Ich möchte gerne mit Partnerinnen sprechen
Ich möchte gerne mit Partnerinnen sprechen - # 3

Intergeschlechtliche Menschen, Crossdresser, Transgender, Transidente: Diskussionen über partnerschaftliche Aspekte, Rat und Tat für PartnerInnen und Familie
Lavendellöwin
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Re: Ich möchte gerne mit Partnerinnen sprechen

Post 31 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Anne-Mette hat geschrieben: Sa 26. Mär 2022, 11:46 und nur wirkliche Partnerinnen!

Allerdings wäre es schade, wenn ihr dem Forum dann im offenen Bereich völlig verloren geht
Hallo Anne-Mette...

da sind mir jetzt spontan ein paar Gedanken in den Kopf gekommen..
und rein vom Gefühl hat es mich etwas geschüttelt.

Wir haben also die gesschlossenen Bereiche für "PartnerInnen" und
"trans*" Personen. Es gibt aber keinen geschlossenen Bereich für "CD's"
die vielleicht "Männerthemen" haben oder auch unter "sich" sein wollen.
Und sind geschlossene Bereiche nicht auch so etwas wie Heimlichtuerei?

und sorry wenn ich das so schreibe...
ich bin auch Partnerin eines Menschen, der sich nicht strikt binär verortet
und habe vielleicht etwas dazu zu sagen und meine Meinung einzubringen.
Auch in unserer Beziehung ändert sich ständig etwas, es kommt Neues dazu,
Altes löst sich auf...
Nicht das ich mich unbedingt beteiligen muss-aber ich habe jetzt das Gefühl, das ich nicht
Frau genug bin das auch zu dürfen...und das fühlt sich nicht schön und
wie eine Teilung in "wirkliche Frauen" und die "anderen" an...

Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
Mary
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Re: Ich möchte gerne mit Partnerinnen sprechen

Post 32 im Thema

Beitrag von Mary »

Geschlossene Bereiche sind keine Heimlichtuereien. Ich habe versucht es zu erklären. Und es soll natürlich, wie Anne-Mette sagt, nicht dazu führen, dass sich eine Gruppe abspaltet. Aber es gibt halt immer Themen, die vielleicht erstmal unter Partnerinnen besprochen werden sollen, und man sich keine noch so nett gemeinten Einwürfe von "anderer Seite" wünscht. Und nein, das ist sehr wertfrei gemeint, ich schätze hier nämlich alle Meinungen. Deine Frage, ob du dafür nicht Frau genug bist, empfinde ich als sehr provokativ. So wie ich dich hier kennengelernt habe, kannst du sie dir sicher selbst beantworten.

Wenn du oder wer anderes sich einen geschlossenen Bereich für CD wünscht, habe ich damit keinen Frieden. Entscheiden muss es Anne-Mette.
Wenn dir das Leben in den Hintern tritt, nutze den Schwung um vorwärts zu kommen....
Lavendellöwin
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Re: Ich möchte gerne mit Partnerinnen sprechen

Post 33 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Mary hat geschrieben: Sa 26. Mär 2022, 14:13 Deine Frage, ob du dafür nicht Frau genug bist, empfinde ich als sehr provokativ. So wie ich dich hier kennengelernt habe, kannst du sie dir sicher selbst beantworten.
Hallo Mary..

wie hast du mich denn kennengelernt?
Da würde ich schon gerne drüber reden/schreiben wollen..

Ausser das es nicht in deinem Ermessen liegt was, wie und wer ich bin,
war das eben sehr, sehr verletzend.

