Zeit, für sich einen Umgang mit der neuen Situation zu finden. Sie ist plötzlich und aus heiterem Himmel aufgetaucht, niemand hätte das von dir gedacht. Entsprechend groß ist die Überraschung. Manche fühlen sich überrumpelt, andere hintergangen.

Letzteres war bei meiner Partnerin der Fall, die der Meinung war, ich hätte ihr jahrelang etwas verheimlicht, sie absichtlich in Unwissenheit gelassen. Es hat sehr lange gedauert und viel Mühe gekostet, dieses Missverständnis auszuräumen.
Von außen betrachtet kann es so scheinen, als ob wir bewusst Dinge verschweigen und das, was uns selbst als große Unsicherheit vorkommt, als langjährige Gewissheit erscheint. Es ist seht schwer zu erklären, dass da schon immer etwas in uns geschlummert hat, von dem wir lange selbst nichts wussten. Manche Menschen können das nicht verstehen. Vielleicht kommt dein Bruder irgendwann zu der Einsicht, dass du ihn nicht bewusst "betrogen" hast. Den Gedanken muss er aber selbst zulassen.

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass sich die Wogen im Laufe der Zeit etwas glätten können. Aussagen wie, dass man dich so nicht sehen möchte, weichen auf und es wird manches möglich, das momentan undenkbar erscheint. Ob es in deinem Fall auch so ist, muss sich zeigen.

Du solltest die spontanen Reaktionen jedenfalls nicht überbewerten, aber dennoch ernst nehmen und versuchen, für Fragen und Gespräche da zu sein, sofern das gewünscht wird.

Versuche erstmal bei dir selbst zu bleiben und dem zu folgen was dein Herz dir sagt. Dabei könnte es dir helfen, die positiven Aspekte der Gespräche im Blick zu behalten und den Rest zunächst in den Hintergrund zu rücken.

Ich wünsche dir alles Gute dabei!

LGL
Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
Blaise Pascal
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Re: Meine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Post 45 im Thema

Beitrag von Sabrina_9223 »

Michi hat geschrieben: Sa 3. Jan 2026, 21:03 Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit und alle weiteren Schritte.
Lana hat geschrieben: Sa 3. Jan 2026, 21:20 Lass dich mal drücken (dr)
...
Ich möchte dir Mut zusprechen, zu dir zu stehen, und dein Leben zu leben. Du hast nur dieses eine.
Vielen herzlichen Dank euch beiden ❤️
Das und auch der Rückhalt von meiner Mutter bauen mich sehr auf 😊.

Aktuell ist die Lage leider noch nicht besser geworden. Im Moment habe ich sogar Angst davor, was mich morgen nach der Arbeit erwarten könnte 😓. Mein Bruder hat zurzeit Urlaub, wodurch es sein kann, dass morgen plötzlich alle meine Sachen im Müll liegen. Ich kann derzeit nicht einschätzen, ob sich die Situation in absehbarer Zeit beruhigen wird oder nicht.

Meine Mutter versucht bereits zu vermitteln, aber die Reaktionen, die sie dabei erhält, gefallen mir überhaupt nicht.
Ich werde nun langsam versuchen, weitere Gespräche zu suchen und vielleicht auch ein paar Videos oder Informationen zu dem Thema empfehlen.

Liebe Grüße
Sabrina
"Deine Zukunft ist immer das, was du daraus machst" - Dr. Emmett Brown (Zurück in die Zukunft III)
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