Manuelas neuer Alltag - # 3
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Momo58
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Re: Manuelas neuer Alltag
@Ascona
deine Argumentation ist für mich überdenkenswert. Werde das beim nächsten Treffen der SHG noch mal anders angehen.
@all
Ich freue mich, denn ich bin wieder einen Schritt weiter. Gestern Abend war der nächste Termin beim Endokrinologen. Ich wurde als Frau M. aufgerufen. Das war eine besondere Streicheleinheit für meine Seele. Das Ergebnis der Blutwerte war OK und auch die Nieren und die Leber sowie der Lungenfunktionstest waren in Ordnung. Manche fragen sich nun vielleicht, weshalb man einen Lungenfunktionstest bei einer gegengeschlechtlichen Hormonbehandlung braucht. Da bei der Hormonbehandlung auch schwerwiegende Nebenwirkungen wie eine Lungenembolie auftreten können ist diese Untersuchung gar nicht so abwegig. Das weitere Arztgespräch war eine sehr gute Aufklärung über Risiken und Nebenwirkungen der Hormonbehandlung, wie z.B. Thrombose oder Brustkrebs. Besonders praktisch ist, dass der Endokrinologe gemeinsam mit seiner Frau und einem angestellten Arzt die Praxis betreibt und ich dadurch gleich noch eine neue Hausärztin gefunden habe. Nachdem meine Therapeutin nun doch die Indikation vorgelegt hatte, bekam ich das Rezept für den Testosteronblocker und das Estradiol. Da ich im ländlichen Raum als Transfrau eine Exotin bin, musste die Apotheke die Medis bestellen. Die kommen heute Mittag um 14 Uhr. Dann kann die Behandlung noch heute Abend begonnen werden. Der nächsten Termin für die Kontrolluntersuchung habe ich auch schon in der Tasche. Ich habe meine Frau darauf vorbereitet, dass es zu weiteren Nebenwirkungen kommen kann wie z.B. Stimmungsschwankungen.
Anfang November habe ich den nächsten Therapietermin. Dann bekomme ich eine Gutachterliste und stelle den Antrag auf PÄ/VÄ beim zuständigen Amtsgericht. Wenn ich Glück habe, werde ich im Dezember/Januar eine Anhörung beim Gericht bekommen und 2020 die Gutachtertermine durchziehen. Wenn alles gut geht und irgendwann der Gerichtsbeschluss vorliegt, beginnt die Ochsentour, Bürgerbüro, Standesamt, Führerscheinstelle, Krankenkasse, Rentenversicherung, Grundbuchamt etc., aber das ist im Moment noch Zukunftsmusik.
Da die Klinik, in der ich die vaginoide Geschlechtsangleichung machen lassen möchte, darauf besteht, dass die Hormonbehandlung mindestens 8 Monate lang durchgeführt wurde, werde ich Mitte 2020 einen Beratungstermin in der Klinik vereinbaren. Die haben eine Wartezeit für die GAOP von ca. 6 Monaten. Was mir noch Kopfzerbrechen bereitet ist die Haarepilation, denn bei meinen grauen Haren wird das sehr schmerzhaft, weil nur die Elektronadelepilation bei grauen Haaren dauerhaft wirksam ist.
Ich schwimme nun nicht mehr hilflos, orientierungslos in einem Ozean (D.Küblböck möge es mir verzeihen); ich habe nun einen klaren Fahrplan und ein klares Ziel und ich werde dieses Ziel erreichen.
deine Argumentation ist für mich überdenkenswert. Werde das beim nächsten Treffen der SHG noch mal anders angehen.
