Desiree's Reise zu sich selbst - # 13
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HeikeCD
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Re: Desiree's Reise zu sich selbst
Hallo Desiree,
nur mal meine Gedanken dazu, im Winter hattest du deine Ruhe, oder viel mehr Zeit für Desiree und konntest dich relativ oft ausleben, nun zum Sommer und dem Zusammenziehen spielen die Gedanken an das 'Wie' oder 'Wie oft' vielleicht mit herein und bevor jemand etwas halb macht wird es lieber ganz gelassen, so etwas gibt's ja, entweder 100% oder gar nicht. Solche Phasen haben aber wohl viele hier schon erlebt, mich eingeschlossen. Bin sicher das kommt wieder.
Liebe Grüße Heike
nur mal meine Gedanken dazu, im Winter hattest du deine Ruhe, oder viel mehr Zeit für Desiree und konntest dich relativ oft ausleben, nun zum Sommer und dem Zusammenziehen spielen die Gedanken an das 'Wie' oder 'Wie oft' vielleicht mit herein und bevor jemand etwas halb macht wird es lieber ganz gelassen, so etwas gibt's ja, entweder 100% oder gar nicht. Solche Phasen haben aber wohl viele hier schon erlebt, mich eingeschlossen. Bin sicher das kommt wieder.
Liebe Grüße Heike
"Es ist nicht die Zeit in deinem Leben, es ist das Leben in deiner Zeit." Bruce Springsteen
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Desiree Maxima
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Re: Desiree's Reise zu sich selbst
Hallo meine Lieben,
wieder einmal bin ich in der Versenkung verschwunden
Ich denke, ich werde für diesen Beitrag mehrere Tage brauchen, weil sich einfach zu viel in mir aufgestaut hat. Ich war verwirrt, aber ich habe das Gefühl, dass sich nun langsam wieder einiges sortiert. Beim Lesen ist das zwar egal, aber ich wollte es nur mal kurz erwähnen, falls einzelene Abschnitte etwas unzusammenhängend wirken sollten.
Ich glaube, ich komme meinen ambivalenten Gefühlen langsam auf die Spur. Trotz meiner ursprünglichen Hoffnung war ich wohl wieder dabei, Desiree – aus mehreren Gründen – in der Versenkung zu verbannen und den sprichwörtlichen Deckel draufzuhalten.
Ich war bequem geworden, aber gleichzeitig auch wieder perfektionistisch – genau wie schon einmal im Winter. Gedanken wie:
„Ach, für die zwei Stunden daheim zahlt sich das Aufbrezeln doch nicht aus.“
„Nur ein bisschen Lipgloss, um mich wenigstens ein bisschen feminin zu fühlen – ach, da kann ich’s gleich bleiben lassen.“
„Nur feminin gekleidet sein, ohne Makeup und Perücke – das bringt doch nichts.“
haben sich eingeschlichen und mich immer mehr blockiert.
Mein, noch immer nicht abgelegter, Perfektionismus betrifft viele Aspekte meines Crossdressings, wie Makeup, Aussehen, Gleichgesinnte kennenzulernen und zu treffen, Ausgehen en femme, usw. Frei nach dem Motto - wenns nicht gleich perfekt läuft, dann pfeif ich drauf. Und dann folgen die Ausreden, wie oben beschrieben.
Das äußerst kurzfristig abgesagte Trans*/CD-Treffen vor ein paar Wochen hat mich zusätzlich demotivert. Ich habe mich damals wirklich riesig gefreut, daß ich es endlich mal wieder schaffe, dabei zu sein, nur um dann, als ich mich vor dem Vereinslokal eingeparkt hatte, via Facebook festzustellen, daß das Treffen 3 Stunden vorher abgesagt wurde. Malvine hat mich zwar liebevoll daran erinnert, dass ich mich davon nicht runterziehen lassen sollte – aber es war eben doch ein weiterer kleiner Puzzlestein in meiner ohnehin schon negativen Gefühlslage.
Frust kam auch auf, weil ich es aus beruflichen und privaten Gründen derzeit nicht einmal schaffe, wenigstens einmal im Monat zu den wöchentlichen Treffen zu gehen.
Bequem wurde ich auch im Sinne von Rausgehen en femme. Na ja, nicht nur bequem, sondern auch wieder etwas ängstlicher, da es nun erst spät finster wird. Ich war noch nie bei Tageslicht en femme unterwegs – mit Ausnahme einer kurzen Fahrt zu eben jenem abgesagten Treffen. Hierbei spielt meine Angst, in meiner Wohnhausanlage erkannt zu werden, die größte Rolle. Das wurde mir bewusst, als ich kürzlich meinen wundervollen Ausflug en femme zu einer queeren Party in Graz im Februar Revue passieren ließ. Im Schutz einer gewissen Anonymität und noch dazu in einer fremden Stadt fühlte ich mich viel freier und sicherer.
In den letzten Tagen bin ich sehr tief in meine Fantasien und Wunschträume eingetaucht. Es fiel mir schwer, wieder ganz in der Realität anzukommen. Mittlerweile hat sich das wieder beruhigt. Dieses Eintauchen in meine Fantasiewelt, meine Wunschräume und das wieder Herauskommen haben mir zumindest eine Erkenntnis gebracht, die ich eigentlich schon mal hatte - wenn ich wirklich glücklich sein möchte, wenn ich wirklich in Verbindung mit meiner femininen Seite bleiben möchte, dann muß ich meinen Perfektionismus ablegen, meinen Hintern heben und was tun. Auch wenn es nur eine minimale Kleinigkeit ist.
