Vorsicht oder Vorurteil, Aspekte von verinnerlichten Erfahrungen.
Vorsicht oder Vorurteil, Aspekte von verinnerlichten Erfahrungen. - # 3

Lavendellöwin
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3242
Registriert: Do 6. Sep 2018, 15:56
Geschlecht: weiblich
Pronomen:
Hat sich bedankt: 524 Mal
Danksagung erhalten: 870 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Vorsicht oder Vorurteil, Aspekte von verinnerlichten Erfahrungen.

Post 31 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Ralf-Marlene hat geschrieben: Mo 29. Okt 2018, 18:19 Eine ganz allgemeine Beobachtung bei dem ganzen Gedankenaustausch finde ich in Bezug auf unser Thema sehr spannend.
Es ist interessant, wie angefasst wir reagieren, wenn nur ein Aspekt unserer Selbstdefinition ( zum Beispiel rechts denkend oder links denkend ) nicht genau so beurteilt wird wie wir es selber sehen.
Hi Ralf-Marlene,

das war für mich von Anfang an der Grundtenor, der hinter der vordergründigen Diskussion stand.

Und genau aus dem Grund, gehe ich erst mal völlig gedanken und wertfrei auf jemand zu und dann
darf sie/er mir zeigen was drin steckt. Säbelzahntiger -> Kätzchen

Alles Liebe Marie ---)))
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
Jasmine
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 6432
Registriert: Di 16. Jul 2013, 08:25
Pronomen: sie
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 3 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Vorsicht oder Vorurteil, Aspekte von verinnerlichten Erfahrungen.

Post 32 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Ralf-Marlene hat geschrieben: Mo 29. Okt 2018, 16:22 Liebe Jasmine,
was siehst Du anderes als Äußerlichkeiten bei einem Menschen, den Du neu kennen lernst. Auch die "Microausdrücke im Gesicht und Bewegungen" sind genau das, Äußerlichkeiten. Welches Instrumentarium benutzt Du zu Deinem "analytischem Denken" außer Erlerntes und Erfahrungen?
Ich fühle mich durch das Gesagte keinesfalls verletzt. Eine konstruktive Diskussion ist mir wichtig um auch andere Standpunkte kennen zu lernen.

Bis zu meinem heutigen Standpunkt habe ich einen sehr langen Weg zurückgelegt. Gerade um analytisch/logisch zu denken muss ich objektiv sein. Das heißt für mich Vorurteile auszublenden um die richtigen Schlüsse zu ziehen. In meinem früheren Beruf kam ich aufgrund meinem Erlernten und meinen Fähigkeiten nicht in brenzliche Situationen. Beispiel: Ich kann mein Gegenüber charakterisieren ohne die Person zu werten, dann betrachte ich sie aus verschiedenen Richtungen ohne meine vorurteilsfreie Position zu verlassen. Dabei stelle ich mir zum Beispiel die Frage ob mir die Person gefährlich werden kann. Dies geht alles natürlich sehr schnell.

Sicherlich hast du recht, dass ich z.B. Microausdrücke auch lesen kann, weil ich aus Erfahrung und Erlerntem weiß, was sie bedeuten, aber genau das ist der Punkt. Ich weiß was sie bedeuten und bin deshalb auch nicht mit Vorurteilen belastet.

Mittlerweile beschäftige ich mich seit mehreren Jahren mit Yoga und anderen Dingen. So erlernte ich extrem ruhig, besonnen und tiefenentspannt zu sein. Was mir sehr viel Sicherheit und Selbstbewusstsein gibt,
Ralf-Marlene hat geschrieben: Mo 29. Okt 2018, 18:19 Eine ganz allgemeine Beobachtung bei dem ganzen Gedankenaustausch finde ich in Bezug auf unser Thema sehr spannend.
Es ist interessant, wie angefasst wir reagieren, wenn nur ein Aspekt unserer Selbstdefinition ( zum Beispiel rechts denkend oder links denkend ) nicht genau so beurteilt wird wie wir es selber sehen.
Warum sollte ich meine Person überhaupt über eine Politikrichtung definieren? Ich nehme für mich in Anspruch auf keine politische Richtung festgelegt zu werden um mich nicht damit zu belasten.

Liebe Grüße Jasmine
Michi
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 5987
Registriert: Mo 19. Dez 2016, 09:45
Pronomen: sie
Forum-Galerie: gallery/album/11
Hat sich bedankt: 726 Mal
Danksagung erhalten: 887 Mal
Kontaktdaten:

Re: Vorsicht oder Vorurteil, Aspekte von verinnerlichten Erfahrungen.

