Unser (Un)Rechtsstaat
Unser (Un)Rechtsstaat - # 3

Laila-Sarah
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Re: Unser (Un)Rechtsstaat

Post 31 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Sasha hat geschrieben: Do 7. Jun 2018, 09:26 Es ist doch wohl eher so, daß hier im Forum einige nicht in der Lage sind, unterschiedliche Worte zu differenzieren.

Nur ein Vorschlag um das ganze hier zu entknoten:

Sasha und alle anderen, die sich in die "falsche" Ecke gestellt fühlen könnten sich jetzt aber auch ganz klar von Faschismus, Intoleranz und Rassismus distanzieren. Dann würde dieser ganzen (Sub-)Diskussion hier jegliche Grundlage entzogen werden und sie würde auch schnell beendet sein und in ein Friede, Freude, Eierkuchen Modus übergehen. Ich habe sogar einen Verdacht, es würden einige Entschuldigungen folgen.

Wenn die Ursache nicht mehr existiert, verschwinden auch die Symptome ;)

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Laila-Sarah
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Re: Unser (Un)Rechtsstaat

Post 32 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Hallo Kati,
Kati_nx hat geschrieben: Do 7. Jun 2018, 11:28 Den politischen Rechtdrall kann man wie ich finde, angesichts der aktuellen Entwicklungen, den wenigsten verübeln. Auch ich trage ihn in mir, aber differenziert und gut begründet wohlgemerkt.
Ich finde diese Aussage sehr problematisch weil es sehr ambivalent ist. Am Endeffekt kann sie dafür benutzt werden Pegida und AFDler einen Persilschein auszuhändigen.

Rechts bedeutet ja im herkömmlichen Sinne traditionell und konservativ. Daher du willst erhalten und bist gegen Veränderung wenn du rechts bist. Politisch rechst gibt es in jedem Land und es ist absolut legitim auch politisch rechst zu sein. Mal abgesehen davon, dass politisch rechts meisten ganz vorne mit dabei ist um auf Menschen wie uns zu hetzen. Wo bei mir gleich ein Fragezeichen auftaucht, warum ein Mensch der in einer Minderheit ist welches die Rechten nicht haben wollen (z.B. Trans oder CD) ? Aber diese Sache und nicht eigentlicher Teil meiner eigentlichen Bedenken.

Was mich eher nachdenklich macht ist was es im Kontext der BRD bedeutet ein Rechter zu sein. Die BRD ist ja ein Land, welches sich seit der Gründung bekennt liberal, weltoffen und aufgeklärt zu sein. Und sich klar gegen Rassismus, Intoleranz positioniert. Wenn du jetzt ein rechter Bürger im Kontext der BRD bist müsstest du dich ja um den Erhalt dieser Werte bemühen weil du ja die Tradition der BRD aufrecht erhalten und konservieren möchtest. Meistens ist dies ja aber nicht der Fall sonder es werden die ganz frühen (altdeutschen) Traditionen versucht zu konservieren. Also Pre-BRD und zu diesen gehören dann auch die rassistischen, homophoben, intoleranten Ansichten, die auch im dritten Reich herrschten. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, warum man solche Werte erhalten möchte und warum man nach deiner Aussage den wenigsten verübeln kann es so zu wollen. Ganz besonders wenn man ja einer der Menschen wäre die z.B. im 3. Reich als (sexuell) abartig angesehen werden würde und auf der Abschussliste stand.

Verstehst du jetzt, warum ich mich mir solchen Aussagen schwer tue ?

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Joe95
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Re: Unser (Un)Rechtsstaat

Post 33 im Thema

Beitrag von Joe95 »

