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Hallo, ich weiß nicht wie ich anfangen soll.
Ich habe Doris erzählt, dass ich nicht weiter komme bei Ella und Robert.
Da hat sie mit mir geschimpft, ich solle mich mal mehr anstrengen. Schließlich freuen sich viele Leserinnen und Leser immer wieder auf solche Fortsetzungsgeschichten. Wenn mir die Gedanken ausgehen, dann ist sie ja auch noch da. Das hat mich fast umgehauen.
Robert oder Ella sind noch nicht getrennt in andere Wohnungen gezogen. Sie reden nur weniger miteinander. Ella trifft es sehr hart aber sie zeigt Verständnis und gibt auch sich die Schuld.
"Ella, die Schuld liegt bei mir, wäre da nicht der Auftrag des Klosters gekommen, wäre ich nie auf die Idee gekommen mich zu verkleiden. Und dann noch der Besuch bei Martin mit seinem Männer Ballett. Deine Augen haben geglänzt und du hast mich sicher schon im Bast Röckchen über die Bühne wedeln sehen."
"Ganz so schlimm war es nicht. Aber in diese Richtung habe ich schon gedacht. Aber wie ich dann die Bilder von den Aufführungen gezeigt bekam, wäre ich sicher dagegen gewesen. Die Herren machen das zwar aus Spaß und mit Kleidung kann man viel verbergen. Aber die Bierbäuche haben sich nicht verstecken lassen. Du mit deiner Figur hättest da gar nicht rein gepasst."
"Danke für das Kompliment. Was mache ich denn nun mit dir. Wenn du dich in Roberta verliebt hast sind doch meine Chancen bei dir jetzt vergebens."
"So kannst du das nicht sehen. Ich war beeindruckt von deinem Aussehen, so hin und her gerissen. Ich liebe dich Robert. Ich dachte nur, dass ich dich ab und zu so als Roberta sehen könnte. Aber du hast mir deinen Standpunkt klar gemacht und ich akzeptiere es."
Robert geht zu Ella und nimmt sie ganz fest in den Arm.
"Ella mein Schatz, vielleicht habe ich zu stark reagiert. Es tut mir leid." Ella:
"Ich habe gedacht, du willst mich nicht mehr. Manchmal bin ich ein verrücktes Huhn. Verlassen würde ich dich nie." Lange Küsse beendeten diese Bekenntnisse.
.........Mehrere Wochen vergehen. Dann passiert was komisches. Robert liegt neben Ella und kann nicht einschlafen. Er dreht sich zu Ella.
"Ella mein Schatz, ich kann nicht einschlafen."
"Und nun soll ich dir helfen? Mit einem Schlafliedchen vielleicht?"
"Nein, ich wache einfach so auf, so im Halbschlaf und liege einfach ganz dicht bei dir."
"Ich weiß, das habe ich schon bemerkt, wollte dich aber nicht wecken. Es hat sich schön angefühlt. Du hast mich manchmal sogar gestreichelt."
"Das muss automatisch gehen. Wecken wollte ich dich nicht." "Das glaube ich dir. Du kannst ja gleich nach dem Zubettgehen kommen und mich in den Schlaf streicheln."
"Ich glaube, dass ich dann nicht einschlafen kann. Dich zu streicheln, den glatten Stoff deines Pyjamas zu spüren ist einfach schön."
"Das ist ja ganz was Neues. Mir würde das nicht passieren. So ein baumwollener Schlafanzug ist eher abtörnend. Wenn ich dich auch mal streicheln soll, dann in einem Satin Pyjama. Aber das hatten wir ja schon. Hat dir ja nicht gefallen."
Robert dreht sich weg, um nachzudenken, wie er jetzt antworten soll. Ella hat es gemerkt, dass Robert nach einer Antwort sucht.
"Ich habe nichts dagegen, wenn du in Einem meiner Pyjamas schlafen würdest. Es ist wirklich ein schöneres Gefühl. Das hast du mir schon mal gesagt."
Ella hat ausgesprochen, was er gefühlt hat und sagen wollte. Er braucht jetzt nur noch "ja" sagen. Ella ist müde und will nicht mehr auf Roberts Antwort warten. Sie
steht auf, um einen Pyjama zu holen. "Robby, ich hoffe, dass du dich von deinen gestreiften Anzügen trennen kannst. Ich möchte noch etwas schlafen."
"Da....Danke." Jetzt nutzt auch er die verbleibenden Stunden, um zu schlafen.
Der nächste Morgen ist wieder der Beginn eines Arbeitstages. Beide sitzen am Frühstückstisch. In ihren Schlafanzügen. Ella sagt zu Robert, ob er seine Schlafanzüge nicht mal mit in die Firma nehmen will. Martin würde sich sehr freuen. "Martin zieht doch nicht meine Nachtwäsche an."
Ella will ihm eigentlich nur sagen, dass Martin sie in der Werkstatt als Putzlappen verwenden kann. Robert schaut sie an. "Meinst du das im Ernst?"
Sie meinte es so. Dann schaut Ella Robert an und beide lachen.
"Du hast wohl Zweifel? Du hast ja auch gesagt nie wieder Frauen Kleidung anzuziehen. Hat nicht lange gehalten. Oder schlüpfst du heute Abend wieder in deinen gestreiften Baumwolltraum?"
"Die Sachen halten aber warm." "Für das Warmhalten hast du doch mich, ich gebe dir gerne etwas Hitze ab." "Na gut, ich komme darauf zurück"
Der Arbeitstag verläuft gut. Der Abend ist nach dem Abendessen schon fast vorbei. Beide sind noch müde von den schlaflosen stunden. Diese Nacht wird in Satin Pyjamas geschlafen. Diesmal kuschelt sich Ella an Robert heran.
......Der nächste Arbeitstag beginnt mit einer ungewöhnlichen Anfrage.
Ein mittelständiger Schlachthof fragt an, ob Roberts Firma Reinigungsarbeiten übernehmen kann. Ella schüttelt den Kopf.
"Soll ich mich nicht erstmal mit dem Chef in Verbindung setzen, bevor ich gleich ablehne?"
"Was sollen wir in oder auf dem Schlachthof reinigen können, da wächst bestimmt kein Gras."
"Trotzdem fahre ich da hin und schaue mir mal an, warum er auf uns gekommen ist."
Am Schlachthof angekommen, sieht er nur LKW's mit Kennzeichen aus Holland und Dänemark. An der Eingangs Wache bekommt er eine Besucherkarte. Er begibt sich zum Büro des Firmenleiters. Der begrüßt ihn und kommt gleich zur Sache.
Er sucht eine Reinigunsfirma, die nach Feierabend die technischen Anlagen, wie Förderbänder und Abpack Maschinen, reinigt.
