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Re: Wie ich meinen weiblichen Namen wählte
Verfasst: Fr 31. Okt 2025, 08:59
von ExUserIn-2026-04-08
Sophia69 hat geschrieben: Fr 31. Okt 2025, 07:16
Dies hat natürlich nichts mit meinem Selbstbewusstsein zu tun, sondern mit meiner inneren Harmonie.
Ich muss meinen Ausdruck "Selbstbewusstsein" vielleicht noch etwas präzisieren. Damit meine ich, dass mir im Wortsinne selber bewusst werde. Vicky bin ich in ganz bewusster Weise. In meiner "männlichen Form" ist das nicht so. Trotzdem kann ich in beiden Fällen selbstbewusst auftreten. Es ist nur so, dass mir meiner männliche Form merkwürdig "fremd" und distanziert vorkomme. Vicky ist der Ausdruck meiner Weiblichkeit, den ich annehmen will. Ich habe lange gebraucht, dass zu akzeptieren. Nicht umsonst bedeutet Vicky oder Viktoria die Siegreiche. Und Rose ist für mich die Verkörperung von sich wehren können, da Rosen Stacheln haben. Darüber hinaus finden kleiner und schwächere Tiere Schutz in einer Rose ...
Re: Wie ich meinen weiblichen Namen wählte
Verfasst: Fr 31. Okt 2025, 14:51
von Olgy
Eine lange Zeit hatte ich kein Bedürfnis fur einen weiblichen Namen, ich war (und bin immer noch) ich in allen Hypostasen und brauchte mich selbs nicht zu nennen.
Es hat sich geändert als ich angefangen habe aus der femininer Seite mit den Menschen zu kommunizieren. Besonders blöd klingt es, wenn ich en femme bin und meine Begleitung mich in der Öffentlichkeit beim männlichen Namen ruft.
Da habe ich mir, wie viele hier, die weibliche Version meinen Gebursnamen angeschaut: Olga. Zu dem war ich als kleines Kind bon einigen Verwandten mit dem Koseform davon Olenka angesprochen worden. Wahrscheinlich hatten sie schon damals meine Weiblichkeit bemerkt. Mit diesem habe ich auch hier vor 2 Jahren angemeldet. Leider wurde das Konto inaktiv geschaltet.
Mein DGTI Ausweis habe ich für Olga ausstellen lassen.
Als ich hier mit dem zweiten Versuch angemeldet, habe ich die angelsächsische Aussprache Olgy genommen, da die ein wenig nonbinär klingt. Das passt auch zu meinem Spitznamen "Olchi", wie mich meine Kinder manchmal rufen.

