Re: Autogynophiles Hex Hex ...
Verfasst: Sa 3. Mai 2025, 09:37
Hallo Baeramaela,
und erstmal herzlich willkommen hier im Forum! Du bist ja gleich mit der Tür ins Haus gefallen und hast eine AGP-Diskussion angestoßen, die ich vielleicht lieber in einem eigenen Thread gesehen hätte, aber nun gut. Ich habe meine Meinung zu AGP schon damals in dem von Dir benannten Video-Thread beschrieben und daran hat sich seitdem auch nichts geändert.
Wie du sicher schon gemerkt hast, ist das Thema Sexualität hier im Forum ein heißes Eisen. Anne-Mette arbeitet dankenswerter Weise hart daran, das Niveau in diesem Forum hochzuhalten und hat damit verhindert, dass es zu einer Sex-Güllegrube verkommt wie so manch anderes Forum zum Thema Crossdressing & Co. Das hält uns jedoch nicht davon ab, grundlegend über Sexualität -gerade in Verbindung mit unserer weiblichen Seite- leidenschaftlich zu diskutieren. Vielleicht kannst Du nachvollziehen, dass so mancher Transfrau, die schon länger mit Depressionen kämpft es wie ein Hohn vorkommen muss, wenn jemand daherkommt und sagt, dass ihn Tüllröckchen geil machen und gleich eine Sissy-Geschichte vom Band lässt?
Damit haben wir auch gleich die Pflöcke eingeschlagen in der Gedankenwelt von Blanchard und AGP: Auf der einen Seite die "echten Transfrauen" die, sofern sie überhaupt eine Sexualität haben, auf Männer stehen, und auf der anderen Seite die "Fetischisten" die das ausschließlich aus sexuellen Gründen machen. Da sich Transidentität damals wie heute nicht per Labortest bestimmen lässt, hat Blanchard einfach die sexuelle Orientierung als maßgebliches Kriterium herangezogen und damit quasi alle Menschen die sich zu Frauen hingezogen fühlen und einen nennenswertem Testosteronpegel haben von jeglicher Transitionsmöglichkeit ausgeschlossen und sie in die Fetisch-Ecke abserviert. Da sich mit der Indikation des Therapeuten aber damals dein Leben entschieden hat, war die Folge, dass plötzliche alle wundersam asexuell wurden und das AGP-Modell damit leider nur weiter bestätigt haben.
Das was Du mit AGP meinst, ist letztendlich nur ein Transvestitischer Fetisch. Sowas zu haben, ist völlig ok, auch wenn es für einen selbst und das private Umfeld harter Tobak sein mag. Es ist auch nichts Krankhaftes, genauso wie schwul sein nichts Krankhaftes (mehr) ist. Es ist Teil deiner Identität. Deal with it. Whatever floats your boat.
Aber bitte verstehe, dass AGP im Sinne von Blanchard nur eine aus der Luft gegriffene Krücke ist, um die Sexualität aus der Transidentität herauszuklammern. Letztendlich hat die Tatsache, ob dich das Tragen weiblicher Kleidung erregt, NIX mit der Frage zu tun, ob Du transident bist oder nicht. Genauso könnte man Dich fragen, ob Du die Farbe Rosa lieber magst als Blau. Es ist schlichtweg weder ein hinreichendes Kriterium trans zu sein, noch ein Ausschlusskriterium.
Ich sage immer: Geschlecht ist kein Kippschalter und kein Schieberegler. Geschlechtsidentität kann man sich eher vorstellen wie ein riesiges Mischpult im Tonstudio. Bestimmte Presets erkennen wir sozial als typisch männlich oder weiblich an, vieles macht überhaupt nur in Summe Sinn. Aber fast jeder hat irgendwo einen Regler der auf einem Wert steht der seinem biologischen oder sozialen Geschlecht nicht entspricht. Mit diesen Widersprüchen müssen wir leben lernen. Ein Fetisch ist ein guter Hinweis, dass da ein paar Regler "verdreht" sind. Du wirst sie nicht korrigieren können. Aber es hilft, sie zu identifizieren und benennen zu können. Blanchard ist bei dieser Suche nach Selbsterkenntnis eine Nebelkerze!
Ich kann für mich jedoch sagen (und auch für eine ganze Reihe von crossdressenden Bekannten) das die sexuelle Komponente rapide an Relevanz verliert, sobald man seinen, wie auch immer gearteten, weiblichen Anteilen den benötigten Raum gibt. Was das für Dich heißt musst Du selbst herausfinden. Für mich heißt das: zeitweise aus Frau leben (und gelesen werden!) und weibliches Körperempfinden bewusst zulassen z.B. durch Tanz oder Sport. Wenn es für dich heißt, die Haare weglasern oder die Nase verkleinern zu lassen, dann mach es.