Laila-Sarah hat geschrieben: Do 7. Jun 2018, 12:09...Ich finde diese Aussage sehr problematisch weil es sehr ambivalent ist. Am Endeffekt kann sie dafür benutzt werden Pegida und AFDler einen Persilschein auszuhändigen.
Also ich finde diese Aussage nicht widersprüchlich und ich sehe auch keine Möglichkeit aufgrund Katis persönlicher Einstellung irgeneiner politischen Bewegung einen Persilschein auszustellen.
Wenn du jetzt ein rechter Bürger im Kontext der BRD bist müsstest du dich ja um den Erhalt dieser Werte bemühen weil du ja die Tradition der BRD aufrecht erhalten und konservieren möchtest. Meistens ist dies ja aber nicht der Fall sonder es werden die ganz frühen (altdeutschen) Traditionen versucht zu konservieren. Also Pre-BRD und zu diesen gehören dann auch die rassistischen, homophoben, intoleranten Ansichten, die auch im dritten Reich herrschten. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, warum man solche Werte erhalten möchte und warum man nach deiner Aussage den wenigsten verübeln kann es so zu wollen. Ganz besonders wenn man ja einer der Menschen wäre die z.B. im 3. Reich als (sexuell) abartig angesehen werden würde und auf der Abschussliste stand....
Du behauptest hier ganz klar das Kati meistens rassistische, homophobe und intolerante Ansichten unterstützt.
Woher kennst du sie so gut?
Hier geht es ja nicht um irgendwen, der vielleicht... sondern ganz genau um Kati und ihre Einstellung.

Ich tue mich mit solchen Äusserungen nicht nur schwer, ich komme damit garnicht zurecht.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
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Re: Unser (Un)Rechtsstaat

Post 34 im Thema

Beitrag von susanneb »

Vielen Dank für die Antwort.
Ich habe mal gelesen, dass die Kommunisten alle anderen als Fachiten bezeichnet haben. Das wäre dann die ganz große Rundumkeule gewesen.

LG
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Laila-Sarah
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Re: Unser (Un)Rechtsstaat

Post 35 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Hey Joe,
Joe95 hat geschrieben: Do 7. Jun 2018, 13:08 Du behauptest hier ganz klar das Kati meistens rassistische, homophobe und intolerante Ansichten unterstützt.
Falsch, ich habe Kati hier rein gar nichts unterstellt.
Den politischen Rechtadrall kann man wie ich finde, angesichts der aktuellen Entwicklungen, den wenigsten verübeln.
Was ist getan habe is darauf hinzuweisen dass ich die obrige Pauschalisierung als mehrdeutig und gefährlich empfinde und dann habe ich lange und ausführlich begründet warum ich das so empfinde. Wie kommst du den auf deine Schlussfolgerung hier Kati etwas zu unterstellen ? Wen etwas mehrdeutig ist kann ich nicht wissen, welche Bedeutung Kati hier meint. Ich kann aber auf das Potential hinweisen, falsch verstanden zu werden.

Ich bin sogar auf den:
Auch ich trage ihn (den Rechtadrall) in mir ...
Teil erst gar nicht eingegangen. Wäre es so wie du meinst, würde ich doch eher dort anfangen und darauf rumreiten ;)


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Re: Unser (Un)Rechtsstaat

Post 36 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Hallo,

ich möchte mich hier nicht aus meinem Beitrag davon stehlen. Ich war lediglich nicht aktiv, da ich unterwegs war.
Laila-Sarah hat geschrieben: Do 7. Jun 2018, 12:09 Rechts bedeutet ja im herkömmlichen Sinne traditionell und konservativ.
Genau hier sehe ich einen Konflikt mit uns Trans*-Menschen. Traditionell bedeutet auch, dass die Rollen als Mann oder Frau in Gesellschaft und Familie nach alt gewohnter Art festgelegt sind. Das ist bei Homo oder Trans* nicht gegeben. Bei einer stark konservativen Regierung bleibt also zu befürchten, dass die Rechte, die wir uns bereits erkämpft haben oder noch erkämpfen wollen, wieder beschnitten werden könnten. Beispielsweise möchte ich als Trans-Frau ohne OP oder CD/TV nicht per Gesetz gezwungen werden die Herrentoilette zu benutzen. Ich bin da ein paar mal raus geschmissen worden und möchte das nicht wieder erleben. Zu nennen wären in diesem Zusammenhang auch die Gutachten-Abzocke bei der VÄ/PÄ und einiges mehr.

