Erkennungszeichen Top3
Erkennungszeichen Top3 - # 2

Lebensplanung, Standorte
biene38
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Re: Erkennungszeichen Top3

Post 16 im Thema

Beitrag von biene38 »

Hi Marie,
vielleicht möchtest du ja mal die Leute direkt ansprechen, die du meinst.
Ich habe zwei Beiträge zuvor geschrieben...soll ich mich nun angesprochen fühlen? (na)

Schreib ich halt auch was zu dem Thema, ob es ihnen recht geschieht....natürlich nicht! Hat aber auch keiner hier etwas anderes behauptet, oder etwa doch?
Niemandem geschieht es recht, egal ob Mann oder Frau, Gewalt zu erfahren. Und letztendlich soll jeder tragen dürfen, was er will.
Allerdings sollte man auch nicht so naiv sein, und meinen, dass wenn man das Recht hat, man es auch gefahrenlos machen kann.
Es ist schließlich bekannt, welch perverse Menschen es gibt, und die lassen sich von Grundrechten und einem Slutwalk wohl kaum beeindrucken.
Ich gehe auch nicht mit einer blutenden Wunde in ein Haifischbecken, oder?
Grüße von der Biene (na)
Nora_7
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Re: Erkennungszeichen Top3

Post 17 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

Ich glaube, da wird was vermischt. Fakt ist, dass in unserer Gesellschaft bestimmte Outfits mit bestimmten Neigungen/Interessen verbunden werden. Dabei spielt auch das Alter eine Rolle. Teenie-Mädchen wird man z.B. ultrakurze Röcke beim Stadtbummel zugestehen, eine Frau mit 40+ und gleichem Outfit weckt Assoziationen und fällt sehr auf. Am Strand wiederum mag sie gar nicht negativ auffallen. Auffallen gibt jedoch niemandem irgendein Recht auf Übergriffe!

Auffallen ist per se nichts schlechtes, allerdings wenn das Bild mit gesellschaftlich stark negativen Assoziationen verbunden ist, muss man sehr mutig sein - das gilt für alle Geschlechter. Wenn dann noch das erkennbare TG-Element dazukommt, wird der Aufmerksamkeitsfaktor extrem groß, aber positiv leider nur auf der Showbühne, z.B. bei Extrem-Drag Queens wie Olivia Jones. Im Alltag verunsichert es aber viele Leute, und Unsicherheit erzeugt Ängste, Abwehr...

Ich selbst habe auch ein typisches Markenzeichen: (meistens) große) oder auffällige Ohrringe. Allerdings würde ich tagsüber nicht mit 10cm großen Creolen rumlaufen, sonder max. 6 cm oder Hängern. Es ist immer eine Gratwanderung, manchmal liegt zwischen Bewunderung und Verachtung nur ein ganz schmaler Bereich, den man vielleicht als Stilempfinden bezeichnen könnte.

Nora_7
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Re: Erkennungszeichen Top3

Post 18 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

Christie Burns hat geschrieben:Es kommt doch auch sehr stark darauf an was ich tue bzw. wo ich hingehe...

Wenn ich mich mittags in einem Cafe treffe, dann kleide ich mich nach möglichkeit alltagstauglich und mehr oder weniger unauffällig, wenn ich alledings abends in die Stadt fahre, in diverse Bars und Clubs, dann falle ich auch gerne auf.

Das es viele Menschen verunsichert ist so oder so der Fall, intolleranz ist eine Volkskrankheit und wird von mir großzügig ignoriert.
Das ist auch meine bereits dargestellte Meinung. Wenn ich als Frau rausgehe, möchte ich auch in die Frauen-Community integriert sein, dem Anlass entsprechend. Abends geht es schon sexier zu. Leider gibt es in D keine Events, wo "frau" sich toleriert so exzessiv präsenteren kann:

metro.co.uk/2013/04/05/gallery-aintree-grand-national-2013-ladies-day-fashion-3584701/
guardian.co.uk/fashion/gallery/2012/apr/13/grand-national-2012-ladies-day-pictures#/?picture=388656137&index=1

Nora_7
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Re: Erkennungszeichen Top3

Post 19 im Thema

Beitrag von Lina »

Ich glaube man kann es in zwei Betrachtungsweisen einteilen: Die eine ist, wie man objektiv erkennt, dass die Frau eine Mann ist. Die andere ist dafür entscheidend, dass man die Frau immer noch als Frau betrachtet, selbst wenn man entdeckt hat, dass sie physiologisch wahrscheinlich ein Mann ist.