Zum Beispiel: meine Fußnägel lackieren. Das ist einfach machbar, gut zu verstecken – und erinnert mich jedes Mal daran, wer ich bin. Oder im Homeoffice zwischendurch ein bisschen Lipgloss oder Lippenstift auftragen – schnell gemacht, schnell wieder entfernt. Oder: aktiv werden, um Gleichgesinnte kennenzulernen – und nicht darauf warten, dass sie zufällig an meiner Tür klingeln
Heute musste es jedenfalls wieder mal, zumindest am Vormittag, das "volle Programm" sein. Feminines Outfit, volles Makeup und Perücke. Und - wie immer danach - es hat sich super angefühlt. Manchmal denke ich, ich leide an einer ganz bestimmten Persönlichkeitsstörung: Ich weiß was mir gut tut und ich mache es NICHT. Ich weiß was mir nicht gut tut und ich mache es trotzdem.
Außerdem freue ich mich schon auf den 3-teiligen Schminkworkshop, den der Trans*/CD-Verein veranstaltet. Kommenden Mittwoch ist der erste Abend.
Bevor der Beitrag jetzt noch länger wird, schicke ich ihn lieber ab. Bitte versteht ihn als Selbstreflexion.
Ich erwarte keine Ratschläge und kein Mitleid – Ihr helft mir schon so sehr, indem Ihr einfach da seid und Eure Erfahrungen teilt. Natürlich freue ich mich trotzdem über jedes liebe Wort
Am liebsten würde ich am Schluss schreiben: "Ich hab Euch alle lieb". Aber das könnte falsch verstanden werden. Also sage ich lieber: "Ich fühle mich Euch sehr verbunden – und bin froh, dass ich hierher gefunden habe."
Alles Liebe
Desiree
wieder einmal bin ich in der Versenkung verschwunden
Ich denke, ich werde für diesen Beitrag mehrere Tage brauchen, weil sich einfach zu viel in mir aufgestaut hat. Ich war verwirrt, aber ich habe das Gefühl, dass sich nun langsam wieder einiges sortiert. Beim Lesen ist das zwar egal, aber ich wollte es nur mal kurz erwähnen, falls einzelene Abschnitte etwas unzusammenhängend wirken sollten.
Ich glaube, ich komme meinen ambivalenten Gefühlen langsam auf die Spur. Trotz meiner ursprünglichen Hoffnung war ich wohl wieder dabei, Desiree – aus mehreren Gründen – in der Versenkung zu verbannen und den sprichwörtlichen Deckel draufzuhalten.
Ich war bequem geworden, aber gleichzeitig auch wieder perfektionistisch – genau wie schon einmal im Winter. Gedanken wie:
„Ach, für die zwei Stunden daheim zahlt sich das Aufbrezeln doch nicht aus.“
„Nur ein bisschen Lipgloss, um mich wenigstens ein bisschen feminin zu fühlen – ach, da kann ich’s gleich bleiben lassen.“
„Nur feminin gekleidet sein, ohne Makeup und Perücke – das bringt doch nichts.“
haben sich eingeschlichen und mich immer mehr blockiert.
Mein, noch immer nicht abgelegter, Perfektionismus betrifft viele Aspekte meines Crossdressings, wie Makeup, Aussehen, Gleichgesinnte kennenzulernen und zu treffen, Ausgehen en femme, usw. Frei nach dem Motto - wenns nicht gleich perfekt läuft, dann pfeif ich drauf. Und dann folgen die Ausreden, wie oben beschrieben.
Das äußerst kurzfristig abgesagte Trans*/CD-Treffen vor ein paar Wochen hat mich zusätzlich demotivert. Ich habe mich damals wirklich riesig gefreut, daß ich es endlich mal wieder schaffe, dabei zu sein, nur um dann, als ich mich vor dem Vereinslokal eingeparkt hatte, via Facebook festzustellen, daß das Treffen 3 Stunden vorher abgesagt wurde. Malvine hat mich zwar liebevoll daran erinnert, dass ich mich davon nicht runterziehen lassen sollte – aber es war eben doch ein weiterer kleiner Puzzlestein in meiner ohnehin schon negativen Gefühlslage.
Frust kam auch auf, weil ich es aus beruflichen und privaten Gründen derzeit nicht einmal schaffe, wenigstens einmal im Monat zu den wöchentlichen Treffen zu gehen.
Bequem wurde ich auch im Sinne von Rausgehen en femme. Na ja, nicht nur bequem, sondern auch wieder etwas ängstlicher, da es nun erst spät finster wird. Ich war noch nie bei Tageslicht en femme unterwegs – mit Ausnahme einer kurzen Fahrt zu eben jenem abgesagten Treffen. Hierbei spielt meine Angst, in meiner Wohnhausanlage erkannt zu werden, die größte Rolle. Das wurde mir bewusst, als ich kürzlich meinen wundervollen Ausflug en femme zu einer queeren Party in Graz im Februar Revue passieren ließ. Im Schutz einer gewissen Anonymität und noch dazu in einer fremden Stadt fühlte ich mich viel freier und sicherer.
In den letzten Tagen bin ich sehr tief in meine Fantasien und Wunschträume eingetaucht. Es fiel mir schwer, wieder ganz in der Realität anzukommen. Mittlerweile hat sich das wieder beruhigt. Dieses Eintauchen in meine Fantasiewelt, meine Wunschräume und das wieder Herauskommen haben mir zumindest eine Erkenntnis gebracht, die ich eigentlich schon mal hatte - wenn ich wirklich glücklich sein möchte, wenn ich wirklich in Verbindung mit meiner femininen Seite bleiben möchte, dann muß ich meinen Perfektionismus ablegen, meinen Hintern heben und was tun. Auch wenn es nur eine minimale Kleinigkeit ist.
