Weg von Mann und Frau - hin zu sich selbst?
Weg von Mann und Frau - hin zu sich selbst? - # 3

Lebensplanung, Standorte
Lorelai74
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Re: Weg von Mann und Frau - hin zu sich selbst?

Post 31 im Thema

Beitrag von Lorelai74 »

Dankeschön Jaddy,
Genial guter Beitrag zur Medizin.
Danke
Männlich / Weiblich: das sind doch bürgerliche Kategorien.
ExuserIn-2019-12-18
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Re: Weg von Mann und Frau - hin zu sich selbst?

Post 32 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-18 »

Jaddy hat geschrieben: Di 2. Jul 2019, 11:23 Gut, dass da oben das Wort _Modell_ steht.

Das Problem mit Modellen wie der TCM: Sie sind übersichtlich, verständlich, daher scheinbar plausibel, aber die angenommene Wirkweise weder statistisch, noch als Wirkmodell selber bewiesen. Anders gesagt: Es fühlt sich einfach so an, als ob da was dran wäre, aber kein Mensch weiss ob überhaupt.
Hallo Jaddy,

normalerweise kann ich dir ganz gut folgen. Dieses mal leg ich mir hier jedoch die Karten.
Ich verstehe den "Sinn" des Beitrags an dieser Stelle nicht. Vielleicht übersehe ich es aber auch einfach.

An wen ist er gerichtet? Warum so massiv? Sind wir in einen Glaubens- oder Wissenskrieg geraten? Und wenn ja, warum? Oder ist das eher Prophylaxe?

Mir persönlich geht es nicht um körperliche Medizin oder Heilung. Und wenn Heilung, dann vielleicht eher um die der Gefühlswelt und der Seele. Aber da ist ja nicht die Schulmedizin, sondern die Kirche im Boot.

Vielleicht magst Du das noch etwas erläutern.

Liebe Grüße
Vanessa
Whoopy Highfly
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Re: Weg von Mann und Frau - hin zu sich selbst?

Post 33 im Thema

Beitrag von Whoopy Highfly »

Hallo Jaddy,
dein Beitrag finde ich gut und konstruktiv.
Es gibt, das habe ich selbst bemerkt, noch anderes als die "Schulmedizin". Früher war ich ein Gegner, alles was außerhalb der Wissenschaft war. Ich suche nach Fakten und Lösungen.
Durch YOGA (indisch) und Qigong (asiatisch / chinesisch) bin ich zu einem weiteren Ergebnis gekommen, dass es noch mehr da sein muss, als richtig und falsch.
Vielleicht bin ich auch nur empfindlicher und sensibler als andere. Eins weiß ich, das es mir durch Schulmedizin, alternativen und durch "zulassen" einiger Dinge besser geht. Welcher Weg der richtige ist, weiß ich nicht.
Jede biologische "Einheit" oder "Maschine" ist anders und kompliziert. Das hatte mir vor 3 Monaten ein Arzt zu mir gesagt. Da kann ich ihm gut folgen.

GGLG
Bin auf dem Weg. Bitte sucht mich nicht.
Melde mich demnächst wieder.

Bye
Jaddy
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Re: Weg von Mann und Frau - hin zu sich selbst?

Post 34 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Moin :)

Meine Absicht war keine Grundsatzdiskussion über Heilmethoden. Das können wir gerne an anderer Stelle machen.

Mir geht es um zwei Dinge:

1. Die Landkarte ist nicht die Wirklichkeit, das Modell nicht die Realität.

Es sind abstrahierte Analogien mit begrenztem Anwendungsbereich. Aus ihnen mehr herauslesen zu wollen, als wirklich drin steckt oder sie in einen ganz anderen Kontext zu verwenden führt häufig zu Fehlschlüssen.

Das Balancemodell ist ein guter Hinweis, nicht zu sehr in einseitige Extreme zu verfallen. Trotzdem werden die wenigsten hier zum Beispiel körperlich strikt androgyn oder ihre Psyche ständig zwischen männlich und weiblich ausgleichen wollen. Abgesehen davon, dass die Pole und Skalen recht willkürlich festgelegt sind.

