Europawahl - # 2
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Jaqueline
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Re: Europawahl
Die Niederlande ist nicht so ein grosser Nettozahler.
Aber jeder Rechtsruck ist schlecht.
Aber jeder Rechtsruck ist schlecht.
Genieße jeden Tag, als sei es dein letzter :-)
Seit dem 01.01.2024 findet man mich an einer kleinen Klinik in München.
https://www.crossdresser-forum.de/phpBB3/viewtopic.php?p=277174#p277174
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*~Laura~*
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Re: Europawahl
Ähem, Conny schrieb "Hollande" nicht "Holland"Jaqueline hat geschrieben:Die Niederlande ist nicht so ein grosser Nettozahler.
Aber jeder Rechtsruck ist schlecht.
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Re: Europawahl
[quote="Maria" Übrigens würde ich auch keine dieser Parteien wählen, Demokratie und Meinungsfreiheit, sind mit die größten Grundrechte unserer Gesellschaft, diese können meiner Meinung nach weder von den Linken noch von Rechten vertreten werden. Also nee, wirklich hatten wir bis vor 70 bzw. 25 Jahren, ich brauche beides nicht oder nicht mehr.[/quote]
Nunja, dann stelle ich mal die ketzerische Frage, wieviel Demokaratie denn noch heutzutage existiert? Ich finde, auch Deutschland entfernt sich immer mehr davon...
Nunja, dann stelle ich mal die ketzerische Frage, wieviel Demokaratie denn noch heutzutage existiert? Ich finde, auch Deutschland entfernt sich immer mehr davon...
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nicole.f
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Re: Europawahl
Hallo!
Ich hatte es an anderer Stelle auch schonmal gepostet, aber hier pass es auch gerade hin...
Klar war gestern Nicole wählen... ich sehe es auch gar nicht mehr ein, mich wegen soetwas zu verstellen. Aber es steht nunmal noch der männliche Name auf dem Wahlschein. Doch auch das war mir jetzt völlig Wurst. Ich freute mich eher schon auf die Verwirrung, die deshalb ganz sicher kommen würde. Im Wahllokal gab dann zuerst meine Frau ihren Zettel ab, die erste Wahlherlferin teilte dann der zweiten Name und Wahlbezirk mit "Frau K., Nummer ...". Oha dachte ich. Die sagen also die Anrede dazu, das wird ja spannend. Dann war ich dran und gab ihr lächelnd meinen Zettel. Sie schaut drauf, liest und sagte dann "Aber da stimmt was nicht, das ist doch nicht ihr Zettel?" - "Doch doch, das stimmt schon so." - "Oh, entschuldigen Sie bitte, das habe ich jetzt nicht erkannt." - "Danke
Ich nehme das als Kompliment." - "Das können Sie wirklich.".
Sehr schön
@Julia, richtig, das war wieder so ein netter Glücksmoment
@Gina - ich würde das auch wie Jaqueline sagen, das hat bei "uns" nichts mehr mit Mut zu tun. Wenn es das noch wäre, dann würde es ganz schrecklich. Ein wesentlicher Unterschied, völlig wertfrei, zwischen TV/CD und TS ist, das CD/TV es sich aussuchen können, wie sie auftreten möchten. Für TS gibt es diese Alternative eigentlich nicht, denn dann würde man sich wieder selbst verleugnen und das führt wieder zu all dem Negativen, was uns so lange belastet hat. Also gibt es nur die eine Möglichkeit, auch zur Wahl.
Lange Zeit, sehr lange Zeit, hätte ich das, was ich da gestern tat, auch für völlig ausgeschlossen und unglaublich mutig gehalten! Doch ist dann mal der Groschen gefallen, dass dies die eine einzige eigene Identität ist, dann ist das alles alternativlos und Mut braucht es dann praktisch nicht mehr. Das ist schon recht seltsam... aber auch gut so. Ich wüsste sonst nicht, wie ich den Alltag bestehen sollte, wenn ich permanent Mut zur Überwindung von irgendwelchen Schwellen aufbringen müsste.
