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Re: Erlebnisse von Sorayama (alias Marie)

Verfasst: Fr 24. Jan 2014, 09:55
von MarieB
Hallo,

vorgestern war ich zwar nicht als Frau unterwegs, aber ich habe mich mit einer lieben Exkollegin getroffen und diese Gelegenheit gleich mal für ein Outing genutzt. Sie ist ein offener Tay und daher war es nicht verwunderlich, dass sie es auch mit Interesse aufgenommen hat. Habe Ihr Bilder gezeigt und jetzt will sie sich beim nächsten mal mit Marie treffen. :-)

Freu mich

LG
Marie

Re: Erlebnisse von Sorayama (alias Marie)

Verfasst: Fr 31. Jan 2014, 06:58
von MarieB
Hallo,

gestern Abend war ich bei "One Night of Queen" mit Garry Mullen in Neustadt/Weinstrasse. Leider war es bei weitem nicht ausverkauft. Kennt jemand von euch die Show? Es ist wohl das, was am besten an Queen ran kommt. Einfach super.

Auf der Fahrt zum Konzert war ich ziemlich aufgeregt. Als Trans-Frau allein auf ein Rockkonzert. Da machte ich mir schon ein wenig Gedanken. Aber es war nicht Rock am Ring und die Queen Fans sind ja jetzt auch schon älter, ruhiger und gelassener. :-)

Jedenfalls ist mir dann am Ende des Konzerts etwas passiert, was Dir als Mann nie passieren würde. Beim letzten Song (We are the Champions) winkte mich die Frau die so ein bis zwei Meter neben mir stand und Arm in Arm mit Ihrem Mann zur Musik wippte zu. Sie zog mich an sich, nahm mich auf Ihre andere Seite und sagte zu mir "Bei dem Lied dürfte niemand alleine stehen". Und so wogen wir uns zu dritt zur Musik. Ganz ehrlich. Sowas passiert doch nur unter Frauen.

So. Heute ist Marietag und ich gehe gleich mit meiner Frau los. Mehr dann Morgen.

LG
Marie

Re: Erlebnisse von Sorayama (alias Marie)

Verfasst: Fr 31. Jan 2014, 18:51
von MarieB
Hi,

so, wieder zu Hause. Wir sind heute schon früh los. Zunächst Frühstücken, dann zur Nageltante die Fingernägel schön machen lassen. Dann zum Shoppen. Schuhe, Jacke, Nagellack, Strümpfe, Handtasche. :-)

Am 07.02. habe ich jetzt einen Termin wegen meiner Augenbrauen. Die hatte ich mir ja zupfen lassen. Leider sind sie außen so dünn, dass ich die jetzt pigmentieren lasse. Aua. Emla-Salbe muss helfen. Bin gespannt.

Noch was. Obwohl ich natürlich weiß, dass es halt so ist, ging es mir heute tierisch auf die Nerven, immer begafft zu werden. Geht es euch auch manchmal so. Ich weiß, dass es halt so ist, aber heute bin ich nicht so gut damit klar gekommen. Wie geht Ihr damit um????

LG
Marie

Re: Erlebnisse von Sorayama (alias Marie)

Verfasst: Sa 1. Feb 2014, 14:43
von Claudia H.
Hallo Marie
Mir geht es auch ab und zu auf die Nerven wenn ich angegafft werde.Ich habe aber auch gemerkt das ich dann meistens selber nicht so gut drauf war,lag dann wohl an mir.Das sind dann so Sachen mit denen wir klar kommen müssen.Beim nächsten Mal ist es wieder vergessen.Wir können die Gaffer aber auch anlächeln,die Meisten gucken dann weg oder lächeln zurück.So haben wir alle etwas Spaß und bessere Laune.
L.G.Claudia

Re: Erlebnisse von Sorayama (alias Marie)

Verfasst: Mi 5. Mär 2014, 06:38
von MarieB
Hallo,

ich habe es nochmal probiert, da ich einen billigen Anbieter gefunden habe und eine eigene Hompage auf die schnelle gemacht. Daher noch nicht auf alles achten. Muss teilweise noch mit Leben gefüllt werden. Wer Rechtschreibefehler findet kann sie erst mal behalten. Muss in der Mittagspause noch mal durchgehen. :-)

Gerne Feedback: Positiv wie negativ.

www.transmariechen.de

LG
Marie

Re: Erlebnisse von Sorayama (alias Marie)

Verfasst: Mi 12. Mär 2014, 19:29
von MarieB
Hallo,
ich war heute sozusagen in einer Light-Version unterwegs. Da ich zur Zeit durch die Laserepi fast keinen Bartschatten habe, habe ich auf Camouflage verzichtet und mit Mouse-Cream-Powder gearbeitet. Ergebnis seht Ihr unten. Ist schon ganz anders und ein komisches Gefühl. man fühlt sich irgendwie erkennbarer auch wenn ich nicht sagen kann, dass jetzt mehr geschaut wurde.

