Doku Soap
Doku Soap - # 11

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
Antworten
Lea Michele
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1177
Registriert: Sa 30. Mär 2013, 00:48
Geschlecht: TS Frau
Pronomen: Sie
Wohnort (Name): Nürnberg
Hat sich bedankt: 939 Mal
Danksagung erhalten: 174 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 151 im Thema

Beitrag von Lea Michele »

Hallo Sandra
Ich wünsche dir ein schönes Osterfest und noch viele schöne Inspirationen für deine Gechichte.
LG Lea Michele (ki) (he) (ki)
Auf dem Weg endlich so zu sein wie ich mich fühle❣️
Beatrix
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 535
Registriert: Sa 25. Jul 2015, 16:40
Geschlecht: IS.....>...F
Pronomen: sie/ihr
Wohnort (Name): Bullerbü :-)
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 152 im Thema

Beitrag von Beatrix »

Banny hat geschrieben:... nur fällt mir auf das nirgends was von Hormonen steht was sie doch nehmen sollte. Man müsste doch langsam was davon merken.
Ziemlich am Anfang der Geschichte steht, daß sie (Laura) Hormone in Form einer (heute nicht mehr üblichen Art, mittels) Depotspritze bekommt. Etwas später wir noch erwähnt, daß sie mittlerweile Tabletten nimmt (siehe hier). Auch die Wirkung der Hormone wird beschrieben.

IMHO:
Ich bin der Meinung, das im Text auch nicht ständig auf Dinge hingewiesen werden muß, die für eine (Trans)-Frau alltäglich sind. Dazu gehören Dinge wie die tägliche Hygiene, das Schminken oder die Einnahme von Hormonen.

Liebe Grüße
Beatrix
Nachdem Gott mich geschaffen hatte, sagte er: "Ups, da ist mir doch
ein Fehler passiert. Na egal, den müssen andere wieder ausbügeln. :-)"
sandra93
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 241
Registriert: Di 27. Mai 2014, 21:34
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 153 im Thema

Beitrag von sandra93 »

Im Vorraum treffen wir uns dann alle wieder. Etwas verloren stehen wir herum und sind etwas enttäuscht. Wir hatten uns das alles etwas glamouröser vorgestellt. "Ihr seid zum ersten Mal heute hier?" Ich drehe mich um, und ein Typ mit Hut, einem extrem gepflegtem Dreitagebart und in schwarzen Klamottensteht uns gegenüber. Um seine Schulter baumelt eine Kamera: Als ich nicke drückt er mir seine Karte in die Hand : Kay Glamour Scout. Etwas fragend schaue ich ihn an. Dann zückt er zwei weitere Karten; Kati gibt er keine. "Sorry, aber du bist zu alt. Wenn ihr heute zum ersten Mal hier seid, dann seid ihr bestimmt noch nirgendwo unter Vertrag. Hättet ihr Lust, richtig zu modeln?" Er wartet unsere Antwort gar nicht ab und fährt fort. "Ich würde von euch allen dreien gerne ein paar Probeaufnahmen machen. Versprechen kann ich euch nichts, außer dass wir eine seriöse Agentur sind und dass das Shooting für euch nichts kostet. Ihr könnt gerne jemanden mitbringen, damit ihr euch wohler fühlt gerne auch euren Freund. Dann kommt ihr in unsrer Kartei und mit etwas Glück findet ihr euch dann in einem Modekatalog wieder oder ihr dürft mal auf den Laufsteg. Aber versprecht euch nicht zu viel. Meistens sind es nur kleinere Jobs in irgendwelchen Einkaufscentern. Aber jedes Mal gibt"™s ein hübsches Taschengeld." "Darf ich mitkommen", fragt Kati und gibt ihm ihre Karte. Als er sieht, dass sie für einem namhaften oder zumindest bekannten Sender arbeitet, hellt sich sein Gesicht auf: "Sorry, aber klar kannst du mitkommen und auch drehen so viel du willst, aber du musst hinterher den Namen unserer Agentur in der Sendung nennen, kostenfrei." Kati nickt; sie scheint so etwas nicht zum ersten Mal zu hören. Wir verabreden uns für den nächsten Tag in der Agentur.
Nach der Schule treffe ich mit Hannah. Vor dem Termin in der Agentur haben wir beide noch einen Termin bei unserer Frauenärztin. Der Sender besteht darauf, dass wir medizinisch erstklassig betreut werden. Als wir in die Praxis kommen, fühle ich mich genauso wie am Montag, als wir kurz zur Blutabnahme da waren sehr deplatziert. Überall sind nur Frauen, im Wartezimmer sitzen einige mit dicken Bäuchen. Hannah scheint das nichts auszumachen. Sie ist in Gedanken nur beim Modeln. Mich nervt es, dass der Sender eine Frauenärztin für uns ausgesucht hat, aber sie sei angeblich die Transgenderexpertin in Düsseldorf. Dann werde ich in den Untersuchungsraum geführt. Dort steht dieser obligatorische Stuhl. "Keine Angst Frau Kampmann, den werden wir in ihrem Fall nicht brauchen. Es ist ihnen doch recht, wenn ich sie als Frau anspreche, oder?" "Kein Problem, das ist mir gar nicht aufgefallen. Im Moment spricht mich sowieso niemand mit meinem männlichen Namen an, aber Laura wäre mir lieber." "Sie scheinen ja mit ihrer neuen weiblichen Rolle gut klar zu kommen? Aber für Sie ist es nur eine Rolle, oder sehen Sie das mittlerweile anders?" Etwas verständnislos schaue ich sie an. "Was meinen Sie mit anders?" "Es könnte ja sein, dass sie sich in ihrem neuen Körper so wohl fühlen, dass sie am Ende des Jahres gar nicht mehr zurückwollen"¦" Der Gedanke schockt mich völlig. "Das ich am Ende wieder der Basti sein werde, das ist für mich immer absolut klar gewesen; egal wie aufregend mein jetziges Leben ist und trotz des einen oder anderen verwirrenden Gefühls. Laura, das ist eine Rolle, eine große Rolle und ich finde es gelingt mir recht gut, aber es ist halt eine Rolle." Die Ärztin beruhigt mich:" So ist es auch geplant und wir werden alles tun damit der Weg zurück perfekt klappt; deshalb sind sie ja auch hier. Betrachten Sie meine Anmerkung einfach als Kompliment, wie authentisch Sie rüberkommen. Viele Transsexuelle Patientinnen würden sie um ihre genetischen Möglichkeiten beneiden. Sie sollten einfach nur wissen, dass wir sie auch unterstützen, wenn sie sich anders entscheiden. Aber nun zu den Ergebnissen ihrer Blutwerte: Durch die weiblichen Hormongaben, sind ihre Testosteronwerte leicht reduziert, aber das wir hier bleibende Veränderungen möglichst gering halten wollen, bekommen wird Ihre männliche Hormonproduktion nicht unterdrückt. Ihr Fall entspricht also nicht der üblichen Therapie für Transsexuelle. Wenn sie also irgendwelche Beschwerden haben, teilen Sie mir das bitte sofort mit."
"Bislang geht es mir recht gut; ich bin nur deutlich weniger kräftig, aber ich bin ja nun auch einige Kilo leichter." "Wie viel wiegen Sie zur Zeit?" "56 Kilo" "Das ist eher wenig aus medizinischer Sicht. Ist Ihr Gewicht stabil?" "Es schwankt zwischen 55 und56 Kilo. Noch mehr abnehmen, ist mir zu anstrengend."
"Das ist gut so. Sie müssen aufpassen, dass Sie vor lauter schauspielerischem Ehrgeiz nicht magersüchtig werden." Dann bittet sie mich, mich auszuziehen, bis auf den Slip. Dann untersucht sie mich, insbesondere meinen Brustbereich schaut sie sich sehr gründlich an. "Ihr Körper spricht trotz der recht geringen Hormongaben, sehr stark an. Leben sie zur Zeit in einer Beziehung?" Ich nicke. "Und haben sie regelmäßig Geschlechtsverkehr?" wieder nicke ich. Haben sie dabei irgendein Nachlassen ihrer sexuellen Erregbarkeit bemerkt." "Nein, es ist alles ganz normal, nur dass ich jetzt im Brustbereich auch sehr empfindlich bin." Sie scheint beruhigt. Dann bekomme ich meine Spritzen und bin entlassen.
sandra93
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 241
Registriert: Di 27. Mai 2014, 21:34
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 154 im Thema

