Doku Soap
Doku Soap - # 13

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
Antworten
Diana.65
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1326
Registriert: Mo 2. Mai 2016, 00:27
Geschlecht: TG MzF
Pronomen: du
Wohnort (Name): Rudolstadt
Hat sich bedankt: 534 Mal
Danksagung erhalten: 194 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 181 im Thema

Beitrag von Diana.65 »

Hallo Sandra.

Wieder eine gefühlsmäßig tolle Fortstzung. (ap) Leider zu schnell zu Ende.... Kopfkino ist voll auf Touren.

Liebe GRüße, Diana
Ich bin und bleibe ich.
Und ... genieße mein neues Leben.
ExuserIn-2019-12-20

Re: Doku Soap

Post 182 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-20 »

Juppie, es geht weiter :)

Danke schön und ich bin auf die nächste Fortsetzung gespannt ;)

Lg Anna
sandra93
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 241
Registriert: Di 27. Mai 2014, 21:34
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 183 im Thema

Beitrag von sandra93 »

Ich bin wieder in der Klinik am Bodensee. Kati begrüßt mich freudig: "Ich finde das toll, dass du dich entschieden hast. Und nur aus Liebe! Weiß er wirklich nichts davon?" "Nein antworte ich; es soll eine Überraschung werden. Er denkt, es ist nur eine kleine Verwachsung meines Nasenknorpels. Dann kommt der Arzt herein. Er beglückwünscht mich zu meiner Entscheidung einer geschlechts-angleichenden OP. Entsetzt schreie ich; ich wollte doch nur meinen Busen etwas größer haben; aber niemand hört mich. Der Arzt hat schon die Spritze aufgezogen; in seiner Hose sehe ich eine riesige Erektion. Er grinst lüstern. Ich versuche aufzustehen, aber da ist plötzlich Dimitri an meinem Bett: "Warum hast du das getan? Ich habe dich doch so geliebt, wie du warst? So wie du jetzt bist, empfinde ich nichts mehr für dich. Er steht auf und geht ich will hinterherlaufen"¦
Dann wache ich schweißgebadet auf. Im Hintergrund höre ich mein Handy. Es ist eine Nachricht von Dimitri: "Danke für die aufregendste Nacht meines Lebens; Ich möchte dich unbedingt wiedersehen; Wenn du auch so empfindest melde dich bitte"¦"
Immer noch spüre ich meinen Albtraum und komme nur langsam zur Ruhe. Die Sonne scheint mir durch das Fenster direkt ist Gesicht. Auf dem Schreibtisch liegen, die Hausaufgaben, die ich heute Abend mit Marja zusammen machen wollte. Alles erscheint mir unwirklich; So groß auch meine Angst ist meine Identität zu verlieren; Ja, auch für mich war es eine unvergessliche Nacht und vor allem ein wunderschöner Morgen danach. Ich möchte ihn wahnsinnig gerne wiedersehen, aber gleichzeitig fürchte ich mich. In seiner Nähe bin ich ganz Frau. Nie hätte ich gedacht, dass dazu in der Lage bin, aber es fühlte sich alles so natürlich an. .. und auch so wunderschön. Ich bin also tatsächlich in der Lage, wie eine ganz normale Frau zu empfinden.
Mit zitternden Händen nehme ich mein Handy. Kurz betrachte ich meine die Straßverzierungen auf meinem Handy und meine fast perfekten Fingernägel. "auch ich fand es wunderschön; aber es ist alles so furchtbar neu; gibt mir bitte noch etwas Zeit?"
Diana.65
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1326
Registriert: Mo 2. Mai 2016, 00:27
Geschlecht: TG MzF
Pronomen: du
Wohnort (Name): Rudolstadt
Hat sich bedankt: 534 Mal
Danksagung erhalten: 194 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 184 im Thema

Beitrag von Diana.65 »

Hallo Sandra.