"Ich habe mir die Hände eben mit warmem Wasser gewaschen, jetzt muss ich noch mal kalt abspülen, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen" oder "gestern hab ich Nylons getragen, deshalb muss ich mich heute mit einem Holzfällerhemd ins Gleichgewicht bringen" - wo ist der Nullpunkt? Warum Gleichgewicht? Was passiert da, ausser dem persönlichen Wunsch?

Ist das Modell überhaupt anwendbar? Bringt es neue Erkenntnisse, die sich für mich irgendwie verifizieren lassen? Oder klingt es nur plausibel und ich folge ihm, weil mir nicht besseres einfällt und ich gar keine Bezugspunkte für besser/schlechter habe?

2. Bedeutung wird gegeben, Erleben wird gemacht. Wat dem een sin Uul, is dem annern sin Nachtigall.

Die persönlichen Einordnung in die - kulturell konstruierten und tradierten - Genderrollen ist nicht objektivierbar. Es gibt keine Messlatte für besser oder schlechter. Jede Sortierung "dies ist männlicher/weiblicher als das" ist höchstens ein Meinungsbild und ausserdem sehr abhängig von den befragten Personen, ihrer Altersgruppe, sozialem umd kulturellem Umfeld, Familie, eigener Biografie, angeeigneten Überzeugungen, usw.

Hier im Forum finden wir eine wunderbare Vielfalt von individuellen Wohlfühl-Techniken. Und ich möchte die auf keinen Fall in eine Skala einsortieren, wie viel heftiger cross oder trans eine Person ist. Ob es Vorlieben für Kleidung ist, ob körperliche Veränderungen, bestimmte Hobbies oder Rituale, völlig egal. Entscheidend ist der - ebenfalls völlig subjektive - "Wohlfühlindex".

Wir müssen nicht alle "ins Gleichgewicht kommen". Für manche passt das Bild, die anderen finden ihren Wohlfühlpunkt an genau einem Gender-Pol. Andere führen zwei Leben parallel, abwechselnd, wie auch immer.

Die medizinischen Modelle sind deshalb ein wunderbares Beispiel, weil auch die ohne nachweisliches Wirkprinzip ja häufig "funktionieren". Ich schreibe das in Tüddelchen, weil sie ja zu funktionieren scheinen, tatsächlich aber psychosomatische und autosuggestive Funktionen am Werk sind. Die können tolle Sachen und ich bin immer wieder fasziniert. (Disclaimer: Mein Bunny praktiziert Hypnotherapie und wir beide sind ziemlich auf dem Laufenden, was Psychosomatik, Trance, Placebo/Nocebo etc bewirken können)

Aber beim Schamanen ist es eben nicht der Geist des Jaguars, der die Krankheit aus der Klient:in reisst, sondern die Überzeugung, dass da einer ist. Das Ritual und das dahinterstehende Modell passen zu den Glaubenssätzen der Klient:in. Sie geben dem Geschehen Bedeutung und gestalten das Erleben. Auch das zukünftige. Folge: Klient:in geht es besser, das Mindset ist verändert. (Sollte eins jedoch nicht probieren, wenn die reine Physik und Mechanik des Körpers betroffen ist: Beinbrüche, Herzinfarkte, Viren und Tumore sind von Ritualen meist nur mässig beeindruckt)

Und das gilt für quasi alle alternativen Methoden[1]. Homöopathie, Schüsslersalze, Bachblüten, Ayurveda, Wallfahrten, Rosenkränze, etc. wirken nicht an sich, sondern durch die Aktivierung der inneren Glaubenssätze. Für die Klient:in ergibt es einfach Sinn, dass das richtig ist. Und das ist toll und okay - aber eben kein objektiverbarer, nachweisbarer, übertragbarer Wirkmechanismus. Er funktioniert entweder im eigenen Kopf oder nicht.

Deshalb mein Ansatz, diese Modelle und Methoden ruhig zu probieren, sich aber der Wirkweise über die Psyche bewusst zu sein. Nicht einem Modell strikt folgen, sondern prüfen, ob es mit dem Selbst harmoniert. Es nicht mit der physischen Realität verwechseln, nicht als objektive Wahrheit verstehen und auch nicht so bewerben (Vanessa: da wären die Glaubenskriege). Placebos funktionieren auch wenn eins weiss, dass es ein Placebo ist.