"Sie wundern sich sicher, wie ich auf ihre Firma komme. Ein Bruder eines meiner besten Mitarbeiter arbeitet bei ihnen. Daher stammt die Idee. Ich bin mit der jetzigen Reinigung sehr unzufrieden und hatte auch schon Probleme mit der Hygiene. Ich würde ihnen gerne Zeigen, was auf ihre Mitarbeiter zukommen würde. Aber nur, wenn sie Interesse hätten." "Ja gern, ich habe sowas noch nie gesehen," sagt Robert. Sie gehen in einen Raum, in dem sie sich Gummistiefel, einen langen weißen Kittel und eine weiß Kopfbedeckung anziehen. Dann zeigt der Chef Robert die zu reinigende Anlage. Alles Edelstahl mit vielen Ecken und Kanten. Hauptarbeitsgeräte sind Hochdruckreiniger. Robert sieht es sich genau an.
Wieder im Büro des Chefs, reden sie über die Finanzen. Die sind schon sehr verlockend. Aber Robert möchte es mit seinen Mitarbeitern besprechen, weil es hierbei um Nachtarbeit geht. Das mögen sicher viele nicht. Er hat nur zwei Tage Bedenkzeit. Der Chef gibt ihm noch eine Liste mit, auf der aufgelistet ist, was den Reinigunskräften gestellt wird.
Arbeitsbeginn 21 Uhr
Arbeitsende 03 Uhr
eine Nachtverpflegung
gesamte Arbeitskleidung
So liest es Robert seinen Mitarbeitern noch am Abend vor. Alle drei Wochen wäre Jeder mal dran. Verhaltene Zustimmung. "Es ist für Frauen geeignete Arbeit." setzt Robert noch dazu. "Besprecht das mit euren Familien."
Zwei Tage später meldeten sich Mitarbeiter, die gerne diese Nachtschicht Woche übernehmen wollen. Der Zusatz Verdienst hat gerade bei jungen Frauen gelockt.
Robert bittet Martin, bei den ersten Schichten dabei zu sein.
Auch Robert will es sich nicht nehmen lassen dem Beginn des neuen Auftrages zu beobachten. Der Übergang von einer zur anderen Reinigungsfirma verläuft reibungslos. Da die bisherige Firma nur mit Frauen hier gearbeitet hat, sind die Umkleide Schränke voll mit Damen Arbeitskleidung.
"Na los Robert, rein in die Wäsche." Martin, dessen Bruder den Anstoß gab, freute sich richtig, Robert im Damen Kittel und Kopftuch zu sehen. Bodenlange Gummischürzen und Handschuhe sind schon Voraussetzung für diese Arbeit.
Der erste Einsatz ist sehr gut verlaufen. Robert und Martin freuten sich, dass die Mitarbeiterinnen so sauber und intensiv ihre Aufgabe erfüllt haben. Im Aufenthaltsraum wird noch darüber diskutiert, wie man einiges noch besser machen kann. Ein junges Mädchen sagt, dass sie es gut findet, wenn die Männer keine Hemmungen haben, auch im Damen Kittel aufzutreten.
"Carmen, die beide Herren haben im vergangenen Jahr zwei mal den Klostergarten gemäht. Ich war dabei. Sie sahen aus wie wir. Die Schwestern haben nicht gemerkt, dass da zwei Männer bei waren. Diesen Einsatz für die Firma würde nicht jeder Chef machen." Alle klatschen. Robert ist es etwas peinlich aber Martin genießt es.
Sie wollen auch am nächsten Abend wieder dabei sein.
So schnell diese Nacht auch vorbei ging, Robert schläft noch tief und fest, da hat Ella schon erfahren, dass die Herren wieder in weiblicher Kleidung arbeiten mussten. Was da wohl in ihrem Kopf vorging?
Robert kommt gegen Mittag ins Büro. "Hallo Ella, ich glaube die Frauen, die in der Fleischfabrik arbeiten sind sehr gewissenhaft. Wenn es so bleibt, dann verdienen wir gutes Geld. Wir müssen nicht mehr jedem Auftrag hinterher laufen."
"Wie geht es denn nun weiter, müssen alle Mitarbeiter jetzt mal Nachts ran?"
"Das weiß ich noch nicht. Wenn die Frauen die jetzt dort arbeiten, erzählen, dass es gar nicht so schwer ist und sie mehr verdienen, werden sich bestimmt noch andere melden."
"Wenn nicht, dann gehst du und Martin wieder dahin?"
"Warten wir doch erst mal die Woche ab. Für nächste Woche haben sich schon Frauen gemeldet."
"Und die dritte Woche gehst du dann mit Martin da hin?"
"Quatsch, wir haben doch nur den Frauen den Ablauf und die Handhabung der Technik erklärt. Das machen wir so, wenn eine neue Gruppe diese Arbeit beginnt."
"Aha, dann müsst ihr wieder im Frauen Kittel Kopftuch da rumlaufen?"
"Das sind Arbeitsschutz Sachen Ella."
"Kann ich auch mal da mitmachen?"
"Sicher, du kannst immer einspringen, wenn es um Urlaubsvertretung geht."
"Weist du mich dann auch ein? In deiner Arbeitsschutz Bekleidung?"
"Was soll diese Frage?" "Nur so."
Robert verlässt das Büro und geht zu Martin in die Werkstatt.
"Stell dir mal vor Martin, Eine der Frauen von gestern Abend hat schon Ella von unserem Auftritt im Kittel und Kopftuch berichtet."
"Na und, was ist denn schon dabei? Weniger aufregend als im Klostergarten ist es auf alle Fälle. Du weißt schon, dass wir da noch mal hin müssen, wenn die anderen Mädels nächste Woche angelernt werden müssen?"
"Kannst du das nicht alleine?"
"Nein."
Robert hat wohl zu früh seiner Ella klar gemacht, dass er nicht mehr in Frauen Kleidung in der Öffentlichkeit gesehen werden will.
Ella hat schon so einige Gedanken im Kopf.......
Schön dass Du weiter schreibst. Ich bin gespannt was sich Ella ausdenken wird.
Liebe Grüße
Fen
Life is short. Break the rules. Forgive quickly. Kiss slowly. Love truly. Laugh uncontrollably. And Never regret anything that made you smile. (James Dean)
............."Du Robert, ich müsste am Wochenende zu meiner Mutter, mal wieder nach dem Rechten sehen. Kommst du mit?" "Natürlich."
Ellas Mutter lebt schon seit ihrer Geburt in der Nähe von Frankfurt/Oder. Da ist auch Ella geboren. Ihre Mutter wohnt in einem Mietshaus mit 6 Wohnparteien.
Als Robert und Ella ankommen, ist ihre Mutter natürlich überrascht.
"Kind, was treibt dich denn hier her?"
"Mutti, wir wollen mal nach dir sehen."
"Hier ist alles in Ordnung." "Dann ist ja gut. Ich mache uns erst mal einen Kaffee."
Als Ella die Küche betritt, fällt sie fast in Ohnmacht. Die Spüle ist voll gestellt und ungewaschenes Geschirr steht daneben. Der Fußboden muss auch wieder gewischt werden. "Robert kannst du mir bitte helfen? Das schaffe ich nicht alleine."