Natürlich kann eine Trans*-Person in anderen Bereichen der Politik durchaus traditionelle oder konservative Werte vertreten. Das muss man in einer Demokratie akzeptieren. Gut, ich sehe mich politisch irgendwo im linken Flügel der SPD, wo ich mich auf Bundesebene überhaupt nicht vertreten fühle. Also habe ich bei der letzten Bundestagswahl die Linkspartei gewählt, weil ich immer den Falschen meine Stimme gebe, wenn ich nicht wähle. Schön war das nicht, aber die Schulz-Euphorie - die wie nicht anders zu erwarten nach hinten los gehen musste - konnte ich, wie auch viele andere, nicht unterstützen. Meiner Meinung nach würden mit einer Minderheitsregierung die Herrschaften in Berlin endlich lernen, wie Demokratie funktioniert. Die ständig geschürte Angst vor einer handlungsunfähigen Regierung teile ich nicht - auch wenn sich CDU und CSU gewaltig quer stellen würden. Sobald aber droht, dass die EU zu viel mit bestimmt, werden die ganz sicher dass Ruder herum reißen und sich der Mehrheit im Bundestag beugen. Da müssen alle anderen nur hartnäckig genug bleiben.

Zum Thema Verantwortung in der Politik Übernehmen möchte ich noch anmerken, dass neue Ideen und Konzepte bei allen Parteien in der Basis durchaus vorhanden sind. Auf Bundesebene wird aber denjenigen, die diese durchsetzen wollen, keine Chance gegeben. Auch mit Trans-Aktivisten wird vor der Wahl immer gerne diskutiert - man gibt sich ja schließlich weltoffen. Geht es dann aber ans Regieren, werden deren Anliegen schnell wieder vergessen - mal sehen, was bei der VÄ/PÄ am Ende heraus kommen wird.

Liebe Grüße
Nicole
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Re: Unser (Un)Rechtsstaat

Post 37 im Thema

Beitrag von Exuser-2019-01-04 »

Laila-Sarah hat geschrieben: Do 7. Jun 2018, 11:16 Sasha und alle anderen, die sich in die "falsche" Ecke gestellt fühlen könnten sich jetzt aber auch ganz klar von Faschismus, Intoleranz und Rassismus distanzieren. Dann würde dieser ganzen (Sub-)Diskussion hier jegliche Grundlage entzogen werden und sie würde auch schnell beendet sein und in ein Friede, Freude, Eierkuchen Modus übergehen. Ich habe sogar einen Verdacht, es würden einige Entschuldigungen folgen.
Siehe Post Nr. 17, Satz #1

Ach ja, nicht zu vergessen: wer Zitate manipuliert [Antifa --> Antifaschist] (um Recht zu behalten??), betreibt imho versuchte Urkundenfälschung (Achtung: keine Behauptung, nur ein Verdacht...)
Marielle hat geschrieben: Mi 6. Jun 2018, 23:39 Was anderes als eine Verleumdung sollte es denn wohl sein, wenn jemand Antifaschist_innen pauschal als gewalttätig darzustellen versucht? Und ganz genau das wurde von Sasha, in dem von mir angegangenen Beitrag, getan. Zitat gefällig?
b) ein Antifa[schist] ist ein Mensch, der gerne mit Gewaltanwendung kundtut, was er für richtig und falsch hält.
"Zitat gefällig?" - wie zynisch...

Ich habe mit Bedacht "Antifa" und eben nicht "Antifaschist" geschrieben, da brauche zumindest ich mich für nichts zu entschuldigen.
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Re: Unser (Un)Rechtsstaat

Post 38 im Thema

Beitrag von Joe95 »

Laila-Sarah hat geschrieben: Do 7. Jun 2018, 13:51...
Ich bin sogar auf den:
Auch ich trage ihn (den Rechtadrall) in mir ...
Teil erst gar nicht eingegangen. Wäre es so wie du meinst, würde ich doch eher dort anfangen und darauf rumreiten ;)


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Doch, genau das bist du und genau deswegen schrieb ich ja meinen Beitrag.
Zumindest wird mir angezeigt das folgendes von dir ist:
Laila-Sarah hat geschrieben: Do 7. Jun 2018, 12:09...Wenn du jetzt ein rechter Bürger im Kontext der BRD bist müsstest du dich ja um den Erhalt dieser Werte bemühen weil du ja die Tradition der BRD aufrecht erhalten und konservieren möchtest. Meistens ist dies ja aber nicht der Fall sonder es werden die ganz frühen (altdeutschen) Traditionen versucht zu konservieren. Also Pre-BRD und zu diesen gehören dann auch die rassistischen, homophoben, intoleranten Ansichten, die auch im dritten Reich herrschten...
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Re: Unser (Un)Rechtsstaat

