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Re: Warum ich mich nicht oute
Verfasst: So 4. Aug 2013, 18:35
von Anni
... sorry - ich kann mich nicht entsinnen , das die Baywatch - Nixen übergewichtig waren - vom Cup DD mal abgesehen
da ich ständig BH trage , kann ich , so mein Fuß mal gut drauf ist , auch wieder rennen , ohne das mir alles um die Ohren fliegt
LG von frecher Anni
Re: Warum ich mich nicht oute
Verfasst: Mo 5. Aug 2013, 13:58
von marabella68
melanie hat geschrieben:Hallo Marabella,
deine Ausführungen zu deiner Lebenseinstellung kann ich praktisch 1:1 übernehmen und auf mich beziehen. Auch bei mir sind sexuelle
Motive die eigentlich treibende Kraft beim virtuellen Geschlechterwechsel, und ich glaube bei eigentlich allen anderen hier im Forum ist das nicht anders, auch wenn mal so, mal so begründet wird dass das eben nicht so ist. Warum kleiden, schminken, geben wir uns weiblich? Weil's prickelt!- Na also. Warum das so ist? Keine Ahnung.
Wobei ich mir eines längst abgeschminkt habe: Eine Frau kann, werde und will ich nie sein. Wie immer bei derlei globalen Aussagen müssen hier diejenigen ausdrücklich ausgenommen werden, die wirklich transsexuell sind.
Für sie ist als Hilfestellung ein Forum wie dieses auch keine echte Hilfe, sie brauchen professionelle Unterstützung und bekommen diese heutzutage gottseidank auch.
lg Melanie
Hallo Melanie,
schön, dass es noch andere ausser mir gibt, die sich nur ab und zu und hauptsächlich aus sexuellen Motiven als Frau verkleiden. Ich dachte schon fast ich wäre auf meine Art hier eher alleine.
LG
Marabella

Re: Warum ich mich nicht oute
Verfasst: Do 8. Aug 2013, 05:28
von ExuserIn-2020-09-08
Hallo Marabela,
dein Beitrag könnte von mir geschrieben sein, dein Bericht beschreibt eigentlich meinen Werdegang.
Am Anfang meines dwt- oder cd- seins stand wie bei dir, der sexuelle kick, das hat aber im laufe der Jahre nachgelassen und heutzutage ist es der kick etwas verbotenes oder nicht alltägliches zu machen.
An fasching gehe ich dann schon mal mit meiner Frau, komplett en femme nach draußen.
Ich bin soweit geoutet, daß ich meine fußnägel mit klarlack lackiere, in den kalten tagen fsh und flache damenlangschaftstiefel trage.
Aber, daß ich Jahr 3-4 mal als Frau in die Öffentlichkeit gehe, ist bis jetzt Geheimsache.
Ich empfinde ein prickelndes Gefühl und erlebe einen sogenannten kick, etwas verbotenes zu tun, wenn ich en femme unterwegs bin.
Da ich gerne ein Mann bin, habe ich auch keine Interessen mich da weiterzuentwickeln Richtung TZF oder TS oder MzF.
Würde ich mein Geschlecht ändern, wäre für mich der Reiz Damenkleidung zu tragen mit Sicherheit dahin und hätte dann vieleicht eine Vorliebe für Herrenkleidung
MfG Jumpi
Re: Warum ich mich nicht oute
Verfasst: Do 8. Aug 2013, 08:18
von Sylvia
Schön, dass es diesen Thread gibt. Ich habe mich beim Lesen vieler Beiträge auch schon manches Mal gefragt, ob ich mit dieser Motivation eigentlich so sehr in der Minderheit bin...
Auch für mich spielt der Reiz des "nicht erkannt, aber gesehen werden wollens" immer noch die Hauptrolle. Fällt es jemandem auf, dass ich FSH trage, weil er den kleinen Spalt zwischen Hose und Schuh sieht und das erkennt? Sieht jemand den Ansatz des Höschens, weil ich mich irgendwo vorbeuge und das Shirt hochrutscht und der Hosenbund etwas runter? Erkennt man die Abdrücke des BH durch ein Shirt, ein Hemd? Etc. pp.. All das löst ein gewisses Prickeln aus.
Allerdings wäre durchaus auch der Reiz da, mal komplett gestylt in weiblicher Begleitung rauszugehen...