Ihre Mutter ruft aus der Stube: "Das braucht ihr nicht abwaschen, mir ging es ein paar Tage nicht so gut, da ist alles liegen geblieben."
"Du hättest mich doch anrufen können, dann hätte ich dir geholfen."
Robert will gerade den übervollen Mülleimer zum Container bringen.
"Halt, halt, so kannst du nicht gehen." Zu ihrer Mutter rufend: "Mutti, wo hast du deine Schürzen zu hängen?" "Im Schrank im Schlafzimmer."
"Nein, bitte nicht für mich,"kommt es von Robert.
"Habe dich nicht so, ich ziehe auch eine Schürze an. Dich kennt doch hier Niemand."
"Es ist mir trotzdem peinlich."
"Was erzählst du mir denn da für ein Blödsinn. Vor deinen Kolleginnen ist es dir nicht peinlich? Was soll ich dir denn noch glauben. Wenn du deine Wäsche selber waschen willst, dann brauchst du keine Schürze."
Ella geht zum Schrank und holt sich eine Latzschürze.
"Na bringe mit doch auch eine mit, du hast ja recht."
Ella nimmt für Robert eine Kittelschürze vom Bügel. Nicht mit übertrieben Mustern drauf. Robert atmet tief durch. Er denkt sich seinen Teil, nimmt den Mülleimer und verlässt die Wohnung. Er erreicht sein Ziel ungesehen. Wieder in der Wohnung bekommt er gleich neue Aufgaben. Flur und Küche wischen. Ella ist beim Abwaschen. Zu Robert: "So habe ich mir das nicht vorgestellt. Was soll ich denn nun Machen?" "Das besprechen wir zu hause. Lasse uns die Wohnung reinigen, so dass deine Mutter wieder ein schönes zu hause hat." Ella ist jetzt der Meinung, dass Robert einen Kuss verdient hat.
Es klingelt an der Wohnungstür. Ella öffnet und nimmt das täglich geliefert Essen in Empfang. Die Küche ist wieder sauber und ihre Mutter kann sich an den kleinen Esstisch setzen. "Guten Appetit." "Danke Kinder. Was esst ihr denn?" Ella:"Wir gehen schnell zum Bäcker und holen uns was. Komm Robert."
Der merkt erst an der Haustür, dass er den Kittel noch an hat.
"Warte mal Ella, ich muss schnell den Kittel ausziehen."
"Habe ich meine Schürze abgebunden? Nein."
"Du bist eine Frau, die tragen das als wenn es so sein müsste."
"Du bist gut. Bei dir kann es so sein, muss es aber nicht, weil sich der Herr schämt einen Frauen Kittel zutragen."
Sie bleiben beim Bäcker und essen Toast Hawaii. "Hallo Ella, was machst du denn hier?" Eine Freundin aus der Kindheit hat Ella erkannt. "Besuchst du deine Mutter?"
"Hallo Klara, das ist ja eine Überraschung. Ja ich besuche meine Mutter."
"Das ist dein Mann, wenn ich richtig rate?" "Falsch geraten. Das ist mein zukünftiger Mann."
"Entschuldigung, ich bin Klara, eine alte Freundin von Ella. leider haben wir uns aus den Augen verloren." Robert und Ella verabschieden sich und gehen zurück zur Wohnung. Ihr Essen Geschirr hat ihre Mutter schon abgewaschen. Es sieht alles danach aus als hätte Ellas Mutter alles im Griff. Ella ist skeptisch. Die beiden bleiben noch zum Kaffee und machen sich dann auf die Heimfahrt.
"Robert, ich glaube, ich muss hier wenigstens einmal im Monat herfahren, um nach dem Rechten zu sehen. Du brauchst aber nicht immer mitkommen."
"Quatsch, das mache ich doch gerne." "Danke."
Wieder zu Hause packt Ella ihren Korb aus, in den ihre Mutter ein paar Sachen hinein gelegt hat, die noch von Ella sind.
"Sieh mal Robert was meine Mutter in den Korb gelegt hat."
Robert geht in die Küche und sieht, das Ella den Kittel, den er getragen hat, in der Hand hält. "Den kannst du gleich wieder in den Korb legen."
"Warum, hat dir doch gut gestanden."
"Wenn ich alles behalten würde, was mir gut steht, dann brauche ich noch einen Schrank."
"Komm hab dich nicht so. Ich hänge ihn erst mal in meinen Schrank."
"Mache das, er passt dir ja auch und ich borge ihn dir ständigen Benutzung."
Schnell ist dieses Tema beendet.
"Ella, hast du noch Lust ins Kino zu gehen?"
"Ja gerne. Ich möchte "Oskars Kleid" sehen. Läuft gerade hier um die Ecke."
"Was soll das denn sein?"
"Lasse dich überraschen."...........
.........Nach dem Kino Besuch gehen sie noch in ein Restaurant. Ein Glas Wein vor dem Schlafengehen kann nicht schaden.
Ella liegt noch was auf der Seele.
"Sag mal Robert, dein Trauma aus deiner Internatszeit, hast du den wirklich schon endgültig verarbeitet?"
"Warum fragst du mich das?"
"Weil ich immer noch das Gefühl habe, dass du mit dir kämpfst, wenn du ein weibliches Kleidungsstück anziehst."
Robert, der gerade Ellas Pyjama anzieht, geht zu Ella. Er umarmt sie ganz fest. Seine Hände streicheln ihren Rücken. "Sieht das so aus als wenn ich noch ein Trauma hätte? Dann würde ich diese Verwandlungs Szenarien nicht mitmachen, egal wie schädlich das für die Firma wäre. Ich bin drüber weg. Etwas zieren muss ich mich doch, sonst nimmst du mich noch mal im Rock mit zur Arbeit."
"Gut das ich es jetzt weis. Lasse uns schlafen gehen." Sie kuscheln sich aneinander. Jetzt streichelt Ella ihren Robert, der das sehr genießt.
Der nächste Morgen ist wie immer.
Ella hat schon die Zeitung geholt. "Sie mal hier. Ein Ausverkauf bei einem Wäschehaus. Da muss ich hin."
"Wieso, hast keine Wäsche mehr?"
"Doch, aber zu wenig. Vielleicht haben sie auch Pyjamas. Ich würde mir gerne einen Rosanen kaufen. Soll ich dir einen mitbringen?"
"Nein Ella, rosa steht mir nun wirklich nicht."
Beide fahren zur Arbeit. Alles läuft gut. Ella verschwindet über Mittag. Im Wäschehaus ist es voll. Hoffentlich findet sie noch was. Wäschegarnituren kann mal immer gebrauchen. Sie überlegt, ob sie für Robert auch was kaufen soll. Was solls, sie macht es einfach. Zwei Push up BH's in weiß und hautfarbend nimmt sie mit. Vor dem Laden fällt ihr ein, dass er auch Miederhosen gebrauchen könnte. Im Winter kann er dann Strumpfhosen tragen und sie mit den Hosen vor dem herab rutschen zähmen. Nach einem Pyjama hat sie vergessen zu sehen. Es ist aber auch ungemütlich voll gewesen. Zurück ins Büro.