Post 39 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Joe95 hat geschrieben: Do 7. Jun 2018, 16:38 Zumindest wird mir angezeigt das folgendes von dir ist:
Laila-Sarah hat geschrieben: Do 7. Jun 2018, 12:09...Wenn du jetzt ein rechter Bürger im Kontext der BRD bist müsstest du dich ja um den Erhalt dieser Werte bemühen weil du ja die Tradition der BRD aufrecht erhalten und konservieren möchtest. Meistens ist dies ja aber nicht der Fall sonder es werden die ganz frühen (altdeutschen) Traditionen versucht zu konservieren. Also Pre-BRD und zu diesen gehören dann auch die rassistischen, homophoben, intoleranten Ansichten, die auch im dritten Reich herrschten...
Nein Joe,

"du" in diesem Kontext ist eine generelle Anrede. So etwas wie "man". Weil wir diesen "man"/"frau" Diskurs hatten bin ich auf "du" ausgewichen.

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Re: Unser (Un)Rechtsstaat

Post 40 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Kati_nx hat geschrieben: Do 7. Jun 2018, 15:25 Laila Sarah,

sicher verstehe ich Deine Bedenken. Aber ich habe ja lediglich geschrieben, dass ich - im Verständnis der Allgemeinheit - rechte Tendenzen in mir habe. Ich habe nicht ausgeführt worin diese bestehen, folglich kann man mir nur andichten, was in der eigenen Vorstellung darüber existiert - auch wenn es dann ganz sicher Überschneidungen mit meinen Vorstellungen geben wird.
Das "Ur-Deutsche" beispielsweise ist mir vollkommen schnuppe. Mit alter deutscher Kultur kann ich überhaupt nichts anfangen und ich sehe auch für mich keine Notwendigkeit, da irgendwas bewahren zu müssen. Es ist verstaubt und vergangen und es interessiert mich nicht. Das dritte Reich und alles was damit zusammenhängt, ist mir zuwider wie nur irgendwas. Deswegen habe ich keinerlei Interessenkonflikte, weil bei mir schon von vornherein klassische, rechtskonservative Interessenfelder ausgeschlossen sind. Das 0815 Nazi Schema passt also bei mir nicht, auch wenn ich dass fast schade finde, denn gerade ist mir der Begriff Nazitranse eingefallen - sowas fehlt auf diesem Planeten noch. :lol: Ich sehe mich als Kosmopolit und ich habe Angst. Ich lebe in einer Welt die gefühlt immer bedrohlicher wird, insbesondere mit meinem Hintergrund. Und da ist es ganz natürlich, wenn ich mir Zustände wünsche, die zufällig mit den Interessen der Rechten einhergehen. Ich würde z.B. nie die AFD, oder eine andere Partei gleicher Farbe wählen. Aber wenn eine solche Partei dafür sorgen würde (das tut sie ja nicht, weil sie es nicht kann), dass meine Interessen durchgesetzt würden, dann fände ich das gut. Ich stehe zu meiner Opportunität. Meine "rechte Gesinnung" existiert nur in meiner Haltung und in meinem Wunschdenken, ohne jeglichen Aktivismus. Und ich sehe da auch keinen Widerspruch. Nur weil ich Trans-irgendwas bin, darf ich mir nicht wünschen, sicher und friedlich leben zu dürfen? Und dann darf ich auch nicht die Umstände und Ursachen nicht mögen, die dies verhindern? In einem Berliner Radio der öffentlich Rechtlichen wird des öfteren propagiert: hier in Berlin darfste allet sein, hier kannste in Frauenklamotten uff die Straße jehn, interessiert keen. Nüscht is! Im besten Fall wird man nur beleidigt, im schlimmsten Fall bespuckt und geschlagen. Homophobe Angriffe und welche aufgrund der sexuellen und oder geschlechtlichen Orientierung nehmen stark zu, das ist die Realität. Und nicht nur dass es schon zuviel ist wenn Deutsche das machen, wird das Problem durch Zuwanderung immer größer. Jüdische Mitmenschen sind mir egal bis interessant. Vor denen muss ich keine Angst haben, die machen ihr Ding und lassen mich in Ruhe - alles schick! Aber was ich schon alles von anderen Ethnien mitbekommen habe, welche Feindlichkeit da herrscht. Mir ist es inzwischen zu viel geworden, ich fühle mich in meinem Land wo ich aufgewachsen bin, nicht mehr zu Hause. Und jetzt sag mir bitte, dass das an meiner Einstellung liegt, dass ich nur positiv durchs Leben gehen muss, damit mir nichts passiert.
Vielleicht liege ich ja wirklich falsch, ich lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen. Aber momentan ist das echt schwierig.

