Was will ich eigentlich? - # 2
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Helga
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Re: Was will ich eigentlich?
Hallo Susanne,
wer sich bei der Frage nach dem "was will ich eigentlich?" nur an zwei Antwortmöglichkeiten (1. Ich bin ein Mann, 2. Ich bin eine Frau) mit all den damit einhergehenden Konsequenzen orientiert, wird sich selbst häufig nicht gerecht.
Um beim (oberflächlichen) Beispiel Bekleidung zu bleiben: Wer Anzug und Krawatte zur Feier unbequem findet und neidisch nach dem Abendkleid schielt, hat vermutlich noch nie Korsett und Highheels getragen.
Die Frage ist nicht Mann oder Frau, die Frage ist: Was bleibt mir durch die "Männerrolle" verwehrt, was ich gerne tun, tragen oder erleben möchte? Wenn du in dieser Frage Ideen entwickelt hast, wäre die nächste Aufgabenstellung: Wie kann ich das, was ich gerne möchte in mein Leben integrieren? Die Lösung ist natürlich individuell unterschiedlich aber meistens ist hierfür kein Wechsel in die "Frauenrolle" oder gar eine Transition erforderlich.
Liebe Grüße
Helga
wer sich bei der Frage nach dem "was will ich eigentlich?" nur an zwei Antwortmöglichkeiten (1. Ich bin ein Mann, 2. Ich bin eine Frau) mit all den damit einhergehenden Konsequenzen orientiert, wird sich selbst häufig nicht gerecht.
Um beim (oberflächlichen) Beispiel Bekleidung zu bleiben: Wer Anzug und Krawatte zur Feier unbequem findet und neidisch nach dem Abendkleid schielt, hat vermutlich noch nie Korsett und Highheels getragen.
Die Frage ist nicht Mann oder Frau, die Frage ist: Was bleibt mir durch die "Männerrolle" verwehrt, was ich gerne tun, tragen oder erleben möchte? Wenn du in dieser Frage Ideen entwickelt hast, wäre die nächste Aufgabenstellung: Wie kann ich das, was ich gerne möchte in mein Leben integrieren? Die Lösung ist natürlich individuell unterschiedlich aber meistens ist hierfür kein Wechsel in die "Frauenrolle" oder gar eine Transition erforderlich.
Liebe Grüße
Helga
Was bin ich?- Zunächst einmal bin ich ein Mensch!
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
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Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
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ExuserIn-2023-04-04
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Re: Was will ich eigentlich?
Hallo Helga,
danke für deinen Beitrag.
Deine Sichtweise ist super und irgendwie kann ich mich da wiederfinden. Bei mir ist es auch nicht schwarz oder weiß, sondern ein Grauton irgendwo dazwischen. Ich glaube - Stand jetzt - nicht, dass ich permanent als Frau leben möchte. Aber komplett darauf verzichten ist für mich auch keine Option mehr. Daher hoffe ich durch den Austausch hier und die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema, dass ich einen Weg zu mir selbst finde und endlich sagen kann, was genau ich möchte und wer ich bin. Momentan bin ich zwar auch zufrieden mit allem, aber perfekt ist es noch lange nicht.
Viele Grüße,
Susanne
danke für deinen Beitrag.
Deine Sichtweise ist super und irgendwie kann ich mich da wiederfinden. Bei mir ist es auch nicht schwarz oder weiß, sondern ein Grauton irgendwo dazwischen. Ich glaube - Stand jetzt - nicht, dass ich permanent als Frau leben möchte. Aber komplett darauf verzichten ist für mich auch keine Option mehr. Daher hoffe ich durch den Austausch hier und die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema, dass ich einen Weg zu mir selbst finde und endlich sagen kann, was genau ich möchte und wer ich bin. Momentan bin ich zwar auch zufrieden mit allem, aber perfekt ist es noch lange nicht.
Viele Grüße,
Susanne
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Martina-NB
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Re: Was will ich eigentlich?
ODER - etwas anderes formuliert - das was ich weiter oben angedeutet habe.Helga hat geschrieben: So 29. Jan 2023, 20:30 Die Frage ist nicht Mann oder Frau, die Frage ist: Was bleibt mir durch die "Männerrolle" verwehrt, was ich gerne tun, tragen oder erleben möchte?