Danke für deine ergreifende Geschichte. Ich hoffe, dass wir noch recht viele Fortsetzungen davon lesen werden.
Ich hatte mir deine Story, für heute, als letztes Schmankerl aufgehoben. Wollte mich danach eigentlich abmelden und mich zur Ruhe begeben. :))b
Aber irgendwie hat mich dein Schreibstil voll getroffen. Eigentlich hab ich mich bisher `nur' als Crossdresser gesehen. Wenn ich aber deine Zeilen so lese, kommt in mir immer wieder der Geanke auf, wie es wäre, wenn ich in diesen Situationen wäre. "Träum...." (fwe3)
Ich hoffe, dass wir alle noch recht viel von dir hier zu lesen bekommen. (ap)

Ganz liebe Grüße,

Diana
Ich bin und bleibe ich.
Und ... genieße mein neues Leben.
sandra93
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 241
Registriert: Di 27. Mai 2014, 21:34
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 185 im Thema

Beitrag von sandra93 »

Nervös räume ich mein Zimmer auf. Es sind noch mindestens zwei Stunden bis Marja kommt. Immer wieder muss ich an unseren Nachmittag am Rhein denken. Es war wunderbar beim Spazierengehen seinen Arm zu spüren oder meinen Kopf in seinen Schoss zu legen. Wir waren oder sind wir ein ganz normales Paar. Ich vermisse ihn schon jetzt. Dann greife ich mein Handy: " Holst du mich morgen von der Schule ab? " dann halte ich plötzlich inne: "Lass uns lieber in der Stadt treffen; sag bitte Marja nichts von uns. Nicht falsch verstehen"¦ ich vermiss dich schon ganz doll, aber erzähl ihr bitte nichts von uns"¦" Nervös wische ich zum dritten Mal den Schreibtisch. Alles liegt perfekt zum Lernen bereit nur mein Kopf, der ist ganz woanders. Schließlich höre ich mein Handy. Eine Nachricht von Dimitri: "Morgen um drei im Cafe in der Mayerschen? Mach dir keine Sorgen. Ich hab Marja gesagt, dass ich dich ganz toll fand, aber du mich hast abblitzen lassen, als dich nach Hause gebracht habe. Ich glaube, sie hat es mir geglaubt. Ich kann verstehen, wenn du Zeit brauchst; ich könnte damit leben, wenn du uns beide liebst. Liebe zwischen Frauen ist etwas ganz anderes. Aber lass uns morgen den Tag genießen"¦" Ich funke drei Herzen zurück. Sofort finde ich es wahnsinnig kitschig, aber so fühle ich mich im Moment. "Ich liebe dich. Bis Morgen. D" Kommt die Antwort. Mit ihm direkt reden, das schaffe ich im Moment nicht. Ich betrachte mich im Spiegel meines Kleiderschranks. Im Hintergrund sehe ich das Fenster mit dem Blick auf den Rhein. Mein ockergelbes Top sitzt sehr gut und meine Jeans zeigen meine Rundungen auch sehr eindrucksvoll. Zum Glück ist das Top so dick, das man den Spitzen BH nicht sofort sieht. Auch den passenden Slip sieht man nicht. Hoffentlich lernen wir heute nicht nur.
Schneller als erwartet klingelt es. Marja hat fast den gleichen Look wie ich gewählt. Nur ist ihr Top schneeweiß und etwas höher geschlossen als meins. Mit ihren Stiefeletten ist sie deutlich größer als ich. Wir umarmen uns zur Begrüßung. Ich mache in meiner kleinen Küchenecke einen grünen Tee; noch bevor ich richtig fragen kann schießt sie los und erzählt mir von ihrer Nacht mit Nick. Sie lässt fast nichts aus. Zwischendurch betont sie immer wieder, dass Jungs ja eher was für nebenher sind. Ich solle da ruhig ein wenig lockerer werden; dann schaut sie mich an: "Aber du hast recht; es muss nicht unbedingt mein Bruder sein." "Ich weiß nicht, ob ich das mit den Jungs jemals so locker sehen werde", dabei schaue ich auf den Boden. Marja merkt, dass mich das Ganze etwas stresst und wir gehen zum Lernen über. Es ist Mathe; das hilft ungemein wieder auf den Boden zu kommen. Über zwei Stunden setzen wir uns mit hochgradig langweiligen Vektoren und Matrizen auseinander.
Als wir fertig sind fängt die Sonne an, unterzugehen. Marja streicht mir durch die Haare und küsst mich ganz sanft auf die Lippen. Minuten Später reißen wir uns fast gegenseitig die Klamotten vom Leib; auch sie hat sich untendrunter schick gemacht. Grau mit weißer Spitze ist ihr BH. Dann stehen wir nackt voreinander; das heißt bei mir ist noch etwas in einen Latexkäfig eingesperrt; unser gemeinsames Spielzeug nennt Marja es gerne. Sie übersät mich mit Küssen am Hals und auf den Busen. Ihre Umarmungen sind innig; kurz betrachte ich uns gemeinsam im Spiegel. Sie ist tatsächlich etwas größer als ich und auch etwas sportlicher als ich. Dann passiert etwas Ungewöhnliches; sie übernimmt völlig die Führung und ich lasse es geschehen. Diesmal wir es wirklich unser gemeinsames Spielzeug. Als ich am Ende in ihren Armen wach werde bin ich so verwirrt dass ich mir zwischen die Beine fasse und schaue ob er noch da ist. Aber es war wunderschön.
sandra93
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 241
Registriert: Di 27. Mai 2014, 21:34
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 186 im Thema

