Meine Dämonen
Meine Dämonen - # 3

Lebensplanung, Standorte
Viktoria-TV
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Re: Meine Dämonen

Post 31 im Thema

Beitrag von Viktoria-TV »

Huhu,

prinzipiell hat Rabea doch Recht. Die Diversitydiskussion ist doch eine politische Diskussion, die in die Gesellschaft zurückwirkt. Wenn die Community auf politischen Feld etwas erreichen will - und ja es wurde in der Vergangenheit auch schon eine Menge erreicht - dann muss sie geschlossen auftreten. Dafür braucht es klare Begriffe, damit alle wissen wovon man redet.

Das Kunststück hierbei ist es, soviel Ausprägungen wie möglich einzuschließen und geschlossen aufzutreten. Transsexuelle müssen auch die Interessen nonbinärer Menschen vertreten und andersherum. Da hilft es nicht, wenn die eine Gruppe versucht, die andere auf dem "großen Marktplatz der öffentlichen Wahrnehmung" zu übertönen. Und in der Tat hilft das Erfinden immer neuer Begriffe, um sich von dem einen oder anderen Begriff abzuheben, nicht weiter.

Beispiel: Ich würde mich am ehesten als Transvestit oder Crossdresser beschreiben, obwohl ich bei beiden Begriffsdefinitionen Punkte finde, denen ich nicht zustimmen würde. Muss ich nun einen neuen Begriff erfinden, um mich einzuordnen? Ich denke nein.

Zum anderen überfordert eine Vielzahl an Begriffen und Definitionen außenstehende Menschen, die ja eigentlich die Empfänger der Diversitydisskussion sind und die ja "uns" Rechte, Akzeptanz whatever zugestehen sollen. Und Überforderung führt zu Ablehnung. "Wir" sollten bedenken, dass "wir" etwas von der Gesellschaft wollen. ;)

LG
Viktoria
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Whoopy Highfly
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Re: Meine Dämonen

Post 32 im Thema

Beitrag von Whoopy Highfly »

Hallo Viktoria,
Kann dir leider nur ein Like geben. Verdient hast du mehr
Bin auf dem Weg. Bitte sucht mich nicht.
Melde mich demnächst wieder.

Bye
ExuserIn-2019-12-22

Re: Meine Dämonen

Post 33 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-22 »

Viktoria-TV hat geschrieben: So 27. Okt 2019, 19:23 Und Überforderung führt zu Ablehnung. "Wir" sollten bedenken, dass "wir" etwas von der Gesellschaft wollen.
Also ich möchte nicht etwas für mich, sondern ich möchte etwas für alle. Und zwar das alle würdevoll als Menschen zusammen leben können. Egal ob cis, trans*, EnBy, Fluid, Einhorn, CD, TV, VenusMars, *, X und denkt euch was aus. Mit gleichen Rechten und allem was dazu gehört.
Jaddy hat geschrieben: So 27. Okt 2019, 11:47 Zum Thema trans im Verhältnis zu den anderen Buchstaben in LGBTIQA* empfehle ich die Doku "Screaming Queens" (YT) und Quellen zu den Stonewall Riots. Ich bin sehr für Solidarität und Inklusivität im queeren Spektrum. Das bedeutet aber auch, dass alle ihre Bedürfnisse hörbar äussern dürfen und irgendwie berücksichtigt werden. Sonst gehen die nämlich nicht nur in der Aussengesellschaft unter, sondern auch "unter uns". Deshalb sind auch scheinbare Randthemen wie Gendermarkierungen auf Hygieneprodukten nicht völlig unwichtig.
Der Thread über die Gendermarkierung auf Hygieneprodukten zeigt doch deutlich wie wenig sich für die Interessen Anderer interessiert wird. Dieses scheinbare Randthema hat viel mehr Tiefgang, als immer noch ein Großteil der Personen hier verstehen möchte. Sonst wäre der dumme Threadtitel auch schon gewechselt worden. Oder vermutlich soll dieser nur provozieren, denn das DAMEN wurde ja extra in Großbuchstaben geschrieben.
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Re: Meine Dämonen