Soweit ich überhaupt T-Frauen auf der Straße erkenne, dann
1. an der Körpersprache - Gang etc.
2. Bartschatten - unvorteilhaftes Make Up
3. evtl. an der Stimme, falls ich die höre.

Oft kann der Stil super sein, Make-Up perfekt aber die Körpersprache sagt enfach was ganz anderes.

Die zweite Betrachtungsweise ist etwas schwieriger. Es gibt einfach einige, wo ich sofort sehe, dass sie T-Frauen sind und sie sind FRAUEN. Liegt am ganzen Verhalten. Körpersprache, Stimme, auch wie sie Sprechen und worüber. Das sind sowieso Sachen die man überwiegend unbewusst wahrnimmt. Vielleicht ist viel mehr dazu.

Der Gegenpol dazu ist: Super gestylt, "angeeignete" weibliche Bewegungen. Spricht wie ein Mann, spricht über klassisch männliche Themen - rationale Intelligenz höher bewertet als soziale Intelligenz oder emotionelle Intelligenz - was nützt mir da ein perfektes Passing? Für mein Unterbewusstsein ist das ein Mann, egal mit oder ohne GAOP. Ich spreche aus Respekt natürlich immer mit weiblichen Pronomen und Vornamen an, aber eine FreundIN wird sie nie sein.
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Re: Erkennungszeichen Top3

Post 20 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-28 »

Johanna78 hat geschrieben:"Leider gibt es in D keine Events, wo "frau" sich toleriert so exzessiv präsenteren kann:"

Wenn man das will, muss man eben durch und den Anfang machen. Einfach, in dem man es (was man will) eben tut und anzieht was man gerade möchte (was ich ja auch noch nicht ganz so durchziehe, aber ich fange ja auch gerade erst an).
Das wäre dann die Anwendung von Kants kategorischem Imperativ aufs Crossdressen. Oder kurz:
"Stell dir vor, jeder würde (bzw. dürfte) das tun"
Und wenn du das gut findest machs einfach und du änderst die Welt mit deinem Sein.
Sorry aber das finde ich nicht gut. Die Freiheit des einzelnen hört da auf, wo er mit seinem Tun anderen schadet und das ist bei CD's. die sich übertrieben sexy oder sogar nuttig stylen und raus gehen der Fall. Durch diese Leute sinkt die Akzeptanz in der Öffentlichkeit von TG und TS ganz ungemein. Bei einem Outing vor Freundin wwar die erste Frage oh Gott, muss ich mir das so vorstellen wie diese Draq Queens?

Ausserdem steigt die Gefahr führ einen selbst, weil sich man sich so zum Freiwild macht. Welche Frau, z.B. Mitte 40, würde nachts mit Supermini und erst recht nicht tagsüber in irgenwelche Bars oder Clubs gehen? Nur die die entweder Geld brauchen oder Nymphoman veranlagt sind.

Also bitte denkt bei Eurem Handeln auch daran, dass es nicht nur Euer Ruf ist der dann hin ist, sonderr gleich noch Vorurteile gehen alle TG/TS geschürt werden.