Beitrag von sandra93 »

Ich werde von den Regentropfen geweckt, die laut an die Fensterscheibe prasseln. Ich schau zum Wecker "5.55" in wenigen Minuten wäre ich eh wach gewesen. Ich schaue mich um und bemerke, dass Marja nicht mehr da ist. Dunkel erinnere ich mich an ihren Abschiedskuss. Etwas schlaftrunken gehe ich zum Bad; erst jetzt bemerke ich, dass ich völlig nackt bin also so ganz nackt; Obwohl mich niemand sehen kann fühle ich mich etwas unwohl. Dieses Teil zwischen den Beinen fühlt sich heute einfach unpassend an. Ich schau zum Spiegel. Marja hat einen Kussmund auf dem Spiegel hinterlassen. Dann betrachte ich mich im Spiegel; Der Waschtisch ist mit eingelassenem Becken und sehr niedrig. Ich kann fasst meine Füße im Spiegel erkennen. Das Ding zwischen den Beinen wirkt völlig deplatziert. Verunsichert und verängstigt steige ich unter die Dusche. Alles ist heute anders; ich traue mich nicht mich selber dort zu berühren und als ich aus der Dusche steige, bis ich froh, dass der Spiegel beschlagen ist und ganz schnell lasse ziehe ich mein spezielles Latexteil an und als ich dann einen frischen sehr verspielten Slip angezogen habe fange ich langsam an, mich etwas zu beruhigen. Ich suche nach einem passenden BH, aber der ebenfalls mit viel Spitze gestaltet ist. Dann laufe ich ins Bad zurück. Mir wird das Wippen meiner Brüste bewusst, eigentlich hatte ich mich daran schon total gewöhnt. Der Spiegel ist dank einer integrierten Heizung schon wieder fast völlig klar. Ich föhne mir die Haare und dann wundere ich mich, warum der Wecker zu früh gegangen ist. Dann wird mir klar ich habe heute nach der Schule ein Date mit Dimitri und ich weiß noch nicht was ich anziehen soll. 10 Minuten später ist mein Bett übersäht mit Klamotten, aber je mehr ich anprobiere, desto schlimmer wird es. Sexy soll es sein, aber auf keinen Fall nuttig, will er mich hinterher noch ausführen? Und dann dieses Mistwetter! In allen Seifenopern ist immer schönes Wetter, wenn zwei frisch verliebte treffen. Verzweifelt google ich nach Outfits für Regenwetter. Da werden dann nur pinkfarbene Gummistiefel gezeigt oder ein ganz normales Model mit Regenschirm. Einen Regenschirm, da wäre ich jetzt wirklich nicht drauf gekommen! Meine Stimmung sinkt zusehens. Am Ende entscheide ich mich für blickdichte schwarze Strumpfhosen und einen kurzen sandfarbenen Rock; obenrum einen weißen wallenden Strickpulli, der viel Schulter zeigt und als ich dann darüber meinen Dunkelgrauen Stoffmantel anziehe, fange ich langsam an, mich auf den Nachmittag zu freuen. Aber so kann ich auf keinen Fall in die Schule! Viel zu aufgedonnert; kurzerhand ziehe ich den Rock wieder aus und tausche sie gegen eine Jeans. Den Rock stecke ich in meinen Rucksack; dann muss ich mich beeilen, damit ich nicht zu spät komme. In der Straßenbahn kann ich kaum aus den Fenster schauen; der Regen ist noch stärker geworden und die ganze Welt scheint sich in Wasser aufzulösen. Meine Gedanken springen; natürlich kann ich es kaum erwarten Dimitri zu sehen, seine Küsse seine Umarmungen und der Gedanke ihn wieder in mir zu spüren, macht mich fast wahnsinnig. Dann dieses verstörende Gefühl heute morgen im Spiegel; Am liebsten wäre ich für einige Monate ganz Frau! Aber hinterher den Rest des Lebens in einem Weiblichen Körper, das kann ich mir auf keinen Fall vorstellen. Dann erinnere ich mich an Dimitri: "Denke nicht an morgen; sei jetzt einfach nur Laura" Nicht denken, nur Laura sein, das Mädchen ohne Vergangenheit und ohne Zukunft. Nun freue ich mich auf den Nachmittag.
Ich schaffe es noch ganz knapp, rechtzeitig zu sein. Etwas verschwitzt lasse ich mich neben Laura auf den Stuhl fallen. In der Pause loben die Mädels meinen Pulli und fragen mich, ob jetzt immer so schick zur Schule komme. "Verliebt?" fragt mich Janina. Ich zögere eine Sekunde, bevor ich etwas antworte; "Nein ein Vorstellungstermin bei H & M für einen Aushilfsjob". "Für die Ausbeuter willst du arbeiten?.." Dann unterhalten wir uns einige Zeit über die unfaire Bezahlung von Schülerjobs. Dann muss ich mal wohin. Marja begleitet mich als wir uns gemeinsam vor dem Spiegel etwas frisch machen, fällt ihr Blick in meine Tasche und sie erkennt den Rock. Sie schaut mir in die Augen und sagt nur ein Wort: "Dimitri"
ExuserIn-2019-12-20

