Ist vielleicht manchmal "etwas weniger" doch mehr?
Ist vielleicht manchmal "etwas weniger" doch mehr? - # 2

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
ExUserIn-2026-04-03
schau
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Re: Ist vielleicht manchmal "etwas weniger" doch mehr?

Post 16 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-03 »

Ihr Lieben -

das sind doch zum Teil schöne Bestätigungen für meine Eigenbeobachtung. Vielen Dank!

Gerne hätte ich Julianes Bilder gesehen, aber das darf ich bisher ja leider nicht.
Denn das wäre ja wirklich der nächste Schritt für die "mutigen" von uns unter diesem Topic - Bilder früher und jetzt.

Ansonsten finde ich es total interessant, was für jede*n einzelne*n von uns eigentlich den eigentlichen Schlüssel zum "äußeren" Frauendasein darstellt - quasi das was man bei aller Reduktion nicht weglassen kann bzw. möchte. Denn offensichtlich reicht das innere Gefühl bei den meisten allein nicht aus.

Ich selber bin aktuell noch auf das ganze "Verwandlungs-Paket" angewiesen, um mich "als Frau zu sehen". Selbst so kleine Dinge wie ein fehlender Ring oder die vergessene Brille zeigen mir Lücken in meinem Selbstbild auf. Ohne Brüste, ohne Perücke, oder gar ganz ohne Make-Up sind für mich (noch) undenkbar.

In diesem Sinne ist zwar alles immer weniger geworden, jedoch trotzdem noch alles da und notwendig.

Gibt es bei Euch denn Dinge, die Ihr absolut benötigt, oder könnt Ihr auf vieles verzichten? Draußen? Drinnen?

Freu mich - Svenja
Daniela04
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Re: Ist vielleicht manchmal "etwas weniger" doch mehr?

Post 17 im Thema

Beitrag von Daniela04 »

Liebe Svenja

Vielewn Dank für Deine positive Rückmeldung.
Svenja Rothermund hat geschrieben: Mo 2. Mär 2026, 14:04 Gibt es bei Euch denn Dinge, die Ihr absolut benötigt, oder könnt Ihr auf vieles verzichten? Draußen? Drinnen?
Da Du die Fotos noch nicht sehen kannst: Das Profilbild datiert vom Januar 2025 mit Perücke. Seit nun über 8 Monate brauche ich die Perücke nicht mehr, wechsele aber das Profilbild nicht, weil ich nicht geoutet bin und man mich sonst so klar erkennen würde.

Nun zu Deiner Frage: Ich ziehe zu Hause immer Frauenkleider an, entweder ein Kleid oder Bluse oder Rock. Wenn es nicht zu heiss ist: immer Strümpfe (tagsüber Strumpfhose, Abends oft Strümpfe). Wenn ich raus gehe schminke ich mich immer, dezent (Bartschatten muss aber abgedeckt werden) und nun seit Dezember ist mein Körper rasiert (überall dort wo ich hinkomme ;-) ). Wenn ich kurz im MM rau muss (wie heute Abend) habe ich meine Damenunterwäsche unter der MM an.
Ich habe ein langer Weg mit laufend Fortschritte hinter mir und habe mich wie Du im Forum schlau gemacht und auch viele Antworten erhalten.

Herzlicher Gruss
Daniela
Ich will einfach der sein, der ich wirklich bin: ein Mann, der seine mittlerweile erkannte sehr bedeutende Weiblichkeit vertieft kennenlernen möchte.
anika500
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Re: Ist vielleicht manchmal "etwas weniger" doch mehr?

Post 18 im Thema

Beitrag von anika500 »

hy wenn ich mal zeit habe raus zu gehen dann meisten im rock und bluse völlig ungeschminkt und keine perücke ich werde als mann in frauenkleidern wahr genommen,meine ausflüge beziehen sich meisten auf shoppen gehen es sind immer nur wenige stunden aber das wird genossen und da kann es auch einmal ein wenig mehr sein ich liebe damenunterwäsche und finde es schön einen schönen langen rock (wadenlang )und eine bluse zu tragen mit passenden schuhen meistens flach weil ich in hohen nicht laufen kann,aber deine ansichten und gedanken zu manchaml ist weniger mehr kann ich nur begrüsen,
viele gruesse aus neu- isenburg anika
Miranda Cruz
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Re: Ist vielleicht manchmal "etwas weniger" doch mehr?

