MichiWell hat geschrieben: Mo 18. Feb 2019, 23:54
Hallo Cookie,
mit etwas Verspätung noch ein herzliches Willkommen hier im Forum.
Vieles von dem was du schreibst, kommt mir bekannt vor, aber dennoch würde ich mir niemals anmaßen, so wie dieser Hobbypsychologe darauf hin eine Diagnose zu fällen. Ja ... ich schreibe fällen, denn ableiten ist in meinen Augen noch viel zu harmlos formuliert. Dazu noch so eindeutige Richtungsvorgaben und tolle "Ratschläge" .. nein danke. Wer bin ich, dass ich dir z.B. einfach so raten wollte, ob du dein Studium schmeißen oder beenden solltest. Und das gilt auch für alles andere.
Das Einzige, was man wirklich raten kann: Hüte dich vor Menschen, die dir bereits "Lösungen" und "Wege" andienen. Finde selbst heraus, wer du wirklich bist. Und das nicht für dich allein durch Nachdenken im stillen Kämmerlein, oder durch konkrete Handlungsanweisungen aus dem Internet, sondern in Gesprächen und durch Kontakte mit Vertrauten und Betroffenen, mit Psychologen, und natürlich durch Ausprobieren. Überlege dir den nächsten Schritt und entscheide dann, wenn es so weit ist, wenn du den vorherigen getan hast und dir sicher bist. Du wirst deinen Weg selbst finden.
Liebe Grüße
Michi
Vielen Dank für diese Worte,
ich bin immer offen für jegliche Form von Kritik und Ratschlägen.
Wie viel Gewicht ich in etwas lege entscheide ich danach für mich selbst. Ich zöger auch nicht bei wichtigen Entscheidungen die Mitmenschen zu fragen die mich genauer kennen. Egal ob wütend, frustriert oder euphorisch, ich betrachte immer zwei Seiten der Medallie und wiege meine Entscheidungen dann ab. Deinen Ratschlag finde ich aber besonders gut!
Ich habe z.B. gerade im Bezug auf HRT sehr viele Sachen gelesen. Erfahrungsberichte. "Sachen die einem vorher niemand sagt".
extreme Stimmungsschwankungen, nervige juckende Nippel, feuchte Nippel, Heißhungerattacken, Allgemeine Unverträglichkeit. Unwohlsein über die ersten Wochen bis Monate, totaler Verlusst der Libido, Zeugungsunfähhig nicht erst nach langer Behandlung, Rückgang des Gewebes der männlichen Geschlechtsorgane, verschlechterung des Hautbildes, Harndrang jede halbe Stunde, massive Gewichtszunahme, zu starker Rückgang der Muskelmasse uvm.
Und glaubt mir, wenn irgendwo Nebenwirkungen dabei stehen, ich hab die ganze Palette immer durch.

Ablehnung im Freundes- und Verwantenkreis, Mobbing, die ganzen Arzttermine, Behördengänge, Ängste überwinden im Bezug auf öffentliches auftreten.
All die ganzen Sachen kommen zum normalen Wahnsinn des Lebens dazu. Oder können dazu kommen. Wenn positive Effekte der HRT dann auch nach zwei Jahren noch nicht wirklich zu sehen sind und man sein Leben sonst nicht geregelt bekommt, dann ist man ganz schnell in einer Situation die man bitter bereuen kann.
Ich werde das Temo wählen was ich für mich als angemessen erachte, Und wenn das bedeutet zwei Schritte vorwärts und einen Schritt zurück, dann wird das so sein.
Wenn mir jemand schreibt sie habe es so und so gemacht, dann sehe ich das nicht als Aufforderung es genauso zu machen, sondern fasse es als eine Art auf es zu machen.
Wenn es etwas gibt was ich in drei Jahren Ingenierusstudium gelernt habe, dann ist das für komplexe Probleme unter schlechten Bedingungen die beste Lösung zu finden.
Ich bin zuversichtlich meinen Weg schon irgendwie zu gehen.