Hallo,
ich möchte Euch hier mal die "neusten" Infos mitteilen. Mit Schrecken habe ich gesehen, dass der arme Kerl schon so lange mit seiner Transition kämpft.
Wir sind immer wieder mit den verschiedensten Herausforderungen konfrontiert worden und kämpfen mit unserem hervorragenden deutschen Rechts- und Gesundheitswesen

, dass einem gar nicht auffällt wie viel Zeit da drauf geht.
Auch die ganzen, in meinen Augen sinnlosen und doppelten Gutachten, kosten eine Menge Zeit und vor allem bei meinem Sohn Nerven ohne Ende. Warum muss man eigentlich 2x die gleichen Gutachten bei den GLEICHEN Psychologen machen???
Wir hatten dem Gericht schon die Gutachten für die Indikation mitgeschickt, was natürlich mit der Anforderung quittiert wurde, zwei weitere Gutachten beizubringen und man exakt dieselben Gutachter wie vorher damit beauftragt hat. Ein tolles Geschäft für die Gutachter, erstmal das Gutachten für die Krankenkasse damit die Hormontherapie eingeleitet werden kann, was ja von der Kasse bezahlt wird.
Dann bekommen sie nochmal Geld für die Personenstands- und Namensänderung, welches man selbst bezahlen darf. Und wenn man dann teilweise die Gutachten und seltsamen Aussagen liest, verzweifelt man nicht nur selbst, sondern auch der Richter. Zum Glück hatten wir einen Richter, der verständnisvoll war und letztendlich zu unseren Gunsten entschieden hat.
Wir hatten gerade mit der Beantragung der geschlechtsangleichenden Operationen einen echten Ritt durch Höhen (gab es nur eine) und Tiefen. Zum Glück hat uns die Krankenkasse hier unterstützt, welche aber dem medizinischen Dienst auch nur hilflos gegenüber steht.
Der erste Antrag wurde mit der Begründung der nicht bestehenden Volljährigkeit abgelehnt und dem fehlenden Gerichtsbeschluss (was hat das eine mit dem anderen zu tun?

), mit dem Hinweis man sollte nochmal beantragen, wenn Volljährigkeit besteht und der Beschluss vorliegt.
Naja waren eh nur ein paar Monate bis dahin, also zweiter Versuch im Sommer gestartet. 1 Tag vor Antritt des Urlaubs rief die Kasse an, dass der MDK wieder abgelehnt hat, wir aber erstmal in Urlaub fahren sollen und danach Widerspruch einlegen können. Die Stimmung war am Boden und die Enttäuschung groß.
Als ich dann die Begründung nach dem Urlaub lass wurde ich richtig sauer, jetzt sollten angeblich die Unterlagen zu alten sein und es würde auch noch dies und das fehlen, obwohl alles vorlag und auch in den Gutachten erwähnt wurde. Das allerbeste war, es war diesmal ein anderer MDK als beim ersten Antrag.
Also Widerspruch eingelegt und mit der Krankenkasse abgestimmt. Und wieder gehen Wochen ins Land.....
Heute dann der Anruf der Krankenkasse, der Antrag ist bewilligt!!!

. Ich hatte richtig gemerkt, wie sich auch die Sachbearbeiterin der Kasse gefreut hat. Sie sagte auch, dass sie dem MDK einen gepfefferten Brief geschrieben hat, da wir ja wirklich alles beigebracht hatten und nicht wieder eine fadenscheinige Ablehnung kommt.
Egal wie, es ist geschafft

, obwohl ich es erst glaube, wenn ich es schriftlich habe...
Mein Sohn hat sich sogar zu einem verkniffen erlösenden Lächeln hinreißen lassen können.
So jetzt sind die Ampeln auf Grün und die Suche nach der richtigen Klinik kann beginnen. Laut der Kasse können wir frei wählen (solange es nicht privat Kliniken sind) und sind nicht an das Krankenhaus des Arztes, wo wir das Gutachten für die Mastektomie herhatten, gebunden.
Das musste ich mir jetzt einfach mal von der Seele schreiben, sorry für den langen Text

.
Eure Katie