Wer kann mir helfen?
Wer kann mir helfen? - # 2

Lebensplanung, Standorte
ChristinaF
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Re: Wer kann mir helfen?

Post 16 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Ganz lieben Dank für all die Tipps, Ratschläge und Hilfe.
Aber nach dem Gespräch mit meiner Kolleginn, und den Überlegungen mit meiner Frau, bin ich nun soweit, dass ich mir erstmal eine Auszeit von meinem Frausein nehmen möchte.
Versteht bitte und seid nicht böse. Wielange diese dauert, weiß ich nicht.
Nochmals an alle liebe Grüße
Chrissie
PiaK
schau
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Re: Wer kann mir helfen?

Post 17 im Thema

Beitrag von PiaK »

Dornröschen hat geschrieben:Ich arbeite als Beamtin in einer Stadtverwaltung. Ob's hier Mobbing gibt, weiß ich nicht. Zumindest habe ich bis heute nichts dergleichen gehört.
Die Frage ist ja, wie es denn dann weitergeht, wenn ich meiner Kolleginn meine Situation dargelegt habe. Ich habe Angst, dass es dann weitere Mitwisser/innen gibt. Mich auch im größeren Kreis zu outen.
Puh, mir weht der Wind ganz schön entgegen.
Liebe Grüße
Chrissie
Hallo Dornröschen,

erstmal zu deinem Problem "Outing". Wenn du dich mit dem Tragen von eindeutig weiblicher Kleidung schon auf die Arbeit gewagt hast, hast du doch eigentlich im Inneren schon mit dem "Entdecktwerden" gerechnet oder es provoziert. Damit sagt eigentlich dein Inneres "Ja" zum Outing aber dein Verstand weigert sich dagegen. Wieso ist es möglich , dass du Frauenkleidung trägst und deine Frau nichts davon weiß - oder hab ich da was mißverstanden?
Der erste Schritt wäre ein Outing vor deiner Frau, damit du weißt, ob sie hinter dir steht oder generell wie ihre Einstellung dazu ist.
Das kann einem ungemein den Rücken stärken und eine weitere Fortgehensweise über den Personenkreis, der es erfahren soll, würde ich mit meiner Frau besprechen, denn sie betrifft es ja genauso wie dich. Also der Kollegin würde ich vielleicht nur das Nötigste erzählen und nur das was sie auch tatsächlich verkraften kann, ohne für spektakuläre brandheiße Büro-News zu sorgen. Dabei ist es immer ratsam, sich einmal in die andere Person hinein zuversetzen und das aus ihrer Perspektive her zu beleuchten und dann auch mein Gespräch so aufbauen, damit das alles für sie schlüssig ist und nicht anrüchiges hat.

LG Pia
Chris

Re: Wer kann mir helfen?

Post 18 im Thema

Beitrag von Chris »

Hallo Dornröschen,

Leider konnte ich zu Deiner Bitte nichts beisteuern, da ich unterwegs war.
Aus meiner Erfahrung heraus denke ich, dass die Auszeit nicht lange dauern wird.
Ich hoffe Du meldest Dich bald wieder.

Liebe Grüße

Christiane
Joe95
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Re: Wer kann mir helfen?

Post 19 im Thema

Beitrag von Joe95 »

ich vermute das diese "auszeit" doch mehr der versuch ist das zu unterdrücken...
ich könnt wetten, das verlangen wird früher oder später unwiderstehlich...
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
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Re: Wer kann mir helfen?

Post 20 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-28 »

Hallo Namensschwester,

Warum Auszeit? Wenn Deine Frau und Deine Kollegin Probleme sehen, dann verlagere doch die Aktvitäten in die Feizeit in der Nachbarstadt.

Eine komplette Auszeit, wenn sie selbst gewollt ist um zu sich zu finden ist ok, eine erzwungene Auszeit kann -muss aber nicht unbedingt - zu anderen Problemen durch die Unzufriedenheit, die sich dann Einstellen wird, führen.

