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Re: Bundestag: Vorschlag für Corona„Impfpflicht ab 50 und Pflichtberatung

Verfasst: Do 17. Mär 2022, 02:09
von Jaddy
Lana hat geschrieben: Do 17. Mär 2022, 00:17
Jaddy hat geschrieben: Mi 16. Mär 2022, 23:08 Angesichts der Sozialkosten der hohen Verweigerungsquote (20%) ist meiner Ansicht nach in diesem Fall ein willkürliches, weil objektiv nicht begründbares "Nein" nicht hinnehmbar.
Kannst du diese Sozialkosten bitte genauer spezifizieren und in Relation zu anderen Ländern setzen, die ohne Impfpflicht auskommen?
Freigeräumte Krankenhausbetten, die anderweitig nicht belegt werden können, z.B. für geplante OPs.
10% ITS Betten belegt nur mit Covid Patientys, die für andere nicht zur Verfügung stehen.
Pro Tag ~200.000 Neuinfizierte, die aus Arbeitsleben etc erst mal ausfallen, damit sie andere nicht anstecken
Pro Tag ~2.000 Krankenhauseinweisung weil schwerer Verlauf
Pro Tag ~250 Tote
Pro Tag ~20.000 weitere long covid Fälle, viele davon monatelang oder dauerhaft aus dem Leben geworfen bis hin zu Pflegefall.
Haufenweise gebundenes Personal, Geld und Material von der Bundesregierung runter bis zu Schulen, Läden und Privatleuten
Institutionen arbeiten am Limit, weil andauernd Personal ausfällt
Wirtschaftlicherer EInbruch bei Handel, Gastro, Veranstaltungen
Freigesetzte Belegschaft ebenda
Wirtschafthilfen für diese Unternehmen und Menschen - naja, wenn sie denn was abkriegen
Naja, und die psychologischen Belastungen durch die ständigen Anpassungen der Maßnahmen wurden ja auch schon vielfach diskutiert

Mindestens die schweren Verläufe, die Todes- und die long covid Fälle könnten durch 3fach-Impfung (und wahrscheinlich weitere angepasst) signifikant reduziert werden.

In wie weit geimpfte Infizierte auch bei den Omikron Varianten kürzer infektiös sind und weniger Viren ausscheiden ist offenbar numerisch noch nicht ganz klar. Gegen die vorherigen Varianten waren das meines Wissens 2stellige Prozentzahlen. D.h. Impfung hat auch einen Bremseffekt bzgl der Ausbreitung.
Lana hat geschrieben: Do 17. Mär 2022, 00:17 Wie können die sich bei vergleichbaren Impfquoten den "Luxus" der individuellen Entscheidungsfreiheit leisten und in Deutschland soll das nicht möglich sein?
Sag mir doch bitte ein paar Länder mit vergleichbarer Bevölkerungsstruktur und -dichte, bei denen die Zahlen wirklich anders aussehen. Der Data Explorer zeigt mir um D herum keine wirklich andere Entwicklung.

Re: Bundestag: Vorschlag für Corona„Impfpflicht ab 50 und Pflichtberatung

Verfasst: Do 17. Mär 2022, 08:06
von Dali
Jaddy hat geschrieben: Mi 16. Mär 2022, 13:52 Es lässt sich abkürzen mit der Frage: "Was würde dich zur Schutzimpfung überzeugen?".
Die Antwort ist in quasi allen Fällen: "Nichts".
Denn selbst wenn die letzte fake news widerlegt wäre, würde es hinauslaufen auf "mein Bauchgefühl sagt mir, ich will das nicht".
Egal wie viel Eigenschutz, Fremdschutz, Eindämmung der Verbreitung auch immer.
Es geht nicht um Naturwissenschaft, sondern um Psychologie.
Und an der Stelle hilft maximal eine Anti-Angst-Therapie.
Das wäre ja der Inhalt der Beratung: Vermittelt die Beratungsperson ausreichend Vertrauen und Zuversicht.
Warum haben wir eigentlich 2 unterschiedliche Stränge zum gleichen Thema???
Egal.