Liebe Grüße von Olga aka Olgy
Re: Wie ich meinen weiblichen Namen wählte
Verfasst: Fr 31. Okt 2025, 15:38
von Anne-Mette
Olgy hat geschrieben: Fr 31. Okt 2025, 14:51
Leider wurde das Konto inaktiv geschaltet.
Ja, wenn Nutzende nicht aktiv sind...
Was soll m/frau/d mit lauter Konten, die nicht genutzt werden?
Re: Wie ich meinen weiblichen Namen wählte
Verfasst: Fr 31. Okt 2025, 15:51
von Olgy
Anne-Mette hat geschrieben: Fr 31. Okt 2025, 15:38
Olgy hat geschrieben: Fr 31. Okt 2025, 14:51
Leider wurde das Konto inaktiv geschaltet.
Ja, wenn Nutzende nicht aktiv sind...
Was soll m/frau/d mit lauter Konten, die nicht genutzt werden?
War nur Anmerkung, kein Vorwurf.
Alles OK
Re: Wie ich meinen weiblichen Namen wählte
Verfasst: Sa 1. Nov 2025, 09:44
von Sophia69
Ich muss meinen Ausdruck "Selbstbewusstsein" vielleicht noch etwas präzisieren. Damit meine ich, dass mir im Wortsinne selber bewusst werde. Vicky bin ich in ganz bewusster Weise. In meiner "männlichen Form" ist das nicht so. Trotzdem kann ich in beiden Fällen selbstbewusst auftreten. Es ist nur so, dass mir meiner männliche Form merkwürdig "fremd" und distanziert vorkomme. Vicky ist der Ausdruck meiner Weiblichkeit, den ich annehmen will. Ich habe lange gebraucht, dass zu akzeptieren. Nicht umsonst bedeutet Vicky oder Viktoria die Siegreiche. Und Rose ist für mich die Verkörperung von sich wehren können, da Rosen Stacheln haben. Darüber hinaus finden kleiner und schwächere Tiere Schutz in einer Rose ...
[/quote]
Hallo Vicky,
deine, für mich, tiefsinnigen, feinen und“ zart-liebevollen“ Gedanken, zu deiner Namensgebung beeindrucken und berühren mich sehr.
Liebe Grüße
Sophia
Re: Wie ich meinen weiblichen Namen wählte
Verfasst: Sa 1. Nov 2025, 10:07
von Martina
Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 31. Okt 2025, 07:01
Marusha hat geschrieben: Fr 31. Okt 2025, 05:51
Nach ein wenig Übung mit diesem Namen aber stellte ich fest, dass der eine Phantasieperson in meinem Kopf bezeichnet, die ich nicht bin.
Ich finde es seltsam, wie ein Name mein Selbstbewusstsein berührt. Ich habe meinen Name vor über 10 Jahren gewählt und ich bin mit der Zeit immer mehr hinein gewachsen oder besser gesagt, ich habe ihn mit mir "gefüllt". Mein Geburtsname trat immer mehr in den Hintergrund. Er wird mir fremder ohne ganz zu verschwinden, denn er ist meine Vergangenheit. Sich einen Namen zu wählen, ist in meinen Augen ein ungeheurer Akt der Selbstermächtigung.
Hallo Vicky,
Deine Zeilen betreffend muss ich zugeben, sehr genau hinschauen zu müssen, um‘s nicht falsch zu verstehen. Da zitierst Du mich und fängst an mit „Ich finde es seltsam“. Wenn man besonders beruflich mit enorm viel und sehr wechselhaftem Lesestoff konfrontiert ist (ist bei mir so), liest man auch recht schnell und geht weiter zum nächsten. OK, Du hast mich ins Stolpern gebracht dabei, weil ich natürlich an Deinen Anfangswörtern hängengeblieben bin und mich gefragt habe, was jemand anders jetzt seltsam an mir finden könnte. Schließlich hab ich‘s dann doch auf die Kette bekommen.
Rein sprachlich fand ich „ungeheurer Akt der Selbstermächtigung“ ein schönes Gedankenspiel für mich, denn je nach Perspektive des Senders wie auch den Empfängers kann das Wort „ungeheuer“ sehr sehr unterschiedliche Bedeutung annehmen. Eine nette kleine Knobelei für den Humanisten. Am Ende der Knobelei bleibt aber übrig: Das Maß der Ungeheuerlichkeit der Selbstermächtigung, sofern der Begriff am anderen Ende der Skala überhaupt noch einschlägig ist, resultiert aus dem vorangegangenen Grad der Selbstentmündigung. Das ist sicher bei jeder / jedem anders und zugleich auch u.a. ein Merkmal dafür, wie schwierig der eigene Weg wirklich ist.
Immer offen für Gedankenspielerei und Sprache, liebe Grüße!
Martina
Re: Wie ich meinen weiblichen Namen wählte
Verfasst: Sa 1. Nov 2025, 11:57
von ExUserIn-2026-04-08
Hallo Martina,
schön, wenn Du Dich mit meinen Worten auseinandersetzt. Was Du über "schnell lesen" schreibst, ist mir schon oft begegnet, sowohl bei mir, wie auch bei anderen Menschen. Im Gespräch ist das manchmal fatal, weil es ungeheuer schwierig zu sein schein, von Worten oder Sätzen nicht in der Gestalt getriggert zu werden, die auf die eigenen, und nur die eigenen Gedankengänge hin zielen. Sich hiervon distanzieren zu können, und sei es nur um den anderen verstehen zu können, ist wohl psychologisch eine enormer Aufwand. Unser Gehirn denkt in Schemen, um sich die Arbeit zu erleichtern. Was sicher sinnvoll ist, wenn es darum geht eine Situation einzuschätzen. Aber beim Verfolgen von Gedankengängen anderer funktioniert das nicht. Da muss man mehrmals hinhören bzw. lesen. Toll, wenn Du das kannst.
Re: Wie ich meinen weiblichen Namen wählte
Verfasst: Sa 1. Nov 2025, 20:12
von Violetta-TransFlower
Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 31. Okt 2025, 08:59
Und Rose ist für mich die Verkörperung von sich wehren können, da Rosen Stacheln haben. Darüber hinaus finden kleiner und schwächere Tiere Schutz in einer Rose ...
Für diese schönen Worte bekommst Du von mir eine Selbige.
Die hab ich neulich im Vermessungs Außendienst gesehen und mußte dieses Bild machen, weil ich sie so schön fand, Dir gefällt Sie bestimmt auch ?
Sie blüht noch so toll in der beginnenden dunklen Jahreszeit, ein kleiner Lichtblick, wie ich finde.
Quelle: https://i.ibb.co/8nM6C50g/20251028.jpg
Liebt Blumen