Zum Beispiel: meine Fußnägel lackieren. Das ist einfach machbar, gut zu verstecken – und erinnert mich jedes Mal daran, wer ich bin. Oder im Homeoffice zwischendurch ein bisschen Lipgloss oder Lippenstift auftragen – schnell gemacht, schnell wieder entfernt. Oder: aktiv werden, um Gleichgesinnte kennenzulernen – und nicht darauf warten, dass sie zufällig an meiner Tür klingeln
Heute musste es jedenfalls wieder mal, zumindest am Vormittag, das "volle Programm" sein. Feminines Outfit, volles Makeup und Perücke. Und - wie immer danach - es hat sich super angefühlt. Manchmal denke ich, ich leide an einer ganz bestimmten Persönlichkeitsstörung: Ich weiß was mir gut tut und ich mache es NICHT. Ich weiß was mir nicht gut tut und ich mache es trotzdem.
Außerdem freue ich mich schon auf den 3-teiligen Schminkworkshop, den der Trans*/CD-Verein veranstaltet. Kommenden Mittwoch ist der erste Abend.
Bevor der Beitrag jetzt noch länger wird, schicke ich ihn lieber ab. Bitte versteht ihn als Selbstreflexion.
Ich erwarte keine Ratschläge und kein Mitleid – Ihr helft mir schon so sehr, indem Ihr einfach da seid und Eure Erfahrungen teilt. Natürlich freue ich mich trotzdem über jedes liebe Wort
Am liebsten würde ich am Schluss schreiben: "Ich hab Euch alle lieb". Aber das könnte falsch verstanden werden. Also sage ich lieber: "Ich fühle mich Euch sehr verbunden – und bin froh, dass ich hierher gefunden habe."
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Desiree
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Martina
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Re: Desiree's Reise zu sich selbst
Hallo Desiree,
hab mich 01/2024 im Portal angemeldet und bin inaktiv geblieben. Heute bin ich nach 16 Monaten erstmals wieder hier, um mich umzusehen und evtl. erstmals etwas von mir zu teilen. Und da treffe ich auf Deine Zeilen, so offen, so ehrlich, so verletzlich, so verständlich und geschickt in Worte gefasst.
Mich haben Deine Zeilen sehr berührt. In 01/2024 stand ich auch am Anfang und es hat sich viel verändert seither - ins Positive entwickelt. Meine Ehe hat schon paar Stresstests ertragen müssen, aber sie hält!!! Teilen kann ich meine feminine Seite zwar nicht in der Ehe, aber sie war dennoch eine gute Entscheidung. So wie jede wohlüberlegte Offenbarung bislang sehr herzlich angenommen wurde.
Es ist nicht leicht, das zu sein, was wir sind. Aber wir tragen etwas ganz Besonderes in uns, das wir wertschätzen sollten.
Viele Grüße! Martin*a (ehem. Marusha)
hab mich 01/2024 im Portal angemeldet und bin inaktiv geblieben. Heute bin ich nach 16 Monaten erstmals wieder hier, um mich umzusehen und evtl. erstmals etwas von mir zu teilen. Und da treffe ich auf Deine Zeilen, so offen, so ehrlich, so verletzlich, so verständlich und geschickt in Worte gefasst.
Mich haben Deine Zeilen sehr berührt. In 01/2024 stand ich auch am Anfang und es hat sich viel verändert seither - ins Positive entwickelt. Meine Ehe hat schon paar Stresstests ertragen müssen, aber sie hält!!! Teilen kann ich meine feminine Seite zwar nicht in der Ehe, aber sie war dennoch eine gute Entscheidung. So wie jede wohlüberlegte Offenbarung bislang sehr herzlich angenommen wurde.
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Viele Grüße! Martin*a (ehem. Marusha)
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Marcella67
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Re: Desiree's Reise zu sich selbst
Hi Desiree,
Ein oder zwei Nachbarn haben mich dann zwar mal im Auto gesehen, entweder nicht erkannt oder zu feige mich darauf anzusprechen.
LG Marcella
wenn man sich dann wohlfühlt, lohnt sich das Aufbrezeln immer. Im Homeoffice bin ich fast immer komplett gestylt, es sei denn ein Video-Meeting steht an.Desiree Maxima hat geschrieben: Di 6. Mai 2025, 20:33 Ich war bequem geworden, aber gleichzeitig auch wieder perfektionistisch.......
Da ich bei meinen Nachbarn und selbst bei meiner Familie noch nicht geoutet bin, verlasse ich das Haus immer durch die Garage und hüpfe schnell ins Auto.Desiree Maxima hat geschrieben: Di 6. Mai 2025, 20:33 Bequem wurde ich auch im Sinne von Rausgehen en femme. Na ja, nicht nur bequem, sondern auch wieder etwas ängstlicher, da es nun erst spät finster wird......
Ein oder zwei Nachbarn haben mich dann zwar mal im Auto gesehen, entweder nicht erkannt oder zu feige mich darauf anzusprechen.
Beim Homeoffice mache ich meist auch das komplette Programm, es sei dann ein Video-Meeting steht an. Dann leider nur feminines Outfit außerhalb des Kamerabereiches.Desiree Maxima hat geschrieben: Di 6. Mai 2025, 20:33 Heute musste es jedenfalls wieder mal, zumindest am Vormittag, das "volle Programm" sein. Feminines Outfit, volles Makeup und Perücke.
Ich kann dazu nur sagen, ich hab dich liebDesiree Maxima hat geschrieben: Di 6. Mai 2025, 20:33 Am liebsten würde ich am Schluss schreiben: "Ich hab Euch alle lieb"
LG Marcella
In der Stille der Natur findet man oft die Antworten auf die Fragen des Lebens
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Marcella67
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Re: Desiree's Reise zu sich selbst
Hab da noch was vergessen Desiree
LG Marcella
für mich ist perfekt, wenn ich mir gefalle und ich mich wohl fühle.Desiree Maxima hat geschrieben: Di 6. Mai 2025, 20:33 Perfektionismus betrifft viele Aspekte meines Crossdressings, wie Makeup, Aussehen, Gleichgesinnte kennenzulernen und zu treffen.........