LG Chrissie
Das Leben ist zu kurz um sich zu verleugnen.
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Re: Erkennungszeichen Top3

Post 21 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

Also bitte denkt bei Eurem Handeln auch daran, dass es nicht nur Euer Ruf ist der dann hin ist, sonderr gleich noch Vorurteile gehen alle TG/TS geschürt werden.
Richtig. Also, ich meine, dass manches Auftreten in der Öffentlichkeit sogar Frauen-diskriminierend wirkt - nur noch als Sexualobjekt wirken bzw. sich darauf zu reduzieren. Und das schadet allen, die Frau sind oder sein wollen.

Nora_7
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Re: Erkennungszeichen Top3

Post 22 im Thema

Beitrag von MarieB »

Chrissie hat geschrieben:
Johanna78 hat geschrieben:"Leider gibt es in D keine Events, wo "frau" sich toleriert so exzessiv präsenteren kann:"

Wenn man das will, muss man eben durch und den Anfang machen. Einfach, in dem man es (was man will) eben tut und anzieht was man gerade möchte (was ich ja auch noch nicht ganz so durchziehe, aber ich fange ja auch gerade erst an).
Das wäre dann die Anwendung von Kants kategorischem Imperativ aufs Crossdressen. Oder kurz:
"Stell dir vor, jeder würde (bzw. dürfte) das tun"
Und wenn du das gut findest machs einfach und du änderst die Welt mit deinem Sein.
Sorry aber das finde ich nicht gut. Die Freiheit des einzelnen hört da auf, wo er mit seinem Tun anderen schadet und das ist bei CD's. die sich übertrieben sexy oder sogar nuttig stylen und raus gehen der Fall. Durch diese Leute sinkt die Akzeptanz in der Öffentlichkeit von TG und TS ganz ungemein. Bei einem Outing vor Freundin wwar die erste Frage oh Gott, muss ich mir das so vorstellen wie diese Draq Queens?

Ausserdem steigt die Gefahr führ einen selbst, weil sich man sich so zum Freiwild macht. Welche Frau, z.B. Mitte 40, würde nachts mit Supermini und erst recht nicht tagsüber in irgenwelche Bars oder Clubs gehen? Nur die die entweder Geld brauchen oder Nymphoman veranlagt sind.

Also bitte denkt bei Eurem Handeln auch daran, dass es nicht nur Euer Ruf ist der dann hin ist, sonderr gleich noch Vorurteile gehen alle TG/TS geschürt werden.

LG Chrissie
O Gott Chrissie,

das sind ja Ansichten von 1930 oder so.

Ich habe ja auch nicht von Drag Queens gesprochen. Aber auch die können es so machen wie Sie wollen. Und wenn Leute sich gestört fühlen, dann ist das deren Problem. Genauso wie wenn sich Schwule auf der Strße einen Zugenkuss geben und sich jemand stört. Dann ist das auch demjenigen sein Problem, den es stört.

Wenn es hier nach einigen ging, dürfte ich mit fast 47 Jahren also so gar nicht mehr auf die Straße.

6964

So weit käme es noch. Wenn es stört der kann ja wegschauen.
Gruß

Marie
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Re: Erkennungszeichen Top3

Post 23 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Hallo Chrissie!
Obwohl Du bezüglich des Ansehens in der Öffentlichkeit recht hast, denken viele Transvestiten und Crossdresser, wie ein Blick in deren Galerien zeigt, offensichtlich anders darüber.
Nicht nur bei Travesta, wo es Mittel zum Zweck ist.
LG
Verena
Zuletzt geändert von Sabrina Verena am Sa 6. Apr 2013, 18:58, insgesamt 1-mal geändert.
Solange Du in Dir selber nicht zuhause bist, bist Du nirgendwo zu Haus.

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Re: Erkennungszeichen Top3

Post 24 im Thema

Beitrag von Saskia.shewulf »

Hallo nochmal

Wenn wir uns an nur an den Biofrauen orientieren, werden wir wohl zu 80-90Prozent nur noch Hosen anziehen um ja nicht aufzufallen :lol:

Ich fänd das persönlich sehr schade weil ich lieber Kleider und Röcke trage, zumindest zur Zeit.

