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Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Verfasst: Mo 9. Mär 2020, 15:21
von Laila-Sarah
Anja hat geschrieben: Mo 9. Mär 2020, 14:33
Laila-Sarah hat geschrieben: Sa 7. Mär 2020, 14:02 Wenn du jetzt aber sagst, du fühlst dein Geschlecht nur wenn dir das andere fühlen lassen, denken viele hier "ich fühle es aber ständig" darum nehme ich ja all diese Strapazen in kauf. Es ist ja wahrlich kein einfaches Leben.
Ich glaube das hat einfach mit "Angekommen sein" zu tun. Denn während ich mich früher eigentlich ständig mit meinem Geschlecht auseinandergesetzt habe, ist das heute total in den Hintergrund getreten.
Es tritt halt nur unter bestimmten Bedingungen kurz zutage. Wenn ich mir eine Toilette aussuche, oder wenn ich nach Kleidung oder Schuhen gucke... oder eben natürlich auch, wie Carry ja schrieb, in Interaktion mit dem Partner. Wo sollte das Geschlecht denn mehr präsent sein, wenn nicht beim Sex?
Jedenfalls, dieses "ich fühle es aber ständig" lässt nach, wenn man für sich (geschlechtlich) angekommen ist. Denn dann unterscheidet man sich ja in dieser Hinsicht garnicht mehr von einem Cis-Menschen.
Laila-Sarah hat geschrieben: Sa 7. Mär 2020, 14:02 Außerdem würde ich dir auch mitgeben wollen, dass was die heteronormative Gesellschaft über Trans/CD Minderheiten denkt ist hier ein allseits und überaus bekanntes und ein täglich erlebtest Leiden mit einer sehr langen teils traumatischen Vergangenheit für jedes Forenmitglied darstellt.
Was denkt denn "die Gesellschaft" über Trans / CD? Ich hatte weder in den 5 Jahren als Teilzeitfrau noch in den nun 4 Jahren als Vollzeitfrau irgendwelche Probleme, vor allem kein täglich erlebtes Leiden. Überaus bekannt? Also dann umgebe ich mich wohl einfach mit "besserer" Gesellschaft, oder wie?
Teil 1:

Ja, ich kann es nachvollziehen. Ich bin mir nur nicht sicher ob dies hier ein Ort primär für "Leute die angekommen sind" oder "die Leute die auf dem Weg sind" ist.

Teil 2:

Du hattest anscheinend viel Glück bei der Erziehung, Partnerrin und draußen im Alltag. Draußen im Alltag geht es mir mittlerweile auch so aber nicht bei dem ersten zwei Punkten. Und gerade wenn man so viel Glück hatte sollte man doch dankbar sein und ein Herz für diejenigen haben, die es härter trifft.

VlG

Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Verfasst: Mo 9. Mär 2020, 15:23
von Jaddy
Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 9. Mär 2020, 15:13
Carry hat geschrieben: Mo 9. Mär 2020, 15:03
Laila-Sarah hat geschrieben: Sa 7. Mär 2020, 14:02 Außerdem würde ich dir auch mitgeben wollen, dass was die heteronormative Gesellschaft über Trans/CD Minderheiten denkt ist hier ein allseits und überaus bekanntes und ein täglich erlebtest Leiden mit einer sehr langen teils traumatischen Vergangenheit für jedes Forenmitglied darstellt.
. ...und ich erlebe auch nicht, dass JEDES Forenmitglied ein täglich erlebtes Leiden und eine traumatische Vergangenheit hat...aber...das ist Deine Sicht und damit ist das auch vollkommen in Ordnung, meine Sicht ist eine andere.
da kannst (und musst) du mir wirklich glauben: Es ist so. Es fängt im Kindesalter im Elternhaus an, geht mit der Schule, im Arbeitsleben, Alltag, Militär weiter bis hin zum Rentenalter. Dazu kommt noch was man sich so alles an Steinen selbst in den Weg stellt um nicht aus der Rolle zu fallen und dem Anforderungen zu genügen. Es ist eine Diskriminierung wovon jeder hier ein Liedchen singen kann.
Es muss auch nicht immer dramatische Züge annehmen. Bei mir war es im Rückblick eher ein Gefühl von "kratzigem Pullover". So ein Teil, das sich einfach unangenehm anfühlt und ständig irgendwer drauffasst und die Stelle dann noch mehr juckt und kratzt als normal. Das macht auf Dauer aggressiv, depressiv oder beides. Ich bin über 40 Jahre nicht drauf gekommen, dass ich den ja auch ausziehen kann - weil der alternativ angebotene (trans weiblich) genauso kratzig gewesen wäre.