LG Marcella
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Desiree Maxima
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Re: Desiree's Reise zu sich selbst
Liebe Martina
Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß es ungemein helfen kann, hier zu schreiben und auch die eigenen Gefühle offenzulegen. Ich kann Dir nur empfehlen: "Mach es einfach." Beim Schreiben sortieren sich Deine Gedanken wie von selbst und vieles, was Deine Seele belastet, geht über Deine Hände, in die Tastatur und ins Forum. Und dann ist es aus Dir draussen. Die schönen Erlebnisse und Gefühle zu teilen, vertsärken Deine Erinnerungen und Deine Freude. Wie heißt es so schön? "Geteiltes Leid ist halbes Leid und geteilte Freude ist doppelte Freude."
Ich wünsche Dir, daß Du Dich weiterhin in Deinem Sinne und Deinem Tempo positiv weiterentwickeln kannst. Ent-Wickeln - ein passender Begriff, denn so manches in uns ist vielleicht Ver-Wickelt
Alles Liebe
Desiree
vielen Dank für Deinen lieben und wertschätzenden Beitrag.Marusha hat geschrieben: Di 6. Mai 2025, 21:48 Heute bin ich nach 16 Monaten erstmals wieder hier, um mich umzusehen und evtl. erstmals etwas von mir zu teilen. Und da treffe ich auf Deine Zeilen, so offen, so ehrlich, so verletzlich, ...
Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß es ungemein helfen kann, hier zu schreiben und auch die eigenen Gefühle offenzulegen. Ich kann Dir nur empfehlen: "Mach es einfach." Beim Schreiben sortieren sich Deine Gedanken wie von selbst und vieles, was Deine Seele belastet, geht über Deine Hände, in die Tastatur und ins Forum. Und dann ist es aus Dir draussen. Die schönen Erlebnisse und Gefühle zu teilen, vertsärken Deine Erinnerungen und Deine Freude. Wie heißt es so schön? "Geteiltes Leid ist halbes Leid und geteilte Freude ist doppelte Freude."
Ich wünsche Dir, daß Du Dich weiterhin in Deinem Sinne und Deinem Tempo positiv weiterentwickeln kannst. Ent-Wickeln - ein passender Begriff, denn so manches in uns ist vielleicht Ver-Wickelt
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Re: Desiree's Reise zu sich selbst
Liebe Desiree,
Ich wünsche Dir, daß Du Deine weibliche Seite zumindest hin und wieder ausleben kannst. Denn in der Versenkung wird sie nicht verschwinden. Und wenn Du Deine temporären Verwandlungen als Stimmungsaufhellungsmacher nimmst, hast Du für Dich ja schon was getan.
Alles Liebe
Violetta
Ich wünsche Dir, daß Du Deine weibliche Seite zumindest hin und wieder ausleben kannst. Denn in der Versenkung wird sie nicht verschwinden. Und wenn Du Deine temporären Verwandlungen als Stimmungsaufhellungsmacher nimmst, hast Du für Dich ja schon was getan.
Alles Liebe
Violetta
Mein weibliches Ich ist ein Teil von mir und lässt sich nicht mehr unterdrücken. Ungenützte Zeit lässt sich nie mehr zurückholen.
Lebe Dein Leben.
Mein Blog:
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Desiree Maxima
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Re: Desiree's Reise zu sich selbst
Vielen Dank, liebe Marcella - ich weiß jetzt gar nicht was ich drauf antworten soll. Also einfach nochmals "Danke danke danke"
Auch Dir vielen Dank für Deine aufmunternden Worte, liebe Violetta. Mein Vorsatz ist, meine feminine Seite wieder stärker auszuleben, als in den vergangenen zwei Monaten, egal unter welchen Umständen. Und wenn ich dafür immer wieder mal mehrere Tage während des Sommers in meiner Wohnung verbringen werde, statt im gemeinsamen Sommerhäuschen. Ich lass das jetzt einfach mal auf mich zukommen. Und ich hoffe sehr, daß ich es mir selbst auch erlaube - manchmal stehe nur ich selbst mir im Weg.Violetta Arden hat geschrieben: Mi 7. Mai 2025, 11:20 Ich wünsche Dir, daß Du Deine weibliche Seite zumindest hin und wieder ausleben kannst.
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Anja61
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Re: Desiree's Reise zu sich selbst
Liebe Desiree,Desiree Maxima hat geschrieben: Di 6. Mai 2025, 20:33
Gedanken wie:
...
haben sich eingeschlichen und mich immer mehr blockiert.
...
Mein, noch immer nicht abgelegter, Perfektionismus betrifft viele Aspekte meines Crossdressings, wie Makeup, Aussehen, Gleichgesinnte kennenzulernen und zu treffen, Ausgehen en femme, usw. Frei nach dem Motto - wenns nicht gleich perfekt läuft, dann pfeif ich drauf. Und dann folgen die Ausreden, wie oben beschrieben.
manchmal geht es mir ähnlich. Ich blockiere mich auch manchmal selbst. Dann finde ich ebenfalls Ausreden, warum Ausgehen oder anderes mal gerade wieder nicht sein muss.
Coming out ist kein geradliniger Weg, der immer schnell zum Ziel führt. Manchmal gibt es Pausen auf dem Weg, vielleicht auch Rückschritte.
Wichtig ist, wie ich gerade nach dem vermeintlichen letzten "Rückschritt" - bin am Wochenende doch nicht beim Stammtisch gewesen - wieder gelernt habe, sich nicht selbst unter Druck zu setzen. Du musst nichts beweisen, weder Dir noch anderen gegenüber. Du hast schon viel erreicht für Dich. Im übrigen: die nächste Gelegenheit kommt bestimmt!