"Na, hast du deinen lila Pyjama gefunden?"
"Rosa, lieber Robert, rosa. Nein, ich habe bei dem Gewühle keine Lust mehr gehabt. Ich habe für uns aber Unterwäsche gekauft."
Von den BH's und Miederhosen hat sie nichts gesagt.
"Ella, ich habe mal alle Ordner zusammengestellt, die ins Archiv können. Nehmen hier nur Platz weg." "Ja habe ich verstanden. Nun soll ich die da hintragen?"
Robert nickt. "Ich arme schwache Frau soll mich mit den Ordnern quälen? Wo hast du die denn ausgegraben? Die sind staubig."
"Das sehe ich auch. Ein Handfeger könnte hilfreich sein."
Nicht dass sich hier noch ein Streit entfacht wird.
"Ich muss noch mal weg, wird später, wir sehen uns dann zu Hause."
Ella entstaubt die alten Ordner, stellt sie in einen Karton. Insgesamt sind es 5 Kartons. Einen Zettel legt sie obendrauf.--Fertig für's Lager--
Als Robert noch mal im Büro vorbeischaut, sieht er die Kartons und bringt sie noch schnell ins Lager. Wieder im Büro sieht er, dass Ella ihre Einkäufe von heute Mittag vergessen hat. Neugierig schaut er in den beutel. War ist das denn, seit wann braucht Ella Push up BH's? Er nimmt den Beutel und fährt nach Hause.
"Danke, dass du mir die Sachen mitgebracht hast. Habe ich ganz vergessen. Hast du mal rein gesehen?" "Nein, so interessant ist neue Unterwäsche nun auch nicht."
"Weist du Robert ich hätte da eine Bitte. Kannst du deine Arbeitssachen im Betrieb lassen. Du schleppst jeden Tag Schmutz in die Wohnung und das gefällt mir nicht."
Robert schaut an sie runter. Seine Hosen und Schuhe könnten sauberer sein.
"Ich kann ja die Sachen vor der Tür lassen."
"Sicher, wo alle Bewohner dran vorbei laufen. Du kannst doch ganz normale Sachen anziehen, so wie ich auch. Wenn du draußen arbeiten musst, dann ziehst du dich einfach um." "Dann werde ich das morgen mal probieren. Bin nur gespannt wie ich dann aussehen werde, wenn ich so wie du ins Büro fahren werde."
Ella hat das nicht verstanden, wie Robert ihren Satz interpretiert hat. Er lächelt.
"Habe ich was Falsches gesagt?"
"Nein nein, wirst du schon noch merken."
"Robert sage mir was dich so freut. Oder hast du eine, Idee um mich auszutricksen?"
"Nein nein."
"Du hast doch in den Beutel geschaut." "Nein habe ich nicht..............
Schön, Narea, dass du Inspiration gefunden hast, weiter zu schreiben.
Ich lese deine Geschichte sehr gerne und bin sehr gespannt, wie es mit Robert(a) und Ella weitergeht.
Liebe Grüsse
Lotte
"Het leven begint op het moment waarop je je niets meer aantrekt van wat andere mensen over je denken"
(Godfried Bomans)
Danke Lotte, manchmal frage ich mich auch, wie ich die Geschichte weiter gestalten kann.
Immer gelingt es mir nicht. Aber Mühe gebe ich mir.
Heute will ich kurz über unseren Rosenmontag berichten. Der fand in unserem Club Haus statt. Motto war ganz einfach. Wir Kittelschürzen Frauen haben die verkehrte Welt zum Thema gemacht. Alle freuten sich darauf ihre Männer schön fraulich zu verkleiden.
Nur eine freute sich nicht, das war meine Doris.
Ich wollte als Mann gehen. Das geht nicht, sagte sie. Es ging aber doch. Mit einigen Kompromissen trat ich als Mann auf. Leider hat Doris mich in ihre Unterwäsche gesteckt. Auch BH war Pflicht. Dann hat sie ihren Anzug aus dem Schrank geholt. Den hatte sie schon 5 Jahre nicht mehr angezogen. Scheinbar muss Frau sowas wohl im Schrank haben. Er passte mir nicht richtig. Aber das war ihr egal. Sie hat sich meinen hellen Sommeranzug angezogen und sich gefreut, dass sie mich doch irgendwie geärgert hatte.
Es war ein schönes Fest. Olaf und Carola haben auch ihren Spaß gehabt. Olaf musste Dirndl anziehen. Ein anderes neu zugezogenes Paar haben ihre alten Hochzeits Sachen angezogen. Verkehrtherum natürlich.
War wiedermal eine schöne Abwechslung in unserem kleinen Dörfchen.
Tschüß Narea
.............."Hast du was geheimnisvolles darin versteckt?"
"Ja, kann man so sagen. Wenn du noch nichts gesehen hast, dann werde ich es erst mal verstecken."
"Warum willst du BH's und Miederhosen vor mir verstecken?"
"Hast du also doch geschnüffelt."
"Ja, nur so ganz kurz. War ja nichts für mich dabei."
"Wenn du meinst."
Ella will ihm noch nicht verraten, dass doch was für ihn dabei war und verstaut die Sachen in ihren gemeinsamen Schrank.
"Robert, denkst du daran, dass du heute Abend noch in die Fleischfabrik musst."
"Ja, ich denke an nichts Anderes."
Robert fährt heute in Jeans mit Ella ins Büro. Seine Arbeitssachen hat Ella mitgenommen und in den Sack für zu waschende Arbeitskleidung gesteckt. Der Tag vergeht ereignislos. Robert muss so gegen 20 Uhr los, um die neuen Kolleginnen einzuweisen.
"Möchtest du meinen Arbeitskittel anziehen?"
"Nein möchte ich nicht, Arbeitskleidung wird gestellt, das weißt du doch."
"Entschuldige, dass ich gefragt habe."
Robert und Martin sind etwas eher gekommen. Sie haben sich schon umgezogen.
Die Frauen der Schicht haben sich vor dem Eingang der Fleischfabrik gesammelt und und sind gemeinsam in den Umkleideraum gekommen. "Hallo meine Damen." So hat Robert sie begrüßt. "Wenn sie sich aus den Schränken, die mit "Reinigung" beschriftet sind, bedienen würden und dann so aussehen wie wir, ist der erste Teil schon erledigt. Die Sachen hängen sie am Ende wieder in die Schränke. Hier wird Hygiene ganz groß geschrieben.
Jetzt gehen wir zu den Maschinen. Martin wird ihnen die Reinigung der Verpackungseinheit und ich das Reinigen der Förderanlagen zeigen."
Nach einer halbe Stunde ist allen Frauen ihre Aufgabe klar und sie sie gehen frisch ans Werk.
