Hallo ihr Lieben,
Malvine war am vergangenen Samstag wieder unterwegs. Ein kurzfristige Entscheidung, da das Wetter zu schlecht war, um im Garten noch etwas erledigen zu können. Kurze Rücksprache mit meiner Frau und ich konnte ab Samstag Nachmittag wieder unterwegs sein. Zur Auswahl stand ein Besuch im Theater Bamberg, wo eine Inszenierung von "Die Legende von Gorgia McBride" lief oder ins Theater Hof zu "Monty Phytons Not the Messiah". Da ich Ersteres schon als atemberaubende Aufführung gesehen hatte, viel meine Wahl auf Hof. Also wurde am Freitag Abend online eine Karte für die Premierenvorstellung am Samstag Abend gebucht und ein Plan für den Tag erstellt. Gleichzeitig liefen meine Überlegungen zu den Outfits auf Hochtouren.
Heraus kam die Kombination aus einem leichten kurzen Sommerkleid, einer violetten Thermostrumpfhose und braunen Stiefeln. Drüber noch einen schwarzen Mantel, der den leichten Nieselregen abhielt. So ließ es sich gemütlich durch die Stadt ziehen und ich konnte noch etwas nach einem Kleidungsstück von meiner Wunschliste suchen.
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Rechtzeitig ging es wieder zurück zu meinem Auto um zum Theater zu fahren und mich dort umzuziehen. Das kurze Schwarze trug ich bisher nur 1x vor 2 Jahren, fand es aber passend für den Abend. Die knallrote Strumpfhose lag auch schon länger im Schrank, aber in die Kombination mit dem Kleid fand ich absolut genial. Die schwarzen Pumps waren dann ein passender Abschluß um unteren Ende.
Es war mir aber schon vorab klar, das ich damit nicht in der Masse untertauchen konnte und gefühlt wanderten viele Blicke zuerst auf meine Beine, bevor sie dann nach oben gingen und mein Gesicht musterten. Auf der Damen-Toilette sprach mich dann auch noch eine ältere Dame an und machte mir ein nettes Kompliment zu den roten Strümpfen.
Wer den Film "Das Leben des Brian" kennt und mag, wird auch seine Freude an dem Oratorium haben. 6 Solist*innen Singen und Spielen die Highlights der Handlung, unterstützt von den Hofer Synphoniker und dem Chor. In diesem Chor singt eine trans Frau mit, die ich über ihren Instagram Account kenne. Eine weibliche Person im Kleid steht in der Männerreihe und ist auch gleichzeitig noch die größte Person. Sie war auch ein Grund, warum ich mich für diese Vorstellung entscheiden hatte, welche ihren großartigen Abschluss im großen Finale mit "Always look on the bright side of life" fand - mitsingen, pfeifen und klatschen inklusive.
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Nach der Premieren-Vorstellung ging es noch ins Backstage-Bistro, wo ich mich noch mit Christiane, der Sängerin kurz unterhalten konnte. Vor Beginn der Vorstellung wurde ich noch von einem Herren an der Garderobe angesprochen, ob ich denn nicht die Solistin sein, die neulich in der Kirche gesungen hätte. Ich konnte ihm nur sagen, dass er sich da wohl etwas täuscht und ich nicht als Sängerin aktiv bin. Erst später ist mir eingefallen, dass Christiane in ihrem Instagram Account von einem Solo-Auftritt in einer Kirche gepostet hatte. Dies war ein guter Einstieg in ein nettes Gespräch mit ihr.
Aus meinen letzten Berichten wisst ihr ja schon, das ich den Tag oft ausnutze und nach dem Theaterbesuch etwas ran hänge. Geplant war diese mal wieder ein Besuch in einem Club, allerdings diesmal nicht zum Abtanzen. Vor Ort fand der lokale Vorentscheid von RIO (Rock in Oberfranken) statt. 4 Bands aus der Region spielten ihr Programm und in einer Abstimmung wird der Sieger ermittelt, der dann mit den Siegern der anderen Regionen in einer Club-Tour wiederum um die Gunst des Publikums wird. Die Veranstaltung fing allerdings schon zeitgleich mit dem Theaterstück an. Also ging es nach dem Theater wieder zum Auto, umziehen und zurück in die Innenstadt. Auf dem Weg zum Veranstaltungsort stellte ich plötzlich fest, das irgendetwas mit meinem Stiefelabsatz nicht passt. Ein Kontrollblick zeigte einen verhängnisvollen Schaden - die Sohle hat sich vom Absatz gelöst und hing nur noch locker daran....MIST!
Zum Eingang des Clubs waren es nur noch ein paar Meter, die ich so halb hinkend absolvierte. Dort angekommen fragte ich, die Security vor der Tür, wie lange die Veranstaltung wohl noch dauern würde. Die erwähnte 1 Stunde und der Hinweis, das es gerade wohl nicht so toll drinnen sei, ließen mich quasi auf dem defekten Absatz umkehren. Die Motivation war wegen des Missgeschicks eh schon bei fast Null und an Tanzen wäre auch nicht mehr zu denken gewesen. Als ich dann wieder bei meinem Auto angekommen war, konnte ich die Sohle dank meines Werkzeugkastens wieder mit Isolierband am Absatz befestigen. Ziemlich schnell traf ich dann den Entschluss wieder nach Hause zu fahren. Um dem 3. Outfit noch etwas Geltung zukommen zu lassen gab es auf dem Heimweg noch einen kleinen Zwischenstopp zur Nahrungsaufnahme in einem Schnellrestaurant.
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Zuhause angekommen ging es dieses mal schnell in die Rückverwandlung. Meine Frau war noch wach und wir verbrachten noch etwas gemeinsame Zeit und erzählten uns gegenseitig wie unser Tag war.
LG
Malvine