Ich würde da eher versuchen mit meiner Frau einen Weg zu finden mit alle Leben können.
Wir haben z.B die Vereinbarung, keine Aktiitäten n femme am Heimatort, ausgenommen Sind nur Fahrten um unsere Freundin nach Hause nach gemeinsamen Ausflügen nachhause zu bringen oder direkte Fahrten z.B zum shoppen in Nachbarstädte und zurück. Zur Arbeit Herrenkleidung , dezente Ohrringe, Klarlack auf den Nägeln und Strumpfhosen, bei über 40 den ohne Tarnsocken, darunter mit 20er oder 40er Damenfeinstrümpfe als Tarnsocken.

Damit kann ich sehr gut leben. und meine Frau hat ihr gutes Gefühl, dass hier am Ort kein ungewolltes Getratsche auf kommt.

Mit der Zeit werden auch bei Deiner Frau die Ängste geringer werden , dann kann man gemeinsam andere Regeln festlegen.

Früher galt bei uns z.B umziehen erst ausserhalb des Ortes, nun fahre ich direkt von zu hause en femme und komme auch so zurück.

Die Sicherheit muss halt bei allen Beteiligten wachsen,das geht nicht von jetzt auf eben.

LG Chrissie
Das Leben ist zu kurz um sich zu verleugnen.
ChristinaF
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Re: Wer kann mir helfen?

Post 21 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Fast schäme ich mich, solange nichts mehr geschrieben zu haben. Warum, weiß ich ehrlich selbst nicht.
Das Gespräch mit meiner Arbeitskollegin verlief recht gut. Vielleicht für mich zu überraschend. Denn in der Unterhaltung fragte sie mich plötzlich, wie ich mir meinen Weg weiter vorstelle. Komplettes Outen um dann ganz als Frau in der Verwaltung zu erscheinen? Und später evtl. eine Hormontherapie und/oder angleichende Operation? Es waren wohl diese Gedanken die mich völlig in Panik versetzten und meine Gefühlswelt komplett durcheinanderbrachten. Zittrig und mit Bauchschmerzen fuhr ich nach Hause.
Daheim sprach ich mit meiner Frau darüber, eine "Auszeit" von Chrissie zu nehmen. Sie war von Anfang an skeptisch und meinte, wie viele hier im Forum auch, dass es eher eine Verschleppung wäre als eine Hilfe. Denn bald würde sich mein wahres Inneres wieder zurück melden.
Trotzdem machte ich mein Vorhaben war. In der Arbeit wieder in den Männerklamotten, ebenso daheim. Auch meine Kollegin machte Andeutungen des Warum's. Ich wich jedoch immer aus, mal nichts sagend, mal mit Argumenten, die mir heute noch so blöd vorkommen, dass ich mich schäme. Zwei, drei Wochen ging das so.
Um auf andere Gedanken zu kommen, buchte ich letzte Woche für uns zwei einen dreiwöchigen Urlaub auf Fuerteventura. Last minute, günstig und nicht lange überlegt. Frauenkleidung blieb zuhause. Leider, gebe ich heute zu. Denn in den letzten Tagen drängte Chrissie sich immer häufiger in mein Leben, meine Gedanken zurück. Anfangs wollte ich es nicht wahrhaben. Aber meiner Lieben fiel es auf und vorgestern sprachen wir zwei lange und ausführlich darüber. Und das was dabei herauskam, könnte oder wird für mich letztendlich den Weg bedeuten, den ich immer von mir wegschob. In der Arbeit, bei meinen Verwandten, Freunden und Nachbarn sich outen. Und dann einfach schauen, was auf uns zukommt.
So sitz ich denn hier am Laptop, schreibe diese Zeilen, genieße die warmen, herrlichen Sonnenstrahlen, den lieblichen Wind, den süßen Duft des Oleanders und hoffe so sehr, dass mich die Eine oder Andere von euch versteht. ---)))
Alles Liebe!!
Chrissie
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Re: Wer kann mir helfen?

