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Re: Georgine Kellerman | Alice Schwarzer
Verfasst: So 14. Nov 2021, 17:48
von Lavendellöwin
Anne-Mette hat geschrieben: So 14. Nov 2021, 15:38
Dabei bitte ich zu berücksichtigen: eine "Betriebsgefahr" geht von jeder Menschengruppe und jedem einzelnen Menschen aus.
Jeder Mensch, egal, ob Frau oder Mann, nonbinär oder was auch immer kann anderen Menschen gefährlich und übergriffig werden.
Hallo Anne-Mette,
dabei hast du natürlich vollkommen Recht, keine Frage...
Anne-Mette hat geschrieben: So 14. Nov 2021, 15:38
nein, dass kann ICH nicht, weil es gegen Transsexuelle, ehermalige Transsexuelle und Intergeschlechtliche auf eine fiese Art in Stellung gebracht wird.
Übrigens: die böswilligere Variante, die auch häufiger geäußert wird, heißt "Männer, die sich als Frauen verkleiden, um in Frauenräume einzudringen".
auch da magst du Recht haben und vielleicht magst du meine Entschuldigung annehmen, die ich hiermit ausspreche.
Etwas auf fiese Art in Stellung zu bringen ist natürlich nicht schön, ganz klar..
Ich wäre vor einem Jahr noch vollkommen an deiner Seite gewesen-aber auf eine gewisse Weise ist es nicht mehr
Spielfeld, ich fühle mich nicht mal mehr angesprochen, das was ich dazu spüre hat sich vollkommen verändert.
Der Blickwinkel, der Wesensanteil dafür ist fort...
ja, damit ziehe ich mich auch aus der Diskussion zurück, da ich nichts mehr beitragen kann oder möchte..
habs gut Marie

Re: Georgine Kellerman | Alice Schwarzer
Verfasst: So 14. Nov 2021, 17:54
von Anne-Mette
EmmiMarie hat geschrieben: So 14. Nov 2021, 17:48
ja, damit ziehe ich mich auch aus der Diskussion zurück, da ich nichts mehr beitragen kann oder möchte..
Das ist schade, aber zu respektieren
gerade das
aber auf eine gewisse Weise ist es nicht mehr
Spielfeld, ich fühle mich nicht mal mehr angesprochen, das was ich dazu spüre hat sich vollkommen verändert.
Der Blickwinkel, der Wesensanteil dafür ist fort...
würde mich interessieren.
Herzliche Grüße
Anne-Mette
Re: Georgine Kellerman | Alice Schwarzer
Verfasst: Mo 15. Nov 2021, 04:53
von Nico
Wieso wird hier genauso wie von Alice Schwarzer trans sein nur auf die Geschlechterrolle reduziert?
Ich würde nicht auf die Idee in meinem Körper medizinisch einzugreifen, wenn ich keine Probleme mit ihn hätte. Für mich ist trans wesentlich mehr als ich komme mit meiner Rolle in der Gesellschaft nicht zurecht bzw. das Runterbrechen nur auf Rollenklischees erzeugt ein vollkommen falsches Bild von den Problemen von trans Menschen.
Zugegeben seit ich Geschlechterrollen sprenge und mich regelmäßig als männliches Wesen im Spiegel erkenne geht es mir besser. Abhängig von meiner Tagesverfassung habe ich aber immer noch ein Problem mit meiner Körperform, da kann ich Rollen sprengen so viel ich will. Mit Bezeichnungen wie Frau oder Mann habe ich stattdessen kaum Probleme.
Ich hoffe für jede Person, die Transsitionsschritte unternimmt, dass jeder Schritt gut durchdacht ist und es sich auch damit auseinandergesetzt wurde, dass es immer mal wieder vorkommt, dass Schritte bereut werden. Aber die Sorgen und Nöte als Trans-Hype zu bezeichnen finde ich falsch und möchte ich hier auch nicht lesen. Ich weiß nicht wie oft ich meine Gefühle als nicht richtig eingestuft habe, auf Grund von der oder ähnlichen Beschreibungen.
Es ist mir nicht leicht gefallen mich zu überwinden Rollen zu sprengen, aber noch schwerer fällt es mit Angehörigen zu erzählen, wie ich mich sehe. Wenn ich es eines Tages mache, würde ich das

bekommen, wenn es mein Jahrelanger innerer Kampf als Hype bezeichnet wird.
männliche Grüße
Uhu
Re: Georgine Kellerman | Alice Schwarzer
Verfasst: Mo 15. Nov 2021, 05:31
von Nico
Noch ein weiterer Gedanke, wenn ich lese, dass der Körper der Rolle angepasst wird:
Wann bin ich eigentlich angepasst an die Gesellschaft?
Wenn ich sichtbar Geschlechtsrollen sprenge und so tue, als wäre ich cis oder wenn ich unsichtbar in meiner Geschlechtsrolle lebe und teils offen trans bin?
Was viele als Norm bezeichnen, werde ich nie erreichen.
Re: Georgine Kellerman | Alice Schwarzer
Verfasst: Mo 15. Nov 2021, 23:17
von Lavendellöwin
Anne-Mette hat geschrieben: So 14. Nov 2021, 17:54
würde mich interessieren
Hallo Anne-Mette...
wenn ich es mal richtig in Worte packen kann, gerne..
aber nicht hier an der Stelle und das ist jetzt versprochen
Alles Liebe Marie