Post 19 im Thema

Beitrag von Miranda Cruz »

Hallo Svenja
Weniger würde bei mir nur auf die Rocklänge zutreffen. Ich trage am liebsten Mini und werde wohl auch noch ein paar Jahre dabei bleiben. Hosen mag ich überhaupt nicht, die habe ich als Mann zur Genüge getragen und werde auch in Zukunft nicht darum herum kommen, zum Beispiel auf dem Motorrad.
Die Röcke werden leider trotzdem immer länger, weil es in den Läden kaum noch Miniröcke zu kaufen gibt. Zudem habe ich seit ein paar Monaten ein Hüftpolster, das sich nicht unter jedem Minirock verstecken lässt. So gesehen ist es gut, dass meine letzten neuen Röcke ein paar Zentimeter länger sind.

Man hat mir schon einmal ungefragt zu einer kurzen Frisur geraten, für mich war das ein Eingriff in meine Privatsphäre. Ich liebe lange Haare. Meine Perücken sind alle ähnlich lang. Ich wüsste nicht, weshalb sich mein Alter auf meine Vorlieben auswirken sollte. Erst wenn es mir verleidet, die langen Haare nach einer Autofahrt zu entknoten, lege ich mir VIELLEICHT eine Kurzhaarperücke zu.

Ich bin Transvestit, weil ich es liebe, mein ideales Frauenbild zu verkörpern. Deshalb trage ich lange Haare, Miniröcke, hohe Absätze und lächle alle an. Mir ist bewusst, dass meine Vorstellung völlig unrealistisch ist. Und doch ist mir seit Jahren keine negative abschätzige Äusserung mehr zu Ohren gekommen.
Aus dieser Perspektive verstehe ich übrigens die Models im Spielfilm "Miss Undercover", wenn sie sich einstimmig "Weltfrieden" wünschen.

Offenbar bin ich mit dieser Einstellung ziemlich allein. Und doch wollte ich sie hier mit Euch teilen.

Herzliche Grüsse
Miranda
ExUserIn-2026-04-03
schau
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Re: Ist vielleicht manchmal "etwas weniger" doch mehr?

Post 20 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-03 »

Hi Miranda -
vielen, lieben Dank für Dein Feedback - und ich glaube - nein, bin mir sicher - dass Du mit dieser Einstellung definitiv nicht alleine bist. Du bist einfach die erste, die sich "das traut" offen zu schreiben.
Ich habe dieses Thema auch gar nicht aufgemacht, um Bestätigung für das, was ich tue zu erhaschen, sondern aus wirklichem Interesse an dem, wie es andere so leben und in welche Richtungen man sich so noch entwickeln kann.
Ich finde es großartig, wie vielfältig die Entwürfe jedes und jeder einzelnen hier sind und freue mich über jeden und jede dessen/deren Entwurf ich hier kennelernen darf.

LG Svenja
Beatrixtg
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Re: Ist vielleicht manchmal "etwas weniger" doch mehr?

Post 21 im Thema

Beitrag von Beatrixtg »

Svenja Rothermund hat geschrieben: Mo 2. Mär 2026, 14:04 Ansonsten finde ich es total interessant, was für jede*n einzelne*n von uns eigentlich den eigentlichen Schlüssel zum "äußeren" Frauendasein darstellt - quasi das was man bei aller Reduktion nicht weglassen kann bzw. möchte. Denn offensichtlich reicht das innere Gefühl bei den meisten allein nicht aus.