Re: Doku Soap

Post 187 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-20 »

Da ist sie endlich, die Fortsetzung :)

Danke :)
sandra93
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 241
Registriert: Di 27. Mai 2014, 21:34
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 188 im Thema

Beitrag von sandra93 »

Einen Moment lang weiß ich nicht was ich sagen soll: "Es ist nicht so wie du denkst; das ist etwas ganz anderes als mit uns"¦ Es Es ist einfach passiert und du hast uns ja sogar zusammengebracht." Marja fasst meine Schultern und schaut mir tief in die Augen: " Du hast mich also immer noch lieb?" "Ja" lautlose Tränen rollen mir die Wangen herunter. Auch Marjas Augen glänzen: "Bitte spiel keine Spielchen mit ihm, ich möchte nicht, dass du ihm weh tust. Er ist kein Typ für eine Nacht und ich habe meinen Bruder sehr gern. Als ihn seine letzte Freundin verlassen hat, wäre er beinahe sturzbetrunken von der Brücke gesprungen. Bitte tu ihm nicht weh.." "Nein.." flüstere ich mit erstickter Stimme, "Aber ich möchte dich auch nicht verlieren. Ich möchte von dir geliebt werden immer wieder so wie letzte Nacht.." Ganz zärtlich gibt sie mir einen Kuss. Es schellt; ich fühle mich völlig außer Lage in den Unterricht zu gehen. Marja nimmt ein Taschentuch und tupft mir die Tränen weg, dann fasst sie meine Hand und führt mich hinaus.
Vom Unterricht bekomme ich nichts mit; zum Glück ist es Geschichte und Herr Dr. Becker hat heute seinen philosophischen Tag, da muss man einfach nur so tun, als würde man zuhören, aber selbst das fällt mir schwer. Ich bin immer noch völlig aufgewühlt; natürlich bin ich froh, das Marja mir keine richtige Szene gemacht hat, aber das mit Dimitiri, das könnte zu einer echten Beziehung werden; mit einem Jungen! Ich habe Angst. Dann muss ich wieder an unsren Tag am Rhein denken und wie zärtlich er in der Nacht zu mir war. Es war toll so begehrt zu werden. Bei dem Gedanken in nachher zu sehen spüre ich wieder dieses unglaubliche Kribbeln in meinem Bauch. Zum Glück hat Marja gerade einen anderen Kurs, ich fühle mich trotzdem schuldig, wenn ich in ihrer Nähe an Dimitri denke. Endlich ist die Stunde zu Ende. Ich lass mir etwas Zeit mit dem Einpacken, dann verschwinde ich Richtung WC. Zum Glück ist an dieser Schule alles Tiptop sauber, zumindest was weibliche Seite betrifft. Schnell ziehe ich mir meinen Rock an und schaue nochmal ganz genau in den Spiegel. Gerade heute macht sich ein kleiner Pickel neben der Nase breit. So gut es geht, versuche ich ihn abzudecken. Ansonsten schminke ich mich nur sehr unauffällig; aber trotzdem will ich, dass alles perfekt aussieht.
"Du scheinst ja noch was Wichtiges vorzuhaben, Schwesterherz! Ich wusste gar nicht, dass Jungs auf so eine wie dich stehen. Meinst du nicht der kurze Rock ist etwas zu einladend?..." Es ist Alina, meine Gastschwester oder "Gastzicke" wie Marja immer sagt. Erst bin ich versucht etwas zu sagen, aber dann nehme ich einfach meine Tasche und gehe. Als ich in der U-Bahn sitze denke ich nur noch an Dimititri. Das Gefühl im Bauch wird immer stärker. Immer wieder nehme ich den Schminkspiegel aus meiner Handtasche und schaue, ob alles perfekt ist. Meinen Rucksack habe ich in der Schule in meinen Spint eingeschlossen.
Als ich aus der U-Bahn komme scheint die Sonne. Alles dampft ein wenig wie nach einem Sommerregen, obwohl es schon etwas herbstlich ist. Bis zur Mayerschen ist es nur ein Katzensprung. Als ich die Rolltreppen hochfahre schlägt mein Herz immer stärker. Und dann sehe ich ihn. Obwohl ich es nicht will, werden meine Schritte immer schneller und dann folgt der innigste Begrüßungskuss den ich je erlebt habe. Als ich merke, dass wir etwas Aufmerksamkeit erregt haben, werde ich etwas rot. Aber das ist schnell vergessen. Es wird ein wunderschöner Nachmittag; Dimitri scheint es offensichtlich zu gefallen mit mir zu shoppen. Als ich ein sehr durchscheinendes Top anprobiere, bilde ich mir ein eine Veränderung in seiner Lendengegend wahrzunehmen. Anschließend gehen wir zum Japaner. Dimitrie schafft es wieder mal einen Platz zu bekommen, obwohl alles voll ist. Er kennt einfach jeden. Anschließend wollen wir noch ins Kino, aber auf dem Weg dorthin, kommen wir recht nah bei mir vorbei. "Du ich hab zu Hause noch etwas vergessen, können wir mal kurz anhalten?"
ExuserIn-2019-12-20

