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Re: Nuklearkraftwerke

Verfasst: Mo 8. Jan 2024, 23:41
von Jaddy
Nicole Fritz hat geschrieben: Mo 8. Jan 2024, 22:21Hallo Jaddy, Genau das soll das Volk glauben. Ich würde gerne so eine 25 Meter hohe Antenne auf meinem Grundstück aufstellen, aber die wäre schneller zu meinen Kosten abgerissen, als ich sie aufbauen könnte
Nee nee, keine Ausflüchte. Hier ist Platz genug und 25m wäre nicht höher als die Bäume um unsere Häuschen - an denen sich übrigens keinerlei Spannung messen lässt... Also: Pack deine Antenne ein und zeig's mir.

Re: Nuklearkraftwerke

Verfasst: Di 9. Jan 2024, 00:23
von Jaddy
Nora_7 hat geschrieben: Mo 8. Jan 2024, 23:00 Immer wird eine neue Quelle aus dem Zylinder gezaubert,
Ah. Ja, sorry, es gibt einfach inzwischen so viele davon ))):s

Im Ernst: Dass nuklear nie wirtschaftlich war und dauerhaft gegen Erneuerbare verliert, ist wirklich vielfach gut nachgerechnet worden. Da ist die Technik heute einfach weiter als in den 1960ern oder sogar noch um 2000. Klar könnte ein Land für sich abstimmen, dass sie einfach viel mehr für Strom zahlen wollen, die Risiken in Kauf nehmen oder vielleicht auch Zugeständnisse an die Sicherheit und Kompromisse bei der Lagerung des Mülls machen. Na, wer möchte ein "Zwischenlager" um die Ecke? Wäre aber schon echt schräg angesichts der existierenden Alternativen, die billiger und sicherer sind.
Nora_7 hat geschrieben: Mo 8. Jan 2024, 23:00nur ein beispiel: das Ausfallproblem französische Reaktoren ist seit Jahren bekannt und hat nichts mit Kernenergie per se zu tun, sondern beruht auf massiven Wartungsmängeln, und dies vom ersten Tag an.
Ist aber klar, woher das kommt, oder? Kosten sparen. Wie bei der Bahn. Bis es bei Eschede richtig geknallt hat. Genau das meine ich: Es darf nichts schief gehen. Null-Fehler-Prinzip. Bei jedem Anschein eines Problemchens das Ding vom Netz nehmen und hoffen, dass es nicht den Primärkreislauf oder Druckbehälter betrifft (Tihange, etc). Eher zu viel als zu wenig Wartung. Den Leuten genug bezahlen, genug Urlaub, keine Überstunden, damit sie keine Fehler machen und nicht auf falsche Gedanken kommen.

Aber dein Meiler schrammt im Wettbewerb mit subventionierter Kohle, billigem Gas (früher von Putin) und immer günstiger werdenden Erneuerbare haarscharf an der Pleite entlang. Und das wird auch nicht besser werden. Deine Shareholder wollen Dividende. Die zu erwartenden Kosten hingegen steigen, weil deine Versicherung langsam kalte Füsse kriegt und dein Staat dir aus eigenem Geldmangel mehr Anteil an "Entsorgungskosten" und Abriss-Rückstellungen auflastet.

Ein ziemlich übles Dilemma, das letzten Endes nur durch Steuergelder abgefangen werden kann.

Wir sind übrigens in Deutschland seit 1975 drei bis viermal ziemlich dicht an einer Kernschmelze gewesen. In einem Fall, Brunsbüttel 2001 buchstäblich wenige Meter. "Eine Wasserstoffexplosion in der Nähe des Reaktordruckbehälters zerfetzt die Kühlleitung des Reaktordeckels. Hätte die Explosion nur wenige Meter verschoben stattgefunden, wäre eine Kernschmelze möglich gewesen. Der Betreiber versucht den Vorfall zu verschleiern".

Mehrere Totalausfälle der Kühlung wie in Fukushima; Grundremmingen 1977, Greifswald 1977, Biblis 2004. Zahlreiche Risse an Hauptdampfleitungen in mehreren AKW. Mehrfach ist radioaktives Wasser oder Dampf in die Umwelt gelangt. Sooo sicher und problemlos waren auch unsere "Deutsche Wertarbeit"-Reaktoren nicht.

