Re: Umgang mit dem Ende
Verfasst: So 10. Jun 2012, 22:17
Hallo, miteinander,
das Thema "Tod und was dann" bewegt mich auch seit einiger Zeit. Ich für meinen Teil habe mich entschieden, dass ich es einfach haben will, wenn ich gestorben bin. Meine Seele braucht den Körper nicht mehr und ist entschwunden. Der Körper ist kalt und leblos geworden. Für mich bietet sich an, den leblosen Körper einäschern zu lassen und die Asche in einem einfachen fast anonymes Gemeinschaftsgrab mit dem Namen (Welchem eigentlich?) unter vielen anderen auf einer größeren Steinplatte auf einem nahe gelegenem Friedhof zu hinterlassen. Die Hinterblliebenen haben für ihre Trauer noch einen Anlaufspunkt, wenn sie möchten. Sie müssen sich aber nicht noch jahrelang darum kümmern.
Mit dem Spenden meiner Organe tue ich mich immer shwerer, je länger ich darüber nachdenke und je intensiver ich mich darüber informiere. Jenseits der Nierenspenden, die ja auch lebend verpflanzt werden und da übehaupt nur im enegeren Kreis, ist der Bedarf nach frischen Orgnen mit ca. 4000 im Jahr bei rund 800.000 Toten im Jahr in Deutschland ja absolut gesehen recht gering. Von den 4000 werden derzeitig rund 2000 bedient. Die Kamapagnen zum Organspenden dient vor allem dazu, weitere 1000 Organe im Jahr nutzen zu könnnen. (Ich hoffe, ich habe die Statistischen Zahlen richtig behalten.) Nicht brauchbar sind ältere abgenutzte Organe älterer Menschen, oder von Medikamenten, schwerer Krankheit oder Akohol- und Drogengenuss geschädigte Organe. Nicht verwendbar sind ferner Organe, wenn der Körper nach dem Eintreten des Todes erkaltet ist. Wie andere schon geschrieben haben, konzentriert sich der Bedarf von gespendeten Organen auf jüngere kerngesunde Bürger, die bei Unfällen ums Leben gekommen sind, und deren Überreste schnell genug eingesammelt worden sind. Durch Verkehrsunfälle dürften da die meisten Spenderorgane geliefert werden, da sie in der Öffentlihkeit geshehen und von den Mitmenschen in der Regel schnell gemeldet sind. Ja, ich habe Sorgen, dass da zu schnell selektiert wird zwischen den Menchen zum Weiterleben erhalten und schnell dem Tod fest stellen, je nach dem ob die Organe noch verwendbar sein können. Ich habe auch die Sorgen, dass auch beim fest gestellten Hirntod (was in einem seriösen Krankenhaus nicht leichtfertig geschieht) im noch warmen Körper die Nerven noch zu aktiv sind und der Körper noch zu viel Schmerzen empfindet und zu heftig ragiert, zumal die Procedere der Organentnahme mit möglichst wenig zusätzlichen betäubenden Medikamenten erfolgt, um die Organe nicht noch in letzter Sekunde vor der Verpflanzung zu schädigen. Ja, daneben habe ich zu wenig erfahren, wie die Organempfänger mit dem erhaltenen Organ weiter leben, nach etwa zwei bis fünf Jahren, wenn die erste Zeit der Komplikationen überstanden ist, der Körper das fremde Organ an sich akzeptiert hat und in das Alltagsleben Routine eingekehrt ist. Nachdenklich stimmte mich auch ein Artikel in der Zeit. Berichtet wurde aus Belgien von einer nach einem Unfall schwer deprimierten Frau um 35 Jahre, die in dem Spenden der Organe für sich die Perspektive sah und das (scheinbar) aussichtslos gewordene Leben beenden ließ. Organe spenden als Alternative zum Behandeln schwerer psychischer Krankheiten? Vielleicht auch zum Umgang mit schweren Verbrechen? Vielleicht auch mit unabwendbarer Dauerarmut? - Vergleiche ich dann etwa, wieviel Menschen allein durch den Einsatz von Herz-Kreislauf-Machinen, Herzschrittmachern und operativen Eingriffen am Herzen überleben, und wie wenig dagegen duch das Einpflazen eines Herzens eines anderen - verstorbenen - Menschen, dann sind mir die Organverpflanzungen jenseits der Nierenverpflanzungen wie eine kleine kleine Nische des Medizinischen Könnens und Forschens. Ich könnte es mir einfach machen, ich bin für das Organe spenden wahrscheinlich eh zu alt, wen ich schon allein meine Blutspende nicht mehr akzeptiert wird. Aber mir stellen sich dennoch mehr und mehr ungeklärte Fragen, die es sich in mir sträuben lassen, auf dem Papier die Organe für den Fall des Falles freizugeben und nach andere dazu zu bewegen es auch zu tun. Kurz: Organspende nach dem Tod? - Ne, danke.