Re: Doku Soap

Post 189 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-20 »

Hallo Sandra :)

Du schaffst es immer wieder die Spannung zu halten.
Ich hoffe doch das es noch einige Fortsetzungen geben wird :)

Lg,
Anna
sandra93
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 241
Registriert: Di 27. Mai 2014, 21:34
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 190 im Thema

Beitrag von sandra93 »

Eine kleine Fortsetzung:

Es wird eine unvergessliche Nacht. Am Ende weiß ich nicht wie oft wir uns geliebt haben, nur dass ich beinahe zu spät zur Schule gekommen wäre. Es ist wunderbar als Frau geliebt und begeht zu werden und Dimitri ist zugleich zärtlich und wild. Zum ersten Mal komme ich zu spät zum Unterricht; ich setzte mich neben Marja; sie schaut mich nur mit einem wissenden Blick an. In der Pause haben wir dann ein wenig Zeit. "Woran hast du es gemerkt?" frage ich Sie. "Dein Blick; genauso habe ich auch schon mal geschaut und du wart noch nie zu spät." Dann wird sie sehr still und schaut mich etwas schüchtern an. "Magst du jetzt nur noch Jungs?" Mit einem Mal spüre ich wie hinter ihrer Lockerheit und Toleranz etwas sehr verletzliches zum Vorschein kommt. Die anderen haben den Raum schon verlassen und es ist sehr still. An der Tafel sehe ich noch das Liebesgedicht, das wir gerade analysiert haben. Schöne Texte zu zerpflücken und zu sezieren sollte eine strafbare Handlung werden, schweifen meine Gedanken ab. Dann schaue ich wieder in Marjas Gesicht. Ich streiche ihr sanft durch die Haare und dann küsse ich sie ganz sanft, ganz zärtlich. Als ich sie loslasse, sehe ich ihre Tränen. "Wir bleiben aber doch Freundinnen?", flüstert sie. Erst jetzt merke ich, dass es eine Art Abschiedskuss war. Ganz fest drücke ich ihre Hände. "Allerbeste Freundinnen" Jetzt spüre ich wie auch sie meine Hände ganz fest hält und auch meine Augen werden feucht.
Annabelle-R.
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 174
Registriert: Mo 24. Mär 2014, 17:02
Geschlecht: transgender
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 191 im Thema