Post 22 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Ups, da ging wohl etwas schief. Habe gestern schon den gleichen Beitrag gepostet. Ist aber nicht erschienen.
Dann zum zweiten. Vielleicht klappts diesmal.

Fast schäme ich mich, solange nichts mehr geschrieben zu haben. Warum, weiß ich ehrlich selbst nicht.
Das Gespräch mit meiner Arbeitskollegin verlief recht gut. Vielleicht für mich zu überraschend. Denn in der Unterhaltung fragte sie mich plötzlich, wie ich mir meinen Weg weiter vorstelle. Komplettes Outen um dann ganz als Frau in der Verwaltung zu erscheinen? Und später evtl. eine Hormontherapie und/oder angleichende Operation? Es waren wohl diese Gedanken die mich völlig in Panik versetzten und meine Gefühlswelt komplett durcheinanderbrachten. Zittrig und mit Bauchschmerzen fuhr ich nach Hause.
Daheim sprach ich mit meiner Frau darüber, eine "Auszeit" von Chrissie zu nehmen. Sie war von Anfang an skeptisch und meinte, wie viele hier im Forum auch, dass es eher eine Verschleppung wäre als eine Hilfe. Denn bald würde sich mein wahres Inneres wieder zurück melden.
Trotzdem machte ich mein Vorhaben war. In der Arbeit wieder in den Männerklamotten, ebenso daheim. Auch meine Kollegin machte Andeutungen des Warum's. Ich wich jedoch immer aus, mal nichts sagend, mal mit Argumenten, die mir heute noch so blöd vorkommen, dass ich mich schäme. Zwei, drei Wochen ging das so.
Um auf andere Gedanken zu kommen, buchte ich letzte Woche für uns zwei einen dreiwöchigen Urlaub auf Fuerteventura. Last minute, günstig und nicht lange überlegt. Frauenkleidung blieb zuhause. Leider, gebe ich heute zu. Denn in den letzten Tagen drängte Chrissie sich immer häufiger in mein Leben zurück. Anfangs wollte ich es nicht wahrhaben. Aber meiner Lieben fiel es auf und vorgestern sprachen wir zwei lange und ausführlich darüber. Und das was dabei herauskam, könnte oder wird für mich letztendlich den Weg bedeuten, den ich immer von mir wegschob. In der Arbeit, bei meinen Verwandten, Freunden und Nachbarn sich outen. Und dann einfach schauen, was auf uns zukommt.
So sitz ich denn hier am Laptop, schreibe diese Zeilen, genieße die warmen, herrlichen Sonnenstrahlen, den lieblichen Wind, den süßen Duft des Oleanders und hoffe sehr, dass mich die Eine oder Andere von euch versteht. (na)
Alles Liebe
Chrissie
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Re: Wer kann mir helfen?

Post 23 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo, Chrissie,

hm, ich glaube eine große Portion Unsicherheit ist bei dir sicher, dass du noch nicht halbwegs weißt, wo du dich positionieren magst.

Ich finde Aussenstehende denken bei Männern in Frauenkleidern immer gleich an Transsexuelle mit Wunsch nach Geschlechtsumwandlung inkl. OP oder an Transvestiten, die nachts in düsternen Bars die Leute unterhalten. Aber das muss ja nicht unbedingt deine persönliche Seite sein. Es gibt so viele verschienen Varianten und Spielarten. Da hat jeder irgendwo so seine persönliche Form. Nimm dir Zeit, selber darüber klar zu werden, was bei dir Sache ist. Suche das Gespräch mit Gleichgesinnten - nicht nur hier im Forum. Sie können dir zwar keine perfekte antwort geben. Aber sie können dir vielleicht helfen, die richtigen Fragen an dich selbst zu stellen.

Ich selber habe auch lange gebraucht, bevor mir habwegs klar wurde, wo ich mich in dem Spektrum der Möglichkeiten wiederfinde.

Liebe Grüße
Robin
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Re: Wer kann mir helfen?

