Ich denke schon, denn derartiges passiert regelmäßig nicht plötzlich, unerwartet und ohne eigene Mitwirkung. Meine Frieda und ich, wir sind beide Opfer häuslicher Gewalt. Ich möchte nicht gesagt bekommen, dass die Täter nichts für ihre Taten können. Das fühlt sich jedes Mal an wie ein Faustschlag ins Gesicht.EmmiMarie hat geschrieben: Mo 12. Jun 2023, 08:11
Man kann sagen, für jede Reaktion ist eine Person völlig willentlich verantwortlich.
Aber ist man das wirklich, wenn keine Bremse mehr vorhanden ist, die die niederen Bereiche des Gehirns steuert?
Ich denke nein.
Viele junge Männer finden Gewalt gegen Frauen "akzeptabel" - # 2
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Michi
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Re: Viele junge Männer finden Gewalt gegen Frauen "akzeptabel"
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Re: Viele junge Männer finden Gewalt gegen Frauen "akzeptabel"
Moin,
mir scheint es, die Saat der ewig Gestrigen geht auf. Archaische Weltbilder prägen zunehmend unser gesellschaftliches Sein, in dem Gewalt gegen Frauen verharmlost und als gegeben hingenommen wird. Das ist nicht mein Weg.
Grüße, Ulrike-Marisa
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Re: Viele junge Männer finden Gewalt gegen Frauen "akzeptabel"
Hmmm..MichiWell hat geschrieben: Mo 12. Jun 2023, 22:48 Ich denke schon, denn derartiges passiert regelmäßig nicht plötzlich, unerwartet und ohne eigene Mitwirkung. Meine Frieda und ich, wir sind beide Opfer häuslicher Gewalt. Ich möchte nicht gesagt bekommen, dass die Täter nichts für ihre Taten können. Das fühlt sich jedes Mal an wie ein Faustschlag ins Gesicht.
du hast nicht gelesen und verstanden was ich geschrieben habe?
Du stellst grade Sandra und mich und andere Personen in eine Ecke wo wir nicht hingehören.
Denkst du vielleicht nicht, das man darunter leidet wenn man das Potential verspürt, sich ständig
missverstanden fühlt? Kommt dir das im Ansatz bekannt vor?
Was ich sagte ist nur, man sollte sich die individuelle Geschichte anschauen, prüfen, nachdenken und Schritte einleiten.
Es tut mir sehr leid, was dir und Frieda passiert ist.
Aber Granit ist gegen dich halt ein weicher Stein
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Re: Viele junge Männer finden Gewalt gegen Frauen "akzeptabel"
Hier eine Einordnung der Studie im Deutschlandfunk:
https://www.deutschlandfunk.de/spannung ... 4-100.html
und hier:
https://www.deutschlandfunk.de/umfrage- ... k-100.html
https://www.deutschlandfunk.de/spannung ... 4-100.html
und hier:
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Viele Grüße
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Re: Viele junge Männer finden Gewalt gegen Frauen "akzeptabel"
Hmm, und was sagt uns das jetzt? Viel Rauch um nichts?
Unbrauchbare Ergebnisse und unzulässige Schlüsse wegen der mangelhaften Methodik der Studie?
Oder einfach nur, bei solchen Meldungen den eigenen Verstand einzuschalten und nicht die Nachricht mit der Realität verwechseln?
Bin etwas ratlos, weil ich keine Antwort habe, warum eine große Organisation sowas in die Medien drückt. Was versprechen die sich davon? Nur Aufmerksamkeit für ihren Laden, oder steckt mehr dahinter?
LGL
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Re: Viele junge Männer finden Gewalt gegen Frauen "akzeptabel"
Tagesschau Faktenfinder
Aufregung um Umfrage zur Männlichkeit
https://www.tagesschau.de/faktenfinder/ ... obal-de-DE
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Re: Viele junge Männer finden Gewalt gegen Frauen "akzeptabel"
Danke für den Link. Habe ich letzte Nacht beim Nachtdienst auch gelesen und hätte es sonst auch gepostet.Anne-Mette hat geschrieben: Do 15. Jun 2023, 17:30 Tagesschau Faktenfinder
Aufregung um Umfrage zur Männlichkeit
https://www.tagesschau.de/faktenfinder/ ... obal-de-DE
Grundsätzlich sollte man alles hinterfragen. Ob man es kann, entweder aus Zeitmangel oder fehlender Vergleichsmöglichkeiten, ist dann ein anderes Thema.