Ich selber bin aktuell noch auf das ganze "Verwandlungs-Paket" angewiesen, um mich "als Frau zu sehen". Selbst so kleine Dinge wie ein fehlender Ring oder die vergessene Brille zeigen mir Lücken in meinem Selbstbild auf. Ohne Brüste, ohne Perücke, oder gar ganz ohne Make-Up sind für mich (noch) undenkbar.
Hallo all
Ich bin jetzt 77 Jahre Alt und lebe mit diesem Thema mindestens schon 60 Jahre.
Da hat sich vieles gewandelt.
Früher war es eine Flucht aus der Männerwelt. Aus der Erziehung der 50er Jahre. Da brauche ich wohl keine Stichworte zu liefern :-) .
Ich habe in dieser Zeit einige Phasen die in den anderen Posts beschrieben werden, durch gemacht. Inklusive etwas über 20 Jahre, in denen ich nur noch selten raus ging. Meistens nach 24 Uhr, einfach um Druck ab zu bauen. Diese Phase wurde ausgelöst durch längere Spital Aufenthalte, Operationen, etc. Die längste Phase war fast 1/2 Jahr Spital und Reha Aufenthalte. Ohne Outing eine belastende Zeit. Ich habe es überlebt :-( .
Bis dann letzter Oktober eine komplette Kehrtwende eintrat. Das habe ich schon an anderer Stelle beschrieben. Ein Foto, auf dem ich eigentlich lachen sollte, aber ein tief trauriger Ausdruck im Gesicht. Als ich versuchte, ein halbwegs sichtbares Lächeln im Gesicht zu erzeugen, komplettes versagen. Das bekam meine Familie mit. Kurz gesagt, mit Unterstützung meines Umfeldes. Kompletter Reset! Jetzt kann ich wieder Lachen und zu deiner Frage: Ich muss nicht mehr unbedingt als Frau auftreten, obwohl ich meistens so aus dem Haus gehe. Dezent geschminkt, so dass ich auch schon gefragt wurde, bist Du überhaupt geschminkt?
Und meistens Kleid, mindestens bis knapp vor das Knie oder etwas darüber. Alltagstauglich.
Flach Marie Janes Schuhe Größe 44. (ich bin 1.87m gross)
Ohrringe, meistens Stecker. Die hängen unter meinem Motorradhelm nicht im Futter an, wenn ich den Helm abziehe.
2 Halsketten Einmal mit einem eingesetzten Stein und eine mit dem Namen Beatrix.
Meistens normale hautfarbene Strumpfhosen.

Und wie gesagt als Mann einfach in Hose, T-Shirt ohne Lippenstift aber dem gleichen make-Up. macht mich auch etwa 10 Jahre jünger im aussehen. (positiver Effekt)

Und meine Einstellung ist ähnlich wie sie Elena Maric in Ihrem Buch beschreibt (Ergebnis aus 60 Jahren seelischer Entwicklung)
Und vor allem Emotionale Hürden abgebaut. Ist tatsächlich so, in Frauenkleidern regiere ich anders, ganz automatisch. (Wie es auch Elena beschreibt)

Liebe Grüsse Beatrix
Und mein nächstes Ziel ist ohne Perücke und mit meiner eigenen Frisur zu leben.
Ich bin nicht Mann, ich bin nicht Frau, ich bin einfach ich. Und das ist gut so.
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Re: Ist vielleicht manchmal "etwas weniger" doch mehr?

Post 22 im Thema

Beitrag von Vesta »

Svenja Rothermund hat geschrieben: Mo 2. Mär 2026, 14:04 Ohne Brüste, ohne Perücke, oder gar ganz ohne Make-Up sind für mich (noch) undenkbar.
Ich habe dich noch nicht in echt gesehen, aber vermutlich würdest du dann nicht mehr optisch als Frau durchgehen?
Dann passt das auch nicht ins Thema "weniger ist mehr", denn manchmal ist weniger einfach nur weniger.

Auch der Bartschatten ist so ein Thema. Manchmal sehe ich hier im Forum Bilder und denke, viel zu stark geschminkt, aber ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wie viel Schminke notwendig war, um den Bartschatten zu überdecken, und der Rest des Gesichts muss dann ähnlich stark geschminkt werden, sonst fällt's auf.