Ja, da gebe ich dir absolut recht.
Die Frage ist aber auch, woher kommt den diese Angst und Unsicherheit. Jetzt mal die "Chaoten" außen vor gelassen.
Wenn ich mir die letzten Monate so ansehe, haben uns etliche Politiker und Experten soviel Mist erzählt, und auch absichtlich gelogen, das ich mich sehr schwer damit tue, überhaupt noch etwas in dieser Richtung zu glauben.
Und auch wenn ich mir Talkshows ansehe, so haben mir viel zu oft Kritiker gefehlt, um eine gute Diskussion anzuregen. Es waren immer alle der gleichen Meinung und haben sich viel zu oft selber auf die Schultern geklopft.
Wie kann das sein, wenn in Deutschland z.B. nicht einmal 60% der Bevölkerung einen vollständigen Impfschutz haben. Theoretisch müssten dann 4 von 10 geladenen Gästen zumindest kritisch gegenüber der Impfung sein. Ich kann nicht glauben, dass es in Deutschland 40% Verschwörungstheoretiker gibt.
Als ich ein Kind war, habe ich oft gehört: "wer einmal lügt, dem glaubt man nicht..."

Und ja. auch ich höre in diesem Fall auf mein Bauchgefühl. Impfung gegen Kinderlähmung, gegen Tetanus, und meine Frau gegen Zecken die haben wir ja auch und ich bin für die Impfungen, auch wenn sie eine Pflicht dafür einführen würden.

LG

Dali

Re: Bundestag: Vorschlag für Corona„Impfpflicht ab 50 und Pflichtberatung

Verfasst: Do 17. Mär 2022, 08:48
von Anne-Mette
Dali hat geschrieben: Do 17. Mär 2022, 08:06 Warum haben wir eigentlich 2 unterschiedliche Stränge zum gleichen Thema???
Wir haben mehrere "Einstiegsthemen", die auf längere Sicht wohl nicht Bestand haben, sondern sich wieder in "Grundsatzdiskussionen" umwandeln. Das soll keine negative Wertung von mir sein; bis zu einem gewissen Grad ist das sicherlich ok oder sogar notwendig.

Re: Bundestag: Vorschlag für Corona„Impfpflicht ab 50 und Pflichtberatung

Verfasst: Do 17. Mär 2022, 12:48
von Lavendellöwin
Jaddy hat geschrieben: Mi 16. Mär 2022, 23:08 Konsequent angewandt wären sonst wohl Tabak und Alkohol verboten, Fast food vielleicht auch, Fleisch hoch besteuert, fossile Treibstoffe, usw.

Hmm..

wäre es dann nicht an der Zeit einen wirklich pluralen philosophischen Diskurs zu führen?
Auch zu sehen, das der übermässige Zucker- und Fettkonsum und das was du nennst
tatsächlich betrachtet werden muss wenn es um Belastung des Gesundheitssystems
und aller Personen geht? Was kostet das die Gemeinschaft?

Da sind dann welche für die Impfpflicht, haben aber panische Angst, das es Sonntags
nicht das geliebte Wiener Schnitzel gibt..
ich glaube, da kennst das Gefühl was da in der Magengegend aufploppt und einen gewissen
Reiz verursacht.
Wenn es um ein gesundhaltendes System geht, gehört das alles "auf den Tisch"...

Und es braucht doch die VIELHEIT an Meinungen um weiter zu kommen.
Vielleicht auch eine VIELHEIT an Verhaltensweisen.

Ich bin sehr dafür wenn man sich aus freien Stücken impfen lässt, aber gegen
eine Impfpflicht die durchaus negative psychische Wirkungen bei einer Gruppe von Menschen
verursacht-und irgendwie auch alle mitbelastet.
Vielleicht klingt es bescheuert, aber ich spüre als geimpfte Person den Druck,
den die Ungeimpften haben..is nicht schön.
Natürlich kannst du alles wissenschaftlich richtig und philosophisch begründet
ins Licht rücken und dann stimmt es mit der Impfpflicht auch.
Trotzdem finde ich durch eine Impfpflicht die Würde eines Menschen angetastet.
Das kann und möchte ich nicht...