Je aufsehenerregender ein Thema ist, desto mehr Medien steigen ein, desto seriöser wirkt es. Und wenn dann viel später eine Relativierung erfolgt, ist es meisten schon zu spät. Ohne die von mir sehr geschätzte Pressefreiheit und Seriosität der meisten Medien irgendwie in Frage stellen zu wollen, neigen mittlerweile selbst ehemalige Ikonen der Zuverlässigkeit zu Schnellschüssen. So richtig Verlass ist auf kaum noch etwas, und das macht es so schwierig. Ein wenig hilft es da vielleicht, erstmal durchzuatmen, eine Thema sacken zu lassen und schauen, was nach den berühmten drei Tagen (Nach drei Tagen ist jedes Thema durch, dann brauchen wir was neues, wie mal ein ehemaliger BILD Redakteur zu mir sagte) noch übrig ist.
Abgesehen von der oben genannten Studie ist das Thema schon öfter untersucht worden. Gewalt ist sicherlich nicht so häufig, wie es den Anschein hat, aber eben viel zu oft. Das Thema in die Öffentlichkeit zu bringen ist also unbedingt wichtig. Auch wenn die Methodik vielleicht zu wünschen übrig lässt.
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Re: Viele junge Männer finden Gewalt gegen Frauen "akzeptabel"
Noch einmal der DLF mit einer Sendung zum Thema. Diesmal mit einem Gewaltforscher und dem Versuch, die zahlen zu relativieren.
https://www.deutschlandfunk.de/gewalt-j ... a-100.html
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Re: Viele junge Männer finden Gewalt gegen Frauen "akzeptabel"
Hm... Mir fällt da meine erste Ehe ein, in der ich 5 Jahre lang fast täglich Gewaltopfer war - und das z. T. massiv, bis hin zu ärztlich behandlungsbedürftigen Verletzungen.EmmiMarie hat geschrieben: Mo 12. Jun 2023, 08:11 Man kann sagen, für jede Reaktion ist eine Person völlig willentlich verantwortlich.
Zweimal in diesen 5 Jahren bin ich selber gewalttätig geworden. Die erste dieser beiden Szenen spielte sich folgendermaßen ab:
Ich hatte eine hochakute, eitrige Tonsillitis, jedes Schlucken und jedes gesprochene Wort verursachte rasende Schmerzen. Ich hatte mich damit - und mit leichtem Fieber - schon über den ganzen, achtstündigen Arbeitstag in der Praxis (Zahnarzt) gequält; als Selbständiger macht man nicht so schnell krank. Nun war endlich Feierabend, und ich hatte nur noch eines im Sinn: still mit einem Buch zu einem Glas Tee mit Rum im Wohnzimmer sitzen und anschließend früh ins Bett gehen, um mich wenigstens für den nächsten Arbeitstag wieder ein wenig zu erholen. Und bloß kein Wort mehr reden müssen.
Mein "Schätzchen" hatte den ganzen Tag gefaulenzt (ihre Arbeit als Sekretärin hatte sie gekündigt); jetzt langweilte sie sich und wollte unbedingt zu einer Fete bei Freunden, "einen draufmachen". Ich kannte das: das war ein unbestreitbar lustiges Völkchen, bei dem aber auch grundsätzlich viel zu viel geraucht und gesoffen und man bis allermindestens 2 Uhr morgens zum Bleiben genötigt wurde. Selbst in gesundem Zustand ging ich da wohlweislich nur hin, wenn ich am nächsten Tag keine Patienten hatte; ich hätte es nicht verantworten können.