Re: Nuklearkraftwerke

Verfasst: Di 9. Jan 2024, 04:39
von Nora_7
Jaddy hat geschrieben: Di 9. Jan 2024, 00:23 Wir sind übrigens in Deutschland seit 1975 drei bis viermal ziemlich dicht an einer Kernschmelze gewesen. In einem Fall, Brunsbüttel 2001 buchstäblich wenige Meter. "Eine Wasserstoffexplosion in der Nähe des Reaktordruckbehälters zerfetzt die Kühlleitung des Reaktordeckels. Hätte die Explosion nur wenige Meter verschoben stattgefunden, wäre eine Kernschmelze möglich gewesen. Der Betreiber versucht den Vorfall zu verschleiern".

Mehrere Totalausfälle der Kühlung wie in Fukushima; Grundremmingen 1977, Greifswald 1977, Biblis 2004. Zahlreiche Risse an Hauptdampfleitungen in mehreren AKW. Mehrfach ist radioaktives Wasser oder Dampf in die Umwelt gelangt. Sooo sicher und problemlos waren auch unsere "Deutsche Wertarbeit"-Reaktoren nicht.
Auch dies sind Gründe, weshalb die neuen Reaktoren so viel Zeit benötigen: Es soll keine Kernschmelze mehr möglich sein, andere, effektivere Kühlmittel usw. natürlich denken die Leute an die Sicherheit. 2004 ist schon lange her.

Nora

Re: Nuklearkraftwerke

Verfasst: Di 9. Jan 2024, 08:48
von Kerstin
Nora_7 hat geschrieben: Mo 8. Jan 2024, 23:00 Wie bereits anfangs gesagt, diese Gruppe erscheint mir nicht ausreichend kompetent, dieses Thema professionell zu diskutieren, da ist mehr Expertenwissen gefragt. Die Suche der Gegner nach immer mehr Argumenten gegen Kernkraft hilft der Diskussion auch nicht, denn für endlose Diskussionen auf höchstens Tertiärebene habe ich keine Zeit für Recherchen. Immer wird eine neue Quelle aus dem Zylinder gezaubert, habe einfach keine Lust, nach Gegenzitaten zu suchen. nur ein beispiel: das Ausfallproblem französische Reaktoren ist seit Jahren bekannt und hat nichts mit Kernenergie per se zu tun, sondern beruht auf massiven Wartungsmängeln, und dies vom ersten Tag an. Da vertraue ich den Leuten, die sich damit konstruktiv befassen. Es gibt genügend andere Standpunkte und Analysen. In Deutschland ist soviel Aversion gegen Kernkraft allen über Jahre eingeimpft worden, dass noch nicht einmal nach Möglichkeiten gesucht wird. Das führt uns hier nicht weiter. ich verabschiede mich erstmal nach Gran Canaria, in ein paar Stunden geht der Flug. Sofern die Bauern mich auf die Autobahn lassen.

Nora_7
Ich möchte dich trotzdem bitten kurz hier die Sachlage von deinem Standpunkt aus darzustellen.
Dauerrechthaber und permanent Besserwisser sind mir nichtsonderlich vertrauens würdig.
Auch denk ich gerne selbstständig..

Danke für deine Mühen.

LG Kerstin

Re: Nuklearkraftwerke

Verfasst: Di 9. Jan 2024, 09:28
von Juliane
Sarkasmus ON!

Dann lasst uns doch Copter nehmen die 100 Meter Draht tragen können. Das ergibt dann die vierfache Energiemenge.

Und gleich noch einen zweiten Draht dazu! Dann könnte man die gewonnene Energie dazu nutzen, den Copter mit Strom
zu versorgen.
Problem! Die beiden Drähte müssten so dick, und gegeneinander isoliert sein, um den Verlust in Grenzen zu halten, und
Kurzschluss zu vermeiden, dass kein Copter die tragen könnte.
Denn so ein Copter braucht, allein für seine Schwebeleistung, schon vergleichsweise viel Strom. Aber der kommt ja aus'm
Akku. Und den laden wir dann zwischenzeitlich mit Solarstrom wieder auf.

Wenn's denn trotzdem klappt, endlich das perfekte Perpetuum mobile.
Aber ob da überhaupt ein Überschuss zustande käme? Oder Energie?

Ich setze da lieber schnell meinen Aluhut wieder auf :mrgreen: .

Sarkasmus OFF!

Warum nur macht das keiner? (Kopfschüttel) Zumindest versuchsweise. Die Verhinderer können schließlich nicht überall sein
und solch bahnbrechende Erfindungen zu verhindern versuchen.

Re: Nuklearkraftwerke

Verfasst: Di 9. Jan 2024, 09:38
von Nora_7
@Kerstin: Ich habe alles gesagt. Sofern du Unterstützung für die ausgelutschtem Anti-Atomkraft Parolen suchst, bin ich die falsche Person. Ich weise nur darauf hin, dass auf deiner ideologischen Basis keine kompetente Diskussion möglich ist. Ich kann nur die alternativen Fakten nicht alle so stehen lassen.