Ich kann nicht erkennen, dass bei Dir eine Persönlichkeitsstörung vorliegt. Du bist unsicher, genau wie ich auch, Wie sollte es denn anders sein? Damit müssen wir leben und nicht damit hadern, sondern sollten uns stattdessen lieber mal selbst umarmen, wenn gerade kein(e) andere(r) da ist.
Ich bin sehr froh darüber, Dich kennengelernt zu haben und freue mich auf weiteren (auch persönlichen) Austausch!
Liebe Grüße
Anja
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Re: Desiree's Reise zu sich selbst
Liebe Anja,
Das ist gut, und das ist wichtig. Wir brauchen das alle von Zeit zu Zeit.
Wir brauchen aber ab und zu auch mal jemanden, der uns ein bisschen anschiebt, der uns einen kleinen Schubs gibt. Das will ich jetzt mal versuchen:
So notwendig es ist, sich keinen unnötigen Stress zu machen, so bequem ist dies natürlich als Ausrede, warum man einmal mehr nicht in die Gänge gekommen ist. Ich weiß genau wovon ich rede, weil ich mich Tag für Tag damit auseinandersetze, bei mir selbst. Und ganz oft endet es wie bei euch, nämlich so, dass ich nichts von dem mache, was ich mir eigentlich vorgenommen hatte. Das kann zur Dauerschleife werden, aus der man immer schwerer heraus kommt.
Wenn es dann mal klappt, und ich rausgehe, dann kostet es mich manchmal viel Kraft und Überwindung im Vorfeld, und noch mehr Zeit, um fertig zu werden. Und doch ist es jedesmal ein gutes Gefühl, der eigenen Unsicherheit / Trägheit / Angst / Bequemlichkeit ein Schnippchen geschlagen zu haben.
Beispielsweise war ich in den letzten Wochen ein paar mal im Club zum tanzen. Beim ersten Mal war ich kurz davor, doch nicht zu gehen, ich konnte mich ewig nicht entscheiden, was ich anziehen soll, wann ich gehen soll (Einlass war ab 22 Uhr) und überhaupt, ob ich dort zwischen all den jungen Menschen nicht deplatziert wäre. Ein großer Teil meiner Verunsicherung kam auch daher, dass ich schon ewig lange nicht mehr in einem Club war. Damals hieß das wohl noch Discothek.
Irgendwann kurz vor 1 Uhr war ich endlich fertig mit dem Makeup. Natürlich hat auch das viel länger gedauert als gedacht. Und ich war müde, hätte direkt ins Bett fallen können. Da stand ich also mitten in der Nacht vor meinem Spiegel, hübsch sah ich aus, sogar mein Gesicht gefiel mir endlich mal wieder. Hatte sich die Mühe mit dem Schminken wenigstens gelohnt! Noch schnell ein Bild gemacht, zur Erinnerung. Und das war es dann.
Nein, echt jetzt? Das sollte es also gewesen sein? All der Aufwand, die ganze lange Vorbereitung, die Unordnung all der anprobierten und dann doch wieder verworfenen Kleider am Boden, all diese Arbeit nur dafür - für einen übermüdeten Blick in den Spiegel und ein Bild?
Ich war unglücklich, ich war frustriert. Warum immer wieder dieses Hadern, wo ich mich doch schon so lange darauf gefreut hatte, und nun, wo ich nur noch rausgehen und die Tür hinter mir zumachen musste, nun wollte ich nicht mehr? Was sollte das denn? Was war da los? Ich verstand es nicht.
Da regte sich ganz leise sowas wie Widerstand in einem hinteren Winkel meiner Seele...
Nein, das konnte nicht sein, das durfte nicht sein. Irgendwie gewann eine Stimme in mir die Oberhand, die mir zuflüsterte:
Jetzt oder nie - weil es beim nächsten Mal auch nicht besser sein würde. Das wusste ich von den letzten zwei "Versuchen", wo ich über Gedankenspiele gar nicht hinaus gekommen war. Würde ich jetzt nicht gehen, wer weiß, ob ich jemals wieder die Kraft dazu aufbringen könnte.
Der einzige und einfachste Weg, diese Enttäuschung zu vermeiden, war trotz meiner Bedenken zu gehen. Was ich dann auch tat. Hinaus in die kalte Nachtluft, die meine Gedanken etwas aufklärte.
Als ich da war, kostete es mich nochmal viel Kraft, wirklich über die Schwelle in den Club reinzugehen, aber auch das ging dann leichter als erwartet. Drin war es dann OK, ich hatte bis um 6 Uhr früh meinen Spaß und viel Bewegung. Und ich bin wieder ein bisschen reingekommen in diese Art von Nachtleben.
Das hat mir eine Woche später unheimlich viel geholfen. Da wusste ich schon Tage vorher, was ich anziehen würde (weil ich den Club kannte und wusste, dass es da drin heiß ist, also bauchfrei gehen würde ohne zu erfrieren, weil ich das Publikum einschätzen konnte und wusste, dass ich dort in etwas extravaganter Aufmachung nicht die Einzige sein würde, weil ich mir sicher war, dass es ein safe space für mich wäre), und dass ich vor 24 Uhr dort sein wollte (weil da ohnehin schon brechend voll ist). Es wurde dann doch etwas später, weil ich vorher noch ein sehr unterhaltsames Gespräch hatte, das viel länger dauerte als geplant. Also noch schnell etwas Farbe ins Gesicht (das war diesmal eine Sache von 10 Minuten, weil ich wusste, dass im halbdunkel eh niemand so genau erkennen konnte, ob das nun wirklich gut und gleichmäßig war) und los ging es. Gegen 0:30 Uhr war ich dort, und es wurde eine der besten Clubnächte, die ich je hatte. Auch und gerade deswegen, weil ich eine Woche vorher, zwar etwas widerwillig, "geübt" hatte. Und weil ich sonst keine Erwartungen hatte, als zu tanzen und mich mit mir gut zu fühlen.
