prinzipiell hat Rabea doch Recht. Die Diversitydiskussion ist doch eine politische Diskussion, die in die Gesellschaft zurückwirkt. Wenn die Community auf politischen Feld etwas erreichen will - und ja es wurde in der Vergangenheit auch schon eine Menge erreicht - dann muss sie geschlossen auftreten. Dafür braucht es klare Begriffe, damit alle wissen wovon man redet.
Das Kunststück hierbei ist es, soviel Ausprägungen wie möglich einzuschließen und geschlossen aufzutreten. Transsexuelle müssen auch die Interessen nonbinärer Menschen vertreten und andersherum. Da hilft es nicht, wenn die eine Gruppe versucht, die andere auf dem "großen Marktplatz der öffentlichen Wahrnehmung" zu übertönen. Und in der Tat hilft das Erfinden immer neuer Begriffe, um sich von dem einen oder anderen Begriff abzuheben, nicht weiter.
Beispiel: Ich würde mich am ehesten als Transvestit oder Crossdresser beschreiben, obwohl ich bei beiden Begriffsdefinitionen Punkte finde, denen ich nicht zustimmen würde. Muss ich nun einen neuen Begriff erfinden, um mich einzuordnen? Ich denke nein.
Zum anderen überfordert eine Vielzahl an Begriffen und Definitionen außenstehende Menschen, die ja eigentlich die Empfänger der Diversitydisskussion sind und die ja "uns" Rechte, Akzeptanz whatever zugestehen sollen. Und Überforderung führt zu Ablehnung. "Wir" sollten bedenken, dass "wir" etwas von der Gesellschaft wollen.
LG
Viktoria