Es kann befreiend sein, Hilfsmittel weglassen zu können oder zumindest zu reduzieren, aber das Ergebnis muss dann auch stimmen. Perücke brauchte ich nie, Brusteinlagen habe ich erst weggelassen, nachdem die Brust hormonell genug gewachsen war - vorher wäre ich ohne Sillies nicht aus dem Haus gegangen - und Make-Up nehme ich heute noch meistens.
Miranda Cruz hat geschrieben: Mo 2. Mär 2026, 20:32 Ich bin Transvestit, weil ich es liebe, mein ideales Frauenbild zu verkörpern. Deshalb trage ich lange Haare, Miniröcke, hohe Absätze und lächle alle an. Mir ist bewusst, dass meine Vorstellung völlig unrealistisch ist.
Der letzte zitierte Satz gefällt mir. Wenn du sagst "Ich weiß wie das aussieht und ich will das genau so" dann machst du dich gegen Kommentare oder jegliche Stilberatung unangreifbar.

Ich habe schon einige getroffen, die es übertrieben haben oder die nicht genug gemacht haben (kam über femininer Mann nicht hinaus), so dass sie das gewünschte Ergebnis nicht erreicht haben, denen dies aber nicht bewusst war. Da kann dann etwas Ehrlichkeit in der Rückmeldung gewünscht sein. Aber wenn dann als Antwort kommt "Ich weiß, was ich mache und ich will das so", dann gefällt mir die Antwort, und ich weiß, dass ich nicht mehr drüber reden muss.
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Re: Ist vielleicht manchmal "etwas weniger" doch mehr?

Post 23 im Thema

Beitrag von Beatrixtg »

Vesta hat geschrieben: Mi 4. Mär 2026, 12:05 Auch der Bartschatten ist so ein Thema. Manchmal sehe ich hier im Forum Bilder und denke, viel zu stark geschminkt, aber ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wie viel Schminke notwendig war, um den Bartschatten zu überdecken, und der Rest des Gesichts muss dann ähnlich stark geschminkt werden, sonst fällt's auf.
Bartschatten, gutes Detail. Ich habe den Vorteil dass mein Bart fast weiss ist. Selbst im Schminkkurs wurde mir gesagt, Ignoriere ihn, man bemerkt ihn kaum. Wenn du das korrigieren willst sieht das unnatürlicher aus.
Als Beispiel 2 Fotos von mir ca. 1 1/2 Stunden Differenz. Das erste ungeschminkt:
Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: https://i.ibb.co/5CJrmsC/Foto-am-25-02-26-um-14-39.jpg


und etwas später vor dem ausgehen:
Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: https://i.ibb.co/wNSc2KXn/Foto-am-25-02-26-um-15-38.jpg


Soviel zum dezent schminken und Thema Bartschatten.
Und glaubt mir, ich bin froh das ich ein relativ neutrales Gesicht habe und mein alter mit dem Bartschatten hilft. Macht das Leben als Frau leichter :-)

Liebe Grüsse Beatrix
Ich bin nicht Mann, ich bin nicht Frau, ich bin einfach ich. Und das ist gut so.
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Re: Ist vielleicht manchmal "etwas weniger" doch mehr?

Post 24 im Thema

Beitrag von GudrunWeiblein »

Die meisten von uns haben sich im laufe der Zeit verändert.

Schade das viele Menschen immer wieder bei anderen etwas zu kritisieren haben.

Alle sollten so leben und Kleidung tragen wie es ihnen gefällt.

Aber wir haben ja in unser Community schon das Problem mit dem Passing, wo gespottet wird wenn vereinzelte nicht so rüber kommen wie es andere meinen.

Solange sich die queere Community nicht Gesamt einig ist, werden wir die Akzeptanz anderer Mitmenschen mehrheitlich nicht haben.

Schwestern macht weiter so und gebt nicht auf.

Geht euren Weg und genießt es Frau zu sein!
ExUserIn-2026-04-03
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Re: Ist vielleicht manchmal "etwas weniger" doch mehr?