Post 33 im Thema

Beitrag von Michi »

Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 29. Okt 2018, 08:31
MichiWell hat geschrieben: Mo 29. Okt 2018, 07:46 Und der Säbelzahntiger bedeutete nun mal Gefahr. So viel anders ist das heute auch nicht.
Im Prinzip ist diese Aussage richtig. Aber ...
Hallo Laila-Sarah,

ich wollte erst mal nach möglichen Ursachen für das Verhalten suchen. Dahinter steckt die (optische) Mustererkennung, und da ist der Mensch i.d.R. nun mal sehr gut.

Wie das nun in einer bestimmten (sozialen) Situation zu bewerten ist, steht auf einem anderen Blatt.

Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Marlene K.
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2149
Registriert: Fr 10. Aug 2018, 17:54
Geschlecht: größtenteils weiblic
Pronomen: sie, ohne Überempfin
Wohnort (Name): Berlin
Hat sich bedankt: 222 Mal
Danksagung erhalten: 66 Mal
Kontaktdaten:

Re: Vorsicht oder Vorurteil, Aspekte von verinnerlichten Erfahrungen.

Post 34 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

!Marie! hat geschrieben: Mo 29. Okt 2018, 18:52
Ralf-Marlene hat geschrieben: Mo 29. Okt 2018, 18:19 Eine ganz allgemeine Beobachtung bei dem ganzen Gedankenaustausch finde ich in Bezug auf unser Thema sehr spannend.
Es ist interessant, wie angefasst wir reagieren, wenn nur ein Aspekt unserer Selbstdefinition ( zum Beispiel rechts denkend oder links denkend ) nicht genau so beurteilt wird wie wir es selber sehen.
Hi Ralf-Marlene,

das war für mich von Anfang an der Grundtenor, der hinter der vordergründigen Diskussion stand.

Und genau aus dem Grund, gehe ich erst mal völlig gedanken und wertfrei auf jemand zu und dann
darf sie/er mir zeigen was drin steckt. Säbelzahntiger -> Kätzchen

Alles Liebe Marie ---)))
Genau deswegen wollte ich die Diskussion von der Herkunft weg bewegen. Hier sind wir alle zu emotional und zu sehr in unserer "Filterblase", ohne das wir das wirklich verhindern können.
...und ich bin mir ziemlich sicher, dass wir unser eigenes Gehirn nicht so ausschalten können, dass wir ohne unsere bisherigen Erfahrungen zu berücksichtigen auf eine neu kennengelernte Person zubewegen. Das hieße ja, wir könnten unser Unterbewusstsein ausschalten. Wir können es beeinflussen, aber nicht ausschalten. Hilft das bei der Verdeutlichung was ich meine?

Alles Liebe
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Laila-Sarah
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3292
Registriert: Di 16. Jan 2018, 23:39
Geschlecht: TG
Pronomen: kontextuell bitte
Hat sich bedankt: 12 Mal
Danksagung erhalten: 41 Mal
Kontaktdaten:

Re: Vorsicht oder Vorurteil, Aspekte von verinnerlichten Erfahrungen.

Post 35 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Hallo,

Ja gut, aber mein Motto ist: "kein Meeting ohne Outcome und Action Points":

Also, was ist dann nun der Outcome ? Klingt ein wenig wie: Wir können uns nicht ändern, denn es ist typisch menschlich also weiter wie gehabt ?

Oder gibt es doch noch irgendwelche Action Points wie wir unserer aller Zusammenleben optimieren können ?

Merkel hat zumindest schon mal aufgegeben. Kein gutes Zeichen wenn die Mutti geht xD

VlG
The trick is to keep breathing

I have big dreams and a small world in between
Lavendellöwin
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3242
Registriert: Do 6. Sep 2018, 15:56
Geschlecht: weiblich
Pronomen:
Hat sich bedankt: 524 Mal
Danksagung erhalten: 870 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Vorsicht oder Vorurteil, Aspekte von verinnerlichten Erfahrungen.

Post 36 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Ralf-Marlene hat geschrieben: Mo 29. Okt 2018, 19:26 ...und ich bin mir ziemlich sicher, dass wir unser eigenes Gehirn nicht so ausschalten können, dass wir ohne unsere bisherigen Erfahrungen zu berücksichtigen auf eine neu kennengelernte Person zubewegen. Das hieße ja, wir könnten unser Unterbewusstsein ausschalten. Wir können es beeinflussen, aber nicht ausschalten. Hilft das bei der Verdeutlichung was ich meine?
Hi Ralf-Marlene,

ja das hilft bei der Verdeutlichung..

und jetzt kommt mein aber!