LG
Liv
und erstmal herzlich willkommen hier im Forum! Du bist ja gleich mit der Tür ins Haus gefallen und hast eine AGP-Diskussion angestoßen, die ich vielleicht lieber in einem eigenen Thread gesehen hätte, aber nun gut. Ich habe meine Meinung zu AGP schon damals in dem von Dir benannten Video-Thread beschrieben und daran hat sich seitdem auch nichts geändert.
Wie du sicher schon gemerkt hast, ist das Thema Sexualität hier im Forum ein heißes Eisen. Anne-Mette arbeitet dankenswerter Weise hart daran, das Niveau in diesem Forum hochzuhalten und hat damit verhindert, dass es zu einer Sex-Güllegrube verkommt wie so manch anderes Forum zum Thema Crossdressing & Co. Das hält uns jedoch nicht davon ab, grundlegend über Sexualität -gerade in Verbindung mit unserer weiblichen Seite- leidenschaftlich zu diskutieren. Vielleicht kannst Du nachvollziehen, dass so mancher Transfrau, die schon länger mit Depressionen kämpft es wie ein Hohn vorkommen muss, wenn jemand daherkommt und sagt, dass ihn Tüllröckchen geil machen und gleich eine Sissy-Geschichte vom Band lässt?
Damit haben wir auch gleich die Pflöcke eingeschlagen in der Gedankenwelt von Blanchard und AGP: Auf der einen Seite die "echten Transfrauen" die, sofern sie überhaupt eine Sexualität haben, auf Männer stehen, und auf der anderen Seite die "Fetischisten" die das ausschließlich aus sexuellen Gründen machen. Da sich Transidentität damals wie heute nicht per Labortest bestimmen lässt, hat Blanchard einfach die sexuelle Orientierung als maßgebliches Kriterium herangezogen und damit quasi alle Menschen die sich zu Frauen hingezogen fühlen und einen nennenswertem Testosteronpegel haben von jeglicher Transitionsmöglichkeit ausgeschlossen und sie in die Fetisch-Ecke abserviert. Da sich mit der Indikation des Therapeuten aber damals dein Leben entschieden hat, war die Folge, dass plötzliche alle wundersam asexuell wurden und das AGP-Modell damit leider nur weiter bestätigt haben.
Das was Du mit AGP meinst, ist letztendlich nur ein Transvestitischer Fetisch. Sowas zu haben, ist völlig ok, auch wenn es für einen selbst und das private Umfeld harter Tobak sein mag. Es ist auch nichts Krankhaftes, genauso wie schwul sein nichts Krankhaftes (mehr) ist. Es ist Teil deiner Identität. Deal with it. Whatever floats your boat.
Aber bitte verstehe, dass AGP im Sinne von Blanchard nur eine aus der Luft gegriffene Krücke ist, um die Sexualität aus der Transidentität herauszuklammern. Letztendlich hat die Tatsache, ob dich das Tragen weiblicher Kleidung erregt, NIX mit der Frage zu tun, ob Du transident bist oder nicht. Genauso könnte man Dich fragen, ob Du die Farbe Rosa lieber magst als Blau. Es ist schlichtweg weder ein hinreichendes Kriterium trans zu sein, noch ein Ausschlusskriterium.
Ich sage immer: Geschlecht ist kein Kippschalter und kein Schieberegler. Geschlechtsidentität kann man sich eher vorstellen wie ein riesiges Mischpult im Tonstudio. Bestimmte Presets erkennen wir sozial als typisch männlich oder weiblich an, vieles macht überhaupt nur in Summe Sinn. Aber fast jeder hat irgendwo einen Regler der auf einem Wert steht der seinem biologischen oder sozialen Geschlecht nicht entspricht. Mit diesen Widersprüchen müssen wir leben lernen. Ein Fetisch ist ein guter Hinweis, dass da ein paar Regler "verdreht" sind. Du wirst sie nicht korrigieren können. Aber es hilft, sie zu identifizieren und benennen zu können. Blanchard ist bei dieser Suche nach Selbsterkenntnis eine Nebelkerze!
Ich kann für mich jedoch sagen (und auch für eine ganze Reihe von crossdressenden Bekannten) das die sexuelle Komponente rapide an Relevanz verliert, sobald man seinen, wie auch immer gearteten, weiblichen Anteilen den benötigten Raum gibt. Was das für Dich heißt musst Du selbst herausfinden. Für mich heißt das: zeitweise aus Frau leben (und gelesen werden!) und weibliches Körperempfinden bewusst zulassen z.B. durch Tanz oder Sport. Wenn es für dich heißt, die Haare weglasern oder die Nase verkleinern zu lassen, dann mach es.
LG
Liv