LG Kati
Hallo Kati,

Na, wie gesagt will ich dir nichts andichten aber ich versuche deiner Argumentation zu folgen und sehe einige Wiedersprüche:

Du schreibts das du Kosmopolit bist (soll heissen: der sich als Bürger der ganzen Welt versteht und dem die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Nation nicht so wichtig ist) und dann behauptest du ein Paar sätze später: "Das 0815 Nazi Schema passt also bei mir nicht, auch wenn ich dass fast schade finde". Ist bestimmt eher witzig gemeint (mit fragwürdigem Augenzwinkern) aber dann kommt die Argumentationskette:
Nur weil ich Trans-irgendwas bin, darf ich mir nicht wünschen, sicher und friedlich leben zu dürfen?
Aber das kannst du ja nicht, denn nach deiner Meinung:
... was ich schon alles von anderen Ethnien mitbekommen habe, welche Feindlichkeit da herrscht. Mir ist es inzwischen zu viel geworden, ich fühle mich in meinem Land wo ich aufgewachsen bin, nicht mehr zu Hause.
Pauschalisieren ist "evil". Das ist wie wenn andere sagen: Ich wurde gestern von einem deutschen Nazi angemacht, also sind alle deutsche eindeutig Nazis.

Ich denke jetzt mal für mich, dass hier Menschen islamischer Abstammung gemeint sind. Das ist immerhin 1/3 der Weltbevölkerung. Jetzt frage ich mich aber wie du dich von 7.576.951.385/3 also knapp 2.500.000.000 Menschen angegriffen und in deinem Wunsch friedlich Leben zu dürfen berechtigt bedroht fühlst und diese Menschen damit in deinen Gedanken diskriminierst und ausschließt. Wie viele von denen kennst du und wie viele haben dich verbal attackiert oder gar zusammengeschlagen ? Und wie geht das eigentlich mit dem Kosmopolit Hand in Hand daher ?

Im Grundgesetz dieses Landes steht es klip und klar und für alle verbindlich:

Die Würde des Menschen ist unantastbar. ... Als Menschenwürde versteht man die Vorstellung, dass alle Menschen unabhängig irgendwelchen Merkmalen wie etwa Herkunft, Geschlecht oder Alter denselben Wert haben, da sie sich alle durch ein dem Menschen einzig gegebenes schützenswertes Merkmal auszeichnen, nämlich die Würde.

Artikel (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Wer sich daran nicht hält -> macht sich strafbar. Das gilt für Ausländer, Flüchtlinge und Einheimische. Damit ist doch alles geregelt und bedarf keinerlei zusätzlichen Reglementierungen. Artikel 3 verbiet es dem Flüchtling dich Transperson zu diskriminieren und gleichzeitig verbietet es dir den Flüchtling zu diskriminieren. Rechtsstaat eben. Es gibt die Polizei und bestimmt werden Flüchtlinge die ein Problem mit solchen Werten haben bei der erst besten Gelegenheit zurecht abgeschoben. Warum bedarf es da extra Regeln und Rechtsruck ?

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Re: Unser (Un)Rechtsstaat

Post 41 im Thema

Beitrag von Luna »

Also ich bin wirklich immer wieder erstaunt, manchmal auch ein wenig enttäuscht, welchen Verlauf manche Threads nehmen.
Fast hat man das Gefühl, dass so manche (hier) andere PosterInnen absichtlich missversteht und dann Streitereien (Diskussionen würde ich das nicht nennen) vom Zaun gebrochen werden, die leicht vermeidbar wären, würde man sich ein wenig bemühen, die Beiträge der Anderen sinnerfassend zu lesen.

