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Re: Safe Spaces for LGBT+

Verfasst: Mi 17. Dez 2025, 19:26
von Susi T
Kann es sein das du Vesta Stammtisch mit Selbsthilfegruppen verwechselst? Klar ist das alles nicht überall gleich, aber gerade da sind die Unterschiede und eine SHG ist so wie Jaddy beschreibt, oder sollte so sein.
Für mich ist das Empfinden allerdings umgekehrt, eine SHG in einem hell erleuchteten Raum mit einem Dutzend Leute oder mehr, so wie es die KiSS hier in KL organisiert hatte, ist für mich ein Grund um die Flucht anzutreten.
Dagegen ist der Stammtisch in Köln, der in einer Kneipe stattfindet viel angenehmer für mich. Saveraum und Wohlfühlevent in dem ich über alles reden kann. Musik die nicht aufdringlich ist bildet unauffällig die Kulisse für kleine Gruppen von 3-7 Personen die sich unterhalten können, ohne das noch mehr mithören können.
In Mannheim dagegen ist es deutlich leiser bei dem Stammtisch, so das auch Mal ein Gespräch mit einem Dutzend Leute gleichzeitig machbar ist. Für mich schon sehr viel und auch anstrengend und so war ich froh das mit der Zeit 2 Gespräche parallel gelaufen sind, sonst hätte ich mich ausklinken müssen. Ist natürlich mein Fehler das ich anderen zuhöre und mitfühle, wodurch manches nunmal intensiver ist, als wenn man über vieles hinweg hört.
Soweit ich weiß ist die SHG in MA z.b aber auch etwas gemütlicher gestaltet, zumindest war das in den 90ern so, als ich häufiger ganz zufällig dort war, ohne Teil zu nehmen...lag aufm Weg sozusagen. Zumindest gehört für mich zu einem Save Space auch das Ambiente
Liebe Grüße, Susi (flo)

Re: Safe Spaces for LGBT+

Verfasst: Mi 17. Dez 2025, 19:51
von Jaddy
Susi T hat geschrieben: Mi 17. Dez 2025, 19:26eine SHG in einem hell erleuchteten Raum mit einem Dutzend Leute oder mehr
*murrr* ja. Leider sind Räume für SHGs nicht so leicht zu finden. Barrierefreiheit, kostenfrei für Teilnehmende, leise genug, usw. Selbst wenn die Gruppe die Förderungen anzapft. Meistens sind es "Seminarräume" in Selbsthilfe-Netzwerken oder (wie bei uns eine) in der VHS. Beim Bremer Enby-Treff machen wir uns den Raum jedesmal etwas heimelig mit Pride Flags als Tischtüchern, Tee, mitgebrachten Keksen und weniger Licht. Gestern mit Batterie-Lichterketten und parallelem Sterne basteln. Das macht den Austausch weniger spröde.

Re: Safe Spaces for LGBT+

Verfasst: Mi 17. Dez 2025, 20:22
von Georghette
Hallo ihr lieben,

ich bewege mich immer, überall absolut sicher und habe nirgendwo irgendwelche Probleme. Sei es im gehobenen Ambiente eines drei Sterne Restaurants in Hamburg, beim Shoppen auch in Nobel Boutiquen oder in der S-Bahn abend um 23 Uhr, auf dem platten Land im Dorf Gasthaus.

Entscheident ob und wie ich auf andere wirke ist in aller erster Linie meine eigene Einstellung zu mir.
Ich arbeite als Psychotherapeutin u.a. auch mit Transpersonen und weiß wovon ich spreche, wenn ich sage, das die nach außen getragene Weiblichkeit in der eigenen Seele beginnt.

Es ist also nicht eine Frage der sicheren Räume in der Gesellschaft oder inerhalb eines bestimmten Umfeldes, sondern vielmehr die Frage wieviel Selbstsicherhiet trage ich in mir.

liebe Grüße

Georghette

Re: Safe Spaces for LGBT+

Verfasst: Mi 17. Dez 2025, 20:37
von Michi
Susi T hat geschrieben: Mi 17. Dez 2025, 19:26 Kann es sein das du Vesta Stammtisch mit Selbsthilfegruppen verwechselst?
Das habe ich mir auch gedacht. Bei den Treffen im öffentlichen Raum geht es doch primär ums Gesehen-werden, was tendenziell mehr für Teilzeitfrauen wichtig sein dürfte.

Re: Safe Spaces for LGBT+

Verfasst: Do 18. Dez 2025, 10:00
von Vesta
Susi T hat geschrieben: Mi 17. Dez 2025, 19:26 Kann es sein das du Vesta Stammtisch mit Selbsthilfegruppen verwechselst?
Beides sind TG-Treffen, und zu beiden würde ich nur gehen, um mich auch über TG-Themen zu unterhalten. Um nur mal im Restaurant belanglos zu plaudern, brauche ich nicht die lange Anfahrt zu einem TG-Treffen auf mich zu nehmen, zumal TG sein nicht ausreicht, um auch bei anderen Themen auf einer Linie zu sein.
Claudia hat geschrieben: Mi 17. Dez 2025, 16:48 Wie soll man sich offen und akkustisch für alle verständlich über HET oder OPs unterhalten, wenn da viele andere Leute drumrum sitzen und mithören können?
Noch deutlich kritischer als Gespräche über die HET empfinde ich Gespräche über Familie, Ehepartner und Kinder, weil das fremde zufällig Mithörende noch neugieriger macht.
Jaddy hat geschrieben: Mi 17. Dez 2025, 19:51 Leider sind Räume für SHGs nicht so leicht zu finden. Barrierefreiheit, kostenfrei für Teilnehmende, leise genug, usw.
Ja das sind immer die Zwänge, insbesondere die Kosten, wie auch bei Gemeinschaftsduschen etc., die dann eine optimale Lösung verhindern.
Michi hat geschrieben: Mi 17. Dez 2025, 20:37 Bei den Treffen im öffentlichen Raum geht es doch primär ums Gesehen-werden,
Andere Leute andere Prioritäten ...

Re: Safe Spaces for LGBT+

Verfasst: Do 18. Dez 2025, 11:50
von Malvine
Es steht doch jedem frei, sich selbst zu entscheiden, welche Themen man in welcher Art von Umfeld/Raum man ansprechen oder daran teilnehmen möchte. #
Wenn mir das Umfeld nicht passt, werde ich auch keine tiefgreifenden Gespräche über Familie, Sexualtiät oder sonstiges Privates führen.
Da hat jeder Mensch so seine eigene Grenzen.

LG
Malvine