Heute bin ich dieses Ding weitgehend los. Nur wenn mir irgendwer mit einem von den beiden Pullovern kommt und mir aufdrücken will, kommt der ganze Kram wieder hoch.

Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Verfasst: Mo 9. Mär 2020, 15:31
von Carry
Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 9. Mär 2020, 15:13 Liebe Carry,

da kannst (und musst) du mir wirklich glauben: Es ist so.
...aber wir haben doch hier jetzt gelernt, dass niemandes Realität einen Anspruch auf Allgemeingültigkeit besitzt.
...meine Sicht bleibt daher eine andere.
(flo) I'm sorry...

Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Verfasst: Mo 9. Mär 2020, 15:33
von Anja
Moinsen (moin)
Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 9. Mär 2020, 15:21 Du hattest anscheinend viel Glück bei der Erziehung, Partnerrin und draußen im Alltag [...] Und gerade wenn man so viel Glück hatte sollte man doch dankbar sein und ein Herz für diejenigen haben, die es härter trifft.
Das möchte ich doch strikt von mir weisen.
Ich hatte sicher kein "Glück" bei der Erziehung, ich wurde nämlich ziemlich handfest erzogen. Und zwar in einem Ausmaß, das meinen Bruder heute noch psychologische Hilfe aufsuchen lässt.
Ebenso bei meiner Partnerin. Ich hatte sie bei einem unserer ersten Dates eingeweiht, ich habe sie von Anfang an mitgenommen. Und wir haben immer wieder geredet, wenn sich an meiner oder ihrer Gefühlslage etwas geändert hat. Es war und ist eine Menge Beziehungsarbeit.
Und das lasse ich mir in keinster Weise kleinreden!
Auch was meine Arbeitsstelle angeht, habe ich jedes Outing einzeln geplant auf den Kollegen "zugeschnitten" und habe mir die Akzeptanz verdient.
Ich stehe der weiblichen Sozialisation offen gegenüber, nach dem Geschlechtswechsel ist das für mich die wichtigste "Baustelle". Ich schrieb ja schon an einigen Stellen hier, das ich das Gefühl habe, das mir geborene Frauen etwas "geben", wenn ich mit ihnen zusammen bin.
So lerne ich immer wieder etwas neues, selbst nach 4 Jahren bin ich diesbezüglich noch lange nicht angekommen. Z.B. fällt mir da die Berührungsbarriere wieder ein...
Und dadurch, das ich offen bin für von mir aus "aufgesetzes" Gender-Verhalten, erfahre ich eine großartige Akzeptanz unter meinem "Zielgeschlecht".
Und auch das, hat nichts mit Glück zu tun...

Grüße
die Anja

Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Verfasst: Mo 9. Mär 2020, 15:48
von Jaddy
Anja hat geschrieben: Mo 9. Mär 2020, 15:33... Und auch das, hat nichts mit Glück zu tun...
Nicht alles Glück hat mit Zufall wie beim Lotto-Glück zu tun. Glück haben vor allem Menschen, die ihre Ressourcen nutzen - zum Beispiel eine hart erworbene stabile Persönlichkeit - und ihre Chancen aktiv überlegt vorbereiten und dann zum richtigen Zeitpunkt ergreifen.

Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Verfasst: Mo 9. Mär 2020, 15:54
von Carry
Jaddy hat geschrieben: Mo 9. Mär 2020, 15:48 Nicht alles Glück hat mit Zufall wie beim Lotto-Glück zu tun. Glück haben vor allem Menschen, die ihre Ressourcen nutzen - zum Beispiel eine hart erworbene stabile Persönlichkeit - und ihre Chancen aktiv überlegt vorbereiten und dann zum richtigen Zeitpunkt ergreifen.
Hey (fwe3)
Ich hab was gefunden, wo ich Dir absolut uneingeschränkt zustimmen kann! :)p
Guck' mal ...geht doch! :wink: (flo)

Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Verfasst: Mo 9. Mär 2020, 16:02
von Anne-Mette
Guten Tag,
Carry hat geschrieben: Mo 9. Mär 2020, 15:03 Komisch, wenn ich sowas geschrieben hätte, wären wieder die üblichen "Steinigungen" gefolgt
wenn die Lage für Dich hier so bedrohlich ist und Du so schlimm unter persönlichen Druck kommst, sollten wir vielleicht doch zur Deiner eigenen Sicherheit und für Dein weiteres Wohlbefinden den Account ein paar Tage ruhen lassen )))(:

Gruß
Anne-Mette

Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Verfasst: Mo 9. Mär 2020, 16:29
von Laila-Sarah
Hallo,

mich juckt es wieder in der Fingern aber man kann unendlich weiterschreiben oder es einfach lassen, wenn man das Gefühl hat gegen einen festen Standpunkt zu reden. Mein ganzes (initiales) Anliegen war es euch sachlich aufzuzeigen, warum es im Forum so polarisiert. Aber ich sehe ein, das Anliegen ist mittlerweile verwässert es könnte zur Lebensaufgabe werden. Wir (zumindest ich) kommen nicht weiter und Zeit ist ein kostbares Gut. Mit anderen Worten: Ich bin raus aber 0% böse ---)))

VlG

Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Verfasst: Mo 9. Mär 2020, 19:52
von Bea Magdalena
Hallo zusammen,

da ich das Gefühl hab, Partnerschaft (vielleicht erweitert auch Familie?) avanciert hier zur Kampfarena, eine kleine Begebenheit gestern bei uns zuhause:
Ich war auf Tatjana's Stammtisch in Augsburg, im männlichen Outfit. Dazu hab ich meine neuen Creolen getragen, eher kleine, nicht die ganz großen, halt fürs männliche Outfit 🤷"â™€ï¸
Ich bin zuhause nicht geoutet, auch nicht unseren Kindern gegenüber, das wünscht meine liebe Frau so (und das ist nicht ironisch geschrieben!!!)
Am Sonntag zeigte ich sie unserer Jüngsten, spontan kam ein Uiii, schön, und weißt Du, Papa, Creolen sind jetzt mega in. Da sie sehr preiswert waren, hatte ich 2 Paar gekauft, das zweite Paar hat dann auch (wie von mir erwartet) augenblicklich die Besitzerin gewechselt 😊😊
Und auch die großen Creolen wechselten zu ihr, aber ich freue mich gemeinsam mit meiner Frau mega darüber, welche Freude unsere Tochter hat, ihren Ohrschmuck hat sie da auch gleich getauscht.
Ein bisschen später meinte ich zu meiner Liebsten, ich glaube, ohne meine speziellen Interessen hätte unsere Tochter heute keine Creolen geschenkt bekommen, zumindest nicht von mir 🥰. Sie antwortete, genau dasselbe hab ich mir auch gedacht 👍😊

Was ich mit dieser kleinen Geschichte sagen will, nicht fordern und streiten wird uns weiterbringen, auch nicht in unserer Familie. Toleranz und gegenseitiges Verständnis sind in meiner Wahrnehmung viel wirkungsvoller, und bei passender Gelegenheit ein liebevoller Hinweis auf das Gute, CD oder Trans haben durchaus auch positive Seiten, wir müssen diese nur erkennen und wertschätzen lernen.