Re: Georgine Kellerman | Alice Schwarzer
Verfasst: Mo 15. Nov 2021, 23:30
von Michi
Uhu hat geschrieben: Mo 15. Nov 2021, 04:53
Wieso wird hier genauso wie von Alice Schwarzer trans sein nur auf die Geschlechterrolle reduziert?
Hallo Uhu,
das verstehe ich auch nicht. Und ich weiß ehrlich gesagt auch nicht mehr, was ich auf solche Beiträge noch antworten soll.
Auch wenn ich mich nicht voll und ganz im Gegengeschlecht verorte, so kann ich mir doch sehr gut vorstellen, dass man sich einfach im Klaren darüber ist, als welches Geschlecht man sich empfindet bzw. nicht empfindet. Das geht den Cis-normalen Menschen doch genau so. Nur wird es ihnen wohl weniger bewusst, weil sie dabei keinen Konflikt erleben, so wie es Unsereins geht. Ich habe schon seit meinem 5. Lebensjahr ganz bewusst realisiert, dass ich anderes war als die anderen Jungs. Und zu dieser Zeit gab es nichts, womit ich irgendwie hätte zu falschen Gedanken hätte verleitet werden können. Wahrscheinlich war dieses Gefühl auch noch früher in mir, denn ich wollte mit 2 oder 3 zum Fasching als Rotkäppchen gehen, auch wenn ich mich an diese konkrete Situation nicht mehr bewusst erinnern kann. Aber ich hatte als Kind ein Puzzle (mehrere Würfel mit 6 verschiedenen Motiven auf den Seiten), auf dem auch ein Rotkäppchen-Motiv war, welches mich die Jahre bis in die Grundschulzeit hinein immer wieder sehr beschäftigt hat. Damit konnte ich mich auf eine mir unverständliche Weise identifizieren, wie ich das Gefühl rückblickend mit Worten am ehesten beschreiben kann.
Darum kann ich nur sagen, dass mir meine Existenz und Selbstwahrnehmung abgesprochen wird, wenn Schwarzer und andere Trans auf die (zu enge) Geschlechterrolle reduzieren.
Liebe Grüße
Michi
Re: Georgine Kellerman | Alice Schwarzer
Verfasst: Fr 19. Nov 2021, 19:52
von Michi
Fräulein Stefanie hat geschrieben: Sa 13. Nov 2021, 23:01
Mal ehrlich, gäbe es keine Geschlechterrollen wie wüßten wir das wir im
falschen Körper steckten?
Hallo Stefanie,
ich habe noch ein paar Tage nachgedacht, weiß aber noch immer nicht, was ich noch auf deine Reaktionen hin schreiben soll. Ziemlich viel Spekulation und "irgendwie große Worte" deinerseits, aber wenig greifbares.
Von meiner Seite war eigentlich alles zum Thema gesagt.
Zu obigem Satz von dir mal ein ganz schnöder Gedanke: Wenn so ein ganz kleiner biologisch männlicher Mensch aus seinem tiefsten Inneren heraus fühlt, dass er Kinder gebären möchte, oder wenn jemand zutiefst davon überzeugt ist, dass sein Körper nur mit/ohne Brüsten und ohne/mit Penis vollständig wäre, hat das doch nicht automatisch und zwangsläufig mit Geschlechterrollen zu tun.
Beste Grüße
Michi
Re: Georgine Kellerman | Alice Schwarzer
Verfasst: Fr 19. Nov 2021, 21:07
von ExuserIn-2021-11-20
MichiWell hat geschrieben: Fr 19. Nov 2021, 19:52
Zu obigem Satz von dir mal ein ganz schnöder Gedanke: Wenn so ein ganz kleiner biologisch männlicher Mensch aus seinem tiefsten Inneren heraus fühlt, dass er Kinder gebären möchte, oder wenn jemand zutiefst davon überzeugt ist, dass sein Körper nur mit/ohne Brüsten und ohne/mit Penis vollständig wäre, hat das doch nicht automatisch und zwangsläufig mit Geschlechterrollen zu tun.
Beste Grüße
Michi
Hallo Michi, das ist schon richtig, Das mit dem Kinder bekommen ging mir wohl nach Aussage meiner Mutter als kleines Kind selbst so, da muß Mensch dann aber mit klar kommen, es gibt ja auch Bio-Frauen die keine Kinder bekommen können.
Zu dem ist es ja nicht so das ich die Antwort auf alles habe. Ich habe lediglich eine ausgeprägte eigene Meinung, die da ich es psychisch grad ein bisschen Stressig habe vielleicht etwas zu druckvoll rüber kommt.
Wenn ja sorry.
Danke das Du Dir die Zeit genommen hast
Stefanie