Queer und Antisemtismus
Queer und Antisemtismus - # 2

zu den Themen Crossdressing, Transgender, Transident...
Lana
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Re: Queer und Antisemtismus

Post 16 im Thema

Beitrag von Lana »

Nora_7 hat geschrieben: Mi 9. Okt 2024, 17:47 welcher Frieden? Meiner, deiner?
Was ist das denn für eine Frage?

Frieden ist unteilbar, es ist ein Gemeinschaftsprojekt. Sonst hat es nichts mit Frieden zu tun.

Und das Thema gehört sehr wohl hier her. Jaddy hat ganz gut erklärt, warum das so ist. Wenn hier mal wirklich Krieg ausbrechen sollte, dann wird es unser kleinstes Problem sein, wann wir unsere Abendkleider das nächste Mal ausführen können. Das Leben ist dann vorbei. Es geht nur noch ums Überleben. Also lasst uns bitte unseren Teil dazu tun, dass es nicht dazu kommt, anstatt ständig mit dem Finger auf Andere zu zeigen.

Das hier sollten wir nie vergessen. Es gilt unverändert:
Der Frieden ist nicht alles,
aber alles ist ohne den Frieden nichts.
Willy Brandt, 1981

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Nora_7
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Re: Queer und Antisemtismus

Post 17 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

Lana hat geschrieben: Mi 9. Okt 2024, 23:14 Frieden ist unteilbar, es ist ein Gemeinschaftsprojekt. Sonst hat es nichts mit Frieden zu tun.
Wunschdenken. Natürlich gibt es 2 Frieden, ggf. sogar 3: Die beiden, die sich jede Seite wünscht, ggf. einen Dritten, der von extern kommt. Zurück in die reale Welt: Frieden zu halten, hat in Europa weitgehend geklappt. natürlich mit Ausnahmen: Jugoslawien, Kosovo/Albanien, Nordirland. Irgend jemand findet immer Gründe für bewaffneten Kampf. Und den gilt es im Vorfeld zu verhindern. Einen Frieden zu erreichen, ist schwieriger als ihn zu bewahren. Denn solange eine Seite die Oberhand hat, ist sie erst an Frieden interessiert, wenn sie ihre Ziele erreicht hat. Wie sagt Putin: Warum soll er verhandeln, wenn der Ukraine eh die Munition ausgeht?

Und weiterhin: ich lehne jede Art von Friedensaktivismus in Verbindung mit LGBTQ+-Rechten strikt ab. Ich habe dort bisher auch nur EINEN Frieden im Sinne einer (1) Kriegspartei gesehen. Abstrakt für Frieden zu demonstrieren ist moralisch nett, bewirkt aber nichts, wenn von außen einer stört. Und wer sich nicht dagegen wehrt, verliert und bestärkt den Gegner, so weiterzumachen um noch mehr Schaden durch Gewalt zu erzeugen. Ist halt wie beten, und verwandte Religionen beten für ganz unterschiedlichen Frieden. Gemeinschaft gibt es nur bei identischen Werten.

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Re: Queer und Antisemtismus

Post 18 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Lana hat geschrieben: Mi 9. Okt 2024, 23:14 Also lasst uns bitte unseren Teil dazu tun, dass es nicht dazu kommt,
Das kann man doch auch tun. Nur die Vermischung unterschiedlicher Dinge ist nichts anderes als eine Vereinnahmung einer ganzen Gruppe. Beispiel Ukraine Politik: Es gibt Forderungen nach Beendigung der Gewalt an Putin und es gibt die Forderung die Ukraine nicht weiter zu unterstützen, damit es Frieden gibt. Zwei Positionen, die kontroverser nicht sein können und beide "Friedensforderungen" sind. Was bedeutet vor diesem Hintergrund der Aufruf "queer für Frieden" ? Wer wird denn letztlich unterstützt ? Da kommt es auf die Perspektive an. Und was hat queer damit zu tun ?