und mir ist klar, dass das beide Seiten für sich in Anspruch nehmen können,
das ist ein scheiss Dilemma


Alles Liebe Marie (flo)

Re: Bundestag: Vorschlag für Corona„Impfpflicht ab 50 und Pflichtberatung

Verfasst: Do 17. Mär 2022, 12:55
von Jaddy
Dali hat geschrieben: Do 17. Mär 2022, 08:06 Die Frage ist aber auch, woher kommt den diese Angst und Unsicherheit. Jetzt mal die "Chaoten" außen vor gelassen.
Wenn ich mir die letzten Monate so ansehe, haben uns etliche Politiker und Experten soviel Mist erzählt, und auch absichtlich gelogen, das ich mich sehr schwer damit tue, überhaupt noch etwas in dieser Richtung zu glauben.
Und auch wenn ich mir Talkshows ansehe, so haben mir viel zu oft Kritiker gefehlt, um eine gute Diskussion anzuregen. Es waren immer alle der gleichen Meinung und haben sich viel zu oft selber auf die Schultern geklopft.
Wie kann das sein, wenn in Deutschland z.B. nicht einmal 60% der Bevölkerung einen vollständigen Impfschutz haben. Theoretisch müssten dann 4 von 10 geladenen Gästen zumindest kritisch gegenüber der Impfung sein. Ich kann nicht glauben, dass es in Deutschland 40% Verschwörungstheoretiker gibt.
Also mir haben in den reichlich Sendungen zum Thema keine Kritikys gefehlt. Ich wüsste nicht, welche Argumente sie hätten bringen können. Mir hat schon die seltsame Auswahl an Leuten oft gereicht. Bei Plasberg zum Beispiel, der rein auf Quote, Krawall und vorführen aus ist. Viel zu oft wurde in TV-Sendungen die false balance inszeniert, die ich hier beschrieben habe.

Eine echte Meinungsbildung muss doch auch die Kompetenz der Personen einbeziehen. Die Auswahl an Gästys für eine informative Sendung sollte nicht das aktuelle Meinungsbild spiegeln - dafür reichen Umfragen - sondern in den verschiedenen Aspekten kompetenten Menschen die Möglichkeit fundierter Aussagen geben. Die Aufgabe der Moderatorys und Jounalistys ist, diese allgemeinverständlich zu machen, durch Nachfragen, Paraphrasierung, usw.

Reine Meinungen sind völlig witzlos, wenn sie nicht auf guter Sachkenntnis beruhen.

Einem Kubicki zB kann ich eine breite Erfahrung über politische Verhältnisse, Durchsetzbarkeit und auch Stimmung in seiner Wähly-Blase abnehmen. Vielleicht hat er auch eine gewisse WIrtschaftskompetenz, aber zu medizinischen Themen, Epidemiologie, Mutationen oder Impfungen hat er maximal die gleiche Sachkompetenz wie du oder ich. Trotzdem wurden seine Meinungen dazu idR stehengelassen oder gar in anderen Medien weitergetragen. Und warum Wagenknecht eingeladen wurde, ist mir völlig unklar. Ich habe keine einzige fundierte Aussage von ihr gehört.

Sowas ist einfach Unfug, aber keine Grundlage für Meinungsbildung.

Kritisierbar war und ist mE, dass von denen, die entscheiden müssen aber keine Expertys sind, zu viel "feste Überzeugung" (aka "Bauchgefühl") als feststehende Tatsache verbreitet wurde, was dann später revidiert werden musste, statt auch mal klar zu sagen: "Wir haben aktuell keine besseren Erkenntnisse, aber wir können auch nicht darauf warten, sondern müssen jetzt einen best guess Kompromiss zwischen totalem Schutz und notwendigem am-Laufen-halten hinkriegen. Unsere Möglichkeiten sind begrenzt, weil einiges gesetzlich nicht möglich ist [zB Föderalismus] oder nicht so schnell organisiert wrden kann".