Nora

Re: Nuklearkraftwerke

Verfasst: Di 9. Jan 2024, 10:16
von Franziska
Über die Nutzung von Kernenergie kann man sicherlich streiten, in Deutschland ist dieses Thema aus meiner Sicht ad acta gelegt.
Leider ist damit auch die weitere Forschung mehr oder minder eingestellt.

Die Neubaupläne vieler Staaten zum weiteren Ausbau der Kernkraftwerke sind lt. Experten der Internationalen Atomenergiebehörde im Zeitraum bis 2045/2050 in dem Umfang mangels Kapazitäten in den westlichen Staaten nicht zu leisten. Zudem werden in dem genannten Zeitraum weitere AKW vom Netz gehen, da die max. Laufzeiten überschritten werden.
D.h., es wird in den westlichen Industriestaaten eine Ausweitung der Erzeugung von Atomstrom kaum geben. Dieses wird vorrangig in diktatorischen Staaten vollzogen.
Was das bedeuten könnte, darüber möchte ich hier nicht spekulieren.

Es muss aber über die Nutzung ergänzende Energiequellen entschieden werden. Einen Industriestandort wie Deutschland vollständig zu elektrifizieren,
da reichen ausschließlich erneuerbare Energiequellen nicht aus. Natürlich können wir weiterhin auf europäischen Stromimport setzen,
aber der kommt dann weiterhin aus Kohle oder Atom und den werden wir teuer bezahlen.
Auch Wasserstoff kann nicht in den Dimensionen wie erforderlich in Deutschland produziert werden. Auch hier werden massive Importe notwendig sein.

Strom wird also auch in der Zukunft teuer bleiben. Die Mär von sinkenden Strompreisen durch den Ausbau von Wind- und Solaranlagen wird ein Märchen bleiben.
Inwieweit die Probleme der nicht nur energieintensiven Industriezweige, sondern der gesamten Wirtschaft sowie im Verkehrssektor und der privaten Haushalte gelöst werden können,
da bin ich mal gespannt.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass wir uns auf dem Weg zum "Morgentau-Plan" befinden.

Re: Nuklearkraftwerke

Verfasst: Di 9. Jan 2024, 11:16
von Ulrike-Marisa
Moin,

...ich war 1976 bei den Demos in Brunsbüttel dabei und bin heute noch gegen Atomenergie, wir sollten gedanklich für die Zukunft nicht alles ausschließen in dieser Richtung. Wer in der Forschung zurückfällt, ist später von anderen abhängig und schlimmstenfalls erpressbar. Deutschland war schon immer ein Land der Fortschrittsverhinderer, wenn Erfindungen der Wirtschaft oder einflußreichen Politikern nicht passten, wurden sie diskreditiert oder verschwiegen. Erinnert sei an den Vetterofen, der später doch irgendwie in der Brennwerttechnologie für Heizungsanlagen sich wiederfinden lässt oder der erste Plattenspieler, der Schallplatten berührungsfrei abgetastet hat, der in der Funkschau damals noch vorgestellt wurde, aber sofort in der Schublade versschwand, weil die CD geboren war... Auch in der Energeierzeugung mit Atomkraft gibt es neuere Ansätze, die weniger gefährlich sind und deren Endprodukte Halbwertzeiten von wenigen Jahrhunderten haben statt von Ewigkeiten (habe ich so gelesen).

Grüße, Ulrike-Marisa

Re: Nuklearkraftwerke

Verfasst: Di 9. Jan 2024, 13:35
von Franziska
Liebe Ulrike-Marisa,

ich möchte Deine Beispiele gern noch um Eines ergänzen:

Transrapid

Jahrzehnte wurde hier entwickelt und erprobt (Teststrecke im Emsland heute eine Bauruine),
ohne dass es zu einer Nutzung gekommen ist und dann wurde diese Technologie nach China "verhökert".
Einfach ein Trauerspiel.

Re: Nuklearkraftwerke

Verfasst: Mi 10. Jan 2024, 17:54
von Nicole Fritz
Jaddy hat geschrieben: Mo 8. Jan 2024, 23:41 ... Also: Pack deine Antenne ein und zeig's mir.
Ich nehme jetzt einmal an, Du meintest "an" und nicht "ein". Vielleicht ist es jetzt an der Zeit. Nach dem, was die spirituelle Welt von sich gibt, sollte es so sein. Aber wie viele meinen es von denen wirklich ernst, und wie viele sind nur falsche Propheten? - Ich denke, letztere bilden eine sehr große Mehrheit. Das Konzept steht und wartet letztlich nur noch auf eine Umsetzung. Eine knappe Beschreibung aus meinem aktuellen Manuskript schicke ich Dir als PN. Eine Bauanleitung kann es aber nur geben, wenn es bei mir funktioniert.