So weit käme es noch. Wenn es stört der kann ja wegschauen.
Also Marie ich würde garantiert nicht wegschauen weil mir gefällts,Dann möchte ich mich noch für das nachplappern von "nuttigen "
distanzieren so meinte ich das auch nicht denn wenn wir Tolleranz fordern müssen wir auch tollerant bleiben !
Außerdem hat mir meine Tochter ein ähnliches Miniröckchen beim gemeinsamen shopping aufgeschwatzt und beim Anprobieren
hat es mir extrem Spaß gemacht es zu tragen allerdings muß da noch etwas kaschiert werden was mich sofort Outen würde :mrgreen:

So mehr sag ich nicht mehr hier, Mel hat es zu einem anderen Thema ja schon angemerkt das Schweigen manchmal Gold ist
ich hab auch lange überlegt nochmals was zu dem Thema zu sagen Toleranz zwischen TS und CD ist schwierig?
Und wieviel Toleranz unter CD und CD gibt es ???
Wir brauchen keine Intollerante Gesellschaft da draußen wir können das selber viel besser :lol:
Bitte jetzt nicht alle wieder auf die Barrikaden Klettern ich hab extra versucht ein wenig Selbstironie reinzumischen.
Lest den Beitrag von Mel *(In (Bild)e Trans*Boulevardpresse)* sie hat da schon alles gesagt und dem schließe ich mich an, auch wenn ich noch grün hinter den Ohren bin

So ein schönes Wochenende und liebe Grüße Saskia (flo)
Wer keinen Mut zum träumen hat
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Re: Erkennungszeichen Top3

Post 25 im Thema

Beitrag von biene38 »

Danke Johanna, super Beitrag.
Scheinbar ist es so, dass man als Mann immer ein striktes Rollenbild einhalten muss...das erwartet anscheinend die Gesellschaft/unser Umfeld von uns....zumindest ist dies tief in unseren Köpfen verankert.
Und wenn nicht als Mann, dann muss die Frau so perfekt sein, dass ja nicht der Mann erkannt werden kann.
Man muss als Mann immer perfekt die Rolle ausfüllen, auch als Frau.

Dies ist ein Gedanke, gegen den sich in mir Widerstand regt. Ich will als Mann mich so verwirklichen, wie ich will, egal wie die Umwelt mich wahrnimmt, als Mann, Frau, dazwischen.

Ich bin auch jeder Drag Queen dankbar, da sie nicht verschleiern wollen, dass sie Männer sind,und dabei zeigen, dass man als Mann auch aus dieser Rolle ausbrechen darf.

Die perfekte Tarnung gibt nur eine scheinbare innere Sicherheit, da wir als Männer gelernt haben, immer perfekt zu funktionieren, und die Rollenbilder immer stets einzuhalten. Rollenbilder, die schon Jahrhunderte alt sind, von denen sich die Frauen schon längst verabschiedet haben.
Nur wir Männer können davon nicht ablassen.
Grüße von der Biene (na)
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Re: Erkennungszeichen Top3

Post 26 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

biene38 hat geschrieben:Danke Johanna, super Beitrag.
Scheinbar ist es so, dass man als Mann immer ein striktes Rollenbild einhalten muss...das erwartet anscheinend die Gesellschaft/unser Umfeld von uns....zumindest ist dies tief in unseren Köpfen verankert.
Und wenn nicht als Mann, dann muss die Frau so perfekt sein, dass ja nicht der Mann erkannt werden kann.
Man muss als Mann immer perfekt die Rolle ausfüllen, auch als Frau.

Dies ist ein Gedanke, gegen den sich in mir Widerstand regt. Ich will als Mann mich so verwirklichen, wie ich will, egal wie die Umwelt mich wahrnimmt, als Mann, Frau, dazwischen.

Ich bin auch jeder Drag Queen dankbar, da sie nicht verschleiern will, dass sie ein Mann ist und dabei demonstriert, dass man als Mann auch aus dieser Rolle ausbrechen darf.