Von Totalausfällen wie Laschet, Lautsprechern wie Söder, unverantwortlichen Selbstdarstellern wie Streeck (mit PR-Agentur...) und strauchelnden Rumeierern wie Spahn mal abgesehen, fand ich die Lage aber ziemlich klar: "Das Zeug ist gefährlich, potenziell tödlich. Wenn wir's laufen lassen brechen Wirtschaft und Gesellschaft zusammen. Bleibt möglichst zuhause, reduziert (Fremd)kontakte, schützt euch (FFP2, Hygiene, Frischluft), lasst euch impfen. Es ist nicht klar, wie lange es dauert und was an Mutationen noch kommt."

Was 40% Verschwörungsgläubige angeht: Nunja, doch, schon. Nicht alle hardcore, aber zumindest nicht mit beiden Beinen in der Realität. Sonst würden keine Homöopathika verkauft, nicht gependelt, (Akupunktur)genadelt, seltsame Kuren, Horoskope etc gekauft. Naja und die Religionen hätten keine treuen Kundys.

Der Schritt ins magische Denken ist klein und beginnt in der Regel dort, wo eins mit Komplexität überfordert ist aber aus irgendeinem die Plausibilität nicht ausreichend in Frage stellt. Da wird dann zu gerne denen gefolgt, die eine vermeindlich einfache, schnelle Lösung versprechen - die leider zu oft Unfug ist.

Es werden Verhältnisse falsch eingeschätzt. Zum Beispiel die Risiken von Covid vs Impfung, oder der wissenschaftlich fundierte Konsens (also seriöse Forschungsergebnisse) vs fringe Behauptungen. Statt Expertise wird scheinbarer Autorität, Sympathie oder dem leichtesten Weg vertraut (Drosten+Ciesek+Ado+Brinkmann+Watzl vs Bakhdi+Schiffmann+etc).

Doch, 40% kommt hin. Frag mal rum, wer esoterische Praktiken verwendet, "alternative" Medizin, irgendwelche Abnehmkuren, wer an göttliche Schöpfung, UFOs, Geister glaubt oder an Mondlandung, Evolution, Kennedyermordung, Viren zweifelt. Es sind erschreckend viele. Und das schlimme ist, dass für viele diese Dinge gleichwertig neben fundierten wissnschaftlichen Ergebnissen stehen. Sogar bei Naturwissenschaftlys.

Da fehlt für unsere komplexe Welt einfach viel "Plausicheck", also Medien- und Wissenschaftskompetenz.

Re: Bundestag: Vorschlag für Corona„Impfpflicht ab 50 und Pflichtberatung

Verfasst: Do 17. Mär 2022, 17:53
von Michi
EmmiMarie hat geschrieben: Do 17. Mär 2022, 12:48 Da sind dann welche für die Impfpflicht, haben aber panische Angst, das es Sonntags
nicht das geliebte Wiener Schnitzel gibt..
Hallo Marie,

das sind zwei völlig zusammenhanglose Sachverhalte, die du hier absichtlich verknüpfst, nur um dir dein selbst gewähltes Vorurteil zu bestätigen, dass Befürworter einer Impfpflicht die falschen Ansichten hätten.

Es macht mich traurig, dies von dir zu lesen.


Beste Grüße
Michi

Re: Bundestag: Vorschlag für Corona„Impfpflicht ab 50 und Pflichtberatung

Verfasst: Do 17. Mär 2022, 18:45
von Mirjam
MichiWell hat geschrieben: Do 17. Mär 2022, 17:53
EmmiMarie hat geschrieben: Do 17. Mär 2022, 12:48 Da sind dann welche für die Impfpflicht, haben aber panische Angst, das es Sonntags
nicht das geliebte Wiener Schnitzel gibt..
Hallo Marie,

das sind zwei völlig zusammenhanglose Sachverhalte, die du hier absichtlich verknüpfst, nur um dir dein selbst gewähltes Vorurteil zu bestätigen, dass Befürworter einer Impfpflicht die falschen Ansichten hätten.
Lies das doch nochmal im Zusammenhang Michi, auch mit dem Beitrag von Jaddy, auf den Marie sich bezogen hatte. Lass es vielleicht etwas auf dich wirken, nimm dir die Zeit dazu. Und mit Verlaub, ihr da Absicht zu unterstellen um ihre angeblichen Vorurteile zu bestätigen finde ich zumindest mal grenzwertig, wenn nicht mehr.