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Re: Erlebnisse von Sorayama (alias Marie)

Verfasst: Sa 15. Mär 2014, 19:00
von Anni
Hallo Marie )))(:

mich'se sooo freu , wieder von Dir zu hören (smili)

... aber was ist los ? - ich vermisse Deine tollen Berichte ( positive , wie negative ) - soo viel Streß zur Zeit ? - auf Deinen Fotos siehst Du recht mitgenommen aus ( entschuldige - die freche Anni meint DAS nicht böse (ki) , mir eher Sorgen mach)

Auf Deiner Homepage ist auch nicht viel dazu gekommen :shock: , wobei ich schon ein bisschen traurig war , zu lesen , das Du eine eigene Homepage hast - das heißt doch im Umkehrschluss , das Du weniger Zeit für dieses Forum hast ( ganz traurig guck ... )

GLG von frecher Anni

Re: Erlebnisse von Sorayama (alias Marie)

Verfasst: Mo 7. Apr 2014, 12:54
von MarieB
High Heel Training:

am 05.04.2014 nahm ich an einen Tagesworkshop in München teil. www.b-edel.de/64/Workshops/_Termine.html

Der Kurs war sehr spannend und interessant. Insgesamt waren wir 6 Teilnehmerinnen. Zuerst wurden von jeder Teilnehmerin Videoaufnahmen gemacht, um den aktuellen Laufstil vor dem Kurs festzuhalten. Diese wurden dann am Ende des Tages mit neuen Videoaufnahmen verglichen um den Unterschied zu sehen.

Es wurde sowohl auf die Pflege der Füße, die richtige Schuhwahl als auch auf die richtige und körperbewußte Haltung beim Gehen eingegangen.

Die richtige Bewegung wurde natürlich auch praktisch geübt. Fußstellung, Beine- Becken- und Oberkörperbewegung. Dann noch Spezialthemen wie Treppen laufen, Kopfsteinpflaster und das richtige Ein- und Aussteigen aus dem PKW.

Insgesamt ein für mich runder Tag mit netten Kontakten und mit Frau Breitenberger, einer sympatischen und kompetenten Kursleiterin.

Die Zugfahrt war ein Erlebnis und verlief ohne Probleme.

LG
Marie

Re: Erlebnisse von Sorayama (alias Marie)

Verfasst: Mo 14. Apr 2014, 15:19
von MarieB
Was ist das denn für ein Tag?

Mal davon abgesehen, dass es mir wegen Streitigkeiten mit meiner Frau schlecht geht, kam heute eine SMS von meiner Schwester, die ich erst am Samstag besucht hatte.

Ob ich Probleme hätte, suizid gefährdet sei oder was mit mir los wäre weil mein Gesicht so entstellt wäre. Was Sie wohl meint, ist die Formgebung und Farbe meiner Augenbrauen, die ich schon Wochen habe. Wir haben uns aber seither nicht gesehen.

Ich antwortete, dass ich Beziehungsprobleme hätte und wir halt auch super viel Probleme wegen der Erkrankung meiner Frau hätten. Und warum hier jemand ein entstelltes Gesicht hätte.

Als Antwort kommt, dass ich mal in den Spiegel schauen sollte und ob ich lieber eine Frau wäre usw.

OK. Da blieb mir jetzt nichgts anderes mehr übrig als mit offenen Karten zu spielen. Ich sagte also, das ich 4-6 mal im Monat als Frau mit anderen unterwegs wäre und viel Spaß hätte. Das keiner eine Frau werden wolle, keiner suizid gefährdet sei und alles bis auf die anderen Probleme ok wäre.
Das war dann wohl doch zu viel. Sie fragte noch ob ich jetzt schwul wäre. Ich verneinte natürlich und schrieb, dass meine Frau ja bescheid wüsste und ab un an auch mit weg ginge.

Sie schrieb dann noch, dass es ja ok wäre wenn wir damit klar kämen und das Sie sehr traurig wäre.

Warum ist Sie traurig? Weil ich nicht suizid gefährdet bin, keinen Psychiater brauche und soweit mit mir klar bin????

Jetzt ist erst mal Funkstille.

Zwangsouting ist scheiße...

LG
Marie

Re: Erlebnisse von Sorayama (alias Marie)

Verfasst: Mo 14. Apr 2014, 16:12
von Vivian Cologne
Das tut mir leid!