Liebe Grüße
Robin
das Thema "Tod und was dann" bewegt mich auch seit einiger Zeit. Ich für meinen Teil habe mich entschieden, dass ich es einfach haben will, wenn ich gestorben bin. Meine Seele braucht den Körper nicht mehr und ist entschwunden. Der Körper ist kalt und leblos geworden. Für mich bietet sich an, den leblosen Körper einäschern zu lassen und die Asche in einem einfachen fast anonymes Gemeinschaftsgrab mit dem Namen (Welchem eigentlich?) unter vielen anderen auf einer größeren Steinplatte auf einem nahe gelegenem Friedhof zu hinterlassen. Die Hinterblliebenen haben für ihre Trauer noch einen Anlaufspunkt, wenn sie möchten. Sie müssen sich aber nicht noch jahrelang darum kümmern.
Mit dem Spenden meiner Organe tue ich mich immer shwerer, je länger ich darüber nachdenke und je intensiver ich mich darüber informiere. Jenseits der Nierenspenden, die ja auch lebend verpflanzt werden und da übehaupt nur im enegeren Kreis, ist der Bedarf nach frischen Orgnen mit ca. 4000 im Jahr bei rund 800.000 Toten im Jahr in Deutschland ja absolut gesehen recht gering. Von den 4000 werden derzeitig rund 2000 bedient. Die Kamapagnen zum Organspenden dient vor allem dazu, weitere 1000 Organe im Jahr nutzen zu könnnen. (Ich hoffe, ich habe die Statistischen Zahlen richtig behalten.) Nicht brauchbar sind ältere abgenutzte Organe älterer Menschen, oder von Medikamenten, schwerer Krankheit oder Akohol- und Drogengenuss geschädigte Organe. Nicht verwendbar sind ferner Organe, wenn der Körper nach dem Eintreten des Todes erkaltet ist. Wie andere schon geschrieben haben, konzentriert sich der Bedarf von gespendeten Organen auf jüngere kerngesunde Bürger, die bei Unfällen ums Leben gekommen sind, und deren Überreste schnell genug eingesammelt worden sind. Durch Verkehrsunfälle dürften da die meisten Spenderorgane geliefert werden, da sie in der Öffentlihkeit geshehen und von den Mitmenschen in der Regel schnell gemeldet sind. Ja, ich habe Sorgen, dass da zu schnell selektiert wird zwischen den Menchen zum Weiterleben erhalten und schnell dem Tod fest stellen, je nach dem ob die Organe noch verwendbar sein können. Ich habe auch die Sorgen, dass auch beim fest gestellten Hirntod (was in einem seriösen Krankenhaus nicht leichtfertig geschieht) im noch warmen Körper die Nerven noch zu aktiv sind und der Körper noch zu viel Schmerzen empfindet und zu heftig ragiert, zumal die Procedere der Organentnahme mit möglichst wenig zusätzlichen betäubenden Medikamenten erfolgt, um die Organe nicht noch in letzter Sekunde vor der Verpflanzung zu schädigen. Ja, daneben habe ich zu wenig erfahren, wie die Organempfänger mit dem erhaltenen Organ weiter leben, nach etwa zwei bis fünf Jahren, wenn die erste Zeit der Komplikationen überstanden ist, der Körper das fremde Organ an sich akzeptiert hat und in das Alltagsleben Routine eingekehrt ist. Nachdenklich stimmte mich auch ein Artikel in der Zeit. Berichtet wurde aus Belgien von einer nach einem Unfall schwer deprimierten Frau um 35 Jahre, die in dem Spenden der Organe für sich die Perspektive sah und das (scheinbar) aussichtslos gewordene Leben beenden ließ. Organe spenden als Alternative zum Behandeln schwerer psychischer Krankheiten? Vielleicht auch zum Umgang mit schweren Verbrechen? Vielleicht auch mit unabwendbarer Dauerarmut? - Vergleiche ich dann etwa, wieviel Menschen allein durch den Einsatz von Herz-Kreislauf-Machinen, Herzschrittmachern und operativen Eingriffen am Herzen überleben, und wie wenig dagegen duch das Einpflazen eines Herzens eines anderen - verstorbenen - Menschen, dann sind mir die Organverpflanzungen jenseits der Nierenverpflanzungen wie eine kleine kleine Nische des Medizinischen Könnens und Forschens. Ich könnte es mir einfach machen, ich bin für das Organe spenden wahrscheinlich eh zu alt, wen ich schon allein meine Blutspende nicht mehr akzeptiert wird. Aber mir stellen sich dennoch mehr und mehr ungeklärte Fragen, die es sich in mir sträuben lassen, auf dem Papier die Organe für den Fall des Falles freizugeben und nach andere dazu zu bewegen es auch zu tun. Kurz: Organspende nach dem Tod? - Ne, danke.
Liebe Grüße
Robin