Nein, als Mensch und Bürger kann ich in dieser Frage eine Haltung annehmen, aber nicht, weil ich queer bin. Sonst laufe ich in die Gefahr, dass ich von irgendeiner Seite instrumentalisiert werde. Das will ich nicht. Und deshalb lehne ich Aufrufe wie "queer für Frieden" ab.
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Re: Queer und Antisemtismus

Post 19 im Thema

Beitrag von Lana »

Wie kann man Aufrufe zum Frieden ablehnen?
Woher kommt die Idee, dass es unterschiedliche Formen von Frieden geben könnte, von der angeblich mal eine Seite, mal die andere profitieren soll? Das ist kein Frieden, sondern Vereinnahmung für ein ganz anderes Ziel, dass aber "Frieden" genannt wird. Ihr merkt das wohl gar nicht mehr?

Wie kann man sich vom menschlichen Grundbedürfnis nach friedlichem Zusammenleben "vereinahmen" lassen?

Was ist denn bitte so schwer daran, nicht aufeinander zu schießen, sich einfach gegenseitig in Ruhe zu lassen?

Ich habe in meinem letzten Beitrag ganz bewusst Brandt zitiert. Er steht stellvertretend für die Idee, dass es auch anders gehen kann. Und er hatte den Mut, den ersten Schritt zu machen und im Osten um Vergebung zu bitten. Von seiner Ostpolitik hat die Bundesrepublik und die EU bis vor wenigen Jahren stark profitiert. Wirtschaftlich und politisch. Dieser Wohlstand in Friedenszeiten ist die Grundlage dafür, dass wir überhaupt Zeit und Geld haben, uns in dieser Form mit unserem Thema zu beschäftigen.

Aber bitte, jeder hat seine eigenen Prioritäten. Wenn ihr meint, Queerpolitik funktioniert auch ohne Frieden, dann ist das halt so. Ich halte es für eine sehr ungesunde Einstellung.

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Nora_7
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Re: Queer und Antisemtismus

Post 20 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

Lana hat geschrieben: Do 10. Okt 2024, 12:44 Was ist denn bitte so schwer daran, nicht aufeinander zu schießen, sich einfach gegenseitig in Ruhe zu lassen?
Dann frag einfach mal Putin, die Taliban, den IS, Hamas... Abgesehen davon hat die Queer-Community als solche ihre eigenen Prioritäten und darf sich nicht instrumentalisieren lassen. Alle Friedensdemos, die ich kenne, stellen sich auf eine Seite. Du kannst dein Anliegen gerne überall anders ausleben.

Nora
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Re: Queer und Antisemtismus

Post 21 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Lana hat geschrieben: Do 10. Okt 2024, 12:44Woher kommt die Idee, dass es unterschiedliche Formen von Frieden geben könnte, von der angeblich mal eine Seite, mal die andere profitieren soll? Das ist kein Frieden, sondern Vereinnahmung für ein ganz anderes Ziel, dass aber "Frieden" genannt wird.
Ich hatte etwas ähnliches auf den Tasten. Es werden sehr seltsame Konstellationen "Frieden" genannt, die mehr oder weniger nur eine Art erzwungener Waffenstillstand sind, weil Krieg am Ende zu viel kosten würde. Echter Frieden ist, wenn der Gedanke einfach absurd ist, "die anderen" zu attackieren, zu zerstören, zu berauben, etc. Das mag einigen naiv erscheinen. Allerdings ist es nicht so lange her, dass sich hier Regionen bekriegt haben, die heute im gleichen Bundesland liegen. Oder das europäische Nachbarland der Erbfeind war. Auch wenn es immer mal Meinungsverschiedenheiten und Gerangel um Themen gibt, hat doch wirklich keinein mehr ernsthaft vor, Württemberg zu erobern oder Tschechien zu unterwerfen.