Liebe Grüße
bea

Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Verfasst: Mo 9. Mär 2020, 20:12
von Aria
Jaddy hat geschrieben: So 8. Mär 2020, 21:06 Du willst das vielleicht nicht, doch genau so kommt das an. Bei mir und bei anderen. Genau so ein Satz wie "Typische frauliche Sehnsüchte eben". Der hat nämlich normierende Aussagen in mehrere Richtungen. Zum einen "wenn du als Frau nicht so fühlst, bist du keine". Ja ich weiss, keine "typische" wenigstens, aber das ist bereits eine Form von Abwertung der Selbstverortung einer Frau, die nicht so fühlt. Und in die andere Richtung: "Wenn du so fühlst bist du typisch Frau (und damit insbesondere kein Mann)". D.h. für Frauen: "verhalte dich gefälligst so" und für Männer: "verhalte dich keinesfalls so".

Genau solche Sätze verfestigen die Rollenbilder und führen direkt zu dem, was du geschildert hast: "Und da haben die Männer ganz klar Pech gehabt. Die machen das nämlich nicht. Die wollen sich nämlich nicht die Blösse geben und markieren lieber den starken, obwohl sie eigentlich zur Mama weinen gehen wollen. Tja, Pech gehabt!"

Du hast ja den Kern vollkommen richtig erfasst: "Es ist aber gemeinhin so, dass diese Bedürfnisse meistens Frauen zugeschrieben werden, und das nicht ohne Grund, auch gerade deshalb, weil sie diese Bedürfnisse viel eher nach aussen tragen." Aber es fehlt der nächste Schritt, den Grund zu hinterfragen, warum sie das tendenziell mehr tun und Männer tendenziell weniger.

Dieser Grund sind nun mal die Zuschreibungen von aussen, von anderen, wie sich ein echter Mann(tm) (und umgekehrt eine echte Frau(tm)) zu verhalten habe, um keine soziale Ächtung zu riskieren. Wir alle sind durch diese Schule gegangen und praktizieren und multiplizieren es täglich. Wir nehmen nicht zuerst Menschen wahr, sondern schliessen von ihrem Äusseren auf den ganzen kompletten Satz an genderspezifischem Verhalten. Und wir sind irre gut darin, das scheinbar logisch zu begründen, obwohl sich praktisch alle Annahmen über biologische Unterschiede in Hirn und Verhalten in Experimenten in Nichts auflösen, und als absolut wichtigstes, verhaltensnormierendes Element die Zuschreibungen, Erwartungen und folgenden belohnenden, bestrafenden Interaktionen anderer übrig bleiben.

Und dann wundert sich irgendwer, dass das Zusammenleben so kompliziert ist.
Ich habe es dir schon mal gesagt, und ich sage es gerne noch 150 Mal: Nimm doch bitte nicht einzelne Aspekte heraus und nutze sie für dich derart, wie du es gerne hättest!
Also, wenn ich Freunde, Bekannte Arbeitskollegen oder Wildfremde bitte, mir typische frauliche Sehnsüchte in der Partnerschaft zu nennen, bekomme ich ganz schnell etliche Beispiele geliefert. Da ist niemand dabei, der sagen würde: Hmm, gibt es das überhaupt? Ausser hier, bei dir und den von dir genannten anderen, ist das scheinbar anders. Gut, dann ist das so. Das heisst aber nicht, dass man von dir/euch automatisch auf den Rest der Welt schliessen muss. Bei mir kommen deine Aussagen nämlich folgendermassen an: Sag sowas nicht, denn dadurch disrespektierst du mich und alle anderen auf der Welt. Dass ich damit dich nicht respektiere, ist bei mir angekommen - schon länger. Aber musst du JEDES mal so einen Heibo draus machen? Anscheinend schon, denn es geht hier in erster Linie um dich und nicht um all die anderen. Oder gibt es eine Liste von Leuten hier, die exakt wie du denken und glücklich sind, in dir einen Fürsprechx für ihre Angelegenheiten gefunden zu haben?