Vielleicht wäre es ja gut, wenn alle hier einmal zumindest etwas versuchen würden, auch diejenigen zu verstehen, die anderer Meinung sind? Natürlich vorausgesetzt, dass dies einigermaßen sachlich vorgetragene Meinungen sind, ansonsten ist es weitgehend sinnlos. Denn ich sehe hier auf beiden Seiten oft nicht wirklich die Bereitschaft sich darauf einzulassen. Und wenn frau dann irgendwo "dazwischen" steht so wie Marie oder auch ich, dann habe ich manchmal das Gefühl regelrecht zerrieben zu werden.

LG, Mirjam

Re: Bundestag: Vorschlag für Corona„Impfpflicht ab 50 und Pflichtberatung

Verfasst: Do 17. Mär 2022, 19:11
von Lana
Jaddy hat geschrieben: Do 17. Mär 2022, 02:09 Sag mir doch bitte ein paar Länder mit vergleichbarer Bevölkerungsstruktur und -dichte, bei denen die Zahlen wirklich anders aussehen.
Schweiz.
https://www.swissinfo.ch/ger/gesellscha ... e/45590096
In Dänemark oder GB dürfte es sich ähnlich verhalten.

Entscheidend ist also, wie wir mit der Situation umgehen. Und bei diesem Umgang sehe ich große Unterschiede zwischen Deutschland und der Schweiz, ohne dass ich erkennen könnte, woran das liegen soll.
Dort Impfquote knapp 70%, in den besiedelten Bereichen ähnliche Bevölkerungsdichte, Krankenhaussystem vergleichbar, Kultur und Mentalität zumindest in der Deutschschweiz ebenso....

Der Bund hat in der Schweiz vor ein paar Wochen eine Entscheidung getroffen, die wieder nahezu normales Leben ermöglicht. Trotz der vielen Ungeimpften. An denen liegt es ganz offensichtlich nicht. Damit fällt der größte Teil der von dir aufgelisteten "Sozialkosten" weg. Von einem Tag auf den anderen, und es kostet nicht mal extra.

Warum soll das in DE nicht ebenso funktionieren?
Was also steckt deiner Meinung nach dahinter, was ist hier so anders, dass man sich nichtmal traut, ergebnisoffen über so ein Szenario nachzudenken?

LGL

Re: Bundestag: Vorschlag für Corona„Impfpflicht ab 50 und Pflichtberatung

Verfasst: Do 17. Mär 2022, 19:37
von Michi
Mirjam hat geschrieben: Do 17. Mär 2022, 18:45
MichiWell hat geschrieben: Do 17. Mär 2022, 17:53
EmmiMarie hat geschrieben: Do 17. Mär 2022, 12:48 Da sind dann welche für die Impfpflicht, haben aber panische Angst, das es Sonntags
nicht das geliebte Wiener Schnitzel gibt..
Hallo Marie,

das sind zwei völlig zusammenhanglose Sachverhalte, die du hier absichtlich verknüpfst, nur um dir dein selbst gewähltes Vorurteil zu bestätigen, dass Befürworter einer Impfpflicht die falschen Ansichten hätten.
Lies das doch nochmal im Zusammenhang Michi
Es existiert aber keinerlei Zusammenhang. Nein, es ist genau so falsch, wie wenn ich folgendes schreiben würde:

"Da sind welche gegen die Impfung, haben aber panische Angst, dass es Sonntags nicht das geliebte Wiener Schnitzel gibt."

Für mich hier EOD.

Re: Bundestag: Vorschlag für Corona„Impfpflicht ab 50 und Pflichtberatung

Verfasst: Do 17. Mär 2022, 21:00
von Jaddy
Lana hat geschrieben: Do 17. Mär 2022, 19:11 Entscheidend ist also, wie wir mit der Situation umgehen. Und bei diesem Umgang sehe ich große Unterschiede zwischen Deutschland und der Schweiz, ohne dass ich erkennen könnte, woran das liegen soll.
Dort Impfquote knapp 70%, in den besiedelten Bereichen ähnliche Bevölkerungsdichte, Krankenhaussystem vergleichbar, Kultur und Mentalität zumindest in der Deutschschweiz ebenso....