Ob das Thema auf queeren Demos was zu suchen hat, da bin ich auch skeptisch. Vor allem wenn es sich als einseitige Parteinahme äussert. So einfach ist es mAn nie. In allen gewaltsamen Konflikten werden Queers und andere unterdrückt. Wie Queers behandelt werden ist auch immer ein guter Indikator für die Friedfertigkeit der Gesellschaft. Auch auf Seiten berechtigter Verteidigung. Insofern kann es auch nicht schaden, genau darauf aufmerksam zu machen und deshalb echten Frieden - siehe oben - zu fordern und anzustreben.
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Re: Queer und Antisemtismus

Post 22 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Lana hat geschrieben: Do 10. Okt 2024, 12:44 Woher kommt die Idee, dass es unterschiedliche Formen von Frieden geben könnte,
Darum geht es doch gar nicht. Es geht um die Frage, wie der Weg dahin aussehen kann, so dass alle damit leben können. Gerade bei lang andauernden Konflikten ist die Lage unüberschaubar. Frieden ist das angestrebte Ziel, aber um welchen Preis ? Solange kein Frieden herrscht, haben beide Seiten unterschiedliche Vorstellungen, wie der aussehen kann.

Ein Usurpator, ich nenne jetzt keinen Namen, der ein Land überfällt, wird zufrieden damit sein, wenn die Forderung nach Frieden dazu führt, dass er sich ein Land einverleiben kann. Soll man das im Namen des Friedens hinnehmen oder Gegenwehr leisten ?

Es ist die alte und ungelöste Frage, wie man ein Zusammenleben in Frieden sicher stellen kann und Gewaltausbrüche beendet. Die Grundstrukturen des Krieges in Nahost sind Jahrhiúnderte alt. Spätestens seit der Kolonisationszeit und des Sykes-Picot-Abkommen sind die Grundlagen für einen dauerhaften Konflikt gelegt. Die Gründung Israels kam nach dem zweiten Weltkrieg noch hinzu. Das Problem löst man nicht eben mit einer Forderung nach Frieden. Selbst ein sofortiger Waffenstillstand werden die Parteien vermutlich nicht zu einem Waffenstillstand, sondern zur weiteren Vorbereitung von Gewalt nutzen.

Und nun die entscheidende Frage: Was habe ich als Queer-Mensch damit zu tun ? Meine Antwort: Absolut nichts. Menschlich betrachtet ist das eine Tragödie und Frieden muss nach wie vor Ziel Nr. 1 sein. Aber ist das nicht eine selbstverständliche Aussage, die jede/r für sich beanspruchen kann ?
Viele Grüße
Vicky

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Nora_7
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Re: Queer und Antisemtismus

Post 23 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

Jaddy hat geschrieben: Do 10. Okt 2024, 14:04 Allerdings ist es nicht so lange her, dass sich hier Regionen bekriegt haben, die heute im gleichen Bundesland liegen. Oder das europäische Nachbarland der Erbfeind war.
Naja, aktuell haben wir den Kosovo, Rußland-Ukraine, davor Rußland-Georgien, Tschetschenien, Aserbeidschan-Armenien (immer noch latent),Transnistrien; Türkei-Kurden. Immer wieder wird Selbstbewußtsein mit Gewalt unterdrückt, und es sind immer dieselben. Und der Papst betet auch immer für den Frieden - wie will er das erreichen? In einem Strategiepapier der russisch-orthodoxen Kirche wird das militärische Vorgehen Russlands in der Ukraine als "Heiliger Krieg" gegen den satanischen Westen eingestuft. Weltreligionen haben Gewalt gegen Andersgläubige in ihren fundamentalen Schriften verewigt. Ich bin nicht wirklich sicher, ob Demos daggen etwas bewirken. ich bin z.B. für Demos für die Ukraine, aber NIE im Zusammenhang mit LGBTQ+. Warum, habe ich bereits erläutert. LGBTQ+ erfordert unser persönliches Handeln, welches wir auch selbst erbringen können. Abstrakte Aufrufe gegen Kriege gibt es genug. Was die bewirken, muss man sich selbst fragen.