Was an der "Männerrolle" stört mich extrem? Man muss nicht "zwingend" in eine Frauenrolle kommen, wenn man einiges an der Männerrolle nicht mag oder sich dagegen wehrt. (Das habe ich Jahrzehnte so praktiziert. Bis es dann doch noch weiter ging.) Einer meiner meist-gehassten Sätze war übrigens "Ich brauche mal ein paar starke Männer" mit Blick auf mich. Körperlich stark war ich nie, da gibt es meist besser geeignete (cis) Frauen.
Ich hatte es natürlich insofern auch einfach, weil ich immer schon so war. Wer mich so nicht akzeptieren konnte, mit dem kam auch gar nicht erst eine Beziehung (welcher Art auch immer) zustande. Wobei ich schon davon ausgehe, dass meine "mangelnde Männlichkeit" (was sich sicher in vielen Punkten - auch ganz subtil und unbewusst - zeigte) der Grund war, warum ich nie eine Partnerin gefunden habe. (Aber oft viele gute Freundinnen.) - Wie gesagt, das waren alles noch Zeiten, als ich von trans noch nicht mal gehört hatte.
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Karla
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Re: Was will ich eigentlich?
Liebe Susanne,
spielt das eine Rolle?
-> selbst wenn Du "Teilzeitfrau" bleibst, darf - und offensichtlich: WILL - "die Susanne" AUCH mal raus!
(Tessa Ganserer hat es vorgemacht, die "Gefahr, daß es kippt in Richtung Frau", die muß Dir dabei bewußt sein!) - Suchtfaktor!!!
wobei, Gefahr?: Tessa sitzt im Bundestag! ...und die von Strolch hat sich so was von blamiert... ...seit 1945 nix gelernt... - einzelne beratungsresistente Existenzen gibt es allerdings leider noch!
spielt das eine Rolle?
-> selbst wenn Du "Teilzeitfrau" bleibst, darf - und offensichtlich: WILL - "die Susanne" AUCH mal raus!
(Tessa Ganserer hat es vorgemacht, die "Gefahr, daß es kippt in Richtung Frau", die muß Dir dabei bewußt sein!) - Suchtfaktor!!!
wobei, Gefahr?: Tessa sitzt im Bundestag! ...und die von Strolch hat sich so was von blamiert... ...seit 1945 nix gelernt... - einzelne beratungsresistente Existenzen gibt es allerdings leider noch!
LG KarlaSusanne_Bavaria hat geschrieben: So 29. Jan 2023, 11:39 Bevor bei mir das große Outing kommt, muss ich mir erst mal klar darüber werden, was ich eigentlich will und wer ich denn genau bin... Crossdresser, Trans, oder was ganz anderes vielleicht?!
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
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Karla
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Re: Was will ich eigentlich?
...mir hat eine cis-Frau neulich gesagt, ich sei als trans-Frau authentischer als damals als cis-Mann...
...sie hat damit recht!
LG Karla
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LG Karla
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Re: Was will ich eigentlich?
Hallo Susanne,Susanne_Bavaria hat geschrieben: So 29. Jan 2023, 11:39 Bevor bei mir das große Outing kommt, muss ich mir erst mal klar darüber werden, was ich eigentlich will und wer ich denn genau bin... Crossdresser, Trans, oder was ganz anderes vielleicht?!
Ich glaube, wenn das mal geschafft ist, wird der Weg deutlicher.
ich denke, das ist richtig und auch wieder nicht. Und er beinhaltet einige Aspekte, die mMn in die falsche Richtung weisen:
- Es ist ein theoretischer Satz, der genau so benutzt werden kann, um sich dahinter zu verstecken und jedes Outing zu vermeiden. Du beschreibst Dein Gefühl, aber Deine Art zu leben widerspricht dem. Ich gehe von mir aus, wenn ich dahinter Scham vermute. Scham ist ein Gefühl, dass man entgegen den üblichen Lebensregeln lebt. Dahinter steht die Angst vor Alleinsein und dem Ausgestoßen werden. Aber ist das nicht Kopfkino ?
- Du denkst in Kategorien, aber wird das Deinem Wesen gerecht ? Du musst Dich nicht in Kategorien erklären. Du musst Dich niemandem nicht erklären. Wir sind alle einzigartig in unserem Wesen und passen in keine Schubladen. Und wir unterliegen Schwankungen, Lebensphasen und Entwicklungen. Heraklit sagte einmal, dass man niemals zweimal in den gleichen Fluss stiege und das sehe ich genau so. das bedeutet, dass Du niemals in eine Schublade passen wirst. Dein Leben verrinnt, während Du die passende Schublade suchst, die es aber nicht gibt. Jeder ist seines Glückes Schmied oder anders gesagt, man muss sein Leben in die Hand nehmen. Aktiv leben statt passiv in der Ecke sitzen und theoretisieren.