Post 25 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-03 »

@ Gudrun
Ich hoffe, dass mit meinem Beitrag nicht den Eindruck erweckt habe, Kritik üben zu wollen. Das wäre schade und völlig fehlinterpretiert.
Mir ist es ein inneres Bedürfnis, meine eigene Entwicklung mit den Entwicklungen und Erfahrungen anderer hier im Forum zu "vergleichen". Und ich finde es schön und erfrischend, wie sehr dieses Forum hier ein Sammelbecken für jede Spielart unseres gemeinsamen Grundthemas ist.
LG- Svenja
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Re: Ist vielleicht manchmal "etwas weniger" doch mehr?

Post 26 im Thema

Beitrag von Michi »

Schade das viele Menschen immer wieder bei anderen etwas zu kritisieren haben.
Diesen permanenten Normierungdruck finde furchtbar. Den gibt es leider überall. Dass jeder Mensch so sein darf, wie er sich fühlt, ist ganz überwiegend nur geheuchelt. Es wird andauernd abfällig über andere geredet, und Frauen stehen da im Bezug auf das Kritisieren von Äußerlichkeiten ganz vorne dran. Oft genug wird das aber auch nicht direkt an die Betreffenden gerichtet, sondern als Richtlinie an andere Frauen weitergegeben: "Wehe du machst das.", oder gegenüber Männern, damit diese bloß keinen Gefallen daran finden, und die kritisierte Frau .. dieses elende Flittchen .. womöglich attaktiver finden könnten. Ganz gleich ob die Haare, Makeup, Schuhe, Länge von Rock oder Kleid .. und .. warum überhaupt was anderes als eine Hose, oder womöglich Anzahl der Farben in der Kleidungskombi mehr als zwei .. irgendwas gibt es praktisch immer zu bekritteln. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie eine Ex darunter gelitten hat, weil sie wiederholt von ihren Kollginnen bedrängt wurde: "Du bist nun über 40. Also schneide dir endlich mal die langen Haare ab."

Dass viele das gar nicht so schlimm finden und sich entsprechend verhalten und anpassen, liegt meiner Meinung nach eher daran, dass die meisten diesen Druck, weniger aus der Norm zu fallen, so sehr verinnerlicht haben, dass sie ihre Anpassungen daran als normale Enwicklung betrachten.

Alle sollten so leben und Kleidung tragen wie es ihnen gefällt.
Schön wär's! Die Menschen verhalten sich immer noch wie urzeitliche Herdentiere, bauen Druck auf und grenzen alles aus, was irgendwie anders ist. Man muss schon ziemlich reich sein .. oder ziemlich weit unten und abgestumpft, dass einem die Angst vor dem Ausschluß aus der Gemeinschaft egal ist, weil man nicht mehr von ihr abhängig ist oder sowieso nicht mehr dazu gehört.

:cry:
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Re: Ist vielleicht manchmal "etwas weniger" doch mehr?

Post 27 im Thema

Beitrag von GudrunWeiblein »

Svenja Rothermund hat geschrieben: Fr 6. Mär 2026, 14:01 Ich hoffe, dass mit meinem Beitrag nicht den Eindruck erweckt habe, Kritik üben zu wollen
Nein gar nicht.
Hab nur meine Sichtweise wiedergegeben.
Michi hat geschrieben: Fr 6. Mär 2026, 17:56 Diesen permanenten Normierungdruck finde furchtbar. Den gibt es leider überall. Dass jeder Mensch so sein darf, wie er sich fühlt, ist ganz überwiegend nur geheuchelt. Es wird andauernd abfällig über andere geredet, und Frauen stehen da im Bezug auf das Kritisieren von Äußerlichkeiten ganz vorne dran. Oft genug wird das aber auch nicht direkt an die Betreffenden gerichtet, sondern als Richtlinie an andere Frauen weitergegeben: "Wehe du machst das.", oder gegenüber Männern, damit diese bloß keinen Gefallen daran finden, und die kritisierte Frau .. dieses elende Flittchen .. womöglich attaktiver finden könnten. Ganz gleich ob die Haare, Makeup, Schuhe, Länge von Rock oder Kleid .. und .. warum überhaupt was anderes als eine Hose, oder womöglich Anzahl der Farben in der Kleidungskombi mehr als zwei .. irgendwas gibt es praktisch immer zu bekritteln. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie eine Ex darunter gelitten hat, weil sie wiederholt von ihren Kollginnen bedrängt wurde: "Du bist nun über 40. Also schneide dir endlich mal die langen Haare ab."
Das ist leider kein Einzellfall, speziell wenn sich eine Gruppe bildet kann das für Einzelne sehr belastend sein.
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Re: Ist vielleicht manchmal "etwas weniger" doch mehr?