Der Bund hat in der Schweiz vor ein paar Wochen eine Entscheidung getroffen, die wieder nahezu normales Leben ermöglicht. Trotz der vielen Ungeimpften. An denen liegt es ganz offensichtlich nicht. Damit fällt der größte Teil der von dir aufgelisteten "Sozialkosten" weg. Von einem Tag auf den anderen, und es kostet nicht mal extra.

Warum soll das in DE nicht ebenso funktionieren?
Was also steckt deiner Meinung nach dahinter, was ist hier so anders, dass man sich nichtmal traut, ergebnisoffen über so ein Szenario nachzudenken?
Also erstmal: Die höheren Raten Ungeimpfter bei schweren Verläufen, Toten und long covid sind Fakt. Die Kosten bleiben. Sowohl die materiellen, wie die persönlichen für die direkt und mittelbar Betroffenen. Mittelbar durch fehlende Kapazitäten. Klar, die könnten vermutlich geschaffen werden. Mit Geld. Das anderswo fehlt. Aber bei plötzlich 100 + 200 Milliarden will ich da nichts sagen...

Auch bleiben werden bei gleicher Impfrate mindestens die 200.000 Neuinfektionen, 2.000 Krankenhausfällen, 250 Toten - pro Tag. Geringer werden sie durch weniger Regularien bzw ohne Impfpflicht jedenfalls nicht. Ich persönlich bin nicht der Ansicht, dass wir dauerhaft mit diesen Zahlen leben sollten. Ich möchte auch die 40% Menschen in D mit höherem Risiko - Immunsupprimierte, Vorerkrankte, Diabetikys, usw. - nicht quasi achselzuckend untern Bus werfen, weil, warum eigentlich? Weil wir die Freiheit zur Irrationalität mit folgender Unsolidarität höher bewerten als deren Leben?

Ich habe keine Informationen gefunden, wie sich die Menschen in CH, DK, NL jetzt verhalten. Ob die Mobilität zugenommen hat, die Maskenquote abgenommen, Kontakte, Füllstände in Läden etc.

Ehrlich gesagt: Ich hab keine Ahnung was passieren wird bei uns. Zum Beispiel wenn ab Sonntag vieles wegfällt in D. Tests in Schulen, Maskenpflicht an Arbeitsplätzen, Homeofficepflicht. Werden wir sehen, wie viele Menschen dann mehr ins Risiko gehen. Ich bin sehr froh, da keine Entscheidung verantworten zu müssen.

Ich wage aber eine Prognose: Im Herbst werden wir irgendeinen anderen griechischen Buchstaben lernen. Wir werden die gleichen Diskussionen haben und den gleichen Satz Werkzeuge. Ohne massiv mehr Impfungen also wieder eine Runde Masken, etc. Ich möchte das eigentlich nicht noch mal.

Re: Bundestag: Vorschlag für Corona„Impfpflicht ab 50 und Pflichtberatung

Verfasst: Do 17. Mär 2022, 23:59
von Inga
Nico hat geschrieben: Mi 16. Mär 2022, 01:30
Inga hat geschrieben: Di 15. Mär 2022, 23:03 Ich sehe das anders:
Was ich sagen wollte: Den Krieg in der Ukraine als weiteren Grund für eine Impfpflicht aufzuführen finde ich unpassend.

Die Impfpflicht bedeutet, dass mir Politiker, die nicht mal in der Lage sind einheitliche und wissenschaftlich begründete Coronaregeln aufzustellen, vorschreiben was gut für meine Gesundheit ist oder welche "Privilegien" aka Grundrechte ich habe. Klar sind sind die Kapazitäten begrenzt und eine Pflicht würde Betten Freiräumen, die wir brauchen. Noch mehr Regeln bei uns ohne handfeste Grundlage einschränken, weil der Ukraine Krieg ist? :?

