Gute Frage!^^Lina hat geschrieben:Aber wer sind wir denn?
Wir sind alles was Salmacis am Anfang beschrieben hat, vom perfekten Tranny dem vorgeworfen wird in Wirklichkeit eine Frau zu sein bis zum völlig skurillen, schlecht gekleideten und frisierten Wolfgang Neuss Typ.
Wenn man perfekt ist, möchte man nicht gern mit Wolfgang durch die Kneipen ziehen, weil man ihn/sie ansieht und denkt "so bin ich eigentlich auch, nur besser ... geschminkt" - aber trotzdem kommt man nicht um die Solidarität herum. Mit wem sonst sollte man solidarisch sein können?
Ich kann nur für mich sprechen. Andere Menschen haben andere Antriebe, die mir verborgen sind.
Wenn Lina (Post vor mir) fragt, "So was ist jetzt "Rolle" in den gender spezifischen Verhaltensweisen?" kann ich für mich sagen: was Rollen angeht sind wir ziemlich frei. Ich kann in jeder Situation (die mir jetzt einfällt) eine 'weibliche' Rolle einnehmen, dazu brauche ich keinen BH oder Rock oder Silikonprothesen. Vielleicht ist ja jemand anderer Meinung, oder hat ein gutes Beispiel, aber eigentlich beschränkt sich die "weibliche Rolle" heutzutage doch tatsächlich auf Äusserlichkeiten.
Bleibt um das Thema (jedenfalls für mich) rund abzuschließen, noch die Frage des "Warum?". Für mich wohl eine Art von Narzißmus, ein ggf etwas übersteigertes "Ich-will-mich-selbst-attraktiv-finden", was konsequenterweise nur eine Möglichkeit offen läßt.
Vermutlich bin ich auch dabei nicht wirklich mehrheitsfähig .. aber das ist mir eher unwichtig - mich würde interessieren was ihr darüber denkt.