Anke hat geschrieben: Mi 11. Aug 2021, 13:50
Hallo,
Lina hat geschrieben: Mi 11. Aug 2021, 13:06
Ja, es werden doch seit mehr als einem Jahr ständig von Bundesparlamentarier Lösung-Ansätze vorgeschlagen - und ich schreibe diesen Satz ständig seit genauso langer Zeit - mindestens. Schön, dass er bemerkt wird.
Bis jetzt habe ich da nichts gesehen, gehört oder gelesen, was tragfähig wäre. Aber vielleicht habe ich ja auch etwas nicht mitbekommen.
In der Zwischenzeit dürfte es sogar leichter sein, auf gute Ideen zu kommen, weil man einfach analysieren kann, wer erfolgreich war und ihre Konzepte abkupfern.
Lina hat geschrieben: Mi 11. Aug 2021, 13:06
Zwei Beispiele von Ländern, die erfolgreich waren, sind z.B. Dänemark und Malta.
Wie messt man den Erfolg: Nach meiner Meinung - da es um Gesundheit geht - dass möglichst wenig Leute krank werden.
Dann vergleichen wir mal die Zahlen: Ende Juli 2020 hatte Deutschland 125 Intensivpatienten und konnte mit einem I-Wert von 5 angeben.
Die Menge Intensivpatienten ist proportional - 8 bis 10
Patienten - was Dänemark jetzt hat bei Inzidenzwert über 100.
Jetzt steigen die Zahlen in Deutschland, in Dänemark fallen sie immer noch kontinuierlich.
Der Unterschied - DK und Malta auch haben eine intensive Teststrategie. Sie benutzen nicht die Zahlen als Drohung oder als Ausrede für Einschränkungen von Bürgerrechten (abgesehen vom Fall mit den Nerz-Zuechtern!). Man benutzt sie um Infektionsketten zu brechen, differenzierte Daten zu sammeln und man geht proaktiv in Hochinzidenzgebiete und redet mit den Menschen an der Haustür, fordert zu weiteren Tests auf und Informiert.
Da es ja erfolgreich ist, braucht man eigentlich nicht weiter zu fragen, was man noch tun kann. Es gibt bestimmt auch andere Ansätze da draußen die man jezzt übernehmen kann.
Dänemark und Malta fahren keine alternative Strategie zur Impfung. In Dänemark liegt die Impfquote bei 74 % (61 % vollständig geimpft) % und auf Malta bei rund 80 %. Kein Wunder, dass dort die Infektionszahlen runtergehen.
So lobenswert der Ansatz der Dänen auch ist, ich kann mir nicht vorstellen, dass das hier umsetzbar ist. Dänemark hat eine von uns sehr verschiedene Kultur. Du hast doch sicherlich die Diskussion um die Corona App mitbekommen. Aus meiner Sicht wäre das ein gutes Instrument gewesen, um Daten zu sammeln und ähnliche Dinge wie die Dänen zu machen. Doch alle hatten Panik, dass mit der Corona-App der Überwachungsstaat ausbricht.
Bei uns wird das Sammeln von Daten als etwas anrüchiges angesehen. Meine persönliche Meinung ist, dass Datensammeln per se weder gut noch schlecht ist. WIe bei vielen anderen Werkzeugen kommt es darauf an, wie es gemacht wird, in welchem Rahmen es gemacht wird und wofür es gemacht wird.
Lina hat geschrieben: Mi 11. Aug 2021, 13:06
Das Problem ist nur, dass viele der deutschen Regierungspolitiker sich schon dagegen sperren, mehr Information zu sammeln.
Wenn man das Problem nicht kennt, kann man es nicht lösen. Wenn man es nicht kennen will, dann will man es offensichtlich nicht lösen.
Das ist mit der Datensammlerei ist nicht so einfach, wie es sich anhört. Vieles ist rechtlich nicht zulässig oder ruft die Datenschützer (mit zum Teil überzogenen Vorstellungen) auf den Plan. In Dänemark und Malta ist da die Lage eben anders und daher lassen sich da auch andere Dinge umsetzen.
Lina hat geschrieben: Mi 11. Aug 2021, 13:06
Also muss ein Austausch in der Regierung her.
Ich wünsche mir auch eine andere Regierung, aber aus ganz anderen Gründen.
Liebe Grüße
Anke
@Bis jetzt..nichts gesehen..
Wann wurde überhaupt im Bundestag darüber debattiert, sodass man tragfähige Lösungen präsentieren konnte?
AM zieht sich zurück in die Waschmaschine mit ihren Engsten, dann kommen sie raus, stimmen ab ohne jegliche Debatte.
Wie willst du da was mit bekommen? Die üblichen demokratischen Prozesse sind doch weitestgehend ausgeschatet.
Und wie willst du, dass man weiter kommt, ohne mehr Wissen? Wie oft ist unsem regierendem Bürgermeister T hier in HH nicht nahe gelegt worden, genauer erforschen zu lassen, warum wir in zwei banachbarten Bezirke gleichzeitig Inzidenzwerte von jeweils 20 und 200 haben können. Und er weigert sich.
So ist es ja leicht zu sagen, andere hätten keine tragbaren Konzepte vorgelegt.
Trotzdem gibt es nachweislicg tragbare Konzepte in den Nachbarländern, die man nachmachen kann.
Sind sie die auch "unsichtbar"? Ich habe ja ein teil davon beschrieben..
Undkomm jetzt bitte nicht mit diesem abgedroschenen Argument man könne Deutschland mit den Nordischen Ländern nicht vergleichen, weil die Länder so riesig groß und dünn bevölkert. Je weiter im Norden je größer ist der Bevölkerungsanteil, der in den Ballungsgebieten lebt.
Und warum sollen sie eine ALTERNATIVE Strategie zu der Impfstrategie fahren?
Sorry, aber Impfung gibt es erst ernsthaft seit Anfang des Jahres. Davor haben gerade DK und MT eine ernsthafte Teststrategie als Teil eines Gesamtkonzepts gefahren.
Während hier Testung direkt verhindert wurde. Keine Schnelltests zum Eigengebrauch zugelassen und man musstecernsthafte Symptome aufweisen, um getestet zu werden. Oder bitte selber 70 EUR auf den Tisch legen, wenn man gerade in der Nähe eines Flughafen wohnte.
Und obwohl es schon letzten Juli nachgewiesen und Veröffentlicht war, dass 80% der Infektionen im Arbeitsumfeld, zu Hause und in Kliniken, Krankenhausern und zu Hause vorkommen, hat man unterlassen, da was wirklich Großes zu tun, und statt dessen z.B. den Einzelhandel lahm gelegt.
Es gab und gibt also genügend Hinweise, die absichtlich ignoriert werden - oder die sind alle extrem dumm, viel dümmer als die durchnittliche Führungskraft im Mittelstand, welches ich jedoch gerne nachgewiesen sähe, bevor ich diese Entschuldigung gelten lasse.