Ja, Zwangsouting ist meist nicht gut, weil uns die Handlungsfähigkeit aus den Händen gerissen wird. Es kann aber auch befreiend wirken, weil es dann eben kein Zurück mehr gibt. Du hast ja den Stier bei den Hörner gepackt und dich erklärt, gut!

Aber deine Schwester braucht wohl ein bisschen Nachhilfe von dir. Kann sie was mit dem Begriff "trans" anfangen? Meinst du, dass es sie interessiert? Seid ihr es gewohnt, offen über euch und eure Gefühle zu sprechen?

Bei mir und meiner großen Schwester war mein Outing ein Türöffner, um endlich mal tiefergehend über Persönliches zu sprechen. Das Verhältnis ist seitdem enger - Gleiches gilt für meine Mutter. Und beide waren total überrascht von meinen Enthüllungen, waren neugierig und finden manches schön, manches bekloppt.

Ich drücke jedenfalls die Daumen, dass die Funkstille bald wieder vorbei st.

Vivian

Re: Erlebnisse von Sorayama (alias Marie)

Verfasst: Mo 14. Apr 2014, 18:17
von Nora_7
Hallo Marie,

Outing per SMS ist sicher eine heikle Angelegenheit, wie sich gezeigt hat. Mein Vorschlag wäre, auf jeden Fall ein persönliches Gespräch zu versuchen, ggf. einfach dort auftauchen (als Mann!). Vielleicht hat Deine Schwester inzwischen mal recherchieren können und sieht uns/Dich nicht mehr - wie leider trotz aller Spiegel- und RTL2-Aufklärung der größte Teil der Bevölkerung - als schwul an.

LG Nora_7

Re: Erlebnisse von Sorayama (alias Marie)

Verfasst: Mo 14. Apr 2014, 19:34
von Lieschen
Hallo Marie,

ich habe neulich mal nachgerechnet und kam auf fast 80 Leute, denen ich vom CD erzählt habe. Und ich denke das Gleiche wie Vivian: "deine Schwester braucht wohl ein bisschen Nachhilfe von dir." Das Gefühl hatte ich bei vielen meiner Gesprächspartner auch und habe denen einfach am nächsten Tag eine Email geschickt mit etwas Text und einem Link http://www.julaonline.de/pdf/menindressesde.pdf zu der Untersuchung von Dr. Vernon Coleman. Das kam immer gut. Denn die meisten überlegen z. B., wie auch deine Schwester, ob wir "jetzt schwul" seien.
Meine letzte Email in unserer Sache (an einen Kunden) hänge ich unten dran.

Ich wünsche dir ein glückliches und ruhiges Händchen im Umgang mit deiner Schwester!

Lieschen

Hallo,
noch eine kurze Äußerung zum Crossdressing: wenn ich auf die lackierten Fingernägel angesprochen werde, sage ich bei Leuten, die ich nicht soo mag, dass mir die Farbe gefällt. Und frage dann nach, ob sie es schlimm fänden, wenn ein Mann das macht. (Natürlich gibt sich niemand die Blöße, das "schlimm" zu finden.)
Den anderen Mitmenschen erzähle ich auf Nachfrage eigentlich recht offensiv vom Crossdressing. Und habe dabei noch NIE eine negative Reaktion erlebt. Wahrscheinlich auch deshalb, weil die meisten Leute mich als ernsthaften Menschen kennen. Ohne anmaßend sein zu wollen, denke ich, dass das Erzählen vom CD für diese Leute eine Bereicherung ihres Weltbildes ist.
Bei Ihnen war es ein Sonderfall, teilweise hatte ich es ja bereits gesagt. Mir hilft das zeitweise Wechseln des Geschlechts, vom täglichen Stress abzuschalten. Der "Herr X" ist dann einfach nicht mehr da. "Lieschen" macht Dinge, für die ich mir im Mannmodus nie die Zeit nehmen könnte/würde. Das Stylen dauert zwar immer gut drei Stunden, dafür ist das Passing danach so gut, dass ich nicht mehr als Mann erkannt werde. Meine Tochter (studiert übrigens "Gender Studies", wie passend "¦) beschreibt mich dann als "Chefsekretärin".
Ihre Arbeit mit psychisch Kranken kann ich kaum einschätzen. Falls Sie mit einem Klienten zu tun haben, der Andeutungen in Richtung CD macht, können Sie mich gerne anrufen. Deshalb auch noch einmal diese Email. Insofern war mein Erzählen am Montag bei Ihnen kein "Outing", sondern tatsächlich ein Erzählen.

Im Anhang schicke ich Ihnen eine wissenschaftliche Untersuchung von Dr. Vernon Coleman zum Thema Crossdressing mit. Ist ganz nett geschrieben.
Freundliche Grüße!