Post 24 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-28 »

Hallo Namensschwester,


ich denke das wird vielen so gehen. Es dauert seine Zeit, bis man weiss, wie der eigene Weg weitergeht und selbst dann kann ma nicht wirklch sicher sein. Im Laufe der Zeit passieren viele Dinge, die Auslöser für bestimmte Verhalten sein können. Ich habe fast 20 Jahre Chrissie nur zu hause ausgelebt bis ein guter Freund mit 49 am Herzinfarkt während der Arbeit verstarb. Seitdem ist Chrissie stärker geworden und geht raus.

Um nicht einen falschen Weg einzuschlagen ist nur eines Wichtig: Wenn man en femme unterwegs ist nicht nur die Rosinen des Lebens rauspicken, sondern ganz normal den Tag gestalten mit allen Höhen und Tiefen.
Viele zelebrieren ihr rausgehen mit shoppen, Wellness etc. Die Probleme des Alltags werden dann ausgeblendet. Dies kann mit der Zeit dazu führen, dass man denkt, als Frau wäre alles viel einfacher und besser. Das gibt dann - manchmal auch erst wenn es zu spät ist - ein böses Erwachen.
Stattdessen halt auch z.B den Brief an das Autohaus wegen der " Mistkarre" oder das Gespräch mit der Frau über den toal bescheuerten Chef , der einen gerade wieder geärgert hat, en femme führen.

Weiterhin zu Treffen von seriösen SHG's gehen, auch durch Gespräche mit anderen kann man eher erkennen wo man steht.

Wenn man sicherer ist, dass man den Weg doch weiter gehen will, mit einem spezialisierten Therapeuthen sprechen.

Generell aber : Nicht aus Angst versuchen etwas mit Gewallt verdrängen. Das wird nicht funktionieren, genausowenig, wie zu versuchen einen Weg zu gehen, den andere vorgeben.

Der m.E. beste Weg ist der , sich darüber klar zu sein, dass der Weg von 100% Mann über Teilzeitfrau bis 100% Frau gehen kann , aber nicht zwingend muss. Darüber sollte man mit seinem Partner reden, auch wie es mit der Ehe dann in jedem der Fälle weitergehen soll. Wenn man sich dann über die Konsequenzen aller möglichen Wege im Klaren ist kann man das weitere auf sich zu kommen lassen und wird dann mehr oder weniger schnell erkennen, was für einen selbst der richtige Weg ist.

Nur Du kannst wirklich für Dich entscheiden, wo Deine Bedürfnisse liegen und wie Du Leben möchtest.

Nochmal kurz zusammengefasst: Grübeln bringt nichts. Werde Dir nur Klar, welche Konsequenzen jeder mögliche Weg für Dein weiteres Leben beruflich, familiär und in Bezug auf Freunde haben kann und lass dann alles weitere auf Dich zukommen ohne davon was mit Gewallt zu unterdrücken.

LG Chrissie
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ChristinaF
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Re: Wer kann mir helfen?

Post 25 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Danke für die Antworten. ---)))
Im nachhinein kann ich es auch nicht fassen, warum meine Gefühle so mit mir rumsprangen.
Offenbar ist es die reine Angst vor dem was auf mich zukommt. Dabei wäre es so leicht, wenn ich nur auf meine Psyche höre. Die sagt einfach: "Lebe dein Leben als Frau". Der Verstand jedoch sagt: "Das kannst du nicht machen."
Verrückt, ich weiß. In dem Gespräch mit meiner Frau gings auch darum. Gott sei Dank versteht sie mich und hilft mir ungemein. Ich finde, dass ich damit schon zu den Glücklichen gehöre, die einen solch lieben Menschen an ihrer Seite hat. Und von ihr kamen auch die Worte, dass sie mich so oder so weiter lieben wird, sie aber der Meinung ist, dass es mir beim Ausleben meiner weiblichen Seite, wesentlich besser gehen würde.
Deshalb auch der Entschluss nach dem Urlaub zuerst in der Arbeit mich zu outen. Ich weiß, es wird nicht einfach. Denn dieser Schritt ist ja nicht rücknehmbar. Es sei denn, ich möchte so weiterarbeiten wie bisher. Und das kann ich unmöglich.
Seitdem Chrissie wieder da ist, sind die Depressionen fort, das Unwohlsein in der Bauchgegend hat sich gelegt und schlafen ist wieder eine Wohltat.
So dumm es klingt, ich freue mich heute schon so sehr darauf, wenn wir endlich daheim sind und ich das sein kann, was ich eigentlich bin.
LG Chrissie
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Re: Wer kann mir helfen?

