Hallo allen, die schon auf eine Fortsetung meiner Geschichte um Claudia Bergner warten. Ich war in den verganngene Tagennsehr eingespannt, darum hat es etwas gedauert. Aber nun wünsch ich euch wieder viel Spass beim Lesen.
Der neue Morgen war wieder ein sonniger Tag. Wir wollen heute in Potsdam den Park Sanssouci besichtigen. Dazu zog ich eines der Sommerkleider an, die ich von Frau Lindner bekam. "Das steht dir aber gut." mit diesen Worten stürmte Marion im Foyer des Hotels auf mich zu. Mit verlegenem Blick schaute ich an mir herunter. Ich bin mir bewusst, dass im Geschäft von Frau Lindner höherwertige Bekleidung angeboten wird. "Wir fahren heute in den Park von Sanssouci.", sprach ich zu Marion. "Und wir möchten heute bei dem Wetter baden gehen.", gab mir Marion zurück. Ich dachte dabei so, ja Baden ist bei dem Wetter nicht verkehrt. Aber früher brauchte ich nur eine Badehose. Ich hatte zwar zwei Badeanzüge mit im Gepäck. Ich konnte mir aber nicht vorstellen damit zu baden. Mit "Guten Morgen Marion!", kam meine Mutter direktauf uns zu. Und mit dem Bus, welcher direkt vor dem Hotel abfuhr, begab ich mich, nach dem wir uns von Marion verabschiedeten, fuhren wir nach Potsdam.
Von der Haltestelle bis in den Park war es nicht weit. Im Park standen viele alte Bäume, sie Schatten spendeten. Aus unserm Hotel haben wir eine kleine Karte mitgenommen, der alle Sehenswürdigkeiten des Parks von Sanssouci aufführte. So besichtigen wir die Bildergallerie und das Schloss Sanssouci. Trotz der heißen Temperaturen waren viele Menschen unterwegs. An ihrem Äußeren konnte ich erkennen, dass sie aus aller Welt angereist waren. Dabei stellte ich fest, dass ich kaum beachtet wurde. So gab es mir Sicherheit, die auch meine Mutter bemerkte. So unterbreitete sie den Vorschlag, nach einem Imbiss, den wir in der Fußgängerpassage in Potsdam einnahmen, ins Hotel zurück zu fahren. Sie meinte. "Wir könnten doch heute noch etwas Baden gehen." Schon war meine Unsicherheit wieder da. Ich dachte vielleicht kann ich mich auch nur duschen und im Zimmer bleiben.
In der Hotelhalle kam uns dann Marions Mutter entgegen. "Sie sind schon wieder zurück." sprach sie uns an, als sie uns erblickte. "Wir wollen uns beim Baden noch etwas abkühlen. Es ist heute einfach zu warm.", gab meine Mutter als Antwort zurück. "Da wird sich Marion freuen, wenn sie zu uns kämen. Wir sind unten am Strand. Es gibt Strandkörbe und bei uns ist noch einer frei." freute sie sich. Meine Mutter dankte. Und wieder wurde mir Heiß und Kalt zu gleich. Ich dachte noch nach wie ich den entrinnen kann. Doch in unserem Zimmer angekommen, legte meine Mutter gleich die Badeanzüge für uns bereit. "Ich soll meine Badeanzug gleich auf dem Zimmer anziehen.", meinte sie. Ich zog mein Kleid aus, legte den BH ab und auch den Slip. Dann stieg ich in den Badeanzug. Es war ein auffälliger Badeanzug mit großen bunten Blumenmotiven. Ich überprüfte ob auch nichts von meine Brustprothesen und den Spezialslip, den ich trug, zu sehen war. Ach war meine Mutter so weit. Mit einem Badetuch bewaffnet, das wir um unsere Hüften banden, gingen wir nun zum hoteleigenen Strand. Wie versprochen war direkt neben Marion uns ihrer Mutter noch ein Strandkorb frei. Ich hatte gerade darin Platz genommen, als Mario mich aufforderte mit ins Wasser zu kommen. "Es ist schon angenehm warm das Wasser.", meinte sie. "Nun zier dich nicht so Claudia." stichelte auch meine Mutter. Hoffentlich halten meine Prothesen, dachte ich als ich dann nach weiteren Aufforderungen endlich im Wasser war. Wie es Marion erwähnte war es im Wasser wunderbar. Nach der anfänglichen Angst, die ich hatte, genoss ich es jetzt ausgiebig. Da auch nach dem wir wieder an unserem Strandkorb angelangt waren alles noch an seinem Ort saß, wurde ich selbstsicherer.
Jeden Abend wurde, wie ich den Informationen des Hotels entnehmen konnte, ein Unterhaltungsprogramm angeboten. Wieder nahmen ich und meine Mutter daran teil. Auf diese Art vergingen dann die Tage unseres Urlaubes. hin und wieder habe ich nicht nur mit Jens sondern auch mit andern jungen Männern getanzt. Dabei konnte ich weitergehende Annäherungsversuche gekonnt zurückweisen. Und immer weniger machte ich mir darüber Gedanken, dass ich eigentlich ein Junge war der in Damenkleider auftritt. Immer besser lebte ich mich im Urlaub in der Rolle der Frau hinein. So kam dann auch der Tag der Verabschiedung und Heimreise immer näher. Unsere noch offenen Rechnungen hatte meine Mutter beglichen, als wir uns von Marion und ihrer Mutter verabschiedeten und uns auf die Heimfahrt begaben. Unterwegs fuhren wir wieder eine Raststätte an. diesmal ging ich gleich richtig auf die Damentoilette.