"Schätzchen" wollte partout nicht einsehen, dass ich zu sowas an diesem Abend weder gewillt noch in der Lage war. Sie wollte aber auch nicht allein da hingehen (ich hätte nix dagegen gehabt), nein: sie wollte partout mit mir "einen draufmachen". Da saß sie mir nun also im Wohnzimmer gegenüber und fing an, mich mit immer übleren und wüsteren Beleidigungen und Beschimpfungen zu traktieren, die hier wiederzugeben jegliche Nettiquette sprengen würde. Noch nicht mal permanent (obwohl sie dazu ohne weiteres in der Lage gewesen wäre, ihr Fundus an Verbalinjurien war unerschöpflich), sondern ganz systematisch in kurzen Zeitabständen: jedes Mal, wenn ich gerade - die ganze Zeit schweigend - wieder Hoffnung schöpfte, sie würde jetzt endlich Ruhe geben, und versuchte, mich wieder auf die Lektüre zu konzentrieren, legte sie wieder los, so etwa im Abstand einer halben Minute.
Das ging ca. zwanzig Minuten so weiter, bis ich - zufällig gerade mit dem Teeglas in der Hand - schließlich unter Schmerzen die Frage aus meinem wunden Hals würgte:
"Mußt du das jetzt wirklich so lange weitermachen, bis ich dir dieses Glas ins Gesicht schmeiße?"
Ihre prompte Antwort: "Dann wirf doch, du Schlappschwanz!"
Ich warf - und traf prompt exakt ihr Schandmaul. Anschließend dackelte ich noch brav mit ihr in die Praxis runter und vernähte ihr die aufgeplatzte Oberlippe.
Nein - ich bin nicht stolz drauf. Ich find's furchtbar, und ich gäbe viel darum, das ungeschehen machen zu können. Ich hab's in vollem Bewußtsein getan, nicht in irgendeinem Blackout, ich hab's ja sogar noch verbal angekündigt. Ich war zweifellos voll verantwortlich für diese Tat. Aber schuld daran? Es gibt Situationen, da kann man wirklich nicht mehr anders, bei aller Vernunft und Friedfertigkeit.
Die zweite Szene war eine Ohrfeige - die einzige, die ich jemals einer Frau verpasst habe (gegen hunderte, die ich von dieser Frau erlitt). Auch das voll bewußt, nicht mal irgendwie im Affekt, sondern ganz kühl und überlegt: ich hatte einfach sonst schon alles durchprobiert, um sie bei ihren nahezu täglichen Exkursionen gegen die Zimmerdecke irgendwie zu stoppen. Um auch wirklich nichts unversucht zu lassen, habe ich ihr dann eines Tages mal versuchsweise eine gescheuert, so wie man früher manchmal in Grenzsituationen hysterische Personen geohrfeigt hat, in der vagen Hoffnung, sie vielleicht dadurch zur Besinnung zu bringen. Hat aber auch nichts gebracht. Hab ich dann auch kein zweites Mal mehr versucht.
Ich bin grundsätzlich GEGEN Gewalt - wo sie passiert, ist gehörig was schiefgelaufen; für die Gewalttat an sich gibt es keine Entschuldigung. Aber nicht immer ist der Täter auch wirklich der Schuldige; da sollte man im Einzelfall schon noch etwas genauer hinschauen.