Post 26 im Thema

Beitrag von anna-Lea »

Ich finde Aussenstehende denken bei Männern in Frauenkleidern immer gleich an Transsexuelle mit Wunsch nach Geschlechtsumwandlung inkl. OP........

Liebe Grüße
Robin[/quote]
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------

Hallo Chrissie,

erstmal Du siehst klasse aus und Dein Mut bewundere ich, leider bin ich noch nicht so weit das ich tagsüber in Feme raus gehe.

Ich muß Robin zustimmen, die 4 Personen die mich so kennen, hatten zuerst auch danach gefragt ( Geschlechtsumwandlung inkl. OP........ ) was ich aber bis heute nie vorhatte.
Ich genieße die Vielfalt der Bekleidung und das angenehme Tragegefühl der Damenbekleidung. Im laufe der Jahre stylte ich mich dann immer mehr zur (jungen) Frau :wink: auch mit Silis und den Rest. Herrenunterwäsche besitze ich nicht mehr und Hosen und Schuhe (flacher Absatz) sind meistens aus der Damenabteilung die nicht auf dem ersten Blick auffallen.
Ich muß den vorrednern Recht geben, "es wird Dir niemals gelingen es aufzugeben, es wird Dich immer wieder einholen, Du kannst es nicht beenden". Bei mir war es genau so, 2 Ehen immer wieder alles weggeworfen und doch wieder angefangen, und heute weiß ich das ich nichts mehr wegwerfe, es ist ein Teil von mir das ich Axeptiert habe und ausleben möchte.
Ich wünsch euch alles Gute und das Ihr noch recht schöne Stunden zusammen verbringen könnt.

Eure

anna-lea
Erinnere Dich an gestern, denke an morgen, aber lebe heute…
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Re: Wer kann mir helfen?

Post 27 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Liebe anna-lea,

ich bin mir da nicht sicher, ob das Rausgehen mit Mut zu tun hat. Eher glaube ich, dass es einfach sein musste, der Körper und die Seele sagten: "Machs".
Jedenfalls war es hinterher ein solches Glücksgefühl und eine innere Zufriedenheit, die ich nicht mehr missen möchte. Und warum ich mir damals überhaupt eine "Auszeit" nahm, kann ich heute nur so erklären, dass es offenbar ein letztes Aufbäumen vor dem entscheidenen Schritt war.
Heute weiß ich, wohin mein Weg gehen wird. Langsam aber beständig. Leicht wird es bestimmt nicht werden. Und mit meinen kanpp 50 Jahren bin ich ja auch nicht mehr die Jüngste. Somit scheidet (nicht nur wegen des Alters) eine OP ohnehin aus. Dafür werde ich mir viel Zeit nehmen (müssen), die Stimme etwas angleichen zu können, vor allem aber den blöden Bartwuchs endlich ganz loszuwerden.
Ansonsten sehe ich mich heute schon als eine 48jährige Frau, die als Beamtin arbeiten kann, mit einer verständnisvollen Partnerin zusammenlebt, die mich liebt so wie ich bin.
Gespannt bin ich nur noch, was nach dem Outen meine Behörde sagen wird und wie meine Verwandten, Freunde und Nachbar reagieren werden?
Alles Liebe
Chrissie
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Re: Wer kann mir helfen?