@all
Ich freue mich, denn ich bin wieder einen Schritt weiter. Gestern Abend war der nächste Termin beim Endokrinologen. Ich wurde als Frau M. aufgerufen. Das war eine besondere Streicheleinheit für meine Seele. Das Ergebnis der Blutwerte war OK und auch die Nieren und die Leber sowie der Lungenfunktionstest waren in Ordnung. Manche fragen sich nun vielleicht, weshalb man einen Lungenfunktionstest bei einer gegengeschlechtlichen Hormonbehandlung braucht. Da bei der Hormonbehandlung auch schwerwiegende Nebenwirkungen wie eine Lungenembolie auftreten können ist diese Untersuchung gar nicht so abwegig. Das weitere Arztgespräch war eine sehr gute Aufklärung über Risiken und Nebenwirkungen der Hormonbehandlung, wie z.B. Thrombose oder Brustkrebs. Besonders praktisch ist, dass der Endokrinologe gemeinsam mit seiner Frau und einem angestellten Arzt die Praxis betreibt und ich dadurch gleich noch eine neue Hausärztin gefunden habe. Nachdem meine Therapeutin nun doch die Indikation vorgelegt hatte, bekam ich das Rezept für den Testosteronblocker und das Estradiol. Da ich im ländlichen Raum als Transfrau eine Exotin bin, musste die Apotheke die Medis bestellen. Die kommen heute Mittag um 14 Uhr. Dann kann die Behandlung noch heute Abend begonnen werden. Der nächsten Termin für die Kontrolluntersuchung habe ich auch schon in der Tasche. Ich habe meine Frau darauf vorbereitet, dass es zu weiteren Nebenwirkungen kommen kann wie z.B. Stimmungsschwankungen.
Anfang November habe ich den nächsten Therapietermin. Dann bekomme ich eine Gutachterliste und stelle den Antrag auf PÄ/VÄ beim zuständigen Amtsgericht. Wenn ich Glück habe, werde ich im Dezember/Januar eine Anhörung beim Gericht bekommen und 2020 die Gutachtertermine durchziehen. Wenn alles gut geht und irgendwann der Gerichtsbeschluss vorliegt, beginnt die Ochsentour, Bürgerbüro, Standesamt, Führerscheinstelle, Krankenkasse, Rentenversicherung, Grundbuchamt etc., aber das ist im Moment noch Zukunftsmusik.
Da die Klinik, in der ich die vaginoide Geschlechtsangleichung machen lassen möchte, darauf besteht, dass die Hormonbehandlung mindestens 8 Monate lang durchgeführt wurde, werde ich Mitte 2020 einen Beratungstermin in der Klinik vereinbaren. Die haben eine Wartezeit für die GAOP von ca. 6 Monaten. Was mir noch Kopfzerbrechen bereitet ist die Haarepilation, denn bei meinen grauen Haren wird das sehr schmerzhaft, weil nur die Elektronadelepilation bei grauen Haaren dauerhaft wirksam ist.
Ich schwimme nun nicht mehr hilflos, orientierungslos in einem Ozean (D.Küblböck möge es mir verzeihen); ich habe nun einen klaren Fahrplan und ein klares Ziel und ich werde dieses Ziel erreichen.
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Momo58
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Re: Manuelas neuer Alltag
Der Antrag auf PÄ /VÄ ist jetzt bei Gericht. Dort scheint sich schon etwas zu tun, denn heute habe ich die Kopie der Stellungnahme des Endokrinologen bekommen.
Die Hormontherapie läuft super. Ich habe schon eine viel weichere Haut, weniger Bartwuchs und ein Spannungsgefühl an den Brustwarzen.
Da in der Trans*Selbsthilfegruppe der Wurm drin ist, habe ich zusammen mit einer anderen Transfrau die SHG vorläufig verlassen. Wir stehen per Email weiter in konstruktivem Kontakt.
Wenn ich mit meinem Transweg durch bin, werde ich voraussichtlich in Bad Saulgau einen Trans-Stammtisch gründen, aber das wird noch etwas dauern.
LG Manuela
Die Hormontherapie läuft super. Ich habe schon eine viel weichere Haut, weniger Bartwuchs und ein Spannungsgefühl an den Brustwarzen.