Beitrag von Annabelle-R. »

Schön inszenierter Wendepunkt, ich ahne, wohin die Reise geht.
L.G
Annabelle
Toleranz ist die Möglichkeit, dass der Andere Recht haben könnte
Kurt Tucholsky
Joe95
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3425
Registriert: Fr 22. Jan 2010, 14:27
Geschlecht: Frau
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Gummersbach - Niederseßmar
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 3 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 192 im Thema

Beitrag von Joe95 »

Och, ich glaub wir ahnen alle... :-)
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
sandra93
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 241
Registriert: Di 27. Mai 2014, 21:34
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 193 im Thema

Beitrag von sandra93 »

Ich bin noch völlig konfus. Dieser Kuss, es ist einfach passiert; aber sie hat Recht. Ich bin wirklich verliebt in Dimitri. Und in zwei Menschen gleichzeitig verliebt zu sein, das geht nicht auch wenn die Liebe zwischen zwei Frauen etwas sehr anderes ist. Auch das wird mir in diesem Moment erst richtig klar. Wir hatten eine lesbische Beziehung, und das Spielzeug zwischen meinen Beinen war dabei ziemlich unwichtig. Ich hab mir selbst etwas vorgemacht; eine Beziehung mit einer Frau heißt überhaupt nicht, dass man zwangsläufig ein ganzer Kerl ist. Habe ich Marja nur missbraucht, damit ich mich ab und an als Mann fühlen konnte? Aber dann wird mir klar, dass ich einen Menschen geliebt habe, nicht mehr und nicht weniger. Und dass ich einfach nur verkrampft und Spießig war. Wenn zwei sich mögen, dann ist es völlig egal, ob beide Mann oder Frau oder ob man mal etwas anderes gewesen ist oder sein wird.
Das Telefon reißt mich aus meinen Gedanken. Es ist Kati. "Also wir müssen mal wieder drehen; der Sender macht schon Stress. Ich hab mir da mal was überlegt; ich hol dich nachher ab. Ist Freitag und da haben wir etwas mehr Zeit. Lass dich überraschen!" Mir ist gar nicht nach Überraschungen, aber bevor ich etwas sagen kann hat sie auch schon aufgelegt. Ich hab keine Ahnung was sie vorhat. Was soll ich anziehen? Das wird ja schließlich gesendet.
Als die Schule aus ist, sehe ich auch schon Ihren Wagen. Sie steht daneben mit der Kamera auf der Schulter und winkt mit der anderen Hand. Schnell gehe ich auf sie zu. "Muss das heute unbedingt sein? Ich bin nicht besonders gut drauf und eigentlich hatte ich heute auch schon etwas vor." Sie nimmt die Kamera von der Schulter: "Ich weiß, das ist ein wenig plötzlich aber ich habe heute und Morgen nur Zeit. Habe einen Auftrag für ein Promifeature, darf aber nicht sagen wer es ist. Also habe ich mir etwas überlegt: ist im Grunde ganz einfach: Wir besuchen deine Eltern und deine Schwester kommt auch; einfach ein gemütliches Kaffeetrinken. Die staunen ein wenig —außer deiner Schwester- die kennt dich ja schon als Laura." Mir rutscht das Herz in die Hose. Alles nur das nicht! Und wie soll ich das alles erklären." "Kein Problem, Julia deine Schwester hat ihnen schon einiges erklärt. Dein Bruder war so geschockt, dass er sich geweigert hat, sich mit dir filmen zu lassen. "Schon mal ein Problem weniger", denke ich und dann bin ich Julia dankbar, dass sie meine Eltern informiert hat. "du kannst dir selber aussuchen, ob du eher als Laura oder als Basti rüberkommen möchtest. Ich fahr dich nach Hause, dann kannst du dich in Ruhe umziehen; ich mach in der Zwischenzeit Mittagspause und hol dich um drei wieder ab."
Während der Fahrt reden wir kaum; wie stellt Kati sich das vor. Mal so einen kleinen Kurzurlaub von Laura machen und einen Familien Bastitag einlegen? Mein Körper ist schon sehr, sehr weiblich anzuschauen, aber dann gefällt mir der Gedanke an zu gefallen. Einfach ganz normal mit Menschen reden, die nur Basti kennen. Erklären warum ich das Ganze mache und von Julia die eine oder andere Neuigkeit von Zuhause erfahren. Als ich in mein Zimmer gehe bin ich mir sicher. Es wird ein Bastitag, wenn auch mit einem leicht veränderten Erscheinungsbild. Ich werde ihnen zeigen, dass ich innendrin noch ganz der Alte bin und dass sie sich keine Sorgen machen müssen. "Dann geht mein Handy: Dimitri vermisst mich. Ich erkläre ihm kurz per Whatsapp, dass ich diese Woche drehen muss bei meiner Familie. Sag ihnen, dass sie eine wunderbare Tochter haben."
ExuserIn-2019-12-20