Es geht hier aber um Desiree (und auch um dich, liebe Anja, selbst wenn es nicht dein Faden ist), und ich möchte euch ermutigen, auch dann mal aktiv zu werden, wenn die Motivation nur halb da ist. Nichts erzwingen, niemandem etwas beweisen, aber einfach immer mal wieder einen kleinen Reiz setzen, das Leben spüren, sich den eigenen Gefühlen stellen und sagen:
Ja klar, ich muss da jetzt nicht unbedingt hin, und ich habe mir auch schon tausend Ausreden zurecht gelegt, aber eigentlich könnte ich es doch machen. Einfach mal losmachen und schauen, was passiert.
Und selbst wenn es dann doch im Laufe der Zeit nicht besser wird, man einfach keinen Spaß findet, dann kann man immer noch kehrt machen und sich zu Hause einigeln. Mit der Gewissheit, dass es beim nächsten Mal besser geht, weil es jedesmal einfacher wird.
Man darf nur nicht den Fehler machen, und immer gleich den perfekten Ausflug erwarten. Wenn es so kommt, ist das toll - und wenn nicht, war es ein weiterer kleiner Schritt auf dem Weg dorthin. Das wichtigste ist, dass man diesen Schritt geht!
LGL
ich weiß, Du möchtest Desiree ein bisschen trösten, und ihr mit deinen Worten auch helfen, mit der Situation besser klar zu kommen.Anja61 hat geschrieben: Mi 7. Mai 2025, 19:25 Wichtig ist, wie ich gerade nach dem vermeintlichen letzten "Rückschritt" - bin am Wochenende doch nicht beim Stammtisch gewesen - wieder gelernt habe, sich nicht selbst unter Druck zu setzen. Du musst nichts beweisen, weder Dir noch anderen gegenüber.
Das ist gut, und das ist wichtig. Wir brauchen das alle von Zeit zu Zeit.
Wir brauchen aber ab und zu auch mal jemanden, der uns ein bisschen anschiebt, der uns einen kleinen Schubs gibt. Das will ich jetzt mal versuchen:
So notwendig es ist, sich keinen unnötigen Stress zu machen, so bequem ist dies natürlich als Ausrede, warum man einmal mehr nicht in die Gänge gekommen ist. Ich weiß genau wovon ich rede, weil ich mich Tag für Tag damit auseinandersetze, bei mir selbst. Und ganz oft endet es wie bei euch, nämlich so, dass ich nichts von dem mache, was ich mir eigentlich vorgenommen hatte. Das kann zur Dauerschleife werden, aus der man immer schwerer heraus kommt.
Wenn es dann mal klappt, und ich rausgehe, dann kostet es mich manchmal viel Kraft und Überwindung im Vorfeld, und noch mehr Zeit, um fertig zu werden. Und doch ist es jedesmal ein gutes Gefühl, der eigenen Unsicherheit / Trägheit / Angst / Bequemlichkeit ein Schnippchen geschlagen zu haben.
Beispielsweise war ich in den letzten Wochen ein paar mal im Club zum tanzen. Beim ersten Mal war ich kurz davor, doch nicht zu gehen, ich konnte mich ewig nicht entscheiden, was ich anziehen soll, wann ich gehen soll (Einlass war ab 22 Uhr) und überhaupt, ob ich dort zwischen all den jungen Menschen nicht deplatziert wäre. Ein großer Teil meiner Verunsicherung kam auch daher, dass ich schon ewig lange nicht mehr in einem Club war. Damals hieß das wohl noch Discothek.
Irgendwann kurz vor 1 Uhr war ich endlich fertig mit dem Makeup. Natürlich hat auch das viel länger gedauert als gedacht. Und ich war müde, hätte direkt ins Bett fallen können. Da stand ich also mitten in der Nacht vor meinem Spiegel, hübsch sah ich aus, sogar mein Gesicht gefiel mir endlich mal wieder. Hatte sich die Mühe mit dem Schminken wenigstens gelohnt! Noch schnell ein Bild gemacht, zur Erinnerung. Und das war es dann.
Nein, echt jetzt? Das sollte es also gewesen sein? All der Aufwand, die ganze lange Vorbereitung, die Unordnung all der anprobierten und dann doch wieder verworfenen Kleider am Boden, all diese Arbeit nur dafür - für einen übermüdeten Blick in den Spiegel und ein Bild?
Ich war unglücklich, ich war frustriert. Warum immer wieder dieses Hadern, wo ich mich doch schon so lange darauf gefreut hatte, und nun, wo ich nur noch rausgehen und die Tür hinter mir zumachen musste, nun wollte ich nicht mehr? Was sollte das denn? Was war da los? Ich verstand es nicht.
Da regte sich ganz leise sowas wie Widerstand in einem hinteren Winkel meiner Seele...
Nein, das konnte nicht sein, das durfte nicht sein. Irgendwie gewann eine Stimme in mir die Oberhand, die mir zuflüsterte:
Jetzt oder nie - weil es beim nächsten Mal auch nicht besser sein würde. Das wusste ich von den letzten zwei "Versuchen", wo ich über Gedankenspiele gar nicht hinaus gekommen war. Würde ich jetzt nicht gehen, wer weiß, ob ich jemals wieder die Kraft dazu aufbringen könnte.
Der einzige und einfachste Weg, diese Enttäuschung zu vermeiden, war trotz meiner Bedenken zu gehen. Was ich dann auch tat. Hinaus in die kalte Nachtluft, die meine Gedanken etwas aufklärte.
Als ich da war, kostete es mich nochmal viel Kraft, wirklich über die Schwelle in den Club reinzugehen, aber auch das ging dann leichter als erwartet. Drin war es dann OK, ich hatte bis um 6 Uhr früh meinen Spaß und viel Bewegung. Und ich bin wieder ein bisschen reingekommen in diese Art von Nachtleben.