Wie sollen Menschen Dich sehen, wie Du wirklich bist, wenn Du Dich ihnen nicht zeigst ? Du musst ja nicht gleich ein Outing vor versammelter Mann- oder Frauschaft machen. Ich habe nach vielen ängstlichen Ausflügen bei Nacht und manchmal auch bei Tag mit einem Urlaub 24/7 en femme gemacht. Ich habe dabei eine Menge über mich und über andere gelernt. So bin ich z.B. am Steg, an dem ich ein kleines Boot liegen habe, sowohl als Mann wie als Frau bekannt. Und ich werde nicht gemieden, sondern sogar angelächelt und angesprochen. Und da ist nicht mein Transsein ein Thema, sondern Boot, Wetter, Smalltalk etc. Nicht oft, aber immer öfter, je selbstverständlicher ich auftrete und Frau bin, statt nur zu "spielen".
Ja, das passt nicht jedem, aber wie im Beitrag weiter oben beschrieben, ist das nicht mein Problem. Mein Problem war und ist immer noch meine Angst und meine Scham. Ob ich das jemals ablegen kann, weiß ich nicht, aber ich bin trotzig und gehe trotzdem raus, wenn mir danach ist. Und mit jedem auf die Straße gehen, ändert sich mein Gefühl für mein Frausein. Es bin viel selbstsicherer geworden. Das hätte ich in meinen vier Wänden nie erreicht. Ich weiß heute, zum Frausein gehört auch die Übung, das Frausein leben zu können, ohne in jedem Augenblick darauf zu achten.
Und was mindestens genau so wichtig ist: Es ist auch in Ordnung, wenn du es nur zuhause lebst. Es ist o.k., wenn Du es mit Deinem Tempo lebst. Es ist o.k., wenn Du Dich nicht immer als Frau fühlst. Es it o.k., wenn Du es zur Lust tust. Aber wenn Du von Anderen als Frau gesehen werden willst, musst Du Dich auch zeigen. Aber ein Outing im Sinne einer Erklärung, dass Du "anders" bist, halte ich für nicht brauchbar. Du bist, wie Du bist: Basta. Du must Dich nicht einmal erklären. Das machen die "normalen" Anderen auch nicht. Dahinter steht der Gedanke, dass es allgemeine Regeln gäbe und jeder müsse sich erklären, der "anders" ist. Diese Regeln gibt es aber nicht, so lange Du niemandem schadest.
Es ist eine Machtfrage. Gibst Du anderen die Macht zu entscheiden, wie Du zu leben hast ? Oder entscheidest Du das selber ?
Und jetzt verrate ich Dir ein Geheimnis: Ich schreibe das nicht nur auf, um Dir Mut zu machen, sondern auch mir selber. Ich muss mir selber immer wieder Mut machen, mein Leben so zu leben, wie es zu mir passt. Das fällt mir auch nach vielen Jahrzehnten noch immer nicht leicht. Als ich 30 Jahre alt war, gab es noch kein Internet. Ich fühlte mich nur noch als Perverser und nichts war da, um eine andere Sichtweise zu bekommen. Du hast heute die Chance, viel früher in diesen Prozess zu kommen. Das macht es nicht leichter, aber die Aussichten, so zu leben, wie es einem gebührt, sind besser. Es liegt an Dir, sie zu nutzen.
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
Vicky
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Martina-NB
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Re: Was will ich eigentlich?
Vicky hat dazu gerade schon sehr viel Wichtiges gesagt.Susanne_Bavaria hat geschrieben: So 29. Jan 2023, 11:39 Bevor bei mir das große Outing kommt, muss ich mir erst mal klar darüber werden, was ich eigentlich will und wer ich denn genau bin... Crossdresser, Trans, oder was ganz anderes vielleicht?!
Ich kann immer nur von meiner eigenen Geschichte und Situation (die auch ganz sicher nicht in eine klassische Schublade passt.) reden.
"Was bin ich?" - Diese Frage oder diese Einschätzung hat sich in >>10 Jahren kontinuierlich verändert:
- Ein Mann mit etwas anderen Kleidungsvorstellungen
- Ein eher weiblicher Mann (hatte auch mal über "lesbische Männer" gelesen)
- Irgendwie non-binary (erstes kleines "Outing")
- Aktuell kann ich sagen: Ich fühle mich als Frau. Wobei ich keine medizinischen Maßnahmen anstrebe. (Umfangreiches Outing vor 6 Wochen)
Was kommst als nächstes?