Beitrag von sandra93 »

Ich gehe zurück ins Wartezimmer. Zum Glück ist es gerade leer; ich nehme mir eine etwas abgegriffene Elle und blättere im durch die Modeseiten. Obwohl es nicht genau mein Stil ist, kann ich mich dabei mittlerweile gut entspannen. Die Designeroutfits von der letzten Pariser Fashion Week würde ich zwar nie anziehen — und leisten könnte ich sie mir wahrscheinlich auch nicht — aber sie sehen schon chick aus. Es gibt einfach kaum einen Anlass, wo man so etwas anziehen kann; außer man hat einen Freund, der Millionär ist oder in der Filmbranche arbeitet. Ich stelle mir vor, wie ich an der Seite Brat Pitt in diesem wahnsinnig raffiniert geschnittenen gelben Kleid den roten Teppich entlang gehe. Ich spüre das Blitzlichtgewitter, das uns folgt und ich höre ein Journalist tuschelt, "wer die Neue an seiner Seite ist." Dann werde ich aus meinen Tagträumen gerissen. Eine Mutter betritt mit ihrer Tochter das Wartezimmer. Die Kleine ist sehr schlank wahrscheinlich noch keine 13. Sie scheint freudig erregt, während die Mutter eher etwas sorgenvoll aussieht. Beide sind sehr geschmackvoll gekleidet. Jeans, aber teure Tops und Bolerojäckchen. Fast wie Geschwister; ich finde diesen Trend ja etwas albern, aber bei den beiden sieht es irgendwie gut aus. Aufgeregt flüstert das Mädchen mit ihrer Mutter. "Wahrscheinlich bekommt sie heute das erste Mal die Pille verschrieben. Dabei staune ich wie jung sie noch ist. Aber manche können anscheinend nicht früh genug anfangen." Dann merke ich, wie fragend zu mir herüberschaut. Sie sagt etwas zu ihrer Mutter, die aber von dem Vorschlag nicht so richtig begeistert erscheint. "Aber ich will doch nur ganz lieb fragen", höre ich und sieschaut wieder zu mir herüber. Ich habe keine Ahnung, was sie möchte, aber ich nicke ihr aufmunternd zu. Dann kommt sie zu mir herüber: "Also, darf ich Sie oder dich?" "Ich heiße Laura", und dann bitte ich sie Platz zu nehmen. "Also ich bin Jessica. Meine Ma meint, es sei unhöflich dich so etwas direkt zu fragen, und außerdem bist du viel zu hübsch." "Wieso kann man denn zu hübsch sein?" "Du siehst einfach viel zu perfekt aus um auch transgender zu sein, oder vielleicht gerade deswegen?" Dabei schaut sie mich wieder mit ihren neugierigen Augen an. "Ich bin völlig baff. So ein junges Ding und sie scheint genau zu wissen, wohin sie will. Als ich aber zugebe, dass ich (auch?) transgender bin überschüttet sie mich mit Fragen. Ob ich es auch schon immer gewusst hätte; und dass es wahnsinnig wichtig sei so früh wie möglich zu beginnen, weil sie hinterher auch gerne so gut aussehen möchte wie ich. Dass sie eine Wahnsinns Angst vor dem Stimmbruch hat, aber ihre Ma nur angst wegen der Behandlung hat. Sie scheint wirklich nicht viele Möglichkeiten zu haben, sich mit Gleichgesinnten zu unterhalten und das trotz Internet. Etwas verunsichert und ausweichend versuche ich ihre Fragen zu beantworten. Das ist natürlich nicht ganz leicht, weil ich ja nicht wirklich transgender bin. Aber es fällt mir erstaunlich leicht; dabei merke ich, wie viel ich in den letzten Wochen über die weibliche Seite des Lebens gelernt habe. Wahrscheinlich ist es ihre offene und unkomplizierte Art, die es mir leicht macht zu antworten. Aber sie ist schon ganz schön frech. "Hast du einen Freund?" fragt sie mich ganz leise. "Eine Freundin" flüstere ich ihr ins Ohr. Jetzt ist sie zum ersten Mal etwas überrascht. "Cool" Bevor es zu kompliziert wird, kommt Hannah ins Wartezimmer. Jessica schaut mich fragend an. Ich schaue zu Hannah und nicke ihr augenzwinkernd zu. Eine kleine Notlüge, aber ich bin doch froh, als wir gehen.
micaela
schau
Beiträge: 61
Registriert: So 5. Feb 2012, 16:37
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 155 im Thema