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Re: Manuelas neuer Alltag
Ich habe zwar viel in meinem neuen Leben als Transfrau erreicht, aber eins treibt mich derzeit um. Es ist viel Enttäuschung in mir, weil ich den Transweg so spät begonnen habe und das verursacht Wut. Diese Wut auf mich selbst kann ich noch gut kompensieren, aber ich spüre auch Wut auf andere Menschen, die nichts mit meiner Transsexualität zu tun haben. Ist Wut männlich? Auch Frauen haben Wut. Wo ist Wut berechtigt, wo nicht. Wenn ich wütend auf andere bin, habe ich Frust und schade mir letztlich selbst. Warum bin ich wütend auf jemanden, der sein Leben nicht auf die Reihe bekommt u dann keine konstruktiven Vorschläge annehmen kann. Es ist doch sein Leben. Auch frage ich mich, warum Frauen ihre Wut manchmal unterdrücken. Was macht das für einen Sinn? Ich möchte die Wut nicht eskalieren lassen, aber gleichzeitig adäquat raus lassen.
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Momo58
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Re: Manuelas neuer Alltag
Geduld ist nicht meine Stärke. Warten, warten, bis das Gericht sich mal meldet, aber das kann dauern, da die erhebliche Personalprobleme haben. Dann spüre ich meine Enttäuschung. Ich hatte ja Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe gesucht. Vielleicht hatte ich da die falsche Vorstellung. Für mich heißt Selbsthilfegruppe, dass man ich gegenseitig austauscht und hilft, wenn es Probleme gibt. Was ich in der SHG gefunden hatte, war geselliges Beisammensein was ja auch dazu gehört, aber eben kein Austausch. Na ja, der Austausch hier im Forum ist da wesentlich effektiver. Dafür möchte ich hier mal DANKE sagen.
War gestern auf shopping-Tour. Habe mir 2 warme Winterpullover, 2 Loop-Schals, Thermostrumpfhosen und Winterstiefel gekauft. Jetzt fehlt mir nur noch ein Damenkurzmantel mit einer Länge von 90 cm, damit ich im Winter auch mal mein Strickkleid anziehen kann.
Heute musste ich mich zwingen, die Wohnung zu verlassen, da ich Rückzugstendenz spürte. Erst mal zur Bank, dann im Café einen Cappuccino getrunken und kleine Einkäufe für den Haushalt erledigt. War emotional schwer, aber so habe ich es geschafft, die Rückzugstendenz zu überwinden.
War gestern auf shopping-Tour. Habe mir 2 warme Winterpullover, 2 Loop-Schals, Thermostrumpfhosen und Winterstiefel gekauft. Jetzt fehlt mir nur noch ein Damenkurzmantel mit einer Länge von 90 cm, damit ich im Winter auch mal mein Strickkleid anziehen kann.
Heute musste ich mich zwingen, die Wohnung zu verlassen, da ich Rückzugstendenz spürte. Erst mal zur Bank, dann im Café einen Cappuccino getrunken und kleine Einkäufe für den Haushalt erledigt. War emotional schwer, aber so habe ich es geschafft, die Rückzugstendenz zu überwinden.
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Re: Manuelas neuer Alltag
Die Hormontherapie wirkt. Meine Brustwarzen und der Warzenhof sind schon seit einigen Wochen vergrößert. Das Brustwachstum hat bereits sichtbar eingesetzt. Ich kann zwischenzeitlich ohne Silikoneinlagen und ohne Push up BH gut leben. Auch die Körperbehaarung lässt nach. Was gut für den nachlassenden Bartwuchs ist, wirkt sich leider negativ auf das Kopfhaar aus, denn das wächst nun auch langsamer. Das macht mir etwas Sorgen, ebenso wie ich gehört habe, dass Gynakodin Gel derzeit fast nicht lieferbar ist.
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Re: Manuelas neuer Alltag
Liebe Manuela
danke für deine Berichte.
SHG - also meine Erfahrungen sind da anders.
Ja geselliges beisammen sein natürlich, aber auch Hilfe wenn konkret nötig.
Deine Haarprobleme sind komisch - der Bartwuchs wird im Regelfall nicht weniger - Körperhaare ja. Kopfhaare sollten eigentlich besser sprießen.
Gynokadin - Engpass kann ich nicht bestätigen - allerdings sind meine Erfahrungen 3 Wochen alt - da bekam ich es in Mengen problemlos.
Grüße
Lisa
danke für deine Berichte.
SHG - also meine Erfahrungen sind da anders.