Re: Doku Soap

Post 194 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-20 »

Hallo Sandra :)

ob es denn hier wohl noch eine Fortsetzung gibt?

Mir scheint die Geschichte ist noch nicht ganz zu Ende :D

Lg Anna
sandra93
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 241
Registriert: Di 27. Mai 2014, 21:34
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 195 im Thema

Beitrag von sandra93 »

Das Umziehen wird dann doch etwas schwieriger als gedacht. Mein Kleiderschrank enthält einfach keine Jungssachen. Schließlich wähle ich eine Jeans und einen einfachen Baumwollslip. Dazu einen Sport-BH. Darin wirkt meine Oberweite nicht ganz so sehr. In einer Ecke find ich schließlich ein kariertes Hemd. Die Knöpfe sind zwar auf der Damenseite aber zusammen mit meiner Lederjacke komme ich zwar immer noch eindeutig weiblich rüber, aber eher sportlich natürlich. Ich schminke mich ab und binde meine Haare zu einem Pferdeschwanz. Ein wenig kann ich jetzt wieder den alten Basti ahnen. Ich bin schon mal froh, dass mein Bruder Timo sich geweigert hat zu kommen. Es wird auch so schon schwer genug meinen Eltern gegenüber zu treten. Julia hat mich zwar schon per Whatsapp beruhigt. Meine Eltern sind mir nicht böse und sie bewundern deinen Mut. Dann kommt eine Nachricht von Kati: "Wir müssen los" Ich nehme meine Handtasche und laufe zur Tür. Als ich öffne ist Kati auch schon am Filmen. Als ich ins Auto steige bemerkt ich dann eine zweit Kamera vor der Windschutzscheibe. "Dann kann ich dich während der Fahrt ein wenig interviewen", erklärt Kati. Zunächst will ich nicht, aber dann überzeugt sie mich: " Wenn heute nachmittag irgend etwas krass schiefläuft, dann muss ich nicht alles zeigen, wenn ich noch Material aus dem Auto habe.
Unterwegs fragt mich Kati dann alles Mögliche. Zur Schule, warum ich unbedingt Medizin studieren möchte; bereitwillig antworte ich. "Soll ich dir mal einen Satz Männerkleidung besorgen damit, du ab und an mal eine Auszeit nehmen kannst." "Ich glaube das klappt nicht wirklich. Ich komme dann trotzdem noch immer als Frau rüber; da haben Chirurgen einfach zu gute Arbeit geleistet."
"Meinst du, deine Eltern erkennen dich gleich wieder?" "Sie erwarten uns ja" "Wirst du auf alle Fragen antworten?" "Muss ich?" "Ich habe dem Sender versprochen, zu filmen, wie du deinen Eltern von deiner Doppelbeziehung zu Marja und Dimitiri berichtest; In allen Einzelheiten." Entsetzt schaue ich zu ihr rüber. Dann sehe ich ihr Grinsen und mir fällt ein Stein vom Herzen. "Aber ich würde für die Szene vom Sender garantiert einen Bonus bekommen."
Dann halten wir auch schon vor unserem Haus. Die beiden großen Rododendronbüsche neben dem Haus stehen in voller Blüte ein paar Häuser weiter bei Schmitz steht der kleine rote Peugeot meiner Schwester Julia. Das beruhigt mich wieder etwas. Trotzdem schlägt mir das Herz bis zum Hals als ich auf den Eingang zugehe. In der Küche sehe ich Julia und meine Mutter. Julia winkt mir durch das Fenster zu. Meine Mutter schaut sie zunächst fragend an. Dann geht sie zur Tür und öffnet.
Antworten

Zurück zu „(Eigene) Berichte und Geschichten“