Was ich sagen will: Du wirst diese eine Erkenntnis wahrscheinlich nie haben. Wenn Du darauf wartest, wartest Du bis an Dein Lebensende.
Und ich habe immer so gelebt, wie es für mich aktuell gut war.
OK, das klingt jetzt sehr positiv. Natürlich war es nicht immer so einfach, wie ich es jetzt im Nachhinein erzählen kann. Die Frage "Was bin ich" (und was bedeutet das für mein Leben) war natürlich oft da und auch oft sehr belastend.
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Re: Was will ich eigentlich?
Hallo Vicky,
ich versuche hier jetzt mal, deine Fragen und Aussagen so gut ich kann zu beantworten bzw. aus meiner subjektiven Sicht einzuordnen.
So, ich hoffe, du kannst mit meinen Reaktionen ein Bisschen was anfangen und mich vielleicht jetzt auch besser verstehen. Danke jedenfalls für den sehr tollen Beitrag. Schön, wie ihr mich hier alle aufnehmt.
Viele Grüße,
Susanne
ich versuche hier jetzt mal, deine Fragen und Aussagen so gut ich kann zu beantworten bzw. aus meiner subjektiven Sicht einzuordnen.
Scham spielt sicherlich eine Rolle, aber nicht nur. Auch der drastische Wechsel der kompletten Lebensbedingungen, der mit einem Outing einhergeht, flößt mir Respekt ein genauso wie die Ungewissheit, was kommen wird.Vicky_Rose hat geschrieben: Di 31. Jan 2023, 07:17 - Es ist ein theoretischer Satz, der genau so benutzt werden kann, um sich dahinter zu verstecken und jedes Outing zu vermeiden. Du beschreibst Dein Gefühl, aber Deine Art zu leben widerspricht dem. Ich gehe von mir aus, wenn ich dahinter Scham vermute. Scham ist ein Gefühl, dass man entgegen den üblichen Lebensregeln lebt. Dahinter steht die Angst vor Alleinsein und dem Ausgestoßen werden. Aber ist das nicht Kopfkino ?
Aktuell bin ich wie gesagt noch auf der Suche "nach der richtigen Schublade", wenngleich das aber nicht heißt, dass ich mit dem jetzigen Stand der Dinge vollkommen unglücklich bin, denn das trifft auf keinen Fall zu.Vicky_Rose hat geschrieben: Di 31. Jan 2023, 07:17 - Du denkst in Kategorien, aber wird das Deinem Wesen gerecht ? Du musst Dich nicht in Kategorien erklären. Du musst Dich niemandem nicht erklären. Wir sind alle einzigartig in unserem Wesen und passen in keine Schubladen. Und wir unterliegen Schwankungen, Lebensphasen und Entwicklungen. Heraklit sagte einmal, dass man niemals zweimal in den gleichen Fluss stiege und das sehe ich genau so. Das bedeutet, dass Du niemals in eine Schublade passen wirst. Dein Leben verrinnt, während Du die passende Schublade suchst, die es aber nicht gibt. Jeder ist seines Glückes Schmied oder anders gesagt, man muss sein Leben in die Hand nehmen. Aktiv leben statt passiv in der Ecke sitzen und theoretisieren.
Ich zeige mich durchaus immer wieder weiblich in der Öffnetlichkeit, aber eben nicht in meinem direkten Umfeld. In fremden Städten etc. bin ich immer mal wieder en femme unterwegs.Vicky_Rose hat geschrieben: Di 31. Jan 2023, 07:17 Wie sollen Menschen Dich sehen, wie Du wirklich bist, wenn Du Dich ihnen nicht zeigst ? Du musst ja nicht gleich ein Outing vor versammelter Mann- oder Frauschaft machen. Ich habe nach vielen ängstlichen Ausflügen bei Nacht und manchmal auch bei Tag mit einem Urlaub 24/7 en femme gemacht. Ich habe dabei eine Menge über mich und über andere gelernt. So bin ich z.B. am Steg, an dem ich ein kleines Boot liegen habe, sowohl als Mann wie als Frau bekannt. Und ich werde nicht gemieden, sondern sogar angelächelt und angesprochen. Und da ist nicht mein Transsein ein Thema, sondern Boot, Wetter, Smalltalk etc. Nicht oft, aber immer öfter, je selbstverständlicher ich auftrete und Frau bin, statt nur zu "spielen".