Re: Erlebnisse von Sorayama (alias Marie)

Verfasst: Di 15. Apr 2014, 08:50
von Inga
Hallo, Marie,

da mag ich mich meinen VorrednerInnenanschließen. Was den Kontakt mit deiner Schwester wieder beleben kann ist wohl ein behutsames Gespräch miteinander, sozusagen von Mensch zu Mensch, von Angesicht zu Angesicht.

Mir tut es leid, dass sie traurig ist (wie du schriebst). Vielleicht ist es genau der Anknüpfungspunkt danach zu fragen. Was ihr diese Traurigkeit macht, und für dich den Gedanken, ob und eventuell wie du sie darüber etwas hinweg trösten oder hinweg helfen kannst.

Liebe Grüße
Inga

Re: Erlebnisse von Sorayama (alias Marie)

Verfasst: Fr 23. Mai 2014, 07:04
von MarieB
Hallo,

nach einiger Zeit, muss ich mich auch mal wieder melden.

Nach meinem halb zwangsweisen Outing bei meiner Schwester, normalisiert sich alles etwas. D.h. bei unserer Familie, dass über unangenehmes dann nicht mehr gesprochen wird. :-) Naja, mir nicht wichtig, da ich die Familie eigentlich eh raus halten wollte.

Nun widmen wir uns den erfreulicheren Themen.
Natürlich war ich öfters unterwegs. Da es aber doch ganz normal geworden ist, lohnt es sich kaum darüber zu berichten.

Nächste Woche werde ich dann wieder bei der Transtagung in München sein. Da freue ich mich wahnsinnig drauf. Am Mittwoch werde ich mir noch die Fingernägel mit farbigem Gel machen lassen. Das wünsche ich mir schon so lange.
Am Donnerstag geht es dann in die Komödie im Bayerischen Hof und anschließend mit Freundinnen essen. Freitag werde ich dann vormittags noch die Stadt unsicher machen bevor um 14 Uhr die Tagung los geht. Am Samstag Abend evtl. noch zu einer Kleincomedy-Veranstaltung. Am Sonntag früh morgens in den Frühgottesdienst und nachmittags in Ruhe heim fahren. Montag habe ich dann auch noch frei. Muss dann ja leider noch die Nägel wieder farblos gelen lassen. Also volles Programm.

Zur Zeit warte ich noch auf meine Perücke, die ich zur Aufbereitung habe. Hoffe das klappt. Ich würde ungern mit der Ersatzperücke fahren.

Gestern sind noch meine neuen Silikonbrüste gekommen. Von TV Beate. Amoena dingsbums contact. Habe es leider noch nicht probieren können, aber ich muss sagen, der Versand super schnell und mit Tasche und Reinigungszeug usw. Topp. Natürlich nicht gerade billig. 349 Euronen investiert. Aber ich hoffe, bei entsprechender Pflege auch lange etwas davon zu haben. Bin echt gespannt, ob man einen Trageunterschied zu den alten merkt.

So. Das erst mal von mir. Nach der Tagung, werde ich mal Bericht erstatten.

LG
Marie

Re: Erlebnisse von Sorayama (alias Marie)

Verfasst: Mi 4. Jun 2014, 07:07
von MarieB
Hallo,

hier mein meine Erlebnisse und Erkenntnisse zur Transtagung in München.

Do. Anreise und Ankunft im Hotel. Abends dann Theaterbesuch mit Bekannten. Ein Stück mit Grit Böttcher. Die ist 75 und noch top fit. Super. Danach schön was Essen beim Italiener.
Fr: Shopping in München, Allerdings nur eine Shorts im Orsay bekommen und noch Mitbringsel für die Lieben zu Hause. Dann zur Tagung.
Sa: Den ganzen Tag bei der Tagung gewesen und Abends müde im Hotel noch was getrunken und ins Bett. :-)
So: Vormittag nochmal zur Tagung und dann eine Heimreise im Stau. Habe für 340 KM 5 Stunden gebraucht. (Fahrzeit) Mit einem Durchschnitt von 60-70 Stundenkilometer über die Autobahn. super. Nächstes Jahr auf jedenfall mit dem Zug.

Zur Tagung: Die Tagung war mit 170 Gästen sehr gut besucht. Die Zahl der Transmänner und Transfrauen hielt sich laut Veranstalter ziemlich die Waage. Insgesamt habe ich 7 Workshops besucht. War mal wieder sehr interessant. Am meisten haben mich die Workshops zum Umgang mit Krankenkassen, der Workshop Hormone und der Workshop Styling für Transfrauen angesprochen. Die Location war wie letztes Jahr. Sehr nette Menschen und gutes Essen. :-)

Ich werde nächstes Jahr wieder dort sein.

Ein Bild vom Theaterbesuch reiche ich nach.

LG
Marie