Beitrag von micaela »

Ich kann Laura in allen Punkten nur 100%ig zustimmen!
Eine ganz tolle Geschichte! (ap) (ap) (ap)
sandra93
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 241
Registriert: Di 27. Mai 2014, 21:34
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 156 im Thema

Beitrag von sandra93 »

Vielen Dank,
was das scheibchenweise betrifft:
Es gibt keine weiteren Teile. Ich poste direkt nach dem Schreiben.
Daher auch manchmal der eine oder andere Tippfehler.

Ich bleib aber dran.

Da sind noch viele Folgen möglich.
larissa22tv
Beiträge: 33
Registriert: Fr 17. Aug 2012, 04:35
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 157 im Thema

Beitrag von larissa22tv »

Ja, bitte, die Geschichte ist sehr sehr spannend und gut geschrieben.
Manchmal würde ich sehr gern Laura sein.
sandra93
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 241
Registriert: Di 27. Mai 2014, 21:34
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 158 im Thema

Beitrag von sandra93 »

Dann machen wir uns auf den Weg zur Agentur. Die Adresse Königsallee macht natürlich neugierig. Aber zunächst finden wir den Eingang nicht. Nach einem kurzen Anruf werden wir bis an das Ende einer Passage geführt. Dann stehen wir in einem kleinen Treppenhaus und im obersten Stock ist die Agentur. Als sich die Fahrstuhltür öffnet stehen wir direkt im Foyer. Marja wartet dort schon auf uns.
Eine kleine Frau um die dreißig mit einer gewaltigen roten Lockenmähne und einer viel zu kurzen Lederjacke mit viel zu vielen Nieten kommt und entgegen über ihrer Schulter baumelt eine Kamera. " Ich bin Brooke, wir werden heute zusammen eure Setcards mache." Sie hat einen ganz leichten englischen Akzent. Dann führt sie uns in das eigentliche Studio. Durch die Oberlichter fällt gedämpftes Tageslicht in den Raum. An der Seite steht ein Stuhl umgeben von Weißen Schirmen und einer Art Spiegel. Nacheinander müssen wir uns setzten; dann wir noch ein wenig mit dem Licht etwas gemacht, was ich nicht verstehe. Dann werden wir fotografiert, mit den verschiedensten Gesichtsausdrücken. Am Ende bin ich dran. Es dauert diesmal viel länger, als bei der Messe. Brooke hat aber sehr viel Geduld mit uns und wir fühlen uns alle sehr wohl bei ihr. Am Schluss bin ich dran: Es klappt auch recht gut. Lächeln, geheimnisvoll in Ferne schauen, alles geht recht gut. "und nun romantisch verführerisch" Brooke ist aber nicht ganz zufrieden. "Denk an deine letzte romantische Nacht mit deinem Freund Laura. Wenn du morgens in seinen Armen aufwachst." Das hilft mir nun gar nichts. Dann erinnere ich mich an den Abend in Frankfurt, als mich zum ersten Mal ein Junge geküsst hat. Brooke scheint zufrieden zu sein und ich bin vorläufig entlassen. Dann kommt Laura aus der Maske zurück. Sie trägt ein weißes kurzes sehr figurbetontes Kleid. Ihre Haare sind mindestens 15cm länger und sie sieht aus wie ein Filmstar. Ich kann mich kaum von ihrem Anblick losreißen, aber dann muss ich doch rüber. Im Umkleide- und Maskeraum angekommen darf ich mir ein ockerfarbenes Top und einen kurzen, schwarzen enganliegenden Rock anziehen. Meine Haare werden mit sehr kleinen bunten Lockenwicklern ausgewickelt. "Keine Angst, die Locken sind morgen wieder draußen, obwohl ich finde du solltest über Locken nachdenken.." Dann beginnt sie mit meinem Gesicht. Oft muss ich zwischendurch die Augen schließen, aber ich bin fasziniert von der Verwandlung. Als ich dann die Lockenwickler rausbekomme und ich ganz feine Locken —eher nur gekräuseltes Haar- erkenne ich mich kaum wieder. Dann muss ich schon wieder ins Studio. Diesmal sind es mehr Posen und ich werde von Kopf bis Fuß abgelichtet. Am Ende macht mir das Posieren richtig Spaß. Hannah und Laura schauen zu. Als wir fast fertig sind, kommt die Frau von der Rezeption herein und spricht leise mit Brooke. Zunächst scheint sie etwas verärgert, aber dann schaut sie zu mir herüber und ihr Gesicht hellt sich auf: "Laura, hast du noch ein wenig Zeit?" Ich nicke etwas überrascht. "Also, ich habe gleich noch ein Shooting, aber unser Model hat den Flieger verpasst. Der Kunde will aber noch heute Abend die ersten Bilder. Du würdest vom Typ her passen. Hast du Lust auf deinen ersten richtigen Auftrag?" Fragend schaue ich zu Marja und Hannah. Sie nicken mir sehr aufmunternd zu: "Dürfen wir zuschauen?" Brooke nickt und wir gehen gemeinsam in das zweite Studio. Dort steht eine riesige Harley. Ich muss meinen Rock ausziehen und stattdessen in knallenge Jeans schlüpfen. Dann bekomme ich ein Lederjäckchen, das dem von Brooke sehr ähnlich sieht; Mein Makeup wird noch ein wenig dramatischer und dann kann es losgehen.