Doch so ist es jetzt völlig normal, wie jeder anderer Tag zuvor auch - nur richtig, besser und einfach nur gut.
Was aber jetzt bitte nicht als Motivationsaufruf verstanden werden sollte!
Wer es nicht wirklich unbedingt _muss_ und es noch Alternativen gibt, der/die sollte den Schritt einer völligen Transition besser nicht angehen. Es gibt viel zuviele Dinge, die dabei schief laufen können und damit weitgehende und teils irreparable Folgen haben können. Wenn dem nicht die dringende altenativlose Notwendigkeit entgegen steht, dann wird das nicht auf Dauer gut gehen. Ich schreibe das vor allem mal so explizit, weil ich manchmal schon fast so etwas Bewunderung oder Neid bei manchen heraushöre/-lese und die Gefahr sehe, dass so eine Art Gruppenzwang dadurch entstehen könnte "Oh, da möchte ich dazu gehören!". Ich halte es für ganz und gar nicht erstrebenswert, sein Leben so radikal umzukrämpelm. Im Gegenteil gehört für mich schon fast mehr Mut dazu, zur Dualität zu stehen und diese offen zu leben. so wie es auch hier im Forum einige bravurös tun.
Liebe Grüße
nicole
Ich hatte es an anderer Stelle auch schonmal gepostet, aber hier pass es auch gerade hin...
Klar war gestern Nicole wählen... ich sehe es auch gar nicht mehr ein, mich wegen soetwas zu verstellen. Aber es steht nunmal noch der männliche Name auf dem Wahlschein. Doch auch das war mir jetzt völlig Wurst. Ich freute mich eher schon auf die Verwirrung, die deshalb ganz sicher kommen würde. Im Wahllokal gab dann zuerst meine Frau ihren Zettel ab, die erste Wahlherlferin teilte dann der zweiten Name und Wahlbezirk mit "Frau K., Nummer ...". Oha dachte ich. Die sagen also die Anrede dazu, das wird ja spannend. Dann war ich dran und gab ihr lächelnd meinen Zettel. Sie schaut drauf, liest und sagte dann "Aber da stimmt was nicht, das ist doch nicht ihr Zettel?" - "Doch doch, das stimmt schon so." - "Oh, entschuldigen Sie bitte, das habe ich jetzt nicht erkannt." - "Danke
Sehr schön
@Julia, richtig, das war wieder so ein netter Glücksmoment
@Gina - ich würde das auch wie Jaqueline sagen, das hat bei "uns" nichts mehr mit Mut zu tun. Wenn es das noch wäre, dann würde es ganz schrecklich. Ein wesentlicher Unterschied, völlig wertfrei, zwischen TV/CD und TS ist, das CD/TV es sich aussuchen können, wie sie auftreten möchten. Für TS gibt es diese Alternative eigentlich nicht, denn dann würde man sich wieder selbst verleugnen und das führt wieder zu all dem Negativen, was uns so lange belastet hat. Also gibt es nur die eine Möglichkeit, auch zur Wahl.
Lange Zeit, sehr lange Zeit, hätte ich das, was ich da gestern tat, auch für völlig ausgeschlossen und unglaublich mutig gehalten! Doch ist dann mal der Groschen gefallen, dass dies die eine einzige eigene Identität ist, dann ist das alles alternativlos und Mut braucht es dann praktisch nicht mehr. Das ist schon recht seltsam... aber auch gut so. Ich wüsste sonst nicht, wie ich den Alltag bestehen sollte, wenn ich permanent Mut zur Überwindung von irgendwelchen Schwellen aufbringen müsste.
Doch so ist es jetzt völlig normal, wie jeder anderer Tag zuvor auch - nur richtig, besser und einfach nur gut.
Was aber jetzt bitte nicht als Motivationsaufruf verstanden werden sollte!
