Alles schön und gut... aber diese tiefe Stimme! hmpf
Alles schön und gut... aber diese tiefe Stimme! hmpf - # 2

Lebensplanung, Standorte
Regina
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Re: Alles schön und gut... aber diese tiefe Stimme! hmpf

Post 16 im Thema

Beitrag von Regina »

Vieles wurde schon so oder so gesagt. Meine Meinung dazu ist auch: Macht Euch nicht verrückt. Meine Stimme ist so wie sie ist. Ich fange nicht damit an, daran herum zu modellieren. Satzmelodie, Tonlage usw.. Wenn ich da noch überall drauf achten müsste, würde ich wahrscheinlich vergessen was ich sagen wollte.

Ich sehe das so: Wenn man nicht auf den ersten Blick erkennt, dass ich keine biologisch geborene Frau bin, dann sicher auf den zweiten. Und wenn man es an der Stimme erkennt: So what!
Am schlimmsten finde ich es wenn Leute nur noch mit der Kopfstimme sprechen. Das hört sich für mich dann total unnatürlich an. Da merkt doch jeder auch sofort, dass da etwas nicht stimmt. Vor allem möchte ich nicht klingen wie eine Mickey Mouse.

Liebe Grüße aus Hamburg,
Regina
Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit. (Erasmus von Rotterdam)
Lavendellöwin
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Re: Alles schön und gut... aber diese tiefe Stimme! hmpf

Post 17 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Tira hat geschrieben: Mo 12. Feb 2024, 12:16 Ich habe von meiner Tochter bei solchen Versuchen umgehend das Prädikat Schwul bekommen wenn ich bei den letzten Wörter die Stimme erhellt habe und wenn es nur die letzte Silbe war, hörte es sich wohl trans an. Männer lassen gegen Ende die Stimme abfallen(werden tiefer), das gilt es zu vermeiden. Bei Frauen ist es oft nur der letzte Ton, der höher wird.

hmm..ja und nein.

wenn alles am Satzende hoch ist, fällt das auf, weil es nicht zu allen Worten passt.

Zum Beispiel: Bauch oder Rauch sind in meinen Dialekt zum Ende weich, das dann hoch zu betonen klingt nicht natürlich.
Bauch und Rauch sind eher "gleichförmige" Wörter, das -ter am Ende von Wörter, kann im Satz und am Ende hoch sein.

Oder wenn du einfach Stopp! mit Nachdruck sagen möchtest geht es vollkommen unter würdest es hoch betonen, wenn
du schreist wirkt das schon wieder anders.

Deswegen pauschal ist das so nicht zu sagen, auch da gibt es Feinheiten, die sich von selbst einspielen.

Klar, am Anfang wenn man da in eine Entwicklung geht klingt das erst einmal völlig daneben. Auch da ist es kein Katzensprung
sondern ein Dauerlauf, es ist ja im Werden.
Für mich war nur klar, ich werde die männliche Variante meiner Stimme nicht mehr brauchen, no way back, deswegen bin
ich super damit klargekommen wenn ich schräg angeschaut wurde am Anfang.

Ich kann jetzt nicht mehr so tief reden wie früher, aber wieder tiefer-zumindest für meine Ohren.

Einer Stimme bis sie gereift ist sollte man wirklich Jahre geben, das Leben wie man es lebt ändert diese fast automatisch.
Trotzdem würde ich meine 40 Stunden Logopädie nicht missen wollen, aber auch mehr deshalb weil es ein Teil davon ist
der mich im weiblichen Sein weiter gebracht hat.

Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Re: Alles schön und gut... aber diese tiefe Stimme! hmpf

Post 18 im Thema

Beitrag von Aria »

Optik, Akustik, Gestik. Das sind die drei Grundpfeiler, an denen wir Menschen kategorisieren. Passt mindestens einer davon nicht in das Schema, das uns gewohnt ist, beginnen wir zu überlegen, warum das bei dieser Person nicht zusammen passen mag. Je mehr wir davon anpassen können, desto einfacher verschwimmen wir mit der jeweiligen Rolle. Aus diesen Gründen, finde ich die Stimme genau so wichtig wie den ganzen Rest, wenn man einfach seine Ruhe haben möchte von den ständigen Nachfragen und Erklärungen zu seiner Person. Ich kann das total verstehen und finde, dass es eine der schwersten Hürden während der Transition - oder auch nur als CD - ist, die man haben kann. Ich habe das Glück, ausser meiner Grösse von 180 cm, mir um alle anderen Punkte keinen Kopf mehr machen zu müssen. Meine Stimme hat sich mit der HET komplett ins weibl. Spektrum verlagert. Es ist keine Pieps-Stimme aber sie wird ohne Probleme als weiblich gelesen und passt gut zu meine Statur. Von daher kann ich auch keine Tipps geben, wie man das ändern kann. Was ich aber auch unbedingt noch raten möchte, ist auf seine Gestik zu achten. Viele Männer vereinnahmen mit ihrer Gestik den ganzen Raum. Vielleicht ist das durch ihre Sozialisierung begründet....keine Ahnung. Jedenfalls ist mir das bei Frauen kaum bis gar nicht aufgefallen. Jedenfalls ist das ein Punkt, der sich noch relativ leicht abschauen und übernehmen lässt. Sollte dann die Optik noch gut zum erwarteten Bild passen, kann auch die Stimme mal hinten anstehen.
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Re: Alles schön und gut... aber diese tiefe Stimme! hmpf

Post 19 im Thema

Beitrag von Susi T »

Regina hat geschrieben: Mo 12. Feb 2024, 17:01 Am schlimmsten finde ich es wenn Leute nur noch mit der Kopfstimme sprechen. Das hört sich für mich dann total unnatürlich an. Da merkt doch jeder auch sofort, dass da etwas nicht stimmt. Vor allem möchte ich nicht klingen wie eine Mickey Mouse
Nein, das muß nicht so sein. Wenn du in deiner Bruststimme sprichst hörst du dich doch auch nicht unbedingt wie ein Brummbär an, nur weil du die Möglichkeit hast dort sehr tief zu klingen. Wenn du deine Stimme so tief wie möglich drückst, hört sie sich dann schnell unnatürlich an, weil du an die Grenze gehst und das auch noch untrainiert. Bei deiner Kopfstimme ist es nicht anders, übertreiben ist auch da nicht gut und üben hilft um den Bereich zu erweitern.