Ich gehe rüber zum Motorrad und warte auf Anweisungen, als ein total hübscher Kerl mit freiem Oberkörper und Jeans in den Raum kommt. Der klassische Latin Lover; Dann wir mir klar, wir sollen als Paar abgelichtet werden. "Jose from Caracas" stellt er sich vor. Brooke erklärt mir kurz, dass es sich um eine Jeanswerbung handelt; dann folgt eine knisternde Pose auf die andere. Am Anfang kann ich mich noch voll konzentrieren, aber Jose ist extrem gut aussehend; ich will es mir nicht eingestehen aber seine körperliche Nähe fängt an, mich zu erregen. Als er anfängt mir etwas auf Spanisch ins Ohr zu flüstern, durchfährt mich ein angenehmer Schauder. Er scheint es zu merken und lacht ein wenig. Brooke ist begeistert, aber ich brauche eine kleine Pause. "Ihr beide seid super! Laura, ich möchte mal etwas ausprobieren. Kannst du dir vorstellen, nur in BH und Jeans zu posen? Du brauchst keine Angst zu haben. Jose ist zwar ein Sprücheklopfer, aber er wird nie zu weit gehen.
Dann erklärt sie uns, was sie genau vorhat. Im Grunde das Gleiche wie vorhin, nur ich soll halt viel mehr Haut zeigen. Als Jose hört, dass es mein erstes Shooting ist, entschuldigt er sich bei mir für seine Aufdringlichkeit. Er hat mich für ein erfahrenes Modell gehalten, und dann verstößt er manchmal zum Spaß etwas gegen die Regeln. Ob ich denn auch kein Spanisch verstünde, fragt er etwas besorgt. "ein wenig schon" lüge ich kokett, und freue mich als er ein wenig rot wird.
Dann geht es weiter, aber diesmal verhält sich Jose sehr korrekt, wie ein englischer Gentleman. Er deutet die Berührungen wirklich nur an, aber dann werde ich ein wenig übermütig. Einen Sekundenbruchteil zu lange halte ich ihn fest oder ich streife mit meinem BH seine glattrasierte muskulöse Brust ganz kurz, wie zufällig. Er versucht weiterhin den Gentleman, aber ich merke wie es ihm nicht ganz leicht fällt. Gegen Ende haben wir einfach nur Spaß. Brooke ist total glücklich, aber immer noch nicht zufrieden. Sie nimmt mich zur Seite: "Ihr seid toll, und eigentlich habe ich alles, was ich brauche. Aber ich habe da noch eine Idee für eine Pose; dafür müsstest du aber deinen BH ausziehen! " Sie sieht mein etwas erschrockenes Gesicht " also auf den Fotos wird man deinen Busen nicht sehen, man sieht nur, dass du keinen BH anhast und vielleicht eine Winzigkeit von der Seite."
Mittlerweile habe ich Vertrauen zu Brooke und ich lasse mich auf die letzte Pose ein. Als ich zu Jose rübergehe wird mir ein wenig flau: "No games, please" flüstere ich ihm zu. Er nickt verständnisvoll und es geht los. Wir sind beide sehr konzentriert und nach fünf Minuten ist alles vorbei. Dann verabschieden wir uns "Be careful, young Lady" flüstert er mir ins Ohr als wir uns mit einem Wangenkuss verabschieden.
Auf dem Rückweg muss ich dann Laura und Marja alles noch mal haarklein erzählen, obwohl sie mit dabei waren. Kurz bevor wir Zuhause ankommen, ist eine Nachricht auf dem Handy; vom Brooke. "Dein erstes Titelbild." Es ist tatsächlich das ohne BH, aber sie hat ihr Versprechen gehalten; man sieht nur eine Winzigkeit von meinem Busen.
micaela
schau
Beiträge: 61
Registriert: So 5. Feb 2012, 16:37
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 159 im Thema

Beitrag von micaela »

Ich bin fast sprachlos!
WOW! (ap)
Du übertriffts DIch wieder mal selbst!
sandra93
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 241
Registriert: Di 27. Mai 2014, 21:34
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 160 im Thema

Beitrag von sandra93 »