Beeinflussen ist dabei ein Thema! Hoffentlich wird das jetzt niemand zu eso.
Ich habe mit verschiedenen Meditationstechniken gelernt Haupt und Nebenbewusstsein zu trennen.
Das Hauptbewusstsein ist der momentane Fokus und im Nebenbewusstsein tummelt sich, ich sage mal so manches.
Das roliert und so kommt etwas aus dem Nebenbewusstsein in den Fokus.
Also was tue ich-ich gebe dem Hauptbewusstsein einen leeren Fokus und lasse das Nebenbewusstsein durchziehen.
Das ist jetzt sehr verkürzt, zum anderen würde ich die Samayas brechen würde ichs genauer erklären.

Alles Liebe Marie ---)))
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
Jasmine
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 6432
Registriert: Di 16. Jul 2013, 08:25
Pronomen: sie
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 3 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Vorsicht oder Vorurteil, Aspekte von verinnerlichten Erfahrungen.

Post 37 im Thema

Beitrag von Jasmine »

!Marie! hat geschrieben: Mo 29. Okt 2018, 19:55 Ich habe mit verschiedenen Meditationstechniken gelernt Haupt und Nebenbewusstsein zu trennen.
Das Hauptbewusstsein ist der momentane Fokus und im Nebenbewusstsein tummelt sich, ich sage mal so manches.
Da versteht mich jemand, fein. (smili)
Liebe Grüße Jasmine
Michi
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 5987
Registriert: Mo 19. Dez 2016, 09:45
Pronomen: sie
Forum-Galerie: gallery/album/11
Hat sich bedankt: 726 Mal
Danksagung erhalten: 887 Mal
Kontaktdaten:

Re: Vorsicht oder Vorurteil, Aspekte von verinnerlichten Erfahrungen.

Post 38 im Thema

Beitrag von Michi »

Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 29. Okt 2018, 19:42 Ja gut, aber mein Motto ist: "kein Meeting ohne Outcome und Action Points":
(Ich sah schon wieder eine große Zahl ForistInnen die Augen verleiern ...)

Auf "gut Deutsch": Kein Bla ohne Blub. :roll:

Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 29. Okt 2018, 19:42 Merkel hat zumindest schon mal aufgegeben. Kein gutes Zeichen wenn die Mutti geht xD
Dich auf diese Weise mit Merkel auf eine höhere Stufe zu heben und uns derart zu verkünden, dass du uns für unwillig/unfähig oder was auch immer hältst, ist ein für mich durchschaubarer rhetorischer Schachzug, und ganz nebenbei nicht grad die feine Art. :wink:

Schade. Sowas war ich von dir bisher nicht gewohnt.
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Marlene K.
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2149
Registriert: Fr 10. Aug 2018, 17:54
Geschlecht: größtenteils weiblic
Pronomen: sie, ohne Überempfin
Wohnort (Name): Berlin
Hat sich bedankt: 222 Mal
Danksagung erhalten: 66 Mal
Kontaktdaten:

Re: Vorsicht oder Vorurteil, Aspekte von verinnerlichten Erfahrungen.

Post 39 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Na, mal sehen, ob "Mutti" einen guten Abgang hinlegt...

Liebe Laila-Sarah,
ich sehe es nicht so, dass es keine Verbesserungsvorschläge gibt.
Aber vor der Diskussion über Verhaltensweisen müssen wir uns doch erst mal über die Vorraussetzungen klar werden.
Nur wenn ich erkenne, was mein Verhalten steuert kann ich überlegen, wie ich Einfluss nehmen kann.

Ich sehe uns nicht als rein Instinktgesteuert. Es gibt das Argument, dass ja auch jeder Hund sein Rudel verteidigt und somit Nationalismus und gruppenbezogenes Denken ganz naturgegeben sei. Ich denke aber, wir sollten klüger sein als unsere Hunde. Außerdem enstand der Nationalstaat wie wir ihn heute verstehen erst mit dem Zeitalter der Aufklärung und der sich daraus ergebenen Nachdenkens über Volksherrschaft und Demokratie. Vorher dachten die Menschen in (gottgegebenen) Herrschaftsräumen.

Weder bei Vorurteilen gegenüber Menschen mit anderem Geschlecht, Religion, Aussehen, sexueller Orientierung, Beruf, Transgender oder, oder, oder... sind Urteile naturgegeben oder gleichbleibend.