Post 34 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Viktoria-TV hat geschrieben: So 27. Okt 2019, 19:23 Das Kunststück hierbei ist es, soviel Ausprägungen wie möglich einzuschließen und geschlossen aufzutreten. Transsexuelle müssen auch die Interessen nonbinärer Menschen vertreten und andersherum.
Moin,

das ist für mich ein Kernsatz und ich möchte ihn noch ausweiten. Transmenschen müssen die Interessen von nicht Transmenschen vertreten, damit unsere Interessen gehört werden. Das "Lagerdenken" ist Ursache für Spaltung. Man kann die Spaltungen, und das gilt nicht nur für unser Thema, überwinden, in dem man sich mit dem Anderen und seinen Befindlichkeiten beschäftigt. Und wir sind diejenigen, die damit auf andere Menschen zugehen müssen, denn wir haben ein vitales Interesse daran.
Viele Grüße
Vicky

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Helga
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Re: Meine Dämonen

Post 35 im Thema

Beitrag von Helga »

Liebe Rabea,
ich habe lange überlegt ob ich mich an dieser Unterhaltung beteiligen soll, daher kommt mein Beitrag recht spät.
Ich möchte dir im Bezug auf den Begriff "Klatspresse" eines zu bedenken geben. Vieles von dem was hier zu lesen ist mag banal und belanglos erscheinen. Das ist es aber nicht. Für den/ die Schreiber/in hat es meistens eine tiefere Bedeutung. Wenn ich über meine letzte Shoppingtour berichte mag sich Vielen der Vergleich zum berühmten Reissack aufdrängen, für mich ist es aber ein Weg meine Geschlechtsdisphorie (soweit ich als CD diesen Begriff für mich in Anspruch nehmen darf) zu verarbeiten. So wie das vierjährige Kind seiner Mutter ganz aufgeregt vom ersten Tag im Kindergarten berichtet, berichte ich dem Forum von meinen Ausflügen en femme in all ihrer Banalität. Ob es jemand liest oder nicht. Die Titel sind eindeutig gewählt, du darfst gerne daran vorbei scrollen.
Über Dämonen kann ich leider nichts berichten, seitdem ich meine weibliche Seite zulasse und ihr ab und zu Ausgang gewähre sind die Viecher elendig zugrunde gegangen.
Liebe Grüße
Helga
Was bin ich?- Zunächst einmal bin ich ein Mensch!
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
Viktoria-TV
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Re: Meine Dämonen

Post 36 im Thema

Beitrag von Viktoria-TV »

Hallo Helga,

ich glaube du hast Rabea missverstanden: Es geht ihr nicht darum, dass Beiträge von Ausflügen aus keinen Mehrwert haben, sondern dass es zu wenige davon im Moment gibt. Solche Beiträge finde ich persönlich sehr wichtig, aus den von dir genannten Gründen. Vielmehr geht es Rabea darum, dass viele Beiträge im Moment kaputt geredet werden, weil persönliche Zwiste ausgetragen werden oder man sich an Kleinigkeiten hochgezogen und Streit vom Zaun gebrochen wird. Auch ich habe den Eindruck, dass viele - nicht alle Beiträge - durch unkonstruktive Einwände kaputt geredet werden.

Informative Themen, z.B. Schminktipps oder was auch immer gibt es im Moment nicht viele. Das mag auch daran liegen, dass es schon viele solcher Themen in den letzten Jahren bearbeitet worden sind. Vielleicht stellt sich dadurch auch etwas Stagnation ein.