Wer es nicht wirklich unbedingt _muss_ und es noch Alternativen gibt, der/die sollte den Schritt einer völligen Transition besser nicht angehen. Es gibt viel zuviele Dinge, die dabei schief laufen können und damit weitgehende und teils irreparable Folgen haben können. Wenn dem nicht die dringende altenativlose Notwendigkeit entgegen steht, dann wird das nicht auf Dauer gut gehen. Ich schreibe das vor allem mal so explizit, weil ich manchmal schon fast so etwas Bewunderung oder Neid bei manchen heraushöre/-lese und die Gefahr sehe, dass so eine Art Gruppenzwang dadurch entstehen könnte "Oh, da möchte ich dazu gehören!". Ich halte es für ganz und gar nicht erstrebenswert, sein Leben so radikal umzukrämpelm. Im Gegenteil gehört für mich schon fast mehr Mut dazu, zur Dualität zu stehen und diese offen zu leben. so wie es auch hier im Forum einige bravurös tun.
Liebe Grüße
nicole
Ich bin trans* - und das ist gut so!
Homepage: http://www.dpin.de/nf
Blog: http://www.dpin.de/nf/category/trans/
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Vivian Cologne
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Re: Europawahl
Hallo Nicole und die anderen,
dieser Thread heißt "Europawahl", und auch bei unseren Lebensentscheidungen spielt die "Wahl" eine große Rolle. Deshalb triffst du auch mal wieder ins Schwarze mit deinem letzten Absatz, und deshalb passt auch meine Erwiderung gut dazu.
Klar, ich fühle mich angesprochen, ich habe mich schon öfter als Nachahmungstäterin gesehen. Die Transition anzugehen habe ich früher als undurchführbar angesehen, die Gefahren und Risiken erschienen mir zu groß. Aber das Gefühl, "dazuzugehören" und das auch zu wollen, um endlich glücklich zu werden, ist seit vielen Jahren da. Ich weiß noch, wie ich auf Svenjas Blog stieß und immer weiter lesen musste. Aber es machte mich auch traurig, weil das mein Weg nicht sein könne, so dachte ich.
In den letzten Monaten habe ich viel geschrieben hier im Forum und noch mehr gelesen. Und ich kann mich nicht von Bewunderung freisprechen für die, die schon weiter sind oder angekommen sind in ihrem "neuen Leben". Hier im Forum sind das vor allem Nicole, Julia und ab, aber dazu gehören auch alle anderen. Ist das eine schlechte Motivation, das auch oder so ähnlich anzugehen, ist das nur ein Schwimmen mit dem Strom, das Gefühl, endlich mal zu einer Gruppe zu gehören, nach einem halben Leben als Außenseiter?
Ich bin ich, und ich kann nur für mich entscheiden, das verbindet mich mit euch. Und ich bin euch dankbar, dass ihr eure Erfahrungen mit mir und den anderen teilt. Ich kann unterstreichen, was Nicole zur Dualität schreibt. Das offen zu leben und durchzuhalten kostet mehr Kraft und Mut, als sich zu entscheiden. Wenn ich das akzeptiere, ist die Entscheidung eigentlich recht einfach. Den nein Zurück kann ich mir nun ganz und gar nicht vorstellen. Und außerdem würden mich alle meine Lieben für bekloppt halten, nachdem ich sie monatelang mit meiner Trans-Geschichte zugeschüttet habe. Aber auch das kann nicht der Gradmesser sein, schon klar.
Und um den Bogen zu schließen: Ich war wählen, so wie immer seit 1980, seitdem ich darf. Und mein Erscheinungsbild entsprach meinem Eintrag im Wählerverzeichnis. War ich deshalb feige? Trotz meines eigentlich entwaffnenden Lächelns und des Ergänzungsausweises in der Tasche? Nein, ich war schlicht zu faul und bin nach dem Radeln im männlichen Outfit kurz dort vorbei - statt mich ein bisschen aufzuhübschen und es zu zelebrieren und auszukosten. Den ganzen Nachmittag habe ich mich darüber geärgert, bis die vielen Stimmen für die AfD-Schreihälse mir endgültig die Stimmung vremasselten.