So, ich hoffe, du kannst mit meinen Reaktionen ein Bisschen was anfangen und mich vielleicht jetzt auch besser verstehen. Danke jedenfalls für den sehr tollen Beitrag. Schön, wie ihr mich hier alle aufnehmt.
Viele Grüße,
Susanne
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Ninadieflocke
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Re: Was will ich eigentlich?
Hallo Vicky_Rose, eine tolle Antwort! Besonders gefällt mir, wie Du das Selbstwertgefühl zu steigern vermagst. "Ich bin okay!" würde vielen von uns sehr helfen und den Alltag leichter machen! NinaVicky_Rose hat geschrieben: Di 31. Jan 2023, 07:17Hallo Susanne,Susanne_Bavaria hat geschrieben: So 29. Jan 2023, 11:39 Bevor bei mir das große Outing kommt, muss ich mir erst mal klar darüber werden, was ich eigentlich will und wer ich denn genau bin... Crossdresser, Trans, oder was ganz anderes vielleicht?!
Ich glaube, wenn das mal geschafft ist, wird der Weg deutlicher.
ich denke, das ist richtig und auch wieder nicht. Und er beinhaltet einige Aspekte, die mMn in die falsche Richtung weisen:
- Es ist ein theoretischer Satz, der genau so benutzt werden kann, um sich dahinter zu verstecken und jedes Outing zu vermeiden. Du beschreibst Dein Gefühl, aber Deine Art zu leben widerspricht dem. Ich gehe von mir aus, wenn ich dahinter Scham vermute. Scham ist ein Gefühl, dass man entgegen den üblichen Lebensregeln lebt. Dahinter steht die Angst vor Alleinsein und dem Ausgestoßen werden. Aber ist das nicht Kopfkino ?
- Du denkst in Kategorien, aber wird das Deinem Wesen gerecht ? Du musst Dich nicht in Kategorien erklären. Du musst Dich niemandem nicht erklären. Wir sind alle einzigartig in unserem Wesen und passen in keine Schubladen. Und wir unterliegen Schwankungen, Lebensphasen und Entwicklungen. Heraklit sagte einmal, dass man niemals zweimal in den gleichen Fluss stiege und das sehe ich genau so. das bedeutet, dass Du niemals in eine Schublade passen wirst. Dein Leben verrinnt, während Du die passende Schublade suchst, die es aber nicht gibt. Jeder ist seines Glückes Schmied oder anders gesagt, man muss sein Leben in die Hand nehmen. Aktiv leben statt passiv in der Ecke sitzen und theoretisieren.
Wie sollen Menschen Dich sehen, wie Du wirklich bist, wenn Du Dich ihnen nicht zeigst ? Du musst ja nicht gleich ein Outing vor versammelter Mann- oder Frauschaft machen. Ich habe nach vielen ängstlichen Ausflügen bei Nacht und manchmal auch bei Tag mit einem Urlaub 24/7 en femme gemacht. Ich habe dabei eine Menge über mich und über andere gelernt. So bin ich z.B. am Steg, an dem ich ein kleines Boot liegen habe, sowohl als Mann wie als Frau bekannt. Und ich werde nicht gemieden, sondern sogar angelächelt und angesprochen. Und da ist nicht mein Transsein ein Thema, sondern Boot, Wetter, Smalltalk etc. Nicht oft, aber immer öfter, je selbstverständlicher ich auftrete und Frau bin, statt nur zu "spielen".
Ja, das passt nicht jedem, aber wie im Beitrag weiter oben beschrieben, ist das nicht mein Problem. Mein Problem war und ist immer noch meine Angst und meine Scham. Ob ich das jemals ablegen kann, weiß ich nicht, aber ich bin trotzig und gehe trotzdem raus, wenn mir danach ist. Und mit jedem auf die Straße gehen, ändert sich mein Gefühl für mein Frausein. Es bin viel selbstsicherer geworden. Das hätte ich in meinen vier Wänden nie erreicht. Ich weiß heute, zum Frausein gehört auch die Übung, das Frausein leben zu können, ohne in jedem Augenblick darauf zu achten.
Und was mindestens genau so wichtig ist: Es ist auch in Ordnung, wenn du es nur zuhause lebst. Es ist o.k., wenn Du es mit Deinem Tempo lebst. Es ist o.k., wenn Du Dich nicht immer als Frau fühlst. Es it o.k., wenn Du es zur Lust tust. Aber wenn Du von Anderen als Frau gesehen werden willst, musst Du Dich auch zeigen. Aber ein Outing im Sinne einer Erklärung, dass Du "anders" bist, halte ich für nicht brauchbar. Du bist, wie Du bist: Basta. Du must Dich nicht einmal erklären. Das machen die "normalen" Anderen auch nicht. Dahinter steht der Gedanke, dass es allgemeine Regeln gäbe und jeder müsse sich erklären, der "anders" ist. Diese Regeln gibt es aber nicht, so lange Du niemandem schadest.