LG
Viktoria
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Re: Meine Dämonen

Post 37 im Thema

Beitrag von Violetta Arden »

Viktoria-TV hat geschrieben: Mo 28. Okt 2019, 22:36 Hallo Helga,

ich glaube du hast Rabea missverstanden: Es geht ihr nicht darum, dass Beiträge von Ausflügen aus keinen Mehrwert haben, sondern dass es zu wenige davon im Moment gibt. Solche Beiträge finde ich persönlich sehr wichtig, aus den von dir genannten Gründen. Vielmehr geht es Rabea darum, dass viele Beiträge im Moment kaputt geredet werden, weil persönliche Zwiste ausgetragen werden oder man sich an Kleinigkeiten hochgezogen und Streit vom Zaun gebrochen wird. Auch ich habe den Eindruck, dass viele - nicht alle Beiträge - durch unkonstruktive Einwände kaputt geredet werden.

Informative Themen, z.B. Schminktipps oder was auch immer gibt es im Moment nicht viele. Das mag auch daran liegen, dass es schon viele solcher Themen in den letzten Jahren bearbeitet worden sind. Vielleicht stellt sich dadurch auch etwas Stagnation ein.

LG
Viktoria
Da stimme ich dir zu.
LG Gerda
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Re: Meine Dämonen

Post 38 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Ich denke, das Forum ist ein Spiegel für die Dinge, die uns bewegen. Mit uns meine ich jede Einzelne für sich selber betrachtet und nicht als Gemeinschaft. In der Vergangenheit gab es großen Bedarf an Informationen, wie man sich im Gegengeschlecht ausdrückt. Es fällt ums so mehr auf, dass diese Ausdrucksweise sehr stark kontrastiert mit vielen Berichten, die die bunte und laute Seite beschreiben. Ich möchte auch nicht mit den dort beschriebenen Menschen verglichen werden. Was soll ich denn den Menschen von mir erzählen, wenn diese die schrillen Bilder im Kopf haben ? Ist es da nicht verwunderlich, dass einige Menschen sehr sensibel auf Beschreibungen reagieren ?

Die kleinteiligen Diskussionen zeigen genau das auf. Ich möchte als der mensch verstanden werden, der ich bin. Aber letztlich drückt das mMn eine große Unsicherheit aus. Und auch die Reaktion auf solche kleinteiligen Diskussionen drücken Betroffenheiten aus.

Ich erkenne für mich, dass es eine große Zäsur gibt. Wir Transmenschen sind im Umbruch. Es reicht uns nicht mehr, im Inneren sein Auskommen zu suchen. Es drängt uns nach außen. Öffentliches Auftreten ist uns immer wichtiger, nachdem wir im Inneren mit uns viel mehr im Reinen sind als vor einigen Jahrzehnten. Die Dynamik der Veränderungen trifft in weiten Bereichen der Öffentlichkeit zumindest auf Toleranz. Als Gemeinschaft haben wir für uns jedoch noch nicht die Worte gefunden, mit denen wir uns ausdrücken können. Wir sind dereit in einer Zeit des Umbruchs. Da müssen wir uns finden und das ist auch mit Irrungen verbunden.

Aber vielleicht müssen wir uns auch gar nicht erklären. Vielleicht reicht es auch aus, einfach wir selber zu sein uns entsprechend zeigen. Die Diskussionen in der "Forumsblase" sind wichtig, auch die kleinteiligen. Hier können wir uns ausprobieren und gegenseitig stärken, damit wir für uns alleine nach außen gehen können. Dazu gehört auch die Vorbereitung mit Worten, aber wichtiger ist dabei, dass wir unser eigenes Befinden klar sind, wo wir genau stehen. Da helfen die Diskussionen. Ich denke, etwas Gelassenheit hilft uns auch in dieser Phase des Umbruchs. Und Gelassenheit hilft uns auch in der Welt da draußen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Gelassenheit auch sehr gut von der Gesellschaft aufgenommen wird. Dann werden wir auch viel leichter ein normaler Teil der Gesellschaft.