Veränderung beginnt mit dem Erkennen von Wirkungszusammenhängen.

Einen schönen Abend
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Cybill
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2461
Registriert: Sa 20. Jun 2009, 18:29
Geschlecht: Frau
Pronomen: Sie
Wohnort (Name): Falkensee
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 9 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Vorsicht oder Vorurteil, Aspekte von verinnerlichten Erfahrungen.

Post 40 im Thema

Beitrag von Cybill »

Ralf-Marlene hat geschrieben: Mo 29. Okt 2018, 20:03 ....
Veränderung beginnt mit dem Erkennen von Wirkungszusammenhängen.
....
Doch leider liegt diese Erkenntnis weit hinter dem geistigen Horizont eines nicht unerheblichen Teils der Bevölkerung unseres Landes und viele verkleinern derzeit ihren Erkenntnisradius aus purer Bequemlichkeit. Es gibt einfach keine App dafür.

- Cy
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
Laila-Sarah
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3292
Registriert: Di 16. Jan 2018, 23:39
Geschlecht: TG
Pronomen: kontextuell bitte
Hat sich bedankt: 12 Mal
Danksagung erhalten: 41 Mal
Kontaktdaten:

Re: Vorsicht oder Vorurteil, Aspekte von verinnerlichten Erfahrungen.

Post 41 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Hallo,
MichiWell hat geschrieben: Mo 29. Okt 2018, 20:01
Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 29. Okt 2018, 19:42 Ja gut, aber mein Motto ist: "kein Meeting ohne Outcome und Action Points":
(Ich sah schon wieder eine große Zahl ForistInnen die Augen verleiern ...)

Auf "gut Deutsch": Kein Bla ohne Blub. :roll:

Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 29. Okt 2018, 19:42 Merkel hat zumindest schon mal aufgegeben. Kein gutes Zeichen wenn die Mutti geht xD
Dich auf diese Weise mit Merkel auf eine höhere Stufe zu heben und uns derart zu verkünden, dass du uns für unwillig/unfähig oder was auch immer hältst, ist ein für mich durchschaubarer rhetorischer Schachzug, und ganz nebenbei nicht grad die feine Art. :wink:

Schade. Sowas war ich von dir bisher nicht gewohnt.
Michi
Hey komm Michi, jetzt mach nicht schon wieder auf salzig. Mit Merkel auf eine höhere Stufe? Da hast du die witzige Andeutung als Beleidigung aufgefasst. Und was den ersten Teil angeht: Weist du was vielen Führungskräften in Firmen beigebracht wird. Ist ein Mitarbeiter frustriert, dann lade ihn zu einem Gespräch ein. Sag nichts, lass ihn so richtig ausheulen und ausmekern. Immer schön dabei nicken. Nach einer halben Stunde ist er sichtlich erleichtert. Er hat alles aus der Seele geredet. Niemand hat widersprochen. Er hatte recht. Man klopft ihn noch auf die Schulter und lächelt. Er steht auf und geht mit einem guten Gefühl. Aber, nichts hat sich zu vorher geändert. Alles ist so wie es war. Das finde ich immer schade. Am ende sollte sich etwas ändern um die Probleme dauerhaft zu lösen. Denk mal bitte drüber nach.

VlG
The trick is to keep breathing

I have big dreams and a small world in between
edeka
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 655
Registriert: Sa 1. Okt 2016, 12:21
Geschlecht: m
Pronomen:
Wohnort (Name): Stuttgart
Hat sich bedankt: 150 Mal
Danksagung erhalten: 124 Mal
Kontaktdaten:

Re: Vorsicht oder Vorurteil, Aspekte von verinnerlichten Erfahrungen.

Post 42 im Thema

Beitrag von edeka »

Ralf-Marlene hat geschrieben: Mo 29. Okt 2018, 18:04 erst mal danke dafür, wie sehr Du mich respektierst und mich mit meinem vollen Namen ansprichst. Ich bestimme, wie jede*r hier, über meine eigene Identität.
... Persönliche Angriffe, auch über falsche Namensnennung, sind keine Argumente.
Hallo Marlene,
wenn jemand zwei Namen hat, dann greife ich einen davon raus, um ihn/sie anzusprechen. Der Einfachheit halber. Mehr steckt nicht dahinter.
Ich habe dich auch nicht angegriffen.
Marlene K.
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2149
Registriert: Fr 10. Aug 2018, 17:54
Geschlecht: größtenteils weiblic
Pronomen: sie, ohne Überempfin
Wohnort (Name): Berlin
Hat sich bedankt: 222 Mal
Danksagung erhalten: 66 Mal
Kontaktdaten:

Re: Vorsicht oder Vorurteil, Aspekte von verinnerlichten Erfahrungen.