So, bin erstmal raus aus der Debatte, genug Corona für diese Woche"¦. (eigentlich genug für die nächsten 80 Jahre)
Hallo, Nico,

"genug von Corona für die Woche"? Als ob man sich das auswählen könnte.

Ob du es magst oder nicht, bei den Inzidenzraten ist Corona gegenwärtig. Denn der Virus richtet sich einfach nicht nach deinen Vorstellungen von Grundrechten, sondern infiziert und wandelt sich und verteilt sich, so es Gelegenheiten dafür gibt. Egal ob du es befürwortest oder nicht.

Liebe Grüße
Inga

Re: Bundestag: Vorschlag für Corona„Impfpflicht ab 50 und Pflichtberatung

Verfasst: Fr 18. Mär 2022, 00:07
von Nora_7
EmmiMarie hat geschrieben: Do 17. Mär 2022, 12:48 Trotzdem finde ich durch eine Impfpflicht die Würde eines Menschen angetastet.
Das kann und möchte ich nicht...
Es gibt etliche Pflichtimpfungen für Kleinkinder in den ersten Lebensjahren. Diese schützen die weitere Entwicklung des Kindes umfassend. Oder möchtest Du z.B. Kinderlähmung rsikieren, weil eine Impfung die Würde verletzt?

Nora_7

Re: Bundestag: Vorschlag für Corona„Impfpflicht ab 50 und Pflichtberatung

Verfasst: Fr 18. Mär 2022, 00:58
von Blossom
EmmiMarie hat geschrieben: Do 17. Mär 2022, 12:48 Trotzdem finde ich durch eine Impfpflicht die Würde eines Menschen angetastet.
Ach ja? Da frage ich doch mal direkt heraus, wie du es findest, dass ich, nur weil ich mich für den Beruf der Krankenschwester entschieden habe, gezwungenermaßen Impfen lass muss, will ich meinen Job behalten?
Sind Pflegekräfte unwürdiger als andere?

Wir werden gebraucht und reißen uns sogar für Diejenigen den Ar..h auf, die sich außerhalb unserer Solidargemeinschaft stellen, indem sie sich nicht impfen lassen wollen und alles mögliche anführen, nur um sich feige vor einem kleinen Pieks zu drücken. Wer nicht solidarisch ist, der sollte m.E. auch keine Vorzüge aus einer solchen Gesellschaft ziehen. Punkt.

Re: Bundestag: Vorschlag für Corona„Impfpflicht ab 50 und Pflichtberatung

Verfasst: Fr 18. Mär 2022, 15:36
von Micha
Offensichtlich gibt es keine wirkliche Lösung gegen eine Covid19-Erkrankung. Arg geschimpft wird über die 20 Millionen Ungeimpfter in der BRD. Scheinbar sind diese in den letzen 2 Jahren nicht an Covid19 erkrankt. Warum werden diese nicht krank? JEDER muss mittlerweile mit diesen auslösenden Viren in Kontakt gekommen sein. Mir ist nicht bekannt, dass nachgeforscht wird, ob da vielleicht eine Besonderheit besteht? Ich weiß wohl, dass in der Pharmazie "abgeguckt" wird, welche Wirkstoffe hilfreich sein können.
Betrachtet werden dürfen nur "Original-Ungeimpfte". Nicht die neuen, weil deren Pickser das gesetzlich verordnete Verfalldatum überschritten haben.
Unter Altenpflegekräften werden schon "Rezepte" ausgetauscht, wie man seine Abwehrkräfte in Schuss hält. Aber gaaanz vorsichtig, damit man nicht als "Schwurbler" oder so beschimpft wird.
Und jetzt sind wir beim Thema. Ich befürworte eine Gesundheitsberatung zu meiner persönlichen Situation. Welcher Impfberater kennt denn meine persönliche Situation? Im RKI-Bericht zum 15.3.22 sind ab 18 Jahren doppelt so viele geimpfte Menschen hospitalisiert als Ungeimpfte, 3 x so viele haben Symptome. Mit welcher Logik soll denn dann der Sinn einer Impfung nahegebracht werden? Bitte rechnet mir jetzt keine Verhältnisse vor, in den Betten liegen Menschen, mathematisch Absolutwerte. Es funktioniert soo einfach nicht. Ich mache das bereits, frage Ungeimpfte, was bei ihnen anders ist. Und - ich muss nicht mehr pflegen. Meine Situation hat sich ganz persönlich geändert. Dieses gegenseitige Ausgrenzen ist übel. Sollten wir gut kennen - das üble Gefühl. Seid gegrüßt. Stina