Dies ist nur eine These und stellt meine aktuelle Sicht auf die Veränderungen im Forum dar. Ich kann mich irren, aber wir sind ganz schön heftig auf dem Weg.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Meine Dämonen

Post 39 im Thema

Beitrag von Rabea-Marie »

Hallo Alle!
Die Titel sind eindeutig gewählt, du darfst gerne daran vorbei scrollen.
Es sind nicht die Threads die erstellt werden. Ich kann gut verstehen dass du deine Shopping Tour mit uns teilst. Es ist ein Bestandteil der Verarbeitung des erlebten und es war ein freudiges Event für dich welches du gerne mit uns teilen möchtest.
Auch ich hab hier schon einige Säcke Reis liegen lassen. :wink:

Es ist wie Viktoria sagt.
Vielmehr geht es Rabea darum, dass viele Beiträge im Moment kaputt geredet werden, weil persönliche Zwiste ausgetragen werden oder man sich an Kleinigkeiten hochgezogen und Streit vom Zaun gebrochen wird.
Außerdem noch wenn eine Frage gestellt wird, auf die es mehrere Antwortbeiträge gibt. Richtige und konstruktive Antworten (ja auch in unserem Bereich gibt es "richtige" Antworten, nicht alles ist individuell) werden außer acht gelassen. Weiterverfolgt werden in letzter Zeit eher die gefühlten Wahrheit mit dem größten Unterhaltungswert. Zumindest nach meinem Gefühl.

Ich erkenne für mich, dass es eine große Zäsur gibt. Wir Transmenschen sind im Umbruch. Es reicht uns nicht mehr, im Inneren sein Auskommen zu suchen. Es drängt uns nach außen. Öffentliches Auftreten ist uns immer wichtiger, nachdem wir im Inneren mit uns viel mehr im Reinen sind als vor einigen Jahrzehnten. Die Dynamik der Veränderungen trifft in weiten Bereichen der Öffentlichkeit zumindest auf Toleranz. Als Gemeinschaft haben wir für uns jedoch noch nicht die Worte gefunden, mit denen wir uns ausdrücken können. Wir sind dereit in einer Zeit des Umbruchs. Da müssen wir uns finden und das ist auch mit Irrungen verbunden.- 
Treffend formuliert, genau das ist der Grund für diesen Thread.
Ebenso wie dies von Viktoria.
Die Diversitydiskussion ist doch eine politische Diskussion, die in die Gesellschaft zurückwirkt. Wenn die Community auf politischen Feld etwas erreichen will - und ja es wurde in der Vergangenheit auch schon eine Menge erreicht - dann muss sie geschlossen auftreten. Dafür braucht es klare Begriffe, damit alle wissen wovon man redet.
LG Rabea
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Re: Meine Dämonen

Post 40 im Thema

Beitrag von Joe95 »

Rabea-Marie hat geschrieben: Sa 26. Okt 2019, 02:11 Um dem ganzen dann noch die Krone aufzusetzen spricht man von einer Million Geschlechtern und Joe zweifelt an der Definition männlich und weiblich...
Nein, ich bezweifle keine Definition, ich habe nur noch nie eine gehört, die sich nicht auf Fortpflanzung bezieht.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
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Re: Meine Dämonen

Post 41 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Joe95 hat geschrieben: Di 29. Okt 2019, 16:19
Rabea-Marie hat geschrieben: Sa 26. Okt 2019, 02:11Um dem ganzen dann noch die Krone aufzusetzen spricht man von einer Million Geschlechtern und Joe zweifelt an der Definition männlich und weiblich...
Nein, ich bezweifle keine Definition, ich habe nur noch nie eine gehört, die sich nicht auf Fortpflanzung bezieht.
Ich vermute aber, dass dir der Unterschied zwischen körperlichen Geschlecht(ern)(1), sozialen Geschlechtsrollen aka Gender und den amtlichen Geschlechtern geläufig ist, oder? Das wären schon mal 3 orthogonale Dimensionen von Geschlechtlichkeiten, für die die deutsche Sprache leider keine eigenen Wörter hat. (Von Adelsgeschlechtern war wohl eher nicht die Rede)

Ich dachte, dass wir im Zusammenhang mit trans und inter eher von den sozialen Geschlechtern reden, also Gender, Geschlechtsempfinden, Selbstverortung, geschlechtliche Identität, usw., da die biologische Ebene doch eher -hm- sinnlos ist in dem Zusammenhang.