Post 43 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

ascona hat geschrieben: Mo 29. Okt 2018, 17:25 Hallo Ralf,
zunächst wollte ich sagen, du solltest mal deine eigenen Vorurteile über "links denkende" und "rechts denkende" Menschen überprüfen, bevor du sie hier verbreitest:
Ralf-Marlene hat geschrieben: Mo 29. Okt 2018, 09:19 Für links denkende Menschen ist staatliche Gewalt generell suspekt.
Für rechts denkende Menschen sind Polizisten viel zu liberal und greifen nicht hart genug durch. Wo sie mal durchgreifen, werden sie von den Gerichten hintergangen.
dann mußte ich an das Ereignis G20 Gipfel 2017 in Hamburg denken.
Da hatte die Polizei leider überhaupt nicht eingegriffen.
Nach deiner Definition wäre ich jetzt "rechts".
Kann aber nicht sein.
Vielmehr war es so: da hatten (rechte) Politiker der Polizei verordnet "greift nicht ein". Die Gewalttäter, Räuber etc wurden als "links" bezeichnet. Super ! Dafür reicht irgendein Idiot, der sich selber so sieht und einen Schwachsinn in die Kamera sagt. Und dann in den Nachrichten und jeder Talkshow die gleichen Videos x mal wiederholt. "nein, wir können doch nicht die Bereitschaftspolizisten in die Schlacht schicken". Schaut her, das sind die Linken, alles Verbrecher.
So werden Vorurteile gemacht. Ganz fiese aber erfolgreiche Masche. Die Hamburger Anwohner hat man bewusst einer Verbrecherbande ausgeliefert, um es der Linken in die Schuhe zu schieben.
Ich will aber keine Diskussion über jenes Ereignis starten oder fortführen !

sondern: Um es zu verallgemeinern: sei vorsichtig wenn dir Leute ihre Wertungen erzählen, vor allem wenn sie von vielen nachgeplappert werden, sei kritisch, denk nach.
Und probier's mal so wie Jasmine. (ap)

oder denk an Ernst Jandl:
manche meinen
lechts und rinks
kann man nicht velwechsern
werch ein llltum
Liebe Ascona,
ich lege meine Identität mit dem Doppelnamen fest. Aber das erkennst Du nicht an, ohne es böse zu meinen.
Ich zitiere hier aber bewusst Deine erste Antwort und finde den Ton zumindest schwierig. Aber ich akzeptiere, dass es nicht Deine Absicht ist, mich und meine Argumentation abzuwerten.
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Aria
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1473
Registriert: Do 14. Jun 2012, 20:56
Geschlecht: weiblich
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Frankfurt am Meer
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Vorsicht oder Vorurteil, Aspekte von verinnerlichten Erfahrungen.

Post 44 im Thema

Beitrag von Aria »

Also gut, führen wir hier die Diskussion weiter, wenngleich ich die Aussichten auf einen Konsens als eher gering betrachten würde.
Letzter Stand war, dass mir jemand die Notwendigkeit zur Nennung der Nationalität ausserhalb einer Strafverfolgung nennen soll.
Daraufhin kam das Argument, dass man das aus prophylaktischen Gründen macht, um die Bürgerschaft auf die Gefahren, die aus solch einer ethnischen Gruppe hervorgeht, zu sensibilisieren.
Denn, wenn man das nicht mache, noch viel mehr Taten zu erwarten wären und somit jede Menge Geld für die Rehabilitierung der Opfer ausgegeben werden müsse.
Das war dann der Punkt, wo ich ausgestiegen bin, denn scheinbar wird als letzter Notnagel in einer Diskussion immer auf die enormen Kosten im Fall einer Unterlassung der Massnahme gesetzt.
Für mich driftete damit die Diskussion in Richtung Stammtischniveau ab und hatte seinen Reiz verloren.