Post 28 im Thema

Beitrag von Marie-Elli »

Liebe Svenja,

mir geht es so:
ich brauche auch das komplette Paket für meine Umwandlung, sonst fühle ich mich nicht als Marielle.
Ich fühle mich unwohl, wenn etwas von meinem männlichen Ich noch da ist. Also: Slip, BH mit Einsatz, Strumpfhosen, Pumps, Perrücke, dazu Oberbekleidung, die mir gerade gefällt. Dazu liebe ich Ohrclips, eine schöne Kette und eine Damenuhr. Leider kenne ich mich mit schminken noch nicht so aus, kommt aber noch.
Der ganze Umwandlungsprozess ist für mich jedes mal auf- und anregend. Nun fühle ich mich erst einmal als Frau angekommen und geniesse es.
Aber ich bin 100% bei Dir, dass man sich nicht zu sehr aufdonnern sollte, dass machen ja die "anderen" Frauen auch nicht.
Eigentlich immer soweit, wie wir uns am wohlsten fühlen! Und wenn ich Dein Foto sehe, siehst Du supe (moin) r toll aus, also alles richtig!
Ganz herzliche Grüsse von Marielle (moin)
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Re: Ist vielleicht manchmal "etwas weniger" doch mehr?

Post 29 im Thema

Beitrag von Fleur »

Svenja Rothermund hat geschrieben: So 1. Mär 2026, 14:36 Trotzdem möchte ich die Frage in die Runde werfen: Geht es Euch da auch so? Habt Ihr Euch auch in eine ähnliche Richtung entwickelt?
Liebe Svenja

"Weniger ist mehr" - davon lasse ich mich seit Jahren leiten. Beruflich und en Homme habe ich damit gute Erfahrungen gemacht - es geht doch einher mit der 80/20-Regel.
Auch in meinem Ladydasein hat sich diese Philosophie gefestigt - zugegeben, es brauchte eine Zeit, bis das angekommen war...tja.
Ich kaufe viel weniger Kleider - und wenn, dann schöne Unikate in Second Hand Shops. Brüste - ich lebe mit meinen eigenen A-Körbchen, auch wenn sie zu meiner Grösse etwas üppiger sein dürften. Ich persönlich mag das aufbrezeln mit Silikonen halt nicht. Auch das Make up - hier finde ich den Ansatz "weniger ist mehr" das A und O einer natürlichen Erscheinung.

Liebe Grüsse aus der Schweiz - Fleur
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Beatrixtg
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Re: Ist vielleicht manchmal "etwas weniger" doch mehr?

Post 30 im Thema

Beitrag von Beatrixtg »

Fleur hat geschrieben: Fr 13. Mär 2026, 10:15 Auch das Make up - hier finde ich den Ansatz "weniger ist mehr" das A und O einer natürlichen Erscheinung.
Genau meine rede.
Und das schönste ist, wen Du gefragt wirst bist Du tatsächlich geschminkt? Und die die mich ungeschminkt kennen sagen dann, doch du musst geschminkt sein, du siehst jünger aus.
Oder wie meine Ex-Frau kürzlich gesagt hat, so kannst du überall hin gehen.
Die Frau die früher alles hinterfragt hat, mein Haarschnitt, den Bart etc.

Also ja, weniger ist VIEL mehr!

Liebe Grüsse Beatrix
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