Das hat mir eine Woche später unheimlich viel geholfen. Da wusste ich schon Tage vorher, was ich anziehen würde (weil ich den Club kannte und wusste, dass es da drin heiß ist, also bauchfrei gehen würde ohne zu erfrieren, weil ich das Publikum einschätzen konnte und wusste, dass ich dort in etwas extravaganter Aufmachung nicht die Einzige sein würde, weil ich mir sicher war, dass es ein safe space für mich wäre), und dass ich vor 24 Uhr dort sein wollte (weil da ohnehin schon brechend voll ist). Es wurde dann doch etwas später, weil ich vorher noch ein sehr unterhaltsames Gespräch hatte, das viel länger dauerte als geplant. Also noch schnell etwas Farbe ins Gesicht (das war diesmal eine Sache von 10 Minuten, weil ich wusste, dass im halbdunkel eh niemand so genau erkennen konnte, ob das nun wirklich gut und gleichmäßig war) und los ging es. Gegen 0:30 Uhr war ich dort, und es wurde eine der besten Clubnächte, die ich je hatte. Auch und gerade deswegen, weil ich eine Woche vorher, zwar etwas widerwillig, "geübt" hatte. Und weil ich sonst keine Erwartungen hatte, als zu tanzen und mich mit mir gut zu fühlen.
Es geht hier aber um Desiree (und auch um dich, liebe Anja, selbst wenn es nicht dein Faden ist), und ich möchte euch ermutigen, auch dann mal aktiv zu werden, wenn die Motivation nur halb da ist. Nichts erzwingen, niemandem etwas beweisen, aber einfach immer mal wieder einen kleinen Reiz setzen, das Leben spüren, sich den eigenen Gefühlen stellen und sagen:
Ja klar, ich muss da jetzt nicht unbedingt hin, und ich habe mir auch schon tausend Ausreden zurecht gelegt, aber eigentlich könnte ich es doch machen. Einfach mal losmachen und schauen, was passiert.
Und selbst wenn es dann doch im Laufe der Zeit nicht besser wird, man einfach keinen Spaß findet, dann kann man immer noch kehrt machen und sich zu Hause einigeln. Mit der Gewissheit, dass es beim nächsten Mal besser geht, weil es jedesmal einfacher wird.
Man darf nur nicht den Fehler machen, und immer gleich den perfekten Ausflug erwarten. Wenn es so kommt, ist das toll - und wenn nicht, war es ein weiterer kleiner Schritt auf dem Weg dorthin. Das wichtigste ist, dass man diesen Schritt geht!
LGL
Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
Blaise Pascal
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Desiree Maxima
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Re: Desiree's Reise zu sich selbst
Guten Abend meine Lieben,
eigentlich wollte ich jetzt ein paar schöne Gedanken und Erlebnisse erzählen und daß ich meiner femininen Seite in den letzten Tagen mit allen meinen Sinnen wieder näher gekommen bin. Aber leider habe ich soeben erfahren, daß ein lieber Freund von mir im Sterben liegt.
Er ist, wie mein "Reservepapa", von dem ich hier in "meinem" Thread schon erzählt habe und dessen Diagnose, er hätte Metastasen, sich als falsch herausgestellt hat, ebenfalls trockener Alkoholiker und einer meiner engeren Wegbegleiter, seit ich vor 23 Jahren ebenfalls trocken wurde. Wir teilen auch einige Hobbys, wie Fotografie und Musik machen, waren oft gemeinsam auf Fotoausstellungen und ich habe jedes seiner Konzerte besucht.
Er hatte in den letzten Wochen sehr schnell Gewicht verloren und wurde ins Krankenhaus gebracht, wo die Ärzte sehr lange gerätselt haben bis sie einen Tumor fanden. Ich weiß nicht mal wo und ich möchte auch gar nicht näher nachfragen, denn seine Familie ist im Augenblick rund um die Uhr bei ihm um ihn zu begleiten. Seit 2 Tagen liegt er im Tiefschlaf.
Im Moment bin ich sehr nachdenklich und traurig.
Alles Liebe
Desiree
eigentlich wollte ich jetzt ein paar schöne Gedanken und Erlebnisse erzählen und daß ich meiner femininen Seite in den letzten Tagen mit allen meinen Sinnen wieder näher gekommen bin. Aber leider habe ich soeben erfahren, daß ein lieber Freund von mir im Sterben liegt.
Er ist, wie mein "Reservepapa", von dem ich hier in "meinem" Thread schon erzählt habe und dessen Diagnose, er hätte Metastasen, sich als falsch herausgestellt hat, ebenfalls trockener Alkoholiker und einer meiner engeren Wegbegleiter, seit ich vor 23 Jahren ebenfalls trocken wurde. Wir teilen auch einige Hobbys, wie Fotografie und Musik machen, waren oft gemeinsam auf Fotoausstellungen und ich habe jedes seiner Konzerte besucht.
Er hatte in den letzten Wochen sehr schnell Gewicht verloren und wurde ins Krankenhaus gebracht, wo die Ärzte sehr lange gerätselt haben bis sie einen Tumor fanden. Ich weiß nicht mal wo und ich möchte auch gar nicht näher nachfragen, denn seine Familie ist im Augenblick rund um die Uhr bei ihm um ihn zu begleiten. Seit 2 Tagen liegt er im Tiefschlaf.
Im Moment bin ich sehr nachdenklich und traurig.
Alles Liebe
Desiree
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Re: Desiree's Reise zu sich selbst
Guten Abend Desiree,
das ist wirklich eine schwierige Situation, in der kaum gewusst werden kann, wie „gutes und richtiges Verstehen und Verhalten“ zu schaffen sein soll.