Robert nimmt Martin auf ein Bier mit nach Hause. Ella fragt gleich, ob alles gut gegangen ist. Auch will sie wissen, wie die Frauen auf die Arbeitskleidung der Männer reagiert haben. "Ella, was soll die Frage. Erstens haben sich die Frauen sicher schon ausgetauscht, wie wir vor ihnen stehen werden und zweitens, was ist denn so unmöglich mit einem Kopftuch und einer langen Gummischürze eine neue Arbeit erklärt zu bekommen. Gelacht hat hat jedenfalls keine der Frauen. Bist du nun zufrieden?"
"Ist ja schon gut, entschuldige."
Nach dem zweiten Bier bittet Robert Ella, dass sie Martin nach Hause fährt. Er räumt in der Zeit den Tisch ab und geht schon mal ins Bad. Hier hat auch Ella schon ihr Schlafzeug bereitgelegt. Mal sehen was Ella sagt, wenn sie sieht, dass Robert ihren hellblauen Pyjama genommen hat. Er setzt sich schon mal in seinem Bademantel vor den Fernseher.
Ella fragt Martin auf der Fahrt noch etwas aus.
"Sag mal Martin, was hast du denn gedacht, als Robert mit Martina im Kloster waren?"
"Ehrlich? Das hat mich beeindruckt. Mehr als Schiefgehen konnte es ja nicht. Als ich es Ina erzählt habe, war sie richtig überrascht. Ella, ich habe ihn schon zwei mal gefragt, ob er mit mir zum Männerballett mitkommt, so zum Schnuppern. Er hat immer abgelehnt."
"So ist er eben. Etwas Angst schwirrt in seinem Kopf rum."
"Wir sind da. Danke für's Fahren, Gute Nacht Ella."
Zu Hause auf dem Sofa wartet Robert. Ella geht gleich durch ins Bad.
"Robby, hast du meinen Pyjama gesehen?"
"Ja, der ist mir über den Weg gelaufen."
"Was soll das heißen?"
"Na ich habe ihn gesehen und festgehalten. Dann habe er mich umschlungen."
"Und nun soll ich ins Schlafzimmer gehen und mich von deinem Pyjama umschlingen lassen."
"Ella, deiner riecht so gut." "Ja Robby, der soll dich auch magnetisch zu mir führen."
Ella kommt in Roberts Pyjama ins Wohnzimmer. Robert öffnet seinen Bademantel. Ella setzt sich auf seinen Schoss. Robert legt den weiten Mantel um Ellas Körper und bindet den Gürtel vor Ellas Bauch leicht zu. Dann streichelt er Ellas Körper, so dass Ella aufsteht und mit Robert im Schlafzimmer verschwindet.
Was war das für eine Nacht. Beide würden gerne im Bett bleiben. Aber die Arbeit ruft.
Beide kommen nackt in die Küche. "Ella, gehe doch schon ins Bad, ich mache Frühstück."
Er greift in den Besenschrank und zieht den braunen Kittel von Ellas Mutter heraus.
"Ich habe dir meinen Bademantel mitgebracht, sehe aber, dass du schon versorgt bist."
Sie frühstücken. Dann geht Robert ins Bad. Aber nicht bevor er Ella in den Arm genommen hat und ihr die berühmten DREI WORTE ins Ohr geflüstert hat.
Im Bad liegt eine schöne Überraschung für ihn...................
............Ella hat ihm seine neue Unterwäsche bereit gelegt.
Robert geht in die Küche. "Ella, so geht das nicht, ich kann das nicht anziehen."
"Aber du kannst es doch mal probieren." "Ja, das kann ich aber nur ganz kurz. Was hast du dir denn dabei gedacht?"
"Das auch dir diese schöne weiche Wäsche zusteht, du wirst es gleich merken."
Sie hat recht, sehr weich und mit Wohlfühleffekt. "Aber der Brustbereich gefällt mir nicht."
"Kann ich mir denken aber die Wäsche gab es nicht anders. Ich habe für mich auch sowas gekauft."
"So, jetzt hast du es gesehen und nun gib mir meine normale Wäsche bitte."
Etwas enttäuscht holt Ella ihm andere Unterwäsche. "Irgendwann werde ich es für dich tragen," sagt Robert. Das hat sie dann wieder gefreut.
Durch die Arbeit in der Fleischfabrik hat Ella mehr Arbeit auf den Tisch bekommen. Dabei will sie am Wochenende mal wieder zu ihrer Mutter fahren.
"Du Robby, am Sonnabend wollte ich zu meiner Mutter. Aber mein Schreibtisch liegt voller Arbeit, die ich erledigen muss." "Kein Problem mein Schatz, ich fahre für dich hin."
"Das ist toll, danke."
Am Wochenende fährt Robert zu Ellas Mutter. Mittags kommt er dort an. Es nieselt und ist windig, sehr windig. Robert begrüßt Ellas Mutter, die auch noch eine Nachbarin zu Besuch hat. Diese Nachbarin will gerade gehen. "Aber Marie, es stürmt und der Wind wird dich umhauen." "Ich bin doch nicht aus Zucker." "Robert, würden sie Marie bitte nach Hause bringen? Sie wohnt nur 100 m weg von hier."
"Klar mache ich das. Na dann kommen sie mal, wir werden uns dem Wind entgegen stellen." Der ist aber stärker als erwartet und dann der Regen. Einen Schirm aufzuspannen wäre das Ende des Schirms. Also greift Robert Marie unter den Arm und beide stemmen sich gegen den Wind. Vor der Haustür bei Marie, bedankt sie sich ganz herzlich. Robert geht schnellen Schrittes zurück. Da er nur seine Strickjacke über sein Shirt an hat, kommt er total durchnässt bei Ellas Mutter an. Sie kommt aus der Küche als sie die Wohnungstür klappen hört.
"Ach her je, ziehen sie bloß schnell die Sachen aus."
"Das geht nicht, ich habe nichts Anderes dabei."
"So geht es aber auch nicht, sie holen sich den Tod."
Robert sieht es ja ein, dass er so nicht bleiben kann. Aber was soll er machen?
"Nun ab ins Bad, ich bringe was zum Anziehen, das wird ihnen nicht gefallen ist aber Notwendig."
Robert ist es schon egal, denn er fängt an zu frieren. Ellas Mutter kommt mit einem Schlüpfer, der ihm fast bis ans Knie reicht, dann ein warmen langer Unterrock und zum Schluss muss er noch ihren Bademantel anziehen.
"So sind sie gut eingepackt. Ich werde uns mal eine schöne Brühsuppe machen. Die wird ihnen sicher gut tun."
Robert wollte schon sagen, dass es nicht nötig sei aber er freut sich auf was Warmes.
Er geht auch in die Küche. Ellas Mutter macht schnell heißen Tee. Sie setzt sich auch an den Tisch und lässt die Suppe köcheln.
"Robert, ich möchte gerne Du zu dir sagen. Du kannst mich Erna rufen, das würde mir sehr gefallen."