Am nächsten Tag erhalte ich eine Nachricht, dass wir am Donnerstag um 7.00 Uhr im Messehochhaus erscheinen sollten, um uns beim Stand der Fa. Rolling Residences zu melden. Hannah und Marja haben die gleiche Nachricht erhalten. Dann wird uns klar, dass Donnerstag und Freitag ja Schule ist. Bei Laura und mir kümmert sich der Sender darum; aber Marja traut sich nicht, einfach eine ausgedachte Entschuldigung zu erfinden. Schließlich rufe ich Kati an. Fünf Minuten später meldet Kati sich: "Kein Problem, ich habe mit eurer Direktorin alles geklärt. Marja kann mit; aber ihr sollt in der Schule davon nichts erzählen, sonst wollen demnächst alle Mädels für irgendwelche Modeljobs frei." Ich habe keine Ahnung, wie das gehen soll, weil natürlich schon alle von unserem Job wissen, aber ich sage einfach brav ja.
5.30 zeigt mein Wecker. Zunächst will ich es nicht glauben. Aber dann fällt es mir ein. Heute habe ich meinen ersten Tag als Messehostess. Schnell überwiegt die Neugierde meine Müdigkeit. Etwas sorgenvoll gehe ich ins Bad. Gestern Abend habe ich einige Pickelchen in meinem Gesicht entdeckt. Hoffentlich hat die Creme gewirkt. Kritisch schaue ich in den Spiegel. Gott sei Dank; es kaum noch etwas zu sehen. Ich stecke meine Haare hoch und schlüpfe unter die Dusche. Nach dem Duschen creme ich mich noch ein und überprüfe noch mal ganz sorgefältig, ob das kleine Latexkunstwerk zwischen meinen Beinen auch perfekt sitzt. Dann schaue ich auf den schwarzen Slip und den dazu passenden BH, den ich gestern Abend herausgelegt habe; jetzt erscheint es mir doch nicht angebracht. Stattdessen wähle ich das klassische weiß, aber ein wenig Spitze muss es schon sein. Dann den dünnen ockergelben, enganliegenden Pullover meine Lieblingsjeans. Eigentlich sollten wir ja ungeschminkt erscheinen; aber ohne Lidstrich und etwas Wimperntusche fühle ich mich mittlerweile wie nicht fertig angezogen und ein wenig Lippenstift darf auch nicht fehlen. Dann ziehe ich meine weiße Leinenjacke an und mache mich auf den Weg zur Haltestelle. Als ich am Hauptbahnhof umsteigen muss, treffe ich Hannah und Marja. Sie haben sich ebenfalls für Langarmshirts und Jeans entschieden, aber zum Glück in weiß und rot. Marja macht sich Sorgen, ob sie vielleicht etwas Wichtiges in der Schule verpasst. Sie will ja unbedingt ein Einserabi machen. Ich beruhige sie; eigentlich ist sie keine Streberin, aber sie hat keine reichen Eltern, die ihr ein teures Auslandstudium bezahlen können, wenn sie den NC nicht erreicht.
Bevor wir lange nachdenken können, sind wir auch schon am Messegelände. Am Eingang zeigen wir unsere Einladungen vor. "Halle, Stand 21.01 — 09" sagt man uns nur und dann sind wir erst mal eine Zeit lang unterwegs. Schließlich sehen wir von weitem ein riesiges Banner "Rolling Residences" der Stand ist riesig und die Camper sind der absolute Luxus, viel mehr verstehe ich davon nicht und Campen hat mich im Grund auch noch nie interessiert. Etwas verloren schauen wir uns um. "Seid ihr die Mädels von der Agentur?", werden wir von einer Frau im Buisinesskostüm und Headset angesprochen. " Lis CEO-Europe" ist auf ihrem Anstecker zu lesen. Als wir sie ein wenig fragend anschauen fährt sie fort: "Ich meine seid ihr die Hostessen, die von der Messeagentur geschickt worden sind?" Erleichtert nicken wir. "Ihr solltet eigentlich schon vor einer Viertelstunde erscheinen.. aber los; folgt mir. Da drinnen werdet ihr schon erwartet. Sie führt und hinter die Kulissen. Dort begrüßt uns schon Kati. Dann werden wir von einer Stylistin zu den Schminktischen geführt. Ehe wir uns versehen sind unsere Köpfe mit kleinen Lockenwicklern gefüllt. Dann dürfen Laura und ich aufstehen und werden zu den Klamotten geführt. Marja darf sitzen bleiben und wird direkt geschminkt. Lis, die Frau mit dem Headset ist schon wieder verschwunden. Zunächst müssen wir graue Seidenstrumpfhosen anziehen und dann liegen da Röcke mit weißen Blusen und Jackets. Auf den ersten Blick sehen sie genauso auf wie das Kostüm von Lis. CEO bedeutet so viel wie Chefin habe ich zwischenzeitlich erfahren. Als wir dann fertig angezogen sind, bemerke ich, dass wir doch nicht genau das Gleiche tragen. Unsere Röcke sind wesentlich kürzer und auch der Ausschnitt erscheint mir etwas tiefer. Jetzt bin ich froh, dass ich heute Morgen den weißen BH gewählt habe. Als ich mich umdrehe bemerke ich ein Rascheln am Vorhang der, die Tür ersetzen soll. Dann sehe ich noch wie den Schatten von zwei Anzügen. Anscheinend hat man uns beim Umziehen heimlich beobachtet. Langsam verstehe ich den uralten Spruch: "Männer wollen nur das Eine"; mir wird klar. Ein guter Anzug bedeutet noch lange kein gutes Benehmen. "Perfekt", höre ich da Katis Stimme im Hintergrund. "ich habe die gaffenden und feixenden Typen im Kasten. Das ist so peinlich, das wird garantiert gesendet." Mit einem Schadenfrohen Lächeln gehe ich rüber zum Schminken. Alles geht sehr schnell und ist auch einen Hauch zu dick aufgetragen. "Sex sells" denke ich und wieder wird mir meine neue Rolle etwas klarer. Dann werde ich von einem Typen im Anzug abgeholt und nach draußen zum Empfang geführt. Dort wartet schon Marja. "Ich bin Ben, wir duzen uns hier alle; ich hoffe das ist o.k. für euch." Wir nicken, dabei schaue ich mir Ben etwas genauer an. "Ben, Key Account MidEurope" steht auf seinem Schild. Sein Anzug ist aus dem gleichen Stoff wie unsere Kostüme. Er selbst ist braungebrannt und man sieht deutlich, dass er mehr als einmal die Woche trainiert. Er hat fast schulterlanges blondes Haar und aus dem geöffneten Hemd schauen die Brusthaare hervor. Wie um das Klischee abzurunden trägt er einen gepflegten Dreitagebart.
"Ich erklär euch jetzt mal was ihr tun müsst; außer gut sichtbar und nett lächelnd herumzustehen. Damit sind wir schon beim ersten. Es reicht, wenn eine von euch hinter der Rezeption steht. Die anderen sollten sich über den Stand verteilen und warten, ob sie von Kunden angesprochen werden. Gelegetlich werden wir gerufen um Getränke und Kekse in die Besprechung zu bringen. Wenn jemand etwas fragt, dann führt ihn zur Rezeption und dann zu einem der Salesmanager, wenn gerade keiner frei ist oder er jemand spezielles sprechen möchte, dann vereinbart einen Termin. Heute ist Fachbesuchertag, die haben alle irgendein Anliegen. Vertreter und Bewerber bekommen eine Viertelstunde; Kunden eine halbe Stunde. So jetzt zeige ich euch das System. Etwas langatmig erklärt er uns das Terminsystem, trotzdem schwirrt mir der Kopf und es nervt mich etwas, dass ich seinen Atem etwas zu nah in meinem Nacken spüre und er meint, er müsse meine Hand mit der Maus führen, um mir alles ganz genau zu erklären.
Annabelle-R.
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 174
Registriert: Mo 24. Mär 2014, 17:02
Geschlecht: transgender
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 161 im Thema