Gewalt hat auch viel mit männlichen Rollenbildern zu tun. Vor allem in der Pubertät werden diese prägend - durch Elternhaus, Umfeld, Religion: Gewalt als DIE MÄNNLICHE Lösung. Da hilft sicher keine queere Demo.

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Re: Queer und Antisemtismus

Post 24 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Lana hat geschrieben: Mi 9. Okt 2024, 23:14 Frieden ist unteilbar, es ist ein Gemeinschaftsprojekt. Sonst hat es nichts mit Frieden zu tun.
Hey...


ich bin bei dir.

Ich habe wirklich gar keine Ahnung von Krieg, aber über was hier gerschrieben wird ist ein
SIEG-FRIEDEN, das ist ein Zustand wo eine Seite gewinnt und dann diktiert was sie erwartet.

Das was du meinst ist wirklich Frieden, davor war kein Krieg, sondern es ist Frieden genau im Wortsinn.
Und das gehört überall hin. Zu jeder Zeit, immer.

Und genau aus diesem Grund ist es nicht okay, sich auf eine Seite zu stellen, entweder stellt man sich
auf keine oder auf beide und wünscht sich Ruhe im Konflikt.
Im Idealzustand.

Es wird aber ständig gefordert sich auf eine Seite zu stellen, eine Pille zu wählen, einen Weg straight
durchzuziehen, eine Schublade.

Darüber mit Leuten zu reden die schwarz-weiss malen, kannst du tatsächlich vergessen.
Deshalb für deinen eigenen Frieden...ich denke du weisst was du tun musst.


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Re: Queer und Antisemtismus

Post 25 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Nora_7 hat geschrieben: Do 10. Okt 2024, 15:19 Naja, aktuell haben wir den Kosovo, Rußland-Ukraine, davor Rußland-Georgien, Tschetschenien, Aserbeidschan-Armenien (immer noch latent),Transnistrien; Türkei-Kurden. Immer wieder wird Selbstbewußtsein mit Gewalt unterdrückt, und es sind immer dieselben. Und der Papst betet auch immer für den Frieden - wie will er das erreichen? In einem Strategiepapier der russisch-orthodoxen Kirche wird das militärische Vorgehen Russlands in der Ukraine als "Heiliger Krieg" gegen den satanischen Westen eingestuft. Weltreligionen haben Gewalt gegen Andersgläubige in ihren fundamentalen Schriften verewigt. Ich bin nicht wirklich sicher, ob Demos daggen etwas bewirken. ich bin z.B. für Demos für die Ukraine, aber NIE im Zusammenhang mit LGBTQ+. Warum, habe ich bereits erläutert. LGBTQ+ erfordert unser persönliches Handeln, welches wir auch selbst erbringen können. Abstrakte Aufrufe gegen Kriege gibt es genug. Was die bewirken, muss man sich selbst fragen.

Gewalt hat auch viel mit männlichen Rollenbildern zu tun. Vor allem in der Pubertät werden diese prägend - durch Elternhaus, Umfeld, Religion: Gewalt als DIE MÄNNLICHE Lösung. Da hilft sicher keine queere Demo.
Nein, Demos alleine oder so für sich werden da nichts bewirken. Das denke ich auch. Unter anderem deshalb bin ich da zwiespältig. Auch die Länder, die sich gerade mehr oder weniger legitim verteidigen sind und waren jetzt nicht gerade queerfreundliche Paradiese. Vielleicht besser als ihre Nachbarn von denen sie angegriffen wurden, aber aus LGBTIQ+ Sicht gibt es schon eine Menge zu verbessern.