Es ist eine Machtfrage. Gibst Du anderen die Macht zu entscheiden, wie Du zu leben hast ? Oder entscheidest Du das selber ?
Und jetzt verrate ich Dir ein Geheimnis: Ich schreibe das nicht nur auf, um Dir Mut zu machen, sondern auch mir selber. Ich muss mir selber immer wieder Mut machen, mein Leben so zu leben, wie es zu mir passt. Das fällt mir auch nach vielen Jahrzehnten noch immer nicht leicht. Als ich 30 Jahre alt war, gab es noch kein Internet. Ich fühlte mich nur noch als Perverser und nichts war da, um eine andere Sichtweise zu bekommen. Du hast heute die Chance, viel früher in diesen Prozess zu kommen. Das macht es nicht leichter, aber die Aussichten, so zu leben, wie es einem gebührt, sind besser. Es liegt an Dir, sie zu nutzen.
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Re: Was will ich eigentlich?
Zitate können durchaus gekürzt werden.Ninadieflocke hat geschrieben: Mi 1. Feb 2023, 10:58 "Ich bin okay!" würde vielen von uns sehr helfen und den Alltag leichter machen! Nina
Es besteht ein großes Missverhältnis bei so vielen Zeilen Zitat und einer Zeile Eigenbeitrag.
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Lana
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Re: Was will ich eigentlich?
Liebe Susanne,Susanne_Bavaria hat geschrieben: Di 31. Jan 2023, 14:49 Scham spielt sicherlich eine Rolle, aber nicht nur. Auch der drastische Wechsel der kompletten Lebensbedingungen, der mit einem Outing einhergeht, flößt mir Respekt ein genauso wie die Ungewissheit, was kommen wird.
kannst da das ein bisschen erklären, was du meinst mit dem "kompletten Wechsel Lebensbedingungen", wo du doch zugleich von großer Ungewissheit ausgehst, was da wohl kommen wird?
Vielleicht ist der Wechsel ja gar nicht so dramatisch, wie du befürchtest? Zudem passiert er nicht einfach so. Du hast es zu großen Teilen selbst in der Hand, ihn zu gestalten, und auch sein Tempo und Ausmaß zu bestimmen.
Das Beste: Du kannst jederzeit was ändern, wenn es für dich nicht passt. Und du musst dich nicht gleich zu Beginn festlegen, was dein Ziel ist. Mach dich einfach auf den Weg und schau dann, was sich für dich gut anfühlt und was nicht.
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Re: Was will ich eigentlich?
Hallo Lana!
Gerade beruflich wäre ein Outing meinerseits mit unkalkulierbaren Folgen verbunden.
Da ich in einer Branche arbeite, in der die Strukturen relativ starr sind, wäre auch z.B. ein Wechsel der Abteilung oder dergleichen nicht so einfach möglich.
Daher habe ich großen Respekt davor, dass mein "Geheimnis" in meinem beruflichen Umfeld ans Licht kommt.
Ein Wechsel des Arbeitgebers kommt dabei auch nicht in Frage.
Sonderlich aufschlussreich war das jetzt auch nicht, aber vllt. kannst du ja meine Gedankengänge jetzt irgendwie besser nachvollziehen.
Viele Grüße,
Susanne
Ein bisschen was kann ich erklären und ich hoffe, du kannst es nachvollziehen.Lana hat geschrieben: Mi 1. Feb 2023, 23:15 kannst da das ein bisschen erklären, was du meinst mit dem "kompletten Wechsel Lebensbedingungen", wo du doch zugleich von großer Ungewissheit ausgehst, was da wohl kommen wird?
Gerade beruflich wäre ein Outing meinerseits mit unkalkulierbaren Folgen verbunden.
Da ich in einer Branche arbeite, in der die Strukturen relativ starr sind, wäre auch z.B. ein Wechsel der Abteilung oder dergleichen nicht so einfach möglich.
Daher habe ich großen Respekt davor, dass mein "Geheimnis" in meinem beruflichen Umfeld ans Licht kommt.
Ein Wechsel des Arbeitgebers kommt dabei auch nicht in Frage.