Herzliche Grüße
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Re: Viele junge Männer finden Gewalt gegen Frauen "akzeptabel"
Das sehe ich aber ganz anders ... denn es besteht immer die Option der Situation aus dem Weg zu gehen. Und hier spreche ich aus eigener Erfahrung, denn ich war mal mit einer Frau liiert, die sich als Alk entpuppte - eine durchaus kräftiger als ich war, regelmäßig ausrastete und mich mehrfach krankenhausreif geschlagen hat. Darüber habe ich vor Jahren hier im Forum bereits berichtet ... wenn ich die Chance hatte, bin ich gegangen ... habe bei Freunden übernachtet ... ich habe sie abzuwehren versucht, aber niemals geschlagen!Wally hat geschrieben: Do 15. Jun 2023, 20:44 Aber nicht immer ist der Täter auch wirklich der Schuldige
Nebenher: Sie hatte mir unter anderem mittels Faustschlag das Jochbein gebrochen ... im Krankenhaus wurde mir empfohlen Anzeige zu erstatten ... im Ergebnis: Die Beamten in der Dienststelle schauten mich grinsend an, nahmen mich nicht ernst und meinten doch glatt, dass vermutlich ich handgreiflich geworden sei und sie sich vermutlich nur gegen mich gewehrt habe. Ich solle mir das mit der Anzeige gut überlegen ... mit anderen Worten: Als geschlagener Mann wurde ich damals nicht ernst genommen.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)
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Re: Viele junge Männer finden Gewalt gegen Frauen "akzeptabel"
Hm... Wie lange war Du mit ihr zusammen? Bei mir waren das volle 5 Jahre, wir waren verheiratet. Und die Frau war IMMER da, den ganzen Tag, sie hat nicht gearbeitet. Wir haben zusammen in meinem Haus gewohnt, im Obergeschoß; im Erdgeschoß befand sich meine Praxis. Ich war ihr also auch noch im Berufsleben ständig ausgeliefert. Und da sie krankhaft eifersüchtig war, setzte sie alle Hebel in Bewegung, um mich nur ja nicht allein aus dem Haus zu lassen; die brachte es durchaus fertig, mir Autoschlüssel, Geldbeutel und Papiere zu klauen und zu verstecken, sobald ich das versuchte...Blossom hat geschrieben: Fr 16. Jun 2023, 18:03 Das sehe ich aber ganz anders ... denn es besteht immer die Option der Situation aus dem Weg zu gehen. Und hier spreche ich aus eigener Erfahrung, denn ich war mal mit einer Frau liiert, die sich als Alk entpuppte - eine durchaus kräftiger als ich war, regelmäßig ausrastete und mich mehrfach krankenhausreif geschlagen hat. Darüber habe ich vor Jahren hier im Forum bereits berichtet ... wenn ich die Chance hatte, bin ich gegangen ... habe bei Freunden übernachtet ... ich habe sie abzuwehren versucht, aber niemals geschlagen!
Ich will damit jetzt nicht Deine Erfahrung kleinreden; aber vielleicht hatte Dein "Schätzchen" insgesamt doch deutlich weniger Gelegenheiten, Dich in so ausweglose Situationen zu manövrieren. Okay - natürlich hatte ich es auch selber mit zu verantworten, dass ich das volle 5 Jahre mitgemacht habe. Die pathologischen Mechanismen, die mich so lange daran hinderten, dem ein Ende zu setzen, kannst Du in jedem Frauenhaus nachfragen, es waren exakt dieselben wie üblicherweise bei weiblichen Gewaltopfern. Mit einem schwer neurotischen Menschen längerfristig zusammenzuleben macht einen selber krank; ich brauchte und kriegte danach eine Psychotherapie (in der ich dann auch meine transsexuelle Veranlagung endlich klar erkannte). Trotzdem haben die nachwirkenden Traumata dieser Ehe noch viele Jahre später meine weiteren Partnerbeziehungen belastet.
Das kann ich leider nur bestätigen; ich mußte diese Erfahrung auch machen. Wenn ich z. B. - was durchaus häufig vorkam - mal wieder mit blutig gekratzem Gesicht herumlief, dann wurde ich von Freunden und Bekannten immer wieder gefragt, was ich ihr denn angetan hätte, dass sie mich so zurichten "mußte"...Blossom hat geschrieben: Fr 16. Jun 2023, 18:03 Nebenher: Sie hatte mir unter anderem mittels Faustschlag das Jochbein gebrochen ... im Krankenhaus wurde mir empfohlen Anzeige zu erstatten ... im Ergebnis: Die Beamten in der Dienststelle schauten mich grinsend an, nahmen mich nicht ernst und meinten doch glatt, dass vermutlich ich handgreiflich geworden sei und sie sich vermutlich nur gegen mich gewehrt habe. Ich solle mir das mit der Anzeige gut überlegen ... mit anderen Worten: Als geschlagener Mann wurde ich damals nicht ernst genommen.