Noch bin ich also auf der Suche nach den Glücksmomenten. Da trifft es sich gut, dass ich übermorgen nach Berlin abreise, um Glückshormone zu tanken.
Vivian, im Nachdenkmodus
dieser Thread heißt "Europawahl", und auch bei unseren Lebensentscheidungen spielt die "Wahl" eine große Rolle. Deshalb triffst du auch mal wieder ins Schwarze mit deinem letzten Absatz, und deshalb passt auch meine Erwiderung gut dazu.
Klar, ich fühle mich angesprochen, ich habe mich schon öfter als Nachahmungstäterin gesehen. Die Transition anzugehen habe ich früher als undurchführbar angesehen, die Gefahren und Risiken erschienen mir zu groß. Aber das Gefühl, "dazuzugehören" und das auch zu wollen, um endlich glücklich zu werden, ist seit vielen Jahren da. Ich weiß noch, wie ich auf Svenjas Blog stieß und immer weiter lesen musste. Aber es machte mich auch traurig, weil das mein Weg nicht sein könne, so dachte ich.
In den letzten Monaten habe ich viel geschrieben hier im Forum und noch mehr gelesen. Und ich kann mich nicht von Bewunderung freisprechen für die, die schon weiter sind oder angekommen sind in ihrem "neuen Leben". Hier im Forum sind das vor allem Nicole, Julia und ab, aber dazu gehören auch alle anderen. Ist das eine schlechte Motivation, das auch oder so ähnlich anzugehen, ist das nur ein Schwimmen mit dem Strom, das Gefühl, endlich mal zu einer Gruppe zu gehören, nach einem halben Leben als Außenseiter?
Ich bin ich, und ich kann nur für mich entscheiden, das verbindet mich mit euch. Und ich bin euch dankbar, dass ihr eure Erfahrungen mit mir und den anderen teilt. Ich kann unterstreichen, was Nicole zur Dualität schreibt. Das offen zu leben und durchzuhalten kostet mehr Kraft und Mut, als sich zu entscheiden. Wenn ich das akzeptiere, ist die Entscheidung eigentlich recht einfach. Den nein Zurück kann ich mir nun ganz und gar nicht vorstellen. Und außerdem würden mich alle meine Lieben für bekloppt halten, nachdem ich sie monatelang mit meiner Trans-Geschichte zugeschüttet habe. Aber auch das kann nicht der Gradmesser sein, schon klar.
Und um den Bogen zu schließen: Ich war wählen, so wie immer seit 1980, seitdem ich darf. Und mein Erscheinungsbild entsprach meinem Eintrag im Wählerverzeichnis. War ich deshalb feige? Trotz meines eigentlich entwaffnenden Lächelns und des Ergänzungsausweises in der Tasche? Nein, ich war schlicht zu faul und bin nach dem Radeln im männlichen Outfit kurz dort vorbei - statt mich ein bisschen aufzuhübschen und es zu zelebrieren und auszukosten. Den ganzen Nachmittag habe ich mich darüber geärgert, bis die vielen Stimmen für die AfD-Schreihälse mir endgültig die Stimmung vremasselten.
Noch bin ich also auf der Suche nach den Glücksmomenten. Da trifft es sich gut, dass ich übermorgen nach Berlin abreise, um Glückshormone zu tanken.
Vivian, im Nachdenkmodus
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franziskabeata
Re: Europawahl
Wählen gehen ist für mich kein Thema. Ich mache immer Briefwahl. Zur Zeit gehöre ich keiner Partei an. Früher war ich in der "Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen". Die haben mich von Anfang an akzeptiert so wie ich bin und sein möchte.
Zu Behörden muss ich nur sehr selten. Um Missverständnisse zu vermeiden, kündige ich mein Erscheinen als Frau respektive in Frauenkleidern vorher telefonisch an. Bei der persönlichen Vorsprache ist dann die Anrede mit "Frau" wie selbstverständlich.