Die perfekte Tarnung gibt nur eine scheinbare innere Sicherheit, da wir als Männer gelernt haben, immer perfekt zu funktionieren, und die Rollenbilder immer stets einzuhalten. Rollenbilder, die schon Jahrhunderte alt sind, von denen sich die Frauen schon längst verabschiedet haben.
Nur wir Männer können davon nicht ablassen.
Grüße von der Biene (na)
Der Schluss männliches Rollenbild ist m.E. absolut richtig. Leider sind es gerade die Männer, die sich als "Perfekte Maschine" inszenieren.

Anders als bei Männern gibt es für Frauen aber sehr viele Facetten zur Darstellung, denn die Frau im Manne will als Frau von Frauen akzeptiert werden und nicht als Drag Queen. Ob man dann zu 80% Jeans tragen muss, ist eine andere Frage - die 20% Röcke und Kleider reichen. Im Sommer sind es sicher deutlich mehr, im Winter weniger. Allerdings habe ich inzwischen die nicht ganz einfache Hüftmodellierung für knackige Jeans raus und kombiniere Stretchjeans mit sexy Tops - wie viele Frauen. Und fühle mich jetzt auch sehr wohl, weil das Abbild stimmig ist.

Wie bereits von mir erwähnt, ist Androgynität am schwierigsten zu kommunizieren. Wer den Mut dazu hat, gerne, ich habe ihn inzwischen eher selten, weil der soziale Geschlechterwechsel wesentlich entspannender ist. Dennoch stehe ich voll hinter Androgynität, finde aber, das Akzeptanz nur mit "Stil" zu erreichen ist - außer man findet sich damit ab, in der Exotenschublade zu landen. Was bringt es mir, mein ICH auszuleben, am Ende doch eher einsam zu sein, weil nur die eigene Szene bleibt? Das "Volk" kennt nur Mann-Frau. Wenn ich als Mann Frau bin und werde erkannt, dann ist die Frage häufig: Bist Du Mann oder Frau. Die Antwort: heute/jetzt Frau. Rückantwort: Du siehst aber als Frau gut aus. Alles OK. Es funktioniert auch gut, so als TZ-Frau ziemlich geoutet zu sein.

Anders wäre es sicher als Mann in Pink und Minirock. Daher mein Vorgehen in der Männerrolle: Sensibel eingesetzte Androgynität, nur einzelne Elemente, kein "buntes Huhn", Focus auf Ästhetik. Ich gehe auch davon aus, daß ich sonst massive Job-/Kundenproblee bekäme.

Dennoch: Viele Spaß und Glück für alle, die sich "richtig" trauen.

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Re: Erkennungszeichen Top3

Post 27 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Johanna78 hat geschrieben:"Obwohl Du bezüglich des Ansehens in der Öffentlichkeit recht hast, denken viele Transvestiten und Crossdresser, wie ein Blick in deren Galerien zeigt, offensichtlich anders darüber."

Ich glaube nicht, das irgendetwas unserem Stand in der Öffentlichkeit schaden kann.
Wir versuchen ja geradezu nicht gesehen zu werden (siehe paradoxerweise dieser Thread)
Es geht ja ersteinmal darum einen Stand zu haben und dazu ist meiner Meinung nach jede Presse recht, die wir haben können.
Einfach, das andere Männer auch nicht einverstanden sind mit der von der Gesellschaft auferlegten Männerrolle.

Wir haben gar keinen Stand. Nach Unten ist ja wohl kaum möglich.
Ich glaube nicht, das irgendeine Drag, irgendein komisches wesen uns schaden kann.
Das glaube ich persönlich wirklich nicht. Es geht in meinen Augen nur um das Aufrechterhalten eines Status quo, der Männern verbietet weilbliche Züge zu zeigen. Ein Mann darf das nicht, weil.... Küssen in der Öffentlichkeit. Marie, glaube ich war es, verglich es mit dem Küssen von Schwulen Pärchen. Langsam darf ein Mann das. Gaaaanz langsam (obwohl er nachher für einige kein Mann mehr ist ist er immerhin schwul und das ist mittlerweile ein bisschen akzeptiert, auch durch Männer, die sich haben einfach nicht abhalten lassen und gelebt haben).