Alles Liebe
Luna

p.s.: Die hier zu lesenden juristischen Einschätzungen (Verleumdung, Urkundenfälschung etc.) sind im Übrigen samt und sonders sehr eigenwillige Intetpretationen der Rechtslage. :wink:
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Re: Unser (Un)Rechtsstaat

Post 42 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Ach Leibe Kati,

Ich gebe auf, denn so kommen wir nicht weiter. Es ist wie eine Endlosschleife der Pauschalisierungen: Ein Araber hat dich grundlos auf der Straße angespuckt also sind alle Araber Psychopathen die unsere "Spezies" bedrohen. Schade schade Schokolade, denn so kommen wir auf keine Nenner einer Weltanschauung. Und dabei hatte ich mich so gefreut, dass eine hübsche Schwester ein paar Minuten von mir entfernt wohnt. Aber meine rosa Brille (so wie du es beschreibst) und Humanismus so wie ich es beschreibe ist und bleibt mein höchstes Gut. Die dunkle Seite ist einfacher und verlockender aber ich bin ein god damn Jedi. So what ?

Viele liebe Grüße und schönes Leben voller fröhliches Hassen,
Deine Laila
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Re: Unser (Un)Rechtsstaat

Post 43 im Thema

Beitrag von Marielle »

Hallo Laila,
Laila schrieb:

Nein, ich persönlich denke nicht, dass du da argumentativ unrecht hast. Recht hast du 100%. Ich denke Michie denkt es auch nicht. Ich denke bei Michie geht es darum zu betonen mehr auf die anderen einzugehen bevor die harte Kante kommt. Ich war mir z.B. nicht sicher ob Sacha die ganze Zeit nicht von Antifa geredet hat (du weist schon, die Jungs & Mädels die immer: "Rotfront an jeder Ecke, Nazisch***w verrecke!" sprayen. Also die eher Militanten) und nicht zwischen der Antifa Bewegung und einem Antifaschisten (ein Mensch der keine Faschisten gut heist) differenzieren konnte.

Meine politische Haltung ist die gegen jeglichen Faschismus, Rassismus und Diskriminierung !

lieben Dank für deinen Beitrag.

Zur Erläuterung meiner Position, auch für die, die nahelegen wollen, es sei doch alles gar nicht so schlimm oder ganz anders gemeint gewesen, möchte ich darauf antworten.

Ich war mir z.B. nicht sicher ob Sacha die ganze Zeit nicht von Antifa geredet hat (du weist schon, die Jungs & Mädels die immer: "Rotfront an jeder Ecke, Nazisch***w verrecke!" sprayen. Also die eher Militanten)
Ich war und bin mir sicher, dass Sasha genau das gemeint hat. Aber es ist grade diese (grundfalsche) Pauschalisierung, mit der die Antifas als eine Horde von millitanten Gewalttäter_innen beschrieben werden, gegen die man m.E. Stellung beziehen muss.


Ich habe eine Reihe von Freund_innen unter diesen Menschen, die sich selbst sowohl als Antifas und, gleichbedeutend, auch als Antifaschist_innen bezeichnen (ich rechne mich selbst auch dazu). Diese Menschen sind in keiner Weise gewalttätig oder auch nur gewaltbereit! Es sind vielmehr die, die u.a. auf Demonstrationen, Kundgebungen und mit kreativen Aktionen, das tun, was der sogenannte 'bürgerliche' Teil der Gesellschaft überwiegend nicht fertig bringt oder gar nicht erst tun will: Sich sichtbar gegen die Faschist_innen und den Faschismus zu stellen, Flagge für Freiheit, Gleichheit und Brüder- und Schwesterlichkeit zu zeigen und dafür auch aktiv (gewaltfrei!) zu streiten. Es sind übrigens auch Menschen, unter denen 'unsereins' sich in aller Freiheit bewegen kann, was man von den Faschos ja nun nicht so direkt sagen kann.