Gender ist aber durchaus nicht auf Fortpflanzung bezogen, sondern auf "Expression", Sprache, Kleidung, Interessen, die ganzen Forenthreads hiner rauf und runter. Kein Wunder also, dass es davon quasi so viele gibt wie Menschen.

Ach so, von den amtlichen gibt es bei uns vier verschiedene, darunter eine Sammelbezeichnung. Und diese vier sind tatsächlich auch nicht auf die Fortpflanzung bezogen :)


(1) Auch biologisch gibt es durchaus mehr Geschlechtsmerkmale als die Fortpflanzungsorgane. Einzelne Exemplare können durchaus ein Gemisch davon sein, also nicht in allen biologischen Dimensionen eindeutig. Mein Lieblingsbeispiel immer noch die Frauen mit XY46 Chromosomensatz, also "eindeutig männlich", aber Uterus und allem und das auch noch fortpflanzungsfähig (nachweislich), ohne dass es jemand je bemerkt hätte.
ExuserIn-2019-12-22

Re: Meine Dämonen

Post 42 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-22 »

https://www.queer.de/detail.php?article_id=34776
Ich denke das ist hier ganz passend. Denn Hier ging es doch darum, dass LGBTQ* zusammen halten sollte um ihre gemeinsamen Interessen zu vertreten.
Rabea-Marie
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Re: Meine Dämonen

Post 43 im Thema

Beitrag von Rabea-Marie »

Mir fehlen echt die Worte wie traurig ist das finde...

Das ist doch nur politisches Kalkül... Man schafft einen gemeinsamen Feind um die eigenen Interessen voran zu bringen und sein Ansehen bei der Gesellschaft zu erhöhen.
Jaddy
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Re: Meine Dämonen

Post 44 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Das gilt sicherlich für einige dieser Leute, dieses Anbiedern an Stärkere durch treten gegen andere ausgegrenzte. Aber mir selbst sind auch schon Aktivist"¢innen aus dem homo- und bisexuellen Spektrum begegnet, die tatsächlich ein anti-trans Weltbild haben und völlig ohne die Analogie der Bedarfe zu sehen, direkt gegen anwesende nicht-cis Personen gehetzt haben, ohne dass jemand zum anbiedern da gewesen wäre.

Darüber hinaus gibt es ja reichlich Interessenvertretungsgruppen im LGBTIQA*-Spektrum. Wenn sich 1 ausgerechnet mit einer anti-trans Gruppe assoziiiert, dann ist anzunehmen, dass en genau das Weltbild auch unterstützt.
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Re: Meine Dämonen

Post 45 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Moin,

wenn wir sexuelle Identität und sexuelle Orientierung als unabhängig sehen, müssen wir auch akzeptieren, dass es Menschen gibt, die das Eine wollen und das Andere nicht leiden können. Das ist bedauerlich, denn es gibt Gemeinsamkeiten. Aber Stonewall war in mancherlei Hinsicht ähnlich. Wenn ich das richtig verstanden habe, ging es um eine Razzia in einer Homo-Kneipe, aber einige Transmenschen haben beim Widerstand eine eindeutige Rolle gespielt. Gedankt hat es ihnen scheinbar niemand.

Was aber in jedem Fall widerlich ist, ist jede Form von Hetze. Und die sehe ich hier. Toleranz und Rechte fordern und andere in den Rechten einschränken ist doppelzüngig. Wir sollten nur aufpassen, dass wir das Kind nicht mit dem Bade ausschütten. Es ist, zumindest bisher, nur eine kleine Gruppe. Solidarität ist ein kostbares Gut, das man nicht leichtfertig verspielen sollte.
Viele Grüße
Vicky

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