Und dieser experimentelle, bewusst subjektive Umgang mit verschiedenen Perspektiven lässt sich meiner Ansicht nach prima auf die persönliche Positions- und Kursbestimmung im Genderverse anwenden.

Dritte Satz als Bonus: Der Erleuchtung ist es egal, wie du sie erlangst :)


[1] Es gibt ein paar wenige Ausnahmen, z.B. Heilpflanzen, physische oder gymnastische Techniken, die direkt physiologisch ohne das Ritual bzw. die Glaubenssätze wirken[2]. Das sind aber Einzelfälle, die nicht aus dem jeweiligen Modell abzuleiten sind, bzw. es eben nicht dessen andere Elemente stützen[3]. Diese Einzelerkenntnisse werden auch gerne als solche in die Medizin übernommen - ohne das Weltbild, Modell bzw Ritual.

[2] (nein, Akupunktur, Akupressur, Shiatsu gehören nicht dazu)

[3] Ja, Arnika wirkt entzündungshemmend und gegen Infektionen. Aber nur in der richtigen Konzentration. Ab D5 (1:100000) ist zu wenig drin, und Arnika Globuli darüber (D5..D30) wirken exakt wie Globuli ohne jede Behandlung - nicht über den Placeboeffekt hinaus. Und weil Arnika (in der richtigen Dosierung...) wirkt, heisst es eben nicht, dass andere Stoffe, die auch im Homöopathischen Arzneibuch stehen, ebenso wirken - oder überhaupt.
ExuserIn-2019-12-18
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Re: Weg von Mann und Frau - hin zu sich selbst?

Post 35 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-18 »

Jaddy hat geschrieben: Mi 3. Jul 2019, 15:50 Moin :)

Meine Absicht war keine Grundsatzdiskussion über Heilmethoden. Das können wir gerne an anderer Stelle machen.
Entschuldig Jaddy ... ich hab"™s noch immer nicht verstanden. Vielleicht brauch ich da noch eine Weile, um da anzukommen, wo Du bist ....

Liebe Grüße
Vanessa
Whoopy Highfly
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Re: Weg von Mann und Frau - hin zu sich selbst?

Post 36 im Thema

Beitrag von Whoopy Highfly »

Hallo Jaddy,
Deine Einlassung finde ich persönlich sehr gut.
Das Gleichgewicht ist für jeden anders.
Beispiel:
Wenn auf einem Seil balanciert wird, eine Hand eine Blume und die andere eine Axt hält ist das Gleichgewicht hergestellt. Jemand anderes braucht 2 Blumen oder was anderes.
Das meine ich, symbolisch, mit Gleichgewicht.

"Gleichgewicht im statischen Sinne ist, wenn die resultierende Kraft sich im Schwerpunkt befindet." Das gilt körperlich sowie geistig.

Das muss jede / jeder mit sich selbst im Einklang bringen.

GLG
Bin auf dem Weg. Bitte sucht mich nicht.
Melde mich demnächst wieder.

Bye
ExuserIn-2019-12-18
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Re: Weg von Mann und Frau - hin zu sich selbst?

Post 37 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-18 »

Whoopy Highfly hat geschrieben: Mi 3. Jul 2019, 17:54 Wenn auf einem Seil balanciert wird, eine Hand eine Blume und die andere eine Axt hält ist das Gleichgewicht hergestellt. Jemand anderes braucht 2 Blumen oder was anderes.
Guten Abend!

Ich finde es interessant, dass Du meinst, ein Ungleichgewicht für das eigene Gleichgewicht zu benötigen. Ein Blume auf der einen und eine Axt auf der anderen Seite bedeutet im statischen System immer ein Ungleichgewicht, das ausgeglichen werden muss. Eben durch Dich im Zentrum - durch gesteuerte Krafteinsätze.
Hieße vielleicht auch, Du selbst bist im Ungleichgewicht und brauchst unterschiedliche Lasten zum Ausgleich. Spannend.
Im Umkehrschluss: wenn ich. warum auch immer, mein inneres Gleichgewicht finde, muss ich mich den äußeren Lasten (Axt und Blume) vielleicht entledigen, um nicht herunterzufallen. Also Dinge loslassen ...
Nun, dass Leben selbst ist sicher komplizierter .... aber da mag was dran sein.