Ich bleibe dabei: gerade weil Männern ein angemessener Schutz vor Gewalt in dieser Gesellschaft systematisch verweigert wird, sollte man ihnen dann fallweise wenigstens noch Notwehr zugestehen. Frauen natürlich auch - aber da wird das ja eh nicht bestritten.
Herzliche Grüße
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Re: Viele junge Männer finden Gewalt gegen Frauen "akzeptabel"
Spiegel
Soziologin über umstrittene Umfrage
-»Skepsis ist sicher nicht verkehrt-«
https://www.spiegel.de/panorama/fragwue ... 9cba168feb
Soziologin über umstrittene Umfrage
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Re: Viele junge Männer finden Gewalt gegen Frauen "akzeptabel"
Ich habe es ein paar Tage ruhen lassen. Doch davon fühlen sich deine Worte .. seit deiner ersten Erwiderung in diesem Thread .. noch immer nicht richtiger an.
Gewalt .. ganz egal von wem .. ganz egal gegen wen .. sollte man niemals in irgendeiner Weise relativieren.
Doch das hast du getan .. entweder völlig deplatziert, falls mit deinen Beschreibungen eigentlich nur deine Abwehrreaktionen auf eine reale Bedrohung gemeint waren, oder falls du ohne wirkliche Bedrohung entsprechende Impulse verspürst, und diese zu verharmlosen versuchst. Die HRT als "Erklärung" anzuführen .. sorry, dann könnten Männer genau so gut ihren Hormonen die Schuld geben.
Das so etwas ausgerechnet von dir kam, hat mir ganz schön zugesetzt.
Ich habe zum Thema Gewalt eine klare Position:
Ganz gleich ob "individuelle Geschichte" oder unter dem Einfluss von Alkohol / anderen Drogen .. immer hat der Täter oder die Täterin zuvor eine Entscheidung getroffen, den falschen Weg zu gehen.
Und um eine denkbare Erwiderung vorweg zu nehmen:
Auch wenn die "individuelle Geschichte" bedeutet, Opfer von Gewalt gewesen zu sein, trifft man die Entscheidung, selbst zum Täter zu werden, anstatt sich Hilfe zu holen.
PS: Sollte ich etwas an deinen Ausführungen falsch verstanden haben, dann zitiere mir bitte jeweils die entsprechenden Worte, und dazu die Erklärung, was die eigentliche Bedeutung sein soll. Aber bitte nicht nur: "Das hab ich nicht so gemeint."
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Re: Viele junge Männer finden Gewalt gegen Frauen "akzeptabel"
Alles gut...MichiWell hat geschrieben: Di 20. Jun 2023, 21:54 Doch das hast du getan .. entweder völlig deplatziert, falls mit deinen Beschreibungen eigentlich nur deine Abwehrreaktionen auf eine reale Bedrohung gemeint waren, oder falls du ohne wirkliche Bedrohung entsprechende Impulse verspürst, und diese zu verharmlosen versuchst. Die HRT als "Erklärung" anzuführen .. sorry, dann könnten Männer genau so gut ihren Hormonen die Schuld geben.
Das so etwas ausgerechnet von dir kam, hat mir ganz schön zugesetzt.
und magst du mir einmal sagen, was ausser Hormonen uns denn steuert?
Ich geb dir gerne einen Tipp, damit du selber forschen kannst und vielleicht auch verstehen wenn du möchtest.
Deswegen gebe ich dir auch keine vorbereiteten Häppchen, die du dann wieder zerlegst, ich würde mir wünschen
das du selbst suchst. Da lernt man am meisten.
Mit der HRT greifen wir in einen Regelkreislauf ein zum Beispiel auf Cortisol bezogen und das hat Folgen.
Adrenalin = "Stress-Hormon"
Adrenalin ist ein wichtiges Stresshormon. Bei einem Mangel kann es z.B. zu
überdrehtem Verhalten,
Einschlafschwierigkeiten,
häufigen Streitigkeiten und Konflikten,
Gedächtnisstörungen,
gestörter Impulssteuerung kommen.