Kommen wir noch mal auf die typischen fraulichen Eigenschaften, Sehnsüchte, Verhaltensweisen, whatever zurück. Und wenn es sich nicht an den von mir genannten Sehnsüchten/Eigenschaften ausmachen lässt, dass es sich um eine Frau handelt, dann in den 12.786 anderen. Es bleiben noch unzählige andere Attribute übrig, die einen Menschen eindeutig als Frau oder Mann stilisieren. Mach doch mal eine empirische Umfrage unter Partnern, wo gefragt wird, mit welchen Attributen sie ihren jeweiligen Partner als typisch weiblich oder männlich beschreiben würden. Ich bin mir sicher, dass dieses Ergebnis dermassen eindeutig ausfallen wird. Dennoch wird dir das als Argument nicht reichen. Denn für sich sind das ja nur Zuschreibungen von aussen und entsprechen überhaupt nicht dem wahren Menschen.

Nehmen wir mal die typisch weibliche Eigenschaft "fürsorglich". Meine Tochter war 2, da hatten wir Freunde mit einem Neugeborenen da. Ohne Aufforderung ging sie zu ihr, wollte sie beruhigen, als sie geweint hat, wollte ihr die Falsche geben usw. Meinen 3-jährigen Sohn hat das nicht die Bohne gejuckt. Im Gegenteil, der machte ein mürrisches Gesicht, hat sich die Ohren zugehalten und ist in sein Zimmer. Hast du Kinder? Hast du schon mal die geschlechtlichen Unterschiede in diesem und anderen Verhalten hautnah mitbekommen? Und sagst du dann immer noch, dass das Fremdzuschreibungen sind? Wenn du sagst, dass sich das alles wissenschaftlich auseinander dividieren lässt, dann liegt das mMn nur an der Tatsache, dass man die Experimente derart aufbaut, um an dieses Ergebnis zu kommen. Ist ja auch klar, wenn ich jemanden isoliere und dann anschaue, wie er sich sozial entwickelt, werde ich zu dem Ergebnis kommen, dass er/sie, weder männliche noch weibliche Eigenschaften entwickelt.

Was ich mich auch schon mehrfach gefragt habe, warum von dir nicht zu beinahe jedem Thema, das sich mit weiblichen Verhalten befasst, ein Aufschrei und ein Sturm der Entrüstung kommt.
Wie schaffe ich es, wie eine Frau zu laufen, mich hinzusetzten. Wie verhält sich eine Frau dabei, was macht sie bei der Gelegenheit etc. pp. 100 Themen hier sind doch voll von derlei Fragen. Warum sehe ich dich da nicht laut schreien: Hey, was ist denn so typisch an einer Frau, dass ihr das erlernen möchtet??? Seid doch einfach ihr selbst! Denn ihr wisst doch, dass es gar nicht DIE FRAU und DEN MANN gibt!

Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Verfasst: Mo 9. Mär 2020, 20:21
von Aria
Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 9. Mär 2020, 15:13 Liebe Carry,

da kannst (und musst) du mir wirklich glauben: Es ist so. Es fängt im Kindesalter im Elternhaus an, geht mit der Schule, im Arbeitsleben, Alltag, Militär weiter bis hin zum Rentenalter. Dazu kommt noch was man sich so alles an Steinen selbst in den Weg stellt um nicht aus der Rolle zu fallen und dem Anforderungen zu genügen. Es ist eine Diskriminierung wovon jeder hier ein Liedchen singen kann.

VlG
NO! Das kann ich für mich so gar nicht behaupten.
Mir ginge es bis Anfang 30 blendend mit dieser Neigung.
Ab da, lag es auch einfach nur an mir und nicht an meiner Umwelt.

Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Verfasst: Mo 9. Mär 2020, 20:38
von Marela
Carry hat geschrieben: Mo 9. Mär 2020, 15:54 Hey
Ich hab was gefunden, wo ich Dir absolut uneingeschränkt zustimmen kann!
Guck' mal ...geht doch!
... Carry hat ihren Humor und ihren Anstand nicht verloren, das freut mich.
Und überhaupt, nicht jedes Wort bitte auf die Goldwaage legen...
Dank und Gruß
Marela

Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Verfasst: Mo 9. Mär 2020, 21:07
von Laila-Sarah
Aria hat geschrieben: Mo 9. Mär 2020, 20:21
Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 9. Mär 2020, 15:13 Liebe Carry,

da kannst (und musst) du mir wirklich glauben: Es ist so. Es fängt im Kindesalter im Elternhaus an, geht mit der Schule, im Arbeitsleben, Alltag, Militär weiter bis hin zum Rentenalter. Dazu kommt noch was man sich so alles an Steinen selbst in den Weg stellt um nicht aus der Rolle zu fallen und dem Anforderungen zu genügen. Es ist eine Diskriminierung wovon jeder hier ein Liedchen singen kann.

VlG
NO! Das kann ich für mich so gar nicht behaupten.
Mir ginge es bis Anfang 30 blendend mit dieser Neigung.
Ab da, lag es auch einfach nur an mir und nicht an meiner Umwelt.
Ok, letzter Beitrag. Um nur zu zeigen wie hier im Kreis argumentiert wird.

Nix gegen dich aber du bist jetzt Quotenfrau ... Einfache suche bei Forum ... Schau mal ... dies hast du mal geschrieben:
Und nun komme ich zu dem Teil an Erfahrung mit der Gesellschaft - wenn auch nur der männlichen - die ich dir voraus habe und sich daher mein Bild einer trans-offenen Gesellschaft nicht wirklich bestätigt. Damit ist es nämlich so, dass ich entweder nur als sonderbares Objekt der sexuellen Begierde gesehen werde, mit der man es ja mal getrieben haben muss um auch dieses Bucket auf der Liste abgehakt zu haben, oder überhaupt keine Beachtung finde, oder als Fake, Trap usw. tituliert werde - um mal bei den jugendfreien Schimpfwörtern zu bleiben - wenn die merken, auf wen die sich eingelassen haben oder aber ich von Anfang an derart übel beschimpft werde, so dass ich mittlerweile schon gar keine Lust mehr habe, mich auf irgendwelchen Dating-Plattformen anzumelden.

Die anderen Erfahrungen konnte ich während meiner Arbeit als freischaffende Architektin sammeln. Das ging von vor mir auf den Boden spuckenden Bauarbeitern bis hin zu Auftraggebern, die, nachdem sie von meiner Vergangenheit erfahren hatten, ihre Verträge mit mir kündigten. Nicht, dass man es als Frau auf dem Bau schon schwer genug hat, nein, als Transfrau ist das noch mal eine ganz andere Nummer. Da ich mir aber manche Projekte nicht aussuchen kann, muss ich mich einfach mit den Leuten umgeben, ob ich will oder nicht. Dennoch sind es für mich nicht die falschen Leute, wie du so schön sagtest. Ich muss es nehmen, wie es kommt, ich kriege nämlich keine anderen. Die haben ihre Einstellung und die kann und will ich auch nicht ändern. Wichtig ist, dass das Projekt zufriedenstellend beendet wird.
Klingt für mich schon nach Diskriminierung. Aber ich war ja raus. Byes

Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Verfasst: Mo 9. Mär 2020, 22:19
von Aria
Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 9. Mär 2020, 21:07
Aria hat geschrieben: Mo 9. Mär 2020, 20:21
Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 9. Mär 2020, 15:13 Liebe Carry,

da kannst (und musst) du mir wirklich glauben: Es ist so. Es fängt im Kindesalter im Elternhaus an, geht mit der Schule, im Arbeitsleben, Alltag, Militär weiter bis hin zum Rentenalter. Dazu kommt noch was man sich so alles an Steinen selbst in den Weg stellt um nicht aus der Rolle zu fallen und dem Anforderungen zu genügen. Es ist eine Diskriminierung wovon jeder hier ein Liedchen singen kann.