Diese Menschen benutzen die Bezeichnung 'Antifa' (zu Recht) mit umso mehr Stolz, je mehr diese Bezeichnung durch rechts-nationale, zumindest teils auch faschistoide Kreise mit Gewalttaten assoziert und zum Schimpfwort umgedeutet wird; assistiert von der Boulevardpresse, dem Stammtisch und auch von Teilen der Justiz- und Polizeiapparate mancher Bundesländer (Suchbegriff z.B. Lothar König)


Ich war und bin der Ansicht, dass grade in einem Forum wie diesem ein gewisser Sinn für die exakte Verwendung von Begrifflichkeiten und eine erhöhte Vorsicht gegenüber Falschverwendungen von Begriffen herrschen müsste. Wer also über gewalttätige Chaoten schreiben will, soll dafür bitte den Ausdruck 'gewalttätige Chaoten'* benutzen und sich nicht, ob aus Uninformiertheit oder mit Absicht, an der Diskreditierung anständiger Menschen beteiligen. Die Antifas, die ich zu meinen Freund_innen rechne, haben jedenfalls deutlich mehr Anstand, als diejenigen Bürger_innen, die auf ihrer Couch mit ihren Schwierigkeiten kämpfen, sich vom pseudo-bürgerlichen Teil des Faschismus abzugrenzen (und dabei ständig zu verlieren drohen) .

Hab es gut

Marielle

* so nenne ich auch selbst diejenigen, die mangelnde Kreativität durch Krawall und Gewalt ersetzen; egal, welche Fahne sie dabei in der Hand haben
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
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Re: Unser (Un)Rechtsstaat

Post 44 im Thema

Beitrag von Exuser-2019-01-04 »

Marielle hat geschrieben: Do 7. Jun 2018, 20:22 Ich war und bin mir sicher, dass Sasha genau das gemeint hat. Aber es ist grade diese (grundfalsche) Pauschalisierung, mit der die Antifas als eine Horde von millitanten Gewalttäter_innen beschrieben werden, gegen die man m.E. Stellung beziehen muss.
Marielle,

erstaunlich, daß ein so unbedeutender Mensch wie ich es fertigbringt, eine linke Ideologie derart ins Wanken zu bringen. Oder warum beisst Du Dich so fest darin, mir etwas zu unterstellen, was ich weder geschrieben noch gedacht habe? Welches Ziel verfolgst Du?

Für mich wäre das Ding längst gegessen gewesen; es gibt eben militante Antifaschisten, Du nennst sie Chaoten, ich verwende einen anderen Ausdruck, den ich aus Rücksicht auf Deine Befindlichkeit nicht wiederhole.

Da es hier schon lange nicht mehr um Inhalte geht, sondern nur noch um den Sieg einer Ideologie über eine unbedeutende Forumsteilnehmerin, konstatiere ich, daß mich die Sache inzwischen langweilt.

Und: glaub doch was Du willst, meinen Segen hast Du jetzt. Du erscheinst mir wahrheitsresistent. Allerdings bitte ich Dich, keine Unwahrheiten mehr über mich zu verbreiten, soviel Anstand hast Du doch sicher?

Bleib mir bloß vom Leib..

Sasha
Zuletzt geändert von Exuser-2019-01-04 am Fr 8. Jun 2018, 08:24, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Unser (Un)Rechtsstaat

Post 45 im Thema

Beitrag von Joe95 »

Laila-Sarah hat geschrieben: Do 7. Jun 2018, 17:24...
Nein Joe,

"du" in diesem Kontext ist eine generelle Anrede. So etwas wie "man". Weil wir diesen "man"/"frau" Diskurs hatten bin ich auf "du" ausgewichen.

VlG
Mittlerweile weiß ich ja wie du es gemeint hast.
Es liest sich nur ganz anders.
Vielleicht solltest du mal versuchen zu differenzieren.

Man kann über Rechte und die AfD denken wie man will, solange sie keine Gesetze brechen haben sie ihre Daseinsberechtigung.
Allen pauschal "die rassistischen, homophoben, intoleranten Ansichten" vorzuwerfen stärkt sie eher als sie zu schwächen.

Was den Rechten in den letzten Jahren zulauf verschafft hat war die Angst der Bürger. Anstatt nun die Bürger zu informieren, sie anzuhöhren wurden sie in die rechte Ecke gedrängt. Und nun wundert man sich dass sie dort mit offenen Armen empfangen wurden.
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