"Gerne Erna, wann wollen wir denn das besiegeln?" "Nach der Suppe, dann bist du auch wieder schön durchgewärmt."
Das Telefon klingelt. Ella ist dran. Ihre Mutter redet mit ihr. Sie erzählt auch vom starken Regen bei ihnen und das Robert nicht nach Hause kommen wird. "Ist was passiert?" "Nein Kind, alles gut, nur seine Sachen hängen über der Badewanne zum Trocknen und werden wohl morgen erst trocken sein." "Kann ich Robert kurz sprechen?"
Erna reicht Robert den Hörer. "Du hast doch gar keine Sachen mit, was hast du denn an?"....................
............"Einen Bademantel und der ist schön warm. Ich bin gut versorgt, alles gut. Morgen sind meine Sachen auch wieder trocken. Außerdem sind wir jetzt per du und werden gleich drauf anstoßen." "Gebe mir meine Mutter noch mal."
"Ja Ella."
"Soll Robert bis morgen in deinem Bademantel rumlaufen?"
"Ja, ich glaube das gefällt ihm." "Unsinn, ich werde kommen und was zum Anziehen mit bringen." "Das brauchst du nicht, er ist warm eingepackt. Stimmt es Robert?"
"Ja mein Schatz, dank einer großzügigen zeitweisen Überlassung warmer Wäsche geht es mir richtig gut."
"Was für Wäsche?" "Warme und nun hör auf zu fragen, wir wollen auf unser du anstoßen.
Bis morgen."
"Deine Tochter ist aber neugierig." "Gut das du ihr nicht alles verraten hast. Ich werde schweigen. Prost."
Sie nehmen einen Schluck Sekt und besiegeln ihr Du mit einem Küsschen auf der Wange.
Dan widmen sie sich der warmen Suppe.
"Robert, ich gehe immer am Sonnabend auf den Friedhof zum Grab meines Mannes. Möchtest du mich begleiten?"
"Die Frage ist aber nicht ernst gemeint."
"Warum nicht, es hat aufgehört zu regnen, die Sonne will sogar noch rauskommen und du bekommst auch richtige Sachen von mir."
"Erna, das ist sehr lieb gemeint von dir. Das traue ich mir nicht zu. Ich kann in der Zwischenzeit doch abwaschen und die Stube durchsaugen."
Robert versucht sich zu wehren, seine Worte gehen aber an Ernas Ohren vorbei.
"Gesaugt habe ich heute morgen schon, bevor Marie kam und abwaschen lohnt noch nicht. Willst du etwa hier alleine sitzen?" "Ja." "Papperlapapp, Um die Zeit ist hier Keiner unterwegs. Willst du mich alleine gehen lassen? Dann muss ich erst wieder Marie anrufen, die begleitet mich sonst immer."
"Erna, versteh mich bitte, ich traue mich nicht."
"Das sagtest du schon. Hosen habe ich auch. Mit einem Gürtel werden sie passen. Ich bin kein Pullover Fan, darum müsstest du eine Bluse anziehen. Das ist aber kein Problem, weil ich dir einen Mantel gebe." "Bitte Erna, kann ich nicht hier bleiben?"
"Ach komm schon, macht doch Spaß. Ich habe schon gesehen, dass du kleine Füße hast, da passt du gut in meine Stiefel. Du wirst sehen, wenn wir beide dann unsere Kopftücher umbinden, erkennt uns Niemand." "Erna, was machst du mit mir?"
"Es wird uns Niemand sehen, hab dich nicht so. Vertraue mir."
Mit gemischten Gefühlen lässt Robert sich überzeugen. Das mit den Kopftüchern stört ihn. Aber nur bis zur Haustür. Draußen weht ein kalter Wind. Die Wolken ziehen schnell vorbei. Kein Regen. Auf dem Friedhof angekommen, harkt Erna die Grabstelle.
"Wen hast du denn heute mitgebracht Erna? Ist Ella doch noch gekommen. Hallo Ella."
Robert bleibt wie angewurzelt stehen. Das Kopftuch verhüllt fast die Hälfte seinen Gesichtes. Marie, die Freundin von Erna, will Ella die Hand geben. Dann erkennt sie erst, dass es nicht Ella ist. "Erna, was hast du mit dem jungen Mann gemacht? Entschuldigung, dass ich sie nicht gleich erkannt habe."
Robert bringt immer noch kein Wort heraus. "Mensch Maria, erschrecke doch meinen Besuch nicht. Ich musste mit Engelszungen reden, damit er mir glaubt, dass Niemand uns sehen wird. Und da tauchst du auf. Ist doch klar, dass er fast einen Schock bekommt."
"Das konnte ich doch nicht wissen, dass du bei dem Wetter hier her spazierst. Dann trägt die Person auch noch deinen neuesten Mantel, was soll ich denn da glauben?"
Robert hat sich gefangen. Er reicht Marie die Hand und begrüsst sie.
"Wisst ihr, ich lade euch zu mir ein. Ich habe einen Kuchen gebacken, den ich nicht alleine essen möchte. Und sie junger Mann haben bei Erna einen Stein im Brett. Sie hat mir schon viel von ihrem neuen Mantel vorgeschwärmt, gezeigt hat sie ihn mir nie. Sie dürfen ihn sogar anziehen, ja so ist meine Freundin Erna."
Die Zwei und eine halbe Frau spazieren zu Maries Wohnung. Robert fühlt sich zwischen ihnen sicher. Bei Marie in der Wohnung legen sie ihre Mäntel in der Diele ab.
"Erna, was muss ich schon wieder sehen? Die Bluse, die der Freund deiner Tochter trägt ist doch auch neu? Oder?" "Ja, und die habe ich auch ohne dich zu fragen einfach gekauft.
Übrigens kannst ihn Robert nennen."
Marie geht in die Küche. Erna deckt den Kaffee Tisch, denn sie weiß wo alles steht. Robert geht auch in die Küche und fragt, ob er helfen kann. "Gerne, sie können die Thermo Kanne mit dem Kaffee mitbringen. Was ich noch sagen will, es tut mir leid, dass sie meinetwegen noch nass geworden sind."
"Das ist nicht schlimm. Hätte ja sonst so ein ungewöhnliches Erlebnis nicht gehabt."
Sie gehen in die Wohnstube und gießen den Kaffee ein und verteilen den Kuchen.
"Du Erna, wenn das meine Bluse wäre und so ein hübscher junger Mann würde sie tragen, dann hätte ich ihn davon überzeugt dazu einen BH zutragen. Wie lappig hängt das da vorne rum, das hat die schöne Bluse nicht verdient."
Robert hört genau zu. Was soll Erna sagen. Erna antwortet, dass sie keinen Männer BH besitzt? "Du hättest ihm doch einen von dir anbieten können. Hast du dich nicht getraut?"
"Nein Marie, das habe ich nicht."
Robert sitzt zwischen den Frauen und kann nur in sich hinein lächeln. Was für Probleme sie gerade wälzen. An sowas hat er gar nicht gedacht, nun schießt es ihm durch den Kopf.