Das ist auch der kleine Unterschied was Marie und ich leicht anders ausdrücken. Als dauerhafte lebende Frau haben einige hierbei mehr Ehrgeiz und sind bereit mehr zu üben und dabei sich auch vorrübergehend mal unnatürlicher anzuhören, als Teilzeitfrau muß und will man sich das oft nicht antun. Da reicht es meiner Meinung nach auch einfach nur freundlich und nett zu sprechen, das kostet nichts, hilft sich besser zu fühlen und bringt den Rest von alleine.
Ich selber mußte Aufgrund meiner Hirnschädigungen mein Stimmtraining auch früh stoppen, andere haben einfach keine Zeit um damit Aufwand zu betreiben. Aber im Alltag komm ich problemlos klar. Meine Stimme passt zu meinem Äusseren und nur wenn ich lache, oder wenn ich singen würde, ist meine Stimme viel zu hell für eine solch große Frau und bringt oft iritierte Blicke, die mich aber auch nicht stören. Muß wohl daran liegen das ich aus Spaß immer mal wie Minni/Micky Mouse gesprochen habe, meine Tochter hat die rumblödeleien geliebt :mrgreen: und meine kleinen Brüder früher auch, wie ich mich grade erinnere :)
Trotzdem, sowas wie Micky Mouse ist üben und muß nicht in den Alltag, meine Stimme ist Kopfstimme und hört sich null wie Micky Mouse an. Wobei ich auch nicht gegen einen Stimmbruch kämpfen mußte.
Aber deswegen hab ich ja auch das Beispiel meines CD/trans Schatzis genannt, da kommt man nicht so weit ohne üben, aber es hört sich trotzdem gut an.
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Re: Alles schön und gut... aber diese tiefe Stimme! hmpf

Post 20 im Thema

Beitrag von Malvine »

Tira hat geschrieben: Mo 12. Feb 2024, 20:36 ...nur freundlich und nett zu sprechen, das kostet nichts, hilft sich besser zu fühlen und bringt den Rest von alleine.
...und das Ganze dann noch mit einem Lächeln im Gesicht ist das beste Mittel für Akzeptanz bei meinem Gegenüber.
Nicht das schwarze Schaf ist anders, die Weißen sind alle gleich
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Re: Alles schön und gut... aber diese tiefe Stimme! hmpf

Post 21 im Thema

Beitrag von Slatjana »

Schau Dir einen Münsteraner Tatort an mit Mechthild Großmann als Staatsanwältin Wilhelmine Klemm. Dann kommt Dir Deine Stimme wie ein glockenhelles Engelflüstern vor. (smili)
Why don`t you knock it off with them negative waves? Why don`t you dig how beautiful it is out here?
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Re: Alles schön und gut... aber diese tiefe Stimme! hmpf

Post 22 im Thema

Beitrag von Susi T »

Slatjana hat geschrieben: Mo 12. Feb 2024, 21:00 Schau Dir einen Münsteraner Tatort an mit Mechthild Großmann als Staatsanwältin Wilhelmine Klemm. Dann kommt Dir Deine Stimme wie ein glockenhelles Engelflüstern vor. (smili)
Es kommt immer auf die Summe drauf an.
Eine meiner Cousinen hat eine so tiefe Basstimme, das du das Gefühl hast, die Wände wackeln, aber ist dabei klein und weiblich gut geformt. Ihre Schwester ist von der Figur ähnlich wie ich sehr groß. Die Mutter war groß und hatte eine tiefe Stimme, aber beides nicht ganz so ausgeprägt und hat sich zum Ausgleich sehr feminin gekleidet. Aber die große mehr androgene Cousine mit der tiefen Stimme ihrer Schwester und jeder würde sofort an trans denken. Also alles relativ und in der Summe entscheidend. Nur wie schon gesagt, ein Lächeln baut Brücken.
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Re: Alles schön und gut... aber diese tiefe Stimme! hmpf

Post 23 im Thema

Beitrag von Shoshana »

Wurde schon vieles geschrieben "¦
Passe noch am ehesten in die Schublade CD und komme so ganz gut durch (smili)
Leiser und melodischer sprechen hilft schon viel, dann noch eher kurze Sätze und immer schön lächeln. Plappern wie ein Wasserfall ist zum Glück eh nicht mein Ding aber verkrampftes Schweigen wirkt zumindest merkwürdig und macht einen unsympathisch. Also keine Option.
"Gefährlich" ist übrigens Husten oder Räuspern - da kommt dann gerne mal unwillkürlich der Bass durch.

LG, Shoshana
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Re: Alles schön und gut... aber diese tiefe Stimme! hmpf

Post 24 im Thema

Beitrag von Susette »

Danke Euch!

Da war schon sehr viel dabei, was mir geholfen hat und eine Orientierung gibt.

Nicht so verkopft an die Sache gehen und selbstbewusst auftreten.
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