Alles Liebe trotzdem Marie
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Aria
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Re: Ich möchte gerne mit Partnerinnen sprechen

Post 34 im Thema

Beitrag von Aria »

EmmiMarie hat geschrieben: Sa 26. Mär 2022, 13:37 Wir haben also die gesschlossenen Bereiche für "PartnerInnen" und
"trans*" Personen. Es gibt aber keinen geschlossenen Bereich für "CD's"
die vielleicht "Männerthemen" haben oder auch unter "sich" sein wollen.
Und sind geschlossene Bereiche nicht auch so etwas wie Heimlichtuerei?

und sorry wenn ich das so schreibe...
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Marie, es gibt ja schließlich noch PN für die Themen die CD nicht öffentlich schreiben wollen. Außerdem gibt es ja noch die geschlossene Bereiche für die etwas intimeren Angelegenheiten. Es ist darüber hinaus auch noch niemand auf die Idee gekommen einen geschlossenen Bereich für CD einzufordern. Daraus schließe ich, dass mit der gängigen Regelung so ziemlich allen entsprochen wird.

Ich kann absolut verstehen, dass sich Partnerinnen auch mal separat austauschen möchten und die Erkenntnisse daraus, ihren zukünftigen Kolleginnen hinterlassen wollen, indem es Beiträge und keine PN gibt. Ausserdem kann ich sehr gut nachvollziehen, dass man diese Themen auch gerne bespricht, ohne das jemand anderes (keine Bio-Partnerin) dazwischen quakt. Denn das artet dann schnell in "Ich löse dein Problem" aus, anstatt in "Ich höre dir einfach mal zu" aus.
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Re: Ich möchte gerne mit Partnerinnen sprechen

Post 35 im Thema

Beitrag von Mary »

EmmiMarie hat geschrieben: Sa 26. Mär 2022, 14:39
Mary hat geschrieben: Sa 26. Mär 2022, 14:13 Deine Frage, ob du dafür nicht Frau genug bist, empfinde ich als sehr provokativ. So wie ich dich hier kennengelernt habe, kannst du sie dir sicher selbst beantworten.
Hallo Mary..

wie hast du mich denn kennengelernt?
Da würde ich schon gerne drüber reden/schreiben wollen..

Ausser das es nicht in deinem Ermessen liegt was, wie und wer ich bin,
war das eben sehr, sehr verletzend.

Alles Liebe trotzdem Marie
Ich bin grade irritiert, warum bist du verletzt? Es geht drum, dass cisFrauen darüber sprechen wollen, was die Situation, dass sich ihr Partner als CD oder trans outen, in ihrem Leben verändert. Als Partnerin. Das würde auch für einen cisMann in dieser Lebenssituation gelten. Du darfst dich gerne einbringen,aber halt nicht in diesem geschlossenen Bereich. Ich bewerte nicht, was du bist oder wie du dich wahrnimmst und respektiere dies komplett. Und ich habe dich bislang auch so wahrgenommen, dass du dies reflektieren kannst. Es gibt nun mal Themen, die sich auf bestimmte Personenkreise richten. Das muss jeder von uns akzeptieren.

Liebe Grüße
Mary
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Re: Ich möchte gerne mit Partnerinnen sprechen

Post 36 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Mary hat geschrieben: Sa 26. Mär 2022, 14:46 Ich bin grade irritiert, warum bist du verletzt?

Liebe Mary...

warum bin ich verletzt? Weil der Satz den ich zitiert hatte, bei mir so ankam:
"Du bist keine Frau und deswegen wünsche ich im Zusammenhang deine Meinung nicht"
und irgendwie mit dem Zusatz "wenn dus selber nicht merkst tut es mir leid".

Und ja, das fand ich ziemlich wertend.
Oder aber etwas wenig achtsam..

deswegen habe ich auch rückgefragt, wie du mich denn kennengelernt hast.
Da war jetzt deine Antwort da, aber du hast doch nicht ganz klar geantwortet.

Manchmal haben wir recht ähnliche Ansichten, aber trotzdem spüre ich
das uns Welten trennen-und das find ich schade...

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Re: Ich möchte gerne mit Partnerinnen sprechen

Post 37 im Thema

Beitrag von Mary »

Hallo Marie,

Ich meine das keinesfalls abwertend, und so wie du es interpretierst ist es nicht gemeint. Deine Beiträge hier im Forum weiß ich in aller Regel zu schätzen und damit auch dich, soweit ich dich kenne.