Ich wünsche dir, dass du durch diese schwierige Zeit kommst und Kraft für die emotionalen Herausforderungen hast.
Alles Liebe und Gute
Anne-Mette
das ist wirklich eine schwierige Situation, in der kaum gewusst werden kann, wie „gutes und richtiges Verstehen und Verhalten“ zu schaffen sein soll.
Ich wünsche dir, dass du durch diese schwierige Zeit kommst und Kraft für die emotionalen Herausforderungen hast.
Alles Liebe und Gute
Anne-Mette
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Re: Desiree's Reise zu sich selbst
Liebe Desiree,
das ist für DIch eine sehr schwierige Situation.
Ich wünsche Dir viel Kraft und alles Gute.
Wenn ich etwas für DIch tun kann, lass' es mich wissen. Du kannst mich jederzeit anrufen!
Liebe Grüße
Anja
das ist für DIch eine sehr schwierige Situation.
Ich wünsche Dir viel Kraft und alles Gute.
Wenn ich etwas für DIch tun kann, lass' es mich wissen. Du kannst mich jederzeit anrufen!
Liebe Grüße
Anja
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Re: Desiree's Reise zu sich selbst
Liebe Desiree,
es ist für mich immer wieder etwas Unerklärliches, wenn mir Werden und Vergehen unseres irdischen Daseins vor Augen geführt werden. Es sind für mich Wunder, die sich bis heute einen Rest von Mystik und Unerklärbarem bewahrt haben. Damit nehmen Geburt und Tod in unserer durchrationalisierten Welt eine Sonderstellung ein, die das, was zwischen ihnen liegt, ganz besonders auszeichnet.
Wir alle begegnen uns hier auf dieser Welt in dieser Phase, die wir ein Menschenleben nennen. Nur das können wir mit unserem Verstand erfassen und überblicken. Und doch, dieser Verstand reicht nicht, um uns mit unseren Begrenzungen zu versöhnen, uns zu trösten und letztlich etwas nehr Gewissheit über das Woher? und Wohin? zu geben. Diese Fragen sind so alt wie die Menschheit, und doch kennt niemand die Antwort...
Sie können uns aber helfen, so lange wir noch da sind, das Leben noch weiter geht, indem wir sie zum Anlass nehmen, uns damit zu beschäftigen, was das Leben von uns will, und was wir von ihm erwarten.
In all der Trauer, die der nahende Tod in uns auslöst, liegt auch immer eine große Chance. Sie kann der Ausgangspunkt für persönliches Wachstum sein, indem wir innehalten und versuchen, uns darüber klar zu werden, warum wir leben und was unser Leben erfüllt.
Dann gibt es die Möglichkeit einer Synthese aus Trauer um die verstorbene Person, und der Bereicherung durch den persönlichen Anteil, den diese Person mit ihrer Anwesenheit in unserem Leben hatte. Weil ein Teil von ihr in uns weiterleben wird. Das nennen wir Erinnerung, aber es ist viel mehr. Es sind all die gemeinsamen Erfahrungen und Erlebnisse, die uns geformt haben und die in uns fortwirken. Die wird es geben, so lange wir leben - und wenn wir sie zulassen.
Liebe Desiree, vielleicht findest du in meinen Gedanken etwas, das dir in dieser schweren Zeit ein bisschen Halt geben kann. Ich möchte es dir von ganzem Herzen wünschen.
Lana
es ist für mich immer wieder etwas Unerklärliches, wenn mir Werden und Vergehen unseres irdischen Daseins vor Augen geführt werden. Es sind für mich Wunder, die sich bis heute einen Rest von Mystik und Unerklärbarem bewahrt haben. Damit nehmen Geburt und Tod in unserer durchrationalisierten Welt eine Sonderstellung ein, die das, was zwischen ihnen liegt, ganz besonders auszeichnet.
Wir alle begegnen uns hier auf dieser Welt in dieser Phase, die wir ein Menschenleben nennen. Nur das können wir mit unserem Verstand erfassen und überblicken. Und doch, dieser Verstand reicht nicht, um uns mit unseren Begrenzungen zu versöhnen, uns zu trösten und letztlich etwas nehr Gewissheit über das Woher? und Wohin? zu geben. Diese Fragen sind so alt wie die Menschheit, und doch kennt niemand die Antwort...
Sie können uns aber helfen, so lange wir noch da sind, das Leben noch weiter geht, indem wir sie zum Anlass nehmen, uns damit zu beschäftigen, was das Leben von uns will, und was wir von ihm erwarten.
In all der Trauer, die der nahende Tod in uns auslöst, liegt auch immer eine große Chance. Sie kann der Ausgangspunkt für persönliches Wachstum sein, indem wir innehalten und versuchen, uns darüber klar zu werden, warum wir leben und was unser Leben erfüllt.
Dann gibt es die Möglichkeit einer Synthese aus Trauer um die verstorbene Person, und der Bereicherung durch den persönlichen Anteil, den diese Person mit ihrer Anwesenheit in unserem Leben hatte. Weil ein Teil von ihr in uns weiterleben wird. Das nennen wir Erinnerung, aber es ist viel mehr. Es sind all die gemeinsamen Erfahrungen und Erlebnisse, die uns geformt haben und die in uns fortwirken. Die wird es geben, so lange wir leben - und wenn wir sie zulassen.
Liebe Desiree, vielleicht findest du in meinen Gedanken etwas, das dir in dieser schweren Zeit ein bisschen Halt geben kann. Ich möchte es dir von ganzem Herzen wünschen.
Lana
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Blaise Pascal
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Manuelaw
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Re: Desiree's Reise zu sich selbst
Liebe Desiree,
das ist eine schwierige Situation.
Ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute.
Liebe Grüße Manuela
das ist eine schwierige Situation.
Ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute.
Liebe Grüße Manuela