Post 28 im Thema

Beitrag von anna-Lea »

Hallo Chrissie,
ja Du hast recht, mein Körper sagt das auch immer wieder "Mach es" und wenn ich gestylt unterwegs bin und aussteigen möchte habe ich so ein großen Sch.... das ich mich wieder in meinen 4 Wänden verziehe (heul). Ich habe leider keine Partnerin die mich so unterstützt wie Deine Frau (ich beglückwünsche euch und Eurer Beziehung) die mich tatkräftig unterstützt.
Und mit Deinem Alter brauchst Du Dich auch nicht zu verstecken, wenn Du mein "Avantar" anschaust, das ich im März 2012 aufgenommen habe, wirst Du es bestimmt nicht glauben das ich noch 10 Jährchen älter bin. Ich sage mir immer "man(n) fühlt sich so alt wie man(n) sich selber fühlt".
Meine Stimme veruche ich nicht erst zu verstellen sondern nur etwas leiser und singender zu sprechen, das klappt schon bei mir und der dunkele Ton wird bei mir direkt etwas Fr(au)eundlicher. Mit meinem Bartwuchs habe ich kaum Probleme, der ist schon ziemlich hell geworden und ich rasier mich immer Nass, ist gründlicher (grins).
Ja das mit dem Outen ist schon so eine Sache, Verwandten, Freunde und Nachbar usw, das ist bei mir auch so eine Problem, lebe auf einem Dorf hier kennt jeder jeden.
Irgend wann werde auch ich es schaffen und den Mut aufbringen tagsüber wenigsten spazieren zu gehen,
Mach weiter so und noch viele schöne Stunden Euch zwei das wünscht Euch

anna-lea
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Re: Wer kann mir helfen?

Post 29 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Liebe anna-lea,

die Unterstützung meiner Frau war auch nicht von anfangs an da. Sie kam "schubweise" je länger mein Transgendersein dauerte. Ganz zu Beginn meinte sie, dass mein Zustand sich zurückentwickle. Es gab aber auch Zeiten der Tränen und langer Gespräche. Im nachhinein bin ich aber überzeugt, dass meine Liebe meine TS eher erkannte als ich selbst und sich auch damit viel intensiver auseinandersetzte als ich. Dann kam eine Zeit der Tolerierung diese ging langsam über in Verständnis. Und heute hilft sie mir so gut sie eben kann. Auch heute früh nahm sie mich wieder in die Arme und sprach mir Mut und Zuversicht zu, all das gemeinsam zu schaffen. Ich bin ihr auch so dankbar, dass sie mich modisch unterstützt, gar Mut macht. Obs nun die Farbe von Nagellack, die farbliche Kombination von Kleidung oder Parfum ist; auch beim Shoppen.
Lieb, dass du mir dein Alter verrätst. Obwohl Frau das ja nicht tun soll. ---)))

Und das outen muss kommen. So geht es nicht mehr weiter. Da würde ich mir selbst blöd vorkommen, wenn ich jedesmal überlegen muss, ob ich mit dem Outfit das ich gerade trage, in den Garten gehen kann oder nicht. Ich hoffe nur, dass alles mehr oder minder gut geht.Etwas Angst habe ich eigentlich nur wegen meinem Beruf. Und wie sich das mit meinen Freunden entwickelt, weiß ich nicht.
Übrigens wohnen wir zwei auch nicht in einer großen Stadt. Ist eher ein kleinerer Ort mit rund fünftausend Einwohner.

Alles Liebe
Chrissie
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Re: Wer kann mir helfen?

Post 30 im Thema

Beitrag von anna-Lea »

He Chrissie,

mein Alter habe ich nicht verraten, habe nur 10 Jahre geschrieben :lol: .

Ja, irgendwie Provoziere ich es in der zwischenzeit mit meinem Outfit, vileicht in der hoffnung erwischt zu werden :?: :?: .

Ich finde es SUPER, hier kann man(n) wirklich sehr nette Damen, auch Herren, kennenlernen und mit Ihnen Plaudern.

Danke und liebe Grüße

anna-lea
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