Er hat Angst, dass Marie ihre Provokation dahin treibt, dass Erna und Robert sich ergeben und Marie einen BH von sich holt und Robert bittet, dass er es doch mal probieren soll.
Wie soll er dann reagieren?..........
Erna ergreift das Wort. "Marie es ist schön bei dir aber wir werden jetzt aufbrechen, ich möchte mich mit Robert noch etwas unterhalten. Dein Kuchen hat sehr gut geschmeckt."
"Gut, dann werde ich euch noch zur Tür bringen." Marie hilft Robert in den Mantel. Erna bindet ihm das Kopftuch um. "Na dann macht es gut ihr Zwei." Sie winkt noch kurz hinterher.
"Danke Erna, das war höchste Zeit zu gehen. Ich habe schon vor Augen gehabt, dass Marie mit einem BH ankommt."
"Das habe ich auch gedacht. Aber du hast dich sehr gut der heutigen Situation angepasst."
"Was meinst du damit?"
"Na das du erst gar nicht mitkommen wolltest und dich dann aber in den Sachen von mir ganz wohl gefühlt hast. Der Mantel trägt sich doch gut, oder?"
"Ja, Erna. Als ich alles angezogen habe und mich im Spiegel sah, habe ich doch den Mut aufgebracht dich zu begleiten. Das mit dem Kopftuch ist noch etwas komisch."
"Ist aber eine gute Idee gewesen. So bist du noch etwas weiblicher geworden."
Robert hakte Erna noch etwas fester an ihrem Arm ein.
"Dass ich vergessen habe dir einen BH zu geben tut mir leid."
Beide schauen sich an und fangen an zu lachen.
Wieder in Ernas Wohnung unterhalten sie sich bis zum Abendessen über den nächsten Tag.
"Wollen wir noch was unternehmen oder willst du morgen Früh gleich los?"
"Das hängt vom Trocknungszustand meiner Sachen ab. Ohne Hose und Shirt fahre ich nicht nach Hause."
Erna geht schnell ins Bad und prüft die Sachen. Etwas feucht sind sie noch. Sie teilt das Ergebnis Robert mit. "Die Jeans sind noch sehr feucht, die anderen Sachen könnte morgen trocken sein. Ich borge dir gerne was, wenn du nach Hause möchtest."
"Überschätze meinen spontanen Mutanfall von heute Mittag nicht."
Telefon klingelt. Ella ist dran. Erna geht ran und wird von Ella begrüßt. Sie will wissen, ob Robert schon losgefahren ist. "Nein, seine Jeans sind noch nicht trocken." "Waaaaas, muss er noch bei dir übernachten?" Wie soll ich ihn den losschicken?" "Kann ich mal mit ihm sprechen?" "Robert, Ella will mit dir reden."
Robert geht zum Telefon und fragt gleich, ob Ella sich Sorgen macht.
"Sorgen nicht, will nur wissen was du nun machst. Wenn du nicht mehr kommst, so hörte es sich eben an, dann gehe ich mit Martina ins Kino."
"Ja, das kannst du machen, bin ja hier gut aufgehoben."
"Freue dich mal schon auf deine tolle Nachtwäsche, meine Mutter hat nur bodenlange Nachthemden aus Baumwolle."
"Na und, ich ziehe alles an was man mir hinlegt."
"Seit wann hast du diese Krankheit? Bei mir sträubst du dich und bei meiner Mutter ist es egal. Da stimmt doch was nicht bei dir. Was trinkt ihr den so am Abend?"
"Kräuter Tee in allen Varianten." "Aha." "Brauchst dir keine Sorgen machen. Heute waren wir bei deinem Vater."
"Der ist schon längst tot. Wohin hat dich Mama geschleppt?"
"Auf den Friedhof."
"Sag das doch gleich. Ich denke deine Jeans sind total nass. Du erzählst mir nicht die Wahrheit."
"Doch Schatz, deine Mutter ist wundervoll. Sie hat mir sogar ihren neustes Mantel gegeben, damit ich nicht friere."
"Ich lege jetzt auf. Das hört sich alles so an als habt ihr Tee mit Rum getrunken. Grüße Mama schön von mir. Ich muss mich auch mal wieder da sehen lassen. Kuss."
Hallo, mal was Anderes.
Sonntag hatten wir Besuch von Olaf und Carmen und ein junges Pärchen, das hier her gezogen ist. Wir sassen beim Karneval an einem Tisch. Dann haben wir die jungen Leute einfach eingeladen.
Ihnen hat das Landfest gut gefallen. Die Männer waren nicht so begeistert, weil sie ja Frauenkleidung tragen mussten. Trotzdem war es lustig und wir werteten alles noch mal aus.
Dann kam Doris auf einmal mit einem uralten Album an. Weil wir damals so jung waren wie unser Besuch heute, wollte sie unsere Verkleidung vor35 Jahren zeigen.
Doris hat sich als Pirat verkleidet und ich als Bayenmadel. Da es hier keine Dirndl gab, suchten wir etwas aus dem Schrank von Doris. Eine Freundin von uns spendete Schuhe für mich. Acht Zentimeter Hacken. Ich habe lange geübt, bis ich den Bogen raus hatte. Erst haben wir ein Kleid in weiß probiert. Es regte sich was in meiner Hose, was ich nicht verstand. Dann haben wir einen schwarzen wadenlangen Rock probiert. Der war etwas glockig geschnitten und passte super. Doris gab mir eine weiße Bluse. Die hatte so Pufärmel. Dann stand Doris da und schaute. Sie holte ein schwarzes Stück Stoff, hielt es mir vor die Brust und meinte, dass sie mir daraus ein Jäckchen nähen werde, das ich über der Bluse tragen könnte. Wenn das gut aussieht, dann brauchte ich doch nur noch eine Schürze und fertig ist ein Behelfsdirndl. Eine Perücke hat sie noch geborgt bekommen, sonst wüsste ich nicht, was ich aufsetzen sollte. Aber mein Ärger war immer noch mein Freund zwischen den Beinen.
Doris sagte, dass wir noch 10 Tage Zeit hätten, vielleicht gewöhnt er sich an den Rock. So lief ich nach Feierabend immer im Rock durch das Haus. Wir vermuteten, dass das vom Kopf kommt. Ich hatte ja bevor ich Doris kennen lernte schon Damensachen angehabt. Da war nichts. Aber jetzt waren es die Sachen von Doris. Wir fanden keinen Grund aber eine Miederhose, die dann meinen Freund in Schach hielt.
Zur Verantstaltung musste wir 500m laufen. Ich borgte mir von meiner Mutter kniehohe Lederstiefel. Die waren flach und ich konnte gut drin laufen. Ich hätte sie auch gerne anbehalten aber Doris war dagegen. Der Saal war voll. Platz war reserviert. Ich gleich meine Pumps angezogen und an die Bar, um schon mal Getränke zu holen. Das war ein Karneval, der zum Tanzen was. Keine blöden Büttenreden oder Singsang auf der Bühne. Da war von Anfang an Stimmung auf dem Parket.