Beitrag von Annabelle-R. »

Hallo Sandra,
ich bin mal wieder platt, was Du für eine Kreativität an den Tag legst, das fließt ja nur so, hab ich den Eindruck.
Vielleicht wird mal ein Drehbuch draus :P
Liebe Grüße
Annabelle
Toleranz ist die Möglichkeit, dass der Andere Recht haben könnte
Kurt Tucholsky
sandra93
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 241
Registriert: Di 27. Mai 2014, 21:34
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 162 im Thema

Beitrag von sandra93 »

Schließlich ist er fertig und bevor ich mich richtig aufregen kann, geht der Ansturm los. Zwar ist heute nur Fachbesuchertag, aber an unserer Theke wird es schnell voll und wir sind alle voll beschäftigt. Die meisten Besucher sind sehr höflich, aber ich bemerke mehr als einmal, wie der blick des einen oder anderen Anzugträgers Richtung Dekolte wandert. "Sex Sells", das bin jetzt ich. Obwohl ich sie nicht sehe, merke ich die Blicke, die mir folgen, wenn ich Besucher in die Besprechungsräume führe; schließlich habe ich es ja vor einiger Zeit noch selbst so gemacht. Zunächst bin ich etwas verunsichert; aber dann ist so viel zu tun, dass ich kaum zum Nachdenken komme. Hannah scheint es zunächst ähnlich zu gehen, aber dann merke ich, wie sie Gefallen an der Aufmerksamkeit bekommt. Als sie zwei äußert charmante Italiener in den Besprechungsraumgeführt hat flüstert sie mir zu: " Also, wenn ich nicht schon in festen Händen wäre...". Erst gegen Nachmittag wird es etwas ruhiger. Sehnsüchtig warte ich auf den Feierabend; meine Füße schmerzen. Ich bin noch nie solange mit Pumps herumgelaufen. Endlich finden wir etwas Zeit mal alle drei miteinander zu reden. Marja hatte am meisten Glück. Sie durfte dolmetschen, da sie perfekt russisch spricht. Bei einem Gespräch war auch ein Milliardär dabei. "Der hat die ganze Zeit nur mich angeschaut. Das war mir fast peinlich. Und die Frau, die er dabei hatte war genauso wie man sich das vorstellt. Blond, sehr, sehr jung und teuer aber nicht ganz geschmackvoll gekleidet. Ihre Blicke wanderten immer zwischen mir und ihm hin und her. Als er mir am Ende noch seine Karte geben wollte, da hat sie ihn dermaßen angeguckt, dass er sich nicht getraut hat. Zum Glück, ich fand ihn nicht besonders sympathisch."
"Hallo Ihr Hübschen, ihr wart echt toll heute." Ich versuche mein bösartigstes Lächeln aufzusetzen. Es ist Ben, der Macho von heute Morgen. "Ihr seht nicht nur toll aus; ihr habt auch richtig was drauf. Das mit den Termine, das habt ihr richtig gut gemacht. Das haben wir schon ganz anderes erlebt. Und Marja, unsere Chefin meint, du könnest direkt bei und anfangen, du hast echt Verkaufstalent. Dann sieht er meinen Blick und er schaut mich an: "Ja ich weiß, heute morgen bin ich etwas plump aufgetreten; das war nicht so ganz angemessen. Tut mir echt leid." Jetzt hat er so einen Dackelblick, das er mir tatsächlich etwas leid tut. Unwillkürlich muss ich lächeln; Ben merkt es natürlich sofort, obwohl ich wegschaue. "Friede?" Ich nicke; und dann schlägt er vor wir sollen noch mit zum Hotel kommen, zusammen mit all den anderen. Wir zögern erst ein wenig, aber dann lassen wir uns auf ein Stündchen überreden.
Im Hotel angekommen ist sofort gute Stimmung. Die Drinks sind gut und alle auf Kosten des Hauses. Wir sind sofort mittendrin, was wohl auch mit unserem Äußeren zu tun hat. Währen der eine oder andere Vertriebsmann mal etwas anzügliche Bemerkungen macht, ist Ben ausgesprochen nett zu uns oder genauer gesagt zu mir. Aber alle sind nett zu uns; Wir sollen unbedingt nach dem Abi bei "RR" anfangen; ist natürlich alles Spaß, aber es schmeichelt schon. Die Stunde ist lange rum. Marja hat sich mit Hinweis auf ihre russischen Eltern verabschiedet. So merke ich kaum, wie es später und später wird. Marko, das schwarzhaarige Macho Gegenstück zu Ben sowie Hannah und ich sind schließlich die letzten. Die beiden haben beide Wirtschaft studiert, aber da sie etwas zu viel gefeiert haben, sind es am Ende nicht die besten Noten geworden. Aber beide schwärmen von "RR" wie "Rolling Residences" nennen; und das Geld sei besser, als in den meisten Konzernen. Beide sind natürlich sehr sportlich und im Moment ist Kiten total in. Aber wenn sie davon erzählen, dann klingt es kaum angeberisch. Plötzlich muss ich Gähnen; als ich die Augen wieder öffne, ist nur noch Ben da und sein Kopf ist direkt über mir. Ich bin auf seinem Schoß eingeschlafen; etwas erschreckt schnelle ich hoch.
"Das war ein harter Tag für dich Laura. Soll ich dir ein Taxi rufen?" Verträumt schaut er mich an. Ich hätte jetzt alles erwartet, aber nicht, dass er mir wie ein Gentleman anbietet, mir ein Taxi zu rufen. Ich sehe wie er zur Rezeption geht und etwas bespricht. Dann kommt er mit zwei Gläsern Wein wieder. "Es dauert leider noch eine halbe Stunde. Wegen der Messe sind fast alle Taxen unterwegs"
Er sieht, wie ich mir die Schuhe unter dem Tisch ausgezogen habe. "Soll ich die etwas die Füße massieren?" Ich nicke, das muss der Alkohol und die Müdigkeit sein, aber er macht es sehr gut. Nach einigen Minuten sagt er: "Dreh dich rum und er massiert mir den Rücken. Ich entspanne mich nur. Dabei verliere ich jedes Zeitgefühl. Auf einmal merke ich, wir er mir durchs Haar streicht. Es ist schön und ich wehre mich nicht. "Willst du dich noch ein wenig ausruhen?" flüstert er mir ins Ohr. "Bei mir auf dem Zimmer?" "Du bist verrückt", flüstere ich, aber es ist sehr halbherzig. Er streicht mir weiter durch die Haare. Ich lasse es geschehen. Dann nimmt er mein Gesicht in seine Hände und schaut mich an. Seine Lippen nähern sich meinen und es scheint alles ganz natürlich. Er küsst sehr gut. Ich lasse mich von ihm führen; es ist wie im Traum. Plötzlich stehen wir vor seinem Zimmer.
Beatrix
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 535
Registriert: Sa 25. Jul 2015, 16:40
Geschlecht: IS.....>...F
Pronomen: sie/ihr
Wohnort (Name): Bullerbü :-)
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 163 im Thema