Gruß in die Runde,
Sylvia
Re: Warum ich mich nicht oute
Verfasst: Do 8. Aug 2013, 13:14
von marabella68
Hallo Sylvia,
genau dieser Reiz mal komplett gestylt rauszugehen ist bei mir ja auch da. Letztendlich ist das Crossdressing (oder wie immer man das auch in unserem Fall nennen mag), für mich wie ein Hobby, bei dem bis heute die sexuelle Erregung eine große Rolle spielt. Ich versuche von Mal zu Mal dem Aussehen einer Frau näher zu kommen. Rausgehen würde ich aber dann nur in einer Gruppe Gleichgesinnter, am besten weit weg von Zuhause und am besten zu einer Gelegenheit wie Karneval. Auch wenn ich rausginge wäre mit Sicherheit die sexuelle Erregung in Form eines unheimlichen Kribbelns im ganzen Körper da. Und wie gesagt, so etwas stellt bei mir, wie das so eben bei Hobbys ist, nur einen kleinen Ausschnitt meines Lebens dar und ginge das Kribbeln, also auch die sexuelle Erregung dabei verloren, sähe ich keinen Grund mehr mich als Frau zu verkleiden. Ansonsten bin ich durch und durch Mann und will auch so bleiben.
LG
Marabella

Re: Warum ich mich nicht oute
Verfasst: Do 8. Aug 2013, 18:41
von marabella68
Hallo Kathi,
ja ich glaube da gibt es auch wieder einen Unterschied. Bei mir wäre an Sex mit einem Mann überhaupt nicht zu denken weder im Frauen- noch im Männermodus. Im Gegenteil, ich glaube Sex mit einer Frau, die dabei ähnliche Klamotten trägt wie ich, bei mir ist das praktisch ausschließlich festliche Damenmode (Abend-, Ball-, Brautkleider etc.), wäre für mich der Gipfel der Erregung. Und wie gesagt, außerhalb des Geschlechtsverkehrs ist es eben der Reiz des "verbotenen" beim Rausgehen in Frauenkleidern. Daher darf in meinem persönlichen Umfeld auch niemand wissen, was ich da tue.
LG
Marabella
Re: Warum ich mich nicht oute
Verfasst: Sa 10. Aug 2013, 00:44
von Thea456
Hallo Marabella,
Endlich spricht das mal jemand an. Ich persönlich werde mich in 10.000 Leben nicht Outen!!!!!
Zumindest nicht freiwillig. Meine Motive sind nahezu ähnlich.
Ich lebe das zwar schon sehrvöffentlich tagsüber aus, aberzogene das mein Umfeld das mitbekäme.
Die Nachteile eines Outings wären unverhältnismäßig groß.
Ich denke es gibt viele hier die genauso denken.
Es gibt aber noch mehr die allen einreden möchten das es der einzig wahre Weg ist sich zu Outen.
Wünsche euch ein schönes Wochenende.
Thea
Re: Warum ich mich nicht oute
Verfasst: Sa 10. Aug 2013, 00:54
von marabella68
Hallo Aspie,
Du hast es auf den Punkt gebracht. Es sind auch immer wieder die Begrifflichkeiten "Crossdresser", "Transvestit", "Fetischist" usw. denen man sich irgendwie zuordnen muss oder kann. Letztendlich braucht und sollte sich der Fetischist wirklich nicht outen. Das hilft ihm in der Sache ohnehin nicht weiter. Letztendlich gibt es irgendwo Gemeinsamkeiten bei uns allen, das ist eben die Vorliebe Frauensachen zu tragen. Aber auch hier gibt es verschiedene Ausprägungen: Ich zum Beispiel style mich am liebsten so gut wie möglich als Frau, anderen wiederum reicht es wenn sie Panties oder eine FSH tragen. Das andere ist der Gedanke, der dahinter steckt. Der Fetischist ist auf bestimmte weibliche Kleidung spezialisiert, so trage ich zum Beispiel ausschließlich weibliche Braut- und Abendmode. Der "normale" Crossdresser" wird wohl eher ein breites Sortiment an Alltagskleidung für Frauen tragen und ist eben nicht so spezialisiert. Zusammengefasst kann man sagen: wir haben zwar alle die Neigung Frauensachen zu tragen, die Gründe sind aber so vielschichtig, dass man wahrscheinlich mehrere Romane darüber schreiben könnte, bis man alle Beweggründe mit ihren verschiedenen Ausprägungen aufgezählt hat.
LG
Marabella
Re: Warum ich mich nicht oute
Verfasst: Sa 10. Aug 2013, 01:09
von Julia65
marabella68 hat geschrieben: Zusammengefasst kann man sagen: wir haben zwar alle die Neigung Frauensachen zu tragen, die Gründe sind aber so vielschichtig, dass man wahrscheinlich mehrere Romane darüber schreiben könnte, bis man alle Beweggründe mit ihren verschiedenen Ausprägungen aufgezählt hat.
Ich würde sogar sagen, wenn man sehr genau unterscheiden wollte, hätte man am Ende nachezu so viel unterschiedliche Neigungen wie Betroffene. Der Mensch ist ein Individuum.
LG
Julia
Re: Warum ich mich nicht oute
Verfasst: Sa 10. Aug 2013, 16:31
von Marlene
So kann mann das auf jeden Fall sagen. Es schwankt auch oftmals und ist nicht ständig gleich ausgeprägt, obwohl doch im Großen und Ganzen die Hauptlinie klar ist.
L.G. Marlene