Am Ende des Festes kam ich aus den Schuhen nicht mehr raus und musste in den Pumps zurück laufen. Wie fest geklebt. Fast hätte ich noch den Mantel von Doris vergessen, den sie mir wohlwollend überlassen hat. Auf die Damentoilette habe ich mich nicht getraut. Wurde dafür auch ausgepfiffen. Das war mein erster Karneval im Rock.
Gruß Narea.
...........Ella geht ins Kino mit Martina. Robert sitzt auf dem Sofa bei Ellas Mutter. Weil seine Hose nicht so schnell trocknet, will er erst am Nächsten Tag nach Hause fahren. Was er nicht weiß ist, dass die Hose schon fast trocken war, aber Erna, Ellas Mutter, mit einem Dusch Strahl noch mal nachgeholfen hat, dass die Hose wieder feucht wurde. So hat sie auch für den Sonntag einen Gast, mit dem sie Zeit verbringen kann.
Den Abend verbrachten sie vor dem Fernseher bei einem Gläschen Wein. Der macht müde, den beide bekommen das Ende der Pilcher Filmes nicht mehr mit. Gegen 24 Uhr erwacht Erna und weckt Robert. "Komm, wir gehen lieber ins Bett."
Verschlafen, wie Robert jetzt ist, will er gleich in Ernas Gästezimmer.
"Vergiss nicht die auszuziehen, ich habe dir mein schönstes Nachthemd hingelegt." ruft sie ihm noch nach. Und wirklich, da liegt ein Hemd, das aussieht als wäre es länger als das Bett. Robert befreit sich von Ernas Langbein Schlüpfer und dem langen Unterhemd. Dann sucht er den Eingang des Nachthemdes. Als er allen Stoff über seinen Körper rutschen lässt und sein Kopf oben rausschaut, sind seine Füße auch verschwunden. Ella hat recht, sie wusste schon, was Robert erwartet. Der aber legt sich ins Bett und schläft ein.
Der nächst Morgen beginnt etwas später. Robert ist zuerst wach und macht das Frühstück. Bevor er anfangen kann, fällt er auf dem Weg zur Toilette zweimal hin. Das Nachthemd ist zu lang. Im Bad liegt schon seine frische Wäschegarnitur. Schlüpfer in Normalgröße und ein Unterhemd. Darunter hat Erna einen BH mit Drahtbügeln gelegt. Den ignoriert Robert erstmal. Er wollte sich noch waschen, verschiebt aber den Vorgang, um schneller das Frühstück zu bereiten. Also rein in die Unterwäsche.
Ab in die Küche. Wo Erna ihre Schürzen aufbewahrt weiß er schon. Er findet aber keine.
Er muss bei der Suche etwas zu laut gewesen sein, so dass Erna aufgewacht ist. Sie hat Robert gerade noch gesehen, als der in Unterwäsche in der Küche verschwindet. Sie konnte sich denken, dass Robert so nicht arbeiten will. Sie wusste auch, dass im Küchenschrank keine Schürzen mehr sind.
Schnell holt sie aus ihrem Kleiderschrank einen Kittel und zeigt ihn Robert.
"Woher wusstest du, dass ich eine Schürze suche?"
"Habe ich mir von deinem letzten Besuch gemerkt."
"Danke Erna, gehe du ins Bad und ich mache unser Frühstück.
Als Erna zurück kommt, hat sie den BH in der Hand. "Ich dachte nur, dass du ihn vielleicht doch mal unter der Bluse probieren möchtest."
"Ach Erna, hat dir Marie doch einen Floh ins Ohr gesetzt?"
"Nein, Ja, vielleicht doch. Vergiss es. Lass uns frühstücken."
Beim Frühstück beraten sie, was sie noch unternehmen könnten. Erna schlägt einen Spaziergang nach dem Mittagessen vor. Robert ist nicht so begeistert. "Vielleicht, wenn meine Sachen trocken sind. Bis dahin kann ich dir doch noch im Haus helfen."
Erna überlegt und stellt Robert gleich als Küchenhilfe ein. "Wir kochen gemeinsam unser Mittagessen. Hast du Lust?" "Ja, kann ja nicht so verkehrt sein sich auf dem Gebiet weiter zu entwickeln." "Hast du schon mal gekocht?" "So richtig noch nicht."
Robert geht erst mal ins Bad. Erna ruft ihm noch nach, dass er den Kittel wieder anziehen soll. Als Robert aus dem Bad kommt, hat Erna das Frühstücksgeschirr schon in die Abwäsche gestellt. "Eigentlich haben wir noch Zeit. Wollen wir eine kleinen Spaziergang in das Wäldchen hier hinten machen?" Robert: "Warum soll ich dafür die Schürze anbehalten?" Erna:"Weil es mir eben gerade erst eingefallen ist. Du ziehst dir schnell meine Hose von Gestern an. Stiefel habe ich auch noch im Schrank, die dir passen müssten und mein Daunen Mantel hält dich war. Der hat sogar eine Kapuze. Komm, ich behalte meinen Kittel auch an."
Robert fehlen wohl die Worte. Er macht alles was Erna gesagt hat. Wenige Minuten später schlendern sie auf einem Waldweg und erfreuen sich an der Natur.
"Wenn jemand kommen sollte, dann ziehst du nur die Kapuze hoch. Eigentlich Quatsch, der Mantel steht dir sehr gut und Stiefel trägt doch jeder bei dem Wetter. Wenn wir nach dem Essen noch mal hinaus gehen wollen, dann musst du sowieso den Mantel überziehen."
"Wieso muss ich das?"
"Weil du nur deine Hosen und ein Shirt gestern bei deiner Ankunft getragen hast."
"Stimmt, ich wollte ja gar nicht so lange bleiben."
Nach dem Spaziergang räumen sie Geräte und Zutaten, die sie für ihr Mittag brauchen auf den Tisch. Robert wird noch wegen seiner längeren Haare ermahnt, sich das Kopftuch umzubinden. Erna kann sich nicht verkneifen, Robert zu sagen, dass er sehr gut aus sieht im Kittel. "Wenn du das Ella erzählst, dann komme ich nie wieder."
"Ella hat dich doch schon mit Schürze gesehen." "Ja, das ist richtig aber man muss es nicht immer betonen, sonst muss ich zu Hause noch öfter damit rumlaufen."
"Ach, das hat sie mir noch nicht erzählt."
"Das ist ja nichts zum erzählen, es ist mir manchmal peinlich."
"Aber doch nicht wenn man so gut wie du darin aussieht. Sie soll dich bloß bald heiraten, sonst schnappt dich noch eine Andere weg. Ein helfender Mann im Haushalt ist sehr selten."
Robert tut so als hätte er das alles überhört. Das Mittagessen ist ihnen vorzüglich gelungen. Ob sich Robert noch zu einem Spaziergang hinreißen lässt?.........