Ich teile Deine Annahme, dass hier das Ergebnis eines hohen gesellschaftlichen Drucks vorliegen kann und vermutlich wird. Es bleibt aber dabei, dass ich und kein anderer das Recht hat, diese Selbstverortung abzulehnen.MichiWell hat geschrieben: Do 3. Okt 2019, 21:51 Weil hier Selbstverortung im Extrem angesprochen wurde, ein Gedanke von mir ...
Wenn jemand meint, nur dadurch vor sich selbst bestehen zu können, dass er bzw. sie sich am jeweils zu seiner Anatomie passenden Ende des Geschlechterspektrums verortet, dann dürfte das doch eher die Folge des starken gesellschaftlichen Drucks sein. Ja, ich denke, dass Verorten im Extrem ist vor allem Ausdruck von extremer Unsicherheit. Wie oft lesen/hören wir, dass Transmenschen genau das versucht haben, und daran fast oder gar ganz zerbrochen sind.
Aber vielleicht war die Aussage auch nur unglücklich formuliert, und ich habe es falsch verstanden.
Wir alle unterliegen inneren und äußeren Zwängen und Einflüssen. Ich kann für mich selber da keine klare Grenze sehen, wo dort die Grenzen bei mir verlaufen, beide Einflüsse sind Teil von mir. Wie viel weniger kann ich da einen anderen klar erkennen und in Bezug auf Eigenarten erklären und festlegen.