Ich bin auch sehr dafür, Autokraten und Bellizisten (gender ich mal nicht...) so aus dem Verkehr zu ziehen, dass sie keinen Schaden anrichten können. Auch wenn es ganz konkret schon wieder kompliziert wird. Bis wohin geht legitime Verteidigung? Welche Massnahmen im Inneren des angegriffenen Landes sind in der Lage unvermeidlich und wo geht es in willkommene Gelegenheiten gegen Andersdenkende, Minderheiten, etc über? Ab wann schiessen die Abwehr gegen Angriffe von aussen im wahrsten Wortsinne über das Ziel hinaus und treffen Menschen, die damit nichts zu tun haben? Sind Kollateralschäden "akzeptabel"?

Gewalt, vor allem physische, als "männlicher Markenkern" sehe ich auch als wichtigsten Faktor. Auch der Hang zum Nullsummenspiel, der natürlich eigentlich nicht stimmt. Und da können Demos wohl nicht so viel bewirken, aber eine generell Friedens-positive Einstellung schon, die die vielen Formen von Gewalt, ihre Vorstufen und Ausprägungen aufzeigt und ächtet. Also auch im privaten Umfeld. Auch andere Verhaltensweisen anbietet. Werkzeuge zur Lösung trainiert, usw. Es wird sicher sehr lange dauern, bis das weltpolitisches Niveau erreicht. Allerdings sind die alltäglichen Formen, ob nun "männlich" oder nicht, ja auch viel häufiger. Da bringt es also auch direkt was.
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Re: Queer und Antisemtismus

Post 26 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Jaddy hat geschrieben: Do 10. Okt 2024, 17:42 eine generell Friedens-positive Einstellung schon


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Re: Queer und Antisemtismus

Post 27 im Thema

Beitrag von Lana »

Lavendellöwin hat geschrieben: Do 10. Okt 2024, 17:09 SIEG-FRIEDEN
Der Begriff ist mir neu. Stammt das von Orwell oder ist es wirklich so gemeint?

Frieden ist Frieden. Das Ende von Gewalt. Das ist ganz einfach. Wenn manche glauben, dass das nicht möglich sei, dann liegt das an einem Mangel von Phantasie, Offenheit, Mut - und Liebe.
Genau das, was wir immer von anderen einfordern, wenn es um unsere eigene Akzeptanz geht.

Danke für die Klärung des Begriffs, liebe Marie!

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Re: Queer und Antisemtismus

Post 28 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Lana hat geschrieben: Do 10. Okt 2024, 23:13
Lavendellöwin hat geschrieben: Do 10. Okt 2024, 17:09SIEG-FRIEDEN
Der Begriff ist mir neu. Stammt das von Orwell oder ist es wirklich so gemeint?
Das ist ein Synonym von Diktatfrieden.
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Re: Queer und Antisemtismus

Post 29 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

Lana hat geschrieben: Do 10. Okt 2024, 23:13 Wenn manche glauben, dass das nicht möglich sei, dann liegt das an einem Mangel von Phantasie, Offenheit, Mut - und Liebe.
Leider hilft Naivität nie weiter. Du blendest alle auch hier bereits erwähnten Gründe aus, die zu Gewalt und krieg führen. Also, Putin, religiöse Extremisten, Assad u.v.m. brauchen also nur Phantasie, Offenheit, Mut - und Liebe, dann gibt es keinen Krieg mehr? Und Selensky, der IS, die Hamas etc. auch? Und wo doch so viele Liebe predigende Religionen Kriege als Mittel zur Durchsetzung ihres Glaubens einsetzen? Aber träume weiter in deiner heilen Hippiefantasiewelt. Jeder Angreifer behauptet ja, wenn ICH siege, dann gibt es Frieden. Äh - meinen Frieden.

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Re: Queer und Antisemtismus

Post 30 im Thema

Beitrag von Violetta Arden »

.....geleitet mal wieder ganz ins Politische ab....angefangen hat's ja mit Queer und Antisemitismus......
Mein weibliches Ich ist ein Teil von mir und lässt sich nicht mehr unterdrücken. Ungenützte Zeit lässt sich nie mehr zurückholen.
Lebe Dein Leben.

Mein Blog:
https://violettaarden9.blogspot.com/
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