Sonderlich aufschlussreich war das jetzt auch nicht, aber vllt. kannst du ja meine Gedankengänge jetzt irgendwie besser nachvollziehen.
Viele Grüße,
Susanne
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Re: Was will ich eigentlich?
Hallo Forum!
Nach längerer Pause hier im Thread mal wieder eine Wasserstandsmeldung meinerseits, denn am 25.02. war ich zum ersten Mal seit einiger Zeit wieder in Frauenkleidung in der Öffentlichkeit unterwegs. Als Ziel hatte ich mir ein kleines Industriegebiet mit einigen Geschäften in einer Stadt in der Umgebung ausgesucht.
Mein erster Gang führte mich zu Rossmann, wo ich viele Blicke auf mich zog, sonst aber keine Reaktionen bemerken konnte. Auch das Bezahlen der typisch weiblichen Artikel wie Strumpfhosen oder Nagellack wurde nur mit einem Schmunzeln des jungen Kassierers quittiert.
Danach ging ich zu Shoe4You, einem Schuhgeschäft, von dem ich bis dato noch nichts gehört hatte. Von der Auswahl dort war ich gleich sehr angetan. Viele tolle Schuhe in großen Größen zu kleinen Preisen! Außerdem hatte ich in dem Schuhgeschäft dann ein längeres, total angenehmes Gespräch mit der Mitarbeiterin. Sie war selber in meinem Alter, so Mitte, Ende 20. Da ich der einzige Kunde zu der Zeit war, kam sie recht schnell, nachdem ich den Laden betreten hatte, auf mich zu und fragte, ob sie mir behilflich sein könne. Erst nach ihrer Frage bemerkte sie mein Outfit, weshalb sie noch bevor ich ihr antworten konnte, nachschob, ob ich denn Schuhe für mich selber suchen würde. Als ich dies bejahte, fragte sie mich nach meiner Größe und führte mich zu den passenden Paaren. Zunächst war sie noch recht still, doch nachdem ich dann das erste Paar anprobiert hatte, kamen wir immer besser ins Gespräch. Sie fragte, wie lang ich schon Frauenkleidung trage und was ich so für Reaktionen in der Öffentlichkeit bekomme und wie mein Umfeld reagiert und vieles mehr. Dabei war sie aber immer respektvoll uns sehr höflich. Daher quatschten wir fast eine Viertelstunde, bevor ich mich, inklusive neuen Pumps, verabschiedete.
Am Ende meiner Tour ging es noch zu C&A. Eigentlich wollte ich dort nach einem Kleid schauen, doch es kam alles anders als gedacht. Wieder war ich der einzige Kunde, weshalb bald eine Verkäuferin um die 60 zu mir kam. Als diese sah, dass ich in Rock, Strumpfhose und meinen hohen Stiefeln vor ihr stand, fragte sie gleich:"Was haben sie denn da an?" Im ersten Moment war ich zu perplex, um zu antworten, weshalb ich weiter in Richtung der Damenabteilung bin, wohin sie mir folgte. Dort stöberte ich durch die Ständer und suchte nach passenden Teilen, während sie die ganze Zeit neben mir stand und auch auf meine Bitte hin, mich doch alleine zu lassen, nicht ging. Deshalb hab ich dann den Schlussstrich gezogen und bin zurück zum Auto.
Trotz des negativen Erlebnisses im letzen Geschäft war der Ausflug super!
Vor allem die Unterhaltung mit Schuhverkäuferin fand ich extrem cool und sie hat mich sehr in meinem Tun bestärkt.
Das solls dann aber auch erst mal von mir gewesen sein!
Viele Grüße,
Susanne
Nach längerer Pause hier im Thread mal wieder eine Wasserstandsmeldung meinerseits, denn am 25.02. war ich zum ersten Mal seit einiger Zeit wieder in Frauenkleidung in der Öffentlichkeit unterwegs. Als Ziel hatte ich mir ein kleines Industriegebiet mit einigen Geschäften in einer Stadt in der Umgebung ausgesucht.
Mein erster Gang führte mich zu Rossmann, wo ich viele Blicke auf mich zog, sonst aber keine Reaktionen bemerken konnte. Auch das Bezahlen der typisch weiblichen Artikel wie Strumpfhosen oder Nagellack wurde nur mit einem Schmunzeln des jungen Kassierers quittiert.