Beitrag von Beatrix »

Schon wieder so ein Cliffhanger (ag) - manchmal weiß ich nicht, ob ich Sandra dafür lieben (ki) oder hassen :evil: soll.

LG
Beatrix
Nachdem Gott mich geschaffen hatte, sagte er: "Ups, da ist mir doch
ein Fehler passiert. Na egal, den müssen andere wieder ausbügeln. :-)"
sandra93
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 241
Registriert: Di 27. Mai 2014, 21:34
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 164 im Thema

Beitrag von sandra93 »

Einen ganz kleinen Moment halte ich inne. Aber dann sind wir auch schon im Zimmer und ich bin es die die Tür schließt. Die wilden Umarmungen und Küsse die dann folgen sind unbeschreiblich. Ich bin wie im Rausch. Seine Küsse wie er mit seinen Händen erst vorsichtig und dann immer direkter meinen Körper erkundigt. Ich spüre seine starken Schultern. Dann stoppt er kurz und schaut mir tief in die Augen und streicht mit zärtlich durch das Haar. Seine Fingerspitzen streicheln ganz vorsichtig über mein Dekolte. Ich höre meinen Puls in den Ohren. Dann spüre ich wie es meinen Blusenknopf öffnet. Wieder küsst er mich ganz zärtlich. Wie in Trance öffne ich seine Hemdknöpfe. Seine Brust ist glatt rasiert, was seien durchtrainierten Körper noch mehr zur Geltung bringt. Alles ist wie in einem Traum; plötzlich sind wir beide fast nackt. Er hat nur noch seine Boxershorts an und die ist deutlich gespannt. Dann hebt er mich auf das Bett und zieht mir die Strumpfhose aus. Etwas hilflos und mit leicht gespreizten Beinen liege ich vor ihm. Er scheint meine Hilflosigkeit zu ahnen, wenn er auch den wahren Grund nicht wissen kann. Er hebt mich wieder hoch und ich umklammere mir meinen Beinen seine Hüfte. Wie durch Geisterhand ist nun auch mein BH verschwunden. Er drückt mich leicht gegen die Wand und Dann küsst er mich leidenschaftlich und ich spüre die Erregung zwischen seinen Beinen. Wie gerne würde ich mich ihm ganz hingeben. Dann spüre ich seine Hände an meinem Slip; oh wenn es doch nur weitergehen könnte! Ich löse meine Umklammerung. Ganz sanft schiebe ich ihn ein wenig weg von mir. Ich merke wie verschwitzt ich schon bin. "Ich kann heute nicht", flüstere ich kaum merklich und wage es nicht ihn dabei anzusehen. Sanft hält er mein Gesicht mit seinen Händen:" Das ist o.k., aber ein wenig Enttäuschung ist ihm schon anzumerken; Plötzlich packt mich der Übermut. Meine Hand gleitet in seinen Schritt und was ich dann mit meinem Mund mache, dass hätte ich nie zu träumen gewagt. Schließlich schlafen wir eng umschlungen ein. Dann spüre ich plötzlich etwas hartes in meiner Poritze; Ich will mich zuerst wegdrehen, aber er hält mich sanft fest: "Ich weiß du hast deine Tage, aber vielleicht kann ich dir etwas anders eine Freude machen. Was er dann mit etwas Hilfsmitteln anstellt kannte ich bislang nur vom Hörensagen. Zunächst hatte ich etwas Angst und es tat auch ein wenig weh, aber dann dieses Gefühl, ihn in mir zu spüren und ich spürte wie wir beide zum Höhepunkt kamen. Es war völlig anders, aber es waren unvergessliche Minuten gewesen. Seine Arme hielten mich eng umschlungen. Wir sagten beide kein Wort, dann merkte ich wie seine Arme schwer auf mir lagen; ich hörte leise Schlafgeräusche. Meine Augen wandern durch das Zimmer; von weitem höre ich durch das Fenster die Straße. Ich bin wach aber unfähig zu denken. Die Zeit scheint still zu stehen. Dann sehe ich den Radiowecker 4.12 Ich will hier morgen früh nicht aufwachen. Vorsichtig löse ich mich aus seiner Umarmung, aber er schläft tief und fest. Ich sammle meine auf dem Boden verstreute Kleidung zusammen und gehe ins Bad. Ich sehe ganz schön zerzaust aus, aber zum Glück habe ich meine Handtasche dabei und es gelingt mir mich wieder einigermaßen herzurichten. Als ich fertig bin, male ich noch mit Lippenstift ein Herz auf den Spiegel und drücke einen Kussmund daneben; ganz schön kitschig, aber es soll nicht denken, dass ich es nicht schön war.
Dann schleiche mich leise aus dem Raum und runter zur Rezeption. Ich frage nach einem Taxi und zum Glück muss ich nicht lange warten. Der Portier war zwar sehr diskret, aber ich konnte spüren dass er weiß, was ich gerade getan habe.
sandra93
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 241
Registriert: Di 27. Mai 2014, 21:34
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Re: Doku Soap