Liebe Grüße
Vanessa
Whoopy Highfly
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Re: Weg von Mann und Frau - hin zu sich selbst?

Post 38 im Thema

Beitrag von Whoopy Highfly »

Hallo Vanessa,
VanessaL hat geschrieben: Mi 3. Jul 2019, 18:40 Ich finde es interessant, dass Du meinst, ein Ungleichgewicht für das eigene Gleichgewicht zu benötigen. Ein Blume auf der einen und eine Axt auf der anderen Seite bedeutet im statischen System immer ein Ungleichgewicht, das ausgeglichen werden muss. Eben durch Dich im Zentrum - durch gesteuerte Krafteinsätze.
Hieße vielleicht auch, Du selbst bist im Ungleichgewicht und brauchst unterschiedliche Lasten zum Ausgleich.
Dein Aspekt ist ein sehe, sehr guter Ansatz.

Gemeint hatte ich was anderes und zwar, das durch das Ungleichgewicht ein Ausgleich geschaffen werden muss. Sei es durch Gewichtsverlagerung oder durch "Ausstecken" der Arme, sprich Hilfe suchen und annehmen.
Gewichtsverlagerung kann auch bedeuten, das andere Prioritäten gesetzt werden sollen und müssen. Mir persönlich hilft hierbei YoGa und Qigong.
VanessaL hat geschrieben: Mi 3. Jul 2019, 18:40 Hieße vielleicht auch, Du selbst bist im Ungleichgewicht und brauchst unterschiedliche Lasten zum Ausgleich. Spannend.
Persönlich bin ich schon sehr nahe an der Mitte dran. Mein Körper bestätigt mir das jeden Tag. Gehe ich zu weit oder nicht weit genug, geht's mir schlechter.
Hierbei kann ich die Figur "Baum" anführen. Zu Beginn meiner YoGa Karriere war ich froh auf beiden Beinen zu stehen, jetzt bekomme ich den Baum fast hin.
VanessaL hat geschrieben: Mi 3. Jul 2019, 18:40 Also Dinge loslassen ...
Jawohl, auch wenn es schwerfällt.
VanessaL hat geschrieben: Mi 3. Jul 2019, 18:40 Nun, dass Leben selbst ist sicher komplizierter .... aber da mag was dran sein.
Das hat mein Arzt letztens auch gesagt.

Der Mensch ist eine komplizierte Maschine, unberechenbar und immer was anderes. Wir stehen noch am Anfang des Verstehens, obwohl der Mensch seit mindestens 25000Jahren in dieser Form existiert.

LG
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Re: Weg von Mann und Frau - hin zu sich selbst?

Post 39 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Robbe hat geschrieben: Sa 27. Jul 2019, 19:39 Habe seit geraumer Zeit ein Mittel entdeckt, mit dem ich meinen Traum verwirklichen kann.
Du wiederholst Dich.
Meine Einstellung dazu wandelt sich gerade von "langweilig" zu "ärgerlich".

In einem anderen Thema schreibst Du
Also zum Thema Brustwachstum ohne Hormone/HRT schreibt mich einfach an kann euch von meinen Erfahrungen berichten.
Erfahrungen, die mit "Mittelchen" erreicht werden, rufen bei Misstrauen hervor.

Gruß
Anne-Mette
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Re: Weg von Mann und Frau - hin zu sich selbst?

Post 40 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt »

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Weihnachtsmarkt ist das Wacken für Büroangestellte!
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Re: Weg von Mann und Frau - hin zu sich selbst?

Post 41 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Sch.. - ich bin jetzt auch wieder besoffen. - Und solche Brüstchen-Fotos gibt es von mir auch. - also dann besser:

Tschüs, einen schönen Sonntag, und alle Gute (he)
Nicole
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