LG Nicole

Re: Nuklearkraftwerke

Verfasst: Mi 10. Jan 2024, 19:26
von Account gelöscht
Franziska hat geschrieben: Di 9. Jan 2024, 13:35 Transrapid
Jahrzehnte wurde hier entwickelt und erprobt (Teststrecke im Emsland heute eine Bauruine),
ohne dass es zu einer Nutzung gekommen ist und dann wurde diese Technologie nach China "verhökert".
Einfach ein Trauerspiel.
Das Projekt wurde nicht zuletzt nach dem Unfall eingestampft. Die Chinesen haben "lediglich" eine 30km lange Strecke ins Zentrum von Shanghai. Alle Pläne einer Erweiterung auch sonstige Vorhaben wurden als zu kostenintensiv verworfen.

Re: Nuklearkraftwerke

Verfasst: Mi 10. Jan 2024, 22:10
von Jaddy
Da meine Zahlenspiele einigen zu seltsam erschienen, habe ich hier eine ausführliche Darstellung von Volker Quaschning, der das ganze beruflich macht, als Professor für Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Berlin.

Aktueller Vortrag an der TU München im Dezember 2023: https://www.youtube.com/watch?v=9fz2xYbosTA

Besonders hübsch im Kontext dieses Threads ab Minute 38:54: Um den "fossilen Rest" unseres deutschen Primärenergiebedarfs durch Kernenergie zu decken, müssten nach seiner Rechnung in D ca. 200 neue AKWs gebaut werden. Es waren mal 19 (kommerzielle) AKWs, aber die müssten erst jahrelang grundüberholt werden, weil sie nach dem Ausstiegsbeschluss auf Verschleiss gefahren wurden.

Ich hab das mal nachgerechnet. Fossile Primärenergie in D (2640 TWh/a) / typische Jahresleistung pro AKW (7-8 TWh/a) ~= 350 AKWs. Ich denke, er hat da schon erhebliche Einsparpotenziale berücksichtigt, wie z.B. E-Autos und Wärmepumpen statt Verbrennern. Die 200 sind also schon bestimmt schon inklusive vollständiger Elektrifizierung.

Also mindestens neue 200 AKWs in D(1). Quaschning: "Bayern hat ein Fünftel der Landesfläche Deutschlands, das bedeutet, wir brauchen 40 neue Kernkraftwerke in Bayern".

Auch Frankreich müsste 200 weitere bauen (zu den 56), Polen 145, usw. Selbst in Dänemark 14,5. In der gesamten EU müssten insgesamt ~1700 AKWs gebaut und in Betrieb genommen werden. Und zwar innerhalb der nächsten 15-20 Jahre. Weltweit sind aktuell gerade mal 442 Kernreaktoren am Netz.

Also mal vom Ressourcenbedarf abgesehen, Fachkräften, der Produktionskapazität von Uran und Brennstäben usw.usf. wäre allein die Durchsetzbarkeit wohl kaum gegeben, wenn alle plötzlich in Sichtweite einer Atomanlage leben würden. Nicht mal in Frankreich und wohl auch nicht in Bayern.

.

(1) Achso, falls wer kommt mit "aber doch nur für Strom": 1. Die Fossilen in Verkehr und Heizung (privat und Industrie) machen 54% der Emissionen aus. Müssen also auch irgendwie durch Strom o.ä. ersetzt werden. 2. selbst für "nur Strom" müssten in D 68 neue AKWs gebaut werden.

Re: Nuklearkraftwerke

Verfasst: Mi 10. Jan 2024, 23:02
von MelanieD
Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 8. Jan 2024, 11:20 Na aber wenn wir jetzt mal ganz ehrlich sein wollen: Mainstream Wissenschaftler sagen ganz klar das der Energiebedarf der Welt mit sauberen Energien schon jetzt nicht gedeckt werden kann geschweige denn in Zukunft. Und ferner das die Wahl zwischen Pest und Cholera. Sie klar Atom vor Fossil empfehlen.
So eine Empfehlung werden seriöse Wissenschaftler NIE machen, auf welcher wissenschaftlichen Basis sollte die bestehen? Das zu lösen ist eine Aufgabe der Politik!

Es gibt auch keine "Mainstream" Wissenschaftler. Wissenschaft ist keine Demokratie, bei der die meisten Meinungen gewinnen. Die Erde ist keine Scheibe mehr...