Unbestritten ist, dass es gewisse Ecken gibt, die man vielleicht nur mit der nötigen Eigensicherheit betreten sollte. Wie die auch immer aussieht, ist jedem selbst überlassen.
Das ist aber nicht erst seit neuestem so, das gab es in FFM schon vor über 25 Jahren. Damals waren Teile Berlins und der Görli noch in Erich's Händen bzw. erholten sich gerade aus seiner Allmacht.
Dass es diese Parallelgesellschaften aber gibt, ist der verfehlten Politik geschuldet und kann nicht daran ausgemacht werden, wie sich verschiedene Nationen zueinander verhalten.
Wie so etwas weitergeht, können wir uns am Beispiel Paris, London oder L.A. anschauen. Die Hoffnung darauf, dass wir es besser machen als andere Städte/Nationen, habe ich allerdings nicht.

Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass wir es im Kleinen besser machen sollten als unsere Politiker und uns deshalb nicht von solchen Meldungen verunsichern lassen. Wir sollten damit anfangen Straftaten nur als solche zu betrachten und nicht gewissen Nationen zuzuschreiben, indem wir auf die Herkunft des Täters pochen. Jede Nation hat gute und schlechte Menschen und es bringt, in meinen Augen, nichts die gesamte Nation in Mitleidenschaft zu ziehen, weil sich dieser oder jener daneben benommen hat. Alles was wir damit erreichen, ist, dass wir Mauern in unseren Köpfen errichten, die dazu führen, dass wir voreingenommen unseren Mitmenschen gegenüber stehen. Und, dass das gerade aus deren Hals kommt, die für sich mehr Gleichberechtigung und Anerkennung fordern, wundert mich umso mehr.
¡no lamento nada!
Marlene K.
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2149
Registriert: Fr 10. Aug 2018, 17:54
Geschlecht: größtenteils weiblic
Pronomen: sie, ohne Überempfin
Wohnort (Name): Berlin
Hat sich bedankt: 222 Mal
Danksagung erhalten: 66 Mal
Kontaktdaten:

Re: Vorsicht oder Vorurteil, Aspekte von verinnerlichten Erfahrungen.

Post 45 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Aria hat geschrieben: Mo 29. Okt 2018, 21:36 Also gut, führen wir hier die Diskussion weiter, wenngleich ich die Aussichten auf einen Konsens als eher gering betrachten würde.
Letzter Stand war, dass mir jemand die Notwendigkeit zur Nennung der Nationalität ausserhalb einer Strafverfolgung nennen soll.
Daraufhin kam das Argument, dass man das aus prophylaktischen Gründen macht, um die Bürgerschaft auf die Gefahren, die aus solch einer ethnischen Gruppe hervorgeht, zu sensibilisieren.

Für mich driftete damit die Diskussion in Richtung Stammtischniveau ab und hatte seinen Reiz verloren.

Unbestritten ist, dass es gewisse Ecken gibt, die man vielleicht nur mit der nötigen Eigensicherheit betreten sollte. Wie die auch immer aussieht, ist jedem selbst überlassen.
Das ist aber nicht erst seit neuestem so, das gab es in FFM schon vor über 25 Jahren. Damals waren Teile Berlins und der Görli noch in Erich's Händen bzw. erholten sich gerade aus seiner Allmacht.
Dass es diese Parallelgesellschaften aber gibt, ist der verfehlten Politik geschuldet und kann nicht daran ausgemacht werden, wie sich verschiedene Nationen zueinander verhalten.
Wie so etwas weitergeht, können wir uns am Beispiel Paris, London oder L.A. anschauen. Die Hoffnung darauf, dass wir es besser machen als andere Städte/Nationen, habe ich allerdings nicht.
Liebe Aria,
schön, dass Du so gar nicht polemisierst und andere in die Ecke stellst.
Den zweiten Teil, den ich hier mit zitiere, bringt neue Aspekte in die Diskussion, auch wenn Du, wenn Du Dich schon auf das geteilte Berlin beziehst, die Stadt kennen. Der Görli war schon immer in Kreuzberg, genau gesagt SO36.
Ansonsten ist die Gefahr von Zerstörung der Gesellschaft durch Ausgrenzung schon benannt worden.
Die Auseinandersetzung, auf die Du Dich beziehst, beinhaltete die Vernmutung. es sei ein Nordafrikaner gewesen und das ist keine Nationalität.
Schön, dass Du Dich auch mit eigenen Vorurteilen auseinandersetzen möchtest und wohl nicht annimmst, davon frei zu sein. Lass uns doch bitte mal den Versuch machen dies unabhängig von dem Beispiel der Herkunft und nicht den anderen wertend zu machen. Die andere Diskussion können wir ja da lassen, wo sie schon geführt wurde.
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Antworten

Zurück zu „Religion, Politik und Gesellschaft“