Ja geselliges beisammen sein natürlich, aber auch Hilfe wenn konkret nötig.
Deine Haarprobleme sind komisch - der Bartwuchs wird im Regelfall nicht weniger - Körperhaare ja. Kopfhaare sollten eigentlich besser sprießen.
Gynokadin - Engpass kann ich nicht bestätigen - allerdings sind meine Erfahrungen 3 Wochen alt - da bekam ich es in Mengen problemlos.
Was hat der Endo mit dem Gericht zutun? Das verstehe ich nicht ganzMomo58 hat geschrieben: Di 12. Nov 2019, 10:14 Der Antrag auf PÄ /VÄ ist jetzt bei Gericht. Dort scheint sich schon etwas zu tun, denn heute habe ich die Kopie der Stellungnahme des Endokrinologen bekommen
Grüße
Lisa
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Re: Manuelas neuer Alltag
Hi Lisa,
der Endokrinologe wir nach der laufenden Hormonbehandlung und deren Verlauf befragt. Er befürwortet, ebenso wie meine Therapeutin die Anerkennung als transidente Frau nach gutachterlicher Stellungnahme.
Die Sache mit dem Kopfhaar werde ich im Januar mit meinem Endokrinologen besprechen, denn eigentlich müssten die Haare jetzt schneller wachsen.
LG Manuela
der Endokrinologe wir nach der laufenden Hormonbehandlung und deren Verlauf befragt. Er befürwortet, ebenso wie meine Therapeutin die Anerkennung als transidente Frau nach gutachterlicher Stellungnahme.
Die Sache mit dem Kopfhaar werde ich im Januar mit meinem Endokrinologen besprechen, denn eigentlich müssten die Haare jetzt schneller wachsen.
LG Manuela
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Re: Manuelas neuer Alltag
A: Nach TSG VäPä - hat der Endiokrinologe nichts zu suchen - "Gutachten von Psychiatern oder Psychologen und Anhörung vom Richter - das war es - Und für den Antrag ein Indikationsschreiben.Momo58 hat geschrieben: So 1. Dez 2019, 15:27 der Endokrinologe wir nach der laufenden Hormonbehandlung und deren Verlauf befragt. Er befürwortet, ebenso wie meine Therapeutin die Anerkennung als transidente Frau nach gutachterlicher Stellungnahme.
Die Sache mit dem Kopfhaar werde ich im Januar mit meinem Endokrinologen besprechen, denn eigentlich müssten die Haare jetzt schneller wachsen.
Aber ich lerne auch gerne dazu.
b: Haare - schneller wachsen nein - ca. 1 cm pro Monat normal - aber sie sprießen u.U. am Kopf wieder wo schon was weg war - z.B. Geheimratsecken
Liebe Grüße Lisa
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Momo58
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Re: Manuelas neuer Alltag
Habe mich heute entschlossen, Androcur abzusetzen. Das Medikament scheint verantwortlich zu sein, dass Gynakodin nicht richtig im Körper andocken kann.
Hurra, im Briefkasten war heute die Nachricht vom Gericht, dass die von mir vorgeschlagenen Gutachter mit der gutachterlichen Tätigkeit beauftragt wurden. Ich denke, dass ich die ersten Termine im Januar wahrnehmen kann.
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Re: Manuelas neuer Alltag
Frage 1: Wie hoch war deine Dosierung
Ein ausschleichen ist da angesagt und nicht ein sofortiger Stop
Das kann dich ziemlich in Gefühle schießen
Gratuliere zu deinen vorwärtskommen in Sachen Gericht
Lisa
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Re: Manuelas neuer Alltag
Hallo Manuela,Momo58 hat geschrieben: Do 5. Dez 2019, 18:00 Habe mich heute entschlossen, Androcur abzusetzen. Das Medikament scheint verantwortlich zu sein, dass Gynakodin nicht richtig im Körper andocken kann.
Hurra, im Briefkasten war heute die Nachricht vom Gericht, dass die von mir vorgeschlagenen Gutachter mit der gutachterlichen Tätigkeit beauftragt wurden. Ich denke, dass ich die ersten Termine im Januar wahrnehmen kann
das freut mich mit der Nachricht von Gericht-herzlichen Glückwunsch.