Aber hier geht es ja nun um einen Raum für Partnerinnen (Partner natürlich auch) von Menschen, die sich als trans, CD geoutet haben. Und irgendwie finde ich es jetzt eigenartig,dass du dich ausgeschlossen fühlst. An anderer Stelle können wir doch weiter über alles reden.

Und ja, in diesem geschlossenen Raum sind nicht alle Meinungen gewollt. Das ist Sinn dieses Raumes. Und hat nichts, aber auch gar nichts, mit dir persönlich zu tun.

Liebe Grüße
Mary
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Re: Ich möchte gerne mit Partnerinnen sprechen

Post 38 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Guten Abend,
EmmiMarie hat geschrieben: Sa 26. Mär 2022, 13:37 Es gibt aber keinen geschlossenen Bereich für "CD's"
ich bin direkt angesprochen worden; deshalb antworte ich direkt.
Ja, es gibt keinen geschlossenen Bereich für CDs; aber es haben auch keine CDs danach gefragt.
Es gibt einige geschlossene Bereiche, die entweder angeregt worden sind oder mein Eindruck entstand, sie könnten in der F'orm sinnvoll oder gar notwendig sein.
So wollten einige (ehemalige) transsexuelle/transidente Userinnen und User einen abgeschlossenen Bereich, weil teilweise sehr intime Äußerungen nachzulesen und Fotos anzuschauen sind.
Das sollte der Nachbar oder Arbeitskollege wohl nicht unbedingt im öffentlichen Bereich zu sehen und zu lesen bekommen.

Die geschlossenen Bereiche sind nicht eingerichtet worden, um einige Userinnen und User besser zu behandeln und andere schlechter.
Im aktuellen "Fall" hat die langjährige Erfahrung gezeigt, dass die Themen von Partnerinnen überwiegend mit Antworten von "Nicht-Partnerinnen" geflutet wurden und werden.
Bitten und Ermahnungen, dieses zu unterlassen hat (wie auch in anderen Fällen) wenig geholfen.
Um vielleicht eine stärkere "Partnerinnengruppe" für das Forum zu gewinnen und zu erhalten, ist es aus diesem Grunde geboten, eine bestehende geschlossene Gruppe zu reaktivieren, ohne den öffentlichen Bereich "Familie und Parnterschaft" zu schließen. Der hat weiter Bestand und wird sicherlich auch weiterhin genutzt.
Und sind geschlossene Bereiche nicht auch so etwas wie Heimlichtuerei?
Da schwingt eine Art Vorwurf mit. Was Userinnen und User per PN, über Email oder andere Kontakte miteinander teilen, steht auch nicht der Allgemeinheit zur Verfügung.
icht das ich mich unbedingt beteiligen muss-aber ich habe jetzt das Gefühl, das ich nicht
Frau genug bin das auch zu dürfen...und das fühlt sich nicht schön und
wie eine Teilung in "wirkliche Frauen" und die "anderen" an...
Ich verstehe nicht, wie du darauf kommst. Begonnen hast du mit der Frage/Forderung, warum CDs und Männer nicht auch einen geschlossenen Bereich haben.
Danach landeten wir bei "Heimlichtuerei" durch geschlossene Themen - und schließlich bedauerst du, dass du ausgeschlossen wirst.
Dabei hat dich niemand ausgeschlossen - und Frau ist Frau; nur ist da kein * dabei. Es wurden auch keine Ausschlusskriterien genannt.
Es ist ein Bereich für Partnerinnen - und wenn du eine Partnerin bist, dann bekommst du den Zugang. Allerdings wärest du dann auch eine "Heimlichtuerin" und würdest andere Userinnen und User von dem ausschließen, was du schreibst.
Meine Ansage bezog sich auf diejenigen, die eben keine Partnerinnen sind und nur, weil sie überall ihren Senf dazu geben müssen, eben ein besonderes persönliches Bedürfnis ins Feld führen, der Gruppe anzugehören.