VlG
NO! Das kann ich für mich so gar nicht behaupten.
Mir ginge es bis Anfang 30 blendend mit dieser Neigung.
Ab da, lag es auch einfach nur an mir und nicht an meiner Umwelt.
Ok, letzter Beitrag. Um nur zu zeigen wie hier im Kreis argumentiert wird.

Nix gegen dich aber du bist jetzt Quotenfrau ... Einfache suche bei Forum ... Schau mal ... dies hast du mal geschrieben:
Und nun komme ich zu dem Teil an Erfahrung mit der Gesellschaft - wenn auch nur der männlichen - die ich dir voraus habe und sich daher mein Bild einer trans-offenen Gesellschaft nicht wirklich bestätigt. Damit ist es nämlich so, dass ich entweder nur als sonderbares Objekt der sexuellen Begierde gesehen werde, mit der man es ja mal getrieben haben muss um auch dieses Bucket auf der Liste abgehakt zu haben, oder überhaupt keine Beachtung finde, oder als Fake, Trap usw. tituliert werde - um mal bei den jugendfreien Schimpfwörtern zu bleiben - wenn die merken, auf wen die sich eingelassen haben oder aber ich von Anfang an derart übel beschimpft werde, so dass ich mittlerweile schon gar keine Lust mehr habe, mich auf irgendwelchen Dating-Plattformen anzumelden.

Die anderen Erfahrungen konnte ich während meiner Arbeit als freischaffende Architektin sammeln. Das ging von vor mir auf den Boden spuckenden Bauarbeitern bis hin zu Auftraggebern, die, nachdem sie von meiner Vergangenheit erfahren hatten, ihre Verträge mit mir kündigten. Nicht, dass man es als Frau auf dem Bau schon schwer genug hat, nein, als Transfrau ist das noch mal eine ganz andere Nummer. Da ich mir aber manche Projekte nicht aussuchen kann, muss ich mich einfach mit den Leuten umgeben, ob ich will oder nicht. Dennoch sind es für mich nicht die falschen Leute, wie du so schön sagtest. Ich muss es nehmen, wie es kommt, ich kriege nämlich keine anderen. Die haben ihre Einstellung und die kann und will ich auch nicht ändern. Wichtig ist, dass das Projekt zufriedenstellend beendet wird.
Klingt für mich schon nach Diskriminierung. Aber ich war ja raus. Byes
Ähem. Ich nehme an, du kennst meine Geschichte und weisst auch, was bei mir die letzten 10 Jahre passiert ist, wo ich herkomme und wo ich nun stehe. Gut, dann weisst du ja auch warum ich das so geschrieben habe, wie ich es geschrieben habe.

Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Verfasst: Mo 9. Mär 2020, 23:23
von Nora_7
Aria hat geschrieben: Mo 9. Mär 2020, 20:12 Nehmen wir mal die typisch weibliche Eigenschaft "fürsorglich". Meine Tochter war 2, da hatten wir Freunde mit einem Neugeborenen da. Ohne Aufforderung ging sie zu ihr, wollte sie beruhigen, als sie geweint hat, wollte ihr die Falsche geben usw. Meinen 3-jährigen Sohn hat das nicht die Bohne gejuckt. Im Gegenteil, der machte ein mürrisches Gesicht, hat sich die Ohren zugehalten und ist in sein Zimmer. Hast du Kinder? Hast du schon mal die geschlechtlichen Unterschiede in diesem und anderen Verhalten hautnah mitbekommen?
Da muss ich widersprechen: mein Enkel (männlich) wurde auf Wunsch der Kita-Leitung ein Jahr länger in der jüngeren Gruppe belassen, weil er er so gut, fürsorglich, tröstend mit den kleineren umgehen konnte. Ebenso ist sein Verhältnis gegenüber seinem 1,5 a jüngeren Cousin. Andererseits spielt er derzeit (4 jahre) gerne Ritter.

Nora_7