Was gerne unter den Tisch fällt, ist der Energiebedarf der Atomkraftwerke (und dass das Uran z.T. aus Russland kommt), für Bau, Betrieb, Entsorgung. Letztes Jahr waren bis zu 60% der französichen Atomkraftwerke außer Betrieb - weil das Wasser für Kühlung fehlte. Das wird in der Zukunft nicht besser werden und die gehypten Minikraftwerke sind unrentabel (Vorzeigefirma in den USA hat grade Insolvenz angemeldet).

DIe Kosten für praktisch jedes Kraftwerk liegen weit (!) über den geplanten Kosten, d.h. die Kraftwerke lohnen sich auch ökonomisch nicht.

Allein die Sonneneinstrahlung auf der Erde übertrifft ein vielfaches (!) von dem, was täglich verbraucht wird. Selbst wenn man E-Autos und chatGPT mit berücksichtigt.

Also Ingeneure, denkt Euch was aus, wie man grüne Energien nutzen kann. Politiker, hört endlich auf mit dem Märchen, dass Atomkraftwerke wieder in Betrieb genommen werden müssen (Hallo Söder...), während selbst RWE CHefs sagen, die Zeit der A-Kraftwerke in Deutschland ist vorbei.


Wir alle: Brauchen wir wirklich soviel ENergie? Brauchen wir z.B. so viel Fleischprodukte, Milchprodukte, Rosen und Avocado im Winter, etc., was jeweils einen irren Energieaufwand bedeutet? Verpackungen aus Alu? Das SUV um die Kids zum KiGa zu bringen? chatGPT? (Braucht etwa einen halben Liter Wasser/Anfrage...)

Sorry, das musste jetzt mal raus...

Re: Nuklearkraftwerke

Verfasst: Mi 10. Jan 2024, 23:39
von MelanieD
Nora_7 hat geschrieben: Mo 8. Jan 2024, 23:00 Wie bereits anfangs gesagt, diese Gruppe erscheint mir nicht ausreichend kompetent, dieses Thema professionell zu diskutieren, da ist mehr Expertenwissen gefragt.
Nein.

Ich oute mich jetzt mal: Ich habe Physik studiert (*) und kann Argumentationen durchaus auf Plausibilität prüfen, auch ohne jetzt ein Kraftwerk planen zu können (wobei ich auch jemand im Bekanntenkreis habe, der für die Sicherheut u.a. der französischen zuständig ist)

Ich kann auch Studien einschätzen, die Atomkraftwerke (alte und die geplanten neuen) ökologisch und ökonomisch beurteilen.

Und ich ich kann Halbwertszeiten *ausrechnen* und auch die durch den Abfall verursachten Risiken. Auch die Wirkung auf Organismen (Teil der Ausbildung im Rettungsdienst)

Atomkraftwerke sind eine Sackgasse.



(*) off topic, aber es nervt mich schon, dass ich auch nach etlichen Beiträgen und Preisgabe von recht persönlichen Informationen nach Monaten noch nicht mal Eure Bildchen sehen darf.

Re: Nuklearkraftwerke

Verfasst: Do 11. Jan 2024, 07:10
von Annette
Jaddy hat geschrieben: Mi 10. Jan 2024, 22:10 Da meine Zahlenspiele einigen zu seltsam erschienen, habe ich hier eine ausführliche Darstellung...
Hallo

Da hast du mal wieder gründlich nachrecherchiert, danke dafür! Dein Bericht ist interessant und besorgniserregend zugleich, gerade im Hinblick auf eine Entscheidung des Europaparlamentes aus dem Jahre 2022 (Foto). Besorgniserregend deshalb, weil dadurch Anlass besteht, die Kernkraft als umweltfreundlich einzustufen und mögliche Risiken herunterzuspielen. Abgesehen davon bleibt das Endlagerproblem! Ich glaube jedoch nicht, dass die Kernkraft-Befürworter sich darüber Gedanken machen, dieses Problem betrifft ja eh die kommenden Generationen, also in angemessenem zeitlichen Sicherheitsabstand. Die Zahlen, die du präsentierst, sind erschreckend, denn erst einmal ist der Bau von solch einer Anzahl von AKWs nicht machbar, und zweitens verdeutlichen diese den unstillbaren Energiehunger der Welt. Und wegen der ebenso unstillbaren Profitgier der Wirtschaft, aber auch angesichts des außer Kontrolle geratenen Wachstums und Debilität der Menschheit, sehe ich schwarz für einen nachhaltigen Fortbestand der Weltgemeinschaft"¦ (der große Filter lässt grüßen, das jedoch ist ein anderes Thema).

Liebe Grüsse,
Annette

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