Sonnenschein

und andere schöne Dinge
Deine Violetta

Re: Wie ich meinen weiblichen Namen wählte
Verfasst: So 2. Nov 2025, 11:53
von Reife Sandra
Ich habe mir damals einige Namen für mich ausgesucht, habe auch einige Tage darüber nachgedacht wie ich mich als Frau nennen sollte, mein Auswahl waren damals Jennifer, Jessica, Hannelore, Sylvia, Ute und Sandra.....und irgendwie bin ich bei Sandra geblieben, ich fand das Sandra zu mir am besten gepasst hat als die anderen und seitdem nenne ich mich Sandra und die Sandra kennen, sprechen mich auch als Sandra an.
Den Name Sandra habe ich auch seit gute 40 Jahre....

Re: Wie ich meinen weiblichen Namen wählte
Verfasst: So 2. Nov 2025, 15:59
von Juliane
Meine Frau und ich haben uns, vor nunmehr über 25 Jahren, als dieses unbekannte Wesen da plötzlich in unserem Leben auftauchte, recht schnell auf Juliane festgelegt.
Und dabei ist es geblieben! Und wenn wir gemeinsam unterwegs sind fällt an solchen Tagen auch nur dieser Name. Der Mann und sein Vorname sind dann immer sehr weit weg.

Juliane
Re: Wie ich meinen weiblichen Namen wählte
Verfasst: So 2. Nov 2025, 20:03
von Lea Michele
Bei mir kam zum Tragen, dass sich meine Eltern ein Mädchen gewünscht haben und meine liebe Großmutter sehr christlich war, fiel es auf den Namen Lea.
Mein Vater favorisierte Michele und somit stand der der Name fest.
Und ich bin sehr glücklich diese Geschichte erfahren zu haben und habe diesen schönen Doppelnamen übernommen
GLG Lea Michele

Re: Wie ich meinen weiblichen Namen wählte
Verfasst: Mo 3. Nov 2025, 10:15
von Jutta Rambler
Juliane hat geschrieben: So 2. Nov 2025, 15:59
vor nunmehr über 25 Jahren, als dieses unbekannte Wesen da plötzlich in unserem Leben auftauchte
Hallo Juliane,
das hast du sehr nett ausgedrückt. Ich musste liebevoll schmunzeln.
Grüßle von Jutta