Ich glaube nicht, das Dragqueens auf den Strassen uns irgendwie schaden. Das die irgendjemandem schaden können ist doch eine Sage, erfunden von Menschen die Angst davor haben, das Männer irgendwie aus der Rolle fallen könnten. Die sind doch total harmlos. Verrückt das Dragqueens so polarisieren können. Ich denke hinter einer Horde Dragqueens herziehend wäre ich sicher wie sonst niemals, eben weil ich noch viel weniger auffallen würde als sonst.
Ich bin halt keine Dragqueen. Niemand wird mich mit einer Dragqueen verwechseln.

Aber mit jeder Drag auf der Strasse werde ich normaler.

Danke zu diesem Mut. Ich hab ihn nicht. Wie vorher schon gesagt, meine Suche nach gutem Passing könnte man nach Angst vor der Konfrontation mit dem Misstand in der Gesellschaft auffassen, der mir Wehtut.

Lina....
Ich unterhalte mich gerne mit kopflastigen Frauen... Hört sich nach einem guten Gespräch an.
Dafür habe ich mir für die männliche rolle (und mein Babyface) eine schöne tiefe Stimme und ordentlich Gehabe antrainiert...
Mein Kopf bleibt der gleiche, ich fühle mich dennoch als Frau. (und die Kopflastigen Frauen, die ich kenne doch auch....
Ich befürchte bei dir sowenig als Frau durchzugehen wie bei Männern als Mann :)p )

Marie: Du siehst klasse aus!

Lg,
Johanna.
Hallo Johanna!
Entschuldige bitte das Vollzitat, aber ich möchte Nichts aus dem Zusammenhang reißen.
Ich möchte darauf hin weisen, dass ich mich auf Chrissies Aussage bezüglich des nuttenhaften Erscheinens von Transvestiten bezogen habe.
Tatsächlich schadet ein solches Kleiden dem Ansehen bei Transgendern ebenso wie bei Frauen.
Das hat mit Minikleidern oder der Toleranz von Transgendern im Allgemeinen nichts zu tun.

Und um aufs eigentliche Thema zurückzukommen.
Drag Qeens parodieren Frauen und wollen als Mann wahrgenommen werden.
Crossdresser sind da gespalten.
Die ein wollen perfekt als Frau wahrgenommen werden und die anderen als Mann in Frauenkleidern.
Dieser Unterschied zwischen Äpfel und Birnen ist im Reich der Hagebutten (Alles Rosengewächse) nicht wegdiskutabel.
Marie möchte wissen, warum sie als Mann erkannt wird, wenn sie sich perfekt weiblich zurechtmacht.
So habe ich sie jedenfalls verstanden.
Kannst Du darauf eine Antwort geben?
Liebe Grüße
Verena
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Re: Erkennungszeichen Top3

Post 28 im Thema

Beitrag von Nicoletta »

Nora_7 hat geschrieben:
Noch ein Wort zum Gang: Ich habe inzwischen ein "Problem" mit einem urmännlichenm Kleidungsstück, dem Kilt: Meine Frau beschwert sich über meinen weiblichen Gang im Kilt, und ich möge doch auch das Rockschwingen beim Gehen lassen :shock:

Nora_7
Dazu passt etwas, was ich vor einigen Tagen bei mir bemerkt habe. Ich bin so daran gewöhnt, Röcke zu tragen, dass ich auch, als ich eine Hose anhatte, beim Hinsetzen in der Straßenbahn "den Rock" glattgestrichen habe, eine automatische Geste. Ich weiß nicht, ob es jemand außer mir selbst bemerkt hat, es zeigt aber auch, wie leicht es ist, weibliche Bewegungsabläufe zu übernehmen.