Serotonin = "Glücks-Hormon"
Serotonin reguliert
Gefühle und deren Speicherung im Gedächtnis,
Selbstwertgefühl,
Motivation,
Gefühl des Wohlbefindens,
Ängste, Emotionen und soziales Verhalten.
Serotonin ist für eine positive Gemütslage verantwortlich.
Cortisol = "Stress-Hormon"
Cortisol gehört zu den wichtigen Stress-Hormonen und wird in der Nebennierenrinde gebildet. Ein zu hoher Cortisol-Wert kann auf chronischen Stress bzw. auf eine erhöhte z.B. emotionale, psychische oder physische Energieanforderung hinweisen. Eine zu hohe Cortisolproduktion kann zu Serotoninmangel führen.
Folgen können sein:
Innere Unruhe,
Gedächtnis-/Konzentrationsschwäche,
mangelhafte Affektkontrolle,
Angstzustände.
Ein hoher Wert am Abend kann zu Schlafstörungen führen.
Wenn du das meinst, ja, sich helfen zu lassen ist die eigene Entscheidung, was die Hormone machen aber nicht wirklich.MichiWell hat geschrieben: Di 20. Jun 2023, 21:54 trifft man die Entscheidung, selbst zum Täter zu werden, anstatt sich Hilfe zu holen.
Das geht teils nur medikamentös und mit guter Begleitung und daher nochmal nicht alle Gewalt hat die gleiche Ursache und
das wird verkannt und das halte ich für falsch, ja sogar ignorant.
Alles Liebe Marie
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Re: Viele junge Männer finden Gewalt gegen Frauen "akzeptabel"
EmmiMarie hat geschrieben: Mi 21. Jun 2023, 08:05 und magst du mir einmal sagen, was ausser Hormonen uns denn steuert?
Was befähigt dich denn, hier zu schreiben?
Ich kann dir auch gerne einen Tipp geben: Die Hormone sind es nicht.
Sich nicht helfen zu lassen, ist ebenso eine eigene Entscheidung. Denn ganz gleich ob mit Verhaltenstherapie, oder ob auch noch Medikamente nötig werden sollten: Man ist nicht unabänderlich seiner gestörten Impulskontrolle und den daraus resultierenden Gewaltausbrüchen ausgeliefert.EmmiMarie hat geschrieben: Mi 21. Jun 2023, 08:05Wenn du das meinst, ja, sich helfen zu lassen ist die eigene Entscheidung, was die Hormone machen aber nicht wirklich.MichiWell hat geschrieben: Di 20. Jun 2023, 21:54 trifft man die Entscheidung, selbst zum Täter zu werden, anstatt sich Hilfe zu holen.
Und wieder die altbekannte Relativierung! Mit deinem alleinigen Fokus auf irgendwelche "besonderen" Ursachen, stellst du implizit die Verantwortung für manche Personen (etwa für dich?) in Abrede.EmmiMarie hat geschrieben: Mi 21. Jun 2023, 08:05 und daher nochmal nicht alle Gewalt hat die gleiche Ursache
Ich mache das Nachfolgende nicht gern, doch es muss wohl sein, um dir (hoffentlich noch!) etwas Einsicht zu vermitteln:
Würdest du genau so argumentieren, wie du es hier getan hast, wenn es um den Missbrauch von Kindern geht? Würdest du da auch mit deiner "Hormone"-Relativierung um die Ecke kommen? Und wenn nicht: Warum? Schließlich steht der/die Pädophile doch auch unter dem Einfluss seiner/ihrer Hormone, und kann folglich gemäß deiner Äußerungen nichts dafür, wenn er/sie Kinder missbraucht.
Keine Sorge: Ich verkenne nicht die Zusammenhänge von Ursache und Wirkung, auch wenn du es mir wiederholt unterschwellig unterstellst. Doch daneben existiert noch etwas mehr .. nämlich Verantwortung.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
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