Danach ging ich zu Shoe4You, einem Schuhgeschäft, von dem ich bis dato noch nichts gehört hatte. Von der Auswahl dort war ich gleich sehr angetan. Viele tolle Schuhe in großen Größen zu kleinen Preisen! Außerdem hatte ich in dem Schuhgeschäft dann ein längeres, total angenehmes Gespräch mit der Mitarbeiterin. Sie war selber in meinem Alter, so Mitte, Ende 20. Da ich der einzige Kunde zu der Zeit war, kam sie recht schnell, nachdem ich den Laden betreten hatte, auf mich zu und fragte, ob sie mir behilflich sein könne. Erst nach ihrer Frage bemerkte sie mein Outfit, weshalb sie noch bevor ich ihr antworten konnte, nachschob, ob ich denn Schuhe für mich selber suchen würde. Als ich dies bejahte, fragte sie mich nach meiner Größe und führte mich zu den passenden Paaren. Zunächst war sie noch recht still, doch nachdem ich dann das erste Paar anprobiert hatte, kamen wir immer besser ins Gespräch. Sie fragte, wie lang ich schon Frauenkleidung trage und was ich so für Reaktionen in der Öffentlichkeit bekomme und wie mein Umfeld reagiert und vieles mehr. Dabei war sie aber immer respektvoll uns sehr höflich. Daher quatschten wir fast eine Viertelstunde, bevor ich mich, inklusive neuen Pumps, verabschiedete.
Am Ende meiner Tour ging es noch zu C&A. Eigentlich wollte ich dort nach einem Kleid schauen, doch es kam alles anders als gedacht. Wieder war ich der einzige Kunde, weshalb bald eine Verkäuferin um die 60 zu mir kam. Als diese sah, dass ich in Rock, Strumpfhose und meinen hohen Stiefeln vor ihr stand, fragte sie gleich:"Was haben sie denn da an?" Im ersten Moment war ich zu perplex, um zu antworten, weshalb ich weiter in Richtung der Damenabteilung bin, wohin sie mir folgte. Dort stöberte ich durch die Ständer und suchte nach passenden Teilen, während sie die ganze Zeit neben mir stand und auch auf meine Bitte hin, mich doch alleine zu lassen, nicht ging. Deshalb hab ich dann den Schlussstrich gezogen und bin zurück zum Auto.
Trotz des negativen Erlebnisses im letzen Geschäft war der Ausflug super!
Vor allem die Unterhaltung mit Schuhverkäuferin fand ich extrem cool und sie hat mich sehr in meinem Tun bestärkt.
Das solls dann aber auch erst mal von mir gewesen sein!
Viele Grüße,
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Re: Was will ich eigentlich?
Susanne_Bavaria hat geschrieben: Mo 27. Feb 2023, 16:44 Am Ende meiner Tour ging es noch zu C&A. Eigentlich wollte ich dort nach einem Kleid schauen, doch es kam alles anders als gedacht. Wieder war ich der einzige Kunde, weshalb bald eine Verkäuferin um die 60 zu mir kam. Als diese sah, dass ich in Rock, Strumpfhose und meinen hohen Stiefeln vor ihr stand, fragte sie gleich:"Was haben sie denn da an?" Im ersten Moment war ich zu perplex, um zu antworten, weshalb ich weiter in Richtung der Damenabteilung bin, wohin sie mir folgte. Dort stöberte ich durch die Ständer und suchte nach passenden Teilen, während sie die ganze Zeit neben mir stand und auch auf meine Bitte hin, mich doch alleine zu lassen, nicht ging.
Hallo Susanne,
das ist schon blöd. Es erinnert mich an ein ähnliches Erlebnis, was ich vor vielen Jahren hatte. Ich war in einem Kaufhaus, um dort Strumpfhosen zu kaufen, wo mich eine Verkäuferin belagerte und bedrängte .. wie eine Löwin, die ihre Jungen verteidigt.
Auf Grund der Frage der Verkäuferin .. darf ich fragen, wie du unterwegs warst? Komplett als Frau gestylt? Oder eher hybrid?
Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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ExuserIn-2023-04-04
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Re: Was will ich eigentlich?
Um bei deiner Wortwahl zu bleiben: eher hybrid.MichiWell hat geschrieben: Mo 27. Feb 2023, 21:33 Auf Grund der Frage der Verkäuferin .. darf ich fragen, wie du unterwegs warst? Komplett als Frau gestylt? Oder eher hybrid?
Den unteren Teil meines Outfits siehst du ja oben, dazu hatte ich noch nen Rollkragenpullover an. Das Gesicht war aber eindeutig männlich.
Viele Grüße,
Susanne