Schönen Sonntag noch,

Nicoletta
Ne budi ono što si bio, postani to što jesi. -- Sei nicht, was du gewesen, werde, was du bist!
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Re: Erkennungszeichen Top3

Post 29 im Thema

Beitrag von biene38 »

Nora_7 hat geschrieben:
Wie bereits von mir erwähnt, ist Androgynität am schwierigsten zu kommunizieren. Wer den Mut dazu hat, gerne, ich habe ihn inzwischen eher selten, weil der soziale Geschlechterwechsel wesentlich entspannender ist. ....

Nora_7
Wir sind da eh ziemlich nah beieinander...nur dass wir vermutlich eine unterschiedliche Definition von Androgynität haben.

Ich beziehe Androgynität alleinig auf die körperlichen Merkmale, da Kleidung von Natur aus nicht geschlechtsspezifisch ist. Frauen tragen mittlerweile auch alles.
Manche Frauen erscheinen auch nicht deswegen androgyn, da sie eine Hose tragen, sondern da sie vielleicht ein markantes Gesicht haben, und dazu noch kurze Haare tragen etc. .
Perfekt androgyn ist jemand, bei dem die männlichen und weiblichen Erkennungsmerkmale (körperlich) sich genau die Waage halten, man nicht genau sagen kann, ob Mann oder Frau.
Dieser Zustand ist für viele vermutlich nicht das Ziel, da er für das Umfeld nicht eindeutig ist, und somit schon wieder Verunsicherung und Fragen aufwirft.

Allerdings sind m.E. alle Menschen mehr oder weniger androgyn, da fast jeder Erkennungsmerkmale beider Geschlechter vereint. Es kommt immer nur darauf an, wie das Verhältnis beider ist und wie weit man sich somit von diesem ausgeglichenen Zustand befindet.

Dies gilt auch für die meisten von uns hier, die wir Männer sind und diese männlichen Erkennungsmerkmale von Natur aus haben (die einen mehr, die anderen weniger). Durch geschicktes Schminken können wir versuchen die männlichen Erkennungsmerkmale zu verschleiern, und weibliche zu betonen bzw. erzeugen . (Augenbrauen höher, Lippen voluminöser etc.).
Die perfekte Täuschung wird den meisten allerdings nie gelingen, da die männlichen immer noch durchschimmern.

Einige hier schaffen es , wenn ich mir so einige Bilder ansehe, sehr weit schon Richtung weiblichen Erscheinungsbild bez. auf die Merkmale zu kommen. Wieder andere fällt es schon schwer, diesen ausgeglichenen Zustand der perfekten Androgynität zu erreichen. Die können noch so viel probieren, noch so kurze Röcke anziehen, es wird nie von Erfolg gekrönt sein. Die können schon froh sein, wenn sie den ausgeglichenen Zustand erreichen.

viele Grüße von der Biene (na)
Nora_7
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Re: Erkennungszeichen Top3

Post 30 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

biene38 hat geschrieben: Wir sind da eh ziemlich nah beieinander...nur dass wir vermutlich eine unterschiedliche Definition von Androgynität haben.
Ich beziehe Androgynität alleinig auf die körperlichen Merkmale, da Kleidung von Natur aus nicht geschlechtsspezifisch ist. Frauen tragen mittlerweile auch alles.
Manche Frauen erscheinen auch nicht deswegen androgyn, da sie eine Hose tragen, sondern da sie vielleicht ein markantes Gesicht haben, und dazu noch kurze Haare tragen etc. ...
viele Grüße von der Biene (na)
Richtig - ich bezog Androgynität primär auf Kleidung. Allerdings wird ein "herbes" weibliches Gesicht durchaus akzeptiert, wenn das andere stimmt: weibliches Makeup (mind. Hautglättung/Poren, kein Bartschatten), mind. "etwas" weibliche Figur Brust, Hüfte), UND Kleidung (auch Hosen), Bewegung.... Alles andere wird als Mann im Kleid, Rock etc. wahr genommen.

Nora_7
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