Aber zum Androcur. Klares nein! Das Androcur besetzt nur androgene Rezeptoren, keine andern-es ist eben ein Blocker.
Gynokadin sollte an den Rezeptoren für E2 andocken, die sich erst mit der Zeit quasi vermehren.
Oder anders gesagt, wenn keine Rezeptoren für Estradiol entwickelt wurden, kannst du gelen bis du schwarz wirst es
wird nicht viel passieren.
Also es ist nicht schlecht Androcur abzusetzen, aber es wird nicht dabei helfen deine E2 Aufnahmefähigkeit zu steigern.
Mein Endo sagte auf meine Frage ob das passieren kann, auch klar nein, bei fremd zugeführtem E2 gibt es keine
Kollision mit Androcur.
Alles Liebe Marie
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Momo58
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Re: Manuelas neuer Alltag
Heute ein lustiges Erlebnis: meine Frau (in Hose) und ich (im Rock ) waren im Drogeriemarkt. Meine Frau: "Oh da unten im Regal ist die Handcreme, bücke dich mal". Darauf ich: "Eine Frau im Rock bückt sich nicht, sie geht in die Knie". Die Kundin hinter dem Regal grinste noch an der Kasse.
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Momo58
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Re: Manuelas neuer Alltag
War heute auf der Bank um eine Rechnung zu bezahlen. Vor der Bank standen 2 Glatzköpfe. Trans*Menschen passen nun mal nicht in deren verdrehtes Weltbild. Mir war mulmig zumute, aber die 2 Glatzköpfe waren sich nicht ganz sicher, ob ich eine Transfrau oder eine Bio-Frau bin. Mein gutes Passing hat mich gerettet.
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Momo58
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Re: Manuelas neuer Alltag
Bin schon ziemlich aufgeregt. Am Dienstag habe ich den ersten Gutachtertermin. Habe alle geforderten Unterlagen bereit. Nur eins bereitet mir Kopfzerbrechen. Klar, ich habe in der Kindheit und Jugend viel schlechtes erlebt an Diskriminierung wegen meiner Transsexualität, aber ich hatte auch viele Ängste, die bei mir zu Aggressionen geführt haben. Aggression bedeutet aber für den Gutachter, dass ich zu männlich bin. Ich habe keine Lust, den Gutachter anzulügen. Ich habe etwas gegen die Fremdbegutachtung und trete als angehende Trans-Aktivistin für das Selbstbestimmungsrecht ein. ICH bestimme, ob ich eine Frau bin. Ich habe etwas dagegen, dass es keine einheitlichen Gutachterrichtlinien gibt. Ich habe mit meiner Vergangenheit abgeschlossen und kann mir verzeihen, dass ich in der Kindheit so vieles habe mit mir machen lassen. Entweder er akzeptiert meinen Weg oder auch nicht. Wenn nicht , bleibe ich eine transidente Frau mit männlichem Pass. Das wäre zwar unbefriedigend, aber es ist in so einem Fall für mich der einzige Weg.
Ich werde trotz meines Translebenslaufs emotional und auf der Gefühlsebene bleiben, egal was am Ende passiert.
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Kathi87
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Re: Manuelas neuer Alltag
Liebe Momo,
wenn du gute und erfahrene Gutachter hast, werden die deinem Wunsch entsprechen egal was du erzählst, schließlich wissen die meisten das sie in nur einer Sitzung heraus finden können wie es dir geht und meine zb. halten eh nicht viel von diesem Zwang.
Ich empfehle dir sei ehrlich und aufrecht, damit kommst du am sichersten durch den Marathon.
Ich habe mich als Katharina vorgestellt und gesagt ich bin eine Frau, damit war so gut alles geklärt.
Liebe Grüße
Kathi
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Ich empfehle dir sei ehrlich und aufrecht, damit kommst du am sichersten durch den Marathon.
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Kathi
Es ist besser, für das was man ist, gehasst,
Als für das, was man nicht ist, geliebt zu werden.
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