Re: Bundestag: Vorschlag für Corona„Impfpflicht ab 50 und Pflichtberatung

Verfasst: Fr 18. Mär 2022, 15:48
von Lavendellöwin
Nora_7 hat geschrieben: Fr 18. Mär 2022, 00:07 Es gibt etliche Pflichtimpfungen für Kleinkinder in den ersten Lebensjahren.
Nein, das sind alles nur Empfehlungen der Stiko...nur eine Impfung ist Pflicht,
das ist die gegen Masern...das ist das Masernschutzgesetz...

https://www.kbv.de/html/1150_43061.php

es gibt allerdings keinen reinen Masernimpfstoff, das sind verschiedene
Kombiimpfstoffe wie Masern-Mumps-Röteln, oder andere.

https://www.bundesgesundheitsministeriu ... ungen.html

bestimmt hast du alle Empfehlungen, auch für dich eingehalten.
Blossom hat geschrieben: Fr 18. Mär 2022, 00:58 Ach ja? Da frage ich doch mal direkt heraus, wie du es findest, dass ich, nur weil ich mich für den Beruf der Krankenschwester entschieden habe, gezwungenermaßen Impfen lass muss, will ich meinen Job behalten?
Sind Pflegekräfte unwürdiger als andere?
Direkte Antwort-ich finde auch die einrichtungsbezogene Impfpflicht nicht gut.
Wie ist es eigentlich-müsst ihr dann von jedem Handwerky, Beraty, Friseury usw. die von extern kommen,
auch eine Pflichtimpfung verlangen, oder würde da ein Test reichen?

Sonst sind doch da mehr Löcher als Käse...
Blossom hat geschrieben: Fr 18. Mär 2022, 00:58 Wir werden gebraucht und reißen uns sogar für Diejenigen den Ar..h auf, die sich außerhalb unserer Solidargemeinschaft stellen, indem sie sich nicht impfen lassen wollen und alles mögliche anführen, nur um sich feige vor einem kleinen Pieks zu drücken. Wer nicht solidarisch ist, der sollte m.E. auch keine Vorzüge aus einer solchen Gesellschaft ziehen. Punkt.
Du weisst ich bin geboostert und sehr dafür, das sich alle freiwillig impfen lassen.
Aber nicht gezwungenermassen. Punkt.
Zudem ist dein Argument wegen der Solidargemeinschaft nicht haltbar, denn selbst wenn
wer Impfverweigerer ist, geht die Person möglicherweise arbeiten, zahlt Steuern, Krankenkasse
and so on-und wer dafür zahlt darf auch teilhaben, sonst ist es keine Solidargemeinschaft!
MichiWell hat geschrieben: Do 17. Mär 2022, 17:53 Hallo Marie,

das sind zwei völlig zusammenhanglose Sachverhalte, die du hier absichtlich verknüpfst, nur um dir dein selbst gewähltes Vorurteil zu bestätigen, dass Befürworter einer Impfpflicht die falschen Ansichten hätten.
Miri hat ja schon versucht darauf hinzuweisen was ich meinte und ich bin mir sicher,
das du es verstanden hast, was ich mit dem Satz angesprochen habe-du hättest aber auch die Wahl
nachzufragen, wenn du was nicht verstanden hast, anstatt Vorwurfe zu machen und einen
Satz aus dem Zusammenhang zu lösen.
Habe ich gesagt da gibt es falsche Ansichten? Nein, ich habe nur gesagt, warum ich diese
Ansicht nicht mittrage und warum

Alles Liebe Marie (flo)