Herzliche Grüße
Anne-Mette
Alex_andra
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Re: Ich möchte gerne mit Partnerinnen sprechen

Post 39 im Thema

Beitrag von Alex_andra »

Bei uns, bzw. bei meiner Partnerin, wird das Treffen "Angehörigen Treffen" genannt und wird vom Sonntags Club in Berlin (https://sonntags-club.de/gruppen/transangehoerige.php) angeboten.

Aber auch hier gibt es Zulassungsbegrenzungen, mensch muss sich anmelden um die Kontaktadresse zu bekommen. Dann wird der Kontakt zu der Person hergestellt, die momentan die Gruppe leitet und die hilfesuchende Person zum Treffen eingeladen. Wenn sich bei den Treffen herausstellen sollte, dass die Themen nicht zusammen passen und keine Person von den/der anderen profitiert, trennen sich die Wege wieder.

Alle wissen worum es geht, die Erfahrenen lassen die anderen an ihren Erfahrungen Teil haben und jede weitere Person bringt eine weitere Geschichte, einen weiteren Weg, eigene Erfahrungen/Erlebnisse/Sichtweisen mit in die Runde. Generell gilt die Regel des Respekts aller Beteiligten jeder anwesenden und jeder thematisierten Person gegenüber. Die Beteiligten setzen sich auch Eltern, Partner:innen, Freund:innen ... zusammen. Nicht alle Themen werden auch mit allen besprochen, manche Beteiligte haben auch unabhängig von den Treffen Kontakt.

Ich bin eigentlich nicht involviert, kenne aber einige Personen aus der Gruppe, da die Treffen größtenteils in den Räumen des Sonntags Clubs stattfinden. Meine Partnerin nimmt an den Treffen teil, um gelegentlich selbst über problematische Situationen reden zu können bzw. von anderen deren Erfahrungen zu hören und nicht das Gefühl zu haben, dass sie allein auf der Welt sei. Wir sind als Paar und mittlerweile auch als Eltern mit dem Thema beschäftigt. Vorwürfe und das Gefühl betrogen worden zu sein, spielen bei uns aber keine Rolle. Alle wissen um die Problematik des Themas und gehen respektvoll, sensibel und vor allem rücksichtsvoll mit den jeweiligen anderen um.

Aber die Problematik steht ja oft nicht allein und die meisten trans* Personen haben sich über all die Jahre Verhaltensweisen und eine ganz tief sitzende Problematik angeeignet, dann kommen eventuell noch individuelle intime Wünsche, Sichtweisen usw. dazu, dass auch die progressivste, verständnisvolle Seele gelegentlich Support benötigt und ihrerseits einen Raum, um ohne Angst über die eigenen Probleme reden zu können. Oft hilft dann einfaches Zuhören, gelegentliches Zurechtrücken von sich wiederholenden Vorurteilen ... .

Parter/Angehörigen Treffen sind im besten Fall Peergruppen und machen Peerberatung, welche Süppchen dort gekocht werden spielt erst dann eine Rolle, wenn daraus Verhalten im Außen, anderen Menschen, v.a. den betroffenen trans* Menschen gegenüber wird.

Bestenfalls empowern sich die Beteiligten und lassen die Vorurteile hinter sich. Wenn nicht, schaffen sie eventuell eine Basis, die es allen erlaubt, ohne Gesichtsverlust aus der Situation heraus zu kommen. Wenn nur die eigenen Vorurteile bekräftigt werden, dass hätte auch ohne die Gruppe für eine Verbesserung der Beziehung wenig Hoffung bestanden.

Gutes Gelingen allen Angehörigen und beleibt den Betroffenen an euerer Seite möglichst wohlgesinnt.
Antworten

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