Post 165 im Thema

Beitrag von sandra93 »

Um 7.00 Uhr geht mein Wecker. Erst denke ich, es ist ein Versehen, weil doch heute Samstag ist. Dann wird mir klar ich habe heute meinen zweiten Tag als Messehostess. Während ich meine Kopfschmerzen mit Aspirin bekämpfe, kommen mir langsam wieder meine Erinnerungen. Unter der Dusche träume ich noch etwas von der vergangenen Nacht. Dann beim Anziehen wird mir klar, dass ich ihn heute den ganzen Tag über sehen werde. Die Nacht war aufregend, aber etwas Ernstes mit einem Kerl anfangen und dann auch noch Ben; der sieht mich bestimmt nur als eine kleine Eroberung in seiner Sammlung; bestimmt lacht er über mich und macht Witze bei seinen Kollegen. Ich schäme mich, dass ich so leicht hab rumkriegen lassen. Am meisten verwirrt mich, wie sehr er mich erregt hat; dass ein Mann so etwas bei mir auslösen kann? Bin ich etwa doch schwul? Aber Marja ist ja auch noch da?
Auf der U-Bahnfahrt denke ich viel nach. Die Verwirrung geht nicht weg. Dann wird mir klar, wie spießig ich bin. Was ist schon dabei Männer und Frauen lieben zu können; ob ich nach dem Ende des Experiments wieder ausschließlich Frauen lieben werde? Einfach abwarten, ist ja nichts Schlimmes und Frauen interessiere ich mich ja definitiv, sogar jetzt wo ich wie eine aussehe?
Die Fahrt ist schneller vorbei, als mir lieb ist. Als ich zum Stand komme werde ich direkt in die Umkleide geschickt; das Zurechtmachen geht sehr schnell, Marja und Laura sind schon fertig und stehen an der Rezeption. Ich hatte ihnen nur kurz zuwinken können. Als ich fertig bin und rausgehe sehe ich ihn. Ben. Meine Knie werden weich und ich hoffentlich sieht er nicht, wie ich unter meiner Schminke rot werde. Etwas verlegen kommt er auf mich zu. Er nimmt mich etwas zur Seite:"Du, das gestern Nacht war toll mit dir; und die kleine Nachricht auf dem Spiegel hat mich total gefreut; aber ich hab ein schlechtes Gewissen;" "Warum flüstere ich, es war doch sehr schön" Dann schaut er mir tief in die Augen: "Deshalb, ja. Du warst zu unverkrampft und so offen, gar nicht abschätzend oder berechnend. Deshalb fühle ich mich auch nicht so gut; am Anfang habe ich einfach nur bei den anderen angeben wollen, dass ich dich rumkriege.." Entsetzt schaue ich ihn an. Wenn jetzt alle wissen, was letzte Nacht passiert ist, dann wird das heute das reinste Spießrutenlaufen.
"Nein ich niemanden etwas erzählt; ich habe den anderen gesagt, dass ich dich ins Taxi gesetzt habe und du nach Hause gefahren bist. Hast du so etwas wie gestern überhaupt schon mal gemacht? Ich meine, einen One Night Stand?" Etwas verlegen schüttle ich den Kopf. "Dann lass es unser kleines Geheimnis werden." Erleichtert nicke ich. Dann gehe ich zur Rezeption, wo mich die beiden erwartungsvoll begrüßen. Ich antworte ausweichend, aber bevor sie weiter nachhaken können beginnt auch schon der Besucheransturm. Der Tag ist furchtbar hektisch, aber eher wir uns versehen, ist auch schon Feierabend. Die Jungs fragen, ob wir heute wieder mitkommen wollen; etwas zu schnell schüttle ich den Kopf; Sie merken nichts, aber Laura und Marja sagen, dass sie sich heute mit ihren Freunden treffen wollen. Als wir dann in der U-Bahn sitzen, werden die Fragen wieder sehr neugierig; schließlich gebe ich zu, dass ich die Nacht bei Ben verbracht habe. Dann schleppen die beiden mich in ein Eiskaffee und ich muss alles noch einmal haarklein berichten. Jetzt bin ich froh, dass ich meine Erlebnisse teilen kann. Die beiden machen mir auch keine Vorwürfe, " Das ist mir auch schon mal passiert," sagt Marja, "Aber der Typ war nicht so nett und hat vor seinen Kumpels damit geprahlt. So wie die gekuckt haben, hat der einiges dazu erfunden. Zum Glück war es niemand aus meiner Klasse. Aber in dem Laden bin ich seitdem nie wieder gewesen." Wir gehen noch ein wenig shoppen bevor die Läden schließen, aber dann sind wir so müde, dass wir nach Hause fahren; Das heißt Marja kommt noch mit zu mir, sodass ich auch in dieser Nacht nicht viel Schlaf bekomme.
Antworten

Zurück zu „(Eigene) Berichte und Geschichten“