Zu Hause angekommen brachten wir unsere Taschen ins Haus. Ich ging anschließend an den Briefkasten, in dem viele Briefe an michgerichtet waren. Vom Arbeitsamt war unter anderem ein Brief an Carsten dabei, denn ich Mutter zeigte. Sie meinte nur", Denn kannst du dir als
Andenken aufheben, wenn du willst Claudia." Es war ein Brief von der Krankenkasse mit der Versichertenkarte von Claudia Bergner, da mich Frau Lindner ja beider Krankenkasse als Auszubildende angemeldet hatte. Dann war da noch ein Brief von der Berufsschule, der den Erhalt des Anmeldeformulars bestätigte und mich nochmals zur Begrüßung in der Aula der Schule einlud. Ach von Frau Lindner war eine Nachricht dabei. Darin ging es, dass ich mich in den nächsten Tagen in ihrem Geschäft vorbeikommen soll. Sie wolle mir die Dienstkleidung überreichen und mich den Kolleginnen vorstellen. Bis ich alle Briefe geöffnet und gelesen hatte ist Abend geworden. Gemeinsam mit meiner Mutter gönnten wir uns ein Abendessen in einem Lokal in der Nähe, da wir keine Lust verspürten selbst zu kochen. Dabei besprachen wir, wie wir die Tage bis zum Beginn meiner Ausbildung nutzen. Meine Mutter hatte keinen Urlaub mehr, so könne ich mich doch um die schmutzige Wäsche hermachen. Ach dass gehöre nun mal zum Frau sein, meinte sie dabei. Mir war es recht. Hatte ich so doch etwas Ruhe, dachte ich.
Also blieb ich den nächsten Tag im Haus. Und obwohl ich zum Waschen der Wäsche nicht unbedingt geschminkt sein muss, brachte ich wie jetzt jeden Tag gewohnheitsmäßig mein Make-up auf. Was mir abends von meiner Mutter ein Lächeln einbrachte. Zunächst sortierte ich die Wäsche nach Farben und nach Pflegesymbolen, darauf hatte mich meine Mutter hingewiesen. Entsprechend bestückte ich danach die Waschmaschine. und ohne mir noch Gedanken zu machen hing ich die Wäsche zum Trocknen im Garten auf. Wie fast immer trug ich einen Rock, mal mit einer Bluse oder Shirt, das als weibliches Shirt erkennbar war. Da wir immer noch warmes und trockenes Wetter haben konnte ich nachmittags die Wäsche abnehmen. Die folgenden Tage gingen für das Bügeln drauf. Ich bin darin noch nicht gut. So musste ich manches Stück mehrmals bearbeiten ehe ich und abends meine Mutter zufrieden war. am Ende der Woche war aber alles erledigt. So rief ich bei Frau Lindner an, um einen Termin zu vereinbaren. Am darauffolgenden Dienstag soll ich im Geschäft erscheinen. Das Wochenende verbrachte ich mit meiner Mutter mit einer Wanderung in die nähere Umgebung.
Wie vereinbart stand ich am Dienstag im Geschäft von Frau Lindner. Sie kam gleich auf mich zu, als sie mich erblickte. Zu dieser Zeit waren keine Kundinnen im Laden. Dabei rief sie alle anwesenden Verkäuferinnen zusammen."Ich mache es kurz" begann sie. "Das ist Frau Claudia Bergner. Sie beginnt dieses Jahr bei uns ihre Ausbildung zur Moderfachverkäuferin. Ich wünsche mir von euch, dass ihr sie mit eurem Wissen unterstütz." Anschließend stellte Frau Lindner mir die einzelnen Verkäuferinnen vor. Es sind da sie Stellvertreterin Frau Meißner, Frau Richter, Frau Nowack, Frau Lehmann, Frau Mildner, Frau Nickolait und die Auszubildende im dritten Jahr Frau Meschke. Mit Frau Lindner ging ich dann in die hinteren Räume. Diese sind einmal unser Aufenthalts- und Pausenraum. Von hier geht es in den Umkleideraum. Wieder stiegen Zweifel in mir auf, als ich den Umkleideraum sah. Hier soll ich mich vor all den anderen Frauen umkleiden? Dann zeigte sie mir zwei Schränke, "Hier die beiden sind jetzt nur für dich." Dabei übergab sie mir die passenden Schlüssel. Ich schloss den ersten Schrank auf. Sorgfältig hingen darin drei Kostüme in Anthrazit, dunkelblau und eins in dunkelrot. Im zweiten Schrank hingen verschiedene Blusen. Ich sollte jetzt eine der Blusen anziehen uns nach und nach die Kostüme anprobieren. Damit solle ich in ihr Büro kommen. Sie wolle sehen ob alles passt. So zog ich zuerst das blaue Kostüm an und ließ mich von Frau Lindner begutachten. Sie war zufrieden. So stellte ich mich in den Anderen ebenfalls vor. Ihre Reaktion fiel immer positiv aus. Das ich dabei immer durch das Geschäft musste, blieben auch die Blicke meiner neuen Kolleginnen nicht aus. Nach zwei Stunden konnte entließ mich Frau Lindner mit den Worten", Auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit Frau Bergner. Erleichtert ging ich nach Hause.
Eine weitere Fortsetung, bei der es endlich um die Ausbildung von Claudia geht folgt bald.
Mit lieben Grüßen Magdalena