Zu Behörden muss ich nur sehr selten. Um Missverständnisse zu vermeiden, kündige ich mein Erscheinen als Frau respektive in Frauenkleidern vorher telefonisch an. Bei der persönlichen Vorsprache ist dann die Anrede mit "Frau" wie selbstverständlich.
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ab08
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Re: Europawahl
Liebe Vivian,Vivian Cologne hat geschrieben: Ich bin ich, und ich kann nur für mich entscheiden, das verbindet mich mit euch. Und ich bin euch dankbar, dass ihr eure Erfahrungen mit mir und den anderen teilt. Ich kann unterstreichen, was Nicole zur Dualität schreibt. Das offen zu leben und durchzuhalten kostet mehr Kraft und Mut, als sich zu entscheiden. Wenn ich das akzeptiere, ist die Entscheidung eigentlich recht einfach. Den nein Zurück kann ich mir nun ganz und gar nicht vorstellen. Und außerdem würden mich alle meine Lieben für bekloppt halten, nachdem ich sie monatelang mit meiner Trans-Geschichte zugeschüttet habe. Aber auch das kann nicht der Gradmesser sein, schon klar.
herzlichen Dank für Deinen Beitrag. Insbesondere für den obigen Absatz. Einen, aus meiner Sicht, extrem wichtigen Satz markierte ich.
Es ist wichtig, dass jede / jeder von uns erkennt, dass die eigene Person der wesentlichste Faktor ist.
Wir sollten uns nicht durch Tipps, komische Bemerkungen usw. anderer irre machen lassen. *) Briefwahl, oder nicht bzw. welche Kleidung ... ==> Wichtig ist, dass wir es so machen, wie es für uns bequem, angenehm ist bzw. passt. Wer über das Einscheinungsbild was ausdrücken will gut... Ich trug übrigens beim Wahlakt für die Europawahl eine hübsche grüne Jacke...
Natürlich ist es mit Schwierigkeiten verbunden, zu sich zu stehen.
Weil ich da auch unschöne Erfahrungen machte, halte ich mich mit Empfehlungen an andere lieber zurück. ==> z.B. Öffentliche Verkehrsmittel nutze ich intensiv und gern, auch nach dem CO 2008. Da fühle ich mich sicher. Nie kam was vor. Letzte Woche wurde ich erstmals in der U-Bahn von einem 20-30 jährigen Mann, unter Beifallsbekundungen seiner Kumpels, übelst angemacht und angepöbelt. Geschockt reagierte ich falsch, drohte mit Polizei und verließ die Bahn. Nach Kontakten mit Verantwortlichen kenn ich den Notknopf (an jeder Tür!) mit Gegensprechanlage zur Leitstelle. Die fahrerlose Bahn hat Kameras (Aufzeichnungen) / an mindestens jeder zweiten Station sind Ordnungskräfte... Die Leitstelle wäre für die Meldung dankbar gewesen...
Die Situation bleibt ambivalent, egal ob bzw. wie wir unseren Weg gehen. Das CO hilft uns selbst, aber ändert an der äußeren Problematik im Grunde wenig. Wer später stealth (unerkannt) lebt, kann enttarnt werden, wird aber kaum angepöbelt. Da ich offen lebe, ist "Enttarnung" unmöglich. Wenige merken was, viele nix. ==> Für mich recht unwichtig, wenn ich unbehelligt bleibe.
Liebe Vivian, nochmal zu Deinem tollen Beitrag, denn genau darauf kommt es nämlich an
"Jede/jeder kann nur für sich selbst entscheiden!!"
Liebe Grüße
ab
P.S. Ein ganz liebes Danke natürlich besonders an Nicole / aber auch alle anderen. An Denkprozessen, die uns wirklich weiterbringen, sind nämlich meist recht viele beteiligt.
*) Zuhören und Nachdenken meine ich da nicht, denn das kann sinnvoll sein. -- Ich hör gern zu, entscheide mich aber trotzdem oft anders
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
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